MARANATHA

Der Erlösungsplan Gottes

Teil 7

 



Prophetie zum Beginn des dritten Jahrtausends




Begründung der Zerstörung und der Neuschöpfung

BD.Nr  6828
     Das zutiefst Gefallene erbarmt Mich, und immer wieder werfe Ich ihm den Rettungsanker zu, daß es wieder zur Höhe gelangen kann. Jede Seele, die sich daran festhält, wird emporgezogen, denn sie beweist nun ihren Willen, der Tiefe zu entfliehen, und wird nun auch die Erbarmung ihres Vaters von Ewigkeit erfahren dürfen.

     Es gibt aber im Bereich dieses zutiefst Gefallenen auch einen Grad des Widerstandes gegen Mich, der keine Rettung mehr zuläßt, wo der Wille noch nicht im geringsten sich gewandelt hat und wo die Verhärtung der geistigen Substanz fast erfolgt ist, wo es nun keine andere Hilfsmöglichkeit mehr gibt, als dieses Geistige erneut zu bannen in die Materie. Auch diese Neubannung ist ein Erbarmungsakt Meinerseits, weil ohne diesen die Seele niemals wieder die Höhe erreichen könnte, wo ihr die letzte Willensprobe abverlangt wird, die ihr das ewige Leben bringen kann.

     Der Gang der Entwicklung im geistigen Reich muß sich in Meiner göttlichen Ordnung vollziehen, es kann keine Phase übersprungen werden, und es ist dies im Stadium des Ich-Bewußtseins auf Erden oder im jenseitigen Reich (gleich). Immer ist der Wille des Wesens selbst bestimmend. Wird dieser nun gänzlich mißbraucht, dann muß Ich das Geistige wieder binden und es im Mußzustand durch die Schöpfungen der Erde gehen lassen, weil Ich nicht will, daß es ewig in einem Zustand verharrt, der überaus qualvoll und unselig ist.

     Immer wieder neu erstehende Schöpfungen, das ständige Werden und Vergehen in der Natur, ist gleichbedeutend mit immerwährendem Wechsel der Außenformen für das in der Aufwärtsentwicklung sich befindliche Geistige, (geistige Evolution) das immer näher kommt seiner letzten Verformung als Mensch auf dieser Erden. Doch das in die tiefsten Tiefen zurückgesunkene oder dort sich schon Ewigkeiten befindliche Geistige muß als Beginn seiner Aufwärtsentwicklung in härtester Materie eingezeugt werden. Es kann nicht in schon bestehende Schöpfungen einverleibt werden, die schon reiferem Geistigen zum Aufenthalt dienen. Es kann die erste Phase der Bannung nicht übersprungen werden, sondern der Entwicklungsgang muß begonnen werden in der Außenform, die dem ungebrochenen Widerstand gegen Mich entspricht in der harten Materie, weil dies Mein Gesetz der Ordnung verlangt. Und darum müssen nach langen Zeiträumen immer wieder Neuschöpfungen entstehen, die dieses Geistige aufnehmen, wie aber auch undenklich lange Zeiten bestehende Schöpfungen, harte Materie,  einmal aufgelöst werden müssen, um das darin sich befindliche Geistige frei zu geben zum weiteren Entwicklungsgang in gelockerten Formen.

     Es sind die Zeiträume sehr lang, nach denen solche Totalzerstörungen und Neugestaltungen von Erdschöpfungen vor sich gehen, und zumeist ist von Menschen die Zeitdauer auch nicht beweisbar festzustellen. Zudem mangelt es Ihnen auch an Wissen über jenen Entwicklungsgang des Geistigen, um die eigentliche Bestimmung aller Materie und um die entsetzlich qualvollen Zuständen im geistigen Reich, wenngleich das Wort Hölle allen Menschen bekannt ist. Was aber in Wirklichkeit darunter zu verstehen ist, wissen sie nicht, ansonsten ihnen auch jene Totalumwandlung der Erde und ihrer Schöpfungen glaubwürdiger wäre. Doch es wird auch stets den Menschen unbeweisbar bleiben.

     Ein liebender und erbarmender Gott aber sucht seine Geschöpfe zu retten, Er läßt sie nicht ewig in der Finsternis, und Meine Liebe und Erbarmung ist Mein Urwesen, das sich ewiglich nicht verändern wird. Meine Liebe und Erbarmung wird ewig Meinen Geschöpfen gelten, die zur Tiefe abgesunken sind, und (Ich werde auch) immer wieder Mittel und Wege finden, um sie der Tiefe zu entreißen. Doch bevor wieder eine Neubannung erfolgt, wird alles versucht von Mir und Meinen geistigen Mitarbeitern, daß die Seelen (auf Erden und) im geistigen Reich noch den Weg zur Höhe nehmen, damit ihnen das qualvolle Los einer Neubannung erspart bleibt.

     Doch der Wille des Wesens entscheidet selbst, und wie sein Wille ist, so ist auch sein Los. Mein Heilsplan aber gelangt auch zur Ausführung — und er wird nicht erfolglos sein. Einmal werde Ich das Ziel erreichen, und einmal wird auch die Finsternis alles preisgegeben haben, weil Meine Liebe niemals aufhört und dieser kein Wesen auf ewig widerstehen kann.

JL.GEJ.03  11,1-3
      (Jesus:) Man klagt noch Gott an und sagt: Wie konnte Gott eine alles Leben erstickende Sündflut über den Erdboden kommen lassen und wie vernichten die Sodomiter und Gomorrhiten!? O nichts leichter als das! Denn wozu belebte und gezierte Fleischklumpen auf dem Boden einer Erde noch länger herumwühlen lassen, deren Seelen sich so weit von der alten Ordnung Gottes entfernt haben, daß in ihnen aber auch die letzte Spur sogar des Bewußtseins ihrer selbst  vor lauter Sorge ums Fleisch entflohen ist!?

     Kann es noch eine dickere Inkarnation (Verbindung mit der Materie) der Menschenseele geben als eine, in der die Seele nicht nur von dem göttlichen Geiste in ihr jeder Ahnung bar geworden ist, sondern sich am Ende selbst auch derart verliert, daß sie ihr eigenes Dasein (als Seelenwesen) im vollsten Ernste zu leugnen anfängt und nicht mehr zu der Überzeugung zu bringen ist, daß sie ist!? (Wir kennen die hochmütige und sarkastische Aussage eines Arztes: „Nun habe ich schon einige hundert Leichen seziert, habe aber bei keiner eine Seele gefunden!“)

     Ja, wenn bei der Menschheit der Welt einmal der (dieser) Zustand eintritt, da hat dann auch der Mensch vollends aufgehört, ein Mensch zu sein; er ist dann nur mehr ein instinktartig vernünftiges Tier und ist vorderhand für jede weitere Bildung der Seele und des Geistes total unfähig. Darum muß solch ein Fleisch getötet werden und verfaulen samt der zu intensiv (in ihr Fleisch) inkarnierten Seele, auf daß vielleicht nach vielen Jahrtausenden eine aller Inkarnation ledig gewordene Seele wieder den Weg ihrer Selbstbildung und Selbständigwerdung (über die Naturseelenentwicklung), entweder noch auf dieser Erde oder auf einer andern, betreten kann.

 

     Wenden wir uns an dieser Stelle einem Gebiet zu, das seit Mitte des 20. Jahrhunderts auch bei uns im Westen viele Geister beschäftigt und viele Gemüter zu zahlreichen Spekulationen angeregt hat. Es ist die Frage der mehrmaligen Existenz einer Seele auf unserer Erde. Wir bewegen uns hier in einem Gebiet der Geistesforschung – was kommt nach dem Tod -?, das durch „Nah-Todeserfahrungen“, oder aber auch durch Reinkarnationssitzungen / Reinkarnationstherapien, in den letzten Jahrzehnten das Interesse einer breiteren Bevölkerungsschicht auf sich gelenkt hat. Nicht zuletzt die zahlreichen Publikationen über dieses Thema haben hier ihren Beitrag geleistet. Doch wir müssen uns auch hier, wie bei den Naturwissenschaften darüber klar sein, daß alle Erfahrungen, Einblicke und Fakten – so wahr sie auch sein mögen – letztlich in ihrer Auswertung von uns interpretiert werden. Das heißt, daß hier die einzelnen Gruppierungen oder Glaubensgebäude, das ihren Vorstellungen und mentalen Liebeleien entsprechende, aus den Informationen herausinterpretieren werden. Doch seien wir uns darüber bewußt, daß wir uns erst am Anfang - in den Geburtswehen - eines neuen, geistigen Zeitalters befinden und all unsere Erkenntnisse noch vom Schleier der Spekulationen getrübt sind. All unser Wissen ist nur Stückwerk. Erst durch die Wiedergeburt unseres göttlichen Geistes sehen wir die Dinge wie sie wirklich sind. Bis dahin aber geben uns vor allen Dingen die Offenbarungen Gottes an die Menschheit – „wenn es an der Zeit ist“ - das eine oder andere Licht, an welchem wir unsere eigenen Gedanken messen können.



 



 Der Reinkarnationsgedanke

JL.HG.1  33,12
    (Der Herr:) Wer aber überhören je wird den Willen Gottes in seinem Herzen, der wird auch sterben, aber ewig am Leibe nimmer auferstehen. Und da werden kommen Würmer der Erde über sein Fleisch und werden es aufzehren samt Haaren, Haut und Knochen; seine Seele und Geist aber werden dann wieder zur Unterlage der Berge Jahrtausende als gefestete Körper dienen müssen im finsteren Bewußtsein ihres Elends und ihrer totalen Nichtigkeit, bis sie endlich wieder nach dem gnädigen Willen von oben irgendein Tier aufnehmen wird, von wo sie dann von Stufe zu Stufe sich durch die ganze Tierwelt werden elend, stumm und sprachlos durcharbeiten müssen (Naturseelenentwicklung), um endlich wieder einmal zur Würde des Menschen gelangen zu können. Dies merket euch wohl; denn da werdet ihr dann „viele tausend Male sterben“ müssen, ehe ihr wieder zum Leben aus der Liebe und Gnade Gottes gelangen werdet! Bedenket, was der Herr euch hier sagen läßt!

   Die alten Weisen Indiens (Rishis), hatten auf Grund ihres seelischen Vollendungsgrades Einblick in diesen Entwicklungsweg der geistigen Seelensubstanz. Sie wußten um das “tausendfache Sterben  und wieder neu zum Leben erstehen“, bis die Form der Menschenseele wieder komplettiert war. Das was sie ihren Schülern weitergaben, verunstaltete sich aber in einer späteren Zeitepoche (nicht zuletzt unter den Machtintressen der herrschenden Priesterkaste), zur Heute noch aktuellen Wiedergeburtslehre, in welcher die irrige Vorstellung herrscht, der Mensch müsse einige tausend Male das Rad des Lebens (von Geburt und Tod) durchlaufen, bis er zur Erlösung aus der irdisch-materiegebundenen Daseinsform gelangen könne. Das Vorhandensein der jenseitigen Entwicklungs- und Schulungswelten kommt in dieser Anschauung nicht vor, da es das geistige Machtmonopol der Priesterkaste untergräbt oder in Frage stellt.

     Die Früchte dieser begrenzten, geistigen Lebensanschauung sind oft geistige Monotonie bis Lethargie und eine zu geringe Spannkraft, um die Möglichkeiten einer in unserer Willenskraft liegenden Lebensveränderung zu erkennen und zu nutzen. Man findet sich zwangsläufig in einer Unterwürfigkeit, die nichts mit Demut zu tun hat, mit der ja angeblich selbstverschuldeten, karmisch bedingten Lebenssituation ab und fristet im schlechtesten Fall als Unberührbarer des indischen Kastensystems, ein menschenunwürdiges Dasein. Aus den niederen Kasten rekrutieren sich dann auch die billigen, fast sklavischen Arbeitskräfte für die wohlhabende Oberschicht. Hier ist man in der Frage der Erhaltung des Kastensystems plötzlich sehr religiös, da es den eigenen, materiellen Vorteil betrifft. Ansonsten kümmert man sich aber im heutigen Indien, genau wie im Westen, reichlich wenig um eine lebendige, gelebte Spiritualität, sondern man hat auch hier den Weg der Väter mehr und mehr gegen den „American Way of Life“ eingetauscht.

     Ist man von Geburt aus in die Oberschichten inkarniert – natürlich als eine Folge des vorzüglichen eigenen Karmas – ist das vorrangige Interesse die Erhaltung des Wohlstandes und der Macht. Wem hier also daran gelegen ist das einfache Volk in dem Irrglauben einer Regel-Reinkarnationslehre  zu halten, liegt auf der Hand.

     Die sich auch im Westen etabliert habende Reinkarnationslehre scheint dagegen bei den wohlhabenden Anhängern in den Industrieländern die Einstellung zu fördern „Wenn nicht in diesem Leben, dann im nächsten“;  und man gibt sich sorglos und geistig entspannt, den Freuden des Lebens hin und zeigt dabei wenig Lust sich ernsthaft einer geistigen Disziplin zu unterwerfen, obwohl diese ursprünglich wesentlicher Bestandteil dieser Lebensanschauung war.

     Entgegen der Situation in Indien, die Not mit Hilfe der Glaubensvorstellung von einem besseren nächsten Leben zu ertragen, nutzen die Wohlstandskinder des Westen diese Reinkarnationslehre dazu, den Lebensgenuß zu optimieren und in Rückführungsprozeßen oder Reinkarnationstherapien zu klären, welche große Persönlichkeit der Geschichte man einmal gewesen ist. Man trifft hier neben Leonardo da Vinci, den ersten Jüngern Jesu, altägyptischen Weisheitspriestern oder gar der Inkarnation eines Erzengels, selten mal einen einfachen Bürger, Handwerker oder Landmann. Auch hier scheint mir der unbewußte Hochmut und das luziferische Streben nach Größe, sehr oft die Hebamme derartiger Erkenntnisse über das eigene Vorleben zu sein. Das, was einem Heute so oft im Bereich der Jahrmarktsmetaphysik an Inkarnationsketten, in gut bezahlten Rückführungsprozessen geboten wird, dürften daneben zum größten Teil die Äußerungen von jenseitigen, erdgebundenen Seelen sein, die sich in das Denken und Fühlen von bereitwilligen Menschen einklinken. Im Westen ist leider auch das primäre Anliegen der meisten geistig suchenden Menschen, der Lebensgenuß und die Selbstdarstellung.

     Trotz dieser Verunreinigungen durch den Lauf der Geschichte und die kommerzialisierte Esoterik, ist aber auch hier ein wahrer Kern zu finden. Durch Jakob Lorber wissen wir, daß es mehrmalige Reinkarnationen von Menschenseelen gibt, daß diese jedoch nicht die Regel, sondern Ausnahmen sind. Es handelt sich hierbei oft um sehr vermaterialisierte, erdgebundene Seelen, die sich nicht mehr aus dem Bannkreis der Materie lösen können. Hier dürften sich auch einige Regel-Reinkarnations-Anhänger befinden, die sich nicht von dem „Muß“ einer erneuten Inkarnation auf der Erde abbringen lassen wollen. Daneben sind es oft auch Seelen von Drogensüchtigen/Drogentoten, die auch im Jenseits in einer Art lethargischen Dämmerbewußtseins, oder einer Traumwelt, in welcher sie nicht erreichbar sind für eine Weiterführung, vor sich hinvegetieren.

     Daß Reinkarnationen zum Abschluß einer Erlösungsperiode wie der unsrigen, in einem höherem Maße stattfinden und zugelassen werden, dürfte jedem verständlich sein. Auf der einen Seite inkarnieren viele Lichtseelen auf der Erde, um in der Zeit des Überganges helfend das Banner des Glaubens und der Gottes- und Nächstenliebe aufrecht zu halten; aber auch um eine ganz besondere Schulung zur Gotteskindschaft zu durchlaufen. Auf der anderen Seite inkarnieren viele dunkle Seelen am Ende einer Erlösungsperiode, die in der Gefahr einer Neubannung stehen, um damit eine Entwicklungschance zu bekommen die ihnen bei rechter Nutzung das Los der Neubannung erspart. Hierbei kann es durchaus auch zu mehrmaligen Inkarnation auf der Erde kommen, wie die folgende Stelle aus dem zweiten Band der Himmelsgaben Seite 444 Vers 8 durch J.Lorber belegt.

 
 
JL.HiG 2  S.444,8
     Es leben gegenwärtig Menschen auf dieser Erde bereits das siebente Mal, und es geht mit ihnen nun das siebente Mal besser. Sie werden aber noch einige Weltkörper mit einem leichten leiblichen Überwurf durchzumachen haben, bis sie in eine rein geistige Sphäre aufgenommen werden, welche ihr das „untere Paradies“ nennen könnt, aus dem es noch viele Stufen (jenseitige Entwicklungswelten) gibt bis in das innere, wahre Himmelsreich, in welchem die Liebe des Vaters, das Licht des Sohnes und die Kraft des ewigen Geistes waltet und jeden Geist als Engel durch und durch belebt.

     Eines muß hier ganz deutlich unterstrichen werden: Eine jede Reinkarnation ist ein bewußter Akt der Gnade Gottes, welcher durch Seine Engel eingeleitet und begleitet wird und keine stumme Gesetzmäßigkeit eines bloßen Mechanismus.

     Das uns die Rückerinnerung an unsere vorangegangenen Existenzen nicht sonderlich gut tun würde, sagt uns Jesus an anderer Stelle des zweiten Bandes der Himmelsgaben Seite 287, im Vorspann zum Gleichnis vom reichen Fürst.

 
JL.HiG 2  S.287
     Frage Ans. Hüttenbrenners: „O Herr, hatte ich schon einmal irgendwo ein Dasein? – Dachte, fühlte und handelte ich nicht schon, ehe mich meine Mutter empfing?“

     (Der Herr:) Höre du, Mein lieber Freund A. H.-W., ihr saget öfter: „Das ist eine kitzlige Frage!“ – Und siehe, also muß da auch Ich zu dir sagen: Das ist eine sehr kitzlige Frage!

     Ein Ja, ein Nein, beides wäre hier gleich, denn du möchtest das eine so gut wie das andere glauben, da dir in diesem deinem irdischen Zustande durchaus weder für, noch gegen solche Annahme irgendein einleuchtender Beweis gegeben werden kann und in Rücksicht auf dein freies geistiges Wohl auch nicht gegeben werden darf!

    Wir würden wahrscheinlich mehr in der Vergangenheit, als im „Hier und Jetzt“ leben, was eine freie geistige Entwicklung  würde. Jesus sagt uns darum auch an anderer Stelle, daß uns erst mit unserer geistigen Wiedergeburt der Vorhang unser Vorexistenzen  gelüftet werden kann, ohne das wir dabei Schaden nehmen. In diesem Zusammenhang sei auch an das Wort der Bibel erinnert, in dem es heißt, daß jemand, der seine Hand an den Pflug legt und dabei nach hinten schaut, nicht geschickt ist für das Reich Gottes. Doch auch hier heißt es wie in allen Dingen: Ausnahmen bestätigen die Regel. Was in der Weisheit Gottes begründet ist, entzieht sich in seinem ganzen Ausmaß und in seiner ganzen Tiefe unserem Verständnis und unserer Einsicht.       

     Zusammenfassend ist zu sagen, daß auch die sich Heute im Umlauf befindende Regel-Reinkarnationslehre einen wahren Kern in der Erkenntnis der Naturseelenentwicklung oder geistigen Evolution hat. Der Kern dieser Wahrheit, oder das Wasser dieser Quelle konnte auf ihrem Weg durchs Meer der Zeiten aber nicht rein bleiben, sondern wurde entsprechend dem absinkenden Bewußtseinsniveau der jeweiligen Epoche getrübt, verunreinigt oder bewußt verfälscht. 

     Zum Abschluß noch ein generelles Wort zum Umgang mit den geistigen oder jenseitigen Welten: Sich selbst der Geisterwelt in nicht geschützten medialen Zirkeln oder okkulten Spielchen wie Tischerücken, Pendeln und Anrufen von Verstorbene zu öffnen, oder gar zur Verfügung zu stellen, ist ein Spiel mit dem Feuer (oftmals Höllenfeuer). Die naiven Jugendlichen, aber auch Erwachsenen setzen sich hier der Gefahr der Fremdbesetzung, oder der Umsessenheit aus. Auch hier wird dafür gesorgt, daß die Psychiatrien ihre Betten stets belegt haben und die freien Therapeuten nicht über einen mangelnden Kundenstamm klagen können. Das Problem ist hierbei nur, daß man von Seiten der Ärzteschaft und Psychologen in den seltensten Fällen einen Zugang zur geistigen Betrachtung des Problems hat und alleine mit dem Instrument einer materiell verhafteten Ausbildung und Weltanschauung zu helfen versucht. Von daher wird in den meisten Fällen, bei allem guten Willen, nur eine Ruhigstellung und Symptombehandlung  praktiziert.


 


Die Rückkehr des verlorenen Sohnes

JL.GEJ.10  188,19-25
     (Jesus:) Was für die langen Zeiten der Zukunft vorbehalten ist, das liegt im Rate Meiner Liebe und Weisheit verborgen; die Zeiten aber werden noch lange dauern, bis die letzte der Sonnen verglühen wird. Die Menschen werden sehen viele Sterne am Himmel verlöschen und wieder andere an ihre Stelle treten, aber die eigentlichen Krebse (hartnäckigen Materialisten und Gottesleugner ohne Gewissen und Empfinden für Gut und Böse) werden noch nicht viel von ihrer häßlichen Gestalt dabei verloren haben (man muß sich diese enorme Zeitspanne und diese Hartnäckigkeit einmal vor Augen stellen!). Doch bei Mir sind tausend Erdenjahre wie ein Augenblick; was die eine lange dauernde Zeit nicht zu bewirken vermag, das vermag vielleicht eine nächste oder tausendste Zeitperiode (Erlösungsperiode).

     Wer da will, daß ihm geholfen werde, dem soll auch in Kürze geholfen werden; wer aber in seinem Starrsinne beharren will, der verharre, solange es ihm beliebt,  - und will er darin ewig verharren, so steht es ihm auch frei! Denn auch das  innere Materielle der Erde, wie auch das der endlos vielen andern Weltkörper, braucht seine Erhaltungsnahrung (Seelensubstanzpartikel), und es wird gar entsetzlich lange hergehen, bis ein inneres Erdatom wieder bis auf die Oberfläche der Erde heraufgelangen  wird (um über die Stufen der Naturseelenentwicklung zu einem übergeordneten Dasein zu gelangen).

     Dieses wirst du zwar nicht verstehen, was Ich damit sagen will: Der verlorene Sohn (Luzifer) ist wohl schon auf der Umkehr (in seiner substanziellen Seelensubstanz), aber es wird noch nahe endlos lange Zeiten vonnöten haben, bis er vollends in das alte Vaterhaus zurückgelangen wird (die gesamte Materie vergeistigt ist) .

     Im kleinen Maßstabe gleicht freilich jeder Sünder einem verlorenen Sohn, über dessen wahre Rückkehr größere Freude sein wird als über neunundneunzig Gerechte, die der Buße nicht bedürfen.

     Aber das Wort, das Ich zu euch rede, gilt nicht allein nur für diese Erde, sondern  entsprechenderweise für die ganze Unendlichkeit; denn Meine Worte sind nicht Menschenworte, sondern Gottesworte, werden auch von den zahllosen Myriaden von Engeln vernommen und von einem Ende Meiner endlos vielen Schöpfungen zum andern als wirksam getragen.

     Dieses verstehest du auch nicht; wenn du aber im Geiste wiedergeboren sein wirst, so wirst du auch in die endlose Tiefe Meiner Erbarmungen schauen können. Vorderhand aber begnüge dich mit dem, was du vernommen hast; denn Ähnliches, wie Ich jetzt zu euch geredet habe, werde Ich in dieser Welt nicht vieles mehr reden! Darum behaltet das bei und in euch bis zur Zeit eurer inneren Erleuchtung, nach der auch ihr mit den Verständigen und Erleuchteten werdet reden können von allem, was ihr von Mir vernommen habt; aber vor den Unverständigen haltet das inne, und werfet den Schweinen Meine Perlen nicht zum Fraße vor!"

     Dieses behielten die Jünger bei sich, hielten sich bei der Ausbreitung Meiner Lehre auch daran und haben auch besonders den Juden wenig anderes von Mir geoffenbart als besonders Mein Leiden und Sterben und Meine Auferstehung, und daß Ich demnach wahrhaftig der Messias war. Aber selbst über diese letzten Begebenheiten waren sie nicht völlig einig miteinander,.....Ich habe zwar den Jüngern eben bei dieser Gelegenheit gesagt, daß sie sich vor allem vor dem Uneinswerden hüten sollen; aber es ging bei ihnen und unter ihnen ebenso zu wie auch bei andern Menschen: Ihr Geist war willig, aber ihr Fleisch schwach.


 

 

Beendung einer Erlösungsperiode

BD.Nr  7996
     Der Ring schließt sich. Es geht eine Erlösungsperiode zu Ende, die begonnen hat vor langer Zeit und die ein ganz bedeutungsvoller Erlösungsabschnitt genannt werden kann, weil in dieser Periode Ich Selbst zur Erde niedergestiegen bin, um für alles gefallene Geistige das Erlösungswerk zu vollbringen. Und nach diesem Erlösungswerk konnten die ersten gefallenen Geister zurückkehren (an des Vaters Brust), die Mich nun anerkannten und die ewig bei Mir verbleiben, weil sie im freien Willen sich rückgestaltet haben zur Liebe.

     Nun aber beginnt eine neue Erlösungsperiode. Und diese bedingt zuvor das Auflösen der materiellen Schöpfungen auf, in und über der Erde und eine totale Umformung der Erdoberfläche. Und es wird wieder ein Richten des Geistigen in jeglichem Reifegrad stattfinden; es werden neue Schöpfungen erstehen, die das Geistige entsprechend seinem Reifegrad aufnehmen und zur weiteren Entwicklung bringen. Und es wird auch ein neues Menschengeschlecht sein, hervorgehend aus den Mir treu gebliebenen Menschen, die den letzten Glaubenskampf auf dieser Erde bestehen und also die letzte große Glaubensprobe abgelegt haben.

     Und diese Menschen bilden den Stamm des neuen Menschengeschlechtes, das die neue Erde bewohnen wird, während das Mir noch völlig Widersetzliche gebannt wird in der festen Materie und seine Aufwärtsentwicklung aufs Neue beginnt.

     Es ist eine Erdperiode beendet und es heißt das, daß sich auch wieder ein Kreislauf vollendet hat, daß viele Seelen jegliche Außenform verlassen konnten und endgültig in das geistige Reich zurückgekehrt sind, daß sie also volle Erlösung gefunden haben durch Jesus Christus und sie nun im geistigen Reich ihrer Bestimmung nachkommen, daß sie schaffen und wirken in Meinem Willen, der jedoch auch der ihre ist, und daß sie immer höher und höher steigen, weil es im Lichtreich keine Begrenzung gibt, und weil alle Meine Kinder Mich ewig anstreben werden. Denn das erhöht ihre Beglückung, immer Erfüllung ihrer Liebe zu finden und niemals im Begehren Meiner Liebe nachzulassen.

     Und ebenso geht auch der Prozeß der Rückführung des Geistigen auf Erden weiter. Denn endlos lange Zeiten und zahllose Entwicklungsperioden müssen noch vergehen, bevor alles Geistige erlöst ist. Ich sage euch dies, ihr Meine Diener auf Erden, weil Ich nur wenige Menschen in Meinem Heilsplan einweihen kann, denn es fassen nur wenige dieses Mein Walten und Wirken, um das gefallene Geistige zur Seligkeit zurückzuführen.

     Und immer seltener werden die Bindungen von der Erde zu Mir, immer seltener ist ein lebendiger Glaube zu finden, der Voraussetzung dafür ist, daß Ich den Menschen dieses Wissen zuleiten kann. Wo es Mir aber möglich ist, dort wirke Ich ständig auf die Menschen ein durch den Mund jener, die sich Mir erbieten zu dienender Tätigkeit. Sie finden wenig Glauben bei den Mitmenschen und dennoch offenbare Ich durch Meine Boten auch allen Menschen Meinen Heilsplan, die Meine Offenbarungen annehmen wollen.

     Und Ich gebe ihnen kund, daß wieder ein Erlösungsabschnitt zu Ende geht, und daß ein neuer beginnt. Und es wird dies ein überaus schmerzvoller Vorgang sein für jene, die nicht glauben, die sich Meinem Gegner ergeben haben, die in dieser Erlösungsperiode nicht ihre Erlösung fanden und die darum den endlosen Entwicklungsgang noch einmal gehen müssen. Ich möchte sie alle davor bewahren. Ich möchte sie zurückführen und in die Gefilde der Seligen eingehen lassen, aber Ich kann Meine Liebe nicht widergesetzlich wirken lassen.

     Es müssen die Menschen im letzten Stadium ihrer Entwicklung eintreten in die ewige Ordnung, dann erst kann Ich sie wieder aufnehmen in Mein Reich, das sie einst freiwillig verlassen haben. Überaus segensreich ist diese Entwicklungsperiode gewesen, in der Ich Selbst im Menschen Jesus über die Erde wandelte. Und es hätte allen Menschen gelingen können, sich frei zu machen von Meinem Gegner, weil sie nur die Gnaden Meines Erlösungswerkes hätten zu nützen brauchen, denn Mein Erlösungswerk wurde vollbracht für alle Menschen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft.

     Und auch das Wissen darüber wird wieder auf der neuen Erde den Menschen zugeführt durch Meinen Geist, denn Meine unermeßliche Liebe will allem Gefallenen verhelfen zur Höhe, und sowie nur der Mensch sich lenken läßt von Mir, sowie er nur seinen Widerstand aufgibt und Mich Selbst anerkennt in Jesus Christus, hat er auch den Weg der Rückkehr zu Mir betreten, den der Mensch Jesus ihm vorangegangen ist.

     Und dann wird er auch in das Gesetz ewiger Ordnung eintreten, und auch für ihn wird einmal der Gang über die Erde beendet sein, er wird heraustreten aus der Form und eingehen in Mein Reich des Lichtes und der Seligkeit. Amen

 

BD.Nr  8427
     Wer einmal eingedrungen ist in geistiges Wissen, der kann sich auch ein Urteil erlauben über den Geisteszustand der Menschheit, und er wird erkennen, daß es auch keinen geistigen Aufstieg auf dieser Erde mehr geben kann. Er wird es verfolgen können, daß die Gebote der Gottes- und der Nächstenliebe nur noch sehr selten beachtet werden, und daß das Mißachten dieser Gebote ständig größere Finsternis nach sich zieht. Er weiß auch, daß der freie Wille der Menschen selbst ausschlaggebend ist und daß auch dieser mißbraucht wird, weil er sich in verstärktem Maße dem Gegner Gottes zuwendet und daher auch die Menschen in dessen Gewalt sind.

     Wohl könnte es eine Rettung geben, wenn nur die Menschen bereit wären, Gottes Wort anzunehmen, das Er Selbst zur Erde leitet und das auch wahrlich die Kraft hat eine Änderung des menschlichen Denkens herbeizuführen. Doch gerade diese Bereitschaft fehlt, und so geht die Menschheit unwiderruflich dem Ende entgegen, auf daß dem entgeisteten Zustand ein Ende gesetzt werde und ein neuer Erlösungsabschnitt eingeleitet werde, der den endlosen Fall zurück in die Tiefe aufhält und das Wesen, das versagt hat als Mensch, wieder eingegliedert wird in den Rückführungsprozeß nach göttlichem Willen.

     Wer eingedrungen ist in geistiges Wissen, dem ist auch alles Geschehen verständlich, er weiß, daß eine Erlösungsepoche zu Ende geht und eine neue beginnt, weil er um die Ursache des entgeisteten Zustandes der Menschen weiß und auch, daß Gottes Liebe immer wieder neue Möglichkeiten schafft, die Wesen, die aus Ihm einst hervorgegangen waren, zum Ziel zu führen. Und nur durch jene in geistiges Wissen eingedrungene Menschen kann eine kleine Hilfe geleistet werden, indem diese auch die Mitmenschen in Kenntnis setzen von ihrem Wissen — doch nun auch wieder der freie Wille bereit sein muß ein solches Wissen anzunehmen.

     Doch es ist der Wille der Menschen überaus geschwächt. Jederzeit könnte sich zwar der Mensch in den Zustand der Kraft versetzen und auch zu einem verstärkten Willen gelangen, doch dazu ist nötig, daß er selbst in der Liebe lebt und den Weg nimmt zu Jesus Christus, Der durch Seinen Kreuzestod Gnaden ungemessen erwarb, also auch Stärkung des Willens. Liebewerke werden immer dem Menschen Kraft eintragen, und ein Ruf zu Jesus wird Stärkung des Willens bringen, denn es ist dann auch schon der Wille nicht mehr gänzlich Gott abgewandt, denn wer in der Liebe tätig ist, der stellt auch die Bindung her mit Gott als der Ewigen Liebe. Und wer Jesus Christus anruft, der erkennt Ihn an als Erlöser der Welt und somit auch Gott Selbst, Der in Jesus Christus Mensch geworden ist.

 
PH.  S.50  G. Mayerhofer
     (Der Herr:) So werdet ihr sehen, wie sich alles nach diesen Gesetzen und Perioden entwickeln wird. Nach den Frühlingsjahren, der Zeit der Gärung, werden die Sommerjahre des Ausreifens mit ihren Stürmen und Gewittern – und dann die Herbstjahre kommen, in denen Ich als Schnitter die Spreu vom Weizen sondern, das Bessere in Meine geistigen Himmel und vergeistigten Erdkörper aufnehmen, das Schlechtere aber in die gefestete Materie bannen werde, in der sodann auf weitem Wege das erreicht werden muß, was auf kürzerem verschmäht wurde

      Bereitet euch also vor, im Frühjahr des geistigen Lebens, durch den Gärungs- und Läuterungsprozeß jedes einzelnen in seinem Innern  dasselbe zu tun, was Ich im Großen bewirkte. Reinige ein jeder sein Herz von allem Weltlichen soviel wie möglich, damit er die Stürme und Gewitter des nachfolgenden Sommers mit Geistesstärke ertrage und, wie die Pflanzen und Bäume auf freiem Feld, siegreich aus dem Kampf hervorgehe, damit im Herbste nicht leere Blätter, sondern schön ausgereifte Früchte in Taten und Worten, würdig eines Kindes des göttlichen Vaters, das Endresultat sein mögen!



Die Neue Erde und Das Tausendjährige Friedensreich

     Den Inhalt dieses Kapitels möchte ich nicht mit all zu vielen Kommentaren von meiner Seite belegen, da hier der Verstand wenig zu ergreifen vermag, das Herz jedoch alles. Der Leser soll ungestört das Wehen des Geistes in sich spüren, um die Flügel seiner Sehnsucht nach einem Leben in Frieden und Harmonie mit allen Geschöpfen, und mit Gott zu entfalten.

 
JL.HG.1  80,21
(Ein prophetischer Segensspruch Adams an Henoch, den Gründer der Prophetenschule)
      Du, lieber Henoch, aber sei hochgesegnet; dein Same soll nicht aussterben bis ans Ende aller Zeiten, und dein Name soll am Ende aller Zeiten den Völkern so nahekommen, als wärest du mitten unter ihnen! Späte Sprecher des Herrn werden ihren Kindern deine Liebe zum Vater rühmen und sich selbst nach dir richten.

       Henoch, ein Sohn Sehts, war wie kein anderer seit den Urzeiten des geistbegabten Menschengeschlechtes der Träger und Verkünder der Gottesliebe. In Ihm war sowohl der geistig Wiedergeborene, so wie auch der zukünftige Mensch des tausendjährigen Friedensreiches vorgebildet. Dieser prophetische Segen Adams findet seine Erfüllung mit dem Beginn des Tausendjährigen Friedensreiches und einer vergeistigten Menschheit. Er wird von da an, bis zur vollen Blüte am Ende aller Zeiten, einen kräftigen Zweig, innigst mit Gott verbundener Menschen hervorbringen.

 JL.GEJ.08  182,4-5
     (Jesus:) Denn so Ich zum andern Male auf diese Erde kommen werde, um Gericht zu halten  über  solche  toten  Epikureer, und  aber auch, um den Lohn des Lebens zu geben dem, der viel Elend und Not aus Liebe zu Gott und zum Nächsten erduldet und ertragen hat, dann soll Mir die Erde mit keinem Maßstabe mehr zu jemandes alleinigem Nutzen vermessen werden, sondern da man stehen wird, da wird man auch ernten und seine Bedürfnisse befriedigen können; und die Menschen werden einander wohl unterstützen, aber keiner wird sagen: Siehe, das ist mein Eigentum, und ich bin darüber ein Herr! Denn dann werden die Menschen einsehen, daß Ich allein der Herr bin, sie alle aber sind Brüder und Schwestern.

     Es sollte wohl auch jetzt also unter den Menschen sein; allein in dieser Mittelbildungsperiode der Menschen (der Entwicklung des geistbegabten Menschengeschlechts), die noch nicht durch das große Lebensfeuer gereinigt sind, wird das zugelassen bleiben, doch von jetzt an nicht mehr volle 2000 Jahre. Darauf aber wird der Geist bei den Menschen das große Übergewicht bekommen (Tausendjähriges Reich), und man wird auf der Erde kein gemessenes Mein und Dein mehr sehen, noch davon reden.

     Hier gibt uns Jesus einen sehr klaren zeitlichen Hinweis, bis wann das Feuergericht über die Erde ergangen ist und das „Tausendjährige Reich“ seinen Anfang genommen hat. Das ganze Endzeitgeschehen hat sich spätestens bis zum Jahre 2024 erfüllt.


 


Bewohner der neuen Erde

BD.Nr  6227
     Wenn durch Meinen Willen und Meine Macht die Vernichtung dieser Erde, das heißt alles auf ihr Lebende erfolgen wird, dann wird es sich erweisen, wer als wahrhaft erlöst gelten kann, denn nur diese werden das Ende überleben und eingehen können in Mein Paradies auf der neuen Erde.

     Denn um dieses letzte Vernichtungswerk zu überleben, gehört vollste Gläubigkeit an Mich in Jesus Christus und vollste Hingabe an Mich, also gänzliches Lösen von Meinem Gegner. Es gehört dazu der Zustand der Freiheit, den Jesus erkauft hat für die Menschen durch Seinen Tod am Kreuz. Nur ein durch Sein Blut erlöstes Wesen kann die neue Erde bewohnen, wo der Satan keine Gewalt mehr hat, wo Ich Selbst unter den Meinen weilen kann, weil der Zustand wieder hergestellt ist, in dem sie waren im Anbeginn.

     Die Erlösung durch Jesu Christi können zwar auch zuvor Menschen erfahren, die lch abrufe von dieser Erde, ehe das letzte Ende gekommen ist. Auch sie werden selige Bewohner Meines Reiches sein, wo ihnen keine böse Macht mehr schaden oder sie bedrängen kann, eben weil sie erlöst sind von ihr.

     Doch die Menschen, welche die neue Erde bewohnen sollen, leben in gleicher Seligkeit, in völliger Freiheit, licht- und kraftvoll, aber doch in irdischen Sphären, weil sie den Stamm eines neuen Geschlechtes bilden sollen, weil sie dem folgenden Menschengeschlecht verhelfen sollen zur restlosen Erlösung, das noch so lange die Erde beleben muß, bis alles restlos vergeistigt ist. Als selbst erlöst können die ersten Menschen auf der neuen Erde überaus segensreich einwirken auf ihre Nachkommen und auf alles sie umgebende Geistige, das noch gebunden ist in den Schöpfungen der neuen Erde.

     Und es kann also dieses Geistige einen schnelleren Entwicklungsgang zurücklegen. Denn es muß die Zeit gut genützt werden, da Mein Gegner in Ketten geschlagen ist, da er keinen Zugang hat zu den Menschen der Erde, weil die Kraft und das Licht der „Erlösten" so stark ist, daß ihm jede Annäherung an die Menschen verwehrt ist.

     Genauso, wie in der letzten Zeit vor dem Ende sein Wirken und Wüten untrüglich zu erkennen war, genau wie er seinen ganzen Einfluß anwandte, um die Menschen in die Tiefe zu ziehen, so wird nun auf der Erde der Einfluß des Göttlichen vorherrschen. Es wird alles zur Höhe streben und auch überaus leicht zur Höhe gelangen, weil keine Gegenkraft es hindern kann, weil aus dem erlösten Menschengeschlecht wieder Menschen hervorgehen die voller Liebe sind, in denen also das göttliche Prinzip vorherrscht, und die in kürzester Zeit völlig ausreifen, um in Mein Lichtreich eingehen zu können, wenn ihr Erdenleben beendet ist.

 

 


Das Wunder der neuen Schöpfung

BD.Nr  7297
     Die Erde wird bestehen bleiben, denn Ich habe ihre totale Vernichtung nicht vorgesehen. Doch alles, was auf ihr lebt, sowie auch alle Naturschöpfungen werden vergehen, auf daß eine völlige Reinigung der Erde stattfinden kann, die in ihrem derzeitigen Zustand nicht mehr der Aufwärtsentwicklung des Geistigen dienet.

     Alles Geschöpfliche in, auf und über der Erde verliert sein Leben, es wird frei von der es umhüllenden Außenform, und kann nun den Gang der Entwicklung weiter zurücklegen, der zur Zeit gefährdet ist für alles Wesenhafte. Denn Mein Gegner wütet in jeder Weise, und er sucht jene Entwicklung immer wieder zu verhindern oder zu unterbrechen. Die Erde aber soll noch endlose Zeiten hindurch ihre Aufgabe erfüllen, denn auf ihr sollen die noch unreifen Wesen zur „Gotteskindschaft" heranreifen.

     Und darum wird die Erde neu erstehen, nachdem eine durchgreifende Reinigung stattgefunden hat, nachdem alles Geistige recht gerichtet, das heißt der ihm zukommenden Außenform einverleibt worden ist, von der festen Materie an bis zum Menschen, dem auch wieder leichtere Ausreifungsmöglichkeiten geboten werden müssen, um das Ziel erreichen zu können, wahre Kinder Gottes zu werden.

     Die Endzerstörung ist also gleich dem Ende der alten Erde, wenn auch das Gestirn als solches bestehen bleibt, nur eine totale Wandlung ihrer Außenhülle erfährt. Und darum kann und muß auch mit Recht auf das Ende hingewiesen werden, das nicht nur das Ende jeglicher Zivilisation bedeutet, sondern ein Ende alles Seins für jegliches Schöpfungswerk auf dieser Erde.

     Und es beginnt wieder eine neue Epoche, denn die gesamte Erdoberfläche wird von Mir wieder belebt mit Schöpfungen wunderbarster Art, an denen sich das menschliche Auge wieder ergötzen kann, denn Ich werde allen Neuschöpfungen wieder die wunderbarsten Formen geben und die verschiedensten Lebewesen werde Ich den Menschen beigesellen, die diese neue Erde wieder bewohnen und die Ich Selbst ihr zuführen werde in Liebe, Weisheit und Macht.

     Denn Ich bilde Mir den Stamm eines neuen Menschengeschlechtes aus denen, die Ich zuvor entrücken konnte von der alten Erde, die Mir treu blieben bis zum Ende und die Ich deshalb erwähle für die neue Generation, aus der wieder Menschen hervorgehen sollen die in Meinem Willen leben und unter denen Ich Selbst weilen kann kraft ihres Glaubens und ihrer Liebe.

     Und es wird ein paradiesischer Zustand sein, denn alle Neuschöpfungen werden die Menschen beglücken in nie gekanntem Ausmaß. Es werden die Menschen in Wahrheit ein Paradies bewohnen, eine Erde, die nicht mehr der alten Erde entspricht, weil sie nur von reifen Menschen bewohnt wird, die auch ein Maß von Seligkeit empfangen können, das nicht auf Erden zuvor gekannt wurde, weil die Menschheit schon dem Satan angehörte, weshalb eine Säuberung der Erde vor sich gehen mußte.

     Und diese Zeit liegt vor euch und ein jeder von euch könnte sich und sein Wesen noch so umgestalten, daß ihm das große Glück der Entrückung zuteil werden könnte. Aber den festen Glauben daran kann selten ein Mensch aufbringen, und auch nur wenige Menschen sind so liebeerfüllt, daß sie zu der kleinen Herde gehören, die Ich abrufen werde, plötzlich und unerwartet. Aber zuvor wird noch eine Notzeit über die Erde hereinbrechen, die euch dann ein ganz sicheres Zeichen sein sollte, daß der Tag nicht mehr ferne ist. 

     Wenn ihr das Wirken Meines Gegners ganz offensichtlich verfolgen könnet, wenn ihr selbst dem bösen Handeln seiner Vasallen werdet ausgesetzt sein, wenn die Not sich steigern wird und kein Ausweg daraus euch möglich erscheint, dann ist auch jenes Ende nahe, dann werde Ich durch Meine Macht vernichten alles Erzböse und erretten die Meinen vor dem sicheren Untergang.

     Und die von Mir Entrückten werden den Untergang der alten Erde erleben, wenngleich sie selbst nicht mehr davon betroffen werden können. Aber sie sollen dereinst zeugen von dem Gericht eines gerechten Gottes, sie sollen den Zerstörungsakt schauen können und dennoch loben und preisen Den, Der sie errettet hat vor diesem Gericht.

     Und wieder werde Ich einen Erschaffungsakt vollziehen, denn Mein Wille allein wird wieder eine neue Erde erstehen lassen, einen Wohnort für Meine kleine Herde, für Meine Auserwählten, die nun in Frieden und Freiheit in Glück und Seligkeit, in Licht und Kraft das neue Leben führen können im Paradies, wo es kein Leid und keine Schmerzen mehr gibt, weil der Urheber alles Bösen gefesselt ist und lange Zeit die Menschen nicht mehr bedrängen kann.

     Denn es hat sich eine Erdperiode erfüllt und es beginnt wieder eine neue, die zahlloses noch gebundenes Geistiges zur Höhe führen soll, um einmal das endgültige Ziel, die Vereinigung mit Mir als Mein Kind, zu ermöglichen. Und davor steht ihr Menschen, denn die Zeit ist erfüllt, die euch zur endgültigen Freiwerdung aus der Form einmal gesetzt wurde.

 
BD.Nr  4692 
 
Der Akt der Umgestaltung der Erde ist für euch Menschen unfaßbar, denn er geht nicht im Rahmen der Gesetzmäßigkeit vor sich, wie bisher jegliches irdische Schöpfungswerk auf dem Wege einer langsamen Aufwärtsentwicklung entstand, sondern es wird das Werk eines Augenblickes sein, abgesehen von der Vernichtung zuvor, die alle Schöpfungen auf der alten Erde betrifft und die, weil sie sich vor den Augen der Entrückten abspielt und auch anfänglich noch von den der Vernichtung anheimfallenden Menschen beobachtet werden kann, ihre Zeit erfordert, wie es Naturgesetz ist.

     Es können also Menschen den Ablauf des Vernichtungswerkes verfolgen, und darum wirkt Gott nicht widergesetzlich, während die Neugestaltung der Erde ein Wirken Gottes im Universum ist, das keinem Menschenauge sichtbar wird und darum Gott auch keine Zeit benötigt, sondern Er im Augenblick alles entstehen lassen kann, was Seine Liebekraft und Seine Weisheit zur Ausführung bringen will.

     Die der neuen Erde zugeführten Menschen finden also eine fertige Schöpfung vor von ungemein reizvoller Vielseitigkeit, Schöpfungen, die ihre Augen nie gesehen haben, werden sie in Staunen versetzen, zumal sie die Schöpfungen der alten Erde noch in Erinnerung haben und ständig Vergleiche ziehen. Sie werden sich wirklich im Paradiese wiederfinden, in vollster Harmonie mit ihrem göttlichen Schöpfer und Vater stehend, von Seiner Liebe betreut und geführt und unterwiesen in allem, was ihnen fremd ist.

      Wie eine große Familie wird das Verhältnis der Menschen zueinander sein, und aller Bestreben wird sein, sich die Liebe des himmlischen Vaters zu erringen. Ihm zum Wohlgefallen zu leben und sich in dienender Nächstenliebe zu betätigen. Die Zeitdauer ihrer Abwesenheit von der alten Erde und den Aufenthalt nach ihrer Entrückung können sie nicht schätzen, denn der Zeitbegriff ist ihnen genommen bis zu ihrer Rückversetzung auf die Erde, weshalb sie auch keinen Anhalt haben, in welchem Zeitraum die neue Erde entstanden ist.

     Sie wissen aber auch, daß bei Gott kein Ding unmöglich ist und halten sonach auch ein plötzliches Erschaffen für wahrscheinlich, weshalb ihre Liebe und Verehrung zu Gott stets zunimmt und ihre Seligkeit sich steigert beim Betrachten der Wunderwerke, die Gottes Liebe, Weisheit und Allmacht bezeugen und den Menschen tausendfache Entschädigung bieten für die Trübsal und das Leid in der letzten Zeit des Bestehens der alten Erde.

     Gott erprobt die Menschen wohl schwer, aber Er belohnt ihre Treue auch und selig, wer zu jenen gehört, die das Ende auf dieser Erde erleben als Schafe Seiner Herde.

     Selig, die das Schlimmste ertragen und bestehen müssen und dafür das Schönste eintauschen, das Paradies auf der neuen Erde mit der ständigen Gegenwart des Vaters unter Seinen Kindern. Selig, die ausharren bis zum Ende, wo Gott Selbst kommen wird in den Wolken, um sie zu holen in Sein Reich, in das Reich des Friedens, bis Er sie zurückversetzt auf die Erde, die wahrlich Wunderwerke enthüllen wird, von denen sich kein Mensch etwas träumen läßt, weil es auf der alten Erde nichts gibt, was als Vergleich angeführt werden könnte.

     Doch  Gottes Liebe kennt keine Grenzen, und Sein Gestaltungswille ist unerschöpflich und bringt immer wieder neue Werke zustande, die alle vergangenen übertreffen, um Seine Kinder zu beglücken und ihre Treue zu belohnen. Amen


 


Die persönliche Gegenwart Christi

JL.HzH.2  207,4
     (Ein Engel:) Ebenso wird der Herr auch kommen auf die Erde, und zwar zuerst auch nur durchs Wort aus dem Herzen und Munde der Weisen, die Er erweckt hat und deren Er noch mehrere erwecken wird. Dann aber, so die Erde wird geläutert sein, wird Er auch kommen in Seiner allerheiligsten Person zu all denen, die Ihn lieben und eines reinen, erbarmenden Herzens sind!

 
JL.GEJ.08  186,8
     (Jesus:) Weil die also geläuterten Menschen in Meinem Lichte stehen und lebendig und wahr die Gebote der Liebe für immerdar beachten werden, so wird der irdische Grundbesitz auch so verteilt sein unter den Menschen, daß da jedermann so viel haben wird, daß er bei einem rechten Fleiße nie eine Not zu leiden haben wird; und die Vorsteher der Gemeinden sowie die Könige werden, als völlig unter Meinem Willen und Lichte stehend, dafür sorgen, daß in einem Lande bei einem Volke nie ein Mangel eintreten soll.

     Und Ich Selbst werde bald da und bald dort die Menschen besuchen und sie stärken und aufrichten, wo immer die Menschen die größte Sehnsucht nach und die meiste Liebe zu Mir haben werden.

 
JL.GEJ.07  184,9-10
    (Jesus:) Und also wird es denn auch geschehen in jenen Zeiten. Alles, was da hoch sein  wird, wird erniedrigt werden (der Herrschaftsdünkel wird entthront). Die Spitzen der Berge (Hierarchien) werden zu einem ebenen und fruchtbaren Lande werden müssen (die Führer der Menschen werden für das Wohlergehen des Volkes sorgen).

     Da wird man nicht fragen und sagen: Wer ist der König über dieses Land?, sondern: Wer ist der erste und größte Wohltäter dieses glücklichen Volkes? Lasset uns hinziehen zu ihm, auf daß auch wir kennenlernen seine Weisheit nach der Ordnung Gottes!

     Wenn diese glückliche Zeit kommen wird, da werden Wölfe, Bären, Lämmer und Hasen friedlich miteinander aus einer Quelle trinken. Habt ihr das alles nun wohl verstanden?"


 


Biblische Hinweise

     Wenden wir uns an dieser Stelle einmal den noch sehr bildreichen und oft verschlüsselten Aussagen der biblischen Alt-Offenbarungen zu.

     Der erste Text aus der biblischen Johannes Offenbarung vermittelt uns wieder mit wenigen Worten die wesentlichen Elemente des Übergangs in die neue Erlösungsperiode. Auch hier müssen wir uns auf die bildreiche und ausgreifende Sprachmelodie des Orientalen einstimmen, um mit unserer, sich mehr im Abstrakten bewegenden Gedankenwelt den geistigen Sinn, des zum Ausdruck gebrachten richtig zu erfassen. Ein Mensch der einmal in den Orient gereist ist und sich auf dessen Gebräuche und Sitten eingelassen hat, wird in der Regel einen schnelleren Zugang zu den oft blumig verpackten, geistigen Wahrheiten der Bibel finden.

 
Offb. 21,1-7+10+22
     Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste Himmel und die erste Erde vergingen, und das Meer ist nicht mehr. Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott aus dem Himmel herabfahren, bereitet wie eine geschmückte Braut ihrem Mann.

     Und ich hörte eine große Stimme von dem Thron. Die sprach: Siehe da die Hütte Gottes bei den Menschen! Und Er wird bei ihnen wohnen, und sie werden Sein Volk sein und Er Selbst, Gott wird mit ihnen sein; und Gott wird abwischen alle Tränen von ihren Augen und der Tod wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; denn das Erste ist vergangen.

     Und der auf dem Thron saß sprach: Siehe Ich mache alles neu! Und er spricht: „Schreibe, denn diese Worte sind wahrhaftig und gewiß! Und Er sprach zu mir:“ Es ist geschehen. Ich bin das A und das Ω, der Anfang und das Ende. Ich will den Durstigen geben von dem Brunnen des lebendigen Wassers umsonst.“

      Und er führte mich hin im Geiste auf einen großen und hohen Berg und zeigte mir die heilige Stadt Jerusalem herniederfahren aus dem Himmel von  Gott.

      Und ich sah keinen Tempel darin; denn der Herr, der allmächtige Gott, ist ihr Tempel, und das Lamm.

 
Jer. 31,31-34
      Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da will Ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schließen, nicht wie der Bund gewesen ist, den Ich mit ihren Vätern schloß, als Ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägyptenland zu führen, ein Bund, den sie nicht gehalten haben, obgleich Ich ihr Herr war, spricht der Herr; sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel (dem Volk Gottes, dem geistigen Israel) schließen will nach dieser Zeit: Ich will Mein Gesetz in ihr Herz geben und in ihren Sinn schreiben, und sie sollen Mein Volk sein, und Ich will ihr Gott sein.

     Und es wird keiner den anderen noch ein Bruder den anderen lehren und sagen: Erkenne den Herrn, sondern sie sollen mich alle erkennen, beide, klein und groß (alle werden in der Liebe den Vater erkennen), spricht der Herr; denn Ich will ihnen ihre Missetat vergeben und ihrer Sünde nimmermehr gedenken.

 
Jes. 54, 7-10+13-14
     Ich habe dich einen kleinen Augenblick verlassen, aber mit großer Barmherzigkeit will Ich dich sammeln. Ich habe Mein Angesicht im Augenblick des Zorns (des Gerichts) ein wenig vor dir verborgen, aber mit ewiger Gnade will Ich Mich deiner erbarmen, spricht der Herr, dein Erlöser. Ich halte es wie zur Zeit Noahs, als Ich schwor, daß die Wasser Noahs nicht mehr über die Erde gehen sollten. So habe Ich geschworen, daß Ich nicht mehr über dich zürnen und dich nicht mehr schelten will.

     Denn es werden wohl Berge weichen und Hügel hinfallen, aber Meine Gnade soll nicht von dir weichen und der Bund Meines Friedens soll nicht hinfallen, spricht der Herr, dein Erbarmer.

     Und alle deine Kinder werden von Gott gelehrt (durch das lebendige, innere Wort Gottes, im eigenen Geistherzen), und der Friede deiner Kinder wird groß sein. Durch Gerechtigkeit wirst du befestigt werden. Du wirst ferne sein von Bedrückung, denn du brauchst dich nicht zu fürchten und zu Schrecken.......

 
Jes. 35, 1-10
     Die Wüste und Einöde wird frohlocken, und die Steppe wird jubeln und wird blühen wie die Lilien. Sie wird blühen und jubeln in aller Lust und Freude. Die Herrlichkeit des Libanon ist ihr gegeben, die Pracht von Karmel und Saron. Sie sehen die Herrlichkeit des Herrn, die Pracht unseres Gottes.

     Stärket die müden Hände und machet fest die wankenden Knie! Saget den verzagten Herzen (in der Verfolgung): Seid getrost, fürchtet euch nicht! Seht, da ist euer Gott! Er kommt zur Rache (zum Gericht); Gott, der da vergilt, kommt und wird euch helfen. Dann (im Tausendjährigen Reich) werden die Augen der Blinden aufgetan und die Ohren der Tauben werden geöffnet werden. Dann werden die Lahmen springen wie ein Hirsch, und die Zunge der Stummen wird frohlocken.

     Denn es werden Wasser in der Wüste hervorbrechen und Ströme im dürren Lande. Und wo es zuvor trocken gewesen ist, sollen Teiche stehen, und wo es dürre gewesen ist, sollen Brunnenquellen sein. Wo zuvor die Schakale gelegen haben, soll Gras und Rohr und Schilf stehen (eine vollkommen umgestaltete Erde. Entsprechungsmäßig ist hier aber auch die Umgestaltung des Inneren, die Geist- und Seelensphäre des Menschen, angesprochen).

     Und es wird dort ein Weg sein, und er wird der heilige Weg genannt werden. Kein Unreiner  wird über ihn hinziehen; sondern er wird für sie (die Erlösten) sein. Wer auf diesem Wege wandelt, (wird nicht straucheln) – selbst Einfältige werden nicht in die irre gehen. Es wird da kein Löwe sein und kein reißendes Tier darauf gehen; sie sind dort nicht zu finden, sondern die Erlösten werden dort gehen. Die Erlösten des Herrn werden wiederkommen und nach Zion kommen mit Jauchzen; ewige Freude wird über ihrem Haupte sein. Freude und Wonne werden sie erlangen, und Schmerz und Seufzen werden entfliehen.

      Im folgenden Vers aus den Neuen Offenbarungen durch J.Lorber könnte uns ein Hinweis für das Verständnis dieses heiligen Weges gegeben sein.

JL.GEJ.07  54,7-8
     (Jesus:) In jener Zeit werden die Menschen vielfach Umgang haben mit den reinen Geistern Meines Himmels, und diese werden ihre Lehrer sein und sie unterweisen in allen Geheimnissen des ewigen Lebens in Gott, wie euch solches in der dritten Erscheinung auch dadurch gezeigt wurde, daß ihr durch die zwölf Tore Menschen aus- und eingehen sahet.

     Die zwölf Tore bezeugten nun aber nicht mehr, daß die neue Stadt erbaut sei aus den zwölf Stämmen Israels, sondern aus den zwölf Hauptgrundsätzen Meiner Lehre, und diese sind enthalten in den zehn Geboten Mosis und in Meinen neuen zwei Geboten der Liebe. Denn diese sind die Tore, durch die künftig die Menschen in die neue, licht- und lebensvolle Stadt Gottes eingehen werden.

 
Jes. 65,17-24
       Denn siehe, Ich will einen neuen Himmel und eine neue Erde schaffen, daß man der vorigen nicht mehr gedenken und sie nicht mehr zu Herzen nehmen wird. Freuet euch und seit fröhlich immerdar über das, was Ich schaffe.

     Denn siehe Ich will Jerusalem zur Wonne machen und sein Volk zur Freude, und Ich will fröhlich sein über Jerusalem und Mich freuen über Mein Volk. Man soll in ihm nicht mehr hören die Stimme des Weinens noch die Stimme des Klagens.

     Es sollen keine Kinder mehr da sein, die nur einige Tage leben, oder Alte, die ihre Jahre nicht erfüllen, sondern als Knabe gilt wer hundert Jahre alt stirbt und wer die hundert Jahre nicht erreicht, gilt als verflucht.

     Sie werden Häuser bauen und bewohnen, sie werden Weinberge pflanzen und ihre Früchte essen. Sie sollen nicht bauen was ein anderer bewohne und nicht pflanzen was ein anderer esse.

     Denn die Tage Meines Volkes werden sein wie die Tage eines Baumes und ihrer Hände Werk werden meine Auserwählten genießen. Sie sollen nicht umsonst arbeiten und keine Kinder für einen frühen Tod zeugen; denn sie sind das Geschlecht der Gesegneten des Herrn und ihre Nachkommen sind bei ihnen.

 

     Hieraus und aus dem folgenden Text geht hervor, daß die Menschen im Tausendjährigen Reich wieder in vollkommener, physischer Gesundheit lebend, gleich den ersten geistbegabten Menschen zur Zeit Adams, ein sehr hohes Alter erreichen werden. Kindstod, Krankheit und das Gebrechen des Alters, wird es für lange Zeit nicht mehr geben, bis der Eigennutz und das Verheimlichen unguter Gedanken und Taten vor dem anderen, Disharmonien in der eigenen Seele und der Gemeinschaft hervorruft. Dadurch wird dann auch wieder die Grundlage für einen schleichenden Verfall der inneren und äußeren Ordnung gelegt, was nach vielen Generationen auch wieder Krankheit, Not und Streit unter den Menschen hervorbringen wird. Die Menschen werden dadurch, wenn auch nur für kurze Zeit, dem Fürsten der Finsternis und der Lüge, erneut die Fesseln lösen.

JL.GEJ.08  48,9-11
     Da in jener Zeit (im Tausendjährigen Reich) die Menschen nicht mehr nach irdischen und vergänglichen Schätzen gieren und geizen werden, so werden auf der Erde auch hunderttausendmal so viele Menschen als nun (zu Jesu Zeiten) auf derselben leben, gar wohl versorgt und glücklich leben können. Zugleich aber werden in jener Zeit auch alle die bösen, das Fleisch mächtig quälenden Krankheiten von der Erde verschwinden. Die Menschen werden ein heiteres und hohes Alter erreichen und viel Gutes wirken können, und niemand wird eine Furcht vor dem Tode des Leibes haben, weil er mit klaren Blicken das ewige Leben der Seele vor sich sehen wird.

  Die Hauptsache im Wohltun wird in jener Zeit in der rechten Erziehung der Kinder bestehen und das der Starke mit aller Liebe das physisch schwächere Alter nach allen Kräften unterstützen wird.

     Es werden aber auf der neuen, glücklichen Erde auch Ehen geschlossen werden, aber also wie im Himmel nach Meiner Ordnung, und es werden auch Kinder gezeugt werden in großer Anzahl, aber nicht auf dem Wege der puren Geilsucht, sondern auf dem Wege des wahren Liebeernstes, und das bis ans Ende aller Zeiten dieser Erde.

 


 

Ein letztes Wort an Meine Kinder

JL.Adv.  S.54
     
(Der Vater:) ...Du sollst den Brüdern und Schwestern sagen, daß Alle jetzt recht eifrig im Gebet sein sollten, und sich im Herzen zu Mir wenden; denn es wird bald eine sehr schwere Zeit hereinbrechen, wo nur die Kraft von Oben alle aufrecht zu erhalten imstande sein wird; denn Ich will, daß bald Ordnung werde auf Erden, sonst gehen Meine Kinder zu Grunde.

     Schreibe weiter, was Ich noch für gut finde, euch zu sagen: Ich der Herr, Jesus Jehova Zebaoth, habe Meine Kinder gezählt, und die Zahl gefunden, welche Ich retten will, deshalb muß zum Ende geschritten werden. Wohl werden viele noch gerettet, allein selbe werden erst durch Trübsal und Not zu Mir zurückzukehren gezwungen werden, dann erst kann Ich sie annehmen. Ihr habt zwar auch nichts voraus vor Jenen, als nur allein Meine Gnade und Barmherzigkeit; doch weil Ich Meine Kinder ziehen will, welche all Meinen Willen in Vollzug zu setzen haben, so wählte Ich euch, und deshalb seid auf der Hut und habet Acht, daß ihr nicht durch Selbstüberschätzung und Hochmut Meiner Gnade verlustig werdet!

     Denn wehe euch, es würde Euch schlechter ergehen, als denen, welche Meine Gnade nicht in dem Maße besitzen! Seid einig untereinander! Seid Sanftmütig und Demütig von Herzen! Habt Geduld mit den Schwächen eurer Mitbrüder und Schwestern; traget alles mit Geduld, was über euch kommt und kommen muß, eurer Reinigung wegen, damit ihr als Führer und Leiter fähig seid, die neue Pflanzschule zu leiten; und als brauchbare Arbeiter in Meinem Weinberge die Aufgabe löset, welche Ich von euch, als Meinen Erstlingen verlange.

 
JL.HiG.1  S.139,30
     (Der Vater:) Sehet daher, so ihr Mich wahrhaft liebet, sollet ihr gar nichts fürchten, und würde die Erde auch unter euren Füßen in Trümmer zerbröckelt werden!

     Wahrlich, Ich sage euch: Auch auf den dampfenden Trümmern einer zerstörten Welt würdet ihr erfahren, daß Ich die Ewige Liebe bin, und ein wahrer, einzig guter Vater denen, die Mich im Geiste und in der Wahrheit der Liebe ihres Herzens erkannt haben!  Amen.

  
JL.GEJ.09  57,7-8
     (Jesus:) Der Pfad zum wahren und lebendigen Reich Gottes ist ein schmaler und oft mit allerlei Dornengestrüpp überwachsener. Demut und vollste Selbstverleugnung ist sein Name. Für den Weltmenschen ist er völlig ungangbar.

     Wer aber an Mich glaubt und Meine Gebote hält, dem werden die Dornen auf dem Pfade zum Reiche Gottes nicht die Füße verwunden. Nur ein ernster Anfang ist schwer; wenn der Ernst aber bleibt und nicht durch allerlei Weltrücksichten geschwächt wird, so ist die volle Erreichung des Reiches Gottes in sich etwas ganz Leichtes. Denn solch einem stets vollernstlichen Bestreber nach dem Gottesreiche in sich ist Mein Joch sanft und leicht zu tragen die ihm von Mir aufgelegte Bürde, und Ich werde den ernsten Suchern des wahren Reiches Gottes stets laut in ihren Herzen zurufen:

  

„Kommt alle zu Mir, die ihr mühselig und belastet seid! 
Ich Selbst komme euch schon mehr denn auf dem halben Weg entgegen und
will euch vollauf kräftigen und erquicken.“

 

 


Jesus -  Der Herr - Der Vater

     
Es wird dem Einen oder Anderen im Verlaufe des Buches aufgefallen sein, daß ich bei den Kundgaben durch J.Lorber, zwischen drei verschiedenen Text-Voranstellungen variiert habe:

    (Jesus:) Diese Voranstellung erfolgte ausschließlich bei den Texten, die Jesus während Seines Erdenlebens vor 2000 Jahren an die Menschheit richtete.  Jesus weil ich hiermit den Menschensohn bezeichnen will, der sich in einem „beispielhaften“ Leben, wie jeder von uns durch die Einhaltung der göttlichen Gebote erst zum Gottessohn entwickeln mußte. Dies tat er unbeirrbar in Beharrlichkeit und Disziplin. In Jesus von Nazareth, dem Menschensohn, drückt sich von daher der göttliche Aspekt des Willens und der Weisheit aus.

      (Der Herr:)  Diese Bezeichnung erfolgte bei jenen Kundgaben, die Jesus nach Seiner Auferstehung und vollkommenen Vereinigung mit Gott an uns richtet. Nach der Einswerdung mit Gott ist Er gleichsam Herr über Leben und Tod und alle materiellen und geistigen Schöpfungen. Vor Ihm wird sich beugen müssen ein jedes Knie. Ihm steht in dieser Stellung auch das Gericht der Welt zu. „Und Er wird kommen zu richten die Lebendigen und die Toten!“, heißt es in der Bibel.

      Der Herr zeigt uns auch den Ernst der Lage und spricht uns immer dort mit eindringlichen Worten an, wo unsere Seele in Gefahr ist dem Welttum und Hochmut zu erliegen. Er spricht immer dort mit ernster Stimme, wo die göttliche Ordnung wieder zum Maß der Dinge werden soll und nicht unser Eigendünkel, unsere eitle Selbstumkreisung und unsere Selbstherrlichkeit.  Im Herrn drückt sich der göttliche Aspekt des Ernstes und der Ordnung aus.

     (Der Vater:) Im Vater offenbart sich Gott Seinen Kindern in all Seiner fürsorglichen Liebe und den noch ferne stehenden Geschöpfen in Seinem Liebewerben.  Im Vater begegnet uns Gott daher auch in Seiner ganzen Emotionalität. Er alleine vermag alle Gesetzlichkeit und jeden berechtigten Anspruch der göttlichen Heiligkeit zu überwinden und durch ein höheres Gesetz auszugleichen – nämlich durch das Gesetz der freien Liebe. Diese Liebe allein vermag die Distanz zwischen dem gefallenen Sünder und der Heiligkeit Gottes in ein Nichts aufzulösen und den Sünder an die Vaterbrust zu ziehen. Und an den Vater alleine sollen wir uns wenden, denn vor der Heiligkeit und Allmacht Gottes können nicht einmal die Besten von uns bestehen. Im Vater  drückt sich der göttliche Aspekt der Liebe und Barmherzigkeit aus.

 



Zurück zu den Wurzeln

    
Da Heute die wenigsten Menschen christlichen Glaubens noch in der Bibel lesen, oder fähig sind die „Zehn Gebote“ zu nennen, habe ich die Lehrsäulen des Christentums in diesem Kapitel dem Buch angegliedert. Es sind dies neben den
„Zehn Geboten“, die von Jesus ausgesprochenen 
zwei Liebegebote “ und zu Beginn die Bergpredigt “.
     Die meisten Namen-Christen versetzt der erste intensive Kontakt mit den Grundlagen ihres Glaubens in Erstaunen bis Verwirrung. In der Regel versucht man sich dann durch ein „wenn“ und „aber“ vor den Glaubens- und Lebenskonsequenzen zu bewahren, die bei einer ernsthaften Auseinandersetzung mit dem Evangelium nicht ausbleiben können. Oder aber, man interpretiert alles mal wieder butterweich, um sich der Umsetzung und Verwirklichung der Lehre im Lebensalltag zu entziehen.
     Ganz sicher beinhalten gerade die Zehn Gebote auch eine reingeistige Auslegungsebene, wie ein jedes Wort Gottes. Jedoch sollten wir hier nicht wieder versuchen den zweiten Schritt (eine reingeistige Interpretation) vor dem ersten zu tun, da dies kaum nennenswerte geistige Früchte hervorbringt. Erst die Verwirklichung auf der Körper-Seelenebene, also vor allem in unseren zwischenmenschlichen Beziehungen, eröffnet uns auch eine gesunde geistige Entwicklung und ein Erfassen oder ein Verständnis der geistigen Ebene. Aus diesem Grunde beschränke ich mich hier in der Betrachtung der Bergpredigt und der zehn Gebote auf die Ebene unseres Alltags- oder Seelenbewußtseins, da hier die „Not-wendigkeit“ für die meisten Menschen liegt.
     Beginnen wir also mit der Bergpredigt, diesem kompromißlosen Juwel der Lehre Jesu, welche uns ein gutes Gefühl für das Ausmaß  unseres Gottgetrenntseins und daraus unserer Lebensängste geben kann.

 

Die Bergpredigt

Matth. 5;1 - 7;29
     Als Er aber die Volksmengen sah, stieg Er auf den Berg; und als Er sich gesetzt hatte, traten Seine Jünger zu Ihm. Und Er tat Seinen Mund auf, und lehrte sie alle und sprach:

      Glückselig die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Reich der Himmel.
•   Glückselig die Trauernden, denn sie werden getröstet werden.
•   Glückselig die Sanftmütigen, denn sie werden das Land erben.
•   Glückselig die nach der Gerechtigkeit hungern und dürsten,
    denn sie werden gesättigt werden.

•   Glückselig sind die Barmherzigen, denn ihnen wird Barmherzigkeit
    widerfahren. 

•   Glückselig die reinen Herzens sind denn sie werden Gott schauen.
•   Glückselig die Friedensstifter, denn sie werden Söhne Gottes heißen.
•   Glückselig die um der Gerechtigkeit willen Verfolgten, denn ihrer ist
    das Reich der Himmel.

  Glückselig seid ihr, wenn die Menschen euch schmähen und verfolgen
     und jedes böse Wort lügnerisch wider euch reden werden um einetwillen.
     Freuet  euch und frohlocket, denn euer Lohn ist groß in den Himmeln;
     denn also haben sie die Propheten verfolgt, die vor  euch waren.


     Ihr seid das Salz der Erde; wenn aber das Salz kraftlos geworden ist, womit soll es gesalzen werden? Es taugt zu nichts mehr, aIs hinausgeworfen und von den Menschen zertreten zu werden.

     Ihr seid das Licht der Welt; eine Stadt, die oben auf einem Berge liegt, kann nicht verborgen sein. Man zündet auch nicht eine Lampe an und setzt sie unter den Schemel, sondern auf das Lampengestell und sie leuchtet allen, die im Hause sind. Also lasset euer Licht leuchten vor den Menschen, damit sie eure guten Werke sehen und euren Vater, der in den Himmeln ist, verherrlichen.

     Wähnet nicht, daß ich gekommen sei, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen aufzulösen, sondern (das Gesetz) zu erfüllen. Denn wahrlich Ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. Wer irgend nun eines dieser geringsten Gebote auflöst und also anders die Menschen lehrt, wird der Geringste heißen im Reiche der Himmel. Wer irgend aber sie tut und lehrt, dieser wird groß heißen im Reiche der Himmel. Denn ich sage euch: Wenn nicht eure Gerechtigkeit vorzüglicher ist als die der Schrittgelehrten und Pharisäer, so werdet ihr nicht in das Reich der Himmel eingehen.

     Ihr habt gehört, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht töten; wer aber irgend töten wird, wird dem Gericht verfallen sein. Ich aber sage euch, daß jeder, der seinem Bruder zürnt, dem Gericht verfallen sein wird; wer aber irgend zu seinem Bruder sagt: Raka (ein Ausdruck der Verachtung)! dem Synedrium (der Hohe Rat) verfallen sein wird; wer aber irgend sagt: Du Irrer! wird der Hölle des Feuers verfallen sein.

      Wenn du nun deine Gabe darbringst zu dem Altar und dich daselbst erinnerst, daß dein Bruder etwas wider dich habe, so laß daselbst deine Gabe vor dem Altar und geh zuvor hin, versöhne dich mit deinem Bruder; und dann komm und bringe deine Gabe dar. Willfahre (Verständige dich mit) deiner Gegenpartei bald, solange du noch mit ihr auf dem Wege bist; damit nicht etwa die Gegenpartei dich dem Richter überliefere, und der Richter dich dem Diener überliefere, und du ins Gefängnis geworfen werdest. Wahrlich, ich sage dir: Du wirst nicht von dannen herauskommen, bis du auch den letzten Pfennig bezahlt hast. (Auch in diesen Worten ist das Entsprechungsbild mit den Händen zu greifen.)

     Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen. Ich aber sage euch, daß jeder, der ein Weib ansieht ihrer zu begehren, schon Ehebruch mit ihr begangen hat in seinem Herzen. Wenn aber dein rechtes Auge dich ärgerte, so reiß es aus und wirf es von dir; denn es ist dir nütze, daß eines deiner Glieder umkomme und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen werde. Und wenn deine rechte Hand dich ärgerte, so haue sie ab und wirf sie von dir; denn es ist besser, daß eines deiner Glieder umkomme und nicht dein ganzer Leib in die Hölle geworfen werde.

     (Durch J.Lorber sagt uns Jesus, daß dies geistige Entsprechungen sind, die uns sagen, daß wir unseren sündigen Gedanken und Begehren mit der Kraft unseres Willens Gewalt antun sollen, um uns in der göttlichen Ordnung zu erhalten. Denn was ist, so du dir eine Hand schon abgeschlagen hast und die andere wird dir zum Ärgernis? Niemand wird hier glauben, Jesus hätte zur Selbstverstümmelung aufgerufen, um in das Reich der Himmel zu kommen! Es geht hier um einen bewußten Willensakt der Neuorientierung nach den Geboten Gottes) 

      Es ist aber gesagt: Wer irgend sein Weib entlassen wird, gebe ihr einen Scheidebrief. Ich aber sage euch: Wer irgend sich von seinem Weib/Mann scheiden läßt, außer auf Grund von Hurerei, macht dadurch, daß sie/er Ehebruch begeht; und wer irgend eine Geschiedene/Geschiedenen heiratet, begeht  Ehebruch.

     (Ich glaube, hätte Jesus die Bergpredigt in der heutigen Endzeit gehalten, so hätte er neben der Hurerei auch die Bedrohung und Gewalt gegen das leibliche und seelische Leben von Seiten des Ehepartners als legitimen Scheidungsgrund genannt. Davon abgesehen ist der leichtfüßige Umgang mit Eheschließungen und Ehescheidungen ein Zeichen unser morbiden Endzeitgesellschaft.)

     Wiederum habt ihr gehört, daß zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht fälschlich schwören, du sollst aber dem Herrn deine Eide erfüllen. Ich aber sage euch: Schwöret überhaupt nicht; weder bei dem Himmel, denn er ist Gottes Thron; noch bei der Erde, denn sie ist Seiner Füße Schemel; noch bei Jerusalem, denn sie ist des großen Königs Stadt, noch sollst du bei deinem Haupte schwören, denn du vermagst nicht ein Haar weiß oder schwarz zu machen. Es sei aber eure Rede: Ja ist ja; nein ist nein; was aber darüber ist, ist von Übel. (Auch unsere Richter scheinen die Bibel nicht zu kennen, da das schwören auf die Bibel gewichtigen Zeugenaussagen vorausgeht. Welch eine Paradoxie!)

     Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Auge um Auge, und Zahn um Zahn. Ich aber sage euch: Widerstehet nicht dem Bösen, sondern wer irgend, dich auf deinen rechten Backen schlagen wird, dem biete auch den anderen dar; und dem, der mit dir vor Gericht gehen und deinen Leibrock nehmen will, dem laß auch den Mantel. Und wer irgend dich zwingen wird, eine Meile zu gehen, mit dem geh zwei. Gib dem, der dich bittet, und weise den nicht ab, der von dir borgen will.

     (Einschränkend sagt uns Jesus durch die Neuoffenbarungen, daß hiermit nicht gemeint ist, daß man sich als gottgläubiger Mensch totschlagen lassen soll, da sonst bald nur noch die „aggressive Gewalt“ auf Erden herrschen würde. Das Selbstverteidigungsrecht - wo es um das eigene Leben oder das des Nächsten geht - legitimiert Jesus ausdrücklich zur Selbstverteidigungspflicht und zu einem Gebot der Nächstenliebe. Solange es unter unseren Mitmenschen noch solche gibt, die sich in ihrem Denken und Handeln im Sozialdarwinismus - das Recht ist bei den Stärkeren – bewegen, ist es eines Christen Pflicht, auch hier entschieden im Liebeernst zu handeln. Solche grobartigen Menschen sind in ihrer Entwicklungsstufe noch mehr dem Tierreich verbunden als den Menschen und müssen von daher auch mit der ganzen Strenge des Gesetzes behandelt werden, ansonsten ihnen aus geistiger Sicht nicht wirklich geholfen ist. Aber jegliche Gewalt soll hier stets aus dem Liebeernst zum geistig Besten der Menschen erfolgen. Auch Jesus trieb die Händler und Geldwechsler mit der Knute aus dem Tempel, um den göttlichen Ordnungsprinzipien Ausdruck zu verleihen! Eine falsch verstandene Liebe und Demut treibt solche Menschen nur tiefer in ihr Verderben und leistet der teuflischen Gewalt Vorschub.)

     Ihr habt gehört, daß gesagt ist: Du sollst deinen Nächsten lieben und deinen Feind hassen. Ich aber, sage euch: Liebet eure Feinde, segnet die euch fluchen, tut wohl denen, die euch hassen und betet für die, die euch beleidigen und verfolgen, damit ihr Söhne/Töchter eures Vaters seid, der in den Himmeln ist. Denn er läßt seine Sonne aufgehen über Böse und Gute und läßt es regnen über Gerechte und Ungerechte. Denn wenn ihr nur liebet die euch lieben, welchen Lohn habt ihr? Tun nicht auch die Zöllner dasselbe? Und wenn ihr eure Brüder allein grüßet, was tut ihr Besonderes? Tun nicht auch die von den Nationen (die Gottlosen, die Götzendiener) dasselbe? Ihr aber sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.

     Habet acht, daß ihr euer Almosen nicht gebet vor den Menschen, um von ihnen gesehen zu werden; wenn aber nicht, so habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater der in den Himmeln ist. Wenn du nun Almosen gibst, sollst du es nicht vor dir herposaunen lassen, wie die Heuchler tun in den Synagogen und auf den Straßen, damit sie von den Menschen geehrt werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Du aber, wenn du Almosen gibst, so laß deine Linke nicht wissen, was deine Rechte tut (und man lasse sich auch keine Spendenquittung ausstellen, um sich einen Teil der Spende vom Staat zurück zu holen. Entweder ich spende, oder ich spende nicht); damit dein Almosen im Verborgenen sei, und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird es dir vergelten.

     Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler; denn sie lieben es, in den Synagogen und an den Ecken der Straßen stehend zu beten, damit sie von den Menschen gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Du aber, wenn du betest, so geh in deine Kammer (in dein Herz) und, nachdem du deine Tür (Sinne) geschlossen hast (vor der Welt), bete zu deinem Vater, der im Verborgenen (in deinem Geistesherz) ist; und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten. Wenn ihr aber betet, sollt ihr nicht plappern wie die von den Nationen (Heiden/Namenchristen); denn sie meinen, daß sie um ihres vielen Redens willen erhört werden. Seid ihnen nun nicht gleich; denn euer Vater weiß was ihr bedürfet, ehe ihr ihn bittet. Betet ihr darum so:

 

Vater unser, Der Du bist in den Himmeln,

 geheiligt werde Dein Name

Dein Reich komme Dein Wille geschehe,

wie im Himmel also auch auf Erden.

Unser tägliches Brot gib uns Heute; und vergib uns

unsere Schuld,

wie auch wir vergeben unseren Schuldnern.

Führe uns durch die Versuchungen, und erlöse uns 

von dem Bösen.

Amen




     (Die gebräuchliche Form des letzten Satzes: „und führe uns nicht in Versuchung, sondern errette uns ...., dürfte aus einer nicht korrekten Übersetzung hervorgegangen sein. Ich habe ihn so zum Ausdruck gebracht, daß er einen der Wahrheit entsprechenden Sinn ergibt. Denn Gott führt keines seiner Geschöpfe in die Versuchung zum Bösen oder zur Sünde, wie dies auch schon im Jakobus Brief 1;13 deutlichst gesagt wird. er führt uns jedoch durch alle Versuchungen und Anfechtungen, wenn wir Ihn darum bitten.)

     Denn wenn ihr den Menschen ihre Übertretungen vergebet, so wird euer himmlischer Vater auch euch vergeben; wenn ihr aber den Menschen ihre Übertretungen nicht vergebet, so wird euer Vater auch eure Übertretungen nicht vergeben.

     Wenn ihr aber fastet, so sehet nicht leidend aus wie die Heuchler; denn sie verstellen ihre Angesichter, damit sie den Menschen als Fastende erscheinen. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin. Du aber, wenn du fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht, damit du nicht den Menschen als ein Fastender erscheinest, sondern deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der im Verborgenen sieht, wird dir vergelten.

     Sammelt euch nicht Schätze auf der Erde, wo Motte und Rost zerstört, und wo Diebe einbrechen und stehlen; sammelt euch aber Schätze im Himmel, wo weder Motten noch Rost sie zerstören, und wo Diebe nicht einbrechen noch stehlen; denn wo dein Schatz ist, da ist dein Herz.

     Das Licht des Körpers (des Menschen) ist das Auge; wenn nun dein Auge (deine Sinne) einfältig ist (nach innen gerichtet sind), so wird dein ganzer Körper (der ganze Mensch) licht sein (vergeistigt werden); wenn aber dein Auge böse (Sinne nur nach außen gerichtet sind) ist, so wird dein ganzer Leib (der ganze Mensch) finster sein. Wenn nun das Licht (des Geistes), das in dir ist, Finsternis ist (der Seele verschlossen bleibt), wie groß ist dann die Finsternis (in deiner Seele)!

      Niemand kann zwei Herren dienen (treu sein); denn entweder wird er den einen hassen (betrügen/hintergehen) und den anderen lieben, oder er wird einem anhängen und den anderen verachten. Ihr könnet nicht Gott dienen und dem Mammon. Deshalb sage ich euch: Seid nicht besorgt um euer Leben, was ihr essen und was ihr trinken sollt, noch für euren Leib, was ihr anziehen sollt. Ist nicht das Leben mehr als die Speise, und der Leib mehr als die Kleidung? Sehet hin auf die Vögel des Himmels daß sie nicht säen noch ernten, noch in Scheunen sammeln, und euer himmlischer Vater ernährt sie doch. Seid ihr nicht viel vorzüglicher als sie? Wer aber unter euch vermag mit Sorgen, sein Leben um eine Elle zu verlängern?

     Und warum seid Ihr um die Kleidung besorgt? Betrachtet die Lilien des Feldes, wie sie wachsen: sie mühen sich nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch aber, daß selbst Salomon in all seiner Herrlichkeit nicht bekleidet war wie eine von diesen. Wenn aber Gott das Gras des Feldes, das Heute ist und Morgen in den Ofen geworfen wird also kleidet, um wieviel mehr wird er für euch sorgen, ihr Kleingläubigen?

Seid auch nicht besorgt, indem ihr saget: Was sollen wir essen? oder: Was sollen wir trinken? oder: Was sollen wir anziehen? denn nach allem diesem trachten die Heiden; euer himmlischer Vater weiß, daß ihr dies alles bedürfet.

„Trachtet aber zuerst nach dem Reiche Gottes und nach seiner Gerechtigkeit, 
und dies alles wird euch hinzugefügt werden.“

     So seid nun nicht besorgt auf den morgigen Tag, denn der morgige Tag wird für sich selbst sorgen. Jeder Tag hat an seinem Übel genug zu tragen.

      (Ich weiß, daß viele Menschen hier nun wieder sagen: „Wir können ja einmal sehen, was passiert, wenn ich meine Hände in den Schoß lege und alles dem lieben Gott überlasse!“ „Da werde ich eher in der Gosse landen und mein Leben als Penner beenden.“ Da kann ich nur sagen, das würde ganz sicher so eintreten! Es heißt ja auch nicht, bleibe der alte, sich selbst umkreisende Mensch, der sich in erster Linie um das leibliche Wohl und die Befriedigung seiner seelischen und leiblichen Bedürfnisse kümmert, sondern es heißt: Gebe dein Leben durch einen bewußten Willensakt in die Hände Gottes und trachte fortan nur noch nach den geistigen Schätzen des Reiches Gottes und wandle in Gerechtigkeit, dann wird dir alles zum Leben Notwendige von Gott gegeben werden. Das wir hierfür nicht Haus und Familie verlassen müssen, braucht nicht weiter betont zu werden. Es geht hier im Wesentlichen darum im Gottvertrauen und in der Gegenwart Gottes zu leben und zu wirken und sich stets Seiner Fürsorge bewußt zu sein.

     Auch ist vor dem Hintergrund der Bergpredigt der Verzicht auf die gängigen Statussymbole und den Konsumwahn kein Grund, Minderwertigkeitsgefühle zu entwickeln oder einen sozialen Absturz zu fürchten. Dies alles sind Ängste und Denkirrtümer einer kranken Gesellschafts- und Lebensnorm. Die alleine auf das Diesseits ausgerichtete materielle Orientierung, verursacht in der Regel Ängste und Panik, wenn man den Versuch wagt, für sich einen spirituellen/geistigen Lebensstandpunkt zu ergreifen und zu verwirklichen.)

     Richtet nicht, auf daß ihr nicht gerichtet werdet; denn mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, und mit welchem Maße ihr messet, wird euch gemessen werden. Was aber siehst du den Splitter, der in deines Bruders Auge ist, den Balken aber in deinem Auge nimmst du nicht wahr? Oder warum willst du zu deinem Bruder sagen: Erlaube, ich will den Splitter aus deinem Auge ziehen; und siehe, ein Balken ist in deinem Auge? Heuchler, ziehe zuerst den Balken aus deinem Auge, dann wirst du klar sehen können um den Splitter aus deines Bruders Auge zu ziehen.

     Gebet nicht das Heilige den Hunden; werfet auch nicht eure Perlen vor die Schweine, damit sie dieselben nicht mit ihren Füßen zertreten und sich umwenden und euch bekämpfen.

     Bittet, und es wird euch gegeben werden; suchet, und ihr werdet finden, klopfet an und es wird euch aufgetan werden. Denn jeder Bittende empfängt, und der Suchende findet, und dem Anklopfenden wird aufgetan werden. Oder welcher Mensch ist unter euch, der, wenn sein Sohn ihn um ein Brot bitten würde, ihm einen Stein geben wird? Und wenn er um einen Fisch bitten würde, ihm eine Schlange geben wird? Wenn nun ihr, die ihr arg in euren Herzen seid, euren Kindern gute Gaben zukommen lasset, wieviel mehr wird euer Vater, der in den Himmeln ist, Gutes geben denen, die ihn bitten.

„Alles nun, was immer ihr wollt daß euch die Menschen tun sollen, tut ihr ihnen zuvor; 
denn darin besteht das Gesetz und die Propheten“

     Gehet ein durch die enge Pforte; denn weit ist die Pforte und breit der Weg, der zum Verderben führt, und viele sind, die durch dieselbe eingehen. Aber eng ist die Pforte und schmal der Weg der zum Leben führt, und wenige sind es, die ihn finden. Hütet euch aber vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe. An ihren Früchten  werdet ihr sie erkennen. Liest man etwa vom Dornbusch eine Traube, oder von Disteln Feigen? Also bringt jeder gute Baum gute Früchte, aber der faule Baum bringt schlechte Früchte. Ein guter Baum kann nicht schlechte Früchte bringen, noch ein fauler Baum gute Früchte. Jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer geworfen. Deshalb, an ihren Früchten werdet ihr sie erkennen.

     Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr! Wird in das Reich der Himmel eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters tut, der in den Himmeln ist. Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr! Haben wir nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dämonen ausgetrieben, und durch deinen Namen viel Wunderwerke getan? Dann werde Ich ihnen bekennen: Ich habe euch nie erkannt; weichet von Mir ihr Übeltäter (die ihr nur euren Ruhm und eure Ehre gesucht habt)!

     Jeder nun, der irgend diese Meine Worte hört und tut danach, den werde Ich einem klugen Manne vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute; und der Regen fiel hernieder und die Ströme kamen und die Wind wehten und stürmten wider jenes Haus und es fiel nicht, denn es war auf den Felsen gegründet. Jeder aber, der diese Meine Worte hört und nicht danach tut, der wird einem törichten Manne verglichen werden, der sein Haus auf den Sand baute. Als aber der Regen und die Ströme kamen, und die Winde an jenes Haus stießen, fiel es, und sein Fall war groß.

     Als Jesus diese Worte vollendet hatte, da erstaunte die Volksmenge sehr über Seine Lehre; denn Er lehrte wie einer der Macht hat und nicht wie ihre Schriftgelehrten.


 


Die zwei Liebegebote Jesu

 

„Sage uns, welches ist das größte Gebot im Gesetz?“ 

Jesus aber antwortete ihnen:

Du sollst den Herrn deinen Gott lieben, mit deinem ganzen Herzen, mit deiner ganzen Seele und  mit deinem ganzen Verstande!“

Dieses ist das größte und erste Gebot. 

Ein zweites ist ihm aber gleich:

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst!

          „An diesen zwei Geboten hängt das ganze Gesetz und die Propheten!“

Matth. 22;36-40



Die Zehn Gebote

 

Ich bin Jahwe/Jehova, dein Gott,

     der Ich dich herausgeführt habe aus dem Lande Ägypten, 

aus dem Hause der Knechtschaft

Du sollst keine anderen Götter haben neben Mir.

Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen, denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der Seinen Namen mißbraucht.

Gedenke des Sabbathtages daß du ihn heiligst. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. 

 Am siebenten Tage aber ist der Sabbath des Herrn, deines Gottes, welcher von Gott gesegnet und geheiligt ist.


Du sollst deinen Vater und deine Mutter achten
auf daß du lange lebst, und es dir wohlergehe auf Erden.

Du sollst nicht töten.

Du sollst nicht ehebrechen. 

 

Du sollst nicht stehlen.

Du sollst kein falsches Zeugnis geben wider deinen Nächsten.

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut  

Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib noch seinen Knecht, 
noch seine Magd, noch alles lebendige was sein ist.

    



           Ich bin Jahwe/Jehova, dein Gott,

     der Ich dich herausgeführt habe aus dem Lande Ägypten (dem Reich der Verführung), aus dem Hause der              Knechtschaft (der Sünde).

 Du sollst keine anderen Götter haben neben Mir.

     (Hier könnte man neben den falschen Gottbildern, auch alle Formen des Materialismus auflisten, an denen unsere        Liebe/unser Herz hängt.)

 Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mißbrauchen, denn der Herr wird den nicht ungestraft
     lassen, der Seinen Namen mißbraucht.

    (Der Name „Gott “ so wie auch der Name „Jesus “ wird Heute ohne Scham und Gewissen, mit dem Arsenal  
    gebräuchlicher Schimpf- und Fluchwörter verbunden.) 

 Gedenke des Sabbathtages

daß du ihn heiligst. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun; aber am siebenten Tage ist der Sabbath des Herrn, deines Gottes. Welcher von Gott gesegnet und geheiligt ist.

  Du sollst deinen Vater und deine Mutter achten

auf daß du lange lebst, und es dir wohlergehe auf Erden.

    (Wem oder was wird Heute überhaupt noch Achtung entgegen gebracht? Einen noch weitreichenderen Aspekt dieses
     Gebotes finden wir bei J.Lorber im folgenden Text.)  

         JL.GEJ.03  211,9   

             Damit (dem vierten Gebot) bezeichnete Moses nicht nur den Zeugevater und die gebärende Mutter, sondern ebensogut auch die Erde und ihre stets neues Leben gebärende Kraft. Dieser soll der Mensch auch nicht den Rücken zukehren (Naturentfremdung der Menschen durch die alles beherrschende Technik), sondern sie tatsächlich in hohen Ehren halten.

  Du sollst nicht töten.

   Du sollst nicht ehebrechen.

•   Du sollst nicht stehlen.

•   Du sollst kein falsches Zeugnis geben wider deinen Nächsten.

(Hinter diesem Gebot verbirgt sich mehr, als nur der Aufruf nicht zu lügen. Es geht hier um die Wahrhaftigkeit auf allen Ebenen der zwischenmenschlichen Begegnung. Wir lügen nicht nur mit Worten, sondern auch durch Gestik, Mimik, durch unsere Kleidung und die ganze Schauspielerei der Außendarstellung; und das nur um unser Image aufrecht zu erhalten, oder gar eine vermeintliche Geistigkeit vorzuführen. Wir müssen zuerst einmal aufrichtig zu uns selbst sein. Im eitlen Selbstbetrug und im Streben nach Größe liegt die Wurzel allen Übels.)

  Du sollst nicht begehren deines Nächsten Hab und Gut

 Du sollst nicht begehren deines Nächsten Weib noch seinen Knecht, noch seine Magd, noch alles lebendige

   was sein ist.

    

   Das Glück des Lebens liegt in einem zufriedenen Herzen!!! Auffällig ist hier, daß neben dem siebten Gebot – Du sollst nicht stehlen - noch einmal zwei Gebote gegeben sind, nämlich keinen begehrenden Gedanken an das tot-Materielle noch an das lebend-Geschöpfliche eines anderen Menschen in sich aufkommen zu lassen. Denn erst durch das Einnisten solcher Gedanken können wir uns auch zur (Un) Tat verleiten lassen.

  Die Kontrolle der Gedanken ist die entscheidende Übung im Leben eines Menschen, darum ihr hier auch die Aufmerksamkeit von zwei Geboten gewidmet ist.

    Der Gedanke ist stets ein Angebot an den freien Willen und der Vater der Tat. Bewegen sich unsere Gedanken in der Sphäre der göttlichen Ordnung, so werden auch die Werke oder Taten einen entsprechenden Ausdruck finden und das Leben des Geistes nähren und vollenden.

    Bewegen wir uns aber alleine im Vorteilsdenken, im Anhäufen von irdischem Reichtum, im Erwerb von Macht, Ehre und Anerkennung, und dadurch bedingt auch oft in den niederen Sphären der Leidenschaften und sinnlichen Begierden, so werden unsere Taten - in uns und außer uns -, den Tod hervorbringen.

  Die Menschheit wird sich bei einer linearen Entwicklung in den nächsten Jahren zusehends in zwei Lager spalten. In Jene, die sich am Nasenring des Genuß- Technik- und Konsumrausches, in einer veräußerten Lebenshaltung, in eine für sie „unheilvolle“ Zukunft ziehen lassen. Und in Jene, die in einer inneren spirituellen Haltung freiwillig Verzicht üben und bemüht sind, entgegen der Philosophie des „Laufen lassens“, ihr Leben mehr und mehr in die Hände zu nehmen  und unter die Ordnungsgebote Gottes zu stellen.

   Mit dem zunehmenden Zerfall der moralischen Werte und dadurch der Zerrüttung der Gesellschaftsstruktur, bei einer kontinuierlichen Zunahme an Umwelt- und Naturkatastrophen, wird den wachen Menschen bewußt werden, daß hier umfassende soziale und ökologische Veränderungen vor sich gehen. Die Schläfer aber werden in ihrer zunehmenden Sorge um den Erhalt ihres Wohlstandes nur instinktiv spüren, daß hier etwas nicht stimmt. Ihr Vertrauen und ihr Glaube an Technik und Wissenschaft wird ihre Ohren aber taub machen für die warnende Stimme der Propheten, Seher und Prediger, so wie dies auch bei Noah der Fall war. Dabei wird das Geistfeuer Gottes die Herzen der Seinen in zunehmendem Maße erfassen; und in einer letzten, erdweiten Verkündung des Evangeliums, wird noch einmal eine Gnadenzeit vor dem Abschlußgericht unserer Erlösungsperiode ausgerufen.

       Möge der Inhalt dieses Buches in die Herzen vieler Menschen dringen und ihnen bewußt machen, daß sich das Reich Gottes nicht außerhalb unserer Existenz, irgendwo unerreichbar in einer geistigen Ferne befindet, sondern „das Reich Gottes ist in unsund es unterliegt in seinem Offenbarwerden unserem Wollen, Denken und Tun. Vor allem unterliegt es dabei unserem Willen zur uneigennützigen, selbstlosen Liebe! Das Reich Gottes ist „Hier und Jetzt“, wenn wir es nur einmal in unserem eigenen Herzen zulassen!

   Eines will dieses Buch nicht sein, ein Angstmacher oder ein Aufruf zur Resignation. Auch will es keine geistige Anleitung sein zum Thema: „Wie und wo baue ich mir am besten einen Bunker?“

    Wer es so auffaßt, der hat weder von diesem Buch, noch vom Heilsplan Gottes der darin enthalten ist etwas verstanden, und er sollte nach einem Gebet um geistige Führung, zur richtigen Zeit noch einmal bei der ersten Seite beginnen.

     Dieses Buch soll den Leser anregen sein Leben bewußt und in Selbstverantwortung in die Hand zu nehmen und sich in seinen zahlreichen, unreflektierten Verhaltensweisen einmal zu hinterfragen. Eingefahrene Denk- und Verhaltensmuster sind um so hartnäckiger, je mehr man sich (oft unbewußt) in ihnen begründet hat oder sie gar für geistige Tugenden hält! Weniges beherrscht der Mensch so vollkommen wie die Selbsttäuschung und den Selbstbetrug

      Ich wünsche jedem Leser, daß er sich vorurteilsfrei und objektiv mit dem Inhalt dieses Buches auseinandersetzen kann, um den Heilsplan Gottes in seiner ganzen Fülle zu erkennen.

     Daneben wünsche ich jeder aufrichtig suchenden Seele das Gute und Wahre zu erkennen und zu ergreifen, auf daß ihr Leben durchdrungen werde vom Geist der Freiheit in Jesu ChristiDenn wen der Sohn  frei macht, der ist frei!!!

 

Durch das unauflösliche Band der Liebe, fühle ich mich mit allen Geschöpfen und Kindern Gottes verbunden.
Euer Bruder Erhard






 

    Dies ist das Inhaltsverzeichnis der kompletten Buchausgabe (345 Seiten)

  • Gottes neue Propheten
  • Buchstruktur  
  • Abkürzungen 
  • Zeitbestimmung 
  • Freier Wille  
  • Der dreifache Sinn des göttlichen Wortes   
  • Die Kette der Propheten 
  • Die Prophetenschule
  • Jesus der Christus    
  • Ist die Bibel abgeschlossen  
  • Die Zeichen der Zeit  
  • Zerfall der geistig-religiösen Grundwerte im Menschen      
  • Kriege und Katastrophen - Deren Ursache 
  • Die Kräfte des Himmels werden sich bewegen 
  • Veränderungen im Kosmos 
  • Meteoriteneinschläge       
  • Annäherung eines Sternes   
  • Das große Völkerringen 
  • Das Lied der Linde   
  • Der Antichrist  
  • Das geistige Prinzip des Antichristen 
  • Der Antichrist als Persönlichkeit 
  • Der Glaubenskampf  
  • Verkündigung, Drangsale, Verfolgung 
  • Scheidung der Geister    
  • Der Kampf gegen alles Geistige      
  • Missionsarbeit in der letzten Zeit        
  • Zusammenschluss  der kleinen Herde
  • Dies ist die Kirche der Liebe 
  • Der Vorläufer Christi 
  • Die Wiederkunft Christi 
  • Die Erlösungstat und das innere Wesen Jesu 
  • Die persönliche Wiederkunft Christi 
  • Das Kommen des Herrn ist wörtlich zu verstehen 
  • Entrückung der Gläubigen    
  • Vier-Winde Evangelium 
  • Das Feuergericht 
  • Abwenden des Gerichtes durch Gebet? 
  • Reinigung der Erde   
  • Die Auflösung der alten Schöpfungen 
  • Die Zerstörung der Erde ist Folge von Experimenten 
  • Geophysik der Erde  
  • Hot Spots und Vulkane         
  • Der Ausbruch des Krakatau im Jahre 1883 
  • Plinianische Säulen   
  • Der innere Aufbau der Erde  
  • Letztes Gericht auch ein Liebeakt Gottes 
  • Die Neubannung 
  • Die Naturseelenentwicklung 
  • Das Gericht der Neubannung 
  • Abstiegs- und Aufstiegsmöglichkeiten im Jenseits 
  • Können geistige Partikelchen in der Neubannung leiden?  
  • Begründung der Zerstörung und der Neuschöpfung 
  • Der Reinkarnationsgedanke 
  • Die Rückkehr des verlorenen Sohnes 
  • Beendung einer Erlösungsperiode   
  • Die Neue Erde - Das Tausendjährige Friedensreich 
  • Bewohner der neuen Erde    
  • Das Wunder der neuen Schöpfung 
  • Die persönliche Gegenwart Christi  
  • Biblische Hinweise    
  • Das allerletzte Gericht zum Ende des Tausendjährigen Reiches  
  • Die ferne Zukunft der Erde und Der materiellen Schöpfung 
  • Das Liebewerben des Vaters 
  • Ein letztes Wort an Meine Kinder 
  • Jesus -  Der Herr - Der Vater 
  • Zurück zu den Wurzeln  
  • Die Bergpredigt  
  • Die zwei Liebegebote Jesu 
  • Die Zehn Gebote  
  • Anhang 
  • Biographie Jakob Lorbers 
  • Selbstbiographie von Bertha Dudde 
  • Literaturverzeichnis – Bezugsquellen


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