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Am 1. April 1891, als
zweitälteste Tochter eines Kunstmalers in Liegnitz, Schlesien, geboren,
verlebte ich mit noch sechs Geschwistern im Elternhaus eine harmonische
Kindheit. Frühzeitig schon lernte ich die Sorgen um das Dasein kennen. Der
Wunsch, den Eltern helfen zu können, ließ mich meine Neigung zum Schneidern
praktisch ausüben und Geld verdienen. Die Geldnot der Eltern blieb und damit
auch die Sorge. Beim Beten des Vaterunsers habe ich oft gefleht, daß der HERR
mich doch Sein Reich finden lassen möchte. Und dieses Gebet wurde erhört. Das
war am 15. Juni 1937. Ich betete und achtete auf mein Inneres - ich blieb ganz
still - in diesem Zustand verharrte ich oft, denn dabei überkam mich immer ein
wunderbarer Friede, und Gedanken, die ich dabei in der Herzgegend, nicht im
Kopf empfand, gaben mir Trost und Kraft. Noch wußte ich nicht, daß mir diese
Gedanken „gegeben“ wurden. Bis ein sonderbares Traumerlebnis, das sich später
als Wahrtraum erwies, mich veranlaßte, „diese Gedanken“ aufzuschreiben.
Der Inhalt der Niederschriften
ging über mein Wissen hinaus. Nie gehörte oder gelesene Ausdrücke,
fremdsprachliche und wissenschaftliche Bezeichnungen und Hinweise flossen mir
unaufhaltsam zu. Und dann die bisher nie gehörten Liebeäußerungen des VATERS im
Himmel.
Die Übermittlung des „Wortes“
geschieht wie folgt: Nach innigem Gebet und kurzer Sammlung horche ich nach
innen. Dort folgen jetzt die Gedanken klar herausgestellt, einzeln und deutlich
fließen die Worte - immer drei bis vier hintereinander. Langsam, so daß ich
bequem mitschreiben kann, baut sich Satzteil an Satzteil. Ich schreibe die
Worte stenographisch nieder, wie nach einem Diktat, ohne gedanklich oder
konstruktiv daran beteiligt zu sein. Ich bin dabei auch keineswegs in einem
sogenannten Trancezustand; ich forme auch nicht die Sätze, sondern es springen
mir gewissermaßen die Worte einzeln zu, ohne dass ich während des Schreibens
den Zusammenhang erfasse. Nach Tagen, manchmal erst nach Wochen, übertrage ich
das Stenogramm in Reinschrift...... Bei dem Mangel an allgemeiner Bildung kam
ich mir immer vor wie ein unbeschriebenes Blatt. Geld- und Zeitmangel versagten
mir, gute Bücher zu lesen und Vorträge zu besuchen. Ich kannte nur angespanntes
Arbeiten von früh bis spät. Und dennoch erhielt ich täglich die köstlichen
Zuwendungen an geistigem Gut, ohne aber zu wissen, für wen ich sie noch
erhielt.
(Zitate aus einer Selbstbiographie von 1953).
Das Schriftwerk
Während Jakob Lorber in der
Haushaltung Gottes die Urgeschichte der Menschheit, im Großen Evangelium
Johannes das Erdenleben Jesu und daneben die großen Jenseitswerke
niederschreiben durfte, war es die Aufgabe von B. Dudde, vor allem auf das nahe
vor uns liegende Endgericht unserer Erlösungsperiode hinzuweisen. Daneben geben
ihre Kundgaben dem gläubigen Leser einen Leitfaden für ihr Überleben, in den
letzten Tagen einer sterbenden Welt in die Hände. Man könnte ihre Kundgaben
auch als Handbuch für das praktizierte Christentum in der Endzeit bezeichnen.
So schrieb sie im Laufe ihres Lebens ein umfangreiches Werk, bestehend aus über
9000 Einzelkundgaben zu den verschiedensten Glaubensthemen nieder. Diese
Einzelkundgaben zeichnen sich vor allem dadurch aus, dass sie zu allen
wichtigen Fragen des täglichen Glaubenslebens kurze, aber essentielle Antworten
bieten. Eine Einzelkundgabe hat hierbei einen Umfang der selten über zwei DINA4
Seiten hinausgeht.
Auch diese Kundgaben gibt es
neben dem Gesamtwerk in Themenhefte zusammengefasst. Ein Verzeichnis des
Schriftenangebotes von B. Dudde, sowie auch das Gesamtwerk in Buchform oder auf
Datenträger CD, kann unter folgender Adresse bezogen werden:
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Willi
Wegers
Alten Bach 89
D-41470 Neuss
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oder
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Hans Willi Schmitz
St. Bernardinstr. 47
D-47608 Geldern-Kapellen
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Schriften, Bücher, CD ROM's werden kostenlos abgegeben!!!!
Eine Auswahl
von Themenheften:
- Gott und die Kirchen (Heft1 und 2)
- Die Kirche Christi
- Die innere Stimme
- Verstand - Wissen - Erkenntnis
- Denkfähigkeit und Gedanken
- Selbstüberwindung (Heft 1 und2)
- Rückkehr zu Gott (Heft 5 und 6)
- Mahnungen und Warnungen (Heft 1-4)
- Der Heils- und Rückführungsplan Gottes
- Der gute Hirt
- Rückkehr zu Gott (Heft 3,4 und 6)
- Laß dich führen!
- Arbeiter im Weinberg Jesu (Heft 1 und 2)
- Vertraue auf Jesus Christus
- Jesus Christus ist der gute Hirt
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- Das Geistwirken Gottes
- Ist die Endzeit angebrochen?
- Voraussagen - Geistiger Niedergang und Weltenbrand
- Voraussagen über Katastrophen und Unglücksfälle
- Für Endzeitjünger (Heft 1-3)
- Du zwischen zwei Welten (Heft 1 und 2)
- Der Eingriff Gottes
- Hergang der Katastrophe
- Der Glaubenskampf
- Der Antichrist
- Die Umwandlung der Erde
- Zeichen der Endzeit
- So wird es kommen!
- Gottes Aufruf an die sterbende Welt
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Im Folgenden ein Themenheft als Leseprobe, das von uns unter dem Gesichtspunkt "Kernaussagen zum Christentum" zusammengestellt
wurde. Der Inhalt ist sehr gut geeignet, um die im kausalen Zusammenhang
stehenden Ereignisse der geistigen Urschöpfung, des Engelfalls,
das Werden der materiellen Welten, bis hin zur Erlösungstat
Jesu und dem vor uns liegende Endgericht zu verstehen.
Sie können dieses Heft zum weiterreichen über das Schriftenangebot
der „Neuen Erde“, kostenlos bestellen.

Vorwort
Warum lässt Gott das zu?
Ob es sich um Krieg, um die Zerstörung der
Umwelt, um Katastrophen oder um unser persönliches Leid handelt,
immer wieder taucht diese Frage nach der Gerechtigkeit und Liebe
Gottes aus unserem eigenen Leidempfinden auf.
Dies für uns anscheinend unlösbare Problem in der Welt,
zwischen der notwendigen Ordnung und Gerechtigkeit in Gott auf der
einen Seite, und Seiner Liebe, Gnade und Barmherzigkeit auf der anderen
Seite ergibt sich aus der Anschauung, Gott habe die materielle Welt
unmittelbar aus Sich heraus geschaffen. Abgesehen von den naturwissenschaftlichen
Schwierigkeiten, welche sich aus dieser Anschauung oder Interpretation
ergibt, weiß die christliche Mystik und die sogenannten Neuoffenbarungen
(z.B. durch J. Böhme, Jakob Lorber und Bertha Dudde) von einer
rein geistigen Urschöpfung in der Ordnung Gottes, in welcher
das Böse und der Widerspruch nicht existiert haben. Doch es
kam in dieser reingeistigen Schöpfung, welche sich unendlich
lange Zeiten in der Ordnung Gottes bewegte, zu einer Auflehnung des
größten geschaffenen Wesens/Engels gegen Gott. Der Name
dieses Engels war Luzifer, d. h. Lichtträger. Mit seinem Anhang
lehnte er sich gegen Gott in der Absicht auf, dessen Status und Platz
einzunehmen, also selber zu sein wie Gott. Luzifer wollte die Aufmerksamkeit,
Ehre und Anbetung, die Gott durch die geschaffenen Wesen erfuhr,
für sich beanspruchen.
„Hochmut kommt vor dem Fall“
Und so fiel dieses hohe Geistwesen in die Tiefen
eines von Gott abgewandten Daseins. Oder mit anderen Worten, in die
Verdichtung und Erstarrung seiner Wesenheit, aus welchem Prozess
in einer langen Zeitfolge die materielle Schöpfung entstanden
ist. Die materielle Schöpfung ist im Grunde erstarrter Geist
oder erfrorenes Licht aus der geistigen Urschöpfung. Darum ist
die materielle Welt/Schöpfung auch der von Gott und Seiner Ordnung
am weitesten entfernte Daseinsbereich. Innerhalb dieser Fallwelten,
ist es besonders die Erde, die noch von Luzifer dominiert wird. Luzifer
erhielt nach seiner Auflehnung gegen Gott einen anderen Namen - Satan „der
Fürst der Welt“ - wie ihn die Bibel auch bezeichnet.
Wenn Jesus während Seines 40-tägigen Kampfes in der Wüste
von Satan versucht wurde, und dieser Ihm alle Reichtümer und
Ehren dieser Welt anbot, so Jesus nicht mehr den Vater im Himmel,
sondern ihm und dem Weltlichen Seine Aufmerksamkeit und Anbetung
darbringen würde, so offenbart sich hierin, wer die materielle
Schöpfung - die Sinnenwelt – beherrscht. Darum musste
sich die Liebe Gottes auch auf dieser Erde in Jesus verkörpern,
wollte Sie den Machtbereich Satans und dessen Herrschaft brechen.
Der Abfall Luzifers von Gott war die Ursache für
die Entstehung der materiellen Schöpfungswelten, er hat sie
jedoch nicht geschaffen. Geschaffen wurde die materielle Schöpfung
aus der Liebe und Gnade Gottes, denn er lässt
keines Seiner Geschöpfe oder Kinder verloren gehen, sondern
Er schafft auch aus dem sich verkehrenden, freien Willen seiner Geschöpfe
immer noch einen Weg oder eine Möglichkeit der Rückfindung
in Seine Ordnung, in Sein Reich. So wird selbst aus dem Bestreben
Satans das Böse zu tun, Gott doch das Gute erwirken! Um
es noch einmal deutlich zu sagen:
„Die materielle Schöpfung ist ein
Gnadengeschenk Gottes an seine gefallenen Geschöpfe!“
In allem, was sich unserer Seele in der Schöpfung
als Schönheit, Harmonie und Wohlbefinden gegenüberstellt,
drückt sich die Gnade Gottes als ein Ruf aus, zurück zu
kommen in Sein Reich. In allem hingegen, was in unserer Seele Disharmonien
erzeugt, sie bedrückt und nach unten zieht, ist das Wirken der
Gott widerstrebenden Mächte zu erkennen, welche die Seelen der
Menschen an diese Welt mit ihren Begierden und Leidenschaften ketten
möchte; Leidenschaften die Leiden schaffen. Man
könnte die materielle Schöpfung auch als eine Synthese
aus erstarrtem hochmütigem Geist und wiederbelebendem Gnadenlicht
aus der erbarmenden Liebe Gottes bezeichnen. Im Spannungsfeld zwischen
diesen Polaritäten „ent-wickelt“ sich
jeder Mensch, eine jede Seele, bewusst oder unbewusst aus den Fesseln
der Welt; aus der Gebundenheit an die Materie. Gott hat Sich aus
diesem Grund auch den von Ihm entferntesten Punkt für Seine
Menschwerdung erwählt, um auf unserer Erde den Umkehrpunkt für
alles Gefallene zu setzen. Dies verwirklichte Er durch Sein vorbildliches
Leben, durch Sein Erlösungswerk am Kreuz und durch Seine Auferstehung,
wodurch die Macht des geistigen Todes und die Versklavung
des freien Geistes an die Materie gebrochen wurde.
„Tod, wo ist dein Stachel“
Unabdingbare Voraussetzung für den Rückweg
eines jeden ist die Erkenntnis der Gottferne und der Verstrickung
im Welttreiben und Weltsinn. „Diese Selbsterkenntnis“ soll
uns über eine ehrliche Reue und Buße zur Um- und Rückkehr
an das Vaterherz Gottes bewegen, welcher uns in Jesus schon auf halbem
Wege entgegenkommt (das Gleichnis vom verlorenen Sohn). Darum ist
die Demut und eine ernste Willensbekundung sein Leben unter die Führung
Gottes zu stellen, unabdingbare Voraussetzung für die geistige
Wiedergeburt aller einstmals aus der Ordnung gefallenen Geschöpfe
Gottes.
Die Frage nach dem Widerspruch in der Materie beantwortet sich nur
aus der Entstehung der Materie, über die uns alleine die „Neuen
Offenbarungen“ ausreichende Antworten gibt. Die Frage hingegen
nach der Gerechtigkeit und Liebe Gottes angesichts von so viel Leid
(Unordnung, Widerspruch) auf unserer Erde, lässt sich nur durch
die notwendige, absolute Willensfreiheit der zur Gotteskindschaft
berufenen Wesen erklären. Die Fallwelten, und besonders die
Erde sind nun als eine Ort der pädagogischen Erziehung unserer
Seelen zu betrachten. Gott setzt das aus unserem freien Willen erzeugte
Leid ein (das Gesetz von Ursache und Wirkung), um unsere Seelen zu
erwecken und den Bewusstwerdungsprozess einzuleiten, der letztlich
in einer Auferstehung Jesu – des Erlösers - in unseren
Herzen münden soll. Erst durch diese Barmliebe Gottes, die in
und durch Jesus Mensch wurde und somit zu einem möglichen Erfahrungsbereich
und Erlösungsweg für alle Menschen wurde, können wir
den alten Menschen und die alte gefallene Schöpfung in unserem
Wesen überwinden und zu einem neuen Menschen in Christus werden.
Oder mit den Worten des Paulus:“ Nicht mehr ich lebe, sondern
Christus lebt in mir.“ Das heißt, wir sind durch
das Leben und Opfer Jesu herausgelöst „erlöst“ aus
der Schuld und Belastung des Urfalls und allen daraus resultierenden
Absonderungen („Sünden“), wenn wir diesen Christus
in uns leben lassen, uns diesen neuen Menschen aus Seiner Lehre also
ganz durch eine tätige Nachfolge anziehen und nicht am Schattendasein
unserer alten, gefallenen Natur (dem Adamsmenschen) festhalten.
Das Leid der Erde hat seine Wurzel ursächlich in der Auflehnung
Luzifers und seines Anhanges, gegen die bestehende Gottesordnung.
Erst aus diesem ersten Urfall entstand der zweite Fall des ersten,
geistbegabten Menschenpaares auf der Erde, mit allen Folgen für
das nachkommende Menschengeschlecht.
Doch den Ort des tiefsten Falls aus Seiner Ordnung, hat Gott zu
einem Ort Seiner Erbarmung und der Umkehr gemacht.
Den Ort, der am weitesten vom Zentrum Seiner Liebe „Seinem
Vaterherzen“ entfernt war, hat Gott durch Seine Menschwerdung
in Jesus Christus zur Schule der Gotteskindschaft umgestaltet. Durch
Seine Boten hat Er seit Menschengedenken immer wieder auf Seine Ordnungsgesetze
(10 Gebote) und Sein Kommen als Mensch hingewiesen. In Jesus wurden
alle diesbezüglichen Prophezeiungen erfüllt und der liebende
Vater trat durch Ihn geoffenbart, in den Vordergrund. Das
starre Gesetz des alten Bundes „Auge um Auge, Zahn um Zahn“,
das die Völker lange Zeit beherrschte, wurde durch die Liebegebote
und die Liebelehre Jesu ersetzt: „Liebe Gott über
alles und deinen Nächsten wie dich selbst“ sowie „Liebet
eure Feinde und tut Gutes denen, die euch Böses wollen“.
Jesus erkannte, lebte und predigte die Demut, sowie
die tätige, selbstlose Liebe, als die alles
erlösende Kraft aus den Fallwelten, die durch Hochmut und Eigenliebe entstanden
waren.
Das Leben und Erlösungswerk Jesu, und somit
das Christentums, kann nur in Kenntnis des Falls der Urgeister in
seiner ganzen Bedeutung verstanden werden.

Das Wissen
um das Wesen Gottes ist nötig
B.D.NR.8125
Groß ist die Macht Dessen, Der euch erschaffen
hat. Endlos ist Seine Liebe und unübertrefflich Seine Weisheit.
Dessen gedenket immer, auf daß ihr euch selbst mit Ihm in Verbindung
setzet, auf daß ihr stets eure Gedanken hinaussendet zu Mir,
Der Ich Mich nach eurer Rückkehr sehne und wahrlich auch Meine
Macht, Liebe und Weisheit walten lasse, um euch diese Rückkehr
zu Mir zu ermöglichen. Wenn ihr Menschen euch euren Gott und
Schöpfer als höchst vollkommenes Wesen vorstellet, wenn
ihr überzeugt daran glauben könnet, daß dieses höchst
vollkommene Wesen euer Vater sein will, dann werdet
ihr auch euren inneren Widerstand aufgeben, der euch endlos lange
Zeiten getrennt hielt von Mir. ihr werdet versuchen, das rechte Verhältnis
zu Mir herzustellen, das Verhältnis eines Kindes zum Vater und
ihr werdet als schwache Kindlein euch Meinen Schutz und Meine Hilfe
erbitten, wenn ihr in Not seid. Ihr werdet aber auch Liebe für
Mich empfinden, ihr werdet zutraulich zu eurem Vater kommen und euch
also auch Mir hingeben, und dann werdet ihr Mich auch nicht mehr
aufgeben wollen, weil Ich Selbst euch nun halte, weil Mein Liebeband
euch umschlingt, das ihr auch nicht mehr lösen werdet. Aber
es ist dazu das Wissen um Mein höchst vollkommenes Wesen nötig.
Ihr sollet Mich lieben lernen, und darum müsset ihr zuvor wissen,
daß Ich Selbst die Liebe bin; ihr sollet nicht Mich als einen
strafenden Gott fürchten, sondern als einen treuen, fürsorgenden
Vater lieben. Dann erst tretet ihr in das rechte Verhältnis
ein zu Mir, ihr gebt euch freiwillig Mir zu eigen, und ihr habt die
Rückkehr vollzogen, die Zweck und Ziel eures Erdenganges ist.
Und darum suche Ich euch Menschen immer wieder Meine Macht, Meine
Liebe und Meine Weisheit zu beweisen. Wenn ihr in Not geratet, so
führe Ich euch immer wieder heraus, weil es für Mich nichts
gibt, was zu leisten Mir unmöglich wäre. Und Ich lasse
euch auch immerwährend Beweise Meiner Liebe zugehen, indem Ich
euch auch Freuden bereite, die ihr immer als Geschenk Meinerseits
betrachten sollet. Immer könnet ihr euch in Meiner Fürsorge
geborgen wissen, denn Ich erkenne wahrlich, was ihr benötigt
geistig und leiblich, und das wende Ich euch auch zu, sowie ihr euch
Mir ergeben habt, sowie ihr die Bindung mit Mir herstellet durch
innige Gedanken, durch Gebet und Liebewirken. Und ihr werdet dann
ständig Beweise Meiner Liebe, Weisheit und Macht erfahren dürfen,
weil Ich dadurch nur eure Liebe gewinnen will, weil Ich in euch das
Verlangen nach Zusammenschluß mit Mir erwecken will und dann
auch euer Erdenlebenszweck erfüllt ist, sowie ihr die
innige Bindung mit Mir herstellt, sowie ihr euch als Kinder
dem Vater hingebt und ganz in Seinem Willen aufgeht. Dann werdet
ihr auch nicht mehr in geistiger Finsternis dahingehen, ihr werdet
von Mir Selbst mit Meinem Liebelicht durchstrahlt werden, Ich werde
in der innigen Bindung mit euch sprechen können, und eure Liebe
wird stets mehr entflammen, und es wird keine Finsternis mehr in
euren Herzen sein. Sowie ihr Mich als einen Gott der Liebe, Weisheit
und Macht erkennet, werdet ihr Mich auch anstreben, und das bedeutet,
daß ihr Mich auch anerkennet, Dem ihr einstens eure Anerkennung
verweigertet. Und darum werde Ich während eures Erdenlebens
nichts unversucht lassen, um euch eine rechte Aufklärung
zu geben über Mein Wesen. Denn solange ihr Mich nicht
erkennet als das, was Ich bin: als höchst vollkommenes Wesen,
Das euch liebt und eure Liebe gewinnen will, solange ihr nicht in
Mir euren Vater sehet, Der Seine Kinder ewiglich beglücken will,
so lange haltet ihr euch auch noch entfernt von Mir. Und darum offenbare
Ich Mich euch in Meiner Liebe, Weisheit und Macht. Und Ich werbe
unausgesetzt um eure Liebe. Aber Ich werde sie auch einmal gewinnen,
und dann werdet ihr bei Mir verbleiben ewiglich. Amen

Gott ist
die Liebe
B.D.NR.8082
Aus der Liebekraft Gottes ist alles erstanden. Er
Selbst ist der Urquell der Kraft, Sein Urelement ist Liebe, Er
Selbst ist also die Liebe. Und doch ist Er ein Wesen,
das wirket und schaffet nach weisem Ermessen. Er ist ein
Wesen, das Seine Gedanken zur Ausführung bringt, das
unentwegt neue Schöpfungen erstehen läßt. Das Seine
Liebekraft hinausstrahlt in die Unendlichkeit, die aber immer ihren
Zweck erfüllt, die nicht willkürlich wirket, sondern von
der Weisheit und Macht Gottes bestimmt wird in ihrer Auswirkung.
Gott ist die Liebe! Diesen Ausspruch werdet ihr Menschen nicht verstehen,
solange ihr nicht das Wesen der Liebe ergründen könnet, was
eine Selbstgestaltung zur Liebe bedingt. Denn immer werdet
ihr die Liebe betrachten als eine Eigenschaft, die ihr dem höchsten
und vollkommensten Wesen zuerkennt. Daß aber dieses Wesen Selbst
die Liebe ist, wird euch unbegreiflich bleiben, solange ihr als Mensch über
die Erde geht. Und ihr alle seid aus jener Liebe hervorgegangen,
ihr seid ausgestrahlte Kraft, ihr seid in eurer Urbeschaffenheit selbst
Liebe. doch ebenfalls Wesen, die denken und wollen können „die
Beweise einer Wesenheit". Nichts ist daher planlos was erstanden
ist und noch erstehen wird. Alles ist weisheitsvoll bedacht, alles
sind Gedanken eines höchst vollkommenen Wesens, Das ihr Menschen "Gott" benennet.
Und dieses Wesen vervielfältigte Sich. Es ließ aus Sich
heraus gleiche Wesen erstehen, Es strömte Seine Liebekraft aus
und gab ihr Formen. Es erschuf! Alles, was Gott
erschaffen hat, ist und bleibt in seiner Ursubstanz Liebe. Es ist
und bleibt eine Kraft, die wirksam werden soll laut göttlichem
Willen. Wird sie jedoch gehindert in ihrer Wirksamkeit, so wird die
göttliche Ordnung umgestoßen. Das Liebeprinzip wird verkehrt
in das Gegenteil. Es wird dem Wesen, Das in Sich Liebe, Weisheit
und Macht.... also Gott" ist, Widerstand entgegengesetzt, was
wohl geschehen kann von Seiten der Wesen, die Er ins Leben rief,
weil Er sie auch mit freiem Willen ausgestattet
hatte als Seine Ebenbilder. Doch dann tritt das Wesen aus seiner
gesetzlichen Ordnung heraus, es verkehret sich selbst in das Gegenteil;
es besteht wohl, läßt aber die Liebekraft nicht mehr wirksam
werden, und das bedeutet Erstarren, es bedeutet Beweglosigkeit, es
bedeutet den Tod dessen, was einst als Leben" hinausstrahlte
von Gott Der Mensch ist in seiner Ursubstanz Liebe, doch
er befindet sich zumeist noch im Widerstand gegen Den, Der ihn als
ein Wesen ausgestrahlt hatte. Und darum erkennt er auch
nicht, was die Liebe ist. Darum ist ihm auch das Wesen Gottes unbegreiflich,
Der die Liebe Selbst ist. Denn die Liebe ist auch gleichzeitig Licht,
Das dem Menschen jedoch noch wenig leuchtet, solange seine Liebe
schwach ist. Er kann daher Gott auch nicht erkennen in Seinem Wesen,
er kann nur glauben, was ihm darüber berichtet wird, doch sowie
solche Berichte der Wahrheit entsprechen, werden sie ihm auch Licht
bringen, denn dann wird er sich bemühen, sein Wesen zur Liebe
zu wandeln, und er wird sich auch dem Wesen zuwenden, Das überaus
vollkommen ist und Das er nun als Ewige Liebe" zu erkennen beginnt.
Aber er wird das Wesen Gottes niemals zu ergründen vermögen,
denn Er ist das Kraftzentrum von Ewigkeit, während
alle erschaffenen Wesen Kraftfunken sind, die ausgestrahlt
wurden, die aber in ihrer Winzigkeit niemals das Urfeuer schauen
konnten, ohne zu vergehen. Die Liebe, Weisheit und Macht eines wesenhaften
Gottes wird auch der Mensch auf Erden schon erkennen können,
wenn sein Wille gut ist und sein Herz sich öffnet der
erneuten Liebeanstrahlung des Wesens, aus Dem er seinen
Ausgang nahm. Denn dieses höchst vollkommene Wesen offenbart
Sich Seinen Geschöpfen. Und das ist der größte Liebesbeweis
Dessen, Der Selbst die Liebe ist, daß Er Sich Selbst kundgibt,
daß Er den von Ihm geschaffenen Wesen Aufschluß gibt über
Sich Selbst, soweit diese es zu fassen vermögen und daß Er dadurch
die Liebe wieder entflammen will, auf daß sie wieder
wirksam werden kann dem Urelement entsprechend, auf daß Seine
Geschöpfe wiedereintreten in die ewige Ordnung,
um ihrer Bestimmung nach schaffen und wirken zu können, wie
es war im Anbeginn. Amen

Der Erschaffungsakt
geistiger Wesen
B.D.NR.7067
Es ist Mein Wille, daß euch Licht werde, wo
es noch dunkel ist in euch. Die Menschen, die nicht fragen, können
keine Antwort bekommen, die aber wissen möchten und sich an
Mich Selbst wenden, denen werde Ich auch Antwort zugehen lassen,
auf daß sie Mich in Meiner Liebe und Weisheit erkennen lernen
und Mir Selbst ihre Liebe schenken. Der Erschaffungsakt der geistigen
Wesen war ein geistiger Vorgang, der euch Menschen erst dann wird
verständlich sein, wenn ihr selbst in das Reich des Lichtes
werdet eingegangen sein. Solange ihr auf Erden weilet, kann er euch nur
in groben Umrissen gezeigt werden, eurem Begriffsvermögen
entsprechend. Dennoch werden diese nicht von der Wahrheit
abweichen, doch sowohl die tieferen Begründungen als auch die
unendlich vielen Zwischenvorgänge vermissen lassen, die auch
nicht dazu beitragen würden, euch Erhellung zu bringen. Ihr
könnt aber dessen gewiß sein, daß Ich euch nicht
in verwirrtes Denken geraten lasse, die ihr nur in der Wahrheit unterwiesen
zu werden begehret. Mich bewegte bei der Erschaffung des
ersten Wesens nur der Gedanke, Mir ein Gefäß zu schaffen,
das Meine immerwährend hinausströmende Liebekraft aufnehmen
sollte , weil Meine unbegrenzte Liebe sich verschenken und
immer nur beglücken wollte. Meine Liebekraft aber erzeugte unausgesetzt
geistige Schöpfungen mannigfaltiger Art. Und Ich wollte
darum auch etwas erstehen lassen, was Mir Selbst entsprach, also
ein Ebenbild von Mir. Und was Ich wollte, das geschah. Ein Wesen
in höchster Vollkommenheit erstand neben Mir, an dem Ich Selbst
Meine Freude hatte, das unaussprechlich schön war, das ein Abbild
war Meiner Selbst und das nun von Meiner Liebekraft durchstrahlt
wurde, so daß es ebenfalls zu unbegrenzter schöpferischer
Tätigkeit befähigt war. So wie Mich nun Mein Liebekraftquell
veranlaßt hatte, sich ein Empfangsgefäß zu formen,
in das er sich ergießen konnte, so auch entstand nun in diesem
Wesen der Wille und das Verlangen, den ihm unausgesetzt zugehenden
Liebekraftstrom zu nützen und gleichfalls Wesen aus sich hervorgehen
zu lassen. Es war also der gleiche Vorgang, der sich nun wiederholte,
denn Ich wollte dieses erst-geschaffene Wesen teilnehmen lassen an
der unfaßbaren Seligkeit, gleichgearteten Wesen das Leben zu
geben, denn als „Ebenbild" Meiner Selbst war es auch
von den gleichen Empfindungen beseelt, es strömte über
von Liebe, und die Kraft, die es ständig von Mir bezog, ließ das
Wesen auch nicht in Untätigkeit. Sie wirkte sich aus in ebenjenem
Vorgang des Erschaffens unzähliger Wesenheiten. Es konnten auch
die nun erschaffenen Wesen nicht anders sein, als das erste von Mir
Selbst-erschaffene Wesen war: Es waren höchst vollkommene,
lichtstrahlende und übermächtige Geister, die alle dem
Bilde entsprachen, das Ich Selbst aus Mir herausgestellt hatte.
Durch den Zustrom der Kraft aus Mir, die den Erschaffungsakt dieser
Wesen erst möglich machte, war Ich Selbst also auch ihr Schöpfer,
wenngleich erst der Wille des erst-geschaffenen Wesens diese Meine
Kraft nützte. Alle Wesen also gingen aus Mir und Meinem ersten
Ebenbild hervor und allen Wesen war die gleiche schöpferische
Macht zu eigen. Aber es war auch in allen urgeschaffenen Wesen Mein
Wille tätig, es war das Heer urgeschaffener Geister
zu Mir in heißester Liebe entbrannt, weil Mein Liebefeuer
ihr Urelement war, weil sie Erzeugnisse waren der reinsten Liebe
und somit auch alles Erschaffene positiv stand zu Mir. Endlose
Zeiten vergingen in seligster Harmonie und ständigem Liebe-Austausch und
es hätte sich dieser Zustand nicht zu wandeln brauchen. Dann
aber nahm der Vorgang des Erschaffens eine andere Form an, was nur
geistig zu verstehen ist. Und dies wurde ausgelöst durch das
Verlangen Meines erst-geschaffenen Wesens, des Lichtträgers,
Mich Selbst zu schauen. Die Liebe des Wesens galt Mir noch unverändert,
und darum begehrte es, Mich zu schauen, obwohl es die Erkenntnis
besaß, daß Ich als Kraft- und Lichtzentrum" dem
von Mir Erschaffenen nicht schaubar sein konnte, das vergangen wäre
angesichts Meiner Lichtfülle, die das Erschaffene - als Lichtfunken
Meiner Selbst - aufgezehrt hätte und also darum ein Schauen
nicht möglich war. Und weil es Mich nicht schauen konnte, durchzuckte
es der Gedanke, sich unabhängig von Mir zu machen und gleichsam
als selbst Schöpfer sich dem Heer urgeschaffener Geister hinzustellen.
Ein Gedanke, der in ihm entstand als Folge des Verlangens
wider bessere Erkenntnis, Mich zu schauen. Alle Wesen besaßen
auch als Attribut der Vollkommenheit den freien Willen,
der aber stets auch mit Meinem Willen übereinstimmend war. Und
dieser freie Wille ließ auch jene gedankliche Verwirrung zu.
Also von Mir aus wurde der Lichtträger, Luzifer, nicht verhindert,
seinen freien Willen verkehrt zu richten. Aber es geriet auch der
Erschaffungsvorgang nun ins Stocken, d.h., sowie sein Wille nicht
mehr mit dem Meinen in Einklang stand, verschloß er sich gleichsam
Meinem Liebekraftstrom, doch immer nur vorübergehend, denn noch
war sein Widerstand so gering, daß die Liebe doch durchbrach
und er sich Mir wieder voll und ganz hingab, was nun auch unverminderte
Liebekraftzufuhr bedeutete und also auch unverminderte schöpferische
Tätigkeit. Aber es tauchten die verkehrten Gedanken immer
wieder in ihm auf, weil er sie nicht Mir Selbst vortrug und Ich sie
hätte ihm widerlegen können. Denn er schaltete Mich zeitweise
aus und merkte es nicht, daß er sich selbst in seiner Kraft
schwächte. Denn sowie er die Bindung mit Mir lockerte durch
verkehrt gerichtete Gedanken, wurde auch der Liebekraft-Zustrom geringer,
was ihm aber nicht zum Bewußtsein kam angesichts der unzähligen
Geisterschar, die er schon ins Leben gerufen hatte durch seinen Willen
unter Nützung Meiner Kraft. Immer wieder muß hervorgestellt
werden, daß Meine Kraft erst ihm das Erschaffen der Wesen ermöglichte
und daß seine Liebe zu Mir ihm erst die Kraft eintrug, woraus
verständlich wird, daß ein Nachlassen seiner Liebe auch
die Zufuhr von Kraft verringerte. Und wiederum war ein jedes erschaffene
Wesen auch Beweis der Bindung Luzifers mit Mir. Also es konnte kein
Wesen mehr erstehen, als Luzifer sich bewußt von Mir getrennt
hatte, weshalb alle erschaffenen Wesen auch Mein Anteil sind, denn
sie sind Liebekraft aus Mir. Und dennoch war ein großer Teil
aller erschaffenen Wesen von Mir abgefallen. Und das berechtigt zu
der Frage, ob die Wesen unterschiedlich beschaffen waren in ihrer
Ursubstanz. Ich stellte ein einziges Wesen selbständig aus Mir
heraus, und dieses Wesen war Mein Ebenbild. Folglich also mußten
die nun von diesem Wesen ins Leben gerufenen Geistwesen wieder völlig
Mir und Meinem Ebenbild entsprechen. Es waren die gleichen vollkommenen,
in höchstem Licht strahlenden Geschöpfe, denn es konnte
aus unser beider Liebe und Wille, die völlig gleich gerichtet
waren, nur Höchst-Vollkommenes hervorgehen, Wesen, die in keiner
Weise dem erst-geschaffenen Lichtträger nachstanden. Sie waren
also gleichfalls überaus machtvoll und erglühten in heißer
Liebe zu Mir, wenngleich sie Mich nicht zu schauen vermochten. Aber
sie erkannten Mich, denn Ich offenbarte Mich auch ihnen durch das
Wort. Es war eine endlose Schar jener Geister, die in höchster
Seligkeit Mich priesen und Mir Lob sangen, die in Ehrfurcht Mir zu
dienen bereit waren und die immer nur in Meinem Willen wirkten, also
Ebenbilder Meiner Selbst waren. Und es hätte diese unbeschreiblich
selige Geisterschar die Liebe des Lichtträgers zu Mir stets
mehr erhöhen müssen. Doch nun begannen in ihm verschiedene
Empfindungen widereinander zu streiten: Er sah die in Herrlichkeit
erstrahlenden Wesen und verlangte nun auch Mich Selbst zu schauen. Er
glaubte sich selbst, als den Wesen schaubar, Mir überlegen,
und er wollte Mich nicht mehr als Den anerkennen, aus Dem alles hervorging,
wenngleich er wußte, daß auch er selbst aus Mir seinen
Ausgang genommen hatte. Im Bewußtsein seiner ihn durchströmenden
Kraft begann er, die Löse zu vollziehen von dem Kraftquell,
ein Vorgang, der sich über Ewigkeit hinaus
erstreckte, weil ihn immer wieder das Verlangen nach Beseligung zu
Mir drängte und er darum auch immer wieder Kraft bezog zum Erschaffen
immer neuer Wesen. Und so waren auch diese Wesen in ihrer Ursubstanz
das gleiche, nämlich von Mir ausgestrahlte Liebekraft; aber
die zeitweilige Abkehr von Mir hatte auch auf den Erschaffungsvorgang
einen gewissen Einfluß, indem der Wille und die Liebe jener
Wesen sich ihrem Erzeuger weit mehr zuwandten als Mir. Ich aber weder
diese Wesen noch den Lichtträger anders zu bestimmen suchte.
Doch sie waren im gleichen Maße lichtvoll, sie erkannten Mich
ebenfalls als ihren Schöpfer und konnten daher auch in Freiheit
ihres Willens sich recht entscheiden, als diese große Entscheidung
von ihnen gefordert wurde. Es hatte Mein erst-geschaffenes Wesen
Verbindung mit allen von ihm gezeugten Wesen, wie auch Ich mit allen
Wesen untrennbar verbunden war, weil Meine Liebekraft sie durchströmte,
wenn sie bestehen bleiben sollten. Mein Gegner nun suchte die Bindung
mit dem von ihm Erschaffenen auch dann noch zu halten, als es schon
Mir abgewandten Willens war .D.h., auch die ersten Geistwesen wurden
von ihm zur Abkehr von Mir angeregt, und es erlagen seiner Versuchung
also auch von ihnen einzelne, Luzifer riß auch jene in die
Tiefe hinab, deren Erkenntnis wahrlich auch das Schändliche
seines Planes hätte verabscheuen müssen. Und es war deren
Sünde noch weit größer, es ist der Weg der Rückkehr
daher auch weit schwerer, während jedoch die Mehrzahl der erstgeschaffenen
Geister bei Mir verblieb, als sich der Anhang Meines
nunmehrigen Gegners von Mir löste. Der geheime Widerstand,
den Luzifer Mir entgegenzusetzen begann, hatte zur Folge, daß ein
endloses Heer geschaffener Geister teils für, teils wider Mich
sich entschied, als die Willensprobe diesen gestellt wurde.
Denn der Widerstand störte die bisher geschlossene Einheit,
der gleiche Wille, die gleiche Liebe beherrschten nicht mehr Mein
einstiges Ebenbild, es spaltete sich und diese Spaltung spürten
nun auch die aus unserer Liebe hervorgegangenen Wesen, die nun beschaffen
waren wie ihr Erzeuger, wenngleich Meine Kraft an ihrer Erschaffung
beteiligt war. Da aber bei den zuerst ins Leben getretenen Geistwesen
jener Widerstand noch nicht vorhanden war, da Liebe und Wille des
Lichtträgers völlig in Mir aufgingen, konnten auch aus
dieser Liebe nur Wesen hervorgehen, die uns völlig entsprachen,
die in strahlender Lichtfülle und unbegrenzter Kraft getreue
Abbilder Meiner Selbst waren sowie auch Abbilder des Wesens, das
Ich in Meiner Liebe aus Mir herausgestellt hatte und die auch bis
auf wenige Ausnahmen bei Mir verblieben. Und in letzteren spielte
sich der gleiche Vorgang ab wie in Luzifer: daß sich der freie
Wille verkehrt richtete, daß sie ihren Gott und Schöpfer
zu schauen begehrten und aus Meiner notwendigen Unsichtbarkeit falsche
Schlüsse zogen, indem sie „das ihnen Schaubare anerkannten
als ihren Gott“, der sich selbst nun auch überhob und
unzählige Wesen zu sich zog, die alle die Bindung mit Mir also
willensmäßig lösten und dadurch in die Tiefe stürzten.
Alle erschaffenen Wesen erstrahlten einst in Licht und Kraft, weil
ohne Meinen Liebekraftstrom nichts hätte erstehen können.
Die verminderte Lichtstrahlung setzte erst ein mit der verminderten
Liebe Luzifers zu Mir, was aber nicht bedeutet, daß es jenen
Wesen gemangelt hätte am Licht der Erkenntnis, denn im Moment
der Erschaffung durchflutete auch Meine Liebekraft wieder den Erzeuger
alles Wesenhaften; aber es wurden ebenjene Momente immer seltener,
bis er sich willensmäßig wider Mich erhob und nun keinerlei
Kraftzufuhr mehr empfangen konnte, weil er selbst sie zurückwies
im Glauben, ebenso kraftvoll zu sein wie Ich. Und nun verfinsterte
sich auch sein Geisteszustand. Er, der einst Mein Ebenbild
war, er ist zu Meinem Gegenpol geworden, er ist in seinem
Wesen völlig gegensätzlich, er ist in äußerste
Tiefe gesunken und mit ihm sein Anhang, in dem er seine vermeintliche
Macht und Stärke sieht. Das höchste Wesen, aus
Meiner Liebe hervorgegangen, ist zutiefst gesunken, weil es seinen
freien Willen, das Merkmal göttlicher Herkunft, mißbraucht
hat. Und einem jeden Wesen stand es frei, diesen Willen
zu richten zu Mir oder zu ihm, jedes Wesen konnte die Willensprobe
bestehen, weil jedes Wesen im Licht der Erkenntnis stand
und auch über Kraft verfügte, dem Drängen seines Erzeugers
Widerstand zu leisten. Aber auch jenes gefallene Wesen wird
Meine Liebe nicht verlieren, denn Meine Liebe ließ es erstehen,
und Meine Liebe läßt es auch ewiglich nicht mehr vergehen,
aber bevor es nicht seinen Widerstand aufgibt, wird es Meine Liebe
nicht zu spüren vermögen und darum unselig sein. Aber
auch sein Widerstand wird nachlassen, und das Wesen wird einmal wieder
Meine Liebe suchen und den Weg der Rückkehr zu Mir bewußt
gehen. Und dann wird es auch Meine unermeßliche Liebe
erkennen, es wird seinen Gott und Schöpfer erkennen in Jesus
Christus, in Dem Ich Selbst für alle Wesen der schaubare Gott
wurde, Den zu sehen sie begehrten und Der ihnen den Weg bereitet
hat zurück zum Vaterhaus. Amen

Der Geisteszustand
vor dem Kreuzestod
Das Buch der Bücher
B.D.NR.8397
Ihr Menschen fraget euch oft, warum nicht klar und
deutlich im Buch der Bücher über Meinen Heilsplan von Ewigkeit
berichtet wird, so daß alle Menschen wissen konnten, was ihrem
Mensch-Sein zugrunde liegt. Und ihr zweifelt darum auch die
Offenbarungen an, die euch darüber eingehend Kenntnis geben. Ihr
sollet aber bedenken, daß der Geisteszustand der Menschen vor
Meiner Niederkunft ein solches Wissen nicht zuließ, daß die
Menschen es nicht hätten fassen können, weil vor Meinem
Kreuzestod Mein Gegner noch die Herrschaft besaß und
dieser niemals ein Licht zugelassen hätte, sondern die Finsternis
stets tiefer wurde, weil wenige Menschen nur in sich ein Licht entzündeten
durch ein Liebeleben. Sie wußten zwar um einen Gott, Der sie
erschaffen hatte, aber jede tiefere Erkenntnis mangelte ihnen, und
so auch, in welchem Zusammenhang sie selbst standen mit ihrem Gott
und Schöpfer. Sie wußten wohl, daß Ich von ihnen
Gehorsam forderte Meinen Geboten gegenüber, die ihnen auch durch
erleuchtete Menschen, die Ich zwecks Belehrung zur Erde sandte, vermittelt
wurden. Und sie hätten auch, wenn sie Meinen Geboten gemäß ihr
Leben führten, zu einem kleinen Grad der Erkenntnis kommen können.
Niemals aber konnte ein Wissen um alles ihnen noch Verborgene schulmäßig
ihnen gelehrt werden, denn der Verstand hätte es nicht fassen
können, und ihre Seelen besaßen als Folge ihrer
noch ungetilgten Ursünde keine hohe Reife. Darum wurden
auch die Propheten zumeist mit Widerwillen angehört, weil die
Menschen in ihrem Lebensgenuß sich hätten beschränken
müssen, hätten sie jenen Propheten Gehör geschenkt.
Es waren immer nur Ausnahmen, die das Verlangen hatten, ihrem Gott
und Schöpfer gehorsam zu sein und Ihm zu dienen. Und es ist
auch in Einzelfällen diesen ein Wissen geschenkt worden, das
auch aufgezeichnet wurde, aber nicht erhalten blieb als Mein Gegner
immer stärker auf die Menschen einwirkte, die kurz vor Meiner
Niederkunft auch in einem ungewöhnlichen geistigen Tiefstand
sich befanden und daher auch nicht mehr für ein solches Wissen
aufnahmefähig waren. Dann kam Ich Selbst zur Erde und
brachte ein Licht in diese ungewöhnliche Finsternis.
Aber auch nur dort konnte Mein Licht leuchten, wo sich Mein Gegner
nicht durchsetzen konnte, wo das Verlangen in Gott-gewollter Ordnung
zu leben, die Menschen auch dazu bewog, ein Liebeleben zu führen.
Diesen konnte Ich schon ein kleines Licht schenken und ihnen über
ihr Verhältnis zu ihrem Gott und Schöpfer Aufschluß geben.
Dennoch fanden auch diese Belehrungen nur von Mensch zu Mensch statt,
weil Ich um den Reifegrad des einzelnen wußte und es verhinderte,
daß auch daraus ein Schulwissen gemacht wurde, das wohl hätte
traditionsmäßig übertragen werden können, das
aber unverständlich geblieben wäre für jeden, der
nicht in sich selbst ein Licht anzündete durch die Liebe. Es
war nun durch Mein Erlösungswerk die Ursünde getilgt, und
es konnte nun auch Mein Geist wirken im Menschen, der dies zuließ durch
Liebewirken. Denn nun auch lehrte Ich als Wichtigstes die
Liebe. Wer dieses Gebot erfüllte, der wurde auch durch Meinen
Geist belehrt und er erlangte das Wissen, das für ihn nötig
war, um seinen Erdenlebenszweck zu erfüllen. Und darum geht
es, was ihr benötigt, um an euren Seelen auszureifen. Die Seelenarbeit
ist das Wichtigste, und alles, was euch dazu veranlaßt, wird
euch der Geist aus Mir zuführen. Und wer ein tiefes Verlangen
hat, in tiefere Weisheiten einzudringen, dem wird auch Erfüllung
werden. Da aber nur wenige Menschen ihren Geist in sich zum Leben
erwecken, würde ein traditionell-übermitteltes Wissen die (jenigen) nur
verwirren, solange sie noch unerweckten Geistes sind. Und darum ist
auch nicht ein solches Wissen in Meinem Auftrag aufgezeichnet worden,
denn ein jeder könnte dazu gelangen, dem es ernst wäre,
in Meinen Heilsplan einzudringen. Doch für die Mehrzahl (der
Menschen),die gleichgültig dahingehen und sich genügen
lassen an dem Geistesgut, das ihnen erziehungsmäßig zugeführt
wurde, wäre es niemals von Segen, würden (auch) alle
Zusammenhänge klar erläutert, denn es sind so tiefe geistige
Beweggründe, die eben der Verstand nicht fassen kann, sondern
einen erweckten Geist voraussetzen, um verstanden zu werden. Keinem
Menschen wird die rechte Erkenntnis verwehrt, der sie ernsthaft anstrebt,
was aber auch das Befolgen Meines Willens erfordert, der allen Menschen
offenbart wird und um den auch alle Menschen wissen, weil
ihnen auch die innere Stimme - die Stimme des Gewissens - sagt, was
sie tun oder lassen sollen. Und da es Meinem Gegner immer nur daran
liegt, Finsternis zu verbreiten und gegen jegliches Licht anzukämpfen,
wird er auch die Menschen stets so zu beeinflussen suchen, daß sie
selbst jede innere Helligkeit verhindern, und er wird auch die Wahrheit
verzerrt den Menschen hinstellen, so daß ihnen jegliches Verständnis
mangelt für ein Wissen, das tief in Meinen Schöpfungsplan
hineinreicht und eben zum Verständnis einen geweckten Geist
fordert. Das, was das Buch der Bücher an Inhalt birgt,
genügt vollauf zum Ausreifen der Menschenseele, wenn nur alles
beherzigt wird. Doch auch dieser Inhalt ist den meisten
Menschen nicht faßbar, denn immer bleiben die Buchstaben tot,
solange sie nicht erweckten Geistes gelesen werden. Und so geht es
auch mit jedem Wissen, das durch Offenbarungen immer wieder zur
Erde geleitet wird und reine Wahrheit ist. Es wird auch nur von einem liebewilligen
Menschen, dessen Geist erweckt ist, recht verstanden und
ausgewertet werden, und dieser wird dann auch eindringen können
in die tiefsten Geheimnisse und auch Meinen Heilsplan von Ewigkeit
verstehen. Amen

Die Liebe
hat das Erlösungswerk vollbracht
B.D.NR.5215
Ich bin für euch gestorben am Kreuz. Meine
Liebe zu euch war grenzenlos und entflammte im Menschen Jesus zu
einer Stärke auf, die das Vergöttlichen Seiner Seele bewirkte,
ein Zustand, der Ihn über die menschlich irdische Sphäre
hinaushob und er Eins wurde mit Mir. Nur eine so starke Liebe war
fähig, das Kreuzesopfer zu bringen, denn sonst hätte Er
als Mensch nicht standhalten können, wenn nicht die Kraft der
Liebe Ihn gestärkt hätte. Er starb als Mensch den Kreuzestod, und
doch war Ich Selbst es, Der Sich für euch Menschen hingegeben
hat am Kreuz, denn der Mensch Jesus blieb in der Liebe, bis Er Seinen
Geist aufgab.
Die
Liebe also brachte das Opfer und die Liebe war Ich Selbst
Es ist dies auch ein Mysterium und wird es bleiben,
solange die Erde besteht und ihr Menschen mit irdisch gerichteten
Sinnen das Erlösungswerk beurteilt. Der Mensch Jesus starb am
Kreuze. Ich Selbst kam zur Erde, um euch zu erlösen. Ein scheinbarer
Widerspruch, und doch ist es die Wahrheit, die so lange unbegreiflich
ist, wie ihr Menschen nicht verstehen könnet, daß Ich
Selbst die Liebe bin, daß die Liebe die Ursubstanz der ewigen
Gottheit ist und daß also die Liebe dieses Werk vollbracht
hat, das die Menschheit erlösen sollte von der Sünde. Die
Liebe aber war im Menschen Jesus, den Kreuzestod starb demnach ein
Mensch. Doch daß dieser Mensch schon göttlich war, das
bewies das Übermaß Seiner Leiden, denen Er nicht zuvor
schon erlag. Seine Liebe zur Menschheit war so tief, daß Er
begehrte zu leiden, um ihnen zu helfen. Ein übermenschliches
Maß von Leiden hat Er auf Sich genommen, das allein schon genügte,
einem menschlichen Körper die Lebensfähigkeit zu nehmen,
doch Seine Liebekraft hielt diesen Körper so lange am Leben,
bis Ihn Seine Feinde erhöht hatten, bis sie Ihn an das Kreuz
genagelt, bis der Höhepunkt Seines Leidens erreicht war. Er
wollte die Menschen die Schandtaten ausführen lassen, zu denen
sie Mein Gegner antrieb, um auch diesem zu zeigen, daß die
Macht eines Gottsohnes auch über den Tod hinausreichte, daß Er
auch Herr war über den Tod. Und von Seinem Tod sollte die ganze
Menschheit Kenntnis nehmen, so sie erlöst werden wollte. Er
war durch Seine Liebe bis zuletzt mit Mir, dem Vater, verbunden,
doch Seine geängstete Seele erkannte Mich nicht mehr, sie suchte
Mich außer sich, und Jesus rief daher die Worte aus: "Mein
Gott, Mein Gott, warum hast Du Mich verlassen?" Die machtvolle
Gottheit nur hatte Sich zurückgezogen, doch die Liebe war und
blieb in Ihm. Die Liebe war wohl in sich Kraft, doch Jesus nützte
diese Kraft nicht mehr, um Seine Kreuzigung zu verhindern, sondern
nur noch dazu, sie erleben zu können, weil Er sie erleben wollte,
um Mir als Mensch zu dienen und für die Mitmenschen zu leiden
und zu büßen. Darum hat Er bewußt gelitten und ist
auch bewußt gestorben, darum bat Er Mich um Erbarmen für
Seine Peiniger, und in vollem Bewußtsein sprach Er die Worte:
Vater, in Deine Hände empfehle ich Meinen Geist." Die Bindung
zwischen Sich und Mir hielt Er aufrecht, denn Er konnte Sich nicht
mehr lösen von Dem, mit Dem Er eins geworden war durch die Liebe.
Und darum war Ich Er und Er Ich, es gab keine Trennung zwischen uns
beiden, weil die Liebe, die Ursubstanz Meiner Selbst, auch Ihn voll
und ganz erfüllte, Ich also bei und in Ihm sein mußte,
wenngleich Ich als Kraft untätig blieb, bis der Mensch Jesus
Sein Werk vollbracht hatte. Er und Ich, wir sind eins, und wer Ihn
sieht, der sieht den Vater, denn der Vater ist die Liebe, und die
Liebe war im Sohn. Die Liebe aber konnte nicht sterben, und also
ist sie am dritten Tag wieder auferstanden, und sie belebte auch
den Körper, der durch das Leiden Jesu völlig vergeistigt
war und keinen weiteren Entwicklungsgang auf Erden mehr benötigt.
So hat die Liebe den Tod überwunden - der göttliche Heiland überwand
den Satan - das Licht durchbrach die Finsternis, und der Weg zum
ewigen Licht wurde frei. Amen
Hinweis
auf das Ende
B.D.NR.6487
In kurzer Zeit geht eine Aera zu Ende, und es beginnt
eine neue. Ihr Menschen könnet diesen Worten Glauben schenken,
denn darum spreche Ich sie zu euch, daß ihr euer Leben nun
auch so führet, daß ihr dieses Ende nicht zu fürchten
brauchet. Einen anderen Zweck verfolge Ich nicht dadurch, Ich
will euch nicht beunruhigen ohne Grund, Ich will euch nicht in Verwirrung
stürzen ob des vor euch Liegenden, Ich will nur, daß ihr
so lebet, wie es Mein Wille ist, dann wird das Ende dieser Epoche
für euch nur zum Vorteil sein, dann werdet ihr euch nicht zu
fürchten brauchen, sondern mit Freuden einer gesegneten Zeit
entgegensehen. Ich brauchte euch keine Kenntnis davon zu
geben, denn kein Mensch von euch weiß, wann sein letzter Tag
gekommen ist, und es wäre also für viele ein ganz unnötiges
Wissen, daß eine Erlösungsperiode zu Ende geht. Doch es
kann dieser Hinweis für jeden Menschen noch ein Antrieb sein,
ernstlich seiner Seele zu gedenken, er kann ihn veranlassen, ernsthaft
mit sich selbst zu Gericht zu gehen, wenn er an die Vergänglichkeit
irdischer Güter gemahnt wird und nun geistige Güter zu
erringen trachtet. Aber er ist nicht gezwungen zu glauben. Dennoch
rufe Ich euch Menschen immer dringlicher zu: Glaubet diesen
Worten, und tut alles, wozu ihr fähig seid und es wird
nur euch zum Segen gereichen. Denn ihr befindet euch alle nicht in
guter seelischer Verfassung, ihr müsset alle noch an euch arbeiten
und habt dazu nicht mehr viel Zeit. Lasset euch nicht überraschen,
sondern machet euch mit dem Gedanken vertraut, nur noch kurze
Zeit Gäste auf dieser Erde zu sein. Schon dieser Gedanke
wird euch bewußter leben lassen, und ihr werdet euch an Mich
wenden um Hilfe, wenn ihr an Mich als euren Gott und Schöpfer
glaubet. Dann bedenket euer bisheriges Leben, und fraget euch, ob
euer Wandel recht war vor Meinen Augen. Denn ihr alle kennet Meine
Gebote, und ihr alle wisset es, daß die Liebe das Erste und
Wichtigste ist, daß ihr ohne Liebe niemals zur Seligkeit gelangen
könnet, und wenn ihr euch nun eingestehen müsset, lau und
gleichgültig diesem Liebegebot gegenüber gewesen zu sein,
dann holet es nach. Denn es ist euch viel Gelegenheit gegeben, liebetätig
zu sein. Überall werdet ihr Not sehen um euch, und ihr werdet
helfend eingreifen können, nur seid des Willens, gut und gerecht
zu leben und die Gebote der Liebe zu achten, die Ich nur um eures
Seelenheils willen euch gegeben habe. Und gedenket stets eures
Erlösers Jesus Christus. Rufet Ihn an, daß Er
eure Gedanken lenken möge und euch Kraft gebe, den göttlichen
Willen auszuführen. Dann rufet ihr Mich Selbst an und bekundet
Mir, daß ihr zu Mir gelangen wollet, und ihr wandelt dann auch
den rechten Weg, den Weg, den Jesus Christus euch vorangegangen ist.
Das Ende kommt unwiderruflich, ganz gleich, wie ihr dann beschaffen
seid an euren Seelen. Aber noch habt ihr Zeit, euch darauf vorzubereiten,
und darum geht immer wieder euch der Mahnruf von oben zu: Gedenket
des Endes. Es ist nur Meine Liebe, die euch retten will vor dem Verderben,
die euch aber niemals zwingen wird und darum euch anredet in einer
Form, der ihr Glauben schenken könnet, wenn ihr willig seid.
So ihr aber achtsam seid, werdet ihr vieles bemerken, was euch glauben
lassen könnte. Ein Zeitabschnitt geht zu Ende, und ein
neuer beginnt. Und es erfüllt sich nur, was
ständig vorausgesagt wurde durch Seher und Propheten.
Denn auch diese sprachen in Meinem Auftrag und kündigten das
gleiche an, was Ich nun euch Menschen sage, doch euer Wille ist frei;
wie aber euer Wille ist, so wird auch euer Los sein, so das Erdenleben
für euch beendet ist. Ihr werdet leben können in Seligkeit,
aber auch dem Tode verfallen, einer endlos langen Zeit der Qual und
Finsternis, aus der ihr selbst euch nicht befreien könnet. Amen

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