MARANATHA

Der Erlösungsplan Gottes

Teil 5

 



Prophetie zum Beginn des dritten Jahrtausends

 





Das Feuergericht

      Schon in der Bibel finden sich deutliche Aussagen über das endzeitliche Feuergericht, welches den Planeten Erde von allen naturmäßigen, seelischen und geistigen Belastungen und Vergiftungen reinigen wird. Alle Menschen, denen dieser Reinigungsprozeß zu phantastisch und radikal anmutet, sollten sich an dieser Stelle einmal fragen, auf welchem Wege wir von der durch Atomtests und AKW-Unfälle freigesetzten, uns permanent umgebenden Radioaktivität befreit werden können? Wie von den Atommüll Endlagern im inneren unser Erde, deren radioaktiver Halbzeitwert bei 140.000 Jahren liegt. Das heißt, nach der ungeheuren Zeitspanne von 140.000 Jahren, hat sich die Intensität der tödlichen Strahlung gerade einmal halbiert. Sicherlich interessante Funde für eine, in einigen tausend Jahren grabende, neue Archäologengeneration oder für zukünftige Städtebauer, wenn die Entwicklungskurve der Menschheit gradlinig, so wie in den letzten Jahrhunderten weiterverlaufen würde. Doch die Probleme der Menschheit werden auf eine ganz andere Art gelöst, wie schon angedeutet wurde.
     Der Atommüll der ersten verschwiegenen und unkritischen Pionierjahre, wurde neben hochgiftigen Chemieabfällen ganz einfach, in mit Beton ummantelten Fässern in die Weltmeere versenkt, vor allen Dingen in die Nordsee. Die alarmierenden Berichte von Tiefseetauchern und Forschungs U-Booten, daß einige Betonmäntel deutliche Spuren von Zerfallserscheinungen aufweisen, wird von allen verantwortlichen Seiten mit dem Mantel der Verschwiegenheit bedeckt. Eine Bergung und Entsorgung dieser Zeitbomben auf dem Meeresgrund würde Unsummen verschlingen, die verantwortlichen Konzerne und Unternehmen finanziell stark belasten und eine Lawine an Nachforschungen ins Rollen bringen. An solchen unbequemen Themen hat in der derzeitigen, instabilen Phase der Weltwirtschaft aber niemand ein Interesse. Aber selbst Heute noch, wird z.B. in Rußland mit einer kindlichen Unbedenklichkeit das Problem des Atommülls gehandhabt, daß es einem Angst wird.
     Die ehemals so stolze, russische Nordmeerflotte in Murmansk rottet vor sich hin, weil der Staat die Gelder für den kostspieligen Unterhalt nicht mehr aufbringen kann. Die geringen Löhne und Gehälter werden oft über Monate nicht gezahlt, so daß Offiziere und Kommandanten dutzendweise, demoralisiert den Dienst quittieren. Unter ihnen auch Reaktortechniker und -ingenieure, die für die Wartung der über 250 Atom U-Bootreaktoren zuständig sind. Im Jahre 1998 kam es bei einem vor Anker liegenden Atom U-Boot beinahe zu einer Kernschmelze im Atomreaktor. Man hatte schon über längere Zeit den Strom für die Aufrechterhaltung der Kühlsysteme nicht bezahlt, so daß der Stromlieferant ganz einfach den Hahn zudrehte. Im letzten Augenblick wurde die Stromzufuhr mit vorgehaltener Pistole wieder erzwungen. (Zeitbombe Rußland !!)
     Im Rahmen des Abrüstungsabkommens werden zur Zeit in Rußland 90 Atom U-Boote, samt Reaktor wieder demontiert. Die hochgradig verstrahlten Reaktoren stehen offen in der Landschaft herum, oder werden ganz einfach in einigen Metern Tiefe in der Erde vergraben. Einheimische berichten von mutierten Kaninchen in der Größenordnung eines Hundes. Umweltschützer und warnende russische Ökologen, die das Thema an die Öffentlichkeit bringen, müssen mit massiver Verfolgung des russischen Geheimdienstes FSB rechnen, oder werden inhaftiert und wegen Spionage oder anderer unsinniger Vorwürfe angeklagt.  So z.B. der ehemalige Marineoffizier und jetzige Umweltschützer Alexander Nikitin, der in einer Publikation über die radioaktive Verseuchung in der Region von Murmank und Archangelsk berichtet hatte, worauf er wegen Spionage und Landesverrats angeklagt wurde. Es fehlt überall an Geld im russischen Staat, oder es fließt in die falschen Kanäle. Die einzigen die aus der Öffnung Rußlands bisher Gewinnträchtig Kapital schlagen konnten, sind neben den korrumpierten Politikern die russische Mafia, die Wirtschaft und Politik beherrscht. Das einfache Volk und die Armee ist jedoch desillusioniert und in sich zerrüttet. (Gesendet am 28.10.1999 um 20.45 in ARTE unter dem Titel „Der Stolz der Nation!?“)
     Das größte Gefahrenpotential unserer Zeit geht jedoch nicht von den noch zahlreich vorhandenen Atomsprengköpfen oder Atomreaktoren aus, sondern von den biochemischen Waffen und Hochsicherheitslabors, in deren Tiefkühltruhen Viren und Krankheitserreger schlummern, die, sollten sie einmal in unsere Atmosphäre gelangen, fähig sind, alles menschliche Leben auf unserem Planeten lautlos in kürzester Zeit zu vernichten. Zwar sind diese Hochsicherheitslabors mit zahlreichen, ausgeklügelten Sicherungssystemen versehen, doch was geschieht im Falle einer Naturkatastrophe oder einer unkontrollierten militärischen Auseinandersetzung in den entsprechenden Ländern?
     Der menschliche Hochmut alles unter Kontrolle und im Griff zu haben, hat uns nicht nur einmal in eine nicht mehr zu kontrollierende Katastrophe geführt!!!
     Wer vermag die Weltmeere von der Ölverschmutzung und den chemischen Giftstoffen zu reinigen, oder vor weiterer Verschmutzung und Ausbeutung zu bewahren? Wieviel Tier- und Pflanzenarten sollen noch unwiederbringlich von der Bildfläche verschwinden; geopfert dem Profitdenken und der Habgier der Menschen? Wieviel Naturvölker und Kulturen wollen wir noch beglücken mit dem „ American Way of Life“ , bis uns nur noch Sinnentleerung und geistige Monotonie aus den durch Alkohol und Drogen gebrochenen Augen der Entwurzelten entgegenstarrt?! Wir sind nicht fähig, wenn wir diese Erde ruiniert und uns jeglicher Lebensqualität beraubt haben, gleich Gott, eine neue und vielfältige Schöpfung ins Leben zu rufen.
     Wer soll die Atmosphäre reinigen, deren Sauerstoff wir als das erste Lebenselixier beim betreten dieser Erde atmen und benötigen?Wir befördern erdweit täglich einige hundertmillionen Tonnen an Industriestaub und Rußpartikeln in unsere Atmosphäre und wundern uns über Allergien, Erkrankungen der Atemwege, ein Nachlassen der körpereigenen Abwehrkräfte und andere Errungenschaften unserer hochtechnisierten und zivilisierten Welt.
     Wer unterbindet oder neutralisiert den Zerstörungsprozeß in dem uns vor den UV-Strahlen schützenden Ozongürtel, dessen ununterbrochene Zersetzung durch die FCKW Gase Hautkrebs und eine Degeneration des Pflanzenwachstums (Mißernten, Hungersnot) verursachen?
     Glaubt wirklich irgend jemand bei objektiver Betrachtung der Weltlage und des Bewußtseinsniveaus der Menschheit, zukünftige Wundertechnologien würden uns von all diesen Sorgen  und Problemen befreien? Das Problem sind nicht unsere Technologien, mit denen wir uns unsere eigenen Lebensgrundlagen zerstören, sondern unser in der Regel egoistisch-rücksichtsloses, primitiv-machthungriges, geldgieriges, eitles und hochmütiges Denken, Wollen und Tun! „Wir brauchen für die Zukunft nicht eine höher entwickelte Technologie, sondern eine höher entwickelte, geistige Menschheit zur Lösung unserer Probleme !“
     Die Menschheit ist auf Grund ihrer seelisch-geistigen Beschaffenheit, in der Bewältigung der enormen ökologischen, ökonomischen  und sozialen Probleme unserer Zeit, an ihre Grenzen gestoßen. Auch das ist ein deutlicher Hinweis für die „Not-wendige“ Wiederkunft Christi und der damit verbundenen Reinigung der Erde. Hören wir nun die entsprechenden Kundgaben aus den Offenbarungen Gottes an Seine Geschöpfe und Kinder.
 

JL.GEJ.03  33,4
     (Jesus:) Aber bald nach jener Zeit wird es auf der Erde für das Leben der Menschen sehr übel auszusehen anfangen; denn die Erde wird unfruchtbarer werden (durch Klimaveränderung und Umweltzerstörung), große Teuerungen (auf Grund von Mißernten), Kriege (Überlebenskriege und auch Bürgerkriege) und Hungersnot werden entstehen, und das Licht des Glaubens an die ewige Wahrheit wird vielfach erlöschen, und das Feuer der Liebe wird verglimmen und erkalten, und es wird dann kommen das letzte Feuergericht über die Erde!

JL.GEJ.06  76,8-10
     (Jesus:) Ich sage es dir: „Solange nicht die wahre, reine Liebe und die ihr entsprechende Demut die Völker ordnen und leiten wird, so lange auch wird es im allgemeinen finster sein auf der Erde. Daß es immer einzelne geben wird, die im Lichte sein werden, das ist sicher und gewiß, aber deren wird es stets nur wenige geben.

     Denn solange es weltgroße und über alle Maßen stolze und ruhmsüchtige Herrscher (Regierungen mit Vorbildfunktion) in der Welt geben wird, so lange auch wird in allen Schichten der Menschheit der Same des Hochmuts und der Mitherrschgier fortwuchern, und es werden Nacht, Finsternis, Selbstsucht, Neid, Geiz, Verfolgung und Verrat als die wahren Elemente der Hölle vom Boden der Erde nicht weichen bis zu einer Zeit des großen Gerichtes, in der Ich die Erde von neuem durchs Feuer reinigen werde. Nach solcher Zeit wird kein König mehr herrschen über ein Volk der Erde, sondern allein das Licht Gottes. Im Fleische werdet ihr jene Zeit nicht erleben, wohl aber hell und überklar im Geiste in Meinem Reiche." 

     Der Wirt: „Herr, wann nach der Anzahl der Jahre wird jene glückliche Zeit kommen?"
     Sagte Ich: „Darum weiß allein der Vater, und nach Ihm weiß es nur der, dem es der Vater wird offenbaren wollen. Mir (als dem Menschensohn) hat es bis jetzt Mein Vater noch nicht geoffenbart, außer das, daß solches geschehen wird. Das aber könnet ihr alle als völlig wahr annehmen, daß nämlich nahe alle zweitausend Jahre auf der Erde eine große Veränderung (geistig oder naturmäßig, oder beides zugleich) vor sich geht. Und so wird es auch, von jetzt an (30-33 n. Chr.) gerechnet, werden.
 

2.Petr.3;3 -13
So wisset aufs erste, daß in den letzten Tagen kommen werden Spötter, des Spottes voll, die nach ihren eigenen Gelüsten wandeln und sagen: Wo ist die Verheißung Seines Kommens? Denn seitdem die Väter entschlafen sind, bleibt alles wie es von Anfang der Schöpfung gewesen ist. Denn sie wollen nichts davon wissen, daß von alters her Himmel waren und eine Erde, entstehend aus Wasser und im Wasser durch das Wort Gottes, durch welche die damalige Welt, vom Wasser überschwemmt unterging.

  Die jetzigen Himmel aber und die Erde sind durch Sein Wort aufbewahrt und für das Feuer behalten auf den Tag des Gerichtes und des Verderbens der gottlosen Menschen. Eines sei euch aber nicht verborgen, ihr Lieben, das ein Tag vor dem Herrn ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag.

     Der Herr verzögert nicht die Verheißung, wie es etliche für eine Verzögerung achten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, daß jemand verloren gehe, sondern, daß sich jedermann zur Buße kehre. Es wird aber des Herrn Tag kommen wie ein Dieb; dann werden die Himmel zergehen mit großem Krachen; die Elemente aber werden im Brande aufgelöst, und die Erde und die Werke, die darauf sind werden verbrennen.

      Da nun dies alles aufgelöst wird, welche solltet ihr dann sein in heiligem Wandel und Gottseligkeit, indem ihr erwartet und beschleunigt die Ankunft des Tages Gottes, an welchem die Himmel vom Feuer zergehen und die Elemente im Brande zerschmelzen werden! Wir erwarten aber nach Seiner Verheißung einen neuen Himmel und eine neue Erde in welchen Gerechtigkeit wohnt.

 
Mal. 3;19
     Denn siehe, der Tag kommt, brennend wie ein Ofen und es werden alle Übermütigen und jeder Täter der Gesetzlosigkeit zu Stoppeln werden; und der kommende Tag wird sie verbrennen, spricht Jehova der Heerscharen, so daß Er ihnen weder Wurzel noch Zweig lassen wird.

 
Zeph. 1;2-3
     Ich werde alles von der Fläche des Erdbodens gänzlich wegraffen, spricht Jehova; Ich werde Menschen und Vieh wegraffen, Ich werde wegraffen die Vögel des Himmels und die Fische des Meeres und die Ärgernisse samt den Gesetzlosen; und Ich werde die Menschen ausrotten von der Fläche des Erdbodens, spricht Jehova.

     Auch diese Bibelverse wurden bisher auf Grund der Nichtvorstellbarkeit eines solchen Feuergerichtes und der nicht Vereinbarkeit mit einem einseitigen Gottesbild der Liebe so interpretiert, daß es sich bei diesen Bibelversen um reine Entsprechungsbilder für ein geistiges Geschehen handelt. Es liegt in der Natur des Menschen, beunruhigende Situationen zu verdrängen oder weich zu interpretieren.

  Der Einstellung, daß es sich bei den Darstellungen zum Endgericht einer Erlösungsperiode in erster Linie um geistige Vorgänge handelt, widerspricht Jesus im folgenden Bibeltext, indem Er auf Bitten Seiner Jünger ein Endzeitgleichnis von der Ebene der geistigen Entsprechung ins rein naturmäßige Geschehen transportiert. Wenn Jesus dies hier auch auf einfachste Art tut, um die Gemüter nicht mit Einzelheiten zu überfordern, so sagt Er doch das Wesentliche mit wenigen Worten aus.

 
Matth.13; 36-43
     (Die Jünger:) Deute uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker.“
     Jesus antwortete und sprach zu ihnen: „Des Menschen Sohn ist’s, der den guten Samen sät. Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reiches (Gottes). Das Unkraut sind die Kinder der Bosheit. Der Feind, der es sät, ist der Teufel. Die Ernte ist die Vollendung des Zeitalters (eine Erlösungsperiode). Die Schnitter sind die Engel.

     Gleichwie man nun das Unkraut sammelt und mit Feuer verbrennt, so wird’s auch zur Vollendung des Zeitalters gehen. Des Menschen Sohn wird Seine Engel senden, und sie werden sammeln aus Seinem Reich alle, die Ärgernis geben und die da Unrecht tun, und werden sie in den Feuerofen werfen (ein für die Jünger verständliches Bild für die gänzliche Vernichtung. Die Darstellung eines globalen Feuers hätte ihr Gemüt auf Tage erschüttert und beschäftigt, und doch hätten sie es kaum fassen können); da wird heulen und Zähneklappern sein. Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in Ihres Vaters Reich.

     Im Folgenden wieder eine Kundgabe durch J.Lorber, dessen Inhalt den Zustand der Menschen Mitte des 19.Jahrhunderts darstellt. Hier zeigt sich mit der beginnenden Industrialisierung und dem dominieren der Naturwissenschaften in der herrschenden Klasse, auch schon die geistige Ausrichtung des egoistischen, antichristlichen, rein materiell orientierten Denkens, von welchem Sauerteig schließlich die gesamte Menschheit durchdrungen wurde.

   JL.HzH.2  268,8-11
     (Der Herr:) Rein aber ist die Liebe, so sie nichts von Selbstliebe in sich hat. Kommt aber zur reinen Liebe nur etwas Selbstliebe, so durchsäuert diese nur zu bald die reine Liebe und macht aus ihr dann einen sehr elenden Lebensgrund.

     Und siehe, Meine geliebte Maria (nicht die Mutter Jesu), von solch einem Sauerteig ist nun die ganze Erde voll. Aus ihm entstehen lauter böse Geschwüre und Beulen, aus deren Eiter nichts als schändliches Freßgewürm sich erzeugt, oft Polypen mit tausend Saugrüsseln (ein Entsprechungsbild für unsere konsumorientierte, genußsüchtige Zeit). Darum wirst du Trillionen Feuergeister entdecken, die mit aller Gewalt kaum zurückgehalten werden können, diese Erde samt allem, was sich in ihr, auf ihr und über ihr befindet, mit ihrem ungerechten Grimm in Asche und Staub zu verwandeln. (Das Feuer ist das einzige Element, welches alle Giftstoffe in der Erde, auf der Erde und in der Atmosphäre neutralisieren kann!)

     Bei den Menschen ist keine Beständigkeit mehr. Ihre Herzen sind kalt und finster geworden, weil aus dem gärenden Sauerteig ihrer Herzen sich eine böse Luft entwickelt hat, die alles wahre Leben in Gott erdrückt. Aber Ich sage dir, es wird nun auch Gott dem Herrn Selbst die Geduld bald zu kurz werden.

     Nur einige höchst wenige trägt die Erde noch, um derentwillen Gott noch auf eine Zeitlang der gänzlichen Zerstörung dieser Erde (Oberfläche) vorbeugen will. Sobald aber diese entweder in der Freundlichkeit Gottes von der Erde abgehen oder am Ende selbst zum Sauerteig werden, was Gott nun gar nicht voraussehen will, so wird die Erde den Feuergeistern übergeben (was es mit diesen Feuergeistern auf sich hat, werden wir später noch beleuchten). Diese sollen dann mit dieser Sündenträgerin tun, was sie immer wollen.

  Wir sehen auch an dieser Kundgabe, daß vor Gott dem Ewigen, Zeit eine andere Berechnung erfährt, als vor unserem ungeduldigen, kurzen Erdendasein. Wenn Gott sagt: „Eine Zeitlang werde Ich mich noch gedulden.“, so sind hundert Jahre eher als Ungeduld einzustufen.

  Wir Menschen lesen die Prophezeiungen, und unterliegen fast regelmäßig der Versuchung oder dem Irrtum, es müsse sich in den nächsten 2-5 Jahren alles erfüllen, da es uns persönlich unter den geistigen Nägeln brennt. Ich erinnere mich im Jahre 1982 einen dringenden Brief bekommen zu haben, in welchem man mir den Rat gab, mich jetzt mit allen nötigen Vorräten einzudecken, da wir unmittelbar vor dem Gericht ständen. Die ganze Aufregung nur auf Grund der Tatsache, weil es zu einer außergewöhnlichen Planetenkonstelation unseres Sonnensystems kam. Keine der von den Propheten gegebenen Merkmale waren aber eingetreten. Oder der Anruf eines euphorischen Mitmenschen kurz vor der Sonnenfinsternis im Sommer 1999, welche für ihn, nach der Interpretation eines Nostradamusverses, das absolut sichere Zeichen des Weltgerichts war. Es war mir nicht möglich ein vernünftiges Wort mit ihm zu reden; er war regelrecht besessen von diesem Gedanken. Ich bat ihn mich im Frühjahr des Jahres 2000 noch einmal anzurufen, wenn er ernüchtert wieder auf dem Boden der Realitäten stehen würde.

  Wir achten viel zu wenig auf die konkreten Hinweise und Zeichen der Zeit, die für das unmittelbare Gericht angegeben sind. Und wir lassen uns zu sehr von den Vorwehen des Endgerichts beeindrucken, wenn sie sich in unserer direkten Nachbarschaft entladen. Bei Großkatastrophen oder kriegerischen Auseinandersetzungen in fernen Ländern bleiben wir ruhig und gelassen, und speichern es für höchstens ein oder zwei Tage, als bedeutend in unserem Bewußtsein ab, um uns dann wieder in den Banalitäten des Alltags zu verlieren.

  Machen wir es uns noch einmal bewußt, es werden Naturereignisse und Katastrophen in einer Form auftreten, die alles bisher erlebte in den Schatten stellen und mit zunehmender Intensität auch die rational Denkenden beunruhigen. Der geistig Vorbereitete wird diese Zeichen aber schon in den Anfängen erkennen und fortan wachsam die weiteren Entwicklungen beobachten. Die geistig Toten, abgestumpft von den zahlreichen Katastrophenmeldungen der letzten Jahre, werden Anfangs noch alles für im Rahmen des Üblichen oder Natürlichen halten und den Ereignissen keine große Beachtung schenken, zumal die Wissenschaftler alle Veränderungen rein materiell begründen werden. Man wird sich also wie zu Noahs Zeiten um das alltägliche Vergnügen kümmern und sehen, daß man den Bauch zu seiner Stunde gefüllt kriegt, bis sich die Ereignisse überschlagen und über die Schläfer hinwegrollen.



Abwenden des Gerichtes durch Gebet?

BD.Nr  5339
     Ihr Menschen könntet wohl das bevorstehende Gericht abwenden, ihr könntet ein Werk der Vernichtung an dieser Erde aufhalten, so ihr ernstlich Mich darum bitten würdet, doch mit einem Gebet, das nicht nur der Mund ausspricht, sondern tief im Herzen empfunden wird. Ein solches  Gebet aber setzt den Glauben an Mich voraus und dieser Glaube mangelt euch. Und wohl die meisten Menschen müßten sich diesen Unglauben eingestehen, so sie sich ernsthaft über ihre Gedanken Rechenschaft ablegen würden. Mein Name ist wohl noch in vieler Menschen Munde, das Herz aber weiß schon lange nichts mehr davon. Und darum seid ihr zu einem solchen Gebet nicht fähig, das Mich bestimmen würde, das angekündigte Gericht aufzuheben. Zudem aber glauben die Menschen auch nicht daran, und also nehmen sie auch nicht die Gnade eines rechten Gebetes in Anspruch, das allein Meinen Willen wandeln könnte. Und wenn Ich das Kommende so bestimmt euch ankündige, dann darum, weil Ich um den Glaubenszustand der Menschen weiß und ihr Wille Mir seit Ewigkeit bekannt ist. Ich kann ihren Willen nicht zwangsmäßig wandeln, er aber wendet sich Meinem Gegner zu und kehret sich völlig von Mir ab. Bis zu einer gewissen Grenze lasse Ich dem Willen der Menschen freien Lauf, doch sowie die Grenze überschritten wird, greife Ich ein und nehme den Menschen die weitere Möglichkeit, in endlose Tiefe hinabzusinken.

  Ich weiß es, wann Ich Einhalt gebieten muß, wann Ich die Macht Meines Gegners brechen muß. Und Ich weiß darum auch, wie Ich die Menschen seiner Macht und seinem Einfluß entziehe, Ich weiß auch, daß ein Bannen in der festesten Materie für das Mir abtrünnige Geistige weit günstiger und aussichtsvoller ist, als wenn Ich den Menschen in dieser niedrigen Geistesverfassung die alte Erde und also auch ihr Leben belasse, wo sie zu völligen Teufeln werden durch seinen Einfluß.

     Zudem bin Ich schon an jeden einzelnen Menschen herangetreten, um ihn für Mich zu gewinnen. Jeder einzelne Mensch hatte Gelegenheiten genug, sich zu Mir zu kehren, um Mich kennenzulernen und Meine Vaterliebe zu erfahren, wenn er nur wollte. Unzählige Mittel wandte Ich an. Ich lockte mit Worten der Liebe, Ich mahnte und warnte sie durch Leiden und Nöte, Ich trat ihnen nahe in Freude und Schmerz, Ich sprach zu ihnen durch Menschenmund, Ich lenkte ihre Gedanken auf geistiges Gebiet.

     Mein Gegner aber gewann sie durch die Welt und ihre Materie für sich, und Meiner achteten sie nicht bis auf wenige, die Mich erkannten und liebten und die darum auch nicht das Ende zu fürchten brauchen. Diese aber wissen auch um die Not der Menschheit in dieser Zeit und ihnen ist es verständlich, daß und warum Ich eine Epoche beende, die nur noch einen tieferen Geisteszustand bringen kann, niemals aber einen Wandel zum Guten, zum Glauben und zum geistigen Aufstieg.

     Ihr Menschen könntet wohl durch tiefen Glauben und inniges Gebet viel erreichen, doch euer Verlangen gilt nur der Welt und ihren Gütern, und darum werden diese vergehen, weil die Zeit erfüllt ist.


     An dieser Stelle müssen wir uns einmal mit den zwei grundlegenden Formen von Gerichten auseinandersetzen, um das bisher gesagte in der rechten Weise einordnen zu können.

     Wenn man auf Grund unserer Willensfreiheit auch sagen kann, daß keine von Gott ausgehende Prophezeiung unabwendbares Schicksal ist, so müssen wir doch zwischen dem globalen Endgericht einer Erlösungsperiode und einem partiellen Zwischengericht (z.B. Sodom und Gomorra) unterscheiden.

     Wenn Oben gesagt wird, daß wir durch einen tiefen Glauben und innige Gebete viel erreichen können, so betrifft diese Aussage das Ausmaß oder die mögliche Abmildern des notwendigen Endgerichtes einer Erlösungsperiode. Ein Endgericht muß jedoch in von Gott bestimmten Zeitabfolgen stattfinden („weil die Zeit erfüllt ist“), wenn eine geistige Weiterentwicklung der Menschen und der noch in der Materie gebannten Seelensubstanz und Geister erfolgen soll. In einem Endgericht wird also der Mensch vollkommen von den Objekten seiner falsch begründeten Liebe (der Weltsinn und die materiellen Güter mit all ihren Attributen der Versklavung und Abhängigkeit) getrennt. Der Grad der Gottesferne und Abhängigkeit von der Materie, bestimmt das persönliche, aber auch das globale Ausmaß eines Endgerichtes.

     Aus diesem Grund wird in den alten, sowie auch neuen Offenbarungen Gottes, mit einer erschütternden Bestimmtheit das vor uns liegende, unabwendbare Endgericht einer Erlösungsperiode verkündet!      Ein partielles Zwischengericht kann dem entgegen jedoch völlig aufgehoben werden, wenn sich nur ein gewisser Teil der Menschen Gott wieder vollkommen zuwendet (z.B. Ninive). Ein „Not-wendiges“ Endgericht kann jedoch nur abgemildert werden, aber es wird stattfinden!!! 


JL.GEJ.06  174,2+14
     (Jesus:) Es werden dann auch geschehen große Zeichen auf der Erde, auf dem Meere und am Himmel, und Ich werde Knechte erwecken, die aus Meinem Worte weissagen und mehrfach verkünden werden das kommende Gericht. Aber der Hochmut der Menschen wird sie nicht anhören, und so er sie auch anhören wird, da wird er ihren Worten doch nicht glauben, sondern sie als Narren verlachen. Aber eben das wird ein sicherstes Zeichen sein, daß das große Gericht sicher und ganz gewiß eintreffen wird, das durchs Feuer verzehren wird alle Täter des Übels.

  Ich habe es euch aber schon zu öfteren Malen gesagt und gezeigt, wie es auf dieser Erde wird. Darum harret mit Geduld der sicheren Erlösung (durch den Tod oder die Entrückung), die nicht unterm Wege bleiben wird, und wünschet ein Weltgericht nicht zu eilig vor der Zeit! Denn wenn es kommen wird, dann wird es noch zu früh dasein für euch selbst (da auch wir noch mit dem Weltgeist in vielen Dingen liebäugeln, oder sogar mit ihm verwoben sind. Jede gewaltsame Loslösung durch ein Gericht, bedeutet aber für den Menschen Seelenschmerz und Trübsal)  und noch mehr für die, welche da gerichtet werden; denn im Gerichte sind Liebe und Erbarmung ferne, und jede Seele wird da ihrer Selbsthilfe übergeben werden, auf daß sie bitter erfahre, wie zu gar nichts nütze ihr die eitle, zeitliche Hilfe der puren Weltmenschen war.

 

JL.Ju.Je.  210,20
     (Jesus:) Und sie­he, also wird es in der Zu­kunft sein: Ein mäch­tig Feu­er aus der Höhe wird kom­men über die Ge­bei­ne der Frev­ler und wird sie ver­zeh­ren bis zu Staub und Asche!

   Der Herr aber wird drei­mal um die Brand­stät­te der Welt zie­hen, und es wird Ihn nie­mand fra­gen und sa­gen: „Herr! was tust Du?“ Und beim drit­ten Um­gan­ge erst soll der letz­te Strahl des Zor­nes von der Erde ge­nom­men wer­den!”

      

    Im kommenden Feuergericht wird sich der Geist der Liebe und Erbarmung in Gott, mit dem Geiste des Ernstes, der Weisheit  und der Gerechtigkeit umhüllen, um über alles wider Seine Ordnung Strebende Gericht zu halten. Das heißt, die geschundene Erde wird wieder auf die Grundlage der göttlichen Schöpfungsordnung gestellt.

  Ich weiß, daß auch viele Freunde der Neuen Offenbarungen mit diesem Aspekt des Gerichts und des Wesens Gottes große Probleme haben. Sie sprechen dann sehr schnell von einem überholten, alttestamentarischen Gottesbild, das in unserer Zeit keine Gültigkeit mehr hat. Aber auch sie verstehen den weiblichen und männlichen Aspekt Gottes nicht ausreichend und akzeptieren von daher unbewußt nicht die ganze Schrift, die ganze Wahrheit, da sie alleine das Gottesbild der Liebe, Gnade und Barmherzigkeit (den weiblichen Aspekt Gottes) in sich zulassen, dabei aber den männlichen Aspekt des Ernstes, der Ordnung und der Weisheit in ihrer Betrachtung nicht akzeptieren. Gerade aber der männliche Aspekt Gottes dominiert in jedem Gericht, in der Gestalt des Liebeernstes das Geschehen. Es ist von daher auch verständlich, daß gerade Frauen Probleme mit diesen Kundgaben (das Gericht betreffend)  haben, da sich ihre eigene Seelenstruktur oder Wesensschwingung hier nur sehr schwer wiederfinden kann. Der Seelenschmerz, der das Leben gebärenden Mutter (analog zur Gottesliebe), dringt hier zu stark in das emotionale Kleid der Seele ein und verhindert in der Regel eine distanzierte und objektive Auseinandersetzung mit dem Thema.

  Interessant ist in diesem Zusammenhang, daß uns gerade eine Frau (B.Dudde) jene Kundgaben übermittelte, welche auch von vielen Neuoffenbarungsfreunden oftmals als zu hart oder richterlich beurteilt werden. Ja, man geht in seinem Unverständnis sogar soweit, diese Kundgaben als nicht echt abzutun, weil sie der Vaterliebe Gottes entbehren! Es zeigt sich hier jedoch nur eine unbewußte, jedoch verständliche Abwehrreaktion des menschlichen Gemütes, das Leid und Kreuz in diesem Ausmaß nicht akzeptieren will und darum auch nur einen Teilaspekt Gottes - den der Liebe - anerkennt und die Augen vor der ganzen Wahrheit und Wesenheit Gottes verschließt. Aber auch hier offenbart sich die Weisheit Gottes darin, daß sie uns zumindest die Hürde eines männlichen Übermittlers, der uns zu hart anmutenden Endgerichtbotschaften nimmt.

     Ich hoffe an dieser Stelle auch den einen oder anderen Neuoffenbarungsfreund in seinem gewohnten Denkmuster aufgeschreckt zu haben, was die Beurteilung des Endzeitgeschehens anbelangt.  

 

JL.GEJ.09  30,5-7
     (Jesus:) So aber einmal gar zu viele Menschen sich im Vollmaße ihres Bösen befinden, so  wird von Mir aus, der noch wenigen Guten und Auserwählten wegen, die Zeit  ihres ungestraften argen Waltens abgekürzt, und ihr eigenes Gericht und ihr Tod verschlingt sie vor den Augen der wenigen Gerechten, wie das zu Noahs und zu Abrahams und Lots Zeiten und auch zur Zeit Josuas teilweise der Fall war und  von nun an auch fürderhin noch zu öfteren Malen der Fall sein wird (bei partiellen Gerichten).

  Den Anfang werden die Juden bald erleben (70 n.Chr.) und später auch andere Reiche mit ihren Fürsten und Völkern. Nach etwa nicht völlig 2000 Jahren (also bis etwa zum Jahre 2020, da die Geburt Jesu auf das Jahr 6-7 v. Chr. anzulegen ist.) aber wird abermals kommen ein größtes und allgemeinstes Gericht (Endgericht) zum Heile der Guten und zum Verderben der Weltgroßen und völlig Lieblosen.

  Wie aber das Gericht aussehen und worin es bestehen wird, das habe Ich schon allen Meinen hier mit Mir anwesenden Jüngern mehrere Male geoffenbart, und sie werden es nach Mir den Völkern der Erde verkünden. Wohl dem, der es beherzigen und sein Leben danach einrichten wird, auf daß er nicht ergriffen werde von dem Gerichte!




 Reinigung der Erde

BD.Nr  8112
 Ich will die Erde reinigen und aus ihr wieder eine Stätte des Friedens machen, wo die Liebe regiert, wo Ich Selbst mitten unter den Meinen weilen kann, weil ihre Liebe zu Mir dies zuläßt. Aber es muß zuvor eine Reinigung stattfinden, es muß Meinem Gegner das Wirken unterbunden werden und darum muß er selbst in Ketten gelegt werden samt seinem Anhang. Das heißt, alles ihm Hörige Geistige muß wieder gebannt werden in der harten Materie, alles auf dem Weg der Aufwärtsentwicklung befindliche Geistige muß in die seinem Reifezustand entsprechenden Formen versetzt werden, und so also hat Mein Gegner jegliche Macht verloren, denn das Geistige ist ihm entwunden, das im Mußzustand nun wieder den Weg über die Erde geht. Und die Menschen, auf deren Wille er Einfluß ausüben konnte, haben sich von ihm abgewandt und sind endgültig zu Mir zurückgekehrt, so daß sie also als Stamm des neuen Menschengeschlechts von ihm nicht mehr bedrängt werden können.

  Ihm ist jegliche Macht genommen, die er in seinem Anhang sieht, denn über das in der Materie, in den Schöpfungen der Erde gebundene Geistige, hat er keine Gewalt. Und es wird wieder Friede sein auf Erden auf lange Zeit. Eine Reinigung muß also erst vorangehen, und diese findet statt, durch ein Zerstörungswerk von unvorstellbarem Ausmaß. Es findet eine Totalumgestaltung der gesamten Erdoberfläche statt, es werden alle Schöpfungen aufgelöst und wieder neu verformt, was auch einen Untergang aller Menschen und lebenden Wesen bedeutet — ein Vergehen alles dessen, was Geistiges in sich birgt.

  Das Schöpfungswerk Erde bleibt wohl bestehen, doch bis weit in das Innere wird die Gewalt von Naturkräften dringen, die feste Materie auflösen und allem Gebundenen die Möglichkeit neuer Verformungen geben. Denn es ist alles aus der Ordnung getreten, weil die Menschen völlig Meiner Ordnung von Ewigkeit zuwider leben und handeln. Und darum muß alles eine Neueinordnung erfahren, was zuvor eine Auflösung von Schöpfungswerken bedingt, die für euch Menschen gleich ist dem Untergang, denn außer denen, die Ich vor dem Ende entrücken werde, wird niemand das Ende überleben.

  Doch nur für den Menschen ist dieses letzte Geschehen entsetzlich, dessen Seele wieder aufs neue in die feste Materie gebannt wird (diejenigen, die im Feuergericht auf der Erde ums Leben kommen. Der absolut harte Kern der Bosheit und Gottwidrigkeit, der nach der Aussage Jesu sogar dem Satan noch einen Lehrmeister abgeben kann) während alles andere Geistige nur einen Aufstieg in seiner Entwicklung verzeichnen kann, denn für alles Geistige werden neue Formen geschaffen, die dieses aufnehmen. Und es werden die Schöpfungen auf der neuen Erde unvergleichlich reizvoll sein. Und wieder ist dem Geistigen die Möglichkeit zu dienender Tätigkeit gegeben, durch welche alles Geistige höher steigt und immer wieder seine derzeitige Form wechseln kann. Dieses Umgestaltungswerk der alten Erde steht euch Menschen nahe bevor. Und wenngleich ihr nicht um Tag und Stunde wisset, so sollt ihr euch vorbereiten auf das Ende, die ihr nicht dem Verderben verfallen wollt, die ihr Mir angehören wollt und nicht unter das schrecklichen Gericht einer Neubannung fallen möchtet. Glaubt es, daß ihr in der Zeit des Endes lebt und befaßt euch mit diesem Gedanken, daß ihr selbst euch das Los schafft, das Wisset also, daß ihr überselig ein herrliches Leben führen könnet im Paradies der neuen Erde, daß ihr aber auch absinken könnt in tiefste Finsternis, wenn ihr nicht die Gnade habt, noch vorher abgerufen zu werden, um im Jenseits noch eine Möglichkeit zu finden aufwärts zu steigen. Aber nehmt es also ernst mit der Arbeit an euren Seele, das heißt, führt ein Leben in uneigennütziger Nächstenliebe, und ihr werdet dadurch auch die Bindung herstellen mit Mir und dann auch sicher gerettet vor jenem Verderben. Immer wieder werde Ich euch Menschen Mahner und Warner zusenden, immer wieder werdet ihr von Schicksalsschlägen und Katastrophen aller Art hören oder heimgesucht werden, denn alles das sind Mahnungen an euch, eines plötzlichen Abrufs zu gedenken .... 

     Vor dem Feuergericht werden unzählig viele Seelen durch Naturkatastrophen, Krankheitsepidemien und kriegerische Auseinandersetzungen von ihrem Leib gelöst. Diese werden in den jenseitigen Entwicklungswelten ihre weitere Schulung und Möglichkeiten für eine Aufwärtsentwicklung oder Vergeistigung erhalten. Aber auch aus den jenseitigen Reichen werden die ganz verstockten Gotteshasser eine erneute Chance für ihre Aufwärtsentwicklung bekommen und in die Neubannung einbezogen.

     Es muß entgegen dem Bild eines Rachegottes noch einmal gesagt werden, daß vom himmlischen Vater alles gottmögliche getan und versucht wird, um eine jede Seele zu Ihm zu ziehen und vor dem schrecklichen Los einer Neubannung zu bewahren. Jedoch kann auch Er niemanden zwingen, der Stimme des eigenen Gewissens Beachtung zu schenken und gegen die niedere Natur anzukämpfen. Denn ein solcher Zwang käme der Vernichtung des freien Individuums gleich, welches dadurch nur zu einem „guten Roboter“, ohne jegliche Erkenntnis Gottes und seiner selbst würde.

  Durch die im nächsten Kapitel behandelte Neubannung, wird auch einem Wesen mit gottwidrigster Natur noch einmal die Möglichkeit gegeben, einen hohen Grad der geistigen Vollkommenheit zu erreichen. Von daher ist auch dieses Gericht mit der anschließenden Neubannung, ein außerordentlicher Akt der Gnade Gottes!

      Sehen wir dem ganz klar ins Angesicht, es wird sich ab einem gewissen Zeitpunkt, nämlich unmittelbar vor dem Feuergericht, nur noch der harte Kern der Bosheit und bewußten Gottfeindlichkeit auf der Erde befinden. 

 



BD.Nr  8304
     Das eine ist gewiß, daß Mein Wort Wahrheit ist und bleibt und daß ihr Menschen nicht anzuzweifeln braucht, was von Mir seinen Ausgang genommen hat. Da nun die Zeit immer näher rückt, die eine Erlösungsperiode beendet, auf daß eine neue ihren Anfang nehmen kann, werden euch auch die Aufklärungen immer unverhüllter zugehen, und Ich werde euch kurz vor dem Ende einweihen in Meinen Heilsplan von Ewigkeit und euch Kenntnis geben über Dinge, die euch bisher noch verborgen blieben, weil das Wissen darum nicht nötig war für euer Seelenheil.

  Nun aber ist die Zeit gekommen, wo Mein Heilsplan zur Ausführung kommt, soweit er die Umwandlung der Erde betrifft, die als Schulungsstation für das Geistige untauglich geworden ist und die darum erneuert werden muß, um ihrer Bestimmung wieder nachkommen zu können. Ihr müßt bedenken, daß auch dem noch in den Schöpfungswerken gebundenen Geistigen Meine Liebe gilt und daß Ich auch diesem Geistigen neue Formen geben will, um ihm die Aufwärtsentwicklung zu ermöglichen. Denn endlos lange Zeiten schon schmachtet das gebundene Geistige in der harten Materie, aus der die Erde, d.h. alle Schöpfungen auf ihr, besteht. Und diese harte Materie, so wie das im Inneren der Erde gebundene Geistige, muß einmal zur Auflösung kommen, das heißt, frei werden, um in neue Verformungen übergehen zu können, und darum wird das Vernichtungswerk für euch Menschen von unfaßbarem Ausmaß sein, und es kann folglich von einer Totalauflösung aller Erdschöpfungen gesprochen werden. Wobei aber nicht zu übersehen ist, daß die materiellen Bestandteile erhalten bleiben, nur so lange gewissermaßen ungebunden bis Ich sie wieder zu Formen werden lasse, die dem Geistigen wieder zur Hülle dienen.

  Das Schöpfungswerk Erde vergeht also nicht, weil Mein Wille alles Aufgelöste wieder festigt und (daraus) neue Formen schafft, weshalb von einer „Neuen Erde" gesprochen werden kann. Das Beenden dieser Erlösungsperiode ist ein Akt größter Barmherzigkeit an allem auf der Erde befindlichen und in den Schöpfungswerken gebundenen Geistigen, und es bedeutet eine völlige Umgestaltung, aber kein Vergehen des Gestirns Erde! Erkenntlich wird diese Umgestaltung aber nur an der Erdoberfläche sein, weil die Menschen den Prozeß der inneren Wandlung nicht feststellen oder verfolgen könnten, auch wenn sie die Umgestaltung bewußt schauen würden. Doch letzteres ist nicht der Fall, denn es wird ein Werk des Augenblickes sein, weil alle Voraussetzungen vorhanden sind, Neuschöpfungen mit dem Geistigen zu beleben, das auch den Reifegrad dafür erreicht hat. Denn alle diese Partikelchen (substanzielle Seelenpartikel oder Intelligenzspezifika) sind vorhanden, die nur wieder in die ihnen zuträglichen Außenformen versetzt zu werden brauchen.

     Ihr Menschen könnt euch aber keine Vorstellung machen von diesem letzten Zerstörungswerk, obgleich ihr selbst den Anlaß dazu gebt und durch eure widergöttlichen Versuche in das Erdinnere einzudringen und Kräfte zu entfalten, die ihr noch nicht beherrscht und deren Auswirkungen ihr nicht kennt. Ich aber hindere euch auch nicht daran, weil auch die Zeit abgelaufen ist, die Ich für die vergangene Erlösungsperiode gesetzt habe.

  Doch das will Ich immer wieder betonen, daß Ich nichts im alten Zustand belasse und daß kein lebendes Wesen bestehen bleibt, wie Ich auch allem noch gebundenen Geistigen für kurze Zeit die Freiheit gebe, was also bedeutet, daß auch die festeste Materie einmal das Geistige freigeben muß und zu diesem Zweck auch selbst aufgelöst wird, um nun sich aufs neue zu festigen und wieder Geistiges aufzunehmen, wie es Mein Wille ist.

     Da die Materie selbst auch wieder nur das im Anfang der Entwicklung stehende Geistige ist, kann es also auch nicht vergehen, und so wird auch das Schöpfungswerk Erde nicht vergehen, sondern nur umgewandelt werden. Ihr könnt diesen Worten Glauben schenken, auch wenn euch der ganze Vorgang des Endes der alten Erde noch unbegreiflich ist. Mir aber ist alles möglich und in Meiner endlosen Liebe hat alles seine Begründung. Wenn ihr also in Meinem Zerstörungswerk nur eine Lieblosigkeit Meinerseits sehet, so seid ihr noch weit von der rechten Erkenntnis entfernt. Doch ihr wollt immer nur das Schicksal der Menschen sehen, gedenket aber nicht des noch in der harten Materie gebundenen Geistigen, für das auch einmal der Zeitpunkt der Befreiung aus der derzeitigen Form kommen muß, damit auch seine Aufwärtsentwicklung vor sich geht nach Meinem Plan von Ewigkeit. Und weil dieses Ende immer näher rückt, deshalb gebe Ich euch auch Meinen Heilsplan kund, auf daß ihr selbst nicht zu jenen gehöret, die die Gnaden des Menschseins auf der Erde verscherzen und Gefahr laufen, wieder in die Schöpfungen gebannt zu werden.

  Ich unterweise euch wahrlich in aller Wahrheit, doch annehmen wird sie nur der, der in der Wahrheit stehen will und der den ernsten Willen hat, sein Ziel auf dieser Erde zu erreichen.

 

JL.GEJ.05  108,4
     (Jesus:) Fasset dieses wohl! Denket aber ja nicht, „daß Ich das alles also haben wolle, und  es wäre darum etwa das alles schon also bestimmt!“ Das alles sei ferne von Mir und euch! „Aber es wird also sein, wie vor den Zeiten Noahs.“

  Die Menschen werden von ihren vielen Weltkenntnissen und erworbenen Fertigkeiten einen stets böseren Gebrauch machen und werden ganz freiwillig allerlei Gerichte aus den Tiefen Meiner Schöpfung (hier sind die Tiefenbohrungen angesprochen, durch welche das Feuer/Erdmagma aus dem Erdinneren auf die Oberfläche gelangt) über sich und am Ende über die ganze Erde heraufbeschwören. Da aber sage auch Ich dann mit euch, Meinen biederen Römern: VOLENTI NON FIT INIURIA! (Dem Wollenden geschieht kein Unrecht!)

 

  Bisher ließ sich ein ziemlich klares und eindeutiges Bild des Feuergerichtes aus den drei Offenbarungsquellen Bibel, Lorber und Dudde herauslesen. Doch es gibt in den Endzeitdarstellungen durch J.Lorber auch einige Texte, die eine andere, nicht ganz so radikale Variante des letzten Gerichts offenlassen.

     Bei dieser Variante kommt es scheinbar nicht zur vollkommenen Vernichtung aller Menschen auf der Erde und es wird auch nicht ausdrücklich von der Entrückung der Gläubigen gesprochen, sondern es hat den Anschein, als würden diese von Gott  während des Gerichtes auf der Erde bewahrt. Auch gibt es in diesen Darstellungen Landstriche, die scheinbar nicht vom Feuer berührt werden. Es sind dies jedoch alles Texte aus dem Großen Evangelium Johannes. Das heißt, es sind diese Aussagen vor fast 2000 Jahren über die Menschheitsentwicklung gemacht worden, als, wie schon gesagt, deren mögliche Entwicklung ein noch größeres Spektrum an Möglichkeiten offen ließ. Auch sind diese Texte nur in sehr groben Zügen dargestellt, so daß man zwischen die Zeilen einiges hineininterpretieren kann.

    Aus dem bisherigen Buchverlauf haben wir gesehen, daß es aus der Zeit von Jesus Erdenleben aber auch eindeutige Aussagen über ein alles umfassendes Feuergericht mit Auflösung der Erdschöpfungen und der von daher notwendigen Entrückung der Gläubigen gibt, wie in der folgenden markanten Stelle aus dem Großen Evangelium Johannes.

 

JL.GEJ.10 156,5.
     (Jesus:) Denn wer da erweckt wird durch die Posaune (den Anruf des Geistes vernimmt, berufen wird zur Kindschaft Gottes), der wird nicht erweckt zum Tode, sondern zum Leben; wer aber den Schall der Posaune nicht wird hören wollen, der wird auch nicht erweckt werden, sondern verbleiben in der Nacht seines Grabes und in der Gefangenschaft des Meeres bis zur Zeit, in der diese ganze Erde aufgelöst wird durchs Feuer. Denn wie zu der Zeit Noahs werden sie freien und sich freien lassen und sich gar nicht kümmern um die Stimme Meiner Erweckten; diese werde Ich aber dann gleich in einem Augenblick von dieser Erde entrücken und jene mit allen ihren Lieblingen dem alles zerstörenden Feuer preisgeben, zu dessen Entstehung die dermaligen unbußfertigen Weltmenschen selbst das allermeiste beitragen werden. 

     Die Kundgaben, die uns durch B.Dudde gegeben sind, haben für uns neben den direkten Endzeitprophezeiungen aus den Schreibjahren J.Lorbers, einen noch aktuelleren Wert, da neueren Datums. Und auch sie sprechen sehr deutlich von einem großen Feuergericht.

      Sowohl durch J.Lorber, als auch durch B.Dudde, läßt Jesus aber auf Grund unserer Willensfreiheit ausdrücklich die theoretische Möglichkeit offen, daß wir das Gericht selbst Heute noch durch eine radikale Umkehr zu Gott in seinen Ausmaßen stark reduzieren und abmildern können. Da aber keiner die Entwicklungstendenzen der Menschen besser kennt als Jesus, fügt Er des öfteren den vorausblickenden Zusatz an: „Doch es wird so kommen wie zu Nohas Zeiten.“

  Ich will der Ordnung halber aber auch diese, sich etwas anders darstellenden Endzeittexte an dieser Stelle aufführen, da sie uns auch Hinweise auf die Entstehung des Feuergerichtes geben können.

 

JL.GEJ.06  207,12-14
     (Jesus:) Und zu Ende dieser Weltmenschenzeit – „nicht etwa auch dieser Erde“ - wird es eben also gehen: Die Menschen werden in selbiger Zeit zwar keine Berge bis zu ihren tiefsten Grundlagen abgraben, wie es die Gold und Edelsteine suchenden Hanochiten getan haben, (die dadurch den Grundstein für die aufkommende Sündflut zu Zeiten Nohas legten) auch werden sie keine Römer mehr in Harnisch zu bringen vermögen; aber sie werden durch allerlei Maschinen, durch Feuerkraft getrieben, anfangen, mittels unglaublich tiefer Schächte und Löcher ins Innere der Erde zu dringen, durch die die höchst brennbaren Gase in großen Massen auf die Oberfläche der Erde dringen werden. Und wird einmal die atmosphärische Luft mit solchen Gasen zu sehr gesättigt sein, so werden sich diese beinahe um die ganze Erde entzünden und alles zu Asche verbrennen. Nur „wenige Menschen werden dabei am Leben bleiben“ (wie und wo wird hier nicht gesagt). Doch die da bleiben werden, die werden aber dann auch Menschen von echtem Schrot und Korne sein. Diese werden dann wahrhaft eine ganz erneute (erneuerte) Erde bewohnen (also auch hier eine globale Großkatastrophe), und ihr und viele, die nach euch in Meinem Namen kommen und erweckt werden, werden ihre Lehrer und Führer sein
(Dies ist dann die Zeit des Tausendjährigen Friedensreiches)

  Von da an erst wird Mein Reich auf dieser Erde vollends ausgebreitet sein, und die Menschen der Sonne werden mit Meinen Kindern dieser erneuten Erde in eine vollste und gleichberechtigte Gemeinschaft treten und großwachsen in der Liebe Meiner vollwahren Kinder.

  Das was Ich euch jetzt gesagt habe, aber, behaltet für euch; denn in dieser Zeit würde das wohl niemandem zu seinem Heile etwas nützen, so er auch davon alles klar wüßte. (Ein Grund, warum Jesus dieses Thema während Seines Erdenlebens nur in groben Zügen behandelt hat). Zur rechten Zeit aber werde schon Ich Selbst den Menschen, wenn sie Tieferes werden vertragen können, solche Dinge umständlich (ausführlich) kundmachen. (Was bis jetzt vor allen Dingen durch B.Dudde geschehen ist).

 

JL.GEJ.08  051,4-6
      (Jesus:) Aber auch ein natürliches Feuer wird in jener Zeit viele Orte verwüsten; denn es werden in jener Zeit die Menschen aus zu hoch übertriebener irdischer Gewinnsucht gleich bösen Würmern in die Tiefen der Erde dringen und darin allerlei Schätze suchen und auch finden. Wenn sie aber an die mächtigen Lager begrabener Urwälder (Erdöl) der Erde kommen werden und sie zur Feuerung und Schmelzung der Metalle und noch zu vielen anderen Dingen gebrauchen werden, so wird auch das letzte Gericht, das sie sich selbst bereiten werden, vor der Türe  sein. (Hier haben wir einen sehr deutlichen Hinweis, daß das letzte Gericht in der erdölfördernden Zeit zu erwarten ist).

  Am meisten aber werden die zu leiden haben, die da wohnen werden in den großen Städten der Könige und der dermaligen Mächtigen der Erde. Darum bleibet alle stets in der Sanftmut und Demut und dadurch in der wahren Nächstenliebe, so wird kein Gericht unter euch erzeugt werden; denn wo in jener Zeit die Menschen in Meiner Ordnung leben werden, dort wird auch kein letztes Gericht zum Vorschein kommen. Ich habe euch das nun deshalb zum voraus gesagt, auf daß ihr es auch den andern Menschen sagen und verkünden sollet, damit sich am Ende niemand entschuldigen kann, daß er nicht vor der Gefahr gewarnt worden sei."
    (Wo leben Heute noch Menschen in der Ordnung Gottes, in allem was dieses Wort bedeutet?)

JL.GEJ.08  186,6-7
     (Jesus:) Wenn solches Tun und Treiben (der Industrie) durch die Gewalt des Feuers einmal seinen höchsten Punkt wird erreicht haben, da wird denn auf solchen Punkten die Erdluft auch zu mächtig mit den brennbaren Ätherarten erfüllt werden, die sich dann bald da und dort entzünden und solche Städte und Gegenden in Schutt und Asche verwandeln werden samt vielen ihrer Bewohner; und das wird dann wohl auch eine große und wirksame Läuterung sein.

  Was aber das auf diese Art bewirkte Feuer nicht erreichen wird, das werden andere große Erdstürme aller Art und Gattung dort erreichen, wo es von selbst verständlich nötig sein wird; denn ohne Not wird da nichts verbrannt und zerstört werden.

   Dadurch aber wird dann auch die Erdluft von ihren bösen Dünsten und Naturgeistern befreit werden, was dann auf alle andere Kreatur der Erde einen segensreichen Einfluß ausüben wird, und was dann auch der natürlichen Gesundheit der Menschen dahin dienen wird, daß alle die vielen und bösen  Leibeskrankheiten aufhören werden und die Menschen ein gesundes, kräftiges und hohes Alter werden erreichen können (Beginn des Tausendjährigen Reiches).

 

JL.GEJ.07  172,8-10
     (Jesus:) Wie es aber war zu den Zeiten Noahs, da die Menschen freiten und sich freien  ließen, große Feste und Gastmähler hielten, sich groß ehren ließen und gegen jene verheerende Kriege führten, die sich vor ihren Götzen nicht beugen wollten, wo dann bald die große Flut kam und die Täter des Übels alle ersäufte, eben also wird es auch sein in jener künftigen Zeit (ein größtes, naturmäßig, materielles Gericht!). Aber dann wird der Herr mit dem Feuer Seines Eifers und Seines Zornes kommen und alle solche Täter des Übels hinwegfegen von der Erde.

  Da wird es kommen, daß die verschonten Reinen und Guten und die wahren Freunde der Wahrheit und des Lichtes aus Gott aus den Schwertern Pflugscharen, aus den Spießen Sicheln machen und die Kunst Krieg zu führen vollends aufgeben werden (Tausendjähriges Reich), und es wird dann fürder kein wahres gesalbtes Volk wider das andere mehr ein Schwert erheben, außer den noch irgend in den Wüsten der Erde übriggebliebene Heiden; aber auch diese werden ermahnt und dann von der Erde gefegt werden. (Wie ist hier nicht zu erkennen).

     Da wird die Erde gesegnet werden von neuem. Ihr Boden wird tragen hundertfältige Frucht von allem, und den Ältesten wird die Macht gegeben sein über alle Elemente.
 

     Soweit diese von Jesus vor 2000 Jahren ausgesprochenen Endzeitprognosen, in denen es aber auch zu einer globalen Großkatastrophe, also einem Endgericht vor dem Tausendjährigen Friedensreich  kommt.

  Wenden wir uns jetzt wieder den aktuellen Endzeitkundgaben von B.Dudde zu. Durch diese im letzten Jahrhundert gegebenen Kundgaben, wird uns auf Grund unserer negativen, kollektiven Entwicklung, sehr deutlich ein alles umfassendes Feuergericht angekündigt. 


 

Die Zerstörung der Erde ist Folge von Experimenten

BD.Nr  8624
     Das letzte Werk der Zerstörung dieser Erde bringt ihr Menschen selbst zur Auslösung. Und Ich hindere euch nicht, weil Ich auch des Geistigen gedenke, das durch dieses Zerstörungswerk frei wird aus der Materie und in neuer Verformung auf der neuen Erde wieder seinen Entwicklungsgang fortsetzen kann. (Mit dieser sogenannten „Naturseelenentwicklung“ wollen wir uns zu Beginn des nächsten Kapitels auseinandersetzen. Hier nur so viel: Da alle Materie aus dem Urfall der Geister hervorgegangen ist, beinhaltet auch alle Materie - vom Stein bis zum höchst entwickelten Tier - geistige Seelensubstanz. Diese befindet sich, noch gebunden in den Verkörperungen der verschiedenen Naturreiche, schon in einem Erlösungs- und Entwicklungsprozeß. Alle Materie ist beseelt, wußten schon die Indianer und andere Naturvölker unserer Erde zu sagen. Die Neuen Offenbarungen sprechen hier in der Aufwärtsentwicklung allen gefallenen Lebens bis zur Stufe des Menschen, von der Naturseelenentwicklung)

     Es ist euch dies schon des öfters gesagt worden, und dennoch ist euer Glaube daran sehr gering, denn das ganze Geschehen ist euch einfach unvorstellbar. Es bildet aber den Abschluß einer Entwicklungsperiode, der dann eine neue Periode folgt, auf daß sich das Rückführungswerk wieder in gesetzlicher Ordnung vollziehen kann und ein Erfolg wieder zu verzeichnen ist, der vor der Zerstörung der alten Erde nicht mehr ersichtlich war.

     Es führt Mein Gegner sein letztes satanisches Werk aus, indem er die Menschen dazu verleitet, das zu tun, wozu er selbst nicht die Macht hat: Schöpfungswerke zu vernichten im Glauben, dadurch das gebundene Geistige zu befreien und in seine Macht zu bekommen. Er bestimmt die Menschen und veranlaßt sie zu Versuchen aller Art, die aber an der Unkenntnis der Menschen scheitern und eine verheerende Wirkung auslösen. Denn die Menschen wagen sich an Experimente, ohne deren Ausgang erforscht zu haben. Sie lösen Kräfte aus, die sie nicht beherrschen und sie sind dadurch dem Untergang geweiht. Und mit ihnen wird auch das Schöpfungswerk Erde den gewaltigsten Zerstörungen ausgesetzt sein. Es wird sich die ganze Erdoberfläche total verändern, es werden alle Schöpfungswerke auf der Erde der Vernichtung anheimfallen. Bis in das Erdinnere werden die Auswirkungen dringen, und es kann von einer Zerstörung von größtem Ausmaß gesprochen werden, die zwar die Menschen selbst nicht mehr verfolgen können, bis auf die kleine Schar, die Ich zuvor von der Erde hinwegführe in ein Gebiet des Friedens.

     Ich Selbst würde niemals eine solche Zerstörung zulassen, wenn Ich nicht auch neue Heilsmöglichkeiten dadurch gewinnen würde für das noch gebundene Geistige, das schon endlos lange Zeiten schmachtet in der härtesten Materie. Doch es würde auch für jenes Geistige eine Weiterentwicklung möglich sein, wenn die Menschen nicht die gesetzliche Ordnung umstoßen würden, und immer nur ihre dienende Aufgabe auf Erden erfüllten. (Wir rotten Pflanzen und Tierarten aus, halten unsere Nutztiere in KZ ähnlichen Fleischfabriken, belasten die Pflanzenwelt mit Pestiziden und Industriegiften und versuchen uns - mittels Genmanipulation - als Götter in der Kreierung neuer Arten und Sorten. Wir wissen in unserer blinden Dummheit aber nicht, daß wir die aus Gottes Weisheit so und nicht anders geschaffene Erlösungsanstalt Erde langsam aber sicher zu einem unbrauchbaren Instrument der Erlösung alles Geistigen machen.)

     Die Menschen leben aber nicht mehr in göttlicher Ordnung, und dadurch hat Mein Gegner großen Einfluß auf diese, und er treibt sie an zu einem Beginnen, von dem er sich einen Gewinn erhofft, von dem er sich die Rückkehr des gebundenen Geistigen zu ihm erhofft. Und Ich wehre ihm nicht, weil es immer noch am freien Willen des Menschen selbst liegt, ob er das ausführt, wozu Mein Gegner ihn veranlassen will.

     Doch was auch die Menschen tun, immer werde Ich die Auswirkung ihres Handelns recht zu verwerten wissen. Denn Mir und Meiner Macht untersteht wahrlich auch die finstere Welt, und sie muß Mir dienen und gleichsam sich mitbeteiligen an Meinem Rückführungswerk - wenn auch unbewußt. Ich aber weiß seit Ewigkeit um die Richtung des Willens der Menschen und konnte daher auch auf diesem Willen Meinen Heilsplan aufbauen. Ich weiß es, wann der Zeitpunkt gekommen ist, daß ein geistiger Fortschritt auf der Erde nicht mehr zu erwarten ist.

     Ich weiß auch, wann für das noch gebundene Geistige die Zeit seiner Freiwerdung gekommen ist, und Ich wehre daher dem Tun der Menschen nicht, wenn sie ein ungeheures Zerstörungswerk in die Wege leiten durch ihren verkehrt gerichteten Willen, der sich Meinem Gegner zuwendet und der Mensch Ihm ein williges Werkzeug ist. Denn er selbst kann kein Schöpfungswerk zugrunde richten, er kann keinerlei Materie auflösen, und jegliches Geistige ist seiner Macht entwunden. Darum sucht er es wieder zurückzugewinnen, und die Menschen sind ihm hörig, daß sie selbst zur Auflösung der Materie beitragen. Zuerst durch zahllose (kleinere) Versuche, die aber dann Ausmaße annehmen, denen die Materie nicht mehr standhält. Doch Ich lasse es zu, daß das in der Materie gebundene Geistige frei wird, wenn auch auf Kosten des gesamten Menschengeschlechts, das selbst auf einem geistigen Tiefstand angelangt ist, der eine Neubannung in der Materie erforderlich macht. Und was auch Mein Gegner und die ihm hörigen Menschen unternehmen, es wird letzten Endes doch wieder der Aufwärtsentwicklung des Geistigen dienen, das einmal zur Vollendung gelangen soll. Und es wird darum auch Mein Heilsplan zur Ausführung kommen, wie es verkündet ist in Wort und Schrift.

  Wir wollen aus dieser Kundgabe festhalten, daß von einer Zerstörung der Erdoberfläche gesprochen wird, dessen Auswirkungen bis in das Erdinnere dringen. Verursacht durch Anfangs noch kleine Experimente/Versuche, die scheinbar der Erschließung neuer Energieressourcen dienen sollen.
  Eines dieser Forschungsfelder sind die geothermischen Energiequellen, wie Erdwärme und das Erdmagma des Erdinneren.
     Wer nun glaubt, diese Tiefenbohrungen wären Zukunftsmusik, der täuscht sich. Die folgende Werbeseite eines Energiekonzerns erschien schon im Jahre 1980 in „Bild der Wissenschaft“ und im „Stern“ und zeigt uns, daß an der Erschließung neuer Energiequellen schon lange gearbeitet wird. Die zur Zeit noch bedingt eingesetzten, alternativen Energieformen, wie z.B. Windkraft und Sonnenenergie, können den hohen Bedarf der Industrie bei einem Rückzug aus der gefährlichen Atomenergie, jedoch niemals ausreichend decken. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis man sich vermehrt der Erforschung der geothermischen Energiequellen zuwenden wird.



 „Magma im inneren der Erde“

  • Mehr Energie als alle Vorräte an Kohle, Erdgas und Erdöl zusammen.
  • Ein Energieträger der Zukunft?“
  • Die Pioniere des Ölzeitalters im 19. Jahrhundert bohrten nur 20m tief, und das Öl sprudelte nach Oben.
  • Heute dringen die Bohrmeißel in Tiefen bis 8000m vor.
  • Aber irgendwann läuft auch der beste Bohrmeißel heiß, ganz zu schweigen von den Kosten.
  • Wo liegt die Lösung unserer Energieprobleme?
  • Eine Lösung läge tief im Inneren unserer Erde.
  • Das Zauberwort heißt Magma glühende, flüssige Masse.
  • Mehr Energie als alle Vorräte an Kohle, Erdgas und Erdöl zusammen. Aber nach menschlichen Ermessen werden wir diese Energie nie bändigen (ein prophetisches Wort) und uns nutzbar machen können (Stand 1980). Allenfalls einen winzigen Bruchteil als geothermische Energie.

 

Waren es 1980 noch 8000m Bohrtiefe, so lag die erreichte Tiefe 1992 bei Bohrungen in Sapoljarij-Rußland, schon bei 15.000m!


Die uns bekannten Ölvorkommen könnten noch einige Jahzehnte einen erheblichen Teil unseres Energiebedarfs decken. Allerdings wird die Förderung schon heute zunehmend kostenintensiver, da die leicht erreichbaren Vorkommen langsam ausgeschöpft sind. Das bedeutet erhebliche Preissteigerungen für den Barrel Rohöl, der schon heute (2008) bei 100 Dollar liegt.  Die Industrieländer werden also forciert nach neuen Energiequellen suchen müssen, wenn der Rohölpreis nicht ihr Wirtschaftswachstum und ihren Wohlstand  strangulieren soll. Hier kommen im wesentlichen drei  Faktoren zum Tragen:

1. Der rasant anwachsende Energiebedarf der dritten Welt. Insbesondere solch bevölkerungsreicher Länder wie China und Indien mit ihrer stark voranschreitenden Industrialisierung und des damit verbundenen steigenden Energiebedarfs. Hier muß auch an die zunehmende, globale Umweltbelastung gedacht werden.

2.  Der durch Seher und Propheten erwähnte Konflikt im Nahen Osten, welcher zu einem einheitlich operierenden Staatenbündnis  der islamischer Länder führen wird. Die erdölfördernden islamischen Staaten werden in Zukunft, bei zunehmender Destabilisierung des Westens, ihre Ölvorräte als politisches Machtinstrument einsetzen, um auch ihren weltpolitischen Intressen Nachdruck zu verleihen.

3.   Durch große Naturkatastrophen und politische Unruhen  in den entsprechenden Fördergebieten, werden massive Energieengpässe und daraus Wirtschaftsprobleme in den Industrienationen entstehen. Die entstehenden Energieprobleme werden schließlich über die menschliche Vernunft siegen, so daß man sich auch auf waghalsige Experimente mit dem Erdmagma einläßt und heute noch scheinbar Unmögliches versuchen wird.




 

BD.Nr  4731
     Den Menschen ist eine Grenze gesetzt in ihrem Verhalten dem gegenüber, was Mein Schöpfergeist erstehen ließ. Sowie sie sich also anmaßen, Naturschöpfungen verändern zu wollen, die eine jede von Mir ihre Bestimmung haben, (nämlich als weise und wohl durchdachte Durchgangsstufen für die Naturseelenentwicklung) dann ist auch die Einstellung der Menschen zu Mir vernunftwidrig. Sie unterschätzen Meine Weisheit und Meine Macht, glauben, sie ausschalten zu können, und versündigen sich somit gegen Mich Selbst, wie auch gegen das, was Ich erschaffen habe. Und dann wird die Grenze überschritten, die Ich gesetzt habe, und die Menschheit zerstört somit sich selbst, weil ihre Weisen falsche Schlüsse ziehen und die Auswirkung ihrer Experimente katastrophal ist.

  Die Menschen glauben, alles erforschen zu können, was Ich ihnen verborgen hielt in Erkenntnis ihrer Unreife für derartiges Wissen (selbst den Code für die Bausteine des Lebens, die Gene, die man nun den Bedürfnissen des Zeitgeistes entsprechend manipulieren will). Die Erde in ihrem Kern ist für die Menschen unerforschlich und wird es bleiben bis zum Ende. Zudem sind im Kern der Erde Kräfte gebunden von ungeheurer Stärke, die Ich gebunden halte, um die Erde in ihrem Bestehen nicht zu gefährden. Nur daß von Zeit zu Zeit Eruptionen erfolgen, wo diesen Kräften ein kurzer Ausbruch gestattet ist, um entwicklungsfähigem Geistigen Gelegenheit zu geben, sich über der Erde zu verformen und also seine Aufwärtsentwicklung zu beginnen.

     Diese Kräfte entfesseln sich mit Meiner Zustimmung, und daher sind die Auswirkungen in Meinem ewigen Heilsplan vorgesehen. Eine Eruption, die also nach Meinem Willen stattfindet, wird auch immer in ihrem Umfang bemessen sein, doch niemals kann menschlicher Wille Einhalt gebieten, niemals kann menschlicher Wille Anlaß dazu sein, weil Ursache und Wirkung kein Mensch erforschen kann. Dennoch maßen sich die Menschen in der letzten Zeit an, forschungsmäßig so weit in die Erde einzudringen, um ihnen unbekannte Kräfte auszulösen, die sie gewinnbringend nützen wollen, und sie bedenken nicht, daß ihr Wissen und ihre Verstandestätigkeit für solche Experimente nicht ausreichend ist. (Dieses „gewinnbringend“ war stets die treibende Kraft für alle wissenschaftlich-technischen Abenteuer der Menschheit, besonders der letzten hundert Jahre.)

  Sie haben also keine Achtung vor Meinen Schöpfungswerken, sie dringen in ein Gebiet ein, das ihnen rein naturmäßig verschlossen ist und das erforschen zu wollen eine Vermessenheit genannt werden kann, rein irdisch gesehen. Vom geistigen Standpunkt aus betrachtet aber, bedeutet es ein Eindringen in das Reich der untersten Geister, deren Bannung von Mir als nötig erkannt und von den Menschen nun widergesetzlich aufgehoben wird, weshalb es sich auch unvorstellbar auswirkt, so Meine ewige Ordnung umgestoßen wird.

  Die Manipulationen gehen darauf aus, Erdkräfte auszuwerten, denen jeder Widerstand nachgibt, und die darum (als Energiequelle) zu allen Experimenten verwendet werden können. Die Menschen aber bedenken nicht, daß diese Kräfte alles aufzulösen imstande sind, was in ihren Bereich kommt. Sie rechnen nicht mit ihrer Gewalt, gegen die Menschenwille und Verstand nichts ausrichten können. Sie öffnen Schleusen, die nie wieder geschlossen werden können, so sie einmal durchbrochen worden sind, denn das Gebiet, das die Menschen nun betreten wollen, ist ihnen fremd, und seine Gesetze kennen sie nicht. Der Kern der Erde ist nicht zu erforschen auf diesem Wege, und unweigerlich ist jeder derartige Versuch rückwirkend, und zwar nicht nur auf die Experimentierenden, sondern auf die gesamte Menschheit. Denn die Grenzen, die Ich gesetzt habe, dürfen nicht überschritten werden laut Meiner ewigen Ordnung, die stets Aufbau, niemals aber Zerstörung begünstigt, und deren Zuwiderhandeln sich also auch gegensätzlich auswirken muß!

     Der Satan selbst legt in die Menschen der letzten Zeit diese Gedanken, er treibt sie an zu diesem Plan, weil er weiß, daß das Zerstören der Schöpfung die Aufwärtsentwicklung des Geistigen abbricht, was er anstrebt in seinem blinden Haß gegen Mich und alles Mir zustrebende Geistige. Doch auch dieser Plan ist, obgleich teuflisch, ein ungewolltes Dienen. Er gliedert sich Meinem Heilsplan von Ewigkeit an. Es entsteht eine neue Erde, wo die Entwicklung ihren Fortgang nimmt, während alles Teuflische erneut in ihren Schöpfungen  gebannt wird.

 


Geophysik der Erde

     An dieser Stelle wollen wir uns einmal, soweit es uns möglich ist, mit der geophysischen Beschaffenheit der Erde auseinandersetzen. Denn erstaunlicherweise wissen wir Heute mehr über das Universum, als über den Planeten auf dem wir leben. Es ist für die Forschung leichter in die Unendlichkeit des Alls zu blicken, als in das Innere der Erde.

     Die Wissenschaftler bewegen sich hier darum in ihren Vorstellungen über das Erdinnere im Wesentlichen in Hypothesen und Denkmodellen, jedoch ohne sichere Erkenntnisse. Dies liegt wie gesagt an der technischen Schwierigkeit, ausreichend tief in das heiße Erdinnere vorzudringen. Die derzeitige Vorstellung vom Erdinneren ist vergleichbar mit der Situation im Mittelalter, als man in Mutmaßungen davon ausging, daß die Erde eine Art Scheibe sei, auf der sich das gesamte Leben abspielt. Alles was jenseits der großen Meere lag war ein Fragezeichen. Beim Erforschen des Erdinneren kann sich die Wissenschaft bis Heute alleine an den Werten seismischer Messungen orientieren, die dann in verschiedenen Denkmodellen und Ansätzen auch für unterschiedliche Theorien herangezogen werden. Die sich mehr oder weniger voneinander unterscheidende Interpretation von gelieferten Daten, ist hinreichend aus allen naturwissenschaftlichen Disziplinen bekannt. 

     In der Seismologie analysiert man das Wesen und die Auswirkungen von Erdbeben mittels der Erdbebenwellen, die sich durch die Erde fortpflanzen und von verschieden dichten Erdstrukturen, auch verschieden umgeleitet oder zurückgeworfen werden. Man arbeitet hier also mit den physikalischen Gesetzen der Resonanz, die jedoch nur ein sehr begrenztes Bild vom Inneren der Erde zeichnen können.

     Auch die bisher erfolgten Tiefenbohrungen, sind gemessen am Gesamtvolumen der Erde nur ein Kratzen an der Oberfläche. Wir werden aber im weiteren Verlauf sehen, daß man nicht in ungeheure Tiefen vordringen muß, um eine globale Katastrophe hervor zu rufen.

Man sieht im Querschnitt, daß die Kruste im Verhältnis zur Erde nicht viel dicker ist, als die Schale eines Apfels. Die Stärke der Erdkruste oder Lithosphäre liegt zwischen 50-150 Kilometern. Unter Gebirgen ist sie dicker als unter flachen Landformationen. Die geringste Stärke befindet sich unter der ozeanischen Kruste, hier mißt sie im Durchschnitt nur 8 Kilometer. So finden sich auch 80% der Magma- oder Lavaauswürfe unter der Wasseroberfläche auf dem Meeresgrund, zumal sich hier auch die Kontinentalplatten begegnen, die wir später bei der Behandlung von Erdbeben noch näher betrachten werden. 
1.0: Anschnitt der vereinfachten Erdstruktur nach derzeitigem wissenschaftlichem Stand.  (modifizierte Grafik aus: Erdbeben - Schlüssel zur Geodynamik.)

 
     Hier nur soviel: Die Erdkruste ist kein zusammenhängendes, starres Gebilde, sondern die Lithosphäre besteht im Wesentlichen aus sieben großen Kontinentalplatten, die praktisch auf der oberen Mantelschicht (der Asthenosphäre) schwimmen.
Die Temperatur nimmt innerhalb der Erdkruste, im für uns meßbaren Bereich, pro Kilometer  um 30° Celsius zu, wovon jeder Grubenarbeiter etwas erzählen kann. Man schätzt die Temperatur in der Asthenosphäre auf 550° -750° Celsius. Die Schätzungen der Wissenschaftler für den äußeren, flüssigen Kern, gehen bis 6000° Celsius.

Die Konsistenz der oberen Mantelschicht stellen sich die Wissenschaftler als ein zähflüssiges Silikatgestein, mit aus der Erdkruste aufgeschmolzenen Eisenlegierungen vor. Der dünnflüssige äußere Magmakern soll dagegen die Konsistenz von Wasser haben. Die Annahme eines festen Erdkerns begründen die Wissenschaftler mit der Vorstellung, daß alle Schwermetalle aus dem Erdmantelbereich, in aufgeschmolzenem Zustand dem Körpermittelpunkt zufließen, wo sie sich unter dem Kompressionsdruck der Planetenmasse wieder zu einem harten Kern verfestigt haben.

     Die Driftbewegungen der Kontinentalplatten führen die Geowissenschaftler auf die sogenannte Mantelkonvektion zurück. Das Entstehen von Konvektionen läßt sich am anschaulichsten durch einen mit Wasser gefüllten Kochtopf erklären. Wird das Wasser erhitzt, so wird die Wärme zunächst durch Wärmeleitung im gesamten Volumen verteilt. Reicht dies jedoch nicht mehr aus, so steigen im Zentrum des Gefäßes Kochblasen (Konvektionszellen) zur Abkühlung an die Oberfläche. Diese Konvektionsströme haben enorme Auftriebskräfte, was man beim Kochen eines Frühstückeies beobachten kann. Obwohl ein Ei durch seine geometrische Form sehr wenig Angriffsfläche bietet, hüpft es doch durch die Konvektionsströme angetrieben durch den Topf. In den Randbereichen sinkt die kühlere Flüssigkeit dann wieder nach unten ab, wodurch ein Zirkulationsvorgang aufrecht erhalten wird. Heißes Material steigt also zur Abkühlung ständig an die Oberfläche und sinkt abgekühlt wieder nach unten, wo es erneut in den Konvektionsprozeß eingegliedert wird. Hierdurch werden - auf die Erde bezogen - heiße Magmaströme aus den unteren Schichten immer wieder in die Asthenosphäre transportiert und tragen zu der Fließbewegung der zähflüssigen oberen Mantelschicht bei. Die Erdkruste kann sich auf der weichen Asthenosphäre, wie auf einem Gleitlager hin und her bewegen. Diese Bewegungen vollziehen sich jedoch nicht in gleichen Verhältnissen der Platten zueinander, sondern es kommt durch die verschiedenartigen Driftrichtungen zu einem ständigen Stauchen, Schieben und Spreizen der Platten. Hierdurch bauen sich in den einzelnen Kontinentalplatten Spannungen auf, die sich immer wieder einmal in Erdbeben entladen. Die Konvektionsströme sind also im Wesentlichen der Motor für die Bewegungen, oder die Drift der Kontinentalplatten.      

 

 Oft sammeln sich die Magmaströme über lange Zeiträume unter der Erdkruste zu sogenannten kleineren, stationären Magmakammern (Durchmesser 5-10 Kilometer), oder zu den großen Hot Spots (50 bis über 100 Kilometer), auf welche ich später noch zurück komme. Durch diese Magmakammern erfährt die Erdkruste (Lithosphäre) eine gewisse Abschmelzung und Porösität in ihrer Beschaffenheit. Hier bahnen sich die unter Druck aufsteigenden Lavaströme mit der Zeit einen Weg ins Freie. Der Druck kann jedoch durch eine veränderte Strömung des Magmazuflusses auch wieder zusammenbrechen, was dann z.B. das erlöschen eines Vulkans zur Folge hat. Es bildet sich dann mit der Zeit eine Verschlußkappe über dem alten Schlot. Kann die poröse Verschlußkappe über solch einer Magmakammer dem erneuten, vielleicht nach Jahrhunderten, oder Jahrtausenden wieder entstehenden Druck nicht mehr widerstehen, kommt es an diesen Stellen dann zu den explosionsartigen Vulkanausbrüchen.
Abb. 1.1:  Aufsteigende Konvektionsströme mit Magmakammer in der Asthenosphäre.
(Grafik aus
Vulkane – Abbild der Erddynamik 1998 Robert u. Barbara Decker).

Lenken wir unsere Aufmerksamkeit nun wieder auf die sich ständig in Bewegung befindenden Kontinentalplatten, die sich im Jahr um einige Zentimeter auf der Asthenosphäre aufeinander zubewegen, voneinander wegdriften und aneinander vorbeischieben. Die aus diesen Bewegungen resultierenden Verspannungen in der Erdkruste, sind zu 90% die Ursache für die sich mehr oder weniger katastrophal auswirkenden Erdbeben (tektonische Beben) auf unserem Planeten.

Neben den Konvektionsströmungen sind die sogenannten Bruchzonen der mittelozeanischen Rücken eine weitere Triebkraft für die ständigen Bewegungen der Erdkruste. Hier quillt, getrieben von der Mantelkonvektion, ständig heißes Magma aus den Tiefen der Erde hervor und führt längst der mittelozeanischen Rücken (auf jedem guten Weltatlas zu sehen), zur Aufspreizung des Meeresbodens. Durch das Auseinanderdriften der Platten erfolgt eine Druckminderung auf das tiefer liegende Gestein, wodurch das Magma leichter nach oben dringen kann. Unter der Kruste sammelt es sich in Kammern, wo es zusätzlich noch weiteres Gestein aufschmilzt, was zu einem Druckanstieg in den Magmakammern führt. Von hier aus gelangt es in vielen kleinen Kanälen schließlich an die Oberfläche, wo es durch das Meerwasser gekühlt, relativ schnell zu Basaltgestein erstarrt. Der Erstarrungsprozeß setzt aber auch schon in den vertikalen Magmakanälen ein und das zu Basaltgestein erstarrende Magma wirkt sich wie ein Keil zwischen den Platten aus. So kommt es zur weiteren Spreizung und Drift der Platten. Die so entstehenden unterseeischen Rücken entwickeln sich unterschiedlich schnell. Im Ostpazifik trennen sich die Platten z.B. mit der relativ hohen Geschwindigkeit von 6-17 cm pro Jahr. Der mittelatlantische Rücken dagegen nur mit etwa 3 cm pro Jahr. Hier entstehen in großen Zeiträumen wieder neue Bodenerhebungen und Gebirge, bis es schließlich zu einem größeren Magmaaustritt, oder sogar einem Vulkanausbruch, als Vorbote eines neu entstehenden Eilandes kommt.