Prophetie
zum Beginn des dritten
Jahrtausends
In
der
folgenden Abbildung ist die Plattendrift anschaulich dargestellt. Die
Südamerikanische Platte und die des östlichen Pazifik schieben sich
übereinander (Subduktion) und haben so die Anden entstehen lassen. Die
Proportionen der Platten sind hier zur besseren Anschaulichkeit
vergrößert dargestellt.

Abb.
2.0: Die Bewegung der
Platten in einem Schnitt durch die Erde. (Aus:Erdbeben,
Schlüssel zur
Geodynamik). | 
Abb.2.1:
Blockausschnitt des Mittelatlantischen Rückens. Topographie
des Meeresbodens im Spreizbereich. Hier tritt
ununterbrochen heißes Erdmagma
auf dem Meeresgrund hervor und bildet im Laufe von
Jahrmillionen neue, unterseeische
Gebirgszüge. (Aus:
Erdbeben-Schlüssel zur Geodynamik). |
Kommt es
durch die Verschiebungen der Platten zu sehr großen Verspannungen, wird
das
feste Material der Kruste überdehnt und bricht am schwächsten Punkt.
Hierdurch
kommt es zu einer schlagartigen Entspannung, was wir als Erdbeben
registrieren.
Nach einem Hauptbeben sind oftmals, als Folge des neuen
Lagerungsprozesses der
Erdkruste in der betroffenen Region, bis zu 50 kleine Nachbeben zu
beobachten. Von Zeit zu
Zeit können jedoch auch heftige Erdbeben in größerer Tiefe entstehen,
wie das
Beben am 9 Juni 1994 in Bolivien. Durch die inzwischen gut
ausgestatteten
Meßstationen konnte man das Beben ziemlich genau in einer Tiefe von 630
km
lokalisieren. Es verursachte nur wenig Schaden, wurde jedoch noch bis
Montreal
spürbar registriert. Die Wissenschaftler sind sich noch nicht im Klaren
darüber, durch welche innerplanetarischen Prozesse diese Beben
hervorgerufen werden.
Dies liegt vor allem an der undifferenzierten Vorstellung vom Inneren
unseres
Planeten, in das uns später die Neuen Offenbarungen noch einen
detaillierteren
Einblick geben werden. Eine zur Zeit vertretene Theorie vermutet, daß
Plattenbrüche in der Subduktionszone für diese tiefgelegenen Erdbeben
verantwortlich sind. Am Rande sei noch gesagt, daß auch unterirdische
Atombombentests Erdbeben verursachen können.
Es ist also verständlich, warum sich die meisten Erdbeben in
den Kontaktzonen der Kontinentalplatten ereignen. Besonders die
Pazifische
Platte weißt mit 80% aller registrierten Erdbeben eine große Unruhe
auf. Dazu
befinden sich auch noch 75% aller bekannten Vulkane im sogenannten
Feuergürtel
rund um die Pazifische Platte. Verursacht wird diese Situation durch
zahlreiche
Stauchzonen – d.h., hier schieben sich die verschiedenen Platten
gegeneinander
(Kompressionsspannung), oder eine Platte rutscht unter eine andere
hinweg in
die Tiefe, wie in Abb. 2.0 zu sehen. Die Erschütterungen sind hier
wesentlich
heftiger als in einer Spreizzone, wie es der Mittelatlantische Rücken
ist. Das
erklärt auch, warum die Beben in der zweiten großen Grenzlinie von den
Azoren
über den Mittelmeerraum, bis nach Südostasien im allgemeinen schwächer
sind.
Die Grenzlinien der einzelnen Platten sind auf der folgenden
Abbildung 2.3
zu sehen. (Abb.
2,3: Die gegenwärtigen
Hot-Spots in ihrer Beziehung zu den, durch rote Grenzlinien
gekennzeichneten
Kontinentalplatten. (Aus:
Vulkane–Abbild der
Erddynamik.) Zu den Hot Spots später
noch mehr.
Jährlich werden etwa 120 Erdbeben der Stärke 5-6 (Richter-Skala) auf
unserem Planeten gemessen. Zehnmal stärkere Beben (Skala 7) dagegen
treten nur
noch etwa 15 mal pro Jahr auf. Und mit 100 mal stärkeren Beben rechnet
man 2
mal pro Jahr. Da man zum Erfassen der Stärke eines Bebens eine
logarithmische
Skala benutzt heißt das, daß ein Beben der Stärke 8,6 nicht die
doppelte
Energie freisetzt wie ein Beben der Stärke 4,3 , sondern es ist 10.000
mal so
stark!
Das
20. Jahrhundert begann im Jahr 1906 mit einem der verheerendsten
Erdbeben der
Neuzeit. Es zerstörte die Stadt San Francisco fast vollkommen, tötete
ca.2000
Menschen und machte 250.000 obdachlos. Die meisten Menschen wurden bei
diesem
Erdbeben durch einstürzende Gebäude und eine Feuersbrunst getötet; fast
alle
Häuser bestanden damals noch aus Holz. Noch schlimmer traf es Japan
dann im
Jahre 1923 beim sogenannten Kwanto-Beben, das in der Mittagszeit, als
viele
Menschen sich im nahen Jokohama und in Tokio auf den Straßen befanden,
nicht
unerwartet eintraf. Das Epizentrum lag in der Sagami-Bucht, 91km von
Tokio und
64km von Jokohama entfernt. Die Anzahl der Todesopfer belief sich auf
etwas
über 120.000 Menschen, bei einer entsprechenden Zerstörung der leicht
gebauten
Häuser. Eine über 12 Meter hohe Flutwelle im Küstenbereich zerstörte
alle
anliegenden Ortschaften und in der Kleinstadt Odawara wurden alle 5.500
Häuser
dem Erdboden gleichgemacht. Seitdem man aber die Auslösmechanismen von
Erdbeben
besser erforscht hat und über Frühwarnsysteme verfügt, konnte man schon
manche
große Katastrophe verhindern. So z.B. am 5 Februar 1975 in der
chinesischen
Stadt Haicheng, 500km nordöstlich von Peking. Die Behörden forderten
die
Bevölkerung auf, sich im Freien aufzuhalten, da man mit einem Beben zu
rechnen
habe. Auf einem großen öffentlichen Platz wurden 12 Stunden lang Filme
gezeigt,
bis schließlich um 19:36 ein Beben mit der Stärke 7,3 losbrach und 90%
der
Häuser zerstörte, aber „nur“ 1000 Menschen das Leben kostete.
Das
der Mensch die Naturgewalten jedoch niemals unter seine Kontrolle
bekommt,
zeigte schon im Jahr darauf ein unerwartetes Beben in der chinesischen
Stadt
Tangshan, das verheerende Auswirkungen hatte und nach offiziellen
chinesischen
Angaben 250.000 Tote forderte. Nach inoffiziellen Angaben spricht man
von ca.
650.000 Toten.

Hot Spots sind heiße
Magmafelder, die sich unmittelbar unter
der Erdkruste in der Asthenosphäre befinden (siehe Abb. 2.3). Weil sie
von der
sich nur geringfügig verändernden Mantelkonvektion gespeist werden,
kann man
sie über lange Zeiträume als stationär bezeichnen. An diesen Stellen
wird die
Erdkruste dann aufgeheizt und porös; es kommt zu Abschmelzungen der
Basaltschichten. Da sich aber die Kontinentalplatten in ständiger
Bewegung/Drift befinden und ihre Lage im Laufe der Erdgeschichte
relativ zur
Asthenosphäre fortlaufend verändern, wird entlang der Bewegungsrichtung
quasi
eine Sollbruchstelle in die Erdkruste gebrannt. Hier findet das Magma
leichter
einen Weg an die Oberfläche und es kann auch hier, neben den
Randbereichen der
Kontinentalplatten, zur Vulkanbildung kommen. Sie ist jedoch mit 5%
relativ
gering gegenüber den 95% der Vulkane im Randbereich der Platten. Die
Hawaii
Inselgruppe liegt zum Beispiel über solch einem Hot Spot. Die
erloschenen
Vulkane/Inseln im Nordwesten haben den Hot Spot bereits passiert,
während die
im südwestlichen Teil des Inselbogens liegenden Vulkane noch mit dem
Magmasee
verbunden, also tätig sind. Man kennt derzeit 40 solcher Stellen mit
erhöhter
Wärmeausstrahlung (Hot Spots) auf der Erde.
Man unterscheidet zwei
Gruppen von Vulkanen.
1.
Vulkane
mit
dünnflüssigem Magmaauswurf.
Lavatemperatur
1050-1200°
2.
Vulkane mit dickflüssigem Magmaauswurf.
Lavatemperatur
900-950°
Der
Ätna in Italien und der Kilauea auf Hawaii sind z.B. Vulkane der ersten
Kategorie, die man Basaltvulkane nennt. Die dünnflüssige Konsistenz der
Lava
resultiert aus dem silikatarmen Material des aufgeschmolzenen
Erdmantels. Gase
können aus dem heißen Magma der Basaltvulkane relativ gut entweichen.
Von daher
ist die Explosionsneigung der Basaltvulkane auch sehr gering. Ein
typisches
Merkmal sind die offenen Feuerschlote mit einer Fahne von austretenden
Gasen
und Wasserdampf. Basaltvulkane befinden sich meistens über Hot Spots
innerhalb
der Kontinentalplatten, wodurch man auf die dünnflüssige
Beschaffenheit, des sich in den Hot Spots befindlichen
Magmas schließen kann.
Wenn
sich die Wissenschaftler über Experimente mit dem Erdmagma Gedanken
machen,
dürften wohl die Hot Spots auf Grund ihrer Lage, neben der
dünnflüssigen
Konsistenz und der relativ geringen Tiefe des Magmas, die geeigneten
Stellen
für solche Vorhaben sein. Die zweite
Gruppe, die sogenannten
Andesit-Vulkane, enthalten silikatreiche Schmelzen mit über 60%
Kieselsäureanteil, was die Konsistenz des Magmas so zähflüssig macht.
Man nimmt
an, daß dieses Magma aus den Subduktionszonen (siehe Abb.2.2) oder
entsprechendem Mantelmaterial aufgeschmolzen wird.
Bei einem
Temperaturunterschied von 150°C zu den Basaltlaven, zeigt das Lava der
Andesit-Vulkane, eine um 2000mal zähere Konsistenz. Andesit-Vulkane
sind darum
auch sehr Gasreich und enthalten vor allem viel Wasserdampf. Diese
Vulkane sind
auf Grund ihrer Beschaffenheit hochexplosiv! Oft verschließt das zähe
Lava den
Schlot, bis der aufgestaute Druck sich durch eine heftige Explosion
entlädt und
eine große Menge Gase freigesetzt werden. Der größte Vulkanausbruch des
20.Jahrhunderts ereignete sich im Jahre 1902 in Guatemala beim Ausbruch
des
Santa Maria. Dabei wurden etwa 10 Kubikkilometer Material in die
Atmosphäre
befördert. Bis auf den heutigen Tag ist dieser Vulkan, der tausende von
Menschenleben forderte, nicht mehr zur Ruhe gekommen. Fast täglich
kommt es zu
kleinen Ascheeruptionen und doch besiedeln Heute wieder mehr als
300.000
Menschen die unmittelbare Umgebung dieses Vulkans.
Die beiden verheerendsten Vulkanausbrüche
die uns bekannt sind, ereigneten sich im 19. Jahrhundert in Indonesien.
Beim
Ausbruch des Tambora im Jahre 1815 wurden etwa 175 Kubikkilometer
Material (das
ist die unvorstellbar große Menge eines Blockes von 175 Kilometer
Breite, Länge
und Höhe), und beim Ausbruch des Krakatau 1883, wurden 20
Kubikkilometer
Material in die Atmosphäre freigesetzt.
Bis zum Jahre
1980 sind vergleichsweise wenig Vulkane ausgebrochen, jedoch
verzeichnen wir
seitdem eine auffallende Häufung von schweren Ausbrüchen. 1980 der Mt.
St.
Helens (USA), 1982 der El Chichon (Mexiko), 1982 der Galunggung
(Indonesien),
1985 der Nevado del Ruiz (Kolumbien), 1990 der Hekla (Island), 1991 der
Pinatubo und 1993 der Mayon (Philippinen), der seitdem auch nicht mehr
zur Ruhe
gekommen ist. Daneben noch etliche andere, wie der Ätna in Italien, der
seit
einigen Jahren wieder eine deutliche Regsamkeit zeigt.
(Über den Botton "Endzeitnachrichten"
kommen Sie zu unserer Katastrophenstatistik!)
die Darstellung eines Vulkanausbruches ein Gefühl dafür vermitteln,
welche
Kräfte hierbei freigesetzt werden können.

Die unbewohnte Insel Krakatau, mit einer
Erstreckung von fünf mal neun Kilometern, lag in der Sundastraße
zwischen Java
und Sumatra. Gekennzeichnet wurde das Bild des Eilandes von drei
Vulkankegeln.
Bereits im Jahre 1880 waren erste Erdstöße in der Region zu spüren.
Veränderungen in der unteren Bodenstruktur durch erhebliche
Abschmelzungen des
festen Erdmantels, oder Erdbeben, sind häufig auslösende Momente für
Vulkanausbrüche und dürften auch hier der auslösende Faktor gewesen
sein.
Unmittelbar vor dem ersten Ausbruch am 20 Mai, registrierte man vom
9-10 Mai
einen Schwarm kleiner Erdbeben. „Eine gewaltige helle Dampfsäule stieg
in
kurzer Zeit in eine Höhe von 11.000 Metern empor“, berichtete der
Kapitän des
deutschen Kriegsschiffes „Elisabeth“, das sich gerade durch die
Sundastraße
bewegte. Hier ist, durch die Erdbeben bedingt, wohl eine größere Menge
Meerwasser
in die Magmakammer eingedrungen, wodurch es zu dieser enormen
Wasserdampfsäule
kam. Am 26. August erfolgte dann die Haupteruption mit einer gewaltigen
Explosion, die eine Aschewolke bis in die Höhe von 50 Kilometern
emporschleuderte. An den umliegenden Küstenbereichen gab es einen mit
glühenden
Steinen vermischten Ascheregen. Schiffsbesatzungen kämpften mit der bis
zu
einem Meter pro Stunde wachsenden Ascheschicht auf ihren Decks, durch
welche
ihre Schiffe unterzugehen drohten. Die gigantische Explosion wurde noch
in
4.500 Kilometer Entfernung gehört und wurde vielfach für Kanonendonner
gehalten. Am 27. August kam es dann zu einem noch stärkeren Ausbruch,
mit einer
Reihe von schwersten Explosionen, die noch in Zentralaustralien und
Madagaskar
gehört wurde. Bis zu 40 Metern hohe Flutwellen (Tsunamis) überrannten
die
Küstenregionen und forderten auf den benachbarten Inseln Java und
Sumatra
36.500 Tote. Die Stadt Pencimbang, 15 Kilometer im Landesinneren
gelegen, wurde
überflutet und vollkommen zerstört. Ein Dampfschiff wurde 2,5 Kilometer
ins
Landesinnere getragen. Das Hafenbecken der Insel Rodriguez vor der
afrikanischen Ostküste (4.500km entfernt), stieg am gleichen Tag
während der
Ebbe um 2 Meter an, um sofort wieder zu fallen. Die Flutwelle war noch
im 7.000
Kilometer entfernten Aden zu erkennen. Eine Luftdruckwelle breitete
sich mit
der Schallgeschwindigkeit von 1.200 km/h aus, und umrundete den Erdball
sieben
mal.
Innerhalb von 23 Stunden förderte der
Vulkan 18 Kubikkilometer Asche in
eine Höhe von 50 Kilometern empor,
wobei grobes Material noch bis zu 20
Kilometer emporgeschleudert wurde. Die Rauchfahne war noch in einer
Entfernung von 700 Kilometern mit bloßem Auge zu sehen, das entspricht
der
Entfernung Hamburg-Alpen. Asche und Lava
lagen auf den umliegenden Inseln bis
zu 100 Meter hoch. Ein Schiff registrierte noch in 6.000 Kilometer
Entfernung Ascheregen und nach 13 Tagen hatten die Aschewolken den
Erdball
umrundet. Die Sonnenuntergänge waren in Folge noch für Monate ein
beeindruckendes Naturschauspiel mit einer Farbpalette von glutrot bis
bernsteinfarben. Für drei Jahre wurde, durch Eintrübung der Atmosphäre,
die
globale Mitteltemperatur um 0,5 Grad abgesenkt. Rund um Krakatau war
der
Meeresboden durch die ausgeflossene, erstarrte Lava um 40 Meter
angestiegen.
Als alles vorüber war, hatte sich an der Stelle der einstigen Insel
unter dem
Meeresspiegel ein 300 Meter tiefer Riesenkrater (Caldera) mit einem
Durchmesser von 7.000 Metern gebildet.
Die Insel war explodiert, eingeschmolzen oder in Asche aufgelöst
worden. Welche
unvorstellbaren Energien wurden hier freigesetzt! Man nennt solche
ungewöhnlich, gewaltigen Ausbrüche „Hyperparoxismus“
(Rieseneruptionen).
Katastrophen von diesen globalen Dimensionen sollten den fortschritt-
und
technikgläubigen Menschen von Heute dazu anregen, sich wieder in einer
gesunden
Relation zu den Schöpfungen Gottes einzuordnen und das Leben mit mehr
Achtung
und Ehrfurcht zu betrachten. Wir verblassen mit all unseren technischen
Errungenschaften zu einem schemenhaften Nichts, im Vergleich zu diesen
entfesselten Gewalten.
Vermischt
sich das Magma im Erdinneren mit zufließendem Grundwasser/Meerwasser
kommt es
zu Dampfexplosionen, wie bei der Explosion des Krakatau. Bei
Landausbrüchen
kommt es hierbei oft zu einer Schlammflut, wie dies beim Ausbruch des
schneebedeckten Mount St. Hellen USA im Jahre 1980 zu beobachten war.
Hier war
der schon lange erloschene Vulkankegel mit Schnee angefüllt. Das in den
wieder
erwachten Vulkan eindringende Schmelzwasser löste zu Wasserdampf
kondensiert,
in Verbindung mit dem Schmelzwasser der Berghänge, beim Ausbruch des
Vulkans eine gewaltige, heiße
Schlammflut aus. So auch 1985 beim Ausbruch des Nevado del Ruiz in
Kolumbien wo
20.000 Menschen in solch einer Schlammflut umkamen. Erinnern wir uns
hier an
das Lindenlied in dem es heißt: „Eine große Stadt der Schlamm
verschlingt, eine
andere mit dem Feuer ringt!“ Der Seher dürfte in seinen
Zukunftsschauungen ähnliche Vorgänge, wie sie oben beschrieben sind,
gesehen
haben.
Wenden wir uns
nun einer Form des Vulkanismus zu, die wie ich meine, im direkten
Zusammenhang
mit diesem Kapitel des Feuergerichtes steht: Den plinianischen Säulen.
Plinius der Ältere (23-79 n. Chr.) war
Staatsbürger Roms und lebte am Fuße des Vesuv in der Stadt Pompeji, in
der er
beim Ausbruch des Vesuv im Jahre 79 n.Chr. ums Leben kam. Er hat sich
wohl
eingehend mit dem Vulkan beschäftigt und seine Beobachtungen gemacht,
denn es
liegt eine historische Beschreibung eines früheren Ausbruches vor. Er
hat dabei
vor allem auf eine gewaltige Eruptionssäule sehr flüssigen Magmas
hingewiesen,
welche darum als „plinianische Säulen“ bezeichnet werden.
Eruptionssäulen entstehen, wenn
spezifisch leichtes, kieselsäurearmes Magma mit hoher
Eruptionsgeschwindigkeit
durch enge Schlote, von weniger als 200 Metern Durchmesser gedrückt
wird. Bei
entsprechenden Auftriebskräften durch die Konvektionsenergie und den
angereicherten
Druck in den Magmakammern, können solche Lavasäulen in eine Höhe von
über 30 (dreißig) Kilometer
emporschießen! Ab einer gewissen Höhe, je nach Eruptionsdruckt, fällt
die Säule
dann in sich zusammen und fließt unmittelbar nach dem Bodenkontakt wie
eine Flutwelle davon. Solche
pyroklastischen Ströme sind je nach der geographischen Beschaffenheit
enorm
schnell und können beobachtete 200km/h
erreichen.
Aus den Vorkommen der Ignimbritdecken
(erstarrte Schmelztuff aus dem Pyro-Magma) auf unserem Planeten weiß
man, daß
sich solche Lavafluten über 1000 Meter hohe Berge und bis zu 150
Kilometer weit
ergossen haben. Solche pyroklastischen Ströme bewegen sich quasi in
einem
flüssigen Zustand. Neben den Basaltdecken bilden die Ignimbritdecken
die
größten kontinentalen Vulkanitmassen auf unserem Planeten. Die
„plinianischen
Säulen“ waren also im Verlaufe der Erdgeschichte keine seltenen
Erscheinungen.
Durch einen Brief von Plinius dem
Jüngeren, an seinen oben schon erwähnten Onkel wissen wir, daß der
Vesuv am 24.
August des Jahres 79 n.Ch. ausbrach, denn der Brief erreichte seinen
Adressaten
nicht mehr, der wie alle 10.000 Einwohner der Stadt in kürzester Zeit
unter
einer fast zehn Meter hohen Asche- und Bimssteinschicht begraben wurde.
Die
gesamte Gipfelregion des Vesuv wurde mit einem ohrenbetäubenden Knall
weggesprengt und aus der Südseite ergoß sich ein Lavastrom über die
Stadt
Pompeji. Die Stadt, die sich ursprünglich in einer Distanz von 500
Metern zum
Meer befand, lag nach der Katastrophe 2.500 Meter vom Meer
entfernt.
Plinianische
Säulen können aber auch den drohenden Einbruch eines Kraters anzeigen,
wodurch
dann eine Caldera (großer Krater) mit bis zu zehn Kilometer Durchmesser
entstehen kann. Beim oben beschriebenen Ausbruch des Krakatau befand
sich
dieser Krater - Gott sei dank - unter dem Wasserspiegel (schnellerer
Abkühlungs-
und Erstarrungsprozeß) und es handelte
sich um einen Andesit-Vulkan mit silikatreichem, also zähflüssigem
Magma.
In der Vorzeit hat es auf unserem
Planeten des öfteren große Katastrophen und Krisen in der Entwicklung
des
Lebens gegeben, mit einer daraus folgenden, massenhaften Auslöschung
der
Lebensformen. Über die Ursachen dieser Rückschläge für das Leben steht
die
Wissenschaft bis Heute in kontroversen Diskussionen. Neben den schon
erwähnten
Meteoriteneinschlägen gibt es auch die Vorstellung von erhöhten
Driftbewegungen
oder Einbrüchen der Kontinentalplatten, mit einer daraus resultierenden
großen
Vulkantätigkeit. Es muß in der Vorgeschichte zu gigantischen Eruptionen
auf der
Erde gekommen sein, wovon Heute noch einige Riesencaldere zeugen. Erst
durch
die moderne Satellitenforschung ist man auf diese, bisher wegen ihrer
Größe
unentdeckten Riesencaldere gestoßen. So befindet sich 950 Kilometer
östlich des
Yellowston Park in Amerika eine Caldera, die an ihrer breitesten Stelle
einen
Durchmesser von 70 Kilometer
aufweist. Man nimmt an, daß hier ca. 1000
Kubikkilometer Bimsstein ausgestoßen wurden (eine unvorstellbare Menge,
die
eine kleine Eiszeit verursachen würde). Weitere Riesencaldere finden
sich noch
in Long Valley-Kalifornien, und in New Mexiko die Valles-Caldera, so
wie auch
noch in Argentinien und Bolivien. Sie zeugen von unvorstellbar
gigantischen
Eruptionen, die sich hier auf der Erde ereignet haben müssen.
Welche
Auswirkungen der großflächige Austritt pyroklastischer Lavaströme aus
einer
Caldera haben würde, können wir vielleicht aus den Andeutungen des
Feuergerichtes, welches uns durch die Propheten Gottes übermittelt
wurden,
erahnen. Die Lage der bekannten Riesencaldere befindet sich vor allem
im
inneren der Kontinente, also dort, wo die Erdkruste relativ dick ist.
Man nimmt
an, daß langlebige Hot Spots genug Zeit und Konvektionsenergie besaßen,
um die
Erdkruste von unten aufzuschmelzen, bis es schließlich zum Durchbruch
des
Magmas kam.
Rechts sehen Sie die Abbildung des Mount Mazama, einer Caldera an der
Westküste der Vereinigten
Staaten. Der Heute mit Wasser gefüllte Auswurfkrater hat einen
Durchmesser von
bis zu 10 Kilometer und gehört damit nicht zu den Riesencalderen. Doch
schon in
dieser Größenordnung können wir uns das Feuerinferno, daß sich beim
Ausbruch
solch eines Riesenventils ereignet hat kaum vorstellen. Wir machen uns
zu
selten bewußt, daß gravierende Naturkatastrophen nicht nur ein Relikt
prähistorischer Urzeiten sind, sondern daß solch gewaltige
Erschütterungen der
Natur auch in unseren Tagen stattfinden können, und nach den Aussagen
der
Propheten auch stattfinden werden.
Die Hauptgefährdung bei
Vulkanausbrüchen besteht in
folgenden Punkten:
Es
kommt zur Lebensgefahr
• durch
austretende Lavamassen/Lavaflüsse
• durch
ausgestoßene Aschewolken
• durch
Schlammströme
• durch
austretende Gase
• durch
sauren
oder ätzenden Niederschlag • bei
großen
Ausbrüchen durch lang anhaltende Klimaveränderungen
Ich
glaube,
daß nach dieser kleinen Exkursion durch die Geophysik der Erde
verständlich
ist, warum uns über das eigentliche Feuergericht keine genauen Details
offenbart wurden. Es geht Gott nicht darum das Gemüt der Menschen zu
erschüttern, sondern Er will uns durch dosierte Offenbarungen aus
unserem
geistigen Todesschlaf wecken und auf zukünftige Ereignisse vorbereiten,
die
scheinbar unabwendbar eintreffen werden.
Kommen wir nun zu den
Ausführungen die uns durch J.Lorber, bezüglich
des
inneren Aufbaus der Erde gegeben wurden. Wir finden in dem von
1846-1847
niedergeschriebenen Werk „Erde und Mond“, eine sicherlich auch für
einen
Geophysiker interessante Beschreibung des
inneren Aufbaus der Erde.
Schon
vor über 150 Jahren, als die Wissenschaft noch vor einem großen
Fragezeichen
bezüglich des inneren Aufbaus der Erde stand, wurde der Menschheit hier
ein
Bild gegeben, das erst in unserer Zeit eine Teilbestätigung durch die
Wissenschaft erfährt. Bei den nun folgenden Auszügen aus diesem Werk
sollten
wir nicht dem Irrtum eines physischen Vergleichs der Beschaffenheit der
Erdorgane, mit den menschlichen oder tierischen Organen erliegen. Die
Darstellungen in „Erde und Mond“ sind Funktionsbeschreibungen der ganz
„eigenartigen“ irdischen Organe, analog zum
menschlichen Körper. Wir haben es also mit einem vergleichenden
„WIE“
zu tun!
JL.EuM
5,5-6+
13-14
(Der Herr:) ..... Wie sieht demnach der innere Bau der Erde aus?
Um diesen einigermaßen gründlich zu beschauen,
muß vorerst das aufgefaßt werden, wie nicht nur die Erde, sondern sogar
ein
jedes Gewächs, eine jede Frucht am Baume, sowie jedes Tier und endlich
der
Mensch selbst sich körperlich gewisserart in drei Körper in sich selbst
absondert (unterscheidet).
Gehen wir zu einem Baume. Was ist wohl
das erste, das wir an ihm entdecken? Es ist die Rinde, die sich wieder
in sich
selbst absondert in die äußere, tote und in die innere, lebendige
Rinde, Splint
genannt; das ist der erste Baum. (Wir
erkennen hier unschwer den Hinweis auf die Lithosphäre und die
Asthenosphäre ) Der
zweite Baum, von dem ersten ganz verschieden,
ist das eigentliche feste Holz (unterer
Mantel ab hier beginnen die Fragezeichen für die Wissenschaft),
eine
Kombination von zahllosen Röhrchen (Kanälen),
die da nebeneinander in der schönsten Ordnung fortlaufen. Das ist der
zweite
Baum. Der dritte, oder innerste Baum ist der Kern, gewöhnlich eine
weitere
Röhre, die durchaus mit einem schwammartigen Zellengewebe angefüllt
ist, welche
Zellen die Säfte aus der Erde vorerst einsaugen, in sich läutern
(Stoffwechsel)
und dann durch ihre
extensive (ausdehnende)
und
kompressive (zusammenziehende)
Kraft
in alle die zahllosen Organe des anderen Baumes hinaustreiben.
Innerhalb der äußeren Erdrinde, die bei
zwanzig deutsche Meilen (eine
deutsche
Meile/geogr. Meile = 7.42 km), mitunter wohl auch weniger
dick ist
(deckt sich mit den
Wissenschaftlichen
Angaben), fängt die zweite Erde an (Asthenosphäre).
Das ist der eigentlich festeste Teil des (inneren)
Erdkörpers, freilich wohl nicht allenthalben gleichfest, aber
dessenungeachtet
noch überall fest genug, um die über sie ausgebreitete äußere Erdrinde
mit der
größten Leichtigkeit zu tragen. (Die
Erdrinde wird hier lediglich als ein totes Abfallprodukt des lebendigen
Erdkörpers dargestellt!)
Innerhalb (unterhalb)
dieser zweiten Erde (Asthenosphäre)
ist endlich der eigentlich lebendige
Teil des inneren Erdkörpers oder das Eingeweide (unterer Mantel)
desselben, in welchem Eingeweide erst so ganz
eigentlich das Herz des Erdkörpers
sich befindet......
JL.EuM 1,12-13
.....Ich sehe es euch schon durch und durch an, daß ihr in euch schon
fraget: Wie sieht dieser Schwerpunkt (Erdherz
– ist aber nicht Raummittelpunkt) der Erde dann aus?
Woraus besteht er?
Ist
er ein Diamantklumpen, oder ist er etwa pures Gold oder Eisen (die
derzeit aktuelle Theorie) oder etwa
ein Magnet? Oder ist er gar ein hohler Raum, erfüllt mit nichts als
einem ewig
unerlöschlichen Feuer, und dient etwa wohl gar zum Aufenthalte der
Verdammten
und führt den respektablen Titel „Hölle“ (mittelalterliche
Glaubensvorstellung)......
Da sage Ich: Von allem dem ist im Schwerpunkte der Erde keine
Rede, ebensowenig wie physisch genommen bei dem Herzen eines Menschen
von allem
dem die Rede sein kann. Das Herz ist weder ein Diamant noch ein
Goldklumpen,
noch ist es Eisen und Magnetstein und ebensowenig ein hohler, mit Feuer
erfüllter Raum, sondern das Herz ist physisch betrachtet ein überaus
kunstvolles Zellengewebe....
JL,EuM
2,1-4
+ 10-11
Ich sagte
schon oben, daß er (der
Erdschwerpunkt) eine
ganz ähnliche Beschaffenheit hat, wie da ist die des menschlichen oder
wohl
auch eines tierischen Herzens. Es ist dieser Schwerpunkt sonach
ebenfalls ein
im Verhältnisse zum großen Erdkörper stehendes großes Erdherz, welches
ebenso
wie das Herz im Menschen der Webstuhl oder die Werkstätte des gesamten
organischen
Lebens der Erde ist.
Wie
groß, fraget ihr, wohl dieses Herz sein dürfte? Ihr wisset es ja, daß
bei Mir
in allen Dingen diejenige Proportion getroffen ist, die da notwendig
ist; also
ist es auch sicher bei dem Herzen der Erde der Fall. Wie da die Erde
groß ist,
so muß auch ein verhältnismäßig großes Herz oder Schwerpunkt in selber
vorhanden sein, damit indessen zahllos vielen Gemächern jene Kraft
erzeugt
werden kann, die da hinreichend mächtig ist, alle die
verschiedenartigen
Lebenssäfte der Erde in die weitgedehnten Organe hinauszutreiben und,
wenn die
Säfte ihren Dienst verrichtet haben, sie dann zur ferneren Sättigung
wieder an
sich zu ziehen.
Aus dem
geht hernach hervor, daß das Herz der Erde so ziemlich groß sein muß;
jedoch
kann selbes mit einer genauen Maßzahl aus dem Grunde nicht völlig genau
bestimmt werden, weil dieses Herz der Erde je nach der Notwendigkeit
bald um
ein bedeutendes erweitert, bald wieder um ein bedeutendes verringert
wird. Aber
so im Durchschnitte kann wenigstens der Platz für diesen Schwerpunkt
auf
Hundert (deutsche)
Meilen im Durchmesser
angenommen werden....
Woraus
aber besteht dieses sogenannte Herz der Erde?
Dieses
Herz der Erde ist nicht so sehr irgendeine Materie, als wie da etwa das
Herz
eines Tieres oder eines Menschen, sondern dieses
Herz ist mehr eine substantielle Kraft, die in einem dazu geschickten,
aber sonst festen Organismus sich wirkend
bewegt und durch dieses Wirken auf den ganzen anderen Organismus des
Erdkörpers
seine Wirkung äußert.
Es
wird euch wohl in den nördlichen Gegenden der Erde ein gewisses Metall
unter
dem Namen Platin schon oft vorgekommen sein, sehet dieses Metall ist
schon
etwas ähnliches derjenigen Materie, welche als Organismus der waltenden
Zentralkraft der Erde dient; jedoch müßt ihr euch dabei nicht etwa
denken, als
sei dieses Metall etwa ganz dieselbe Materie, aus welcher obbesagter
Organismus
besteht. Überhaupt müßt ihr euch das
Innere der Erde nicht von gleicher materieller Beschaffenheit denken
mit
derjenigen Materie, welche die Oberfläche der Erde zur Schau bietet¸
denn
dies ist nur eine äußere, unfühlbare Haut der Erde, während das innere
derselben sich wie Fleisch und Blut zur
Außenhaut.... verhält; und sonach kann Ich euch für euch faßlich über
die
innere Materie nichts anderes sagen als:
Diese
ist eine Art Fleisch, Blut und Knochen, welches tierische
Bestandsmaterial des
Erdkörpers aber dennoch nicht als ein völlig Ähnliches und gleich
Beschaffenes
eines tierischen Körpers zu betrachten ist, sondern es ist ganz
eigentümlich also nur ein Erdfleisch und
Erdblut und Erdknochen.
JL.EuM
4,16-20
(Der Herr:)....Für das materielle Auge
beschaulich, wenn es möglich wäre, würde sich dieser in dem Erdkörper
agierende
Schwerpunkt als ein Feuer darstellen,
welches in für euch unglaublicher Schnelligkeit die bestimmten Organe
der Erde,
die dazu geeignet sind durchzuckt und dadurch die zur Erhaltung des
Erdkörpers
in allen Teilen desselben erforderliche Reaktion bewirkt.
Könntet
ihr aber dieses Feuer mit geistigen
Augen betrachten, so würdet ihr da ein zahlloses
Geisterheer entdecken, das eben von meinem Willen hier gehalten und zu
der
zweckmäßigen bestimmten Tätigkeit angetrieben wird. (Feuergeister!!
Erinnern
wir uns hier an die Kundgabe aus RB.2 268,8-11 in der es heißt: Darum
wirst du Trillionen Feuergeister entdecken, die
mit aller Gewalt kaum zurückgehalten werden können, diese Erde samt
allem, was sich in ihr, auf ihr und über ihr
befindet, mit ihrem ungerechten Grimm in Asche und Staub zu verwandeln.)
Das
sind demnach die Urgrundgeister gebannt zur tätigen Belebung jener sie
umgebenden Materie, durch die sie zeitgerecht endlich Selbst höher und
höher
aufsteigen und dann, in leichtere Materie gekleidet, von Stufe zu Stufe
in das
vollkommene freie Leben übergehen können.
Diese Art Geister, die sich dem sinnlichen Auge als ein Feuer
darstellen,
bestimmen sonach den tätigen und die ganze Materie belebenden
Schwerpunkt.
Wie gestaltig aber durch diesen
Schwerpunkt durch die verschiedenen Schichtungen des Erdkörpers, d.i.
durch
dessen Knochen, Eingeweide, Fleisch und Blut auch die zahllosen
Nebenschwerpunkte des Erdkörpers zur zweckdienlichen Tätigkeit
angetrieben
werden, davon wollen wir in der nächsten Mitteilung das Nähere
dartun......
JL.EuM
5,2-3
....Durch den Puls- oder Triebstoß des
Herzens, der von 6 zu 6 Stunden sich wiederholt, werden die
verschiedenartigsten Erhaltungssäfte des Erdinneren in alle Teile des
Erdkörpers getrieben, und es bedarf da keiner zweiten, vierten oder
fünften
andersartigen Triebkraft; da hängen demnach alle Erscheinungen als
Erdkörper-Lebensprozeß von dieser alleinigen Triebkraft ab.
Flut und Ebbe und sonstige
Erhöhungen der äußeren Erdrinde, wie auch die davon abgeleiteten Winde
haben
alle da ihren Ursprung. Denn dieses Herz der Erde vertritt zugleich
auch die
Stelle der Lunge im tierischen Körper, woraus dann erklärlich ist, daß
sowohl
die regelmäßigen als auch die unregelmäßigen Ausdehnungen und
Wiederzusammenschrumpfungen
des Erdkörpers lediglich daherrühren....
Kommen wir nun zu einem Organ, das mit dem Thema dieses Kapitels in
direktem Zusammenhang steht. Es ist die irdische Milz, als die
Feuerwerkstätte
unseres Planeten. Während die Wissenschaft, dem Erdkern vorgelagert,
eine Zone
flüssigen Magmas vermutet (der äußere, flüssige Kern), bekommen wir
hier einen
differenzierten Einblick in den Organismus Erde und die Quelle, oder
den
Hauptfeuerherd, des sich im Erdinneren befindlichen
Magmas.
JL.EuM
9,6+9+
12-14
....Dieser Feuerherd im tierischen Körper, Milz genannt, besteht darum
auch aus einer
eigenen, lockeren Masse, die in ihren Kreuz und quer durchflochtenen
Zellengewebe vollkommen geeignet ist, das elektromagnetische Feuer in
sich zu
erzeugen und zu erhalten, und zwar dadurch zu erzeugen, daß sie durch
eine
beständige Reibung ihres Zellengewebes dieses elektromagnetische Feuer
bewirkt
und dann in ihren zahllosen, beutelartigen Gefäßen wie in kleinen
elektrischen
Flaschen aufbewahrt und gewisserart immer damit gesättigt ist, um
dadurch in
jedem Augenblicke den negativen Teil dem Magen und den positiven Teil
dem
Herzen zuzuführen.
Wie aber sonach dieses ganz unbedeutend
scheinende Eingeweide eines der wichtigsten im tierischen Körper ist,
ebenso
ist auch in der Erde selbst ein solches Eingeweide vorhanden.....Diese
Erdmilz
ist so wie bei den tierischen Körpern zunächst an den Magen angebracht,
steht
aber anderseits auch mit dem Erdherzen in der nächsten organischen
Verbindung,
und das darum, weil der Magen von (dem
Magma) dieser Milz seine Verdauungswärme und das Herz seine pulsierende
Kraft aus diesem Haupteingeweide schöpfen muß. So wie nicht minder auch
die
Tätigkeit der Lunge mehr oder weniger von diesem Eingeweidestücke
(Organ) herrührt, obschon die Lunge auch zur Hälfte eine ganz
freie Bewegung
hat, welche mit dem Willen der Seele verbunden ist, aus welchem Grunde
besonders der Mensch willkürlich bald schneller, bald langsamer atmen
kann (vegetatives
Nervensystem).
Sehet
auf alle die feuerspeienden Berge der Erde! Sie sind freilich nur ganz
unbedeutende Ausläufer dieser Hauptfeuerwerkstätte, können aber dessen
ungeachtet einen überzeugenden
Anblick gewähren, wie es in unserer Hauptfeuerküche des Erdkörpers
zugeht...... (man
muß sich hier ein
planetarich großes, entsprechendes Organ, mit gigantischen Ausmaßen
vorstellen.)
Dann betrachten wir die zahllose Menge
der siedendheißen Wasserquellen, die da ebenfalls ihre Erwärmung von
diesem
Haupteingeweide (Organ)
der Erde
nehmen. Wenn schon nicht unmittelbar, so doch durch jene feurigen
Organe,
welche mit diesem Erdeingeweidestücke (durch
die den Blutbahnen entsprechenden Magmakanälen) in
innigster Verbindung
stehen. ......
Betrachten wir weiter die Wolken und
Nebelgebilde und die Winde auch, die sie bewegen. Alles das ist ein
Produkt
dieses Erdeingeweides; denn dessen Hauptzentralfeuer
dringt durch die zahllosen Organe der Erde hindurch und erwärmt diese
in
all ihren Teilen auf eine hinreichende Weise. Es dürfte jemand nur
etwas über
eine deutsche Meile Tief in das Erdinnere dringen, und er würde sich
überzeugen, wie mächtig schon hier dieser innere Erderwärmungsapparat
wirkt .(Wie wir von
Seiten der
Wissenschaft Heute
wissen, um 30° C pro 1000 Meter)....
Im folgenden Kapitel wird dann die Blutbildung/Magmabildung durch die
Milz beschrieben. Doch soll uns dieser kleine Einblick in den
lebendigen,
tellurischen Organismus Erde genügen, um mit Erstaunen festzustellen,
daß uns
hier in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine eingehende, geophysische
Beschreibung unseres Planeten gegeben wurde, an welche sich die heutige
Wissenschaft erst zaghaft und mühselig herantastet.
Vor dem bisher
gezeichneten Hintergrund dürften die angekündigten, gewaltigen
Katastrophen und
ein mögliches Feuergericht über den gesamten Planeten, so manchem
Skeptiker
nicht mehr ganz so absurd erscheinen. Besitzen wir auch Heute noch
nicht die
Technologie um ausreichend Tief in das Erdinnere vordringen zu können,
um
vielleicht eines der lebenswichtigen Organe der Erde zu verletzen oder
zu zerstören,
so wissen wir nicht mit welchen neuen Möglichkeiten die Menschheit in
Zukunft
Tiefenbohrungen oder Experimente im Erdinneren durchführen wird.
Angesichts der
gefahrvollen und die Umwelt stark belastenden, aktuellen Energieträger,
und der
zur Neige gehenden Rohstoffe auf unserem Planeten - bei rasant
steigendem
Energiebedarf der Industrie- und Entwicklungsländer - ist es nur eine
Frage der
Zeit, bis man sich auf neue, waghalsige Experimente zur
Energiegewinnung
einläßt. Bedenken wir, daß mit der zunehmenden Industrialisierung
Asiens -
China, Korea, Indonesien, Indien usw, alles Länder mit ungeheuren
Menschenmassen und großem Anschluß- und Energiebedarf -, eine massive
ökonomische und ökologische Zwangslage in der Weltwirtschaft entsteht.
Der
freie Wettbewerb und die aus der Wachstumsideologie resultierenden
Sachzwänge,
werden wieder einmal mehr die Tore für waghalsige Unternehmungen
öffnen.
Um
nach der großen kosmischen Katastrophe der Beinahekollision mit einem
Stern,
entsprechende Experimente mit Tiefenbohrungen durchführen zu können,
müssen die
Technologien dafür bereits entwickelt und vorhanden sein. Nach der
Katastrophe
dürften grundlegende Entwicklungsarbeiten nicht mehr möglich sein! Es
ist davon
auszugehen, daß die ersten gefährlichen Experimente in Verbindung mit
Tiefenbohrungen
schon vor dem Stern stattfinden, so daß nach der Katastrophe auf
vorhandene
Techniken und vorhandenes Know-How zurückgegriffen werden kann. Und
einmal
mehr, wird aus der Not das Wagnis geboren werden!
BD Nr. 3950
Alle Voraussetzungen zur Schaffung einer
neuen Erde müssen vorhanden sein, bevor die alte Erde aufgelöst wird,
d.h. eine
totale Veränderung ihrer Außenform stattfinden kann. Es
muß gewissermaßen die Erde einen
Auflösungsprozeß erfahren (in
ihrer
jetzigen Gestaltung), der alles in ihr gebundene Geistige
freigibt, auf
daß
dieses sich wieder neu verformen kann in Schöpfungen, in denen eine
weitere Entwicklung
für das Geistige möglich ist.
Also muß der Vorgang der letzten
Zerstörung ein so gewaltiger sein, daß von einer totalen Auflösung der
Materie gesprochen werden kann. Es können nicht nur
einzelne Strecken davon betroffen werden, sondern es müssen im Innern
der Erde
Eruptionen stattfinden, die sich nach allen Richtungen hin auswirken,
so daß
die gesamte Erdoberfläche davon
berührt wird, daß also nichts bestehen bleibt, was zuvor war, sondern
bis ins
kleinste aufgelöst wird.....
Die Versuche (der
Wissenschaftler) werden daher örtlich stattfinden,
jedoch
keine Begrenzung haben, weil die ausgelöste Kraft nicht mehr eingedämmt
werden
kann und daher nach allen Richtungen hin elementar wirket. Denn die
Erde
hat einen beschränkten Raum, während die ausgelöste Kraft keine
Beschränkung kennt und ihr alles zum Opfer fällt, was von ihr berührt
wird.
Vorstellbar in seiner Auswirkung ist für
euch Menschen dieser Vorgang nicht, zudem wird er sich in einem
Zeitraum
abspielen, der euch jede Denkfähigkeit nimmt (die letzte Phase der
endgültigen Auflösung), es sei denn, ihr
gehöret der kleinen Schar der Meinen an, vor deren Augen sich das
letzte
Vernichtungswerk abspielt, weil dies Mein Wille ist, daß sie Zeuge sind
von dem
Ende dieser Erde (in ihrer jetzigen Form
und Struktur). Ihr könnt euch aber ein kleines Bild davon
machen, wenn
ihr
euch vorstellt, daß eine Explosion
stattfindet, die nichts Zusammengefügtes bestehen läßt (auf der
Erdoberfläche!?), die also alles restlos (auf ihr?)
zerstört und in
kleinste
Atome auflöst.
Doch dem Vorgang, der nur kurze Momente
braucht, gehen Erschütterungen und Feuerausbrüche voraus, die vollauf
genügen,
die Menschen in größte Panik zu versetzen, weil sie den sicheren Tod
vor Augen
sehen. Und nun ist auch zu verstehen,
daß nichts mehr zurückbleiben kann, daß keine Schöpfung (auf der
Erdoberfläche?) mehr bestehen bleibt, also nur noch in
kleinste Atome aufgelöste Materie zurückbleibt, die aufs neue von Mir
geformt
wird kraft Meines Willens und Meiner Macht zu neuen, euch
unvorstellbaren
Schöpfungen, in denen die Weiterentwicklung des Geistigen ihren
Fortgang nimmt.
Und wieder wird es Schöpfungen geben in
verschiedenen Härtegraden, doch die härteste Materie birgt dann das
Geistige,
das als Mensch die alte Erde belebt hat und seine geistige Entwicklung
völlig
unbeachtet ließ. Denn deren Seelen können eine Weiterentwicklung im
geistigen
Reich nicht erwarten, sie müssen den Gang durch die gesamte Schöpfung
(nochmals)
zurücklegen.
Und also beginnt eine neue
Entwicklungsepoche, sowie die Zeit erfüllt ist, sowie menschlicher
Wille sich
so weit versteigt, Kräfte zur Auslösung bringen zu wollen, die zu
beherrschen
einen anderen seelischen Reifegrad erfordert, als ihn die Menschen am
Ende
dieser Erlösungsperiode besitzen, und die darum nimmermehr
sich aufbauend, sondern nur zerstörend
äußern werden.
Man kann
diese Kundgabe so auffassen, als
würde das gesamte Planetengefüge auf einen kurzen
Moment vollkommen instabil, bevor es durch einen Willensakt Gottes zur
neuen
Schöpfung umgestaltet wird. Dies widerspricht in der wörtlichen
Darstellung
scheinbar der anschließenden Kundgabe die uns durch Jakob Lorber
gegeben wurde.
Man kann die Kundgabe aber auch so
verstehen, daß sich die Auflösung der Materie allein auf der
Erdoberfläche
abspielt und der Planet in seiner Struktur erhalten bleibt. Wenn wir
Aufmerksam
sind und auf die Feinheiten im Wort und in unserem Herzen achten, lösen
sich
die Widersprüche in der Regel schnell im Licht der wahren Erkenntnis
auf.
Der Herr sagt uns sowohl durch J.Lorber,
als auch durch B.Dudde, daß der Verstand des Menschen in Seinem Wort
immer
wieder auf scheinbare Widersprüche und Ungereimtheiten stoßen wird.
Dies läßt
sich auf Grund, des vor allem für geistige Darstellungen nur sehr
beschränkten
Mediums der Sprache nicht vermeiden und ist oftmals sogar beabsichtigt.
Die
scheinbaren Widersprüche sollen den Menschen zum tieferen Nachdenken
über das
Wort Gottes bewegen, um so auch seine Verstandessphäre zu erleuchten,
damit
sich diese in der göttlichen Weisheit zu bewegen lernt. Das Wort Gottes
wird
nie so offen und klar gegeben, daß wir es nur noch zu konsumieren
brauchen um
in das Reich Gottes einzugehen. Daneben sollen uns diese
Verstandesknoten aber
auch dazu anregen, unsere innere Wahrnehmung (die Verbindung zu unserer
geistigen Führung) zu suchen und zu
festigen, um letztlich aus dieser Verbindung immer mehr Klarheit und
Weisheit
zu erlangen. Denn dem Verstande kann man vieles als wahr und logisch
begründen
und vorstellen, darum hängt er auch mal dem Einen und mal dem Anderen
an. Das
Herz aber findet nur in einem Ruhe und Geborgenheit, „in der Wahrheit“.
Dieser Geist der Wahrheit – der Heilige
Geist – ist allen aufrichtigen Nachfolgern Jesu als derjenige
verheißen, der uns in alle Wahrheiten einführen
kann und wird!
JL.HzH.1
83,3-4
(Der Herr:) Das Menschengeschlecht der
Erde ist nicht aus sich selbst so, wie es ist, sondern es ist aus der
Erde (Naturseelenentwicklung
- entsprechungsbildlich in der Bibel
ausgedrückt in dem Satz:„Gott schuf den Menschen aus dem Lehm der
Erde.“) und
hat in allem ihre Natur und Eigenschaft! (In
den Apokryphen wird uns im zweiten Kapitel der Textquelle „Die
Schatzhöhle“,
unter der Überschrift „Die Erschaffung des Menschen“ gesagt, daß der
Mensch aus
den vier Elementen der Erde geschaffen wurde.) Demnach
wäre mit der
gänzlichen Vertilgung aller nun auf
der Erde lebenden Menschen der einmal eingerissenen Unordnung wenig
abgeholfen.
Denn dann müßten wir doch wieder andere Menschen aus der Materie der
Erde hervorgehen lassen, die den gegenwärtigen
nach einer kurzen Weile doch wieder so gleichen würden, wie etwa die
Früchte
eines Baumes aus einem vergangenen Jahr den Früchten, die derselbe Baum
im folgenden Jahr oder noch später tragen würde. (Ein weiterer Aspekt
für die Notwendigkeit,
daß es keinen Bruch im Bestehen des jetzigen Menschengeschlechtes geben
darf,
welches in den Entrückten den Erlösungsimpuls, als Urstamm eines neuen
Menschengeschlechtes in die neue Erdenschöpfung tragen soll.
Man
müßte sonach auch die ganze Erde aus dem Dasein schaffen und an ihre
Stelle
eine andere setzen, (einen
neuen Baum
pflanzen) was aber ein noch größerer Streich wider meine
Ordnung wäre (darum
auch immer wieder darauf hingewiesen
wird, daß der Planet Erde nicht zerstört, sondern nur in seiner
Grundstruktur
umgeformt wird und eine Erneuerung und Veredelung erfährt)!
Man kann
einem
Baum, so er schlechte Früchte trägt, wohl die
Rinde und manche Äste und Zweige nehmen, worauf er dann wieder recht
gute
Früchte tragen wird ‑ aber das Mark und die Wurzeln darf man nicht
zerstören (die Erde in
ihrer spezifischen Geist- und
Seelensubstanz). Denn so man das täte, würde der ganze
Baum bald
verdorren
und würde ewig weder gute noch schlechte Früchte mehr zum Vorschein
bringen (da keine
Aufwärtsentwicklung der
Seelensubstanz mehr stattfinden würde).
Die Erde aber ist eben der Kern des
Lebens für den gesamten (kosmischen)
Lebensbaum (auch ein
Grund
warum Gott Sich die Erde für Seine Menschwerdung erwählt hat)
und ist
wie
eine Hauptwurzel der ganzen Schöpfung!
Würden wir an ihr ein Zerstörungswerk (Vernichtungswerk)
ausüben, so würden wir dadurch nicht nur die Erde, sondern die ganze
sichtbare Schöpfung der endlichen Auflösung preisgeben, was noch um
einige
Dezillionen von Erdjahren zu früh wäre.
Unter diesem Aspekt, daß unsere Erde so
etwas wie das Herz des kosmischen Lebensbaumes/des kosmischen Menschen
ist,
kann man bei den zukünftigen Ereignissen durchaus von einem Weltgericht
sprechen, da sich die Veränderungen geistig im gesamten Kosmos
auswirken
werden!
Fassen
wir zusammen: Das Feuergericht wird durch waghalsige Experimente in
Verbindung mit Tiefenbohrungen, wahrscheinlich zur Erschließung neuer
Energiequellen ausgelöst. Dabei kommt es zum Austritt großer Mengen
brennbarer
Gase und zu einem noch örtlich begrenzten, aber nicht mehr
kontrollierbaren
Austreten von dünnflüssigem Erdmagma (pyroklastische Ströme).
Es wird
zunehmend
das ganze innere Erdgefüge, das schon durch die Beinahekollision mit
dem
„Stern“ destabilisiert wurde, von einem kollabierenden Zustand erfasst.
Es
kommt zu zahlreichen Erdbeben und Vulkanausbrüchen und die Menschen
wissen
jetzt, daß die Propheten, die ein nahes Feuergericht verkündet haben,
recht
hatten. Hier ist den Menschen noch eine letzte Gelegenheit gegeben sich
Gott
zuzuwenden und der Neubannung zu entgehen.
Der Planet Erde „stirbt“, wodurch sich
immer mehr Ausflußkanäle für das Magma (Erdblut) eröffnen. Es kommt
schließlich
zu einer Riesenexplosion durch einen Überdruck unter dem Erdmantel,
wahrscheinlich
verursacht durch das Eindringen großer Wassermengen in die
innerirdischen
Magmakammern. Darauf kommt es zu einem explosionsähnlichen
hervorschießen des
flüssigen Erdmagmas, wozu auch noch die dann in großen Mengen
freigesetzten,
brennbaren Erdgase in Brand geraten. Hierdurch kommt es dann
schließlich zu dem
von den Propheten angekündigtem Reinigungsfeuer und dem Abschluß
unserer Erlösungsperiode.
Es kommt zu einer vollkommenen Vernichtung allen Lebens auf der Erde
und zu einer
kurzzeitigen Lösung ihrer Materiestruktur. Jedoch wird der allmächtige
Schöpfer
aller Welten und der Herr allen Lebens, die Substanz der alten Erde
durch einen
Willensakt sofort wieder binden und in eine neue, vielfältige und
lichtdurchflutete Schöpfung
umgestalten. Der lebendige Organismus Erde wird sterben, aber einem
Lazarus
gleich, durch die Allmacht Gottes in ein neues, freieres Leben berufen.

BD.Nr 5983
Das letzte Gericht muß gleichfalls als ein Liebeakt Gottes gewertet
werden,
denn auch ihm liegt die Weiterentwicklung des Geistigen zugrunde, das
versagt
hat in seiner letzten Erdenlebensprobe und das in einen neuen
Ausreifungsprozeß
eingegliedert werden muß, um einmal das letzte Ziel zu erreichen.
Das letzte Gericht ist also gleichsam ein
abschließendes Ordnen des in Unordnung geratenen. Es ist ein „Richten
und
Einfügen“ in die verschiedenen, dem Reifegrad des Geistigen
entsprechenden
Formen. Es ist das Beenden einer Entwicklungsperiode und der Beginn
einer neuen
nach Meinem Plan von Ewigkeit, dem tiefste Weisheit und Liebe zugrunde
liegen.
Auch ein „richtender Gott" bleibt ein
Gott der Liebe, weil Meine Gerechtigkeit nur so wirken kann, wie es
Meine
Liebe ersieht als für das Geistige nützlich und doch ausgleichend für
das
verkehrte Denken und Handeln der Menschen, die diesem Gericht
verfallen. Auch
die größte Schuld muß irgendwie gesühnt werden, wenn sie nicht Dem
Einen übergeben wurde, Der Sich Selbst als Sühneopfer dargebracht hat.
Es muß ein Ausgleich geschaffen werden,
um diese große Schuld zu verringern, und dieser Ausgleich ist eben
gewährleistet durch das Gericht, durch das Versetzen des
Schuldig-Gewordenen in
den Zustand, wo er wieder die Schuld abtragen muß (in der Neubannung),
da es freiwillig das Geschenk der Entsühnung (Erlösung durch Jesus)
nicht annahm.
Es ist das letzte Gericht keineswegs ein
Akt göttlichen Zornes, sondern nur ein Liebeakt, wo auch Meine
Gerechtigkeit zum Ausdruck kommt, weil diese nicht
ausgeschaltet werden kann bei einem Wesen, das überaus vollkommen ist.
Ich
könnte nun wohl jeden einzelnen für sich Meine Gerechtigkeit fühlen
lassen, Ich
könnte jeden Sünder gleichsam umgehend strafen (indem Er nach dem
Gesetz von Ursache und Wirkung, einer negativen Tat
sofort die negative Wirkung aus der göttlichen Ordnung folgen lassen
würde).
Doch dieses entspräche nicht Meiner Weisheit, und auch Meine Liebe
würde dann
schwerlich erkannt werden können, denn Ich bin überaus langmütig und
geduldig.
Ich schiebe ein Gericht, wie das am Abschluß einer Entwicklungsperiode,
so
lange hinaus, wie es möglich ist, um noch zuvor Menschen für Mich zu
gewinnen.
Und Ich halte Meine schützende Hand über Ungerechte und Böse, weil Ich
sie mit Meiner Liebe besiegen möchte und nicht als strafender Gott
von ihnen gefürchtet werden will. Ist aber dann der Zeitpunkt gekommen,
wo Ich
Ordnung schaffe, weil eine freiwillige Rückkehr zu Mir ganz
aussichtslos ist, dann
muß Meine Liebe scheinbar zurücktreten, und dennoch ist sie allein die
treibende
Kraft. Meine Liebe beendet einen satanischen Zustand und hindert Meinen
Gegner
an weiterem zerstörenden Wirken.
Ich
rette die Seelen vor dem Fall in die tiefste Tiefe. Ich binde sie
erneut in
harter Materie und reihe sie also wieder ein in den Entwicklungsprozeß.
Ein
Gericht, das wieder nur die Erlösung bezweckt, nicht aber ewigen Tod,
und das
darum wohl mehr Meine Liebe beweist zu allem, was Ich geschaffen habe,
zu
allem, was tot ist und zum ewigen Leben gelangen soll.
Das Unkraut auf der Erde wird verbrannt und
der Acker umgepflügt für die neue, veredelte Saat der entrückten
Menschenkinder; für eine neue Pflanzschule, die wieder geheiligte
Früchte des
Lebens hervorbringen wird!
Der harte Kern menschlicher Bosheit aber
wird gebannt in das alte und harte Gericht der Materie und muß aufs
Neue den
langen Weg zu einer erneuten Menschwerdung, durch die Naturreiche
antreten.
BD.Nr 6864
Der Gegenfürst setzt nun alle seine
Vasallen ein, um im letzten Kampf auf dieser Erde den Sieg zu erringen,
und die
Finsternis aller dieser Wesen läßt sie glauben an einen Sieg. Zwar hat
er auf
Erden bei den Menschen größeren Erfolg mit zunehmender Annäherung des
Gerichts,
des letzten Tages dieser Erde. Doch der scheinbare Sieg ist für ihn
sicherer
Verlust, denn die er gewonnen zu haben glaubt, werden seinem Einfluß
wieder
entzogen, um aufs neue gebannt zu werden in die Materie zwecks ihrer
Aufwärtsentwicklung. Und auch viele seiner Vasallen werden gebannt in
der
harten Form, weil sie soweit in die Tiefe hinabgesunken sind, daß die
geistige
Substanz sich verhärtet, also das Wesen wieder seines Ich-bewußtseins
verlustig
geht, und in einzelnen Partikelchen den nochmaligen Gang über die Erde
gehen
muß.
Es sind auch viele dieser niedrigen Wesen in der letzten
Zeit auf Erden verkörpert, und es wurde dies zugelassen von Gott, denn
es
sollte auch ihnen eine Möglichkeit gegeben werden, doch noch Erlösung
zu finden
in ihrem Erdengang als Mensch. Doch mit wenigen Ausnahmen nützen diese
Wesen
nur die Gelegenheit, auf die Mitmenschen im schlechten Sinne
einzuwirken, also
sie bekennen offen und frei ihre
Zugehörigkeit zum Gegner Gottes (Satanskult,
schwarze Magie, Teufelsmessen und Teufelsanbetung), und es
wird sie daher
auch das gleiche Los erwarten wie ihn, gebunden zu werden wieder auf
endlos
lange Zeit.....
Machen wir uns klar, daß
es satanische
Vereinigungen und Geheimbünde unter uns gibt, deren Mitglieder sich
selbst und
ihr Leben ganz bewußt dem Satan und dem Reich der finsteren Verderbnis
geweiht
haben. Sie haben Gott offen die Feindschaft und den Kampf angesagt. In
ihren
schwarzen Messen verhöhnen sie das Kreuz und den, der daran für unsere
Sünden
blutete. Sie urinieren auf das Symbol der Erlösung und beschmieren es
mit Kot.
Von den Teufeln der Wollust besessene Frauen benutzen das Kreuz zur
Masturbation, bevor sie sich in Teufelsorgien allem und jedem hingeben,
um
damit ihre Verachtung allem göttlichem gegenüber Ausdruck zu
verleihen.
Auch dies gehört zu unserer
zivilisierten, liberalen Gesellschaft. Leider wird von Seiten der
Behörden dem
Satanskult viel zu wenig Beachtung geschenkt, weil die Berichte von
Aussteigern
– die in der Regel damit ihr Todesurteil unterschrieben haben - zu
phantastisch
klingen, als daß man sie all zu Ernst nimmt. Auch wissen diese
Vereinigungen
ihre Zusammenkünfte professionell zu
tarnen, da viele ihrer Mitglieder über eine hohe, wenn auch bösartige
Intelligenz verfügen. Offen und ungeschminkt lacht uns die dämonische
Fratze
der seelischen Verwüstung dagegen in vielen Bereichen der sogenannten
Kunst,
der Musik und Literatur, sowie auch aus der Filmlandschaft entgegen.
Denken wir daneben an die Kinderschänder
die sich an diesen kleinen Seelen vergreifen und diese teuflischen
Szenen auf
Video festhalten, um sie gewinnbringend unter gleichgesinnte, besessene
Seelen
zu bringen. Denken
wir an
jene brutalen Mörder, die oft für nur ein paar Dollar bereit sind, ohne
mit der
Wimper zu zucken ein Menschenleben zu beenden, oder denen ganz einfach
irgend
ein Gesicht nicht gefällt.
Denken wir an
jene Killermaschinen, die einen Genuß im Töten eines Feindes, oder im
Hinmetzeln von Zivilisten und Vergewaltigen von Mädchen und Frauen
empfinden.
Die im zivilen Leben die Langeweile plagt und die darum oftmals als
Söldnernomaden von einem Kriegsschauplatz zum anderen ziehen, um ihren
Trieben
und ihrer Besessenheit freien Lauf zu lassen. Menschen die in einer
eiskalten
Mordlust töten, Menschen quälen, Frauen vergewaltigen und Kinder zu
seelischen
Wracks machen; einfach so, weil es ihren Trieben entspricht und ihren
Rambostatus untermauert. Kann es eine größere Verachtung des Lebens
geben, das
uns von Gott gegeben wurde, um Ihn zu suchen und zu finden.
Wenn ich dieses, für viele sicher
unangenehme Thema an dieser Stelle anführe, so nur deshalb, um ein Bild
von
denjenigen Seelen anzudeuten, für die eine Neubannung
noch ein großer Akt der Gnade darstellt. Es sind dies solche Seelen,
die sich
schon zu Lebzeiten im dritten Grad der Hölle befinden, aus der es nach
Jesus
Worten kaum eine Chance gibt, als die ursprüngliche Individualität
wieder
herauszufinden. Es sind dies jene Menschen von denen Jesus auch sagte,
daß sie
selbst dem Satan noch einen Lehrmeister abgeben können.
Im übrigen sagt Jesus auch, daß wir
nicht alles Übel auf der Welt immer dem Satan anhängen sollen, da eben
vieles
aus der Kreativität unseres eigenen,
freien Willens hervorgegangen ist. Also
nicht alles dem gefallenen Bruder Luzifer anhängen, er
hat genug an seiner eigenen Natur zu tragen!

Warum
ist das Wissen um den göttlichen
Erlösungsplan der Allgemeinheit nicht bekannt ?
BD.Nr 8465 ....Immer
wieder hat es Menschen gegeben,
deren Geisteszustand es zuließ, in tiefste Schöpfungsgeheimnisse
eingeführt zu
werden, und die dadurch auch im Wissen standen über den Uranfang alles
Geschaffenen,
den Abfall von Mir und über Meinen Heilsplan von Ewigkeit. Es konnte
aber
niemals ein solches Wissen übertragen werden auf die Mitmenschen, sowie
diese
in einem niedereren Reifezustand sich befanden als jene, die es von Mir
empfangen hatten. Es wäre nie in seiner Tiefe begriffen worden und
hätten es
die Mitmenschen nur wortgemäß übernommen, dann hätte ihr Verstand sie
veranlaßt, es als Hirngespinst eines Phantasten abzulehnen, denn ein
noch unerweckter
Geist würde es nicht fassen können.
Und
so auch befanden sich die Menschen
zur Zeit Meines Erdenwandels auf einer noch sehr niedrigen
Geistesstufe, weil
sie noch völlig unter der Gewalt Meines Gegners standen, der Anlaß der
großen
geistigen Finsternis gewesen ist. Und es waren daher nur sehr wenige
Menschen,
die Ich belehren konnte auch über solche Schöpfungsgeheimnisse, und
selbst
diese faßten es schwer, weil sie noch mit der Ursünde belastet waren
und dies
auch mangelnde Erkenntniskraft bedeutete. Sie fragten Mich wohl immer
und immer
wieder, Ich aber konnte sie nur verweisen auf die Erhellung ihres
Geistes nach
Meinem Kreuzestod — nach dem Erlösungswerk — das
von denen die dichte Finsternis nahm, die Mir in Liebe zugetan
waren. Diese also kamen langsam zum Verständnis dessen, was
Ich ihnen
gelehrt hatte, aber sie hätten das Wissen nicht weitergeben können eben
aus
jenem Grunde, daß die Mitmenschen — die noch nicht erweckten Geistes
waren — es
nicht hätten fassen können.
Da
nun jenes Wissen, also der erweckte
Geist erst die Auswirkung eines
rechten Lebenswandels war, die Auswirkung der Erfüllung der
Liebegebote, die
Ich Selbst den Menschen vordringlich lehrte, mußten die Menschen
vorerst dazu
angeregt werden, diese Meine Liebegebote zu erfüllen.
Ihr
müßt ferner wissen, daß Meine Jünger
in Meinem Auftrag für die Nachwelt niederschrieben, wozu Ich ihnen den
Auftrag
gab. Denn auch sie selbst konnten die tiefsten Weisheiten noch nicht
fassen und
hielten sich daher nur an Meinen Auftrag, davon Kunde zu geben, was Ich
zu den
Menschen redete die Mir nachfolgten, die in Mir einen Propheten sahen
und von
Mir Wunder erwarteten oder Heilungen aller ihrer Gebrechen. Die aus
Meinen
Worten Trost und Kraft schöpften und in denen Ich den Glauben an den
alleinigen
Gott verstärken konnte, weil sie guten Willens waren.
Doch
derer, die tiefer eindringen
wollten, waren nur wenige, und diese bewog auch mehr
ihr Verstand als ihr Herz, um Dinge zu fragen, die nur Ich
ihnen beantworten konnte. Diese nahmen nun wohl die Erklärungen an,
aber sie
blieben ohne tieferen Eindruck, bis auf einzelne, deren Herzen sehr
liebewillig
waren und die Mich erkannten als ihren Gott und Schöpfer. Daß diese
auch von
Mir eingeführt wurden und über ein solches Wissen sehr beglückt waren,
braucht
nicht erwähnt zu werden, aber es blieb immer nur ein beglückendes
Geistesgut
für eben jene Meiner Anhänger, die Ich Selbst darüber belehrte. Es
übertrug
sich jedoch nicht auf ihre Mitmenschen oder Nachkommen, da diese kein
Verständnis dafür aufbringen konnten und somit auch solche
Unterredungen (des inneren Kreises)
nicht erwähnt
wurden von Meinen Jüngern. (Es gab und
gibt sonach eine innere und äußere Lehre Jesu.)
Zudem
war ein solches Wissen um Uranfang
und Endziel alles Geschaffenen nicht für die (damaligen)
Menschen nötig, ja oft nicht zuträglich, denn wäre es
ihnen als Lehrsatz zur Kenntnis gegeben worden, so hätte es auch in
gewisser
Hinsicht zwingend auf den Willen der Menschen wirken können, die, wenn
sie
glaubten, mit Schaudern ihrer Entwicklung bis zum Menschen gedacht und
sich
nicht frei gefühlt hätten oder keine Liebe aufbringen könnten für einen
Gott,
dessen Plan ihnen völlig unverständlich gewesen wäre. Konnte Ich aber
göttliche
Offenbarungen zur Erde leiten (auf Grund
der erhöhten Aufnahmefähigkeit der Menschen), dann ist auch
den Menschen (im Allgemeinen) jenes
Wissen
erschlossen worden.
Und
die Nähe des Endes erklärt es, daß darüber immer klarer Aufschluß
gegeben wird,
weil nun den Menschen nicht eindringlich genug ihre Verantwortung
vorgestellt
werden kann, denn es geht nun um den Akt der Neubannung, der
nur am Ende einer Erlösungsperiode eintritt und der für alle
im
Aufstieg begriffenen Seelen überaus bedeutungsvoll ist. Zuvor
hatten die Seelen, die ihre Reife auf Erden nicht erreichten,
immer noch die Möglichkeit im jenseitigen Reich zum Ausreifen zu
kommen. Doch
am Ende einer Erlösungsperiode gibt es diese Möglichkeit nicht mehr,
denn
dann tritt das Entsetzlichste für die Seelen ein (die
im Erdenprobeleben versagten), daß sie erneut aufgelöst und
wieder in einzelne Partikelchen in der harten Materie gebannt werden.
Was
ist nun verständlicher, als daß Ich
euch Menschen Kenntnis gebe darüber, was euch erwartet, wenn ihr
versagt? Ihr könnet
auch ohne jegliches Wissen eure
Erdenlebensprobe bestehen, wenn ihr in der Liebe lebt. Wenn aber die
Liebe
erkaltet ist, (so) daß ein
Versagen
unumgänglich ist — und mit der Neubannung der Seelen deren Los
besiegelt ist —
dann wende Ich noch zuvor alle Mittel an, um die Menschheit
aufzurütteln, und
dann sorge Ich auch dafür, daß den
Menschen Aufschluß zugeht über den großen Schöpfungsplan.
Wenngleich der
Erfolg nicht viel anders ist, als daß die Menschen ungläubig ein
solches Wissen
anhören und es weit mehr ablehnen als annehmen.
Doch Ich weiß auch um
den Willen der
einzelnen Menschen, und Ich weiß daher auch, wer sich jenem Wissen
nicht
verschließt und die Konsequenzen daraus zieht; und wahrlich, denen
leite Ich es
zu, wie Ich jederzeit (die)
eingeführt habe in die Wahrheit, in tiefstes geistiges Wissen, die in ihrem Herzen Aufschluß
begehrten und
die durch ein Liebeleben auch dafür aufnahmefähig waren. Denn ihr sollt
einen
Gott der Liebe, Weisheit und Macht erkennen, auch in jedem Geschehen,
das ihr
erleben werdet, und ihr sollt Mir vertrauen und immer Meine Hilfe in
Anspruch
nehmen, denn die Not wird noch groß sein vor dem Ende. Doch wer
ausharret bis
zum Ende, der wird selig werden.
Um
den Akt der Neubannung richtig verstehen zu können, müssen wir uns nun
erst
einmal mit der Naturseelenentwicklung auseinandersetzen, wie ich dies
im
vorigen Kapitel angekündigt habe. Ahnungen, Fragmente oder auch die
Kenntniss dieser
Naturseelenentwicklung findet man sowohl bei den Naturvölkern auf den
verschiedenen Kontinenten unseres Planeten, so wie in Ansätzen auch in
verschiedenen
esoterischen Lehren des Westens.
Der folgende Vers von Manfred Tittman soll uns
beim Einstieg in dieses Thema behilflich sein.
In
der Erde schläft der ruhende Stein,
Zum Kristall geformt mit
farbigem Schein.
Auf
zum Himmel erhebt ihren Kelch die stille Blume,
daß
sie mit reinem Licht sich fülle.
Von
der Erde löst sich das Tier, zu Zielen getrieben,
die
von göttlichen Geistern ihm eingeschrieben.
Frei
auf der Erde stellt sich der Mensch mit schaffender Hand,
suchet
im Geiste sein Ziel, zu Gottes Licht gewandt,
daß
er mit Liebe vollbringe das Gute, das er
erkannt.

|
Dieser geistvolle Vers bezeichnet die drei
Reiche der Naturseelenentwicklung, welche aus der ordnungsgemäßen
Stufenfolge
schließlich im Reiche, des mit dem göttlichem Geist begnadeten Menschen
mündet. Aus
dem bisher Dargestellten hat
vielleicht schon so mancher eine Ahnung, was es mit der
sogenannten Naturseelenentwicklung auf sich hat; er kann es
nur
noch nicht so ganz ergreifen.
Erinnern wir uns an die
Darstellungen über den Urfall der Engelsgeister unter Luzifer. Die mit
immer
noch großer Macht ausgerüsteten Engel verfielen in widersprüchliche und
widergöttliche Gedanken und Absichten. Gott mußte ihnen daher die
Möglichkeit
nehmen, all ihre, letztlich selbstzerstörerischen Pläne, in die Tat
umzusetzen.
Wie geschah dies nun? Wir wissen aus den
tiefgreifenden
Offenbarungen durch J.Lorber, daß der reine Geist an sich ein formloses
Licht
oder Feuer aus der Liebe (dem Herzen) Gottes ist. Dieses Licht oder der
reine
Geist bekommt während des Schöpfungsaktes zu einem mit freiem Willen
begabten,
sich selbst bewußten Wesen eine Umhüllung, durch welche er sich äußern
und
darstellen kann. Diese Form des Geistes – sein geistiger Ausfluß oder
Ausdruckskörper - ist die Seele des Geistes. Im Verhältnis zum reinen
Geist
besteht sie jedoch aus geistig-energetischer Substanz, mit einer
niedrigeren
Schwingungsfrequenz als der des reinen Geistes. Dieser durch die
individuellen
Eigenschaften des Geistes gezeichnete Seelenleib, ist für ein jedes
Geistwesen
der sichtbare Körper des jeweiligen Gegenübers. Für ein Geistwesen ist
dieser
Körper genauso realistisch oder echt, wie für uns die Wahrnehmung und
Empfindung unseres Materieleibes.
JL.HzH.01
146,9 (Der Herr:) Ich
bin wohl Gott, als das
urewigste Wesen voll Weisheit, Macht und Kraft – und du nur ein
Geschöpf Meiner
Willenskraft. Aber dein Geist ist dennoch ganz das, was Ich Selbst bin.
Somit
bleibt zwischen uns fortan das völlig gleiche Verhältnis wie zwischen
Vater und
Sohn oder wie zwischen Bruder und Bruder. Denn deiner Seele nach, die
nun dein äußeres Wesen ist (diese Unterweisung erhält
ein verstorbener Graf im Jenseits), bist du Mir ein Sohn und deinem
Geiste
nach ein Bruder! Die Seele ging hervor aus
dem Urlicht Meiner Weisheit und ist um endlos
vieles minder als das erschaffene Urlicht.
Das erschaffene Urlicht ist unsere höchst eigene Urindividualität, als
der essentielle Geist unseres Wesens und nicht zu verwechseln mit dem
ungeschaffenen Gottesfunken der Liebe in uns. Wir sind, als aus dem
Geiste
Gottes geschöpfte Wesen, Geist aus Seinem Geist und Licht aus Seinem
Licht. Aber
wir sind zuerst einmal nur Geschöpfe! Diese
Abstammungseigenschaften alleine befähigen uns dazu, Gott zu erkennen
und aus
ganzem Herzen zu lieben, wodurch wir erst zu wahren Kindern Gottes
werden.
Durch diesen geistigen Erbteil sind wir auch berufen, Söhne und Töchter
Gottes,
und Mitregenten Seiner unendlichen Schöpfungen zu werden.
JL.EuM
52,9-10 (Der Herr:)
Der Geist ist in sich zwar
keine Form, aber er ist eben dasjenige Wesen, das die Form schafft; und
erst wenn die Formen geschaffen sind, kann
er in eben diesen geschaffenen Formen selbst als Form wirkend
auftreten.....
Jede
Kraft, wenn sie sich als solche beurkunden soll, muß sich eine
Gegenkraft
stellen; erst in zufolge dieses geschaffenen Stützpunktes kann die
Kraft ihre
Wirkungen äußern und zur Erscheinlichkeit (Darstellung)
bringen.
(Die Seele ist also der
eigentliche
Ausdrucks- und Wirkungskörper eines Geistes, durch welchen er sich
geordnet
darstellen, und seine Kräfte wirksam anwenden kann. Die weitere
Umhüllung mit
dem materiellen Leib, ist nur eine aus dem Fall „Not-wendig“ gewordene,
jedoch
nur zeitlich bedingte Erscheinung)
JL.EuM
52,4-5 (Der
Herr:) Die Seele ist das Aufnahmeorgan für alle endlos vielen
Ideen des Urgrundes (des
Geistes),
aus dem sie wie ein Hauch hervorgegangen
ist (weist sehr
plastisch auf die
substanzielle Beschaffenheit der Seele hin). Sie ist der
Träger der Formen, der Verhältnisse und der
Handlungsweisen. Alle diese Ideen, Formen, Verhältnisse und
Handlungsweisen
sind in ihr in kleinsten Umhüllungen niedergelegt. (Diese Umhüllungen werden in
den Schriften durch Lorbers auch substanzielle Intelligenzpartikel
genannt)
Ein gerechtes Maß von allem dem in ein
Wesen zusammengefaßt bildet eine vollkommene Menschenseele. Weil die
Seele aber
eben ein Kompendium von einer zahllosen Menge verschiedenartiger
substanzieller
Intelligenzpartikel ist, so kann sie als ein Zusammengesetztes auch
wieder
getrennt werden in ihren Teilen, .....
Und genau dies tat Gott nach dem Falle
Luzifers. Er nahm ihm seinen Ausdruckskörper und damit seinen
Stützpunkt zu
einem weiteren, widergöttlichen Wirken. Die Großseele Luzifers wurde
mit allen
sie beinhaltenden Schöpfungen, in unendlich viele Seelenpartikel
aufgelöst,
welche in der Folge durch das Einwirken des Willens und der Gnade
Gottes zu den
Bausteinen der materiellen Schöpfungen wurden. Das heißt wiederum, daß
die
materielle Schöpfung nur eine vorübergehende Erscheinung, oder der
lange Weg zu
Gott-Vater, oder zum Vaterherz Gottes ist.
JL.EuM
33,7-10 (Der Herr:)
Diese Teilung hat einen
doppelt wichtigen Grund: Der erste liegt in dem urgeistigen Wesen
selbst, wo
sich ein jeder Geist durch sein Groß-werden-wollen bis ins Unendliche
zerteilt
und zerrissen hat; und der zweite Grund liegt darinnen, weil durch eben
diese
Teilung ein solcher urgeschaffener Geist sich ganz natürlich auch bis
auf den
letzten Tropfen seiner Kraft geschwächt hat, zufolge welcher Schwächung
er dann
auch seine Hochmutspläne nicht mehr ausführen konnte.
....so
mußten sich bei einem (gefallenen)
Geiste
seine Begriffe zerstreuen, so daß er nimmer einen vollen Gedanken, noch
weniger
irgend einen Plan in sich fassen konnte. (da
er nun nicht mehr die Zusammenhänge und Verhältnisse richtig beurteilen
konnte)
Aus
diesem Grunde ist der Satan noch Heute auf das allereifrigste bemüht,
in den
einzelnen Menschenseelen und Geistern (welche
ja aus seiner Großseele hervorgegangen sind) sein eigenes
Urwesen wieder
zusammenzufangen, um dadurch zu jener Kraft zu gelangen, die ihm
uranfänglich
eigen war.
Damit
er aber zu dieser Kraft nimmer gelangen kann, so ist er (seiner Seele nach)
geteilt und zerstreut durch die ganze
Schöpfung, und sein Geistiges (Erkenntnisse
und Begriffsvollkommenheit – seine Weisheit, sein Licht)
ward verkehrt in
Materielles, daraus nun das Seelische eines jeden Menschen hervorgeht,
welchem
seelischen ein neues Geistiges (göttlicher
Liebe-Geistfunken) eingehaucht wird (also
die Fähigkeit sich selbst und Gott zu erkennen, welches nur dem
Menschen zu
eigen ist. Denn auch das Tier besitzt eine Seele, jedoch nicht den
göttlichen
Geistfunken), damit da aus einem jeden
solchen Teile ein ganzes Wesen hervorgehe, welches gleich sei
demjenigen
urgeschaffenen Wesen, das sich durch seine Hoffart oder Ideenausdehnung
über Gott erheben wollte, sich aber dadurch
gewisserart selbst zersprengt (seine
Wesensverwirrung) und in Unendliches zersplittert hat, so
daß nun von ihm
nichts übrig blieb als sein Ich und
mit demselben sein grundböser Wille. Aber alle seine Fähigkeiten, alle
seine
Ideen und zahllosen Begriffsvollkommenheiten (und somit geistigen Schöpfungen)
sind ihm genommen worden, und
eben diese sind es nun, die da fortwährend zu den (materiellen)
Weltkörpern gelangen, zum größten Teile schon in den
Weltkörpern selbst gebannt gegenwärtig
sind und sich dadurch in Seelisches und Geistiges abteilen. Da in dem
Seelischen das gegebene Ich und das Selbstbewußtsein (der mitgefallenen Geister)
wieder auftaucht aus der Materie, und
in dem Geistigen (göttlicher
Liebe-Geistesfunken) die (mögliche) Erkenntnis
Gottes wieder in das Seelische eingepflanzt wird, ohne dem die Seele,
wie die
Pflanze ohne Regen und Sonnenschein bald verdorren und ersterben
würde.
Wir haben in den letzten Texten die
notwendige Erstbannung als Folge des
Urfalls und des darauffolgenden Gerichtsaktes Gottes erkannt und
umschrieben
und können im Zusammenhang mit dem Feuergericht nun auch verstehen, was
es mit
der Neubannung auf sich hat. Hier
werden die Seelen aller dem Gericht zufallenden Menschen wiederum in
unzählige
Seelensubstanzpartikel aufgelöst und mit den Ich-bewußten Geistern aufs
Neue in
die Materie gebannt, um als Bausteine einer neuen Schöpfung in den
Dienst einer
erneuten Erlösungsperiode gestellt zu werden. Da der Hochmut der „Vater
des Falls und aller Sünden ist“, liegt der Weg
zur Erlösung und Lebensvollendung für uns auch folgerichtig in der
Demut und im Dienen. Und so ist
auch die Naturseelenentwicklung, eine Dienst- und Demutsschule zur
Freiwerdung
von allem widergöttlichen Leben und Streben.
JL.GEJ.04
95,1-2 (Jesus:) Durch
das Dienen wird die
Demut am meisten geübt und gefördert, je untergeordneter oft ein Dienst
erscheint, desto tauglicher ist er für die wahre Ausbildung des Lebens.
Die
Demut selbst aber ist nichts als das sich stets mehr und stärker
Kondensieren des Lebens in sich selbst, während der
Hochmut ein stets lockereres Gestalten und sich ins Endloseste hin
auseinander
Zerstreuen und am Ende nahe gänzliches Verlieren des Lebens ist, was
wir den zweiten oder geistigen Tod nennen
wollen. Im Hochmut hat alles Dienen ein Ende
genommen und somit auch alle weitere
Fort- und Ausbildung des Lebens.
Jetzt ist auch verständlich, warum nur
noch der Akt der Neubannung eine weitere Lebensentwicklung für den
hochmütigen
und harten Kern der Bosheit ermöglichen kann. Es sind dies Seelen, die
sich
selbst im allerdichtesten Hochmut begründet haben und gefangen halten
und die
in keiner Form mehr ansprechbar sind für einen Sinneswandel. Ja, jeder
Versuch
sie zum Guten zu bewegen macht sie nur noch mehr zornig und hochmütig
und
treibt sie tiefer in ihre eigene Hölle.
JL.GEJ.04
103,4-6 (Jesus:)
Alles, was nun Materie ist und
heißt, war dereinst Geistiges, das da freiwillig aus der guten Ordnung
aus Gott
getreten ist, sich in den verkehrten Anreizungen begründete und in
selben
verhärtete, was dann die Materie bildete und ausmachte. Die Materie
selbst ist
demnach nichts anderes als ein gerichtetes und aus sich selbst
verhärtetes
Geistiges; noch deutlicher gesprochen, ist sie eine allergrobste und
schwerste Umhäutung oder Umhülsung des Geistigen.
Das
Geistige aber kann mit all der noch so harten und groben Umhülsung nie
selbst
zur vollkommenen Materie werden, sondern lebt und besteht in der
Materie,
welcherart sie auch sei, fort. Ist die Materie sehr hart, so ist das
geistige
Leben in ihr auch sehr geknebelt und kann sich nicht irgend weiter
äußern und
entfalten, so ihm nicht irgendeine Hilfe von außen her gegeben wird.
Im
harten Gesteine kann das Leben erst dann zu einer Äußerung gelangen,
wenn der
Stein in langer Zeitenreihe von Regen, Schnee, Tau, Hagel, Blitz und
noch
anderen Elementen erweicht und stets morscher und morscher wird.
Dadurch
entfleucht dann etwas Leben als Äther in die Luft, ein Teil bildet sich
eine
neue und leichtere Umhülsung, anfangs in der Form der zarten Schimmel-
und dann
Moospflanzen; aber für die Dauer mit dieser Umhülsung unzufrieden
ergreift sich
das freiere Leben und schafft sich alsbald eine neue Umhülsung, in der
es sich
freier und selbständiger bewegen kann.
JL.GEJ.06
53,5-6 (Jesus:) Nur
im Allgemeinen kann Ich
dir soviel sagen, daß alles für den Menschen sichtbar und fühlbar
Erschaffene
ein gerichtetes Geistiges ist und die Bestimmung hat, durch eine lange
Reihe von allerlei Formen endlich in ein freies und
selbständiges Leben überzugehen.
Die
Formen aber beginnen schon vom Steine angefangen durch alle
Mineralreiche
hindurch übergängig zum Pflanzenreich, durch das gesamte Pflanzenreich
wieder
übergehend ins Tierreich und durch dieses hindurch bis zum Menschen und
sind
Aufnahmegefäße vom Leben aus Gott.
JL.EuM 46,7 (Der Herr:) ....Die einzelnen
Intelligenzen (Seelenintelligenzspezifika)
sind immer dieselben, ob in Mineralien, Pflanzen oder Tieren, nur mit
dem
Unterschiede, daß in den Mineralien nur noch ganz wenig Intelligenzen
vereint
in die Erscheinlichkeit treten, während in den Pflanzen und besonders
in dem
ausgebildeteren Tierreiche eine schon bei weitem größere Menge wirkend
vorhanden ist. Wo das Mineral etwa acht, neun, zehn, höchstens bis
zwanzig
Intelligenzen zählt, da sind bei mancher Pflanze schon viele Tausende,
bei
manchem Tiere viele Millionen und millionenmal Millionen und bei dem
Menschen
zahllose aus allen Sternen und aus allen atomistischen Teilchen der
Erde.
Es gibt also eine
Evolution oder „Ent-wicklung“, des Lebens. Jedoch ist
dies eine „Frei-werdung“ des Seelisch-Geistigen von der Materie und nicht eine Entwicklung der Materie. Dieses Seelisch-Geistige muß also
die festgefügten
und abgegrenzeten Ebenen der
Naturreiche aufs Neue
durchlaufen, bis es soweit geläutert ist, daß es in
der Form des Menschen zu einer erneuten Willensfreiheitsprobe
zugelassen
wird. Soweit dieser grobe Umriß
der Naturseelenentwicklung.

JL.GEJ.09
149,18
(Jesus:):„....
Meinet ihr denn, daß Ich
euch nach Meines Leibes Tode etwa verlassen
werde? Oh, mitnichten! Ich werde dann erst recht bei den Meinen
verbleiben bis
ans Ende der Zeiten dieser Erde und für jeden, der an Mich glauben
wird, offen
halten die Tore zum ewigen Leben in Meinen Himmeln. Es werden sich zwar
Meine
Schafe zerstreuen, so Ich als ihr Hirte geschlagen werde, - aber Ich
Selbst
werde sie dann wieder sammeln, und es wird dann nur eine Herde und ein
Hirte
sein für immerdar; die Böcke und die Wölfe in Schafspelzen aber werden
ausgeschieden
und dem Gerichte und
Tode der Materie überliefert
werden."
Das Wort „Gericht“
bedeutet, etwas aus der
göttlichen Ordnung herausgetretenes, wieder neu auf diese
Ordnungsprinzipien „auszurichten“. Dies hat nichts mit
Rache oder Bestrafung zu tun, sondern ist ein „Not-wendiger“ Akt, um widergöttliche, gegen das Leben
gerichtete
Verhaltensweisen zu
korrigieren.
Im
Falle eines großen Endgerichtes einer Erlösungsperiode – wie des
Feuergerichtes
– ist es das letzte von Gott angewandte Mittel zu einer allgemeinen
Lebenskorrektur, nachdem alle Ermahnungen und Warnungen nicht
gefruchtet haben
und das Leben fast aller Menschen mehr und mehr in den geistigen Tod
übergegangen
ist. Es dient also ein jedes göttliche Gericht dem Leben und nicht dem
Tod. Auch in der
Bibel finden sich Andeutungen über die Neubannung, oder den „zweiten
Tod“ wie
er im obigen Vers GEJ 04 95,1-2 von Jesus genannt wurde. Im 24. Kapitel
des
Propheten Jesaja ist solch eine versteckte Andeutung, welche wir jedoch
mit dem
Schlüssel der Entsprechungslehre öffnen können.
Jes.24,19-22
Es wird
die Erde mit Krachen zerbrechen, zerbersten und zerfallen (entspricht der Darstellung
durch B.Dudde über die Auflösung der alten
Materiestruktur). Die Erde wird taumeln wie ein Trunkener
und schaukelt wie
eine Hängematte (instabile
Flugbahn
verursacht durch die Beinahekollision mit dem Stern); denn
schwer lasten
auf ihr unsere Übertretungen (Ursache
des
Gerichts), daß sie fallen muß und nicht wieder aufstehen
kann (d.h., die alte
Erde wird einen irreparablen
Schaden erleiden, was eine Neuschöpfung notwendig macht).
Zu der
Zeit wird der Herr das Heer der Höhe heimsuchen
(erdgebundene Geister)
in der Höhe
und die Herrscher der Erde auf der Erde, daß sie gesammelt werden als
Gefangene
im Gefängnis und verschlossen werden im
Kerker (der Materie)
und nach langer Zeit heimgesucht werden (von der Gnade einer erneuten
Entwicklungsmöglichkeit
durch die Naturreiche).
Im obigen Vers tritt uns
noch ein anderer
Aspekt der Neubannung entgegen. Es werden neben den kurz vor dem
Feuergericht
noch auf der Erde lebenden Menschen, auch diejenigen erdgebundenen
Geister neu
gebannt, die auf Grund ihres bösartigen Willens auch im Jenseits, jedes
Entwicklungsangebot helfender Geister hochmütig und zornig ablehnen.
Offb.20,6
Glückselig
und heilig, wer teilhat an der ersten Auferstehung! Über diese hat der
zweite Tod (die erneute
Bannung in die Materie) keine Gewalt, sondern sie
werden Priester Gottes und des Christus sein und mit Ihm herrschen
tausend
Jahre
Offb.
21,8 Der feigen
Verleugner aber und Ungläubigen und Frevler und
Totschläger und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle
Lügner,
deren Teil wird sein in dem Pfuhl, der mit Feuer und Schwefel brennt (ist hier das ausströmende
Erdmagma
gemeint?!); das ist der zweite Tod.
Der zweite
Tod ist also ein Zustand
in welchem ein jeder geistige Lebensfunke, jede
Form eines moralischen und tugendhaften Lebens beinahe vollkommen
vernichtet
ist. Hier regiert nur noch der nackte Egoismus und Hochmut; und die
alleinige
Befriedigung der Begierden und Leidenschaften ist Antriebsfeder für ein
kurzzeitiges Aufwallen der Lebenskräfte. Bei einer sich in solch
geistigem Tode
befindenden Seele, ist jede weitere Lebensfortbildung und
Weiterentwicklung so
gut wie nicht mehr möglich, da gerade die jenseitigen Seelen/Geister
sich ihre
eigene Welt aus ihren Wünschen und Begierden schaffen. Und je nach der
Willensausrichtung und den Zielen einer Seele/eines Geistes, erschaffen
sie
sich hier ihren Himmel oder ihre Hölle, je nachdem worin sie sich mit
ihrer
Liebe begründet haben.
BD.Nr 8656
Ihr werdet Mich niemals zu hindern
vermögen an der Durchführung Meines Heilsplanes von Ewigkeit. Zwar habe
Ich
gesagt, daß ihr durch inniges Gebet vieles von euch abwenden könnet,
doch Mein Heilsplan ist aufgebaut auf
dem Willen der Menschen, den Ich von Ewigkeit erkannte und also auch
ihm entsprechend die Zeiten festsetzen
konnte, wo große Umwandlungen vor sich gehen und Ich diese Zeiten auch
einhalten werde. Ich kann wohl von jedem
einzelnen kraft seines innigen Gebetes Geschehnisse abwenden. Ich kann
jeden einzelnen so führen, daß er nicht
betroffen wird von Ereignissen, die Ich über die Menschen kommen lasse,
will
Ich Meinen Zweck erreichen, den zum
Stillstand gekommenen Rückführungsprozeß fortzusetzen. Doch
ungewöhnliche
Ereignisse habe Ich euch stets vorausgesagt, und diese Voraussagen
werden sich
auch erfüllen, weil sie sich erfüllen müssen, soll die göttliche
Ordnung wieder
hergestellt werden.
Ich weiß es wahrlich seit Ewigkeit, daß
und wann die göttliche Ordnung nicht mehr eingehalten wird und konnte
daher
auch stets auf diese Zeit hinweisen und die großen Umwälzungen
erwähnen, die
unwiderruflich stattfinden werden Meinen Ankündigungen gemäß. Die
Menschen aber werden niemals
ungezweifelt diese Ankündigungen glauben, denn es übersteigt
menschliche
Begriffe, was ihnen als kurz bevorstehend prophezeit wird. Sie werden
zwar an dem Ablauf des Weltgeschehens erkennen
können, daß eine Änderung eintreten muß, weil die Menschen auf einem
Tiefstand
angelangt sind, der sich deutlich bemerkbar macht durch die Genußsucht
und das übergroße Verlangen
nach irdischem Wohlleben, irdischen Gütern, Ehre und Macht. Sie könnten
also an den Zeichen der Zeit erkennen, daß jene Ankündigungen eine
gewisse
Berechtigung haben, daß sie ernst zu nehmen sind und entsprechend ihren
eigenen
Lebenswandel nun führen. Die Glaubenslosigkeit ist aber schon zu groß,
als daß
solchen Hinweisen Gehör geschenkt wird von Seiten der Menschen. Sie
leben hemmungslos nur ein rein
irdisches Leben und weisen alle Gedanken an eine einschneidende
Änderung von
sich ab. Und darum wird die Menschheit überrascht werden von einem
Naturgeschehen
katastrophaler Art, das von einem solchen Umfang ist, wie die Erde es
noch
nicht erlebt hat, das für viele Menschen das Ende ihres Lebens bringt,
und das
zu einem Chaos führt von größtem Ausmaß und übergroßes Elend für die
Menschen
bedeutet. Es ist dies ein letztes
Mahnzeichen und soll daher auch den Menschen immer wieder angekündigt
werden. Meine Boten sollen die Menschen darauf hinweisen, damit sie die
Wahrheit erkennen, wenn dieses Geschehen eintrifft, und sie die letzte
Zeit bis
zu dem kurz darauf folgenden Ende noch gut ausnützen für ihre
Seelenreife. Sie
werden zwar wenig oder keinen Glauben finden, und dennoch beauftrage
Ich Meine
Boten immer wieder zu reden, wo dazu Gelegenheit ist. Die Menschen
wollen nicht gestört werden in ihrem Genußleben, doch
sie werden plötzlich aufgeschreckt werden, und es kann für jeden
einzelnen
Menschen das kommende Geschehen sein Ende sein, und er wird nichts
hinübernehmen
können von allen seinen irdischen Gütern. Und das soll er immer
bedenken, denn
ob er auch sonst nicht glaubenswillig ist, so weiß er doch, daß er sein
Leibesleben nicht um einen Tag verlängern kann, weil die Stunde seines
Todes
bestimmt ist, und er weiß es, daß auch für ihn einmal ein Ende kommt
und dieses
jeden Tag sein kann, daß er dann alles zurücklassen muß, was seinen
Lebensinhalt ausmacht.
Und darum sollte er die irdischen Güter
nicht so hoch bewerten, sondern sich Güter schaffen für die Ewigkeit.
Und er
würde nur klug handeln, während ein nur irdisches Erdenleben kein
Zeichen von
Klugheit ist, sondern ein verwirrtes Denken bezeugt.
Mein Plan von Ewigkeit aber wird
ausgeführt, und es wird der Tag eingehalten, den Ich Mir gesetzt habe,
weil das Menschengeschlecht seine
Erdenaufgabe nicht mehr erfüllt und daher von der Erde verschlungen
werden
wird mit Ausnahme derer, die Mich erkannt haben, die an Mich glauben
und Mir
treu bleiben bis an das Ende. Denn es muß die Erde weiter ihren Zweck
verrichten als Schulungsstation für das Geistige, das auf dem Wege
seiner
Rückkehr zu Mir sich befindet.
Und darum kann auch das große Umgestaltungswerk
nicht unterbleiben, und es muß alles so kommen, wie Ich es immer wieder
vorausgesagt
habe, weil Ich die Menschen nicht ungewarnt lasse und jedem noch
Gelegenheit
genug biete, zu Mir zu finden und im Glauben und in der Liebe mit Mir
die Verbindung
zu suchen. Und wahrlich, diese werden gerettet werden noch vor dem
Ende. Ich werde sie zuvor schon abrufen, auf daß
sie nicht in die Gefahr kommen, gänzlich abzusinken, sondern im
Jenseits noch
ausreifen können. Oder Ich werde sie am Ende von der Erde entrücken auf
einen
Ort des Friedens, weil sie die neue Erde wieder beleben sollen als
Stamm des
neuen Menschengeschlechtes. Glaubet es ihr Menschen, was Ich immer
wieder
euch ankündige, denn es ist nicht mehr viel Zeit und jeder, der guten
Willens
ist, kann noch gerettet werden, auf daß ihn nicht das entsetzliche Los
der
Neubannung trifft.
JL.HG.1
3,5-6 (Der
Herr:) Siehe, alle Meine Geschöpfe
hängen an Meiner Macht, aber Meine Kinder hängen an Meiner Liebe! Meine
Macht gebietet, und es geschieht; aber Meine Liebe wünscht nur und
gebietet in
aller Sanftmut den freien Kindern, und die
freien Kinder verstopfen ihre Ohren und wollen nicht das Angesicht
ihres Vaters
schauen. Daher, weil sie frei sind, wie Ich es bin, kann Ich ihnen
nicht
helfen, wenn sie es nicht wollen. Denn
Meine Macht geht über alles; aber Mein Wille ist Meinen Kindern
untertan.
Dieses aber soll sich jeder hinter die Ohren schreiben: Ich bin euer
Vater, bin aber auch euer Gott, und außer Mir ist
keiner mehr. Wollet ihr Mich als Vater -
oder als Gott? Eure Taten werden Mir die entscheidende Antwort geben.
Was bedeutet in dieser Kundgabe „ seiner Freiheit auf ewig beraubt
werden“?
Wir kennen aus der Bibel auch den Begriff
„von Ewigkeit zu Ewigkeit“. Eine Ewigkeit im absoluten
Begriffsverständnis
würde einer zweiten Ewigkeit schon keinen Raum mehr für ihr
Vorhandensein
ermöglichen. Seiner Freiheit „auf ewig beraubt sein“ ist auch hier
relativ zu
verstehen. Es bedeutet einen unendlich langen Zeitraum, nämlich den der
Naturseelenentwicklung vom Stein bis zu einer erneuten Menschwerdung.
So wie die biblisch verwendete Zahl
1000
den „menschlichen Zahlenwert“ für einen sehr langen Zeitraum
symbolisiert, so
ist die „Ewigkeit“ der „göttliche Zeitbegriff“ für eine unendlich lange
Zeit,
die jedoch irgendwann einmal ihr Ende hat.
Warum heißt es weiter „wird der Tod sein Anteil sein?“ Weil vor Gott
ein Wesen erst dann im
eigentlichen Sinne zu Leben beginnt, wenn es aus dem freien Willen
heraus
selbstlos zu lieben beginnt. Dies ist aber alleine dem, mit dem
göttlichen
Geist und freien Willen begabten Menschen möglich. Somit ist der
Zustand der
Neubannung und alle Vorstufen bis zur erneuten Menschwerdung, vom
geistigen
Gesichtspunkt aus als tot zu bezeichnen.
JL.HzH.2
294,4-7+9
(Der Herr:) Wer als
das, was er
uranfänglich war, wegen Verkehrtheit seiner Liebe sich im ersten oder
zweiten
Grad der Hölle befindet, kann nach vielen bittersten Erfahrungen
dennoch wieder
das werden, was er uranfänglich war. Sein Bewußtsein wird ihm belassen,
seine
Erinnerung bleibt ihm, und er kann zur Vollendung gelangen.
Aber so
der Mensch durch die Mir unerträglichste Lauheit weder kalt noch warm
ist, sich
um nichts kümmert, weder um etwas Gutes noch um etwas Böses, ‑ oder es
ist ihm
das eine wie das andere (gleich),
so
daß er einmal kaltblütig die größten Greuel und so auch manchmal etwas
Gutes
ausüben kann ‑ dem also gleich ist Gott oder Teufel, Tag oder Nacht,
Leben oder
Tod, Wahrheit oder Lüge (ein mit unserer
gewissenlosen Zeit, erschreckend deckungsgleiches Gemälde):
der ist dem
eigentlichen ewigen (relativ) Tode
verfallen. Und er befindet sich damit in der alleruntersten
Hölle, aus
der in ein‑ und derselben Urwesenheit
kein Herauskommen mehr denkbar ist!!!
Der
Grund solch eines Zustandes ist der konzentrierteste Hochmut, der alle
Grade
der Selbstsucht und Eigenliebe durchgemacht hat und sich in solch
hochgradiger
Verdichtung gewisserart selbst erdrückt und so um das Urleben
des Geistes gebracht hat. Und eben darin besteht der eigentliche ewige Tod, der das
Schlimmste alles Schlimmen ist, weil da das eigentliche (individuelle) Sein ein
völliges Ende nimmt.
Solch
eine Seele ist dann gänzlich verdorben. Ihre erste Gesamtheit muß durch des Feuers Gewalt in ihre einzelnen Urlebensfunken aufgelöst und
darauf, mit ganz neuen gemengt, auf
langen Wegen durch die Pflanzen‑ und Tierwelt eines anderen
Planeten in
einem ganz fremden Sonnengebiet in eine höchst untergeordnete Form
eines Menschen
übertragen werden. Auf diese Weise bleibt dann von der Urwesenheit
(Urindividualität)
solch einer Seele verzweifelt wenig mehr übrig. Und das ist das
eigentlich
Schlimmste, denn solch eine Seele kann dann unmöglich mehr je zu Meiner
Anschauung gelangen, weil sie dann bloß nur Seele ohne Meinen Geist (der unbegrenzten Liebefähigkeit) in ihr
ist und bleibt.
Sagen alle wie ein Mann: „Herr und Vater,
jetzt ist uns alles vollkommen klar! Es ist zwar über den Zustand solch
einer
selbstischen Verlorenheit nicht viel Erfreuliches zu erwähnen; aber
dessenungeachtet sieht doch immer Deine
große Liebe und Erbarmung heraus, und bei Dir sind ja alle
Dinge möglich.
Es kann daher nach freilich undenkbar langen Zeiträumen
doch auch für diese Wesen ein Stündchen kommen, in dem sie
sich
und Dich mehr und mehr urzuständlich zu erkennen und zu lieben anfangen
und von
da fortschreiten in der Erkenntnis wie in der Liebe.
Dem ist nur hinzuzufügen, daß die Wege
Gottes wunderbar sind, und seine Liebe und Erbarmungen zu Seinen
Geschöpfen
stets das letzte Wort sprechen.
JL.HzH.2
293,13
(Der
Herr:) Siehe, ein Töpfer formt aus Lehm einen Topf auf
seiner Scheibe. Der
Topf aber, schon über die Hälfte geformt, mißrät ihm eines zufälligen
Umstandes
wegen. Was tut da der Töpfer? Er schlägt den halbfertigen Topf
zusammen, nimmt
den Lehm von der Scheibe und vermengt ihn mit anderem frischem Lehm. Er
gibt
ihn dann wieder auf die Scheibe und fängt ein anderes, minder heikles
Gefäß
daraus zu formen an, das ihm auch wohl gelingt. So geht zwar wohl der
Stoff
nicht verloren, aber die eigentümliche Individualität des zuerst begonnenen Werkes
ist für ewig vollkommen dahin.
Kurz, das erste Ich ist völlig zerstört, und das ist im eigentlichsten
Sinn der ewige Tod, den keine Liebe und keine
Erinnerung ans Ursein wiederbeleben kann. Wo aber dies nimmer
geschehen
kann, da kann auch ewig an keine vollkommene endliche Vollendung (der einstiegen Individualität) mehr
gedacht werden. An der Beibehaltung
der Urindividualität aber liegt gar unaussprechlich viel, denn ohne sie
kann die Kindschaft Gottes nie erreicht
werden. Denn eine Zweitzeugung wird ewig keine Erstzeugung
mehr.”
Hier erfahren wir,
was das Schlimmste für
einen einmal als freies Wesen geschaffenen Menschen ist. Nämlich die
Auflösung
seiner einstigen Urindividualität, in welcher er mit dem großen Ziel
die
Kindschaft Gottes zu erlangen, als ein ganz spezifischer Gedanke Gottes
in ein
sonderheitliches Dasein gestellt wurde. Seine individuellen
Geisteskräfte und
Wesenseigenschaften werden isoliert und mit neuen, fremden Lebensfunken
zu
einer neuen Individualität gemengt. Doch solch ein Zweitleben kann
schwerlich
je die Kindschaft Gottes erlangen, wenn es auch einen hohen Grad der
Seligkeit
erreichen kann. Das heißt, solch ein Wesen kann geistig nicht bis in
den
dritten Himmel emporwachsen und zur persönlichen Anschauung des Vaters
in Jesus
Christus gelangen, in welchem Gott sichtbar unter Seinen Kindern wohnt,
welches
der höchste Grad der Seligkeit ist.

BD.Nr 2845 Nur
das unvollkommene Geistige muß den
Erdenweg noch einmal zurücklegen, das sich am Ende der Erlösungsperiode
als
völlig gottfern erwiesen hat und also auch
im Jenseits sich nimmermehr aufwärts entwickeln würde. Und
darum werden
zuvor schon viele Menschen (durch die
großen Katastrophen) den Tod erleiden, bei denen noch die
Möglichkeit einer
Höherentwicklung im Jenseits besteht, auf daß sie nicht zu denen
gehören, die
das Ende der Erdperiode erleben müssen und also die Neubannung in der
festen
Form der neugestalteten Erde. Im
geistigen Reich jedoch würden letztere in die untersten Sphären gehören
und
sich auch dann noch immer weiter von Gott entfernen, so daß
sie nach
undenklich langer Zeit gleichfalls zur festen Form würden, also zur
Erschaffung
neuer materieller Schöpfungen wieder ihre geistige Substanz genommen
wird und
erst nach überaus langer Zeit ihren Entwicklungsgang auf Erden
zurücklegen
könnten.
Einerseits
ist das Geistige, das noch
vorher von der Erde scheidet, im Vorteil, indem es im Jenseits sich
rascher zur
Höhe entwickeln kann wie auf der Erde, vorausgesetzt, daß es dazu den
Willen
aufbringt, daß es zum Erkennen kommt entweder in der letzten Stunde vor
dem Ableben
oder durch die Bemühungen der Lichtwesen im Jenseits. Strebt es aber
nicht zur
Höhe und behält es im geistigen Reich seine Unkenntnis und verharrt in
Abwehr
und im Widerstand, dann sinkt es immer tiefer, bis
Gott Seinen Liebegeist
ganz von ihm zurückzieht (der
Gottesfunke)
und das Geistige wieder zur festen Form werden läßt, was aber
eine um
vieles längere Zeitdauer erfordert, ehe dieses Geistige wieder den Weg
auf der
Erde zurücklegen darf.
Die
Qualen eines erneuten Erdenganges
sind von den Menschen nicht zu ermessen, sonst würde es ihnen leichter
begreiflich sein, warum soviel Leid über die Erde geht, das immer noch
Einfluß
haben kann auf die Gesinnung des Menschen, auf seinen Willen und auf
seine
Einstellung zu Gott. Daß aber viele Menschen durch das Leid die
Entfernung von
Gott noch vergrößern, liegt daran, daß sie im Irrtum dahingehen, daß
sie blind
sind im Geiste und doch nicht das Licht des Tages annehmen wollen, so
es ihnen
geboten wird.
Eine
klare Darlegung der Wahrheit würde
ihr Denken ändern können, doch in der finstersten Nacht schließen sie
auch noch
die Augen und bemerken den Lichtschein nicht, der sie den Weg erkennen
ließe,
den sie wandeln sollen. In keiner anderen Weise aber kann ihnen
geholfen
werden, als daß ihnen die Wahrheit nahegebracht wird. Und auch im
Jenseits müssen
sie diese willig entgegennehmen, wollen sie zur Höhe schreiten. Nur in
der
festen Form ist ihr Wille gebunden, dann ist das Geistige nicht
selbstverantwortlich, sondern es muß sich bewegen nach dem Willen
Gottes und
wird erst etwas freier, wenn es sich zum
Dienen bereit erklärt.
Darum
sind die Menschen auf Erden trotz
größter irdischer Not und Trübsal noch weit im Vorteil gegenüber dem
gebundenen
Geistigen, denn ihr Wille ist frei und kann sich daher selbst eine
Änderung
schaffen, sowie der Mensch nur das Verlangen hat, in der Wahrheit zu
stehen,
das Wahre zu erkennen und wissend zu werden. Dann ist ihm ein erneutes
Gebundensein in der festen Form erspart, wenngleich er nun vorzeitig
abgerufen
wird von der Erde. Denn dann kann er in das geistige Reich eingehen, wo
ihm
diese von ihm begehrte Wahrheit nun geboten wird und er den Weg der
Aufwärtsentwicklung betritt. Und daher werden am
Ende dieser Erdperiode nur noch gänzlich gottferne und wenige
gottverbundene Menschen auf der Erde sein, und es wird die endgültige
Scheidung
stattfinden. Letztere werden Gott angehören auf ewig und
erstere den Weg
unsäglichen Leides gehen müssen im gebundenen Willen, in den
Schöpfungen der
neuen Erde.
Daß sich nicht alle Seelen im Jenseits
von ihrem Egoismus und ihrer Materiegebundenheit befreien und die
Möglichkeit
einer Aufwärtsentwicklung für sich nutzen wollen, sagt uns Jesus im
folgendem
Text. Und Er sagt uns auch, daß es besonders in unserer Zeit viele
solcher Menschen
geben wird.
JL.HiG.2
S.445.6-7
(Der Herr:) Jene
vielen Menschen, besonders
in dieser Zeit, die es in solcher Welt- und Selbstliebe und somit
in der
Lebensfinsternis so weit als nur immer möglich gebracht haben,
werden
jenseits auf eben dem Punkte wider anfangen und werden nach
Umständen immer
ärger und materieller. Und so wahr Ich der Herr bin, der dieses
sagt, sie
werden wieder in die tote Materie
übergehen, und zwar durch einen unsäglich schmerzlichen
Prozeß, und
das durch lange und lange Zeiten, bis sie selbst wieder zur
harten, starren
Materie werden, endlich in viele
Teile zerteilt und nach langen Zeiten wieder zu Menschen oder zu
Geschöpfen,
entweder auf diese Erde oder auf andere Weltkörper gestellt,
werden.
Denn bei Mir sind tausend Erdjahre wie ein kurzer Tag.
Was
sich vermöge des ihm innewohnenden freien Willens Meinem
allen Menschen
geoffenbarten Willen nicht unterordnen will, das geht darum
nicht verloren,
aber es hat eine große und langwierige
Korrektion zu erwarten.
BD.Nr
4688 Ihr
setzet die unterbrochene Entwicklung
fort im Jenseits, so ihr nicht als vollendete Teufel von dieser Erde
scheidet,
also noch die Möglichkeit besteht, daß ihr euch aufwärts entwickelt.
Teuflisch
aber ist eure Gesinnung, so ihr voll Haß und Rachgier seid gegen eure
Mitmenschen,
die zu Gott streben, die also guten Willens sind, Gott anerkennen und
Seinen
Willen zu erfüllen suchen.
Werden
diese Menschen verfolgt, lediglich
ihrer Gesinnung wegen, dann kann den Verfolgern wahrlich teuflische
Gesinnung
zugeschrieben werden, und dann hört jedes Erbarmen auf, weil das
Geistige in
jenem Menschen sich verhärtet und durch seine Gottferne in jenen
Zustand
geraten muß, der die Bannung in der festesten Materie bedingt.
Die
Seelen dieser Menschen können nicht
in das jenseitige Reich eingehen, denn es gibt für sie keine
Besserungsmöglichkeit, nur ein immer tieferes Absinken zur Hölle, zur
Gottferne. Und es ist sonach doch ein Erbarmungsakt, daß das Geistige
in der
Materie wieder gebunden wird, weil es im Mußzustand doch wieder langsam
zur
Höhe schreitet, wenn auch in endlos langer Zeit.
Das
Jenseits, das geistige Reich, kann
wohl auch zahllose Seelen aufnehmen, die in einem völlig untätigen
Zustand
Ewigkeiten verharren, die aber doch noch wandlungsfähig sind, die also
noch
nicht den Grad erreicht haben, der eine Bannung in der Materie bedingt.
Sie
können wohl noch absinken bis zu jenem Grad, doch solange noch eine
Möglichkeit
zum Gegenteil besteht, wird die Seele auch nicht in den Mußzustand
versetzt,
der aber unweigerlich das Los der zu
Teufeln gewordenen Menschen sein wird nach dem Untergang der
alten Erde. Darum wird, was noch
wandlungsfähig ist,
noch vor dem Ende der Erde abberufen, und es können diese Seelen nach
ihrem
Tode ihre mangelhafte Reife erhöhen, so sie dazu willig sind.....
BD.Nr 6638 Auch
das verworfenste Geschöpf ist ein
Kind Meiner Liebe. Und darum gilt ihm Meine Sorge gleichfalls
unvermindert, daß
es einmal zu Mir zurückkehrt, wenngleich es einen weit längeren Weg
wird gehen
müssen, um sich Mir und Meinem Urwesen anzugleichen.
Aber
Ich lasse es nicht fallen, und was
von Meiner Seite aus geschehen kann, das tue Ich, um diesem Geschöpf
dazu zu
verhelfen, daß es sich selbst erkennt und wandelt. Aber der Abstand ist
oft so
groß, daß die Gegenkraft größeren Einfluß hat und Meine
Liebeanstrahlung unwirksam
bleibt. Und darum kann es auch Ewigkeiten dauern, bis es Mir etwas
näherkommt,
aber niemals gebe Ich es auf.
Wenn
nun von einer „Hölle“ gesprochen
wird, so ist dies die Zusammenballung solcher verworfener Geschöpfe im
Jenseitigen Reich, die also schon das Erdenleben hinter sich haben mit
negativem Erfolg und auch im Jenseits
stets tiefer gesunken sind
weil
sie sich Meinem Gegner aufs neue ergeben haben. Bevor nun eine
Neubannung auf
den Erdschöpfungen stattfindet, die immer den Beginn einer neuen
Erlösungsepoche bedeutet, sind diese Wesen als Anhänger des Satans in
Sphären,
wo sie ihren schlechtesten Leidenschaften frönen, wo sie sich
gegenseitig alles
Böse antun und daher ständiger Kampf und Streit ist, und wo sie immer
wieder
schwächere Wesen in ihren Bereich zu ziehen suchen, sie also im Auftrag
Meines
Gegners alles tun, was sie stets tiefer sinken läßt. Es sind keine
begrenzten
Orte, es ist gleichsam die Hölle überall
dort, wo sich solche tief gesunkenen Wesen zusammenfinden, wo
sie
gegeneinander wüten, weshalb auch auf der Erde von Hölle und
Höllenzuständen
gesprochen werden kann, wo Menschen mit teuflischer Gesinnung sich
anfeinden,
und in jeder Weise Unheil stiften. (Von
daher gibt es auch keine Urteufel. Teufel sind Menschenseelen, die sich
auf
Erden dem Einwirken Satans geöffnet haben und nach ihrem Tod ihr
Unwesen im
Jenseits weiter treiben. Solche Geister versuchen dann wiederum Einfluß
auf das
Denken und Tun der noch auf der Erde lebenden Menschen zu nehmen, was
ihnen in
unserer aufgeklärten Zeit sehr gut gelingt. Denn wo man weder an Gott
noch
Teufel glaubt und daneben Gut und Böse als mittelalterliche
Wertvorstellungen
definiert, dort sind den widergöttlichen Kräften Haus und Hof geöffnet!
Haus
und Hof sind eine sehr treffende Entsprechung für Geist und Seele.
Unsere
Psychiatrien sind voll von solch bedauernswerten Seelen, die nicht mehr Herr im eigenen Haus sind,
sondern von einem Fremdgeist besetzt sind. Jesus befahl Kraft Seiner
Macht
solchen Teufeln des öfteren, aus den von ihnen besetzten Menschen
auszufahren.
Aber auch das weiß man in der modernen Theologie, dem Zeitgeist
angepaßt,
aufgeklärt-rational und tiefenpsychologisch
zu erklären.)
Und
alle diese Wesen sind dennoch Meine
Geschöpfe, mit denen Ich Erbarmen habe und die Ich von ihrer Sünde und
Gebundenheit an Meinen Gegner befreien möchte, denn sie stehen noch
voll und
ganz unter dem Einfluß dessen, der sich wider Mich erhob und der auch
alle von
ihm erschaffenen Wesen wider Mich auflehnte, so daß auch sie abfielen
und
unglückselig geworden sind. Aber es waren auch Meine Kinder, weil Meine
Kraft
sie erstehen ließ, die unbeschränkt durch Meinen Gegner strömte und ihn
erst
zum Erschaffen jener Wesen befähigte.
Darum
gehört auch jenen Geschöpfen Meine
Liebe, und ob sie noch so tief gesunken sind, was euch Menschen nun
auch
erklären wird, warum eine Neuschöpfung der Erde vor sich gehen muß.
Denn Ich
gedenke ebenso jener unglückseligen Geschöpfe
in der tiefsten Tiefe,
wie der
Menschen auf der Erde. Ich will auch
ihnen wieder einen Weg bereiten, die schon endlos lange schmachten in
der
Gewalt Meines Gegners. Ich will sie ihm entwinden und wieder
neu binden in
der festen Form, auf daß auch ihr Weg wieder aufwärtsgehe, auf daß ihr
Widerstand langsam nachlasse, den sie noch in stärkstem Maß Mir
leisten. Die
Liebe zu dem Gesunkenen ist unverändert und sie wird auch niemals
nachlassen.
Anders aber als durch Neubannung in Erdschöpfungen ist Meine Liebe
nicht zu
beweisen, anders ist auch kein Erfolg oder keine Rückkehr dessen möglich (was
aus eigener Kraft nicht mehr aufwärts streben kann) und daraus ergibt sich auch die
Notwendigkeit einer Umgestaltung
der Erde, wie Ich sie euch verkünde stets und ständig.
Es
ist nur Liebe, die Mich zu allem Wirken und Walten im Universum
bestimmt, auch
wenn ihr Menschen keine Liebe darin erkennen könnet.
Einmal werdet auch ihr Meinen
Heilsplan begreifen und Lob und Dank singen Dem, Der auch euch
herausgeführt
hat aus Nacht und Tod. Der alle Wesen selig machen will, die aus Ihm
hervorgegangen sind, und der auch mit unveränderter Liebe dessen
gedenkt, das
Seine Hilfe
am dringendsten benötigt, weil sein Gegner es gefesselt
hält!!!

BD.Nr
8511 Jedes
Wesen geht seines Ich-Bewußtseins
wieder verlustig, wenn es als Mensch völlig versagt und dem Lose der
Neubannung
nicht mehr entrinnen kann. Und es ist dies das Fürchterlichste, was ihm
geschehen kann, denn wenngleich es dann als aufgelöst in unzählige
Partikelchen, nicht mehr als ganzes Wesen empfinden kann, wie ihr
Menschen es
annehmt, so sind es doch unvorstellbare Qualen, weil das Geistige einst
in
Freiheit erschaffen war und auch seine Freiheit als Mensch schon zum
Teil
wiedergewonnen hatte — nun gefesselt ist und diese Fesselung als
entsetzliche
Qual empfindet.
Denn
die von Mir einst ausgestrahlte
Kraft waren Ich-bewußte Wesen, sie waren im höchsten Grade lebensfähig,
also
nicht nur tote Formen. Doch sie wurden dazu, als sie abgefallen waren
von Mir.
Als die geistigen Substanzen verhärtet waren, war das eigentliche Leben
daraus
entflohen, oder auch Meine Kraft durchstrahlte diese Formen nicht mehr,
die allem
erst das Leben gibt. Und die aufgelösten Partikelchen sind auch wieder
so lange
ohne Leben, wie sie nicht von Meiner Liebekraft angestrahlt werden
können.
Daß
diese toten Partikelchen dennoch
empfindsam sein können, ist euch Menschen unbegreiflich. Doch dann
würden sie
niemals reagieren, wenn Meine Liebekraft
sie einzufangen und zu umschließen sucht, so daß das
gefallene Geistige zur
Materie umgestaltet werden kann.
Denn auch sein Widerstand ist eine Reaktion, die beweist, daß das
Geistige
gewisse Qualen empfindet und sich dagegen zur Wehr setzt. Und in diesem
Qualzustand befindet sich die Gesamtheit der Schöpfung (die
ganze Schöpfung liegt in Wehen/Qualen und harret des Erscheinens
der Kinder Gottes, lesen wir schon im Alten Testament), denn
sie unterliegt
einem Gesetz, dessen Urheber Ich Selbst bin. Sie ist unfrei und muß
sich Meinem
Gesetz von Ewigkeit unterstellen, was für das einst in Freiheit
erschaffene
Geistige überaus qualvoll ist. Würde es diese Qual nicht empfinden, so
wäre
ewiglich keine Änderung des toten Zustandes mehr möglich.
Ihr Menschen
werdet das niemals verstehen können, doch ihr sollet es glauben,
ansonsten ihr
nicht ein Zurücksinken in die Tiefe zu fürchten brauchtet und es euch
völlig
gleichgültig wäre, was mit euch nach dem Tode des Leibes geschieht. Auf
Erden
habet ihr wieder das Ich-Bewußtsein und ihr seid in gewissem Grade frei
und
dennoch nicht restlos selig, so lange ihr noch nicht durch gänzliche
Hingabe
die Einigung mit Mir gefunden habet. Doch so lange ihr lebt, könnet ihr
letztere
noch erreichen. Verlieret ihr aber wieder das Ich-Bewußtsein, dann ist
auch
jegliche Freiheit dahin, ihr werdet nach Meinem Willen wieder zur
Tätigkeit
bestimmt und könnt keinerlei eigenen Willen gebrauchen, ihr seid
gebunden in
tiefster Finsternis, denn ihr wisset nichts um euer Sein, weil ihr
aufgelöst
seid und nur immer die Funktionen ausübt, für die euch euer Gott und
Schöpfer
bestimmt hat.
Und
werdet ihr einmal im Zustand der
Seelenreife diese lange Zeit im Mußzustand übersehen könnet, dann
werdet ihr
auch um die unermeßlichen Qualen wissen, durch die eure Seele in den
unzähligen
Verformungen hindurchgehen mußte, und ihr werdet es auch verstehen,
warum Meine
Liebe euch ständig ermahnt und warnet, um euch dieses entsetzliche Los
zu
ersparen. Denn ihr könnt nicht mehr in ein Nichts vergehen und weil ihr
unvergänglich seid - nur eben aufgelöst - so wird das, was bestehen
bleibt,
auch niemals empfindungslos sein. Ihr Menschen müßt euch nur immer
daran
genügen lassen, was Ich euch als Wahrheit zuleite. Denn Ich will irrige
Annahmen richtig stellen, wie also auch jene ist, daß das aufgelöste
Geistige
kein Empfindungsvermögen hat, also sein Zustand gleich ist mit
„Nicht-Sein". Es wäre dann der Entwicklungsgang kein Ausreifen bis zu
dem
Zustand, wo es wieder als Mensch sein Ich-Bewußtsein erlangt hat, denn
nur durch Leiden und Dienen erlöst sich alles
Wesenhafte, sowohl vor seiner Verkörperung als Mensch als
auch während des
Mensch-Seins. Denn es darf nicht vergessen werden, welch ungeheure
Schuld das
Wesen auf sich geladen hat durch seinen einstigen Abfall, und wie es
diese
Schuld nun wieder vergrößert, wenn es die letzte Gnadenzeit als Mensch
ungenützt
läßt und wieder zur Tiefe absinkt.
Und wenngleich eine restlose Tilgung durch das
Wesen selbst nicht möglich ist,
so wird
es doch sühnen und leiden müssen, solange es nicht von jener (Ur)Schuld befreit ist durch das Erlösungswerk Jesu
Christi. Dieses Gnaden- und
Erbarmungswerk Jesu anzunehmen
im Erdenleben ist die Aufgabe des Menschen, und er könnte darum leicht zur
Höhe gelangen. Und wenn er nun versagt und keinerlei Hilfe von Oben
annimmt,
wenn er wieder absinkt zur Tiefe, so ist es auch verständlich, daß sein
Leidensweg von neuem beginnt, wenn seine Seele wieder aufgelöst wird
und den Weg
durch die Schöpfung wieder beginnt....
| |