MARANATHA

Der Erlösungsplan Gottes

Teil 6

 


     In der folgenden Abbildung ist die Plattendrift anschaulich dargestellt. Die Südamerikanische Platte und die des östlichen Pazifik schieben sich übereinander (Subduktion) und haben so die Anden entstehen lassen. Die Proportionen der Platten sind hier zur besseren Anschaulichkeit vergrößert dargestellt.





Abb. 2.0: Die Bewegung der Platten
in einem Schnitt durch die Erde. 
(Aus:Erdbeben, Schlüssel zur
Geodynamik).


Abb.2.1: Blockausschnitt des Mittelatlantischen Rückens.
 
Topographie des Meeresbodens im Spreizbereich. 
Hier tritt ununterbrochen heißes Erdmagma auf dem Meeresgrund hervor
und bildet im Laufe von Jahrmillionen neue, unterseeische Gebirgszüge.

(Aus: Erdbeben-Schlüssel zur Geodynamik).



     Kommt es durch die Verschiebungen der Platten zu sehr großen Verspannungen, wird das feste Material der Kruste überdehnt und bricht am schwächsten Punkt. Hierdurch kommt es zu einer schlagartigen Entspannung, was wir als Erdbeben registrieren. Nach einem Hauptbeben sind oftmals, als Folge des neuen Lagerungsprozesses der Erdkruste in der betroffenen Region, bis zu 50 kleine Nachbeben zu beobachten.
    Von Zeit zu Zeit können jedoch auch heftige Erdbeben in größerer Tiefe entstehen, wie das Beben am 9 Juni 1994 in Bolivien. Durch die inzwischen gut ausgestatteten Meßstationen konnte man das Beben ziemlich genau in einer Tiefe von 630 km lokalisieren. Es verursachte nur wenig Schaden, wurde jedoch noch bis Montreal spürbar registriert. Die Wissenschaftler sind sich noch nicht im Klaren darüber, durch welche innerplanetarischen Prozesse diese Beben hervorgerufen werden. Dies liegt vor allem an der undifferenzierten Vorstellung vom Inneren unseres Planeten, in das uns später die Neuen Offenbarungen noch einen detaillierteren Einblick geben werden. Eine zur Zeit vertretene Theorie vermutet, daß Plattenbrüche in der Subduktionszone für diese tiefgelegenen Erdbeben verantwortlich sind. Am Rande sei noch gesagt, daß auch unterirdische Atombombentests Erdbeben verursachen können.
     Es ist also verständlich, warum sich die meisten Erdbeben in den Kontaktzonen der Kontinentalplatten ereignen. Besonders die Pazifische Platte weißt mit 80% aller registrierten Erdbeben eine große Unruhe auf. Dazu befinden sich auch noch 75% aller bekannten Vulkane im sogenannten Feuergürtel rund um die Pazifische Platte. Verursacht wird diese Situation durch zahlreiche Stauchzonen – d.h., hier schieben sich die verschiedenen Platten gegeneinander (Kompressionsspannung), oder eine Platte rutscht unter eine andere hinweg in die Tiefe, wie in Abb. 2.0 zu sehen. Die Erschütterungen sind hier wesentlich heftiger als in einer Spreizzone, wie es der Mittelatlantische Rücken ist. Das erklärt auch, warum die Beben in der zweiten großen Grenzlinie von den Azoren über den Mittelmeerraum, bis nach Südostasien im allgemeinen schwächer sind. Die Grenzlinien der einzelnen Platten sind auf der  folgenden Abbildung 2.3 zu sehen.
 

(Abb. 2,3: Die gegenwärtigen Hot-Spots in ihrer Beziehung zu den, durch rote Grenzlinien gekennzeichneten Kontinentalplatten. (Aus: Vulkane–Abbild der Erddynamik.
Zu den Hot Spots später noch mehr.

  Jährlich werden etwa 120 Erdbeben der Stärke 5-6 (Richter-Skala) auf unserem Planeten gemessen. Zehnmal stärkere Beben (Skala 7) dagegen treten nur noch etwa 15 mal pro Jahr auf. Und mit 100 mal stärkeren Beben rechnet man 2 mal pro Jahr. Da man zum Erfassen der Stärke eines Bebens eine logarithmische Skala benutzt heißt das, daß ein Beben der Stärke 8,6 nicht die doppelte Energie freisetzt wie ein Beben der Stärke 4,3 , sondern es ist 10.000 mal so stark!

     Das 20. Jahrhundert begann im Jahr 1906 mit einem der verheerendsten Erdbeben der Neuzeit. Es zerstörte die Stadt San Francisco fast vollkommen, tötete ca.2000 Menschen und machte 250.000 obdachlos. Die meisten Menschen wurden bei diesem Erdbeben durch einstürzende Gebäude und eine Feuersbrunst getötet; fast alle Häuser bestanden damals noch aus Holz. Noch schlimmer traf es Japan dann im Jahre 1923 beim sogenannten Kwanto-Beben, das in der Mittagszeit, als viele Menschen sich im nahen Jokohama und in Tokio auf den Straßen befanden, nicht unerwartet eintraf. Das Epizentrum lag in der Sagami-Bucht, 91km von Tokio und 64km von Jokohama entfernt. Die Anzahl der Todesopfer belief sich auf etwas über 120.000 Menschen, bei einer entsprechenden Zerstörung der leicht gebauten Häuser. Eine über 12 Meter hohe Flutwelle im Küstenbereich zerstörte alle anliegenden Ortschaften und in der Kleinstadt Odawara wurden alle 5.500 Häuser dem Erdboden gleichgemacht. Seitdem man aber die Auslösmechanismen von Erdbeben besser erforscht hat und über Frühwarnsysteme verfügt, konnte man schon manche große Katastrophe verhindern. So z.B. am 5 Februar 1975 in der chinesischen Stadt Haicheng, 500km nordöstlich von Peking. Die Behörden forderten die Bevölkerung auf, sich im Freien aufzuhalten, da man mit einem Beben zu rechnen habe. Auf einem großen öffentlichen Platz wurden 12 Stunden lang Filme gezeigt, bis schließlich um 19:36 ein Beben mit der Stärke 7,3 losbrach und 90% der Häuser zerstörte, aber „nur“ 1000 Menschen das Leben kostete.
  Das der Mensch die Naturgewalten jedoch niemals unter seine Kontrolle bekommt, zeigte schon im Jahr darauf ein unerwartetes Beben in der chinesischen Stadt Tangshan, das verheerende Auswirkungen hatte und nach offiziellen chinesischen Angaben 250.000 Tote forderte. Nach inoffiziellen Angaben spricht man von ca. 650.000 Toten.

 


Hot Spots und Vulkane

     Hot Spots sind heiße Magmafelder, die sich unmittelbar unter der Erdkruste in der Asthenosphäre befinden (siehe Abb. 2.3). Weil sie von der sich nur geringfügig verändernden Mantelkonvektion gespeist werden, kann man sie über lange Zeiträume als stationär bezeichnen. An diesen Stellen wird die Erdkruste dann aufgeheizt und porös; es kommt zu Abschmelzungen der Basaltschichten. Da sich aber die Kontinentalplatten in ständiger Bewegung/Drift befinden und ihre Lage im Laufe der Erdgeschichte relativ zur Asthenosphäre fortlaufend verändern, wird entlang der Bewegungsrichtung quasi eine Sollbruchstelle in die Erdkruste gebrannt. Hier findet das Magma leichter einen Weg an die Oberfläche und es kann auch hier, neben den Randbereichen der Kontinentalplatten, zur Vulkanbildung kommen. Sie ist jedoch mit 5% relativ gering gegenüber den 95% der Vulkane im Randbereich der Platten. Die Hawaii Inselgruppe liegt zum Beispiel über solch einem Hot Spot. Die erloschenen Vulkane/Inseln im Nordwesten haben den Hot Spot bereits passiert, während die im südwestlichen Teil des Inselbogens liegenden Vulkane noch mit dem Magmasee verbunden, also tätig sind. Man kennt derzeit 40 solcher Stellen mit erhöhter Wärmeausstrahlung (Hot Spots) auf der Erde. 

 Man unterscheidet zwei Gruppen von Vulkanen.

1.      Vulkane mit dünnflüssigem Magmaauswurf.
           Lavatemperatur 1050-1200°

2.  Vulkane mit dickflüssigem Magmaauswurf.
     
Lavatemperatur 900-950°

       Der Ätna in Italien und der Kilauea auf Hawaii sind z.B. Vulkane der ersten Kategorie, die man Basaltvulkane nennt. Die dünnflüssige Konsistenz der Lava resultiert aus dem silikatarmen Material des aufgeschmolzenen Erdmantels. Gase können aus dem heißen Magma der Basaltvulkane relativ gut entweichen. Von daher ist die Explosionsneigung der Basaltvulkane auch sehr gering. Ein typisches Merkmal sind die offenen Feuerschlote mit einer Fahne von austretenden Gasen und Wasserdampf. Basaltvulkane befinden sich meistens über Hot Spots innerhalb der Kontinentalplatten, wodurch man auf die dünnflüssige Beschaffenheit, des sich in den Hot Spots befindlichen Magmas schließen kann.


    Wenn sich die Wissenschaftler über Experimente mit dem Erdmagma Gedanken machen, dürften wohl die Hot Spots auf Grund ihrer Lage, neben der dünnflüssigen Konsistenz und der relativ geringen Tiefe des Magmas, die geeigneten Stellen für solche Vorhaben sein.
   Die zweite Gruppe, die sogenannten Andesit-Vulkane, enthalten silikatreiche Schmelzen mit über 60% Kieselsäureanteil, was die Konsistenz des Magmas so zähflüssig macht. Man nimmt an, daß dieses Magma aus den Subduktionszonen (siehe Abb.2.2) oder entsprechendem Mantelmaterial aufgeschmolzen wird.

      Bei einem Temperaturunterschied von 150°C zu den Basaltlaven, zeigt das Lava der Andesit-Vulkane, eine um 2000mal zähere Konsistenz. Andesit-Vulkane sind darum auch sehr Gasreich und enthalten vor allem viel Wasserdampf. Diese Vulkane sind auf Grund ihrer Beschaffenheit hochexplosiv! Oft verschließt das zähe Lava den Schlot, bis der aufgestaute Druck sich durch eine heftige Explosion entlädt und eine große Menge Gase freigesetzt werden. Der größte Vulkanausbruch des 20.Jahrhunderts ereignete sich im Jahre 1902 in Guatemala beim Ausbruch des Santa Maria. Dabei wurden etwa 10 Kubikkilometer Material in die Atmosphäre befördert. Bis auf den heutigen Tag ist dieser Vulkan, der tausende von Menschenleben forderte, nicht mehr zur Ruhe gekommen. Fast täglich kommt es zu kleinen Ascheeruptionen und doch besiedeln Heute wieder mehr als 300.000 Menschen die unmittelbare Umgebung dieses Vulkans.

    Die beiden verheerendsten Vulkanausbrüche die uns bekannt sind, ereigneten sich im 19. Jahrhundert in Indonesien. Beim Ausbruch des Tambora im Jahre 1815 wurden etwa 175 Kubikkilometer Material (das ist die unvorstellbar große Menge eines Blockes von 175 Kilometer Breite, Länge und Höhe), und beim Ausbruch des Krakatau 1883, wurden 20 Kubikkilometer Material in die Atmosphäre freigesetzt.

     Bis zum Jahre 1980 sind vergleichsweise wenig Vulkane ausgebrochen, jedoch verzeichnen wir seitdem eine auffallende Häufung von schweren Ausbrüchen. 1980 der Mt. St. Helens (USA), 1982 der El Chichon (Mexiko), 1982 der Galunggung (Indonesien), 1985 der Nevado del Ruiz (Kolumbien), 1990 der Hekla (Island), 1991 der Pinatubo und 1993 der Mayon (Philippinen), der seitdem auch nicht mehr zur Ruhe gekommen ist. Daneben noch etliche andere, wie der Ätna in Italien, der seit einigen Jahren wieder eine deutliche Regsamkeit zeigt. 

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die Darstellung eines Vulkanausbruches ein Gefühl dafür vermitteln, welche Kräfte hierbei freigesetzt werden können.

 

 



Der Ausbruch des Krakatau im Jahre 1883

  Die unbewohnte Insel Krakatau, mit einer Erstreckung von fünf mal neun Kilometern, lag in der Sundastraße zwischen Java und Sumatra. Gekennzeichnet wurde das Bild des Eilandes von drei Vulkankegeln. Bereits im Jahre 1880 waren erste Erdstöße in der Region zu spüren. Veränderungen in der unteren Bodenstruktur durch erhebliche Abschmelzungen des festen Erdmantels, oder Erdbeben, sind häufig auslösende Momente für Vulkanausbrüche und dürften auch hier der auslösende Faktor gewesen sein. Unmittelbar vor dem ersten Ausbruch am 20 Mai, registrierte man vom 9-10 Mai einen Schwarm kleiner Erdbeben. „Eine gewaltige helle Dampfsäule stieg in kurzer Zeit in eine Höhe von 11.000 Metern empor“, berichtete der Kapitän des deutschen Kriegsschiffes „Elisabeth“, das sich gerade durch die Sundastraße bewegte. Hier ist, durch die Erdbeben bedingt, wohl eine größere Menge Meerwasser in die Magmakammer eingedrungen, wodurch es zu dieser enormen Wasserdampfsäule kam. Am 26. August erfolgte dann die Haupteruption mit einer gewaltigen Explosion, die eine Aschewolke bis in die Höhe von 50 Kilometern emporschleuderte. An den umliegenden Küstenbereichen gab es einen mit glühenden Steinen vermischten Ascheregen. Schiffsbesatzungen kämpften mit der bis zu einem Meter pro Stunde wachsenden Ascheschicht auf ihren Decks, durch welche ihre Schiffe unterzugehen drohten. Die gigantische Explosion wurde noch in 4.500 Kilometer Entfernung gehört und wurde vielfach für Kanonendonner gehalten. Am 27. August kam es dann zu einem noch stärkeren Ausbruch, mit einer Reihe von schwersten Explosionen, die noch in Zentralaustralien und Madagaskar gehört wurde. Bis zu 40 Metern hohe Flutwellen (Tsunamis) überrannten die Küstenregionen und forderten auf den benachbarten Inseln Java und Sumatra 36.500 Tote. Die Stadt Pencimbang, 15 Kilometer im Landesinneren gelegen, wurde überflutet und vollkommen zerstört. Ein Dampfschiff wurde 2,5 Kilometer ins Landesinnere getragen. Das Hafenbecken der Insel Rodriguez vor der afrikanischen Ostküste (4.500km entfernt), stieg am gleichen Tag während der Ebbe um 2 Meter an, um sofort wieder zu fallen. Die Flutwelle war noch im 7.000 Kilometer entfernten Aden zu erkennen. Eine Luftdruckwelle breitete sich mit der Schallgeschwindigkeit von 1.200 km/h aus, und umrundete den Erdball sieben mal.

  Innerhalb von 23 Stunden förderte der Vulkan 18 Kubikkilometer Asche in eine Höhe von 50 Kilometern empor, wobei grobes Material noch bis zu 20 Kilometer emporgeschleudert wurde. Die Rauchfahne war noch in einer Entfernung von 700 Kilometern mit bloßem Auge zu sehen, das entspricht der Entfernung Hamburg-Alpen. Asche und Lava lagen auf den umliegenden Inseln bis zu 100 Meter hoch. Ein Schiff registrierte noch in 6.000 Kilometer Entfernung Ascheregen und nach 13 Tagen hatten die Aschewolken den Erdball umrundet. Die Sonnenuntergänge waren in Folge noch für Monate ein beeindruckendes Naturschauspiel mit einer Farbpalette von glutrot bis bernsteinfarben. Für drei Jahre wurde, durch Eintrübung der Atmosphäre, die globale Mitteltemperatur um 0,5 Grad abgesenkt. Rund um Krakatau war der Meeresboden durch die ausgeflossene, erstarrte Lava um 40 Meter angestiegen. Als alles vorüber war, hatte sich an der Stelle der einstigen Insel unter dem Meeresspiegel ein 300 Meter tiefer Riesenkrater (Caldera) mit einem Durchmesser von 7.000 Metern gebildet. Die Insel war explodiert, eingeschmolzen oder in Asche aufgelöst worden. Welche unvorstellbaren Energien wurden hier freigesetzt! Man nennt solche ungewöhnlich, gewaltigen Ausbrüche „Hyperparoxismus“ (Rieseneruptionen). Katastrophen von diesen globalen Dimensionen sollten den fortschritt- und technikgläubigen Menschen von Heute dazu anregen, sich wieder in einer gesunden Relation zu den Schöpfungen Gottes einzuordnen und das Leben mit mehr Achtung und Ehrfurcht zu betrachten. Wir verblassen mit all unseren technischen Errungenschaften zu einem schemenhaften Nichts, im Vergleich zu diesen entfesselten Gewalten.

      Vermischt sich das Magma im Erdinneren mit zufließendem Grundwasser/Meerwasser kommt es zu Dampfexplosionen, wie bei der Explosion des Krakatau. Bei Landausbrüchen kommt es hierbei oft zu einer Schlammflut, wie dies beim Ausbruch des schneebedeckten Mount St. Hellen USA im Jahre 1980 zu beobachten war. Hier war der schon lange erloschene Vulkankegel mit Schnee angefüllt. Das in den wieder erwachten Vulkan eindringende Schmelzwasser löste zu Wasserdampf kondensiert, in Verbindung mit dem Schmelzwasser der Berghänge, beim Ausbruch des Vulkans  eine gewaltige, heiße Schlammflut aus. So auch 1985 beim Ausbruch des Nevado del Ruiz in Kolumbien wo 20.000 Menschen in solch einer Schlammflut umkamen. Erinnern wir uns hier an das Lindenlied in dem es heißt: „Eine große Stadt der Schlamm verschlingt, eine andere mit dem Feuer ringt!“ Der Seher dürfte in seinen Zukunftsschauungen ähnliche Vorgänge, wie sie oben beschrieben sind, gesehen haben. 

     Wenden wir uns nun einer Form des Vulkanismus zu, die wie ich meine, im direkten Zusammenhang mit diesem Kapitel des Feuergerichtes steht: Den plinianischen Säulen.

 
 


Plinianische Säulen

  Plinius der Ältere (23-79 n. Chr.) war Staatsbürger Roms und lebte am Fuße des Vesuv in der Stadt Pompeji, in der er beim Ausbruch des Vesuv im Jahre 79 n.Chr. ums Leben kam. Er hat sich wohl eingehend mit dem Vulkan beschäftigt und seine Beobachtungen gemacht, denn es liegt eine historische Beschreibung eines früheren Ausbruches vor. Er hat dabei vor allem auf eine gewaltige Eruptionssäule sehr flüssigen Magmas hingewiesen, welche darum als „plinianische Säulen“ bezeichnet werden.

  Eruptionssäulen entstehen, wenn spezifisch leichtes, kieselsäurearmes Magma mit hoher Eruptionsgeschwindigkeit durch enge Schlote, von weniger als 200 Metern Durchmesser gedrückt wird. Bei entsprechenden Auftriebskräften durch die Konvektionsenergie und den angereicherten Druck in den Magmakammern, können solche Lavasäulen in eine Höhe von über 30 (dreißig) Kilometer emporschießen! Ab einer gewissen Höhe, je nach Eruptionsdruckt, fällt die Säule dann in sich zusammen und fließt unmittelbar nach dem Bodenkontakt wie eine Flutwelle davon. Solche pyroklastischen Ströme sind je nach der geographischen Beschaffenheit enorm schnell und können beobachtete 200km/h erreichen.

  Aus den Vorkommen der Ignimbritdecken (erstarrte Schmelztuff aus dem Pyro-Magma) auf unserem Planeten weiß man, daß sich solche Lavafluten über 1000 Meter hohe Berge und bis zu 150 Kilometer weit ergossen haben. Solche pyroklastischen Ströme bewegen sich quasi in einem flüssigen Zustand. Neben den Basaltdecken bilden die Ignimbritdecken die größten kontinentalen Vulkanitmassen auf unserem Planeten. Die „plinianischen Säulen“ waren also im Verlaufe der Erdgeschichte keine seltenen Erscheinungen.

  Durch einen Brief von Plinius dem Jüngeren, an seinen oben schon erwähnten Onkel wissen wir, daß der Vesuv am 24. August des Jahres 79 n.Ch. ausbrach, denn der Brief erreichte seinen Adressaten nicht mehr, der wie alle 10.000 Einwohner der Stadt in kürzester Zeit unter einer fast zehn Meter hohen Asche- und Bimssteinschicht begraben wurde. Die gesamte Gipfelregion des Vesuv wurde mit einem ohrenbetäubenden Knall weggesprengt und aus der Südseite ergoß sich ein Lavastrom über die Stadt Pompeji. Die Stadt, die sich ursprünglich in einer Distanz von 500 Metern zum Meer befand, lag nach der Katastrophe 2.500 Meter vom Meer entfernt. 

     Plinianische Säulen können aber auch den drohenden Einbruch eines Kraters anzeigen, wodurch dann eine Caldera (großer Krater) mit bis zu zehn Kilometer Durchmesser entstehen kann. Beim oben beschriebenen Ausbruch des Krakatau befand sich dieser Krater - Gott sei dank - unter dem Wasserspiegel (schnellerer Abkühlungs- und Erstarrungsprozeß)  und es handelte sich um einen Andesit-Vulkan mit silikatreichem, also zähflüssigem Magma.

  In der Vorzeit hat es auf unserem Planeten des öfteren große Katastrophen und Krisen in der Entwicklung des Lebens gegeben, mit einer daraus folgenden, massenhaften Auslöschung der Lebensformen. Über die Ursachen dieser Rückschläge für das Leben steht die Wissenschaft bis Heute in kontroversen Diskussionen. Neben den schon erwähnten Meteoriteneinschlägen gibt es auch die Vorstellung von erhöhten Driftbewegungen oder Einbrüchen der Kontinentalplatten, mit einer daraus resultierenden großen Vulkantätigkeit. Es muß in der Vorgeschichte zu gigantischen Eruptionen auf der Erde gekommen sein, wovon Heute noch einige Riesencaldere zeugen. Erst durch die moderne Satellitenforschung ist man auf diese, bisher wegen ihrer Größe unentdeckten Riesencaldere gestoßen. So befindet sich 950 Kilometer östlich des Yellowston Park in Amerika eine Caldera, die an ihrer breitesten Stelle einen Durchmesser von 70 Kilometer aufweist. Man nimmt an, daß hier ca. 1000 Kubikkilometer Bimsstein ausgestoßen wurden (eine unvorstellbare Menge, die eine kleine Eiszeit verursachen würde). Weitere Riesencaldere finden sich noch in Long Valley-Kalifornien, und in New Mexiko die Valles-Caldera, so wie auch noch in Argentinien und Bolivien. Sie zeugen von unvorstellbar gigantischen Eruptionen, die sich hier auf der Erde ereignet haben müssen.

     Welche Auswirkungen der großflächige Austritt pyroklastischer Lavaströme aus einer Caldera haben würde, können wir vielleicht aus den Andeutungen des Feuergerichtes, welches uns durch die Propheten Gottes übermittelt wurden, erahnen. Die Lage der bekannten Riesencaldere befindet sich vor allem im inneren der Kontinente, also dort, wo die Erdkruste relativ dick ist. Man nimmt an, daß langlebige Hot Spots genug Zeit und Konvektionsenergie besaßen, um die Erdkruste von unten aufzuschmelzen, bis es schließlich zum Durchbruch des Magmas kam.

  Rechts sehen Sie die Abbildung des Mount Mazama, einer Caldera an der Westküste der Vereinigten Staaten. Der Heute mit Wasser gefüllte Auswurfkrater hat einen Durchmesser von bis zu 10 Kilometer und gehört damit nicht zu den Riesencalderen. Doch schon in dieser Größenordnung können wir uns das Feuerinferno, daß sich beim Ausbruch solch eines Riesenventils ereignet hat kaum vorstellen. Wir machen uns zu selten bewußt, daß gravierende Naturkatastrophen nicht nur ein Relikt prähistorischer Urzeiten sind, sondern daß solch gewaltige Erschütterungen der Natur auch in unseren Tagen stattfinden können, und nach den Aussagen der Propheten auch stattfinden werden.


Die Hauptgefährdung bei Vulkanausbrüchen besteht in folgenden Punkten:

Es kommt zur Lebensgefahr

•   durch austretende Lavamassen/Lavaflüsse

•   durch ausgestoßene Aschewolken

•   durch Schlammströme

•   durch austretende Gase

•   durch sauren oder ätzenden Niederschlag

•   bei großen Ausbrüchen durch lang anhaltende Klimaveränderungen

    Ich glaube, daß nach dieser kleinen Exkursion durch die Geophysik der Erde verständlich ist, warum uns über das eigentliche Feuergericht keine genauen Details offenbart wurden. Es geht Gott nicht darum das Gemüt der Menschen zu erschüttern, sondern Er will uns durch dosierte Offenbarungen aus unserem geistigen Todesschlaf wecken und auf zukünftige Ereignisse vorbereiten, die scheinbar unabwendbar eintreffen werden.


 

     

Kommen wir nun zu den Ausführungen die uns durch J.Lorber, bezüglich des inneren Aufbaus der Erde gegeben wurden. Wir finden in dem von 1846-1847 niedergeschriebenen Werk „Erde und Mond“, eine sicherlich auch für einen Geophysiker interessante Beschreibung des inneren Aufbaus der Erde.

     Schon vor über 150 Jahren, als die Wissenschaft noch vor einem großen Fragezeichen bezüglich des inneren Aufbaus der Erde stand, wurde der Menschheit hier ein Bild gegeben, das erst in unserer Zeit eine Teilbestätigung durch die Wissenschaft erfährt. Bei den nun folgenden Auszügen aus diesem Werk sollten wir nicht dem Irrtum eines physischen Vergleichs der Beschaffenheit der Erdorgane, mit den menschlichen oder tierischen Organen erliegen. Die Darstellungen in „Erde und Mond“ sind Funktionsbeschreibungen der ganz „eigenartigen“ irdischen Organe, analog zum menschlichen Körper. Wir haben es also mit einem vergleichenden „WIE“  zu tun!

 

JL.EuM  5,5-6+ 13-14
     (Der Herr:) ..... Wie sieht demnach der innere Bau der Erde aus?
     Um diesen einigermaßen gründlich zu beschauen, muß vorerst das aufgefaßt werden, wie nicht nur die Erde, sondern sogar ein jedes Gewächs, eine jede Frucht am Baume, sowie jedes Tier und endlich der Mensch selbst sich körperlich gewisserart in drei Körper in sich selbst absondert (unterscheidet).

     Gehen wir zu einem Baume. Was ist wohl das erste, das wir an ihm entdecken? Es ist die Rinde, die sich wieder in sich selbst absondert in die äußere, tote und in die innere, lebendige Rinde, Splint genannt; das ist der erste Baum. (Wir erkennen hier unschwer den Hinweis auf die Lithosphäre und die Asthenosphäre ) Der zweite Baum, von dem ersten ganz verschieden,  ist das eigentliche feste Holz (unterer Mantel ab hier beginnen die Fragezeichen für die Wissenschaft), eine Kombination von zahllosen Röhrchen (Kanälen), die da nebeneinander in der schönsten Ordnung fortlaufen. Das ist der zweite Baum. Der dritte, oder innerste Baum ist der Kern, gewöhnlich eine weitere Röhre, die durchaus mit einem schwammartigen Zellengewebe angefüllt ist, welche Zellen die Säfte aus der Erde vorerst einsaugen, in sich läutern (Stoffwechsel) und dann durch ihre extensive (ausdehnende) und kompressive (zusammenziehende) Kraft in alle die zahllosen Organe des anderen Baumes hinaustreiben.

     Innerhalb der äußeren Erdrinde, die bei zwanzig deutsche Meilen (eine deutsche Meile/geogr. Meile = 7.42 km), mitunter wohl auch weniger dick ist (deckt sich mit den Wissenschaftlichen Angaben), fängt die zweite Erde an (Asthenosphäre). Das ist der eigentlich festeste Teil des (inneren) Erdkörpers, freilich wohl nicht allenthalben gleichfest, aber dessenungeachtet noch überall fest genug, um die über sie ausgebreitete äußere Erdrinde mit der größten Leichtigkeit zu tragen. (Die Erdrinde wird hier lediglich als ein totes Abfallprodukt des lebendigen Erdkörpers dargestellt!)

     Innerhalb (unterhalb) dieser zweiten Erde (Asthenosphäre) ist endlich der eigentlich lebendige Teil des inneren Erdkörpers oder das Eingeweide (unterer Mantel) desselben, in welchem Eingeweide erst so ganz eigentlich das Herz des Erdkörpers sich befindet......

 

JL.EuM 1,12-13
      .....Ich sehe es euch schon durch und durch an, daß ihr in euch schon fraget: Wie sieht dieser Schwerpunkt (Erdherz – ist aber nicht Raummittelpunkt) der Erde dann aus? Woraus besteht er? Ist er ein Diamantklumpen, oder ist er etwa pures Gold oder Eisen (die derzeit aktuelle Theorie) oder etwa ein Magnet? Oder ist er gar ein hohler Raum, erfüllt mit nichts als einem ewig unerlöschlichen Feuer, und dient etwa wohl gar zum Aufenthalte der Verdammten und führt den respektablen Titel „Hölle“ (mittelalterliche Glaubensvorstellung)......

     Da sage Ich: Von allem dem ist im Schwerpunkte der Erde keine Rede, ebensowenig wie physisch genommen bei dem Herzen eines Menschen von allem dem die Rede sein kann. Das Herz ist weder ein Diamant noch ein Goldklumpen, noch ist es Eisen und Magnetstein und ebensowenig ein hohler, mit Feuer erfüllter Raum, sondern das Herz ist physisch betrachtet ein überaus kunstvolles Zellengewebe....

JL,EuM  2,1-4 + 10-11
     Ich sagte schon oben, daß er (der Erdschwerpunkt) eine ganz ähnliche Beschaffenheit hat, wie da ist die des menschlichen oder wohl auch eines tierischen Herzens. Es ist dieser Schwerpunkt sonach ebenfalls ein im Verhältnisse zum großen Erdkörper stehendes großes Erdherz, welches ebenso wie das Herz im Menschen der Webstuhl oder die Werkstätte des gesamten organischen Lebens der Erde ist.

     Wie groß, fraget ihr, wohl dieses Herz sein dürfte? Ihr wisset es ja, daß bei Mir in allen Dingen diejenige Proportion getroffen ist, die da notwendig ist; also ist es auch sicher bei dem Herzen der Erde der Fall. Wie da die Erde groß ist, so muß auch ein verhältnismäßig großes Herz oder Schwerpunkt in selber vorhanden sein, damit indessen zahllos vielen Gemächern jene Kraft erzeugt werden kann, die da hinreichend mächtig ist, alle die verschiedenartigen Lebenssäfte der Erde in die weitgedehnten Organe hinauszutreiben und, wenn die Säfte ihren Dienst verrichtet haben, sie dann zur ferneren Sättigung wieder an sich zu ziehen.

  Aus dem geht hernach hervor, daß das Herz der Erde so ziemlich groß sein muß; jedoch kann selbes mit einer genauen Maßzahl aus dem Grunde nicht völlig genau bestimmt werden, weil dieses Herz der Erde je nach der Notwendigkeit bald um ein bedeutendes erweitert, bald wieder um ein bedeutendes verringert wird. Aber so im Durchschnitte kann wenigstens der Platz für diesen Schwerpunkt auf Hundert (deutsche) Meilen im Durchmesser angenommen werden....

  Woraus aber besteht dieses sogenannte Herz der Erde?

  Dieses Herz der Erde ist nicht so sehr irgendeine Materie, als wie da etwa das Herz eines Tieres oder eines Menschen, sondern dieses Herz ist mehr eine substantielle Kraft, die in einem dazu geschickten, aber sonst festen Organismus sich wirkend bewegt und durch dieses Wirken auf den ganzen anderen Organismus des Erdkörpers seine Wirkung äußert.

      Es wird euch wohl in den nördlichen Gegenden der Erde ein gewisses Metall unter dem Namen Platin schon oft vorgekommen sein, sehet dieses Metall ist schon etwas ähnliches derjenigen Materie, welche als Organismus der waltenden Zentralkraft der Erde dient; jedoch müßt ihr euch dabei nicht etwa denken, als sei dieses Metall etwa ganz dieselbe Materie, aus welcher obbesagter Organismus besteht. Überhaupt müßt ihr euch das Innere der Erde nicht von gleicher materieller Beschaffenheit denken mit derjenigen Materie, welche die Oberfläche der Erde zur Schau bietet¸ denn dies ist nur eine äußere, unfühlbare Haut der Erde, während das innere derselben sich wie Fleisch und Blut zur Außenhaut.... verhält; und sonach kann Ich euch für euch faßlich über die innere Materie nichts anderes sagen als:

     Diese ist eine Art Fleisch, Blut und Knochen, welches tierische Bestandsmaterial des Erdkörpers aber dennoch nicht als ein völlig Ähnliches und gleich Beschaffenes eines tierischen Körpers zu betrachten ist, sondern es ist ganz eigentümlich also nur ein Erdfleisch und Erdblut und Erdknochen.

 

JL.EuM  4,16-20
     (Der Herr:)....Für das materielle Auge beschaulich, wenn es möglich wäre, würde sich dieser in dem Erdkörper agierende Schwerpunkt als ein Feuer darstellen, welches in für euch unglaublicher Schnelligkeit die bestimmten Organe der Erde, die dazu geeignet sind durchzuckt und dadurch die zur Erhaltung des Erdkörpers in allen Teilen desselben erforderliche Reaktion bewirkt.

     Könntet ihr aber dieses Feuer mit geistigen Augen betrachten, so würdet ihr da ein zahlloses Geisterheer entdecken, das eben von meinem Willen hier gehalten und zu der zweckmäßigen bestimmten Tätigkeit angetrieben wird. (Feuergeister!! Erinnern wir uns hier an die Kundgabe aus RB.2 268,8-11 in der es heißt: Darum wirst du Trillionen Feuergeister entdecken, die mit aller Gewalt kaum zurückgehalten werden können, diese Erde samt allem, was sich in ihr, auf ihr und über ihr befindet, mit ihrem ungerechten Grimm in Asche und Staub zu verwandeln.)

     Das sind demnach die Urgrundgeister gebannt zur tätigen Belebung jener sie umgebenden Materie, durch die sie zeitgerecht endlich Selbst höher und höher aufsteigen und dann, in leichtere Materie gekleidet, von Stufe zu Stufe in das vollkommene freie Leben übergehen können.

     Diese Art Geister, die sich dem sinnlichen Auge als ein Feuer darstellen, bestimmen sonach den tätigen und die ganze Materie belebenden Schwerpunkt.

     Wie gestaltig aber durch diesen Schwerpunkt durch die verschiedenen Schichtungen des Erdkörpers, d.i. durch dessen Knochen, Eingeweide, Fleisch und Blut auch die zahllosen Nebenschwerpunkte des Erdkörpers zur zweckdienlichen Tätigkeit angetrieben werden, davon wollen wir in der nächsten Mitteilung das Nähere dartun......


JL.EuM  5,2-3
     ....Durch den Puls- oder Triebstoß des Herzens, der von 6 zu 6 Stunden sich wiederholt, werden die verschiedenartigsten Erhaltungssäfte des Erdinneren in alle Teile des Erdkörpers getrieben, und es bedarf da keiner zweiten, vierten oder fünften andersartigen Triebkraft; da hängen demnach alle Erscheinungen als Erdkörper-Lebensprozeß von dieser alleinigen Triebkraft ab.

  Flut und Ebbe und sonstige Erhöhungen der äußeren Erdrinde, wie auch die davon abgeleiteten Winde haben alle da ihren Ursprung. Denn dieses Herz der Erde vertritt zugleich auch die Stelle der Lunge im tierischen Körper, woraus dann erklärlich ist, daß sowohl die regelmäßigen als auch die unregelmäßigen Ausdehnungen und Wiederzusammenschrumpfungen des Erdkörpers lediglich daherrühren....

     Kommen wir nun zu einem Organ, das mit dem Thema dieses Kapitels in direktem Zusammenhang steht. Es ist die irdische Milz, als die Feuerwerkstätte unseres Planeten. Während die Wissenschaft, dem Erdkern vorgelagert, eine Zone flüssigen Magmas vermutet (der äußere, flüssige Kern), bekommen wir hier einen differenzierten Einblick in den Organismus Erde und die Quelle, oder den Hauptfeuerherd, des sich im Erdinneren befindlichen Magmas.  

 

JL.EuM  9,6+9+ 12-14
     ....Dieser Feuerherd im tierischen Körper, Milz genannt, besteht darum auch aus einer eigenen, lockeren Masse, die in ihren Kreuz und quer durchflochtenen Zellengewebe vollkommen geeignet ist, das elektromagnetische Feuer in sich zu erzeugen und zu erhalten, und zwar dadurch zu erzeugen, daß sie durch eine beständige Reibung ihres Zellengewebes dieses elektromagnetische Feuer bewirkt und dann in ihren zahllosen, beutelartigen Gefäßen wie in kleinen elektrischen Flaschen aufbewahrt und gewisserart immer damit gesättigt ist, um dadurch in jedem Augenblicke den negativen Teil dem Magen und den positiven Teil dem Herzen zuzuführen.

     Wie aber sonach dieses ganz unbedeutend scheinende Eingeweide eines der wichtigsten im tierischen Körper ist, ebenso ist auch in der Erde selbst ein solches Eingeweide vorhanden.....Diese Erdmilz ist so wie bei den tierischen Körpern zunächst an den Magen angebracht, steht aber anderseits auch mit dem Erdherzen in der nächsten organischen Verbindung, und das darum, weil der Magen von (dem Magma) dieser Milz seine Verdauungswärme und das Herz seine pulsierende Kraft aus diesem Haupteingeweide schöpfen muß. So wie nicht minder auch die Tätigkeit der Lunge mehr oder weniger von diesem Eingeweidestücke (Organ) herrührt, obschon die Lunge  auch zur Hälfte eine ganz freie Bewegung hat, welche mit dem Willen der Seele verbunden ist, aus welchem Grunde besonders der Mensch willkürlich bald schneller, bald langsamer atmen kann (vegetatives Nervensystem).

     Sehet auf alle die feuerspeienden Berge der Erde! Sie sind freilich nur ganz unbedeutende Ausläufer dieser Hauptfeuerwerkstätte, können aber dessen ungeachtet einen überzeugenden Anblick gewähren, wie es in unserer Hauptfeuerküche des Erdkörpers zugeht......  (man muß sich hier ein planetarich großes, entsprechendes Organ, mit gigantischen Ausmaßen vorstellen.)

     Dann betrachten wir die zahllose Menge der siedendheißen Wasserquellen, die da ebenfalls ihre Erwärmung von diesem Haupteingeweide (Organ) der Erde nehmen. Wenn schon nicht unmittelbar, so doch durch jene feurigen Organe, welche mit diesem Erdeingeweidestücke (durch die den Blutbahnen entsprechenden Magmakanälen) in innigster Verbindung stehen. ......

    Betrachten wir weiter die Wolken und Nebelgebilde und die Winde auch, die sie bewegen. Alles das ist ein Produkt dieses Erdeingeweides; denn dessen Hauptzentralfeuer dringt durch die zahllosen Organe der Erde hindurch und erwärmt diese in all ihren Teilen auf eine hinreichende Weise. Es dürfte jemand nur etwas über eine deutsche Meile Tief in das Erdinnere dringen, und er würde sich überzeugen, wie mächtig schon hier dieser innere Erderwärmungsapparat wirkt .(Wie wir von Seiten der Wissenschaft Heute wissen, um 30° C pro 1000 Meter)....

 

  Im folgenden Kapitel wird dann die Blutbildung/Magmabildung durch die Milz beschrieben. Doch soll uns dieser kleine Einblick in den lebendigen, tellurischen Organismus Erde genügen, um mit Erstaunen festzustellen, daß uns hier in der Mitte des 19. Jahrhunderts eine eingehende, geophysische Beschreibung unseres Planeten gegeben wurde, an welche sich die heutige Wissenschaft erst zaghaft und mühselig herantastet.

     Vor dem bisher gezeichneten Hintergrund dürften die angekündigten, gewaltigen Katastrophen und ein mögliches Feuergericht über den gesamten Planeten, so manchem Skeptiker nicht mehr ganz so absurd erscheinen. Besitzen wir auch Heute noch nicht die Technologie um ausreichend Tief in das Erdinnere vordringen zu können, um vielleicht eines der lebenswichtigen Organe der Erde zu verletzen oder zu zerstören, so wissen wir nicht mit welchen neuen Möglichkeiten die Menschheit in Zukunft Tiefenbohrungen oder Experimente im Erdinneren durchführen wird. Angesichts der gefahrvollen und die Umwelt stark belastenden, aktuellen Energieträger, und der zur Neige gehenden Rohstoffe auf unserem Planeten - bei rasant steigendem Energiebedarf der Industrie- und Entwicklungsländer - ist es nur eine Frage der Zeit, bis man sich auf neue, waghalsige Experimente zur Energiegewinnung einläßt. Bedenken wir, daß mit der zunehmenden Industrialisierung Asiens - China, Korea, Indonesien, Indien usw, alles Länder mit ungeheuren Menschenmassen und großem Anschluß- und Energiebedarf -, eine massive ökonomische und ökologische Zwangslage in der Weltwirtschaft entsteht. Der freie Wettbewerb und die aus der Wachstumsideologie resultierenden Sachzwänge, werden wieder einmal mehr die Tore für waghalsige Unternehmungen öffnen.

     Um nach der großen kosmischen Katastrophe der Beinahekollision mit einem Stern, entsprechende Experimente mit Tiefenbohrungen durchführen zu können, müssen die Technologien dafür bereits entwickelt und vorhanden sein. Nach der Katastrophe dürften grundlegende Entwicklungsarbeiten nicht mehr möglich sein! Es ist davon auszugehen, daß die ersten gefährlichen Experimente in Verbindung mit Tiefenbohrungen schon vor dem Stern stattfinden, so daß nach der Katastrophe auf vorhandene Techniken und vorhandenes Know-How zurückgegriffen werden kann. Und einmal mehr, wird aus der Not das Wagnis geboren werden!

 

BD Nr. 3950
     Alle Voraussetzungen zur Schaffung einer neuen Erde müssen vorhanden sein, bevor die alte Erde aufgelöst wird, d.h. eine totale Veränderung ihrer Außenform stattfinden kann. Es muß gewissermaßen die Erde einen Auflösungsprozeß erfahren (in ihrer jetzigen Gestaltung), der alles in ihr gebundene Geistige freigibt, auf daß dieses sich wieder neu verformen kann in Schöpfungen, in denen eine weitere Entwicklung für das Geistige möglich ist.

     Also muß der Vorgang der letzten Zerstörung ein so gewaltiger sein, daß von einer totalen Auflösung der Materie gesprochen werden kann. Es können nicht nur einzelne Strecken davon betroffen werden, sondern es müssen im Innern der Erde Eruptionen stattfinden, die sich nach allen Richtungen hin auswirken, so daß die gesamte Erdoberfläche davon berührt wird, daß also nichts bestehen bleibt, was zuvor war, sondern bis ins kleinste aufgelöst wird.....

     Die Versuche (der Wissenschaftler) werden daher örtlich stattfinden, jedoch keine Begrenzung haben, weil die ausgelöste Kraft nicht mehr eingedämmt werden kann und daher nach allen Richtungen hin elementar wirket. Denn die Erde hat einen beschränkten Raum, während die ausgelöste Kraft keine Beschränkung kennt und ihr alles zum Opfer fällt, was von ihr berührt wird.

     Vorstellbar in seiner Auswirkung ist für euch Menschen dieser Vorgang nicht, zudem wird er sich in einem Zeitraum abspielen, der euch jede Denkfähigkeit nimmt (die letzte Phase der endgültigen Auflösung), es sei denn, ihr gehöret der kleinen Schar der Meinen an, vor deren Augen sich das letzte Vernichtungswerk abspielt, weil dies Mein Wille ist, daß sie Zeuge sind von dem Ende dieser Erde (in ihrer jetzigen Form und Struktur). Ihr könnt euch aber ein kleines Bild davon machen, wenn ihr euch vorstellt, daß eine Explosion stattfindet, die nichts Zusammengefügtes bestehen läßt (auf der Erdoberfläche!?), die also alles restlos (auf ihr?) zerstört und in kleinste Atome auflöst.

     Doch dem Vorgang, der nur kurze Momente braucht, gehen Erschütterungen und Feuerausbrüche voraus, die vollauf genügen, die Menschen in größte Panik zu versetzen, weil sie den sicheren Tod vor Augen sehen. Und nun ist auch zu verstehen, daß nichts mehr zurückbleiben kann, daß keine Schöpfung (auf der Erdoberfläche?) mehr bestehen bleibt, also nur noch in kleinste Atome aufgelöste Materie zurückbleibt, die aufs neue von Mir geformt wird kraft Meines Willens und Meiner Macht zu neuen, euch unvorstellbaren Schöpfungen, in denen die Weiterentwicklung des Geistigen ihren Fortgang nimmt.

     Und wieder wird es Schöpfungen geben in verschiedenen Härtegraden, doch die härteste Materie birgt dann das Geistige, das als Mensch die alte Erde belebt hat und seine geistige Entwicklung völlig unbeachtet ließ. Denn deren Seelen können eine Weiterentwicklung im geistigen Reich nicht erwarten, sie müssen den Gang durch die gesamte Schöpfung (nochmals) zurücklegen.

  Und also beginnt eine neue Entwicklungsepoche, sowie die Zeit erfüllt ist, sowie menschlicher Wille sich so weit versteigt, Kräfte zur Auslösung bringen zu wollen, die zu beherrschen einen anderen seelischen Reifegrad erfordert, als ihn die Menschen am Ende dieser Erlösungsperiode besitzen, und die darum nimmermehr  sich aufbauend, sondern nur zerstörend äußern werden.

  Man kann diese Kundgabe so auffassen, als würde das gesamte Planetengefüge auf einen kurzen Moment vollkommen instabil, bevor es durch einen Willensakt Gottes zur neuen Schöpfung umgestaltet wird. Dies widerspricht in der wörtlichen Darstellung scheinbar der anschließenden Kundgabe die uns durch Jakob Lorber gegeben wurde.

  Man kann die Kundgabe aber auch so verstehen, daß sich die Auflösung der Materie allein auf der Erdoberfläche abspielt und der Planet in seiner Struktur erhalten bleibt. Wenn wir Aufmerksam sind und auf die Feinheiten im Wort und in unserem Herzen achten, lösen sich die Widersprüche in der Regel schnell im Licht der wahren Erkenntnis auf.

  Der Herr sagt uns sowohl durch J.Lorber, als auch durch B.Dudde, daß der Verstand des Menschen in Seinem Wort immer wieder auf scheinbare Widersprüche und Ungereimtheiten stoßen wird. Dies läßt sich auf Grund, des vor allem für geistige Darstellungen nur sehr beschränkten Mediums der Sprache nicht vermeiden und ist oftmals sogar beabsichtigt. Die scheinbaren Widersprüche sollen den Menschen zum tieferen Nachdenken über das Wort Gottes bewegen, um so auch seine Verstandessphäre zu erleuchten, damit sich diese in der göttlichen Weisheit zu bewegen lernt. Das Wort Gottes wird nie so offen und klar gegeben, daß wir es nur noch zu konsumieren brauchen um in das Reich Gottes einzugehen. Daneben sollen uns diese Verstandesknoten aber auch dazu anregen, unsere innere Wahrnehmung (die Verbindung zu unserer geistigen Führung)  zu suchen und zu festigen, um letztlich aus dieser Verbindung immer mehr Klarheit und Weisheit zu erlangen. Denn dem Verstande kann man vieles als wahr und logisch begründen und vorstellen, darum hängt er auch mal dem Einen und mal dem Anderen an. Das Herz aber findet nur in einem Ruhe und Geborgenheit, „in der Wahrheit“.

  Dieser Geist der Wahrheit – der Heilige Geist – ist allen aufrichtigen Nachfolgern Jesu  als derjenige verheißen, der uns in alle Wahrheiten einführen kann und wird!

 
JL.HzH.1  83,3-4
       (Der Herr:) Das Menschengeschlecht der Erde ist nicht aus sich selbst so, wie es ist, sondern es ist aus der Erde (Naturseelenentwicklung - entsprechungsbildlich in der Bibel ausgedrückt in dem Satz:„Gott schuf den Menschen aus dem Lehm der Erde.“) und hat in allem ihre Natur und Eigenschaft! (In den Apokryphen wird uns im zweiten Kapitel der Textquelle „Die Schatzhöhle“, unter der Überschrift „Die Erschaffung des Menschen“ gesagt, daß der Mensch aus den vier Elementen der Erde geschaffen wurde.) Demnach wäre mit der gänzlichen Vertilgung aller nun auf der Erde lebenden Menschen der einmal eingerissenen Unordnung wenig abgeholfen. Denn dann müßten wir doch wieder andere Menschen aus der Materie der Erde hervorgehen lassen, die den gegenwärtigen nach einer kurzen Weile doch wieder so gleichen würden, wie etwa die Früchte eines Baumes aus einem vergangenen Jahr den Früchten, die derselbe Baum im folgenden Jahr oder noch später tragen würde. (Ein weiterer Aspekt für die Notwendigkeit, daß es keinen Bruch im Bestehen des jetzigen Menschengeschlechtes geben darf, welches in den Entrückten den Erlösungsimpuls, als Urstamm eines neuen Menschengeschlechtes in die neue Erdenschöpfung tragen soll.

      Man müßte sonach auch die ganze Erde aus dem Dasein schaffen und an ihre Stelle eine andere setzen, (einen neuen Baum pflanzen) was aber ein noch größerer Streich wider meine Ordnung wäre (darum auch immer wieder darauf hingewiesen wird, daß der Planet Erde nicht zerstört, sondern nur in seiner Grundstruktur umgeformt wird und eine Erneuerung und Veredelung erfährt)! Man kann einem Baum, so er schlechte Früchte trägt, wohl die Rinde und manche Äste und Zweige nehmen, worauf er dann wieder recht gute Früchte tragen wird ‑ aber das Mark und die Wurzeln darf man nicht zerstören (die Erde in ihrer spezifischen Geist- und Seelensubstanz). Denn so man das täte, würde der ganze Baum bald verdorren und würde ewig weder gute noch schlechte Früchte mehr zum Vorschein bringen (da keine Aufwärtsentwicklung der Seelensubstanz mehr stattfinden würde).

  Die Erde aber ist eben der Kern des Lebens für den gesamten (kosmischen) Lebensbaum (auch ein Grund warum Gott Sich die Erde für Seine Menschwerdung erwählt hat) und ist wie eine Hauptwurzel der ganzen Schöpfung! Würden wir an ihr ein Zerstörungswerk (Vernichtungswerk) ausüben, so würden wir dadurch nicht nur die Erde, sondern die ganze sichtbare Schöpfung der endlichen Auflösung preisgeben, was noch um einige Dezillionen von Erdjahren zu früh wäre.

     Unter diesem Aspekt, daß unsere Erde so etwas wie das Herz des kosmischen Lebensbaumes/des kosmischen Menschen ist, kann man bei den zukünftigen Ereignissen durchaus von einem Weltgericht sprechen, da sich die Veränderungen geistig im gesamten Kosmos auswirken werden!

     Fassen wir zusammen: Das Feuergericht wird durch waghalsige Experimente in Verbindung mit Tiefenbohrungen, wahrscheinlich zur Erschließung neuer Energiequellen ausgelöst. Dabei kommt es zum Austritt großer Mengen brennbarer Gase und zu einem noch örtlich begrenzten, aber nicht mehr kontrollierbaren Austreten von dünnflüssigem Erdmagma (pyroklastische Ströme). Es wird zunehmend das ganze innere Erdgefüge, das schon durch die Beinahekollision mit dem „Stern“ destabilisiert wurde, von einem kollabierenden Zustand erfasst. Es kommt zu zahlreichen Erdbeben und Vulkanausbrüchen und die Menschen wissen jetzt, daß die Propheten, die ein nahes Feuergericht verkündet haben, recht hatten. Hier ist den Menschen noch eine letzte Gelegenheit gegeben sich Gott zuzuwenden und der Neubannung zu entgehen.

     Der Planet Erde „stirbt“, wodurch sich immer mehr Ausflußkanäle für das Magma (Erdblut) eröffnen. Es kommt schließlich zu einer Riesenexplosion durch einen Überdruck unter dem Erdmantel, wahrscheinlich verursacht durch das Eindringen großer Wassermengen in die innerirdischen Magmakammern. Darauf kommt es zu einem explosionsähnlichen hervorschießen des flüssigen Erdmagmas, wozu auch noch die dann in großen Mengen freigesetzten, brennbaren Erdgase in Brand geraten. Hierdurch kommt es dann schließlich zu dem von den Propheten angekündigtem Reinigungsfeuer und dem Abschluß unserer Erlösungsperiode. Es kommt zu einer vollkommenen Vernichtung allen Lebens auf der Erde und zu einer kurzzeitigen Lösung ihrer Materiestruktur. Jedoch wird der allmächtige Schöpfer aller Welten und der Herr allen Lebens, die Substanz der alten Erde durch einen Willensakt sofort wieder binden und in eine neue, vielfältige und lichtdurchflutete   Schöpfung umgestalten. Der lebendige Organismus Erde wird sterben, aber einem Lazarus gleich, durch die Allmacht Gottes in ein neues, freieres Leben berufen.

 


Letztes Gericht auch ein Liebeakt Gottes

BD.Nr  5983
     Das letzte Gericht muß gleichfalls als ein Liebeakt Gottes gewertet werden, denn auch ihm liegt die Weiterentwicklung des Geistigen zugrunde, das versagt hat in seiner letzten Erdenlebensprobe und das in einen neuen Ausreifungsprozeß eingegliedert werden muß, um einmal das letzte Ziel zu erreichen.

     Das letzte Gericht ist also gleichsam ein abschließendes Ordnen des in Unordnung geratenen. Es ist ein „Richten und Einfügen“ in die verschiedenen, dem Reifegrad des Geistigen entsprechenden Formen. Es ist das Beenden einer Entwicklungsperiode und der Beginn einer neuen nach Meinem Plan von Ewigkeit, dem tiefste Weisheit und Liebe zugrunde liegen.

     Auch ein „richtender Gott" bleibt ein Gott der Liebe, weil Meine Gerechtigkeit nur so wirken kann, wie es Meine Liebe ersieht als für das Geistige nützlich und doch ausgleichend für das verkehrte Denken und Handeln der Menschen, die diesem Gericht verfallen. Auch die größte Schuld muß irgendwie gesühnt werden, wenn sie nicht Dem Einen übergeben wurde, Der Sich Selbst als Sühneopfer dargebracht hat.

     Es muß ein Ausgleich geschaffen werden, um diese große Schuld zu verringern, und dieser Ausgleich ist eben gewährleistet durch das Gericht, durch das Versetzen des Schuldig-Gewordenen in den Zustand, wo er wieder die Schuld abtragen muß (in der Neubannung), da es freiwillig das Geschenk der Entsühnung (Erlösung durch Jesus) nicht annahm.

     Es ist das letzte Gericht keineswegs ein Akt göttlichen Zornes, sondern nur ein Liebeakt, wo auch Meine Gerechtigkeit zum Ausdruck kommt, weil diese nicht ausgeschaltet werden kann bei einem Wesen, das überaus vollkommen ist. Ich könnte nun wohl jeden einzelnen für sich Meine Gerechtigkeit fühlen lassen, Ich könnte jeden Sünder gleichsam umgehend strafen (indem Er nach dem Gesetz von Ursache und Wirkung, einer negativen Tat sofort die negative Wirkung aus der göttlichen Ordnung folgen lassen würde). Doch dieses entspräche nicht Meiner Weisheit, und auch Meine Liebe würde dann schwerlich erkannt werden können, denn Ich bin überaus langmütig und geduldig. Ich schiebe ein Gericht, wie das am Abschluß einer Entwicklungsperiode, so lange hinaus, wie es möglich ist, um noch zuvor Menschen für Mich zu gewinnen. Und Ich halte Meine schützende Hand über Ungerechte und Böse, weil Ich sie mit Meiner Liebe besiegen möchte und nicht als strafender Gott von ihnen gefürchtet werden will. Ist aber dann der Zeitpunkt gekommen, wo Ich Ordnung schaffe, weil eine freiwillige Rückkehr zu Mir ganz aussichtslos ist, dann muß Meine Liebe scheinbar zurücktreten, und dennoch ist sie allein die treibende Kraft. Meine Liebe beendet einen satanischen Zustand und hindert Meinen Gegner an weiterem zerstörenden Wirken.

     Ich rette die Seelen vor dem Fall in die tiefste Tiefe. Ich binde sie erneut in harter Materie und reihe sie also wieder ein in den Entwicklungsprozeß. Ein Gericht, das wieder nur die Erlösung bezweckt, nicht aber ewigen Tod, und das darum wohl mehr Meine Liebe beweist zu allem, was Ich geschaffen habe, zu allem, was tot ist und zum ewigen Leben gelangen soll. 

     Das Unkraut auf der Erde wird verbrannt und der Acker umgepflügt für die neue, veredelte Saat der entrückten Menschenkinder; für eine neue Pflanzschule, die wieder geheiligte Früchte des Lebens hervorbringen wird!

     Der harte Kern menschlicher Bosheit aber wird gebannt in das alte und harte Gericht der Materie und muß aufs Neue den langen Weg zu einer erneuten Menschwerdung, durch die Naturreiche antreten. 

 

BD.Nr  6864
     Der Gegenfürst setzt nun alle seine Vasallen ein, um im letzten Kampf auf dieser Erde den Sieg zu erringen, und die Finsternis aller dieser Wesen läßt sie glauben an einen Sieg. Zwar hat er auf Erden bei den Menschen größeren Erfolg mit zunehmender Annäherung des Gerichts, des letzten Tages dieser Erde. Doch der scheinbare Sieg ist für ihn sicherer Verlust, denn die er gewonnen zu haben glaubt, werden seinem Einfluß wieder entzogen, um aufs neue gebannt zu werden in die Materie zwecks ihrer Aufwärtsentwicklung. Und auch viele seiner Vasallen werden gebannt in der harten Form, weil sie soweit in die Tiefe hinabgesunken sind, daß die geistige Substanz sich verhärtet, also das Wesen wieder seines Ich-bewußtseins verlustig geht, und in einzelnen Partikelchen den nochmaligen Gang über die Erde gehen muß.

  Es sind auch viele dieser niedrigen Wesen in der letzten Zeit auf Erden verkörpert, und es wurde dies zugelassen von Gott, denn es sollte auch ihnen eine Möglichkeit gegeben werden, doch noch Erlösung zu finden in ihrem Erdengang als Mensch. Doch mit wenigen Ausnahmen nützen diese Wesen nur die Gelegenheit, auf die Mitmenschen im schlechten Sinne einzuwirken, also sie bekennen offen und frei ihre Zugehörigkeit zum Gegner Gottes (Satanskult, schwarze Magie, Teufelsmessen und Teufelsanbetung), und es wird sie daher auch das gleiche Los erwarten wie ihn, gebunden zu werden wieder auf endlos lange Zeit.....

    

    Machen wir uns klar, daß es satanische Vereinigungen und Geheimbünde unter uns gibt, deren Mitglieder sich selbst und ihr Leben ganz bewußt dem Satan und dem Reich der finsteren Verderbnis geweiht haben. Sie haben Gott offen die Feindschaft und den Kampf angesagt. In ihren schwarzen Messen verhöhnen sie das Kreuz und den, der daran für unsere Sünden blutete. Sie urinieren auf das Symbol der Erlösung und beschmieren es mit Kot. Von den Teufeln der Wollust besessene Frauen benutzen das Kreuz zur Masturbation, bevor sie sich in Teufelsorgien allem und jedem hingeben, um damit ihre Verachtung allem göttlichem gegenüber Ausdruck zu verleihen. 

     Auch dies gehört zu unserer zivilisierten, liberalen Gesellschaft. Leider wird von Seiten der Behörden dem Satanskult viel zu wenig Beachtung geschenkt, weil die Berichte von Aussteigern – die in der Regel damit ihr Todesurteil unterschrieben haben - zu phantastisch klingen, als daß man sie all zu Ernst nimmt. Auch wissen diese Vereinigungen ihre Zusammenkünfte  professionell zu tarnen, da viele ihrer Mitglieder über eine hohe, wenn auch bösartige Intelligenz verfügen. Offen und ungeschminkt lacht uns die dämonische Fratze der seelischen Verwüstung dagegen in vielen Bereichen der sogenannten Kunst, der Musik und Literatur, sowie auch aus der Filmlandschaft entgegen.

     Denken wir daneben an die Kinderschänder die sich an diesen kleinen Seelen vergreifen und diese teuflischen Szenen auf Video festhalten, um sie gewinnbringend unter gleichgesinnte, besessene Seelen zu bringen. Denken wir an jene brutalen Mörder, die oft für nur ein paar Dollar bereit sind, ohne mit der Wimper zu zucken ein Menschenleben zu beenden, oder denen ganz einfach irgend ein Gesicht nicht gefällt.

     Denken wir an jene Killermaschinen, die einen Genuß im Töten eines Feindes, oder im Hinmetzeln von Zivilisten und Vergewaltigen von Mädchen und Frauen empfinden. Die im zivilen Leben die Langeweile plagt und die darum oftmals als Söldnernomaden von einem Kriegsschauplatz zum anderen ziehen, um ihren Trieben und ihrer Besessenheit freien Lauf zu lassen. Menschen die in einer eiskalten Mordlust töten, Menschen quälen, Frauen vergewaltigen und Kinder zu seelischen Wracks machen; einfach so, weil es ihren Trieben entspricht und ihren Rambostatus untermauert. Kann es eine größere Verachtung des Lebens geben, das uns von Gott gegeben wurde, um Ihn zu suchen und zu finden.

     Wenn ich dieses, für viele sicher unangenehme Thema an dieser Stelle anführe, so nur deshalb, um ein Bild von denjenigen Seelen anzudeuten, für die eine Neubannung noch ein großer Akt der Gnade darstellt. Es sind dies solche Seelen, die sich schon zu Lebzeiten im dritten Grad der Hölle befinden, aus der es nach Jesus Worten kaum eine Chance gibt, als die ursprüngliche Individualität wieder herauszufinden. Es sind dies jene Menschen von denen Jesus auch sagte, daß sie selbst dem Satan noch einen Lehrmeister abgeben können.

      Im übrigen sagt Jesus auch, daß wir nicht alles Übel auf der Welt immer dem Satan anhängen sollen, da eben vieles aus der Kreativität unseres eigenen, freien Willens hervorgegangen ist. Also nicht alles dem gefallenen Bruder Luzifer anhängen, er hat genug an seiner eigenen Natur zu tragen!


 

Die Neubannung

Warum ist das Wissen um den göttlichen Erlösungsplan der Allgemeinheit nicht bekannt ?

BD.Nr  8465
     ....Immer wieder hat es Menschen gegeben, deren Geisteszustand es zuließ, in tiefste Schöpfungsgeheimnisse eingeführt zu werden, und die dadurch auch im Wissen standen über den Uranfang alles Geschaffenen, den Abfall von Mir und über Meinen Heilsplan von Ewigkeit. Es konnte aber niemals ein solches Wissen übertragen werden auf die Mitmenschen, sowie diese in einem niedereren Reifezustand sich befanden als jene, die es von Mir empfangen hatten. Es wäre nie in seiner Tiefe begriffen worden und hätten es die Mitmenschen nur wortgemäß übernommen, dann hätte ihr Verstand sie veranlaßt, es als Hirngespinst eines Phantasten abzulehnen, denn ein noch unerweckter Geist würde es nicht fassen können.

     Und so auch befanden sich die Menschen zur Zeit Meines Erdenwandels auf einer noch sehr niedrigen Geistesstufe, weil sie noch völlig unter der Gewalt Meines Gegners standen, der Anlaß der großen geistigen Finsternis gewesen ist. Und es waren daher nur sehr wenige Menschen, die Ich belehren konnte auch über solche Schöpfungsgeheimnisse, und selbst diese faßten es schwer, weil sie noch mit der Ursünde belastet waren und dies auch mangelnde Erkenntniskraft bedeutete. Sie fragten Mich wohl immer und immer wieder, Ich aber konnte sie nur verweisen auf die Erhellung ihres Geistes nach Meinem Kreuzestod — nach dem Erlösungswerk — das von denen die dichte Finsternis nahm, die Mir in Liebe zugetan waren. Diese also kamen langsam zum Verständnis dessen, was Ich ihnen gelehrt hatte, aber sie hätten das Wissen nicht weitergeben können eben aus jenem Grunde, daß die Mitmenschen — die noch nicht erweckten Geistes waren — es nicht hätten fassen können.

     Da nun jenes Wissen, also der erweckte Geist erst die Auswirkung eines rechten Lebenswandels war, die Auswirkung der Erfüllung der Liebegebote, die Ich Selbst den Menschen vordringlich lehrte, mußten die Menschen vorerst dazu angeregt werden, diese Meine Liebegebote zu erfüllen.

     Ihr müßt ferner wissen, daß Meine Jünger in Meinem Auftrag für die Nachwelt niederschrieben, wozu Ich ihnen den Auftrag gab. Denn auch sie selbst konnten die tiefsten Weisheiten noch nicht fassen und hielten sich daher nur an Meinen Auftrag, davon Kunde zu geben, was Ich zu den Menschen redete die Mir nachfolgten, die in Mir einen Propheten sahen und von Mir Wunder erwarteten oder Heilungen aller ihrer Gebrechen. Die aus Meinen Worten Trost und Kraft schöpften und in denen Ich den Glauben an den alleinigen Gott verstärken konnte, weil sie guten Willens waren.

     Doch derer, die tiefer eindringen wollten, waren nur wenige, und diese bewog auch mehr ihr Verstand als ihr Herz, um Dinge zu fragen, die nur Ich ihnen beantworten konnte. Diese nahmen nun wohl die Erklärungen an, aber sie blieben ohne tieferen Eindruck, bis auf einzelne, deren Herzen sehr liebewillig waren und die Mich erkannten als ihren Gott und Schöpfer. Daß diese auch von Mir eingeführt wurden und über ein solches Wissen sehr beglückt waren, braucht nicht erwähnt zu werden, aber es blieb immer nur ein beglückendes Geistesgut für eben jene Meiner Anhänger, die Ich Selbst darüber belehrte. Es übertrug sich jedoch nicht auf ihre Mitmenschen oder Nachkommen, da diese kein Verständnis dafür aufbringen konnten und somit auch solche Unterredungen (des inneren Kreises) nicht erwähnt wurden von Meinen Jüngern. (Es gab und gibt sonach eine innere und äußere Lehre Jesu.)

     Zudem war ein solches Wissen um Uranfang und Endziel alles Geschaffenen nicht für die (damaligen) Menschen nötig, ja oft nicht zuträglich, denn wäre es ihnen als Lehrsatz zur Kenntnis gegeben worden, so hätte es auch in gewisser Hinsicht zwingend auf den Willen der Menschen wirken können, die, wenn sie glaubten, mit Schaudern ihrer Entwicklung bis zum Menschen gedacht und sich nicht frei gefühlt hätten oder keine Liebe aufbringen könnten für einen Gott, dessen Plan ihnen völlig unverständlich gewesen wäre. Konnte Ich aber göttliche Offenbarungen zur Erde leiten (auf Grund der erhöhten Aufnahmefähigkeit der Menschen), dann ist auch den Menschen (im Allgemeinen) jenes Wissen erschlossen worden.

     Und die Nähe des Endes erklärt es, daß darüber immer klarer Aufschluß gegeben wird, weil nun den Menschen nicht eindringlich genug ihre Verantwortung vorgestellt werden kann, denn es geht nun um den Akt der Neubannung, der nur am Ende einer Erlösungsperiode eintritt und der für alle im Aufstieg begriffenen Seelen überaus bedeutungsvoll ist. Zuvor hatten die Seelen, die ihre Reife auf Erden nicht erreichten, immer noch die Möglichkeit im jenseitigen Reich zum Ausreifen zu kommen. Doch am Ende einer Erlösungsperiode gibt es diese Möglichkeit nicht mehr, denn dann tritt das Entsetzlichste für die Seelen ein (die im Erdenprobeleben versagten), daß sie erneut aufgelöst und wieder in einzelne Partikelchen in der harten Materie gebannt werden.

     Was ist nun verständlicher, als daß Ich euch Menschen Kenntnis gebe darüber, was euch erwartet, wenn ihr versagt?  Ihr könnet auch ohne jegliches Wissen eure Erdenlebensprobe bestehen, wenn ihr in der Liebe lebt. Wenn aber die Liebe erkaltet ist, (so) daß ein Versagen unumgänglich ist — und mit der Neubannung der Seelen deren Los besiegelt ist — dann wende Ich noch zuvor alle Mittel an, um die Menschheit aufzurütteln, und dann sorge Ich auch dafür, daß den Menschen Aufschluß zugeht über den großen Schöpfungsplan. Wenngleich der Erfolg nicht viel anders ist, als daß die Menschen ungläubig ein solches Wissen anhören und es weit mehr ablehnen als annehmen.

     Doch Ich weiß auch um den Willen der einzelnen Menschen, und Ich weiß daher auch, wer sich jenem Wissen nicht verschließt und die Konsequenzen daraus zieht; und wahrlich, denen leite Ich es zu, wie Ich jederzeit (die) eingeführt habe in die Wahrheit, in tiefstes geistiges Wissen, die in ihrem Herzen Aufschluß begehrten und die durch ein Liebeleben auch dafür aufnahmefähig waren. Denn ihr sollt einen Gott der Liebe, Weisheit und Macht erkennen, auch in jedem Geschehen, das ihr erleben werdet, und ihr sollt Mir vertrauen und immer Meine Hilfe in Anspruch nehmen, denn die Not wird noch groß sein vor dem Ende. Doch wer ausharret bis zum Ende, der wird selig werden.



 



Die Naturseelenentwicklung

     Um den Akt der Neubannung richtig verstehen zu können, müssen wir uns nun erst einmal mit der Naturseelenentwicklung auseinandersetzen, wie ich dies im vorigen Kapitel angekündigt habe. Ahnungen, Fragmente oder auch die Kenntniss dieser Naturseelenentwicklung findet man sowohl bei den Naturvölkern auf den verschiedenen Kontinenten unseres Planeten, so wie in Ansätzen auch in verschiedenen esoterischen Lehren des Westens.
      Der folgende Vers von Manfred Tittman soll uns beim Einstieg in dieses Thema behilflich sein.

 

In der Erde schläft der ruhende Stein, 

Zum Kristall geformt mit farbigem Schein.

Auf zum Himmel erhebt ihren Kelch die stille Blume,

daß sie mit reinem Licht sich fülle.

Von der Erde löst sich das Tier, zu Zielen getrieben,

die von göttlichen Geistern ihm eingeschrieben.

Frei auf der Erde stellt sich der Mensch mit schaffender Hand,

suchet im Geiste sein Ziel, zu Gottes Licht gewandt,

daß er mit Liebe vollbringe das Gute, das er erkannt.




 

    Dieser geistvolle Vers bezeichnet die drei Reiche der Naturseelenentwicklung, welche aus der ordnungsgemäßen Stufenfolge schließlich im Reiche, des mit dem göttlichem Geist begnadeten Menschen mündet. Aus dem bisher Dargestellten hat vielleicht schon so mancher eine Ahnung, was es mit der sogenannten Naturseelenentwicklung auf sich hat; er kann es nur noch nicht so ganz ergreifen.

     Erinnern wir uns an die Darstellungen über den Urfall der Engelsgeister unter Luzifer. Die mit immer noch großer Macht ausgerüsteten Engel verfielen in widersprüchliche und widergöttliche Gedanken und Absichten. Gott mußte ihnen daher die Möglichkeit nehmen, all ihre, letztlich selbstzerstörerischen Pläne, in die Tat umzusetzen. Wie geschah dies nun?

     Wir wissen aus den tiefgreifenden Offenbarungen durch J.Lorber, daß der reine Geist an sich ein formloses Licht oder Feuer aus der Liebe (dem Herzen) Gottes ist. Dieses Licht oder der reine Geist bekommt während des Schöpfungsaktes zu einem mit freiem Willen begabten, sich selbst bewußten Wesen eine Umhüllung, durch welche er sich äußern und darstellen kann. Diese Form des Geistes – sein geistiger Ausfluß oder Ausdruckskörper - ist die Seele des Geistes. Im Verhältnis zum reinen Geist besteht sie jedoch aus geistig-energetischer Substanz, mit einer niedrigeren Schwingungsfrequenz als der des reinen Geistes. Dieser durch die individuellen Eigenschaften des Geistes gezeichnete Seelenleib, ist für ein jedes Geistwesen der sichtbare Körper des jeweiligen Gegenübers. Für ein Geistwesen ist dieser Körper genauso realistisch oder echt, wie für uns die Wahrnehmung und Empfindung unseres Materieleibes.

 
JL.HzH.01 146,9
     (Der Herr:) Ich bin wohl Gott, als das urewigste Wesen voll Weisheit, Macht und Kraft – und du nur ein Geschöpf Meiner Willenskraft. Aber dein Geist ist dennoch ganz das, was Ich Selbst bin. Somit bleibt zwischen uns fortan das völlig gleiche Verhältnis wie zwischen Vater und Sohn oder wie zwischen Bruder und Bruder. Denn deiner Seele nach, die nun dein äußeres Wesen ist (diese Unterweisung erhält ein verstorbener Graf im Jenseits), bist du Mir ein Sohn und deinem Geiste nach ein Bruder! Die Seele ging hervor aus dem Urlicht Meiner Weisheit und ist um endlos vieles minder als das erschaffene Urlicht. 

     Das erschaffene Urlicht ist unsere höchst eigene Urindividualität, als der essentielle Geist unseres Wesens und nicht zu verwechseln mit dem ungeschaffenen Gottesfunken der Liebe in uns. Wir sind, als aus dem Geiste Gottes geschöpfte Wesen, Geist aus Seinem Geist und Licht aus Seinem Licht. Aber wir sind zuerst einmal nur Geschöpfe! Diese Abstammungseigenschaften alleine befähigen uns dazu, Gott zu erkennen und aus ganzem Herzen zu lieben, wodurch wir erst zu wahren Kindern Gottes werden. Durch diesen geistigen Erbteil sind wir auch berufen, Söhne und Töchter Gottes, und Mitregenten Seiner unendlichen Schöpfungen zu werden.

 
JL.EuM  52,9-10
     (Der Herr:) Der Geist ist in sich zwar keine Form, aber er ist eben dasjenige Wesen, das die Form schafft; und erst wenn die Formen geschaffen sind, kann er in eben diesen geschaffenen Formen selbst als Form wirkend auftreten.....

     Jede Kraft, wenn sie sich als solche beurkunden soll, muß sich eine Gegenkraft stellen; erst in zufolge dieses geschaffenen Stützpunktes kann die Kraft ihre Wirkungen äußern und zur Erscheinlichkeit (Darstellung) bringen.

     (Die Seele ist also der eigentliche Ausdrucks- und Wirkungskörper eines Geistes, durch welchen er sich geordnet darstellen, und seine Kräfte wirksam anwenden kann. Die weitere Umhüllung mit dem materiellen Leib, ist nur eine aus dem Fall „Not-wendig“ gewordene, jedoch nur zeitlich bedingte Erscheinung)


 JL.EuM  52,4-5
      (Der Herr:) Die Seele ist das Aufnahmeorgan für alle endlos vielen Ideen des Urgrundes (des Geistes), aus dem sie wie ein Hauch hervorgegangen ist (weist sehr plastisch auf die substanzielle Beschaffenheit der Seele hin). Sie ist der Träger der Formen, der Verhältnisse und der Handlungsweisen. Alle diese Ideen, Formen, Verhältnisse und Handlungsweisen sind in ihr in kleinsten Umhüllungen niedergelegt. (Diese Umhüllungen werden in den Schriften durch Lorbers auch substanzielle Intelligenzpartikel genannt)

     Ein gerechtes Maß von allem dem in ein Wesen zusammengefaßt bildet eine vollkommene Menschenseele. Weil die Seele aber eben ein Kompendium von einer zahllosen Menge verschiedenartiger substanzieller Intelligenzpartikel ist, so kann sie als ein Zusammengesetztes auch wieder getrennt werden in ihren Teilen, .....

     Und genau dies tat Gott nach dem Falle Luzifers. Er nahm ihm seinen Ausdruckskörper und damit seinen Stützpunkt zu einem weiteren, widergöttlichen Wirken. Die Großseele Luzifers wurde mit allen sie beinhaltenden Schöpfungen, in unendlich viele Seelenpartikel aufgelöst, welche in der Folge durch das Einwirken des Willens und der Gnade Gottes zu den Bausteinen der materiellen Schöpfungen wurden. Das heißt wiederum, daß die materielle Schöpfung nur eine vorübergehende Erscheinung, oder der lange Weg zu Gott-Vater, oder zum Vaterherz Gottes ist.

 
JL.EuM  33,7-10
     (Der Herr:) Diese Teilung hat einen doppelt wichtigen Grund: Der erste liegt in dem urgeistigen Wesen selbst, wo sich ein jeder Geist durch sein Groß-werden-wollen bis ins Unendliche zerteilt und zerrissen hat; und der zweite Grund liegt darinnen, weil durch eben diese Teilung ein solcher urgeschaffener Geist sich ganz natürlich auch bis auf den letzten Tropfen seiner Kraft geschwächt hat, zufolge welcher Schwächung er dann auch seine Hochmutspläne nicht mehr ausführen konnte.

     ....so mußten sich bei einem (gefallenen) Geiste seine Begriffe zerstreuen, so daß er nimmer einen vollen Gedanken, noch weniger irgend einen Plan in sich fassen konnte. (da er nun nicht mehr die Zusammenhänge und Verhältnisse richtig beurteilen konnte)

     Aus diesem Grunde ist der Satan noch Heute auf das allereifrigste bemüht, in den einzelnen Menschenseelen und Geistern (welche ja aus seiner Großseele hervorgegangen sind) sein eigenes Urwesen wieder zusammenzufangen, um dadurch zu jener Kraft zu gelangen, die ihm uranfänglich eigen war.

     Damit er aber zu dieser Kraft nimmer gelangen kann, so ist er (seiner Seele nach) geteilt und zerstreut durch die ganze Schöpfung, und sein Geistiges (Erkenntnisse und Begriffsvollkommenheit – seine Weisheit, sein Licht) ward verkehrt in Materielles, daraus nun das Seelische eines jeden Menschen hervorgeht, welchem seelischen ein neues Geistiges (göttlicher Liebe-Geistfunken) eingehaucht wird (also die Fähigkeit sich selbst und Gott zu erkennen, welches nur dem Menschen zu eigen ist. Denn auch das Tier besitzt eine Seele, jedoch nicht den göttlichen Geistfunken), damit da aus einem jeden solchen Teile ein ganzes Wesen hervorgehe, welches gleich sei demjenigen urgeschaffenen Wesen, das sich durch seine Hoffart oder Ideenausdehnung über Gott erheben wollte, sich aber dadurch gewisserart selbst zersprengt (seine Wesensverwirrung) und in Unendliches zersplittert hat, so daß nun von ihm nichts übrig blieb als sein Ich und mit demselben sein grundböser Wille. Aber alle seine Fähigkeiten, alle seine Ideen und zahllosen Begriffsvollkommenheiten (und somit geistigen Schöpfungen) sind ihm genommen worden, und eben diese sind es nun, die da fortwährend zu den (materiellen) Weltkörpern gelangen, zum größten Teile schon in den Weltkörpern selbst gebannt gegenwärtig sind und sich dadurch in Seelisches und Geistiges abteilen. Da in dem Seelischen das gegebene Ich und das Selbstbewußtsein (der mitgefallenen Geister) wieder auftaucht aus der Materie, und in dem Geistigen (göttlicher Liebe-Geistesfunken) die (mögliche) Erkenntnis Gottes wieder in das Seelische eingepflanzt wird, ohne dem die Seele, wie die Pflanze ohne Regen und Sonnenschein bald verdorren und ersterben würde. 

     Wir haben in den letzten Texten die notwendige Erstbannung als Folge des Urfalls und des darauffolgenden Gerichtsaktes Gottes erkannt und umschrieben und können im Zusammenhang mit dem Feuergericht nun auch verstehen, was es mit der Neubannung auf sich hat. Hier werden die Seelen aller dem Gericht zufallenden Menschen wiederum in unzählige Seelensubstanzpartikel aufgelöst und mit den Ich-bewußten Geistern aufs Neue in die Materie gebannt, um als Bausteine einer neuen Schöpfung in den Dienst einer erneuten Erlösungsperiode gestellt zu werden. Da der Hochmut der „Vater des Falls und aller Sünden ist“, liegt der Weg zur Erlösung und Lebensvollendung für uns auch folgerichtig in der Demut und im Dienen. Und so ist auch die Naturseelenentwicklung, eine Dienst- und Demutsschule zur Freiwerdung von allem widergöttlichen Leben und Streben.

 
JL.GEJ.04 95,1-2
     (Jesus:) Durch das Dienen wird die Demut am meisten geübt und gefördert, je untergeordneter oft ein Dienst erscheint, desto tauglicher ist er für die wahre Ausbildung des Lebens. Die Demut selbst aber ist nichts als das sich stets mehr und stärker Kondensieren des Lebens in sich selbst, während der Hochmut ein stets lockereres Gestalten und sich ins Endloseste hin auseinander Zerstreuen und am Ende nahe gänzliches Verlieren des Lebens ist, was wir den zweiten oder geistigen Tod nennen wollen. Im Hochmut hat alles Dienen ein Ende genommen und somit auch alle weitere Fort- und Ausbildung des Lebens.

     Jetzt ist auch verständlich, warum nur noch der Akt der Neubannung eine weitere Lebensentwicklung für den hochmütigen und harten Kern der Bosheit ermöglichen kann. Es sind dies Seelen, die sich selbst im allerdichtesten Hochmut begründet haben und gefangen halten und die in keiner Form mehr ansprechbar sind für einen Sinneswandel. Ja, jeder Versuch sie zum Guten zu bewegen macht sie nur noch mehr zornig und hochmütig und treibt sie tiefer in ihre eigene Hölle.

 
JL.GEJ.04 103,4-6
     (Jesus:) Alles, was nun Materie ist und heißt, war dereinst Geistiges, das da freiwillig aus der guten Ordnung aus Gott getreten ist, sich in den verkehrten Anreizungen begründete und in selben verhärtete, was dann die Materie bildete und ausmachte. Die Materie selbst ist demnach nichts anderes als ein gerichtetes und aus sich selbst verhärtetes Geistiges; noch deutlicher gesprochen, ist sie eine allergrobste und schwerste Umhäutung oder Umhülsung des Geistigen.

     Das Geistige aber kann mit all der noch so harten und groben Umhülsung nie selbst zur vollkommenen Materie werden, sondern lebt und besteht in der Materie, welcherart sie auch sei, fort. Ist die Materie sehr hart, so ist das geistige Leben in ihr auch sehr geknebelt und kann sich nicht irgend weiter äußern und entfalten, so ihm nicht irgendeine Hilfe von außen her gegeben wird.

     Im harten Gesteine kann das Leben erst dann zu einer Äußerung gelangen, wenn der Stein in langer Zeitenreihe von Regen, Schnee, Tau, Hagel, Blitz und noch anderen Elementen erweicht und stets morscher und morscher wird. Dadurch entfleucht dann etwas Leben als Äther in die Luft, ein Teil bildet sich eine neue und leichtere Umhülsung, anfangs in der Form der zarten Schimmel- und dann Moospflanzen; aber für die Dauer mit dieser Umhülsung unzufrieden ergreift sich das freiere Leben und schafft sich alsbald eine neue Umhülsung, in der es sich freier und selbständiger bewegen kann.

 
JL.GEJ.06 53,5-6
     (Jesus:) Nur im Allgemeinen kann Ich dir soviel sagen, daß alles für den Menschen sichtbar und fühlbar Erschaffene ein gerichtetes Geistiges ist und die Bestimmung hat, durch eine lange Reihe von allerlei Formen endlich in ein freies und selbständiges Leben überzugehen.

     Die Formen aber beginnen schon vom Steine angefangen durch alle Mineralreiche hindurch übergängig zum Pflanzenreich, durch das gesamte Pflanzenreich wieder übergehend ins Tierreich und durch dieses hindurch bis zum Menschen und sind Aufnahmegefäße vom Leben aus Gott.

JL.EuM  46,7
     (Der Herr:) ....Die einzelnen Intelligenzen (Seelenintelligenzspezifika) sind immer dieselben, ob in Mineralien, Pflanzen oder Tieren, nur mit dem Unterschiede, daß in den Mineralien nur noch ganz wenig Intelligenzen vereint in die Erscheinlichkeit treten, während in den Pflanzen und besonders in dem ausgebildeteren Tierreiche eine schon bei weitem größere Menge wirkend vorhanden ist. Wo das Mineral etwa acht, neun, zehn, höchstens bis zwanzig Intelligenzen zählt, da sind bei mancher Pflanze schon viele Tausende, bei manchem Tiere viele Millionen und millionenmal Millionen und bei dem Menschen zahllose aus allen Sternen und aus allen atomistischen Teilchen der Erde. 

     Es gibt also eine Evolution oder „Ent-wicklung“, des Lebens. Jedoch ist dies eine „Frei-werdung“ des Seelisch-Geistigen von der Materie und nicht eine Entwicklung der Materie. Dieses Seelisch-Geistige muß also die festgefügten und abgegrenzeten Ebenen der Naturreiche aufs Neue durchlaufen, bis es soweit geläutert ist, daß es in der Form des Menschen zu einer erneuten Willensfreiheitsprobe zugelassen wird. Soweit dieser grobe Umriß der Naturseelenentwicklung.

 


Das Gericht der Neubannung

JL.GEJ.09  149,18
     (Jesus:):„.... Meinet ihr denn, daß Ich euch nach Meines Leibes Tode etwa verlassen werde? Oh, mitnichten! Ich werde dann erst recht bei den Meinen verbleiben bis ans Ende der Zeiten dieser Erde und für jeden, der an Mich glauben wird, offen halten die Tore zum ewigen Leben in Meinen Himmeln. Es werden sich zwar Meine Schafe zerstreuen, so Ich als ihr Hirte geschlagen werde, - aber Ich Selbst werde sie dann wieder sammeln, und es wird dann nur eine Herde und ein Hirte sein für immerdar; die Böcke und die Wölfe in Schafspelzen aber werden ausgeschieden und dem Gerichte und Tode der Materie überliefert werden." 

     Das Wort „Gericht“ bedeutet, etwas aus der göttlichen Ordnung herausgetretenes, wieder neu auf diese Ordnungsprinzipien „auszurichten“. Dies hat nichts mit Rache oder Bestrafung zu tun, sondern ist ein „Not-wendiger“ Akt, um widergöttliche, gegen das Leben gerichtete Verhaltensweisen zu korrigieren. Im Falle eines großen Endgerichtes einer Erlösungsperiode – wie des Feuergerichtes – ist es das letzte von Gott angewandte Mittel zu einer allgemeinen Lebenskorrektur, nachdem alle Ermahnungen und Warnungen nicht gefruchtet haben und das Leben fast aller Menschen mehr und mehr in den geistigen Tod übergegangen ist. Es dient also ein jedes göttliche Gericht dem Leben und nicht dem Tod.
    
Auch in der Bibel finden sich Andeutungen über die Neubannung, oder den „zweiten Tod“ wie er im obigen Vers GEJ 04 95,1-2 von Jesus genannt wurde. Im 24. Kapitel des Propheten Jesaja ist solch eine versteckte Andeutung, welche wir jedoch mit dem Schlüssel der Entsprechungslehre öffnen können. 

 
Jes.24,19-22
  Es wird die Erde mit Krachen zerbrechen, zerbersten und zerfallen (entspricht der Darstellung durch B.Dudde über die Auflösung der alten Materiestruktur). Die Erde wird taumeln wie ein Trunkener und schaukelt wie eine Hängematte (instabile Flugbahn verursacht durch die Beinahekollision mit dem Stern); denn schwer lasten auf ihr unsere Übertretungen (Ursache des Gerichts), daß sie fallen muß und nicht wieder aufstehen kann (d.h., die alte Erde wird einen irreparablen Schaden erleiden, was eine Neuschöpfung notwendig macht).

  Zu der Zeit wird der Herr das Heer der Höhe heimsuchen (erdgebundene Geister) in der Höhe und die Herrscher der Erde auf der Erde, daß sie gesammelt werden als Gefangene im Gefängnis und verschlossen werden im Kerker (der Materie) und nach langer Zeit heimgesucht werden (von der Gnade einer erneuten Entwicklungsmöglichkeit durch die Naturreiche). 

     Im obigen Vers tritt uns noch ein anderer Aspekt der Neubannung entgegen. Es werden neben den kurz vor dem Feuergericht noch auf der Erde lebenden Menschen, auch diejenigen erdgebundenen Geister neu gebannt, die auf Grund ihres bösartigen Willens auch im Jenseits, jedes Entwicklungsangebot helfender Geister hochmütig und zornig ablehnen.

 
Offb.20,6
  Glückselig und heilig, wer teilhat an der ersten Auferstehung! Über diese hat der zweite Tod (die erneute Bannung in die Materie) keine Gewalt, sondern sie werden Priester Gottes und des Christus sein und mit Ihm herrschen tausend Jahre

 
Offb. 21,8
     Der feigen Verleugner aber und Ungläubigen und Frevler und Totschläger und Unzüchtigen und Zauberer und Götzendiener und alle Lügner, deren Teil wird sein in dem Pfuhl, der mit Feuer und Schwefel brennt (ist hier das ausströmende Erdmagma gemeint?!); das ist der zweite Tod.

     Der zweite Tod ist also ein Zustand in welchem ein jeder geistige Lebensfunke, jede Form eines moralischen und tugendhaften Lebens beinahe vollkommen vernichtet ist. Hier regiert nur noch der nackte Egoismus und Hochmut; und die alleinige Befriedigung der Begierden und Leidenschaften ist Antriebsfeder für ein kurzzeitiges Aufwallen der Lebenskräfte. Bei einer sich in solch geistigem Tode befindenden Seele, ist jede weitere Lebensfortbildung und Weiterentwicklung so gut wie nicht mehr möglich, da gerade die jenseitigen Seelen/Geister sich ihre eigene Welt aus ihren Wünschen und Begierden schaffen. Und je nach der Willensausrichtung und den Zielen einer Seele/eines Geistes, erschaffen sie sich hier ihren Himmel oder ihre Hölle, je nachdem worin sie sich mit ihrer Liebe begründet haben.

 
BD.Nr 8656
     Ihr werdet Mich niemals zu hindern vermögen an der Durchführung Meines Heilsplanes von Ewigkeit. Zwar habe Ich gesagt, daß ihr durch inniges Gebet vieles von euch abwenden könnet, doch Mein Heilsplan ist aufgebaut auf dem Willen der Menschen, den Ich von Ewigkeit erkannte und also auch ihm entsprechend die Zeiten festsetzen konnte, wo große Umwandlungen vor sich gehen und Ich diese Zeiten auch einhalten werde. Ich kann wohl von jedem einzelnen kraft seines innigen Gebetes Geschehnisse abwenden. Ich kann jeden einzelnen so führen, daß er nicht betroffen wird von Ereignissen, die Ich über die Menschen kommen lasse, will Ich Meinen Zweck erreichen, den zum Stillstand gekommenen Rückführungsprozeß fortzusetzen. Doch ungewöhnliche Ereignisse habe Ich euch stets vorausgesagt, und diese Voraussagen werden sich auch erfüllen, weil sie sich erfüllen müssen, soll die göttliche Ordnung wieder hergestellt werden.

     Ich weiß es wahrlich seit Ewigkeit, daß und wann die göttliche Ordnung nicht mehr eingehalten wird und konnte daher auch stets auf diese Zeit hinweisen und die großen Umwälzungen erwähnen, die unwiderruflich stattfinden werden Meinen Ankündigungen gemäß. Die Menschen aber werden niemals ungezweifelt diese Ankündigungen glauben, denn es übersteigt menschliche Begriffe, was ihnen als kurz bevorstehend prophezeit wird. Sie werden zwar an dem Ablauf des Weltgeschehens erkennen können, daß eine Änderung eintreten muß, weil die Menschen auf einem Tiefstand angelangt sind, der sich deutlich bemerkbar macht durch die Genußsucht und das übergroße Verlangen nach irdischem Wohlleben, irdischen Gütern, Ehre und Macht. Sie könnten also an den Zeichen der Zeit erkennen, daß jene Ankündigungen eine gewisse Berechtigung haben, daß sie ernst zu nehmen sind und entsprechend ihren eigenen Lebenswandel nun führen. Die Glaubenslosigkeit ist aber schon zu groß, als daß solchen Hinweisen Gehör geschenkt wird von Seiten der Menschen. Sie leben hemmungslos nur ein rein irdisches Leben und weisen alle Gedanken an eine einschneidende Änderung von sich ab. Und darum wird die Menschheit überrascht werden von einem Naturgeschehen katastrophaler Art, das von einem solchen Umfang ist, wie die Erde es noch nicht erlebt hat, das für viele Menschen das Ende ihres Lebens bringt, und das zu einem Chaos führt von größtem Ausmaß und übergroßes Elend für die Menschen bedeutet. Es ist dies ein letztes Mahnzeichen und soll daher auch den Menschen immer wieder angekündigt werden. Meine Boten sollen die Menschen darauf hinweisen, damit sie die Wahrheit erkennen, wenn dieses Geschehen eintrifft, und sie die letzte Zeit bis zu dem kurz darauf folgenden Ende noch gut ausnützen für ihre Seelenreife. Sie werden zwar wenig oder keinen Glauben finden, und dennoch beauftrage Ich Meine Boten immer wieder zu reden, wo dazu Gelegenheit ist. Die Menschen wollen nicht gestört werden in ihrem Genußleben, doch sie werden plötzlich aufgeschreckt werden, und es kann für jeden einzelnen Menschen das kommende Geschehen sein Ende sein, und er wird nichts hinübernehmen können von allen seinen irdischen Gütern. Und das soll er immer bedenken, denn ob er auch sonst nicht glaubenswillig ist, so weiß er doch, daß er sein Leibesleben nicht um einen Tag verlängern kann, weil die Stunde seines Todes bestimmt ist, und er weiß es, daß auch für ihn einmal ein Ende kommt und dieses jeden Tag sein kann, daß er dann alles zurücklassen muß, was seinen Lebensinhalt ausmacht.

     Und darum sollte er die irdischen Güter nicht so hoch bewerten, sondern sich Güter schaffen für die Ewigkeit. Und er würde nur klug handeln, während ein nur irdisches Erdenleben kein Zeichen von Klugheit ist, sondern ein verwirrtes Denken bezeugt.

     Mein Plan von Ewigkeit aber wird ausgeführt, und es wird der Tag eingehalten, den Ich Mir gesetzt habe, weil das Menschengeschlecht seine Erdenaufgabe nicht mehr erfüllt und daher von der Erde verschlungen werden wird mit Ausnahme derer, die Mich erkannt haben, die an Mich glauben und Mir treu bleiben bis an das Ende. Denn es muß die Erde weiter ihren Zweck verrichten als Schulungsstation für das Geistige, das auf dem Wege seiner Rückkehr zu Mir sich befindet.

     Und darum kann auch das große Umgestaltungswerk nicht unterbleiben, und es muß alles so kommen, wie Ich es immer wieder vorausgesagt habe, weil Ich die Menschen nicht ungewarnt lasse und jedem noch Gelegenheit genug biete, zu Mir zu finden und im Glauben und in der Liebe mit Mir die Verbindung zu suchen. Und wahrlich, diese werden gerettet werden noch vor dem Ende. Ich werde sie zuvor schon abrufen, auf daß sie nicht in die Gefahr kommen, gänzlich abzusinken, sondern im Jenseits noch ausreifen können. Oder Ich werde sie am Ende von der Erde entrücken auf einen Ort des Friedens, weil sie die neue Erde wieder beleben sollen als Stamm des neuen Menschengeschlechtes. Glaubet es ihr Menschen, was Ich immer wieder euch ankündige, denn es ist nicht mehr viel Zeit und jeder, der guten Willens ist, kann noch gerettet werden, auf daß ihn nicht das entsetzliche Los der Neubannung trifft.

 
JL.HG.1  3,5-6
      (Der Herr:) Siehe, alle Meine Geschöpfe hängen an Meiner Macht, aber Meine Kinder hängen an Meiner Liebe! Meine Macht gebietet, und es geschieht; aber Meine Liebe wünscht nur und gebietet in aller Sanftmut den freien Kindern, und die freien Kinder verstopfen ihre Ohren und wollen nicht das Angesicht ihres Vaters schauen. Daher, weil sie frei sind, wie Ich es bin, kann Ich ihnen nicht helfen, wenn sie es nicht wollen. Denn Meine Macht geht über alles; aber Mein Wille ist Meinen Kindern untertan. Dieses aber soll sich jeder hinter die Ohren schreiben: Ich bin euer Vater, bin aber auch euer Gott, und außer Mir ist keiner mehr. Wollet ihr Mich als Vater - oder als Gott? Eure Taten werden Mir die entscheidende Antwort geben.

     So merket es denn: Die Liebe wohnt nur im Vater und heißt der Sohn. Wer diese verschmäht, der wird (im Gericht) der mächtigen Gottheit anheimfallen und wird seiner Freiheit auf ewig (relativ) beraubt werden, und der Tod (der Materie/Neubannung) wird sein Anteil sein; denn die Gottheit wohnt auch in der Hölle, aber der Vater wohnt nur im Himmel. Gott richtet alles nach Seiner Macht; aber die Gnade und das ewige Leben ist nur im Vater und heißt der Sohn. Die Gottheit tötet alles; aber der Sohn oder die Liebe in Mir hat Leben, gibt Leben und macht lebendig. 

     Was bedeutet in dieser Kundgabe „ seiner Freiheit auf ewig beraubt werden“? Wir kennen aus der Bibel auch den Begriff „von Ewigkeit zu Ewigkeit“. Eine Ewigkeit im absoluten Begriffsverständnis würde einer zweiten Ewigkeit schon keinen Raum mehr für ihr Vorhandensein ermöglichen. Seiner Freiheit „auf ewig beraubt sein“ ist auch hier relativ zu verstehen. Es bedeutet einen unendlich langen Zeitraum, nämlich den der Naturseelenentwicklung vom Stein bis zu einer erneuten Menschwerdung.
  So wie die biblisch verwendete Zahl 1000 den „menschlichen Zahlenwert“ für einen sehr langen Zeitraum symbolisiert, so ist die „Ewigkeit“ der „göttliche Zeitbegriff“ für eine unendlich lange Zeit, die jedoch irgendwann einmal ihr Ende hat.
   Warum heißt es weiter „wird der Tod sein Anteil sein?“ Weil vor Gott ein Wesen erst dann im eigentlichen Sinne zu Leben beginnt, wenn es aus dem freien Willen heraus selbstlos zu lieben beginnt. Dies ist aber alleine dem, mit dem göttlichen Geist und freien Willen begabten Menschen möglich. Somit ist der Zustand der Neubannung und alle Vorstufen bis zur erneuten Menschwerdung, vom geistigen Gesichtspunkt aus als tot zu bezeichnen.  

 
JL.HzH.2  294,4-7+9
     (Der Herr:) Wer als das, was er uranfänglich war, wegen Verkehrtheit seiner Liebe sich im ersten oder zweiten Grad der Hölle befindet, kann nach vielen bittersten Erfahrungen dennoch wieder das werden, was er uranfänglich war. Sein Bewußtsein wird ihm belassen, seine Erinnerung bleibt ihm, und er kann zur Vollendung gelangen.

     Aber so der Mensch durch die Mir unerträglichste Lauheit weder kalt noch warm ist, sich um nichts kümmert, weder um etwas Gutes noch um etwas Böses, ‑ oder es ist ihm das eine wie das andere (gleich), so daß er einmal kaltblütig die größten Greuel und so auch manchmal etwas Gutes ausüben kann ‑ dem also gleich ist Gott oder Teufel, Tag oder Nacht, Leben oder Tod, Wahrheit oder Lüge (ein mit unserer gewissenlosen Zeit, erschreckend deckungsgleiches Gemälde): der ist dem eigentlichen ewigen (relativ) Tode verfallen. Und er befindet sich damit in der alleruntersten Hölle, aus der in ein‑ und derselben Urwesenheit kein Herauskommen mehr denkbar ist!!!

  Der Grund solch eines Zustandes ist der konzentrierteste Hochmut, der alle Grade der Selbstsucht und Eigenliebe durchgemacht hat und sich in solch hochgradiger Verdichtung gewisserart selbst erdrückt und so um das Urleben des Geistes gebracht hat. Und eben darin besteht der eigentliche ewige Tod, der das Schlimmste alles Schlimmen ist, weil da das eigentliche (individuelle) Sein ein völliges Ende nimmt.

     Solch eine Seele ist dann gänzlich verdorben. Ihre erste Gesamtheit muß durch des Feuers Gewalt in ihre einzelnen Urlebensfunken aufgelöst und darauf, mit ganz neuen gemengt, auf langen Wegen durch die Pflanzen‑ und Tierwelt eines anderen Planeten in einem ganz fremden Sonnengebiet in eine höchst untergeordnete Form eines Menschen übertragen werden. Auf diese Weise bleibt dann von der Urwesenheit (Urindividualität) solch einer Seele verzweifelt wenig mehr übrig. Und das ist das eigentlich Schlimmste, denn solch eine Seele kann dann unmöglich mehr je zu Meiner Anschauung gelangen, weil sie dann bloß nur Seele ohne Meinen Geist (der unbegrenzten Liebefähigkeit) in ihr ist und bleibt.

     Sagen alle wie ein Mann: „Herr und Vater, jetzt ist uns alles vollkommen klar! Es ist zwar über den Zustand solch einer selbstischen Verlorenheit nicht viel Erfreuliches zu erwähnen; aber dessenungeachtet sieht doch immer Deine große Liebe und Erbarmung heraus, und bei Dir sind ja alle Dinge möglich. Es kann daher nach freilich undenkbar langen Zeiträumen doch auch für diese Wesen ein Stündchen kommen, in dem sie sich und Dich mehr und mehr urzuständlich zu erkennen und zu lieben anfangen und von da fortschreiten in der Erkenntnis wie in der Liebe.

     Dem ist nur hinzuzufügen, daß die Wege Gottes wunderbar sind, und seine Liebe und Erbarmungen zu Seinen Geschöpfen stets das letzte Wort sprechen.

 
JL.HzH.2  293,13
     (Der Herr:) Siehe, ein Töpfer formt aus Lehm einen Topf auf seiner Scheibe. Der Topf aber, schon über die Hälfte geformt, mißrät ihm eines zufälligen Umstandes wegen. Was tut da der Töpfer? Er schlägt den halbfertigen Topf zusammen, nimmt den Lehm von der Scheibe und vermengt ihn mit anderem frischem Lehm. Er gibt ihn dann wieder auf die Scheibe und fängt ein anderes, minder heikles Gefäß daraus zu formen an, das ihm auch wohl gelingt. So geht zwar wohl der Stoff nicht verloren, aber die eigentümliche Individualität des zuerst begonnenen Werkes ist für ewig vollkommen dahin. Kurz, das erste Ich ist völlig zerstört, und das ist im eigentlichsten Sinn der ewige Tod, den keine Liebe und keine Erinnerung ans Ursein wiederbeleben kann. Wo aber dies nimmer geschehen kann, da kann auch ewig an keine vollkommene endliche Vollendung (der einstiegen Individualität) mehr gedacht werden. An der Beibehaltung der Urindividualität aber liegt gar unaussprechlich viel, denn ohne sie kann die Kindschaft Gottes nie erreicht werden. Denn eine Zweitzeugung wird ewig keine Erstzeugung mehr.”

     Hier erfahren wir, was das Schlimmste für einen einmal als freies Wesen geschaffenen Menschen ist. Nämlich die Auflösung seiner einstigen Urindividualität, in welcher er mit dem großen Ziel die Kindschaft Gottes zu erlangen, als ein ganz spezifischer Gedanke Gottes in ein sonderheitliches Dasein gestellt wurde. Seine individuellen Geisteskräfte und Wesenseigenschaften werden isoliert und mit neuen, fremden Lebensfunken zu einer neuen Individualität gemengt. Doch solch ein Zweitleben kann schwerlich je die Kindschaft Gottes erlangen, wenn es auch einen hohen Grad der Seligkeit erreichen kann. Das heißt, solch ein Wesen kann geistig nicht bis in den dritten Himmel emporwachsen und zur persönlichen Anschauung des Vaters in Jesus Christus gelangen, in welchem Gott sichtbar unter Seinen Kindern wohnt, welches der höchste Grad der Seligkeit ist.



 

Abstiegs- und Aufstiegsmöglichkeiten im Jenseits

BD.Nr  2845
     Nur das unvollkommene Geistige muß den Erdenweg noch einmal zurücklegen, das sich am Ende der Erlösungsperiode als völlig gottfern erwiesen hat und also auch im Jenseits sich nimmermehr aufwärts entwickeln würde. Und darum werden zuvor schon viele Menschen (durch die großen Katastrophen) den Tod erleiden, bei denen noch die Möglichkeit einer Höherentwicklung im Jenseits besteht, auf daß sie nicht zu denen gehören, die das Ende der Erdperiode erleben müssen und also die Neubannung in der festen Form der neugestalteten Erde. Im geistigen Reich jedoch würden letztere in die untersten Sphären gehören und sich auch dann noch immer weiter von Gott entfernen, so daß sie nach undenklich langer Zeit gleichfalls zur festen Form würden, also zur Erschaffung neuer materieller Schöpfungen wieder ihre geistige Substanz genommen wird und erst nach überaus langer Zeit ihren Entwicklungsgang auf Erden zurücklegen könnten.

     Einerseits ist das Geistige, das noch vorher von der Erde scheidet, im Vorteil, indem es im Jenseits sich rascher zur Höhe entwickeln kann wie auf der Erde, vorausgesetzt, daß es dazu den Willen aufbringt, daß es zum Erkennen kommt entweder in der letzten Stunde vor dem Ableben oder durch die Bemühungen der Lichtwesen im Jenseits. Strebt es aber nicht zur Höhe und behält es im geistigen Reich seine Unkenntnis und verharrt in Abwehr und im Widerstand, dann sinkt es immer tiefer, bis Gott Seinen Liebegeist ganz von ihm zurückzieht (der Gottesfunke) und das Geistige wieder zur festen Form werden läßt, was aber eine um vieles längere Zeitdauer erfordert, ehe dieses Geistige wieder den Weg auf der Erde zurücklegen darf.

     Die Qualen eines erneuten Erdenganges sind von den Menschen nicht zu ermessen, sonst würde es ihnen leichter begreiflich sein, warum soviel Leid über die Erde geht, das immer noch Einfluß haben kann auf die Gesinnung des Menschen, auf seinen Willen und auf seine Einstellung zu Gott. Daß aber viele Menschen durch das Leid die Entfernung von Gott noch vergrößern, liegt daran, daß sie im Irrtum dahingehen, daß sie blind sind im Geiste und doch nicht das Licht des Tages annehmen wollen, so es ihnen geboten wird.

     Eine klare Darlegung der Wahrheit würde ihr Denken ändern können, doch in der finstersten Nacht schließen sie auch noch die Augen und bemerken den Lichtschein nicht, der sie den Weg erkennen ließe, den sie wandeln sollen. In keiner anderen Weise aber kann ihnen geholfen werden, als daß ihnen die Wahrheit nahegebracht wird. Und auch im Jenseits müssen sie diese willig entgegennehmen, wollen sie zur Höhe schreiten. Nur in der festen Form ist ihr Wille gebunden, dann ist das Geistige nicht selbstverantwortlich, sondern es muß sich bewegen nach dem Willen Gottes und wird erst etwas freier, wenn es sich zum Dienen bereit erklärt.

     Darum sind die Menschen auf Erden trotz größter irdischer Not und Trübsal noch weit im Vorteil gegenüber dem gebundenen Geistigen, denn ihr Wille ist frei und kann sich daher selbst eine Änderung schaffen, sowie der Mensch nur das Verlangen hat, in der Wahrheit zu stehen, das Wahre zu erkennen und wissend zu werden. Dann ist ihm ein erneutes Gebundensein in der festen Form erspart, wenngleich er nun vorzeitig abgerufen wird von der Erde. Denn dann kann er in das geistige Reich eingehen, wo ihm diese von ihm begehrte Wahrheit nun geboten wird und er den Weg der Aufwärtsentwicklung betritt. Und daher werden am Ende dieser Erdperiode nur noch gänzlich gottferne und wenige gottverbundene Menschen auf der Erde sein, und es wird die endgültige Scheidung stattfinden. Letztere werden Gott angehören auf ewig und erstere den Weg unsäglichen Leides gehen müssen im gebundenen Willen, in den Schöpfungen der neuen Erde.

     Daß sich nicht alle Seelen im Jenseits von ihrem Egoismus und ihrer Materiegebundenheit befreien und die Möglichkeit einer Aufwärtsentwicklung für sich nutzen wollen, sagt uns Jesus im folgendem Text. Und Er sagt uns auch, daß es besonders in unserer Zeit viele solcher Menschen geben wird.

 
JL.HiG.2   S.445.6-7
     (Der Herr:) Jene vie­len Men­schen, be­son­ders in die­ser Zeit, die es in sol­cher Welt- und Selbst­lie­be und so­mit in der Le­bens­fin­ster­nis so weit als nur im­mer mög­lich ge­bracht ha­ben, wer­den jen­seits auf eben dem Punkte wider an­fan­gen und wer­den nach Um­stän­den im­mer är­ger und ma­te­ri­el­ler. Und so wahr Ich der Herr bin, der die­ses sagt, sie wer­den wie­der in die to­te Ma­te­rie über­ge­hen, und zwar durch einen un­säg­lich schmerz­li­chen Pro­zeß, und das durch lan­ge und lan­ge Zei­ten, bis sie selbst wie­der zur har­ten, star­ren Ma­te­rie wer­den, end­lich in vie­le Tei­le zer­teilt und nach lan­gen Zei­ten wie­der zu Men­schen oder zu Ge­schöp­fen, ent­we­der auf die­se Erde oder auf an­de­re Welt­kör­per ge­stellt, wer­den. Denn bei Mir sind tausend Erd­jah­re wie ein kur­zer Tag.

  Was sich ver­mö­ge des ihm in­ne­woh­nen­den frei­en Wil­lens Mei­nem al­len Men­schen ge­of­fen­bar­ten Wil­len nicht un­ter­ord­nen will, das geht dar­um nicht ver­lo­ren, aber es hat eine gro­ße und lang­wie­ri­ge Kor­rek­tion zu er­war­ten.

 
BD.Nr  4688
     Ihr setzet die unterbrochene Entwicklung fort im Jenseits, so ihr nicht als vollendete Teufel von dieser Erde scheidet, also noch die Möglichkeit besteht, daß ihr euch aufwärts entwickelt. Teuflisch aber ist eure Gesinnung, so ihr voll Haß und Rachgier seid gegen eure Mitmenschen, die zu Gott streben, die also guten Willens sind, Gott anerkennen und Seinen Willen zu erfüllen suchen.

     Werden diese Menschen verfolgt, lediglich ihrer Gesinnung wegen, dann kann den Verfolgern wahrlich teuflische Gesinnung zugeschrieben werden, und dann hört jedes Erbarmen auf, weil das Geistige in jenem Menschen sich verhärtet und durch seine Gottferne in jenen Zustand geraten muß, der die Bannung in der festesten Materie bedingt.

     Die Seelen dieser Menschen können nicht in das jenseitige Reich eingehen, denn es gibt für sie keine Besserungsmöglichkeit, nur ein immer tieferes Absinken zur Hölle, zur Gottferne. Und es ist sonach doch ein Erbarmungsakt, daß das Geistige in der Materie wieder gebunden wird, weil es im Mußzustand doch wieder langsam zur Höhe schreitet, wenn auch in endlos langer Zeit.

     Das Jenseits, das geistige Reich, kann wohl auch zahllose Seelen aufnehmen, die in einem völlig untätigen Zustand Ewigkeiten verharren, die aber doch noch wandlungsfähig sind, die also noch nicht den Grad erreicht haben, der eine Bannung in der Materie bedingt. Sie können wohl noch absinken bis zu jenem Grad, doch solange noch eine Möglichkeit zum Gegenteil besteht, wird die Seele auch nicht in den Mußzustand versetzt, der aber unweigerlich das Los der zu Teufeln gewordenen Menschen sein wird nach dem Untergang der alten Erde. Darum wird, was noch wandlungsfähig ist, noch vor dem Ende der Erde abberufen, und es können diese Seelen nach ihrem Tode ihre mangelhafte Reife erhöhen, so sie dazu willig sind.....

 
BD.Nr   6638
     Auch das verworfenste Geschöpf ist ein Kind Meiner Liebe. Und darum gilt ihm Meine Sorge gleichfalls unvermindert, daß es einmal zu Mir zurückkehrt, wenngleich es einen weit längeren Weg wird gehen müssen, um sich Mir und Meinem Urwesen anzugleichen.

     Aber Ich lasse es nicht fallen, und was von Meiner Seite aus geschehen kann, das tue Ich, um diesem Geschöpf dazu zu verhelfen, daß es sich selbst erkennt und wandelt. Aber der Abstand ist oft so groß, daß die Gegenkraft größeren Einfluß hat und Meine Liebeanstrahlung unwirksam bleibt. Und darum kann es auch Ewigkeiten dauern, bis es Mir etwas näherkommt, aber niemals gebe Ich es auf.

     Wenn nun von einer „Hölle“ gesprochen wird, so ist dies die Zusammenballung solcher verworfener Geschöpfe im Jenseitigen Reich, die also schon das Erdenleben hinter sich haben mit negativem Erfolg und auch im Jenseits stets tiefer gesunken sind weil sie sich Meinem Gegner aufs neue ergeben haben. Bevor nun eine Neubannung auf den Erdschöpfungen stattfindet, die immer den Beginn einer neuen Erlösungsepoche bedeutet, sind diese Wesen als Anhänger des Satans in Sphären, wo sie ihren schlechtesten Leidenschaften frönen, wo sie sich gegenseitig alles Böse antun und daher ständiger Kampf und Streit ist, und wo sie immer wieder schwächere Wesen in ihren Bereich zu ziehen suchen, sie also im Auftrag Meines Gegners alles tun, was sie stets tiefer sinken läßt. Es sind keine begrenzten Orte, es ist gleichsam die Hölle überall dort, wo sich solche tief gesunkenen Wesen zusammenfinden, wo sie gegeneinander wüten, weshalb auch auf der Erde von Hölle und Höllenzuständen gesprochen werden kann, wo Menschen mit teuflischer Gesinnung sich anfeinden, und in jeder Weise Unheil stiften. (Von daher gibt es auch keine Urteufel. Teufel sind Menschenseelen, die sich auf Erden dem Einwirken Satans geöffnet haben und nach ihrem Tod ihr Unwesen im Jenseits weiter treiben. Solche Geister versuchen dann wiederum Einfluß auf das Denken und Tun der noch auf der Erde lebenden Menschen zu nehmen, was ihnen in unserer aufgeklärten Zeit sehr gut gelingt. Denn wo man weder an Gott noch Teufel glaubt und daneben Gut und Böse als mittelalterliche Wertvorstellungen definiert, dort sind den widergöttlichen Kräften Haus und Hof geöffnet! Haus und Hof sind eine sehr treffende Entsprechung für Geist und Seele. Unsere Psychiatrien sind voll von solch bedauernswerten Seelen, die nicht mehr Herr im eigenen Haus sind, sondern von einem Fremdgeist besetzt sind. Jesus befahl Kraft Seiner Macht solchen Teufeln des öfteren, aus den von ihnen besetzten Menschen auszufahren. Aber auch das weiß man in der modernen Theologie, dem Zeitgeist angepaßt, aufgeklärt-rational und tiefenpsychologisch  zu erklären.)

     Und alle diese Wesen sind dennoch Meine Geschöpfe, mit denen Ich Erbarmen habe und die Ich von ihrer Sünde und Gebundenheit an Meinen Gegner befreien möchte, denn sie stehen noch voll und ganz unter dem Einfluß dessen, der sich wider Mich erhob und der auch alle von ihm erschaffenen Wesen wider Mich auflehnte, so daß auch sie abfielen und unglückselig geworden sind. Aber es waren auch Meine Kinder, weil Meine Kraft sie erstehen ließ, die unbeschränkt durch Meinen Gegner strömte und ihn erst zum Erschaffen jener Wesen befähigte.

     Darum gehört auch jenen Geschöpfen Meine Liebe, und ob sie noch so tief gesunken sind, was euch Menschen nun auch erklären wird, warum eine Neuschöpfung der Erde vor sich gehen muß. Denn Ich gedenke ebenso jener unglückseligen Geschöpfe in der tiefsten Tiefe, wie der Menschen auf der Erde. Ich will auch ihnen wieder einen Weg bereiten, die schon endlos lange schmachten in der Gewalt Meines Gegners. Ich will sie ihm entwinden und wieder neu binden in der festen Form, auf daß auch ihr Weg wieder aufwärtsgehe, auf daß ihr Widerstand langsam nachlasse, den sie noch in stärkstem Maß Mir leisten. Die Liebe zu dem Gesunkenen ist unverändert und sie wird auch niemals nachlassen. Anders aber als durch Neubannung in Erdschöpfungen ist Meine Liebe nicht zu beweisen, anders ist auch kein Erfolg oder keine Rückkehr dessen möglich (was aus eigener Kraft nicht mehr aufwärts streben kann) und daraus ergibt sich auch die Notwendigkeit einer Umgestaltung der Erde, wie Ich sie euch verkünde stets und ständig.

     Es ist nur Liebe, die Mich zu allem Wirken und Walten im Universum bestimmt, auch wenn ihr Menschen keine Liebe darin erkennen könnet.

  Einmal werdet auch ihr Meinen Heilsplan begreifen und Lob und Dank singen Dem, Der auch euch herausgeführt hat aus Nacht und Tod. Der alle Wesen selig machen will, die aus Ihm hervorgegangen sind, und der auch mit unveränderter Liebe dessen gedenkt, das Seine Hilfe am dringendsten benötigt, weil sein Gegner es gefesselt hält!!!

 

 


Können geistige Partikelchen in der Neubannung leiden?

BD.Nr  8511
     Jedes Wesen geht seines Ich-Bewußtseins wieder verlustig, wenn es als Mensch völlig versagt und dem Lose der Neubannung nicht mehr entrinnen kann. Und es ist dies das Fürchterlichste, was ihm geschehen kann, denn wenngleich es dann als aufgelöst in unzählige Partikelchen, nicht mehr als ganzes Wesen empfinden kann, wie ihr Menschen es annehmt, so sind es doch unvorstellbare Qualen, weil das Geistige einst in Freiheit erschaffen war und auch seine Freiheit als Mensch schon zum Teil wiedergewonnen hatte — nun gefesselt ist und diese Fesselung als entsetzliche Qual empfindet.

     Denn die von Mir einst ausgestrahlte Kraft waren Ich-bewußte Wesen, sie waren im höchsten Grade lebensfähig, also nicht nur tote Formen. Doch sie wurden dazu, als sie abgefallen waren von Mir. Als die geistigen Substanzen verhärtet waren, war das eigentliche Leben daraus entflohen, oder auch Meine Kraft durchstrahlte diese Formen nicht mehr, die allem erst das Leben gibt. Und die aufgelösten Partikelchen sind auch wieder so lange ohne Leben, wie sie nicht von Meiner Liebekraft angestrahlt werden können.

     Daß diese toten Partikelchen dennoch empfindsam sein können, ist euch Menschen unbegreiflich. Doch dann würden sie niemals reagieren, wenn Meine Liebekraft sie einzufangen und zu umschließen sucht, so daß das gefallene Geistige zur Materie umgestaltet werden kann. Denn auch sein Widerstand ist eine Reaktion, die beweist, daß das Geistige gewisse Qualen empfindet und sich dagegen zur Wehr setzt. Und in diesem Qualzustand befindet sich die Gesamtheit der Schöpfung (die ganze Schöpfung liegt in Wehen/Qualen und harret des Erscheinens der Kinder Gottes, lesen wir schon im Alten Testament), denn sie unterliegt einem Gesetz, dessen Urheber Ich Selbst bin. Sie ist unfrei und muß sich Meinem Gesetz von Ewigkeit unterstellen, was für das einst in Freiheit erschaffene Geistige überaus qualvoll ist. Würde es diese Qual nicht empfinden, so wäre ewiglich keine Änderung des toten Zustandes mehr möglich.

     Ihr Menschen werdet das niemals verstehen können, doch ihr sollet es glauben, ansonsten ihr nicht ein Zurücksinken in die Tiefe zu fürchten brauchtet und es euch völlig gleichgültig wäre, was mit euch nach dem Tode des Leibes geschieht. Auf Erden habet ihr wieder das Ich-Bewußtsein und ihr seid in gewissem Grade frei und dennoch nicht restlos selig, so lange ihr noch nicht durch gänzliche Hingabe die Einigung mit Mir gefunden habet. Doch so lange ihr lebt, könnet ihr letztere noch erreichen. Verlieret ihr aber wieder das Ich-Bewußtsein, dann ist auch jegliche Freiheit dahin, ihr werdet nach Meinem Willen wieder zur Tätigkeit bestimmt und könnt keinerlei eigenen Willen gebrauchen, ihr seid gebunden in tiefster Finsternis, denn ihr wisset nichts um euer Sein, weil ihr aufgelöst seid und nur immer die Funktionen ausübt, für die euch euer Gott und Schöpfer bestimmt hat.

     Und werdet ihr einmal im Zustand der Seelenreife diese lange Zeit im Mußzustand übersehen könnet, dann werdet ihr auch um die unermeßlichen Qualen wissen, durch die eure Seele in den unzähligen Verformungen hindurchgehen mußte, und ihr werdet es auch verstehen, warum Meine Liebe euch ständig ermahnt und warnet, um euch dieses entsetzliche Los zu ersparen. Denn ihr könnt nicht mehr in ein Nichts vergehen und weil ihr unvergänglich seid - nur eben aufgelöst - so wird das, was bestehen bleibt, auch niemals empfindungslos sein. Ihr Menschen müßt euch nur immer daran genügen lassen, was Ich euch als Wahrheit zuleite. Denn Ich will irrige Annahmen richtig stellen, wie also auch jene ist, daß das aufgelöste Geistige kein Empfindungsvermögen hat, also sein Zustand gleich ist mit „Nicht-Sein". Es wäre dann der Entwicklungsgang kein Ausreifen bis zu dem Zustand, wo es wieder als Mensch sein Ich-Bewußtsein erlangt hat, denn nur durch Leiden und Dienen erlöst sich alles Wesenhafte, sowohl vor seiner Verkörperung als Mensch als auch während des Mensch-Seins. Denn es darf nicht vergessen werden, welch ungeheure Schuld das Wesen auf sich geladen hat durch seinen einstigen Abfall, und wie es diese Schuld nun wieder vergrößert, wenn es die letzte Gnadenzeit als Mensch ungenützt läßt und wieder zur Tiefe absinkt.

     Und wenngleich eine restlose Tilgung durch das Wesen selbst nicht möglich ist, so wird es doch sühnen und leiden müssen, solange es nicht von jener (Ur)Schuld befreit ist durch das Erlösungswerk Jesu Christi. Dieses Gnaden- und Erbarmungswerk Jesu anzunehmen im Erdenleben ist die Aufgabe des Menschen, und er könnte darum leicht zur Höhe gelangen. Und wenn er nun versagt und keinerlei Hilfe von Oben annimmt, wenn er wieder absinkt zur Tiefe, so ist es auch verständlich, daß sein Leidensweg von neuem beginnt, wenn seine Seele wieder aufgelöst wird und den Weg durch die Schöpfung wieder beginnt....