Katastrophenstatistik
2011
Ein neues Jahr hat begonnen
Was wird es uns an politischen, wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Veränderungen bringen?
- Das alte Jahr verabschiedet sich mit einem
Verlust von 300.000 Menschen, welche alleine durch Naturkatastrophen
ums Leben gekommen sind. Ausschlaggebend hierfür war das schlimme
Erdbeben Anfang des Jahres in Haiti und die extreme
Hochwasserkatastrophe im Sommer in Pakistan.
-
Seltene Häufung von Erdbeben
Geprägt werde die
Naturkatastrophen-Bilanz von einer Häufung von schweren Erdbeben, wie
sie in den letzten Jahrzehnten nur selten zu beobachten war, erklärte
Münchener Rück.
-
Zweithöchste Zahl an Naturkatastrophen seit 1980 2010
war das Jahr mit der zweithöchsten Zahl an Naturkatastrophen seit 1980,
teilte das Unternehmen weiter mit. Obwohl die grössten Schäden auf
Erdbeben zurückgingen, blieben 90 Prozent der Ereignisse wetterbedingt (globale Klimaveränderung!!).
Die Hurrikan-Saison sei letztes Jahr zwar glimpflich verlaufen, die
Wirbelstürme stellten aber eine wachsende Bedrohung für die Zukunft
dar. Die jüngsten Überschwemmungen im Nordosten Australiens sind in den
Zahlen noch nicht enthalten.
- Der Winter hat ganz Europa fest im Griff. Die Durchschnittstemperatur des Jahres 2010 für Deutschland lag nach 13
zu warmen Jahren erstmals leicht unter dem Klimamittel. Die
Jahresniederschlagsmenge übertraf den Normalwert, die Sonnenscheindauer
erreichte die Norm recht genau. Doch schon in der ersten
Hälft des Januar trat dann heftiges Tauwetter auf mit Temparaturen
von bis zu 12°C -. Alle deutschen Flüsse gaben Hochwasserwahrnung raus.
Es gibt keine Verlässlichkeiten mehr, das Klima gestaltet sich nicht
anders als die übrigen Lebensbereiche - ein unsicherer Eiertanz, bei
dem alles möglich ist. Ob das La Nina Phänomen daran schuld
sei, darauf wollen sich die Metereologen nicht festlegen. Laut einer Studie
von NASA und NOAA haben sich seit den 1990er Jahren die El Nino- und La
Nina-Ereignisse signifikannt verändert: El Nino zum Beispiel trete
heftiger auf und erwärme immer öfter auch den zentralen Pazifik anstatt
wie früher nur den Ostpazifik. La Nina bringt in manchen Gegenden
Asiens heftige Regenfälle und soll 2010 einer der Faktoren für die
Überschwemmungen in Pakistan gewesen sein. Sicher ist aber, dass das El Nino
und La Nina Phänomen nur einer der Faktoren ist, welche für den globalen
Klimawandel verantwortlich sind.
- Die Zahl der auf der Erde lebenden Menschen wird sich zum 01.01.2011 auf
6.934.196.000 belaufen. Im Laufe des Jahres wird die Weltbevölkerung
die Sieben-Milliarden-Grenze überschreiten.
- Die Menscheit und der Planet,
werden auch
dieses Jahr nicht zur Ruhe kommen, dafür sorgen auf jeden Fall die
religiösen Fanatiker aller Gruppierungen. Zum Jahresbeginn hat sich mal
ebend ein islamischer Selbstmordattentäter vor einer christlichen
Kirche in Kairo in die Luft geprengt, als die Gläubigen aus der Messe
kamen. Der Irre glaubte dabei auch noch etwas für Gott und sein
Seelenheil zu tun. Fazit: 21 Tote und 70 Verletzte. Das Thema
fanatischer Extremisten wird auch in diesem Jahr wieder Schlagzeilen
machen und für eine weitere Destabilisierung des Weltengefüges sorgen.
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2. Januar 2011Australien:
Australien erlebt gerade (mitten im Hochsommer)
das schlimmste Hochwasser der letzten 50 Jahre. An der australischen
Ostküste stehen 22 Städte in den Fluten. Die Stadt
"Rockhampton - eine Stadt mit 75.000 Menschen - ist völlig von der
Aussenwelt abgeschnitten, nachdem auch der Flughafen geschlossen werden
musste. Bis jetzt sind 8 Menschen durch die

Fluten ums Leben gekommen.
Die Wasserfläche ist bereits so groß wie Deutschland und
Frankreich zusammen. Der Verlust der Ernte dürfte für die Farmer und
die ganze Region ein nicht geringes Folgeproblem darstellen. Der
gesamte Sachschaden kann noch nicht bestimmt werden, da das Wasser noch
steigt. Alleine für die Landwirtschaft rechnet man mit Verlusten von 5
Milliarden Dollar. Nach fast acht Jahren Dürre mit verheerenden
Bränden, die im Jahr 2009 173 Menschen das Leben kosteten, fing es im
Norden Australiens – mitten im sonst trockenen Frühling – unaufhaltsam
an zu gießen. Klimatologe Jeff Sabburg sagt, zyklisches Wetter sei für
Australien normal. Doch in den letzten Jahren seien Dürre und Fluten
extremer geworden. „Unseren neuesten Forschungsergebnissen zufolge wird
der natürliche Zyklus von Dürre und Flut durch den Klimawandel
verstärkt. Der Norden des Kontinents wird immer nasser, im Süden
dagegen wird es immer heißer und trockener.“
2. Januar 2011
Chile: Ein Erdbeben der Stärke 7,1 sorgte am
frühen Morgen des 02. Januar in der Küstenregion Südchiles für
Angst und Panik. Knapp ein Jahr nachdem ein starkes Beben einen
verheerenden Tsunami ausgelöst hatte, erschütterten erneut Erdstöße das
Land. Das Epizentrum lag knapp 600 Kilometer südlich der
Hauptstadt Santiago nahe dem Ort Tirua. Trotz der Erdbebenstärke gab es
glücklicherweise keine Todesopfer und kaum Verletzte
3. Januar 2011
Philippinen: Heftige Monsunregenfälle haben auf den Philippinen Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst.
Besonders betroffen waren der östliche und südliche Teil des Landes. Die
Bewohner von 18 Orten mussten evakuiert werden, als der durchweichte
Boden nachgab und Erdrutsche und Schlammlawinen niedergingen. In der
Albay-Provinz mussten rund 60.000 Menschen auf der Flucht vor
Überschwemmungen ihre Häuser verlassen, insgesamt starben nuen Menschen,
darunter drei Kinder.
8. Januar 2011Deutschland: Tauwetter und anhaltender Regen lassen die Pegel vieler Flüsse rasant
ansteigen. Besonders kritisch ist die Lage an der Mosel. Dort sind die
Zentren vieler Städte bereits überflutet. Bei Köln und Koblenz fahren
die Schiffe nicht mehr. Sowohl die

Domstadt als auch Düsseldorf erwarten kritische Pegel bis neun Meter.
"Da braut sich was zusammen am Rhein", sagt Meteorologe Günther Hamm.
Am Sonntag werde es in der Südosthälfte des Landes zu flächendeckenden
starken Niederschlägen kommen. Obendrein bleibe es weiterhin mild mit
Temperaturen zwischen acht und zwölf Grad, sodass noch mehr Schnee
taue. Während der Wochenanfang etwas Beruhigung bringt, setzen am
Mittwoch neuer Niederschlag ein. Dies führe zu einer langanhaltenden
Hochwassersituation. Auch in Holland und Belgien treten die Flüsse
wegen der Schneeschmelze und starker Niederschläge über die Ufer.
9. Januar 2011
Sri Lanka: Aus Sri Lanka werden zurzeit
großflächige Überschwemmungen und zahlreiche Schlammlawinen gemeldet.
Ursache für die Naturkatastrophen sind lang anhaltende schwere
Niederschläge. Ersten Berichten zufolge starben bisher mindestens sieben
Menschen im Krisengebiet, einige weitere werden zurzeit noch vermisst.
Fast 800.000 Bewohner des Landes haben darüber hinaus ihr Dach über den
Kopf verloren und mussten zum Teil in Notunterkünften Schutz suchen.
13. Januar 2011
Australien: Die verheerenden Überschwemmungen im australischen
Bundesstaat Queensland haben mittlerweile auch die Millionenstadt Brisbane
erreicht. Das Hochwasser des gleichnamigen Flusses setzte mehrere Stadtteile
unter Wasser und beschädigte oder zerstörte rund 15.000 Häuser. Hunderttausende
Menschen müssen ohne Stromversorgung auskommen. Bisherigen Berichten zufolge
starben bei den schlimmsten Überschwemmungen in Nordostaustralien seit
Jahrzehnten bisher insgesamt 25 Menschen, 61 weitere werden zurzeit noch
vermisst. Die Gesamtschäden belaufen sich nach Schätzungen von Experten auf
mindestens 15,2 Milliarden Euro.
14. Januar 2011
Deutschland: Während Helfer vielerorts noch mit der ersten Hochwasserwelle des Jahres 2011 zu
kämpfen haben, rüsten sich andere bereits für die zweite. So werden am
Wochenende beispielsweise entlang des Rheins und insbesondere am Zusammenfluss
von Rhein und Mosel, in Koblenz, stark steigende Wasserstände erwartet. Kritisch
ist die Situation zurzeit dagegen unter anderem schon in Bayern und speziell in
Passau. In der Dreiflüssestadt haben sich die Pegelstände der Donau aufgrund der
Fluten aus Inn und Ilz innerhalb eines Tages um drei Meter erhöht - Tendenz
weiter steigend.
14. Januar 2011
Brasilien: Lang anhaltende schwere Niederschläge haben in
verschiedenen Regionen Brasiliens gefährliche Schlammlawinen und
Überschwemmungen ausgelöst. Bisherigen Berichten zufolge starben mindestens 500
Menschen bei den Naturkatastrophen, dutzende weitere werden zurzeit noch
vermisst. Darüber hinaus wurden zahlreiche Häuser beschädigt oder zerstört und
Telefonleitungen unterbrochen. Helfer suchen zum Teil mit einfachstem Gerät
zurzeit verzweifelt nach den Verschütteten. Besonders stark betroffen von den
Naturereignissen sind unter anderem die Städte Teresopolis, Nova Friburgo und
Petropolis im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro.
21. Januar 2011
Kolumbien: Nach einer Jahrhundertflut in Kolumbien stehen große
Gebiete im Norden des Landes unter Wasser. Mindestens 5.000 Häuser wurden
zerstört und mehr als 300.000 beschädigt. Über zwei Millionen Menschen sind von
der Katastrophe betroffen. Nach Angaben von Beobachtern kann es
noch Monate dauern, bis das Wasser abfließt. Für Februar sind darüberhinaus
weitere Regenfälle angekündigt. Nach Dammbrüchen und
Schleusenöffnungen von Wasserkraftwerken wurden in der Region zehntausende
Hektar Land überschwemm
21. Januar 2011
Deutschland: Die ungewöhnlich langgestreckte
Hochwasserwelle der Elbe bewegt sich langsam aber sicher immer weiter
Richtung Norden. So wurde in Brandenburg und Sachsen-Anhalt bereits
gestern vielerorts die höchste Alarmstufe ausgerufen und auch in
Niedersachsen sowie Schleswig-Holstein steigen die Pegel des Flusses
stetig. An den Messstationen Hitzacker und Neu Darchau wurde laut dem
niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und
Naturschutz am 20./ 21. Januar die 7-Meter-Marke erreicht. Der
Hochwasserscheitel wird dort aller spätestens am Wochenende eintreffen.
Kritisch ist die Lage zurzeit zudem in Lauenburg, Schleswig-Holstein,
wo in der Altstadt schon Dutzende Häuser überflutet sind. Am Sonntag
wird dort voraussichtlich ein Pegelstand von 8,85 Meter erreicht und
damit noch einmal fast ein halber Meter mehr als aktuell.
24. Januar 2011
Brasilien: Knapp zwei Wochen nach den verheerenden Schlammlawinen
und Überschwemmungen im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro ist jetzt das
ganze Ausmaß der Katastrophe bekannt. Nach Behördenangaben starben mindestens
785 Menschen bei den Naturereignissen, 400 weitere werden zurzeit immer noch
unter den Trümmern und Schlammmassen vermutet. Es besteht so gut wie keine
Hoffnung mehr, die Vermissten noch lebend zu finden. Die Bergungs- und
Aufräumarbeiten gehen aber unvermindert weiter. In den am schlimmsten
betroffenen Städten Teresopolis, Nova Friburgo und Petropolis sowie vielen
anderen Orten haben zudem insgesamt 14.000 Bewohner ihr Dach über dem Kopf
verloren.
24. Januar 2011
Tadschikistan: Große Teile des zentralasiatischen Staates
Tadschikistan sind am frühen Morgen von einem heftigen Erdstoß erschüttert
worden. Nach Angaben des U.S. Geological Survey in Denver hatte das Beben um
07:45 Uhr Ortszeit eine Stärke von 6,1 auf der Momenten-Magnituden-Skala. Das
Zentrum der Naturkatastrophe befand sich in einer Hochgebirgsregion 90 Kilometer
südwestlich der Stadt Karakul und 350 Kilometer östlich der Landeshauptstadt
Duschanbe. Sogar dort war der Erdstoß noch deutlich zu spüren. Berichte über
mögliche Opfer oder größere Sachschäden lagen nicht vor.
26. Januar 2011
Australien: Der Zyklon Bianca wütet zurzeit mit
Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometer pro Stunde vor der Nordwestküste
Australiens. Die Ausläufer des tropischen Wirbelsturms bringen den Bewohnern der
so genannten Pilbara Coast heftige Niederschläge und gefährliche Sturmfluten.
Bisherigen Berichten zufolge gab es aber bisher keine Opfer oder größere
Sachschäden zu beklagen. Australische Meteorologen erwarten, dass Bianca seinen
Weg entlang der Küste weiter fortsetzt und dabei noch deutlich an Stärke
zunimmt. Ob der Zyklon dabei im Laufe der nächsten Tage auch direkt auf das
Festland trifft, ist noch unklar.
27. Januar 2011
Iran: Gleich mehrere heftige Erdbeben haben innerhalb
weniger Stunden den Südosten des Iran erschüttert. Das Beben erignete sich um 12:08 Uhr
Ortszeit und hatte eine Stärke von 6,0 auf der Momenten-Magnituden-Skala. Das Zentrum lag
120 Kilometer südöstlich der Stadt Bam in einer Tiefe von rund zehn Kilometern
unter der Erdoberfläche. Berichte über mögliche Opfer oder größere Sachschäden
gab es zunächst nicht.
28. Januar 2011
USA: Die US-Ostküste ist bereits zum wiederholten Mal in
diesem Jahr von schweren Schneestürmen heimgesucht worden. Der Wintereinbruch
sorgte in Städten wie New York, Washington, Philadelphia oder Boston für großes
Chaos im Straßen-, Bahn- und Flugverkehr. Hunderte Flüge fielen ganz aus, bei
vielen anderen gab es stundenlange Wartezeiten.
3. Februar 2011
Australien: Nach dem schlimmsten Hochwasser seit 100 Jahren folgt
für Nordost-Australien nun der stärkste Wirbelsturm der letzten 100 Jahre: Mit
Böen von bis zu 300 Kilometern pro Stunde fegte der Kategorie 5-Wirbelsturm
„Yasi“ über Queensland hinweg. Glücklicherweise zog das Zentrum des Zyklons
knapp an der Großstadt Cairns vorbei, so dass diese nicht die volle Wucht des
Sturms aushlaten musste. Ein Großteil der Bewohner im vorrausichtlich
betroffenen Gebiet war bereits rechtzeitig evakuiert worden. Noch sind die vom
Zyklon angerichtete Schäden nicht abschätzbar, bislang gibt es aber keine
Berichte über Verletzte oder Tote. Neben den Sturmböen bringt „Yasi“ jedoch auch
starke Regenfälle und Flutwellen mit, die auch in den nächsten Tagen noch
Überschwemmungen anrichten können.
6. Februar 2011
Somalia: In großen Teilen Somalias herrscht seit Wochen eine
schwere Dürre, die mittlerweile zu einer humanitären Katastrophe
geführt hat. Wie die zuständigen Behörden mitteilten, kamen bisher
bereits mindestens 18 Menschen durch die extremen Wetterbedingungen ums
Leben. Hunderttausende Bewohner des Landes leiden zudem unter Hunger
und den Folgen der Mangelernährung. Betroffen von der extremen
Trockenheit, die voraussichtlich noch Monate andauern wird, sind vor
allem der Süden und das Zentrum Somalias. Hier leben vor allem
Viehzüchter und Halbnomaden deren Tiere mittlerweile zu tausenden
verendet sind.
7. Februar 2011
Sri Lanka: Aus dem Inselstaat Sri Lanka im Indischen Ozean wird
eine schwere Hochwasserkatastrophe gemeldet. Aufgrund ungewöhnlich starker
Monsunniederschläge in den letzten Tagen und Wochen stehen mittlerweile größere
Teile des Landes unter Wasser. Mindestens 57 Menschen starben nach Behördengaben
bisher in den Fluten, eine Million Bewohner des Krisengebiets befinden sich
aktuell auf der Flucht vor den Überschwemmungen. Sie mussten bis auf Weiteres in
Notunterkünften oder bei Freunden und Verwandten in sicheren Regionen Schutz
suchen.
7. Februar 2011
Australien: Erst ein Jahrhunderthochwasser, dann der Supersturm
"Yasi" und jetzt auch noch verheerende Waldbrände: Die Serie von schweren
Naturkatastrophen in Australien scheint kein Ende zu nehmen. Die Feuer im Westen
des Landes haben bisherigen Berichten zufolge bereits Dutzende Gebäude zerstört.
Zahlreiche Bewohner in den Buschbrandgebieten nahe der Millionenstadt Perth
mussten evakuiert werden. Nach Behördenangaben sind die Flammen an zumindest
zwei Stellen mittlerweile außer Kontrolle geraten, da Löschflugzeuge aufgrund
des stürmischen Windes nicht starten konnten und die Bekämpfung der Feuer vom
Boden aus schwierig ist.
17. Februar 2011
Australien: Nur rund zwei Wochen nach dem
Jahrhundert-Zyklon „Yasi“ hat erneut ein mächtiger Wirbelsturm für große
Schäden in Australien gesorgt. Dieses Mal waren vor allem der Norden
des Landes und speziell die mehr als 100.000 Einwohner zählende Stadt
Darwin betroffen. „Carlos“ sorgte in der Region mit
Windgeschwindigkeiten von rund 110 Kilometer pro Stunde für umgestürzte
Bäume, überflutete Häuser und Straßen sowie zerfetzte Stromleitungen.
Bisherigen Berichten zufolge gab es aber weder Tote noch Verletzte zu
beklagen.
21. Februar 2011
Philippinen: Auf der philippinischen Insel Luzon
ist der 1.565 Meter hohe Vulkan Bulusan nach nur wenigen Monaten Pause
erneut ausgebrochen. Der Feuerberg schleuderte bei der gewaltigen
Eruption riesige Aschewolken mehrere Kilometer hoch in die Atmosphäre.
In der Folge regneten große Mengen an Asche auf Orte im Umkreis um den
Vulkan herab. Berichte über mögliche Opfer oder
größere Schäden lagen zunächst aber nicht vor.
21. Februar 2011
Russlands: An der Ostküste Russlands hat es vor
der Halbinsel Kamtschatka ein schweres Erdbeben gegeben. Der Erdstoß ereignete sich um 09:43 Uhr
Ortszeit und hatte eine Stärke von 5,9 auf der Momenten-Magnituden-Skala. Das
Zentrum des Naturereignisses lag 255 Kilometer nordwestlich der Stadt
Nikol'skoye in einer Tiefe von knapp zehn Kilometern unter dem
Meeresboden. Bisherigen Berichten zufolge gab es in der dünn besiedelten
Region weder Opfer noch größere Sachschäden.
22. Februar 2011
Neuseeland: Gut drei Tage nach dem verheerenden Erdbeben mit einer
Stärke von 6,3 auf der Momenten-Magnituden-Skala in Neuseeland wird
allmählich das ganze Ausmaß der Katastrophe deutlich. Das Zentrum des
Bebens lag nur wenige Kilometer südlich von Christchurch. In der
am schlimmsten betroffenen Stadt Christchurch starben nach
Behördenangaben mindestens 113 Menschen, über 200 weitere gelten aber
weiterhin als vermisst. Es gibt so gut wie keine Hoffnung mehr, sie
noch lebend zu finden. Insgesamt konnten in den letzten Tagen 70
Verschüttete geborgen werden. Der Gesamtschäden liegt über fünf
Milliarden Euro.
28. Februar 2011
Bolivien: Lang anhaltende schwere Niederschläge
haben in der bolivianischen Metropole La Paz einen gewaltigen Erdrutsch
ausgelöst. Bei dem Naturereignis wurden ersten Berichten zufolge
hunderte Gebäude, aber auch Straßen und Autos zerstört oder von den
Schlamm- und Geröllmassen verschüttet. Verletzte oder Tote gab es
erstaunlicherweise nicht, die Menschen in dem Elendsviertel konnten sich
gerade noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Tausende Bewohner von La
Paz wurden jedoch obdachlos.
4. März 2011
Bolivien: Bolivien kommt was Naturkatastrophen
betrifft zurzeit einfach nicht zur Ruhe. Am letzten Wochenende hatte ein
gewaltiger Erdrutsch Häuser, Autos und Straßen in einem Armenviertel
der Hauptstadt La Paz unter sich begraben, tausende Menschen wurden
obdachlos. Jetzt sorgten die schon wochenlang andauernden Unwetter mit
heftigen Niederschlägen auch in anderen Teilen des südamerikanischen
Landes für Schlamm- und Gerölllawinen sowie gefährliches Hochwasser.
Bisherigen Berichten zufolge starben bereits 55 Bewohner der betroffenen
Regionen bei den Naturereignissen, zehntausende Bolivianer kämpfen
zurzeit mit den Folgen der widrigen Wetterbedingungen.
6. März 2011
Chile: Im Norden Chiles hat sich ein schweres
Erdbeben ereignet. Der
Erdstoß besaß eine Stärke von 6,2 auf der
Momenten-Magnituden-Skala. Das Zentrum des Naturereignisses lag knapp
110 Kilometer nordöstlich der Stadt Arica. Es war aber noch bis weit ins
Nachbarland Peru hinein deutlich zu spüren. Opfer gab es ersten
Berichten zufolge nicht zu beklagen.
8. März 2011Griechenland: Große Teile Griechenlands sind von
einem heftigen Sturm mit ergiebigen Schneefällen heimgesucht worden. In
der Ägäis, aber auch anderswo erreichte der Wind eine Stärke von 10 oder
11 auf der Beaufort-Skala. Sämtliche Fährverbindungen zu den
griechischen Inseln mussten deshalb aus Sicherheitsgründen bis auf
Weiteres eingestellt werden. Der Schnee sorgte vor allem im Norden und
in der Mitte des Landes für Chaos im Straßenverkehr.
9. März 2011
Japan: Der Nordosten Japans ist von einem
sehr schweren Erdbeben erschüttert worden. Ersten Berichten zufolge gab
es jedoch bei der Naturkatastrophe weder Opfer noch größere Sachschäden
zu beklagen. Der
Erdstoß besaß eine Stärke von 7,2 auf der
Momenten-Magnituden-Skala. Das Zentrum lokalisierten die Wissenschaftler
knapp 170 Kilometer östlich der Stadt Sendai auf der Insel Honshu in
einer Tiefe von 14,1 Kilometern unter dem Meeresboden. Noch in der mehr
als 400 Kilometer entfernt gelegenen japanischen Hauptstadt Tokio war
das Beben deutlich zu spüren. Dort gerieten zahlreiche Gebäude ins
Schwanken.
11. März 2011
Japan: Ein schweres Seebeben im Nordosten mit
einer Stärke von 9,0 hat einen gewaltigen Tsunami ausgelöst. Dies war das

schwerste bisher in Japan gemessene Beben. Die bis zu zehn Meter hohen
Wellen sorgten an der Ostküste des Landes für Sachschäden in
Milliardenhöhe. Man rechnet mit über 1000 Opfern als Folge des Bebens.
Das Zentrum lag knapp 130 Kilometer östlich von Sendai auf der Insel
Honshu und 373 Kilometer nordöstlich von Tokio. Von dem Tsunami
besonders betroffen war die japanische Hafenstadt Sendai, aber auch
viele andere Küstenorte wurden von den Wassermassen überspült. Die
Wellen zerstörten unzählige Gebäude, schleuderten Schiffe an Land und
rissen unzählige Autos mit sich.
Das aktuelle Beben gehört zu den weltweit zehn heftigsten Erdstößen, die
jemals gemessen wurden. Es war etwa 300-mal stärker als das Beben vor
zwei Tagen in der selben Region. Die
Japanischen Inseln liegen auf dem so genannten "Ring of Fire", der
seismisch aktivsten Zone der Erde, die den Pazifischen Ozean umgibt und
aus seismisch aktiven Plattengrenzen besteht. Das aktuelle Epizentrum
des Bebens liegt in einer Subduktionszone, in der sich die Pazifische
Platte unter die Ochotskische Platte schiebt. Innerhalb der letzten
Jahrzehnte haben sich in dieser Region mehrfach stärkere Erdbeben
ereignet.
15. März 2011
Japan: In Folge des Bebens kam es in den vier Blöcken des
Atomkraftwerkes Fukushima zu schweren Störungen. Die Situation im
Atomkraftwerk ist in ihrer Gefährlichkeit auf die zweithöchste
Stufe - Stufe 6 - eingeordnet worden. Mit Stufe 6 von sieben
möglichen
liegt Fukushima damit nur noch eine Stufe unter dem Reaktorunglück von
Tschernobyl vor 25 Jahren. Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo
berichtet, dass die Radioaktivität im Kontrollraum des Reaktorblocks
vier so hoch sei, dass dort nicht mehr normal gearbeitet werden könne.
Bereits zuvor hatte der Kraftswerksbetreiber bis auf 50 für die Kühlung
verantwortliche Mitarbeiter alle Arbeiter aus dem Werk abgezogen. Die
Außenwand des Reaktors vier ist nach einem Brand und einer Explosion
stark geschädigt. Inzwischen hat der Betreiber Tepco eingeräumt, dass
in den Reaktorblöcken 1 bis 3 von einer zumindest teilweisen
Kernschmelze auszugehen sei. Die nach der Evakuierung noch verbliebene
Bevölkerung im Umkreis von 30 Kilometern wird davor gewarnt, die Häuser
zu verlassen.
Erneut hat es dort heute eine Explosion, die dritte insgesamt, gegeben.
Dieses Mal war der Reaktorblock 2 betroffen. Dabei wurde offenbar auch
die innere Schutzhülle um den Reaktor beschädigt und größere Mengen an
radioaktivem Material gelangten in die Umwelt. Auch im Großraum Tokio wurden zwischenzeitlich
erhöhte Werte gemessen. Doch damit nicht genug. Denn in Reaktorblock 4
von Fukushima 1, wo verbrauchte Brennelemente aufbewahrt werden, brach
ein Feuer aus. Dieses konnte aber mittlerweile gelöscht werden. Weitere Infos > tagesschau.de
20. März 2011
Japan: Die Zahl der Todesopfer in Japan nach dem sehr schweren Erdbeben
vom 11. März mit einer Magnitude von 9,0 und dem Tsunami steigt immer
weiter. Mittlerweile sind offiziell fast 8.200 Opfer bestätigt, über
12.000 Menschen werden zurzeit noch vermisst. Man geht mittlerweile von
20.000 Toten aus. In den betroffenen
Regionen gibt es zudem viele tausend Verletzte zu beklagen. Vor allem
im Nordosten des Landes wird allmählich das ganze Ausmaß des
verheerenden Naturereignisses deutlich. Der Tsunami hat über 500
Kilometer entlang der Küste für Schneisen der Verwüstung gesorgt, die
sich vielerorts bis zu 10 Kilometer ins Landesinnere hinein erstrecken.
Ganze Orte wurden hier von den Flutwellen von der Landkarte radiert,
andere sind menschenleer und ähneln Geisterstädten. Die Kosten für den
Wiederaufbau werden mit ca. 200 Milliarden Euro beziffert.
25. März 2011
Myanmar: Gestern hat sich in Myanmar (Birma) nahe der Grenze zu
Thailand ein Erdbeben mit der Magnitude 6,8 ereignet. Das Zentrum lag
nach Angaben der Geowissenschaftler nur 89 Kilometer nördlich der
thailändischen Stadt Chiang Rai. Ersten Berichten zufolge starben bei
der Naturkatastrophe mindestens 80 Menschen, Dutzende weitere wurden zum
Teil schwer verletzt. Darüberhinaus entstanden vor allem in den am
schlimmsten betroffenen Regionen Myanmars erhebliche Sachschäden. Das
Beben war aber auch in Laos, Vietnam und China deutlich zu spüren. Noch
im rund 800 Kilometer südlich gelegenen Bangkok gerieten Gebäude ins
Schwanken.
31. März 2011
Tonga: In der Region des Tonga-Archipels im
Südpazifik hat sich heute um 12:11 Uhr Ortszeit ein schweres Erdbeben
ereignet. Der Erdstoß hatte eine Stärke von 6,4. Das Zentrum lag
knapp 440 Kilometer nordwestlich der Stadt Neiafu auf der Insel Vavaʻu.
Informationen über mögliche Opfer oder größere Sachschäden lagen
zunächst nicht vor.
1. April 2011
Griechenland: In der südlichen Ägäis hat sich ein heftiges Seebeben
ereignet. Nach Angaben des U.S. Geological Survey (USGS) besaß der
Erdstoß eine Stärke von 5,9 auf der Magnituden-Skala. Das Zentrum des
Naturereignisses lag127 Kilometer nordöstlich der Stadt Iraklion auf
der griechischen Insel Kreta und knapp 350 Kilometer südöstlich der
Hauptstadt Athen. Berichte über mögliche Opfer oder größere Sachschäden
lagen zunächst nicht vor.
Hitzesommer 2010 brach
alle Rekorde
Sommertemperaturen
höher als jemals in den letzten 500 Jahren
Die Hitzewelle im Sommer 2010 über Osteuropa und
Russland war in jeder Hinsicht beispiellos: Noch nie in den letzten 500 Jahren
wichen die Sommertemperaturen in Europa so stark von der Norm ab. Das zeigt
jetzt eine Studie in „Science“, in der ein internationales Forschungsteam
erstmals detailliert die Hitzesommer von 2003 und 2010 miteinander und mit
historischen Temperaturdaten verglichen hat. Für die Zukunft zeigen
Simulationen, dass die Hitzeperioden in Zukunft häufiger, intensiver und
anhaltender werden.
Der Sommer 2010 war extrem. Vor allem die Menschen in
Russland litten unter der außergewöhnlichen Hitze. In Moskau wurden
Tagestemperaturen von 38,2°C gemessen und in der Nacht kühlte es nur wenig ab.
Verheerende Brände aufgrund der Trockenheit vernichteten eine Fläche von einer
Million Hektar, es kam zu Ernteausfällen von rund 25 Prozent, der geschätzte
Schaden beläuft sich auf 15 Milliarden US-Dollar. Zwar kollabierten im
Extremsommer 2010 auch in Deutschland Reisende in Zügen, in denen die
Klimaanlagen wegen der enormen Hitze versagten, trotzdem ist im kollektiven
Bewusstsein immer noch der Hitzesommer von 2003 als „der extremste Sommer"
verankert – zumindest bei den Westeuropäern.
Hitzewelle 2010 bricht Rekord von 2003
Eine internationale Forschergruppe hat nun die beiden Hitzewellen vergleichend
untersucht. Das Ergebnis: Die Hitzewelle von 2010 brach alle Rekorde sowohl in
Bezug auf die Temperaturabweichung vom Mittel als auch auf die räumliche
Ausdehnung. Die gemessenen Temperaturen – je nachdem über welchen Zeitraum man
sich die Messwerte ansieht – lagen von 6,7°C bis 13,3°C über dem Mittel. Die
Hitzewelle erstreckte sich über rund zwei Millionen Quadratkilometer – das entspricht
rund 50 Mal der Fläche der Schweiz. Der Sommer 2010 war im Mittel in
Gesamteuropa 0,2°C wärmer als jener von 2003.
http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-13156-2011-03-21.html
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7. April 2011Japan: Ein erneutes, schweres Erdbeben der Stärke 7,1 hat den Norden Japans erschüttert. Das
Zentrum lag knapp 70 Kilometer östlich der Stadt Sendai auf der Insel
Honshu, die bereits beim Beben mit der Magnitude 9,0 und dem
nachfolgenden Tsunami am 11. März stark verwüstet worden war. Noch in
der 330 Kilometer entfernt gelegenen Hauptstadt Tokio gerieten die
Hochhäuser ins Schwanken. Bisherigen Berichten zufolge starben bei der
neuerlichen Naturkatastrophe mindestens vier Menschen, 140 weitere
wurden zum Teil schwer verletzt.
17. April 2011
Afghanistan: Im Osten Afghanistans hat zweimal
innerhalb weniger Stunden die Erde gebebt. Die Erdstöße besaßen eine Stärke
von 5,5 und 5,1 auf der Momentmagnitude. Das Zentrum der Beben lag 45
Kilometer südwestlich der Stadt Jalalabad und 90 Kilometer südöstlich
von Kabul. Die Naturkatastrophen zerstörten oder beschädigten dutzende
von Gebäuden, mindestens 22 Menschen starben nach Behördenangaben in den
Trümmern. Weitere Bewohner werden in der am schlimmsten
betroffenen Provinz Nangarhar zurzeit noch vermisst.
18. April 2011
USA: In den USA hat es in den letzten Tagen
eine verheerende Tornadoserie gegeben. Betroffen von den insgesamt über
240 Wirbelstürmen waren die US-Bundestaaten North Carolina, Virginia,
Alabama, Arkansas, Oklahoma und Mississippi. Nach Behördenangaben kamen
bei den Naturkatastrophen mindestens 350 Menschen ums Leben, Dutzende
weitere mussten mit zum Teil schweren Verletzungen in Krankenhäusern
behandelt werden. Die Tornados beschädigten oder zerstörten aber
auch hunderte Gebäude, knickten unzählige Bäume um und wirbelten Autos
und andere Gegenstände durch die Luft. Retter und Helfer vor Ort suchen
zurzeit unter den Trümmern noch immer nach Vermissten. Ein Sturmsystem dieses Ausmaßes habe es über den kurzen Zeitraum von
drei Tagen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in den USA noch nie
gegeben, sagte der Meteorologe Henry Margusity vom Vorhersager
AccuWeather.com
18. April 2011
China: Im Süden Chinas hat sich ein schweres
Unwetter mit Sturm und heftigen Niederschlägen ereignet. Bisherigen
Berichten zufolge kamen bei der Naturkatastrophe in der Provinz
Guangdong mindestens 17 Menschen ums Leben. Darüberhinaus gab es über
150 Verletzte und große Sachschäden zu verzeichnen. Insgesamt waren mehr
als 20 Millionen Chinesen von den extremen Wetterbedingungen betroffen.
9. Mai 2011
USA: Lang anhaltende heftige Niederschläge
und die Schneeschmelze haben am Mississippi für steigende Pegelstände
und vielerorts bereits für großflächige Überschwemmungen gesorgt. Die Rekordwasserstände aus den 1920er und
1930er Jahren wurden in manchen Gegenden erreicht oder übertroffen. Kritisch ist die Lage zurzeit
unter anderem in Tennessee, wo sich tausende Menschen vor den
Wassermassen in Sicherheit bringen mussten. Experten zufolge droht vor
allem in den Bundesstaaten Mississippi und Louisiana eine
Jahrhundertflut.
13. Mai 2011Spanien:
Große Teile Spaniens sind vom folgenschwersten Erdbeben seit 55 Jahren
erschüttert worden. Bisherigen Berichten zufolge kamen bei den beiden
Erdstößen der Stärke 5,1 und 5,4 neun Menschen ums Leben, 130 weitere
wurden zum Teil schwer verletzt. Helfer halten es aber für möglich,
dass noch Verschüttete unter den Trümmern liegen. Das Zentrum des
Bebens lag rund 50 Kilometer südwestlich der Stadt Murcia in einer
Tiefe von nicht einmal einem Kilometer unter der Erdoberfläche. Das
Beben war aber auch in Alicante und in der spanischen Hauptstadt Madrid
noch deutlich zu spüren. Am schlimmsten betroffen von der
Naturkatastrophe ist jedoch die knapp 100.000 Einwohner zählende Stadt
Lorca. Dort wurden rund 80 Prozent der Gebäude zerstört oder beschädigt.
13. Mai 2011
Papua-Neuguinea: Teile Papua-Neuguineas sind von
einem schweren Erdbeben der Stärke von 6,5 erschüttert worden. Das Zentrum des Naturereignisses identifizierten die
Geowissenschaftler gut 120 Kilometer westlich der Stadt Arawa in der
autonomen Provinz Bougainville. Informationen über mögliche Opfer oder
größere Sachschäden liegen nicht vor.
19. Mai 2011
USA: Zuvor stand der Bundesstaat Tennesse unter Wasser. In der Stadt
Memphis war der Mississippifluss sechs Mal so breit wie

normalerweise.
Dennoch richtete das prognostizierte Jahrhunderthochwasser weniger
Schaden an als erwartet. In Louisiana dagegen ist die Flut noch nicht
vorbei. Tausende Menschen wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen.
Zu dem sind auch Ölraffinerien, Chemiewerke und Hunderte Gas- und
Ölquellen von den Wassermassen bedroht. Zur Verhinderung einer größeren
Katastrophe sind weitere Schleusen eines Entlastungskanals geöffnet
worden, sodass das Wasser aus dem übergetretenen Fluss ablaufen kann. Der Gouverneur von Louisiana Bobby Jindal befürchtet eine
Überschwemmung von insgesamt etwa 1,2 Millionen Hektar Land. Die
Bauern haben bereits ihren Mais und die Baumwolle verloren und die
Hoffnung auf eine neue Ernte in diesem Jahr schwindet. Nach Erreichen
des Scheitelpunktes wird das Wasser mindestens fünf bis sechs Wochen
brauchen, bis es vollständig zurückgegangen ist. Allein in Louisiana
sind 25.000 Menschen von dem Hochwasser betroffen.
19. Mai 2011
Nicaragua: Heftiger Vulkanausbruch in Nicaragua. Nach rund drei Jahren Pause ist der
1.061 Meter hohe Vulkan Telica im Nordwesten Nicaraguas in den letzten
Tagen zu neuem Leben erwacht. Der Feuerberg schleuderte gewaltige
Aschewolken über 1.000 Meter hoch in die Atmosphäre. Auch zahlreiche
Explosionen wurden gemeldet.
20. Mai 2011
Türkei:
Der Westen der Türkei ist von einem heftigen Erdbeben der Stärke 5,8
erschüttert worden. Das Zentrum lag circa 80 Kilometer südwestlich der
Stadt Kutahya und rund 330 Kilometer südwestlich der türkischen
Hauptstadt Ankara. Ersten Berichten zufolge starben mindestens drei
Menschen bei der Naturkatastrophe, mehrere Dutzend weitere wurden zum
Teil schwer verletzt. Besonders betroffen von dem Erdbeben ist der Ort
Simav, von wo auch erhebliche Sachschäden gemeldet wurde.
23. Mai 2011USA: Ein verheerender Tornado hat im
US-Bundesstaat Missouri für zahlreiche Opfer und riesige Sachschäden
gesorgt. Der Wirbelsturm wütete vor allem in der knapp 50.000 Einwohner
zählenden Stadt Joplin im Jasper County. Bisherigen Informationen
zufolge starben bei dem Tornado mindestens 116 Menschen, über 1.100
weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Das ganze Ausmaß der
Katastrophe ist nach Angaben von Helfern und Behörden aber immer noch
unklar.Der Wirbelsturm zerstörte Dreiviertel des
Stadtgebiets von Joplin und wirbelte sogar Trucks durch die Luft.
23. Mai 2011Russland: Knapp ein Jahr nach den verheerenden
Waldbränden brennt es in Russland erneut großflächig. Betroffen ist dieses Mal vor allem Sibirien
und speziell die Region Chanty-Mansijsk, die Republik Jakutien und Teile
des Ural. Von dort werden zurzeit insgesamt über 100 Feuer auf mehr als
100.000 Hektar Fläche gemeldet. Ursache für die Brände ist die enorme Trockenheit.
6. Juni 2011
Chile: Im Süden Chiles speit ein Anden-Vulkan
seit dem Wochenende Asche und Geröll kilometerhoch in die Atmosphäre.
Mittlerweile mussten über 3.500 Menschen aus der Region um den 2.236
Meter hohen Vulkankomplex Puyehue-Cordón Caulle in Sicherheit gebracht
werden. Die Eruptionen wurden begleitet von unzähligen Erdstößen - bis
zu 240 Erschütterungen pro Stunde. Wie lange der
Vulkanausbruch noch andauern wird, ist zurzeit unklar.
8. Juni 2011
Haiti: Langanhaltende Unwetter mit zum Teil
sintflutartigen Regenfällen haben in mehreren Karibik-Staaten zu
folgenschweren Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. Aktuellen
Berichten zufolge starben allein in Haiti bei den Naturkatastrophen
bisher bereits 23 Menschen, zahlreiche weitere wurden verletzt.
Betroffen von dem Hochwasser ist auch die Hauptstadt Port-au-Prince, wo
verschiedene Stadtviertel überflutet sind. Eine Entspannung der Lage ist
zunächst nicht in Sicht, denn Meteorologen kündigten für die nächsten
Tage weitere heftige Regenfälle an.
10. Juni 2011
China: In China leiden entlang des Jangtse Flusses zahlreiche Gebiete
unter der schlimmsten Dürre seit rund 50 Jahren. Seit März blieben in
vielen Regionen die Regenfälle aus. Illegale und ineffiziente
Wassernutzung und der Mangel an Abstimmung in Bezug auf die am Jangtse
etablierte Wasserinfrastruktur verstärken die Auswirkungen der
Wasserknappheit, so der WWF. Mittlerweile nimmt aber dank starker
Regenfälle die Trockenheit in einigen Regionen ab. Jedoch kam es unter
anderem in den Provinzen Guizhou, Jiangxi und Hunan stattdessen zu
Hochwasser – 34 Menschen starben, zahlreiche weitere werden zurzeit
noch vermisst. Darüberhinaus mussten sich 60.000 Bewohner der Provinz
Hubei vor den Wassermassen in Sicherheit bringen. „Diese Dürre ist
selbst für die Trockenheit gewohnten Provinzen Chinas dramatisch“; „35
Millionen Menschen am Mittel- und Unterlauf des Jangtse sind betroffen.
Akuter Trinkwassermangel bedroht auch nach den starken Regenfällen noch
über zwei Millionen Menschen.“
13. Juni 2011Eritrea:
Aus dem Grenzgebiet zwischen
Äthiopien und Eritrea wird ein heftiger Vulkanausbruch, mit einer bis
zu 15 Kilometer hohen Aschewolke gemeldet. Laut dem französischen
Vulkanbeobachtungszentrum VAAC handelt es sich um eine Eruption des
2.218 Meter hohen Nabro.
Informationen über Opfer oder größere Sachschäden durch den
Vulkanausbruch in
der dünn besiedelten Region lagen zunächst nicht vor. Die Aschewolke
sorgte
aber für Behinderungen im Flugverkehr.
14. Juni 2011
Neuseeland: Die Region um die neuseeländische Stadt
Christchurch ist gestern erneut von einer Serie heftiger Erdbeben
erschüttert
worden. Die
Erdstöße hatten eine Stärke von 6,0, 5,2 und 4,6. Die Zentren lagen
jeweils nur
rund zehn Kilometer östlich von Christchurch. Bisherigen Berichten
zufolge kam
bei den Naturkatastrophen ein Mensch ums Leben, über 40 weitere
wurden
verletzt. Es gab aber auch wieder erhebliche Schäden an Gebäuden zu
beklagen. Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht, denn Experten
rechnen
in den nächsten Stunden bzw. Tagen mit weiteren Nachbeben in dem Gebiet.
17. Juni 2011
China: Mindestens 170 Tote, zahlreiche
Vermisste, tausende zerstörte oder beschädigte Häuser: Dies ist die
bisherige Bilanz der verheerendsten Hochwasser-Katastrophe seit 50 Jahren, die seit Tagen vor allem
den Süden und das Zentrum Chinas heimsucht. Die lang anhaltenden,
schweren Niederschläge sorgten zudem für zahlreiche Erdrutsche und
Schlammlawinen in den insgesamt sieben betroffenen Provinzen. Nach
Medienberichten mussten bereits über 1 Millionen Menschen aufgrund der
Naturereignisse ihre Heimat verlassen und in sicheren Regionen Schutz
suchen. Meteorologen gehen davon aus, das die Überschwemmungen noch
einige Zeit andauern werden, den es drohen weitere ergiebige Regenfälle.
17. Juni 2011
Argentinien:
Die Asche des seit rund 14 Tagen tätigen Vulkankomplexes Puyehue-Cordón
Caulle im Süden Chiles hat im benachbarten Argentinien nicht nur zu
erheblichen Behinderungen im Flugverkehr geführt, in einigen Regionen
ging auch ein heftiger Partikelregen nieder. Besonders betroffen ist
Patagonien und dort speziell das Grenzgebiet zu Chile, wo in Orten wie
Villa La Angostura sogar der Notstand ausgerufen werden musste.
Stellenweise ist die Ascheschicht dort bis zu 40 Zentimeter dick und
bedeckt Weiden, Wälder, Berge und Häuser. Nach amtlichen Zahlen gibt es
zwei Millionen Schafe in Patagonien, die Hälfte davon nun ohne
Weideland in dem von der Asche betroffenen Gebiet. Tausende Menschen
befinden sich auf der Flucht vor dem Ascheregen. Die Auswirkungen sind
bis nach Australien zu spüren.
20. Juni 2011
USA: Starkregen und Schmelzwässer haben am
amerikanischen Fluss Missouri zu steigenden Pegelständen und
großflächigen Überschwemmungen geführt. Betroffen sind aktuell
insbesondere die Bundesstaaten Iowa, Missouri und Nebraska. In Nebraska
ist das fast 40 Jahre alte Kernkraftwerk Fort
Calhoun vollständig von den Fluten umschlossen. Mitarbeiter der
Betreiberfirma Omaha Public Power District und andere Helfer versuchen
nun mit Sandsäcken und Pumpen ein Eindringen der Wassermassen in den
Reaktor zu verhindern. Sonst könnte es möglicherweise zu einem Ausfall
des Kühlsystems und im Extremfall zu einer Kernschmelze wie im
havarierten KKW Fukushima in Japan kommen.
1. Juli 2011
USA: Verheerende Busch- und Waldbrände, die
bereits seit rund einer Woche im US-Bundesstaat New Mexico wüten,
sorgen für Angst und Schrecken unter den Bewohnern der betroffenen
Region. Schon jetzt sind in und um die Stadt Los Alamos über 12.000
Menschen auf der Flucht vor den Flammen, 200 Quadratkilometer Fläche
wurden bereits verwüstet. Das Feuer hat sich bis auf drei Kilometer dem
Atom-Forschungszentrum Los Alamos genähert, wo 30.000 Fässer mit
radioaktivem Müll lagern. Die Anlage wurde mittlerweile stillgelegt,
hunderte Feuerwehrleute versuchen ein Übergreifen der Flammen auf das
Laboratorium zu verhindern. Die Löscharbeiten werden durch
Wind und die enorme Trockenheit erschwert, die dafür sorgen, dass die Feuer immer
wieder angefacht werden.
9. Juli 2011Somalia:
Eine schwere Dürre am Horn von Afrika trifft mehrere
ostafrikanische Staaten, doch besonders kritisch ist die Lage im

kriegszerstörten und instabilen Somalia
. In
Somalia sind mehrere Regenzeiten ausgefallen. Insgesamt leiden 10 Millionen
Menschen in Somalia, Kenia, Äthiopien, Dschibuti und Uganda unter der
Dürre. Die Vereinten Nationen
sprechen inzwischen von der schwersten Dürre seit 60 Jahren. Das UN-Flüchtlingshilfswerk schätzt, dass jedes zweite Kind auf
der Flucht nach Kenia und Äthiopien stirbt. Etwa 400.000 Flüchtlinge
leben derzeit in und um Dadaab (Kenia), nahe der Grenze zu
Somalia. Dadaab ist das größte Flüchtlingslager der Welt. Viele
Somalier stranden hier vollkommen entkräftet nach wochenlangen
Fußmärschen aus der Hölle Somalias. Täglich schleppten sich rund 3000
unterernährte, durstende und total erschöpfte Somalier nach Äthiopien
und Kenia. Die Hungerkrise im Nordosten Afrikas ist laut Südhoff
(Leiter des Berliner UN- Welternährungsprogramm-Büros) „die mit Abstand
schlimmste Katastrophe weltweit“.
28. Juli 2011
Philippinen: Auf den Philippinen kamen durch den Tropensturm «Nock-ten» nach neuen
Angaben mindestens 35 Menschen ums Leben. Weitere 25 Menschen würden
vermisst, seit der Sturm am Dienstag die philippinische Hauptinsel Luzon
erreicht habe. Fast 650.000 Menschen waren am Donnerstag weiterhin in Notunterkünften
untergebracht, weil ihre Häuser unter Wasser standen.
29. Juli 2011
Korea: Durch Überschwemmungen, Erdrutsche und Schlammlawinen infolge
von verheerenden Regenfällen, wurden in den

vergangenen Tagen mindestens
59 Menschen in Südkorea getötet. Es waren die heftigsten Regenfälle
seit einem Jahrhundert, die der Zehn-Millionen-Einwohner-Metropole
Seoul Rekordniederschläge brachten. Alleine am Mittwoch waren es mit
301,5 Millimetern, der höchste je gemessene Niederschlag seit Beginn der
Wetteraufzeichnungen. Auch in Nordkorea kam es nach Angaben von Staatsmedien zu Zerstörungen
durch schwere Regenfälle. Tausende Häuser und hunderte
Industriebetriebe, Schulen und öffentliche Gebäude seien zerstört
worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag.
30. Juli 2011
Japan: Hochwasser in Japan. Durch das schwere Unwetter und dadurch ausgelöste Überschwemmungen ist mindestens ein

Mensch ums Leben gekommen, fünf weitere werden noch vermisst. Rund
300.000 Japaner wurden in den Präfekturen Niigata und Fukushima
aufgefordert, zur Sicherheit ihre Häuser zu verlassen. Nach Angaben
japanischer Medien gab es vielerorts Überschwemmungen und Erdrutsche.
In Niigata brachen Dämme, eine Eisenbahnbrücke wurde weggeschwemmt,
Straßen mussten gesperrt werden. Die Städte Aga und Kamo wurde
überflutet, Bäume und Telefonmasten knickten um. Die schweren
Regenfälle in Japan dauern bereits seit Mittwoch an. Die nationale
Wetterbehörde rief zu erhöhter Wachsamkeit auf und warnte vor
Schlammlawinen.
UNHCR-Chef fordert neue Maßnahmen für klimabedingte Vertreibungen
"Die
Welt muss sich dringend neue Strategien für den Umgang mit
Naturkatastrophen und naturbedingten Vertreibungen einfallen lassen",
sagte UN-Flüchtlingshochkommissar António Guterres.
Guterres
machte diesen Aufruf im Rahmen der Nansen Konferenz über Klimawandel
und Vertreibung im 21. Jahrhundert in Oslo, wo er das Thema zu "der
entscheidenden Herausforderung unserer Zeit" erklärte. Auch wies er
darauf hin, dass der internationalen Gemeinschaft bis jetzt der Wille
gefehlt habe, politische Maßnahmen zu setzen, um die Auswirkungen des
Klimawandels zu reduzieren.
Dieses zweitätige Treffen
Anfang Juni ist das erste globale Event, das namhafte Experten
zusammenführt, um über die Auswirkungen des Klimawandels auf den
Lebensraum von Menschen zu diskutieren. Auf die Katastrophen in Japan,
auf den Philippinen und in Pakistan verweisend, wies der Hochkommissar
darauf hin, dass es genügend Beweise dafür gäbe, dass Naturkatastrophen
sowohl im Hinblick auf ihre Zahl als auch Intensität zunehmen.
"Gleichzeitig
wird klar, dass Naturkatastrophen und der Klimawandel nicht getrennt
von anderen globalen Megatrends gesehen werden können, die die Zukunft
dieses Planeten und seiner Bewohner bestimmen", führte Guterres weiter
aus.
Diese Trends - Bevölkerungswachstum, Urbanisierung
sowie eine wachsende Unsicherheit bei der Versorgung mit Wasser, Nahrung
und Energie - werden zunehmend interagieren und so Konflikte über
diese raren Ressourcen schüren. "Ein Ergebnis dieses Trends", so
Guterres, "ist eine steigende Anzahl von Menschen, die von ihrer
Gemeinschaft, ihrem Land oder gar Kontinent vertrieben werden". Darüber
hinaus warnte der Hochkommissar vor schleichenden Desastern wie Dürren
oder Desertifizierung, die darin gipfeln können, dass Menschen ihr
Überleben nicht mehr gesichert sehen und so ihre Heimat verlassen
müssen.
Diese Naturkatastrophen könnten zu Massenbewegungen führen, die Flüchtlingsströmen gleichen.
Stuttgart (ddp-bwb). Die Diakonie Katastrophenhilfe
warnt vor einer drastischen Verschärfung des Flüchtlingsproblems durch
den Klimawandel. Bis 2050 sei mit mehr als 200 Millionen
Klimaflüchtlingen zu rechnen,
sagte der Klimaexperte des Hilfswerks, Peter Rottach, bei der
Bilanzpressekonferenz am Freitag in Stuttgart. Diese Menschen würden
abhängig von der Solidarität anderer Menschen und der internationalen
Nothilfe.
Die Direktorin der
Diakonie Katastrophenhilfe, Cornelia Füllkrug-Weitzel, rief dazu auf,
den "ungezügelten Verbrauch natürlicher Ressourcen zu stoppen". Sie
beklagte zudem, dass bei gewaltsamen internen Konflikten die Bevölkerung
immer weniger verschont und «immer öfter sogar bewusst als Geißel
missbraucht« werde. Sie kritisierte, dass das Flüchtlingselend in
Ländern wie Kolumbien, Pakistan oder dem Kongo schnell vergessen werde. Nach UN-Angaben waren 2008 insgesamt 42 Millionen Menschen auf der
Flucht. Täglich kämen neue hinzu.
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9. August 2011
China / Korea: Ein Tropensturm hat Chinas Ostküste
und Südkorea überquert und dort Schäden in Höhe von umgerechnet
mindestens 480 Millionen US-Dollar hinterlassen. 1,35 Millionen Menschen
waren von den Behörden vorsorglich evakuiert worden. Am Montag erreichte der Sturm "Muifa" Nordkorea.
Nach Angaben von Behörden soll er dort mindesten 24.000 Hektar Ackerland
zerstört haben. Zehn Menschen starben. Nach Schätzungen der UN waren
bereits im Juli durch Überschwemungen 60.000 Hektar Land in
Mitleidenschaft gezogen, sechs Millionen Menschen haben seither zu wenig
zu essen
19. August 2011
Japan: Erneut ereignete sich in der Region um
das havarierte Atomkraftwerk Fukushima ein starkes Erdbeben. Nach
dem Beben der Stärke 6,8 gaben die japanischen Behörden zunächst eine
Tsunamiwarnung für die Präfekturen Fukushima und Miyagi aus. Bereits
eine Stunde später wurde diese Warnung jedoch zurückgezogen. Nach Angaben der Behörden soll das Atomkraftwerk
durch das Beben nicht stärker beschädigt worden sein
21. August 2011
Südpazifik: Die Region um den Inselstaat Vanuatu
im Südpazifik ist in den letzten 24 Stunden von einer Serie schwerer
Erdbeben erschüttert worden. Die beiden heftigsten Erdstöße hatten eine Magnitude von 7,1 und
7,0. Das Zentrum dieser beiden Seebeben lag jeweils gut 60 Kilometer
südwestlich der 34.000 Einwohner zählenden Hauptstadt Port Vila auf der
Insel Éfaté. Bisherigen Berichten zufolge gab es aber keine Opfer und
nur geringe Sachschäden zu beklagen.
22. August 2011
Kanada: Aus der kanadischen Provinz Ontario wird ein heftiger Tornado
gemeldet. Bisherigen Berichten zufolge starb bei dem Wirbelsturm in der
rund 8.000 Einwohner zählenden Stadt Goderich mindestens ein Mensch,
einige weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Der Tornado richtete in
der Region aber auch erheblichen Sachschaden an. Das Auftreten von
Tornados so weit im Norden ist sehr ungewöhnlich.
22. August 2011
Indien: Lang anhaltende, heftige
Monsunniederschläge haben im indischen Bundesstaat Westbengalen für
Hochwasser an verschiedenen Flüssen und zum Teil großflächige
Überschwemmungen gesorgt. Bisherigen Berichten zufolge starben
mindestens elf Bewohner der Region im Osten des Landes bei den
Naturkatastrophen, einige weitere gelten zurzeit noch als vermisst. Fast
70.000 Inder verloren zudem ihr Zuhause
und mussten in sicheren Regionen Schutz suchen.
23. August 2011
Karibik: In der Karibik wütet seit dem
Wochenende der Hurrikan „Irene“. Der tropische Wirbelsturm der Kategorie 5 ist zunächst
über Puerto Rico hinweggefegt und hat dort eine Spur der Verwüstung
hinterlassen. Neben abgeknickten Bäumen, überfluteten Straßen und
zerstörten Telefonleitungen waren vielerorts auch gravierende
Stromausfälle zu beklagen. Zeitweilig mussten bis zu eine Million
Menschen ohne reguläre Energieversorgung auskommen. Opfer gab es nach
bisherigen Berichten allerdings nicht zu beklagen.
23. August 2011
USA: Die Ostküste der USA ist von einem für
die Region ungewöhnlich heftigen Erdbeben erschüttert worden. Wie das
US Geological Survey (USGS) in Denver mitteilte, besaß der Erdstoß eine
Magnitude von 5,8. Das Zentrum des Naturereignisses lag nur 135
Kilometer südwestlich der Hauptstadt Washington. Der Erdstoß war auch in
New York noch deutlich zu spüren. Viele Menschen liefen dort und in
anderen Städten in Panik auf die Straßen. Bisherigen Berichten zufolge
gab es bei dem Beben einige Verletzte und erhebliche Sachschäden zu
beklagen. So wurden zahlreiche Gebäude in Mitleidenschaft gezogen,
darunter auch das Washington Monument.
28. August 2011
USA: Der Hurrikan "Irene" war am Samstag in Cape Lookout in North Carolina erstmals
auf Festland getroffen und mit

Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern weiter in
nördlicher Richtung vor der US-Ostküste entlanggezogen. Am frühen
Sonntagmorgen traf "Irene" mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130
Stundenkilometern in Atlantic City im Bundesstaat New Jersey ein
zweites Mal auf Land, wie das US-Hurrikanzentrum mitteilte. Der Sturm,
der einen Durchmesser von rund 840 Kilometern hat, brachte Wellen von
zwei Metern Höhe an die Küsten; in Philadelphia wurde erstmals seit
1986 der Notstand ausgerufen. Weit mehr als eine Millionen Menschen
hatten in den betrohhenen Regionen Haus und Wohnungen verlassen
müssen. Am Sonntagmorgen um
7:30 ist "Irene" dann über New York hereingebrochen. Die befürchtete
Katastrophe blieb jedoch offenbar aus. An der Westseite kam das Wasser
bis ins West Village und überschwemmte die Zehnte Avenue. Ganz im Süden
wurde der bei Touristen beliebte Battery Park überschwemmt. Die im
Fernsehen gezeigten Bilder der Überschwemmungen wirkten dramatisch,
größere Schäden wurden in New York aber nicht gemeldet. Der Sturm
forderte 40 Menschenleben und verursachte einen Schaden von
über 7 Milliarden Dollar.
2. September 2011
Argentinien: Aus Nordargentinien wird ein starkes
Erdbeben der Stärke 6,7 gemeldet. Das Zentrum des Bebens lag 130 Kilometer südöstlich der rund 230.000 Einwohner
zählenden Stadt Santiago del Estero. Berichte über
Tote, Verletzte oder größere Schäden lagen zunächst nicht vor. Wie
die argentinischen Medien berichteten, war das Beben aber auch in der
über 800 Kilometer entfernt gelegenen Hauptstadt Buenos Aires noch
deutlich zu spüren. Dort flüchteten zahlreiche Bewohner aus ihren
Häusern, um sich in Sicherheit zu bringen
2. September 2011
USA: Teile des US Bundesstaats Alaska sind
von einem heftigen Erdbeben erschüttert worden. Wie das US Geological
Survey (USGS) auf seiner Website meldete, besaß der Erdstoß eine
Magnitude von 6,8. Das Zentrum lag in einer Tiefe von mehr als 30 Kilometern
unter dem Meeresboden und ereignete sich 45 beziehungsweise 85 Kilometer
südwestlich von Amukta Island und Yunaska Island - beide gehören zur
Inselgruppe der Aleuten -
5. September 2011
Japan: Der Taifun "Talas" ist mit
Windgeschwindigkeiten von bis zu 180 Kilometer pro Stunde über größere
Teile Japans hinweggezogen und hat dabei eine Spur der Verwüstung
hinterlassen. Bisherigen Berichten zufolge starben mindestens 34
Menschen bei dem tropischen Wirbelsturm, rund 50 weitere gelten zurzeit
noch als vermisst. Zahlreiche Brücken, Häuser und Autos wurden zerstört.
Heftige Niederschläge führten zu
Erdrutschen, Flusshochwasser und großflächigen Überschwemmungen.
Zehntausende Bewohner in der Krisenregion mussten sich vor den
Wassermassen in Sicherheit bringen.
12. September 2011
Deutschland: Heftige Unwetter sind am Sonntag über
größere Teile Deutschlands hinweggezogen und haben dabei für zahlreiche
Opfer und große Sachschäden gesorgt. Von den Gewittern mit Sturmböen und
ergiebigen Niederschlägen - unter anderem in Form von faustgroßen
Hagelkörnern - waren vor allem die Bundesländer Bayern, Sachsen-Anhalt,
Sachsen und Thüringen betroffen. Nahe Bernburg in
der Magdeburger Börde ereignete sich darüberhinaus ein Tornado, der in
Orten wie Peißen oder Preußlitz zahlreiche Dächer abdeckte und Bäume
abknickte. Bis zu 80 Prozent der Dächer wurden nach Behördenangaben abgedeckt.
15. September 2011
Pakistan: Rund ein Jahr nach der verheerenden
Hochwasserkatastrophe in Pakistan, werden aus dem südasiatischen Land
jetzt erneut großflächige Überschwemmungen gemeldet. Ungewöhnlich
heftige Monsunniederschläge haben vor allem in der Provinz Sindh im
Südosten Pakistans verschiedene Flüsse über die Ufer treten lassen.
Tausende Dörfer und riesige Ackerflächen stehen unter Wasser. Nach
Angaben der Katastrophenschutzbehörden NDMA wurden knapp 1,2 Millionen
Häuser beschädigt oder zerstört. Mehr als 5,7 Millionen Menschen sind
betroffen, mindestens 300 Tote sind nach Behördenangaben zu beklagen, zahlreiche weitere werden
zurzeit noch vermisst. Insgesamt sind nach
Behördenangaben über fünf Millionen Menschen von der Naturkatastrophe
betroffen. Ein Entspannung der Lage ist nicht in Sicht. Meteorologen
haben für die nächsten Tagen weitere heftige Regenfälle angekündigt
16. September 2011
Fidschi-Inseln: Die Fidschi-Inseln im Pazifik sind von einem schweren Seebeben erschüttert worden.
Nach Angaben des US Geological Survey (USGS) in Denver besaß der Erdstoß eine Magnitude von 7,3. Das Zentrum des
Naturereignisses lag den Geowissenschaftlern zufolge 120 Kilometer
südwestlich von Ndoi Island. Informationen über Tote oder Verletzte bzw.
größere Sachschäden gab es zunächst nicht.
18. September 2011
Indien: Aus der Himalaya-Region wird ein schweres Erdbeben gemeldet.
Der Erdstoß hatte eine Stärke von 6,9. Das Zentrum des Bebens lag nur
knapp 70 Kilometer nordwestlich der Stadt Gangtok im indischen
Bundesstaat Sikkim. Bisherigen Berichten zufolge gab es bei dem Beben
über 100 Todesopfer zu beklagen, dutzende Menschen in der indischen
Krisenregion, aber auch in Nepal und Tibet wurden zum Teil schwer
verletzt. Selbst in der 800 km entfernten Hauptstadt Neu Delhi war das
Beben noch zu spüren. Der Erdstoß sorgte darüberhinaus für große
Sachschäden und zerstörte zahlreiche Gebäude.Viele Ortschaften sind
zurzeit von der Außenwelt abgeschnitten. Wie groß die Folgen der
Naturkatastrophe tatsächlich sind, ist zurzeit noch unklar.
22. September 2011
Japan: Der Taifun "Roke" ist mit
Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometer pro Stunde
über große Teile Japans hinweggezogen. Hunderttausende Menschen hatten
sich bereits vor dem Eintreffen des tropischen Wirbelsturms aus der
Gefahrenzone in Sicherheit gebracht. Bisherigen Berichten zufolge
starben trotzdem mindestens sieben Menschen in Zusammenhang mit Roke,
Dutzende weitere wurden verletzt oder gelten als vermisst. Über 250.000
Bewohner in den am schlimmsten betroffenen Gebieten mussten zeitweilig ohne Strom auskommen. Der Taifun brachte vielen Regionen
Japans – darunter auch die Hauptstadt Tokio - neben heftigem Wind auch
schwere Niederschläge, Erdrutsche und Überschwemmungen waren die Folge.
In Städten wie Nagoya standen ganze Stadtviertel unter Wasser. Roke
sorgte darüberhinaus für Chaos im Bahn-, Straßen- und Flugverkehr.
26. September 2011
Indien: Flusshochwasser und großflächige
Überschwemmungen werden zurzeit aus dem Norden Indiens gemeldet.
Auslöser für die Naturkatastrophe, bei der bisher mindestens 31 Menschen
ums Leben kamen, sind schwere Monsunniederschläge. Am schlimmsten
betroffen ist zurzeit der indische Bundesstaat Uttar Pradesh, wo
Dutzende von Städten und Dörfern unter Wasser stehen. Helfer versuchen
zurzeit die Bewohner der Krisenregion mit dem Nötigsten zu versorgen.
27. September 2011
Philippinen:
Taifun "Nesat" hatte sich am Montag mit heftigen Regenfällen
angekündigt. Die Behörden ordneten die Evakuierung von mehr als 100.000
Menschen an. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 Kilometer pro Stunde fegte der
Tropensturm am Dienstag über die Nordostküste der philippinischen Hauptinsel Luzon
mit ihren 48 Millionen Einwohnern.
In Manila und im Nordosten des Landes sind mindestens 50 Menschen ums
Leben gekommen, zehntausende Menschen sind auf der Flucht. Das gewaltige Tiefdruckgebiet hatte
einen Durchmesser von rund 600 Kilometern. Obwohl das Auge des Sturms
rund 240 Kilometer weiter nordöstlich lag, fegten Taifunausläufer über
die Hauptstadt. Zahlreiche Bäume sind entwurzelt, Strommasten umgerissen und zahllose
Dächer abgedeckt. Wellen so hoch wie Palmen peitschten über Uferdämme.
1. Oktober 2011

Philippinen: Erneut ist ein Taifun über die Philippinen
hinweggefegt: "Nalgae" traf am Samstag mit Windgeschwindigkeiten von
160 Kilometern pro Stunde südlich der Palanan-Bucht auf Land. "Nalgae"
nimmt einen ähnlichen Weg über die Insel Luzon wie der Taifun "Nesat",
der im Großraum Manila schwere Überschwemmungen auslöste. Fast 400.000
Menschen suchten am Samstag in Evakuierungszentren oder bei Verwandten
und Freunden Zuflucht. Heftiger Regen mit bis zu 25 Millimeter
Niederschlag pro Stunde ließ die Flüsse anschwellen und sorgte
für weitere Überschwemmungen. "Der Boden ist noch immer total
durchnässt und kann kein weiteres Wasser aufnehmen", sagte der Leiter
des philippinischen Wetterdienstes.
10. Oktober 2011
Thailand: 2,4 Milliarden Euro Sachschäden, unzählige überflutete Häuser, Straßen und Ackerflächen.
Seit Wochen haben ungewöhnlich starke Monsunniederschläge in Thailand
Flusshochwasser und großflächige Überschwemmungen ausgelöst. Bisherigen
Berichten zufolge starben in den letzten zehn Wochen über 260 Menschen
in den Fluten, zahlreiche weitere gelten zurzeit noch immer als
vermisst. Nach Behördenangaben haben mehrere Millionen Einwohner des
Landes direkt oder indirekt unter der Naturkatastrophe zu leiden.
Zurzeit steht weiterhin ein Drittel aller Provinzen Thailands zum Teil
unter Wasser. Von den Überschwemungen bedroht ist mittlerweile auch die
Hauptstadt Bangkok. In Ayutthaya achtzig Kilometer nördlich Bangkoks
sind etwa 60.000 Menschen arbeitslos geworden, weil die Fabriken,
in denen sie bisher beschäftigt waren, überschwemmt sind.
17. Oktober 2011
Mittel- und Südamerika: Unwetter mit lange andauernden
heftigen Niederschlägen haben in verschiedenen Regionen Mittel- und
Südamerikas für folgenschwere Erdrutsche und Überschwemmungen gesorgt.
Bisherigen Berichten zufolge starben mindestens 84 Menschen bei den
Naturkatastrophen, zahlreiche weitere wurden zum Teil schwer verletzt.
Betroffen von den verheerenden Wetterbedingungen waren unter anderem die
Länder El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Kolumbien. Eine
Besserung der Lage ist vorerst nicht in Sicht. Denn Meteorologen haben
für die nächsten Tage bereits weitere Niederschläge angekündigt.
23. Oktober 2011
Thailand:
Die schlimmsten Überschwemmungen seit einem halben Jahrhundert
bringen Thailand an die Grenzen seiner Kräfte - und vielerorts steht das
Schlimmste noch bevor. Thailand erlebt seit mehr als zwei Monaten
die heftigsten Regenfälle seit 52 Jahren. 
Die Fluten haben bisher 28 Provinzen erreicht, 2,6 Millionen Menschen
sind nach Regierungsangaben betroffen. 1/3 des Landes stehen unter Wasser. In Thanins Ban-Tak-Bezirk können
42 Dörfer nur noch per Boot erreicht werden.182
Straßen im Katastrophengebiet sind unpassierbar, darunter auch der
Asian-Highway, die wichtige Verbindungsstraße von Bankok Richtung
Norden. Züge aus der Hauptstadt nach Chiang Mai fahren seit Tagen nicht
mehr.
Mehr
als 350 Menschen kamen ums Leben, Millionen Menschen im Norden und im
Zentrum des Landes verloren ihre Häuser. Ursprünglich hatte die
Regierung die Zwölf-Millionen-Metropole Bankog
unbedingt vor den Fluten schützen wollen. Wegen
des zunehmenden Drucks der Wassermassen aus dem Norden des Landes auf die Dämme und Schutzmauern der Hauptstadt, hatte Yingluck am Donnerstag aber
angeordnet, alle 200 Schleusentore zu öffnen. Dadurch soll das Hochwasser
schneller in Richtung Meer abfließen. Insgesamt 50.000 Soldaten und 30.000 Polizisten sollen für Ordnung sorgen.
24. Oktober 2011
Türkei:
Im Osten der Türkei hat sich am am Sonntag, 23. Oktober um 13:41
Ortszeit ein Erdbeben der Stärke 7,2 ereignet. Der Bebenherd lag nur
rund 16 Kilometer von der Stadt Van entfernt. Nach Meldungen der
Behörden seien ca. 500 Menschen durch einstürzende Gebäude und Trümmer
getötet worden. Die Zahl der Toten steigt von Stunde zu Stunde. 1300
Menschen wurden durch das Beben verletzt. In der 70.00
Einwohner-Stadt Ercis am Van-See sollen mehr als 50 Häuser
zusammengebrochen sein.
7. November 2011Mittelmeerraum: Mindestens 16 Tote, zerstörte Autos, schlammige Straßen. Katastrophale Unwetter
haben vor allem in Norditalien viel Schaden angerichtet. Nun haben die
Gewitterstürme auch Spanien und Südfrankreich erreicht und ein Ende des Regens ist nicht vor
Ende der Woche zu erwarten. In der Nacht zum Sonntag zog
eine Gewitterfront von den Balearen über Korsika und Sardinien bis ins
südliche Italien. 20 bis 30 Liter Regen pro Quadratmeter (l/qm)
wurden dabei auf den Balearen gemessen.
Heftig ging es auch im Norden Sardiniens und auf Korsika
zu. Hier fielen innerhalb von 24 Stunden verbreitet Regenmengen zwischen 50 l/qm und nahe 70 l/qm.
7. November 2011
Kolumbien: Aus dem Westen Kolumbiens werden gleich mehrere
folgenschwere Erdrutsche und Schlammlawinen nach heftigen Regenfällen
gemeldet. Bisherigen Berichten zufolge kamen mindestens 37 Menschen bei
den Naturkatastrophen ums Leben, zahlreiche weitere gelten zurzeit noch
als vermisst. Die Erd- und Geröllmassen verschütteten in den Städten
Manizales und Calarca unter anderem verschiedene größere Gebäude. Die
Rettungs- und Bergungsarbeiten sind noch in vollem Gange.Bei
Erdrutschen oder Fluten sterben während der Regenzeit in Kolumbien
immer wieder Menschen. Mindestens 81 Menschen sind nach offiziellen
Schätzungen in der zweiten Regenzeit in diesem Jahr bislang ums Leben
gekommen. Rund 300'000 Menschen haben ihr Zuhause verloren.
11. November 2011
Türkei: Nicht einmal drei Wochen nach dem
Erdstoß mit einer Magnitude von 7,2 bei dem rund 600 Menschen starben,
hat am 9. November im Osten der Türkei erneut die Erde gebebt. Nach
Angaben des US Geological Survey (USGS) in Denver besaß der Erdstoß
dieses Mal eine Stärke von 5,6. Das Zentrum des Bebens lag 16
Kilometer südlich der Stadt Van. Bisherigen Berichten zufolge forderte
das Naturereignis mindestens zwölf Todesopfer, rund 30 Verschüttete sind
von Helfern geborgen und in Sicherheit gebracht worden. Zahlreiche
Bewohner der betroffenen Region werden zurzeit jedoch noch vermisst. Die
Naturkatastrophe richtete zudem erneut erhebliche Sachschäden an.
22. November 2011
Italien:
Nach den sintflutartigen Überschwemmungen, die in Genua am Freitag
sechs Menschenleben gefordert haben, steht Norditalien weiterhin im
Bann der Unwetter. Während in Deutschland die Flüsse aufgrund des
trockenen Herbstes an Wassermangel leiden, haben sich nach tagelangen
Regenfällen die Straßen und Gassen der Lagunenstadt in reißende Bäche
verwandelt. Der Fluss Bisagno trat über die Ufer und überschwemmte
mehrere Stadtteile. Riesige Wasser-und Schlammmassenrissen dutzende von
Autos mit sich und erdrückten vier Frauen und zwei Kinder.
Heftige
Überschwemmungen wurden auch in der süditalienischen Region Kampanien
gemeldet. Wegen der heftigen Niederschläge kam
es zu erheblichen Problemen mit dem Bahn- und Flugverkehr. Die Straßen
der Vesuvstadt Neapel waren überschwemmt. Ähnliche Meldungen werden auch aus Sizilien verzeichnet.
Ungewöhlich warmer November in Europa
Für den UN-Klimagipfel in Kopenhagen war der November ein guter Auftakt.
Der Monat war, nicht nur in Deutschland, ungewöhnlich warm. Das werden
viele als Zeichen für die Triftigkeit der Klimaerwärmung auslegen,
während ein Klimagipfel in klirrender Kälte den Klimaskeptikern
entgegengekommen wäre.
Bekanntlich aber widersprechen auch ungewöhnliche kalte Tage
keineswegs der Klimaerwärmung, wie auch ungewöhnliche warme Tage keine
Bestätigung dafür sind. Allerdings war der November, wie der Deutsche
Wetterdienst berichtet,
"deutlich zu warm".
Die Abweichung zur November-Norm ist bisher vor allem bei höheren, alpinen
Wetterstationen beachtlich. So ist es beispielsweise auf dem Säntis mit
durchschnittlich 2.7°C rund 7 Grad wärmer als "normal". Sehr ähnliche
Abweichungen haben z.B. auch der Pilatus oder das Hörnli. Ein
milder/warmer Novemberstart ist eigentlich nichts aussergewöhnliches.
Eine Abweichung von 7 Grad ist aber schon sehr beachtlich.
In Moskau wurde gestern mit 14,4°C die höchste
Novembertemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen. Der alte
Rekord von 1927 (12,6) wurde damit gleich um 1,8°C übertroffen!
Der November startet auch in Norwegen vielerorts mit Rekordtemperaturen. So
wurden in Trondheim an zwei aufeinander folgenden Tagen über 14 Grad
gemessen. Normal wären 0 bis 5 Grad.
Letztlich werden es die kommenden Jahre allen Skeptikern zeigen, dass wir es mit einer globalen Veränderung des Klimas zu tun haben.
Eines aber kann kein Wissenschaftler und kein Supercomputer entwerfen:
"Ein Bild oder eine Prognose, welche Veränderungen wir in welche
Richtung nehmen werden." Denn das
Ganze läuft nicht in einer linearen Entwicklung ab, sondern in
Zickzackkurven und Klimasprüngen, welche kurzfristig nicht vorhersehbar
sind.

Dort, wo sonst der Rhein fließt, kann man zurzeit in Köln
spazierengehen. Der November in Deutschland könnte sich sogar als
regenärmster Monat überhaupt entpuppen. Selbst der bisherige Tiefstwert
aus dem April 1893 dürfte unterboten werden, teilte der Deutsche
Wetterdienst Ende November in Offenbach mit. (Foto: dpa)
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11. Dezember 2011
Mexiko: Große Teile Mexikos sind gestern von
einem heftigen Erdbeben mit der Magnitude 6,5 erschüttert worden.
Bisherigen Berichten zufolge gab es bei der Naturkatastrophe mindestens
drei Todesopfer zu beklagen und es entstand erheblicher Sachschaden. So
wurden unter anderem zahlreiche Gebäude zerstört oder beschädigt. Nach Angaben des US Geological Survey
(USGS) in Denver lag das Zentrum des Erdstoßes nur 42 Kilometer
südwestlich der Stadt Iguala im Bundesstaat Guerrero und 166 Kilometer
südwestlich der Hauptstadt Mexiko-City, wo das Beben noch deutlich zu
spüren war.
16. Dezember 2011
Philippinen: "Washi" ist
bereits der 19. Tropensturm, der die Philippinen in diesem Jahr
erreichte. In mehreren Flüssen schwoll das Wasser in kürzester Zeit an,
trat über die Ufer und rauschte in einigen Gemeinden wie eine zehn
Meter hohe Wasserwand durch die Straßen. Die Wassermassen rissen viele
der oft leicht gebauten Häuser mit. Manche Einwohner konnten sich in
letzter Minute auf ihre Dächer retten.Bisherigen Berichten
zufolge starben über 650 Menschen in den Fluten, etwa 900 Bewohner des
Krisengebietes werden zurzeit noch vermisst. Viele von ihnen wurden von
der Naturkatastrophe im Schlaf überrascht. Das ganze Ausmaß der Schäden
ist weiterhin unklar, denn Retter sind noch nicht in alle betroffenen
Regionen vorgedrungen, da wichtige Straßen verschüttet sind. Hunderte Filipinos
werden noch vermisst, mindestens 20.000 sind obdachlos.