Katastrophenstatistik 2011








Ein neues Jahr hat begonnen

Was wird es uns an politischen, wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Veränderungen bringen?





  • Das alte Jahr verabschiedet sich mit einem Verlust von 300.000 Menschen, welche alleine durch Naturkatastrophen ums Leben gekommen sind. Ausschlaggebend hierfür war das schlimme Erdbeben Anfang des Jahres in Haiti und die extreme Hochwasserkatastrophe im Sommer in Pakistan.
  • Insgesamt 950 Naturkatastrophen wurden 2010 registriert. Die wirtschaftlichen Schäden belaufen sich auf 130 Milliarden Dollar. Dies gab der Rückversicherer Münchener Rück bekannt. Der versicherte Schaden sei im vergangenen Jahr verglichen mit dem Vorjahr weltweit um gut zwei Drittel auf 37 Milliarden Dollar gestiegen. Der volkswirtschaftliche Gesamtschaden habe sich auf 130 Milliarden Dollar mehr als verdoppelt.
  • Seltene Häufung von Erdbeben
    Geprägt werde die Naturkatastrophen-Bilanz von einer Häufung von schweren Erdbeben, wie sie in den letzten Jahrzehnten nur selten zu beobachten war, erklärte Münchener Rück.
  • Zweithöchste Zahl an Naturkatastrophen seit 1980
    2010 war das Jahr mit der zweithöchsten Zahl an Naturkatastrophen seit 1980, teilte das Unternehmen weiter mit. Obwohl die grössten Schäden auf Erdbeben zurückgingen, blieben 90 Prozent der Ereignisse wetterbedingt (globale Klimaveränderung!!). Die Hurrikan-Saison sei letztes Jahr zwar glimpflich verlaufen, die Wirbelstürme stellten aber eine wachsende Bedrohung für die Zukunft dar. Die jüngsten Überschwemmungen im Nordosten Australiens sind in den Zahlen noch nicht enthalten.

  • Der Winter hat ganz Europa fest im Griff. Die Durchschnittstemperatur des Jahres 2010 für Deutschland lag nach 13 zu warmen Jahren erstmals leicht unter dem Klimamittel. Die Jahresniederschlagsmenge übertraf den Normalwert, die Sonnenscheindauer erreichte die Norm recht genau. Doch schon in der ersten Hälft des Januar trat dann heftiges Tauwetter auf  mit Temparaturen von bis zu 12°C -. Alle deutschen Flüsse gaben Hochwasserwahrnung raus. Es gibt keine Verlässlichkeiten mehr, das Klima gestaltet sich nicht anders als die übrigen Lebensbereiche - ein unsicherer Eiertanz, bei dem alles möglich ist. Ob das La Nina Phänomen daran schuld sei, darauf wollen sich die Metereologen nicht festlegen. Laut einer Studie von NASA und NOAA haben sich seit den 1990er Jahren die El Nino- und La Nina-Ereignisse signifikannt verändert: El Nino zum Beispiel trete heftiger auf und erwärme immer öfter auch den zentralen Pazifik anstatt wie früher nur den Ostpazifik. La Nina bringt in manchen Gegenden Asiens heftige Regenfälle und soll 2010 einer der Faktoren für die Überschwemmungen in Pakistan gewesen sein. Sicher ist aber, dass das El Nino und La Nina Phänomen nur einer der Faktoren ist, welche für den globalen Klimawandel verantwortlich sind.
  • Die Zahl der auf der Erde lebenden Menschen wird sich zum 01.01.2011 auf 6.934.196.000 belaufen. Im Laufe des Jahres wird die Weltbevölkerung die Sieben-Milliarden-Grenze überschreiten.
  • Die Menscheit und der Planet, werden auch dieses Jahr nicht zur Ruhe kommen, dafür sorgen auf jeden Fall die religiösen Fanatiker aller Gruppierungen. Zum Jahresbeginn hat sich mal ebend ein islamischer Selbstmordattentäter vor einer christlichen Kirche in Kairo in die Luft geprengt, als die Gläubigen aus der Messe kamen. Der Irre glaubte dabei auch noch etwas für Gott und sein Seelenheil zu tun. Fazit: 21 Tote und 70 Verletzte. Das Thema fanatischer Extremisten wird auch in diesem Jahr wieder Schlagzeilen machen und für eine weitere Destabilisierung des Weltengefüges sorgen.




 








2. Januar 2011
Australien: Australien erlebt gerade (mitten im Hochsommer) das schlimmste Hochwasser der letzten 50 Jahre. An der australischen Ostküste stehen  22 Städte in den Fluten. Die Stadt  "Rockhampton - eine Stadt mit 75.000 Menschen - ist völlig von der Aussenwelt abgeschnitten, nachdem auch der Flughafen geschlossen werden musste. Bis jetzt sind 8 Menschen durch die Fluten ums Leben gekommen.
Die Wasserfläche ist bereits so groß wie Deutschland und Frankreich zusammen. Der Verlust der Ernte dürfte für die Farmer und die ganze Region ein nicht geringes Folgeproblem darstellen. Der  gesamte Sachschaden kann noch nicht bestimmt werden, da das Wasser noch steigt. Alleine für die Landwirtschaft rechnet man mit Verlusten von 5 Milliarden Dollar.  Nach fast acht Jahren Dürre mit verheerenden Bränden, die im Jahr 2009 173 Menschen das Leben kosteten, fing es im Norden Australiens – mitten im sonst trockenen Frühling – unaufhaltsam an zu gießen. Klimatologe Jeff Sabburg sagt, zyklisches Wetter sei für Australien normal. Doch in den letzten Jahren seien Dürre und Fluten extremer geworden. „Unseren neuesten Forschungsergebnissen zufolge wird der natürliche Zyklus von Dürre und Flut durch den Klimawandel verstärkt. Der Norden des Kontinents wird immer nasser, im Süden dagegen wird es immer heißer und trockener.“

2. Januar 2011
Chile: Ein Erdbeben der Stärke 7,1 sorgte am frühen Morgen des 02. Januar in der Küstenregion Südchiles für Angst und Panik. Knapp ein Jahr nachdem ein starkes Beben einen verheerenden Tsunami ausgelöst hatte, erschütterten erneut Erdstöße das Land. Das Epizentrum lag knapp 600 Kilometer südlich der Hauptstadt Santiago nahe dem Ort Tirua. Trotz der Erdbebenstärke gab es  glücklicherweise keine Todesopfer und kaum Verletzte

3. Januar 2011
Philippinen: Heftige Monsunregenfälle haben auf den Philippinen Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst. Besonders betroffen waren der östliche und südliche Teil des Landes. Die Bewohner von 18 Orten mussten evakuiert werden, als der durchweichte Boden nachgab und Erdrutsche und Schlammlawinen niedergingen. In der Albay-Provinz mussten rund 60.000 Menschen auf der Flucht vor Überschwemmungen ihre Häuser verlassen, insgesamt starben nuen Menschen, darunter drei Kinder.

8. Januar 2011
Deutschland: Tauwetter und anhaltender Regen lassen die Pegel vieler Flüsse rasant ansteigen. Besonders kritisch ist die Lage an der Mosel. Dort sind die Zentren vieler Städte bereits überflutet. Bei Köln und Koblenz fahren die Schiffe nicht mehr. Sowohl die Domstadt als auch Düsseldorf erwarten kritische Pegel bis neun Meter. "Da braut sich was zusammen am Rhein", sagt Meteorologe Günther Hamm. Am Sonntag werde es in der Südosthälfte des Landes zu flächendeckenden starken Niederschlägen kommen. Obendrein bleibe es weiterhin mild mit Temperaturen zwischen acht und zwölf Grad, sodass noch mehr Schnee taue. Während der Wochenanfang etwas Beruhigung bringt, setzen am Mittwoch neuer Niederschlag ein. Dies führe zu einer langanhaltenden Hochwassersituation. Auch in Holland und Belgien treten die Flüsse wegen der Schneeschmelze und starker Niederschläge über die Ufer.

9. Januar 2011
Sri Lanka: Aus Sri Lanka werden zurzeit großflächige Überschwemmungen und zahlreiche Schlammlawinen gemeldet. Ursache für die Naturkatastrophen sind lang anhaltende schwere Niederschläge. Ersten Berichten zufolge starben bisher mindestens sieben Menschen im Krisengebiet, einige weitere werden zurzeit noch vermisst. Fast 800.000 Bewohner des Landes haben darüber hinaus ihr Dach über den Kopf verloren und mussten zum Teil in Notunterkünften Schutz suchen.

13. Januar 2011
Australien: Die verheerenden Überschwemmungen im australischen Bundesstaat Queensland haben mittlerweile auch die Millionenstadt Brisbane erreicht. Das Hochwasser des gleichnamigen Flusses setzte mehrere Stadtteile unter Wasser und beschädigte oder zerstörte rund 15.000 Häuser. Hunderttausende Menschen müssen ohne Stromversorgung auskommen. Bisherigen Berichten zufolge starben bei den schlimmsten Überschwemmungen in Nordostaustralien seit Jahrzehnten bisher insgesamt 25 Menschen, 61 weitere werden zurzeit noch vermisst. Die Gesamtschäden belaufen sich nach Schätzungen von Experten auf mindestens 15,2 Milliarden Euro.

14. Januar 2011
Deutschland: Während Helfer vielerorts noch mit der ersten Hochwasserwelle des Jahres 2011 zu kämpfen haben, rüsten sich andere bereits für die zweite. So werden am Wochenende beispielsweise entlang des Rheins und insbesondere am Zusammenfluss von Rhein und Mosel, in Koblenz, stark steigende Wasserstände erwartet. Kritisch ist die Situation zurzeit dagegen unter anderem schon in Bayern und speziell in Passau. In der Dreiflüssestadt haben sich die Pegelstände der Donau aufgrund der Fluten aus Inn und Ilz innerhalb eines Tages um drei Meter erhöht - Tendenz weiter steigend.

14. Januar 2011
Brasilien: Lang anhaltende schwere Niederschläge haben in verschiedenen Regionen Brasiliens gefährliche Schlammlawinen und Überschwemmungen ausgelöst. Bisherigen Berichten zufolge starben mindestens 500 Menschen bei den Naturkatastrophen, dutzende weitere werden zurzeit noch vermisst. Darüber hinaus wurden zahlreiche Häuser beschädigt oder zerstört und Telefonleitungen unterbrochen. Helfer suchen zum Teil mit einfachstem Gerät zurzeit verzweifelt nach den Verschütteten. Besonders stark betroffen von den Naturereignissen sind unter anderem die Städte Teresopolis, Nova Friburgo und Petropolis im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro.

21. Januar 2011
Kolumbien: Nach einer Jahrhundertflut in Kolumbien stehen große Gebiete im Norden des Landes unter Wasser. Mindestens 5.000 Häuser wurden zerstört und mehr als 300.000 beschädigt. Über zwei Millionen Menschen sind von der Katastrophe betroffen. Nach Angaben von Beobachtern kann es noch Monate dauern, bis das Wasser abfließt. Für Februar sind darüberhinaus weitere Regenfälle angekündigt. Nach Dammbrüchen und Schleusenöffnungen von Wasserkraftwerken wurden in der Region zehntausende Hektar Land überschwemm

21. Januar 2011
Deutschland: Die ungewöhnlich langgestreckte Hochwasserwelle der Elbe bewegt sich langsam aber sicher immer weiter Richtung Norden. So wurde in Brandenburg und Sachsen-Anhalt bereits gestern vielerorts die höchste Alarmstufe ausgerufen und auch in Niedersachsen sowie Schleswig-Holstein steigen die Pegel des Flusses stetig. An den Messstationen Hitzacker und Neu Darchau wurde laut dem niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz am 20./ 21. Januar die 7-Meter-Marke erreicht. Der Hochwasserscheitel wird dort aller spätestens am Wochenende eintreffen. Kritisch ist die Lage zurzeit zudem in Lauenburg, Schleswig-Holstein, wo in der Altstadt schon Dutzende Häuser überflutet sind. Am Sonntag wird dort voraussichtlich ein Pegelstand von 8,85 Meter erreicht und damit noch einmal fast ein halber Meter mehr als aktuell.

24. Januar 2011
Brasilien: Knapp zwei Wochen nach den verheerenden Schlammlawinen und Überschwemmungen im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro ist jetzt das ganze Ausmaß der Katastrophe bekannt. Nach Behördenangaben starben mindestens 785 Menschen bei den Naturereignissen, 400 weitere werden zurzeit immer noch unter den Trümmern und Schlammmassen vermutet. Es besteht so gut wie keine Hoffnung mehr, die Vermissten noch lebend zu finden. Die Bergungs- und Aufräumarbeiten gehen aber unvermindert weiter. In den am schlimmsten betroffenen Städten Teresopolis, Nova Friburgo und Petropolis sowie vielen anderen Orten haben zudem insgesamt 14.000 Bewohner ihr Dach über dem Kopf verloren.

24. Januar 2011
Tadschikistan: Große Teile des zentralasiatischen Staates Tadschikistan sind am frühen Morgen von einem heftigen Erdstoß erschüttert worden. Nach Angaben des U.S. Geological Survey in Denver hatte das Beben um 07:45 Uhr Ortszeit eine Stärke von 6,1 auf der Momenten-Magnituden-Skala. Das Zentrum der Naturkatastrophe befand sich in einer Hochgebirgsregion 90 Kilometer südwestlich der Stadt Karakul und 350 Kilometer östlich der Landeshauptstadt Duschanbe. Sogar dort war der Erdstoß noch deutlich zu spüren. Berichte über mögliche Opfer oder größere Sachschäden lagen nicht vor.

26. Januar 2011
Australien: Der Zyklon Bianca wütet zurzeit mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometer pro Stunde vor der Nordwestküste Australiens. Die Ausläufer des tropischen Wirbelsturms bringen den Bewohnern der so genannten Pilbara Coast heftige Niederschläge und gefährliche Sturmfluten. Bisherigen Berichten zufolge gab es aber bisher keine Opfer oder größere Sachschäden zu beklagen. Australische Meteorologen erwarten, dass Bianca seinen Weg entlang der Küste weiter fortsetzt und dabei noch deutlich an Stärke zunimmt. Ob der Zyklon dabei im Laufe der nächsten Tage auch direkt auf das Festland trifft, ist noch unklar.

27. Januar 2011
Iran: Gleich mehrere heftige Erdbeben haben innerhalb weniger Stunden den Südosten des Iran erschüttert. Das Beben erignete sich um 12:08 Uhr Ortszeit und hatte eine Stärke von 6,0 auf der Momenten-Magnituden-Skala. Das Zentrum lag 120 Kilometer südöstlich der Stadt Bam in einer Tiefe von rund zehn Kilometern unter der Erdoberfläche. Berichte über mögliche Opfer oder größere Sachschäden gab es zunächst nicht.

28. Januar 2011
USA: Die US-Ostküste ist bereits zum wiederholten Mal in diesem Jahr von schweren Schneestürmen heimgesucht worden. Der Wintereinbruch sorgte in Städten wie New York, Washington, Philadelphia oder Boston für großes Chaos im Straßen-, Bahn- und Flugverkehr. Hunderte Flüge fielen ganz aus, bei vielen anderen gab es stundenlange Wartezeiten.

3. Februar 2011
Australien: Nach dem schlimmsten Hochwasser seit 100 Jahren folgt für Nordost-Australien nun der stärkste Wirbelsturm der letzten 100 Jahre: Mit Böen von bis zu 300 Kilometern pro Stunde fegte der Kategorie 5-Wirbelsturm „Yasi“ über Queensland hinweg. Glücklicherweise zog das Zentrum des Zyklons knapp an der Großstadt Cairns vorbei, so dass diese nicht die volle Wucht des Sturms aushlaten musste. Ein Großteil der Bewohner im vorrausichtlich betroffenen Gebiet war bereits rechtzeitig evakuiert worden. Noch sind die vom Zyklon angerichtete Schäden nicht abschätzbar, bislang gibt es aber keine Berichte über Verletzte oder Tote. Neben den Sturmböen bringt „Yasi“ jedoch auch starke Regenfälle und Flutwellen mit, die auch in den nächsten Tagen noch Überschwemmungen anrichten können.

6. Februar 2011
Somalia: In großen Teilen Somalias herrscht seit Wochen eine schwere Dürre, die mittlerweile zu einer humanitären Katastrophe geführt hat. Wie die zuständigen Behörden mitteilten, kamen bisher bereits mindestens 18 Menschen durch die extremen Wetterbedingungen ums Leben. Hunderttausende Bewohner des Landes leiden zudem unter Hunger und den Folgen der Mangelernährung. Betroffen von der extremen Trockenheit, die voraussichtlich noch Monate andauern wird, sind vor allem der Süden und das Zentrum Somalias. Hier leben vor allem Viehzüchter und Halbnomaden deren Tiere mittlerweile zu tausenden verendet sind.

7. Februar 2011
Sri Lanka: Aus dem Inselstaat Sri Lanka im Indischen Ozean wird eine schwere Hochwasserkatastrophe gemeldet. Aufgrund ungewöhnlich starker Monsunniederschläge in den letzten Tagen und Wochen stehen mittlerweile größere Teile des Landes unter Wasser. Mindestens 57 Menschen starben nach Behördengaben bisher in den Fluten, eine Million Bewohner des Krisengebiets befinden sich aktuell auf der Flucht vor den Überschwemmungen. Sie mussten bis auf Weiteres in Notunterkünften oder bei Freunden und Verwandten in sicheren Regionen Schutz suchen.

7. Februar 2011
Australien: Erst ein Jahrhunderthochwasser, dann der Supersturm "Yasi" und jetzt auch noch verheerende Waldbrände: Die Serie von schweren Naturkatastrophen in Australien scheint kein Ende zu nehmen. Die Feuer im Westen des Landes haben bisherigen Berichten zufolge bereits Dutzende Gebäude zerstört. Zahlreiche Bewohner in den Buschbrandgebieten nahe der Millionenstadt Perth mussten evakuiert werden. Nach Behördenangaben sind die Flammen an zumindest zwei Stellen mittlerweile außer Kontrolle geraten, da Löschflugzeuge aufgrund des stürmischen Windes nicht starten konnten und die Bekämpfung der Feuer vom Boden aus schwierig ist.

17. Februar 2011
Australien: Nur rund zwei Wochen nach dem Jahrhundert-Zyklon „Yasi“ hat erneut ein mächtiger Wirbelsturm für große Schäden in Australien gesorgt. Dieses Mal waren vor allem der Norden des Landes und speziell die mehr als 100.000 Einwohner zählende Stadt Darwin betroffen. „Carlos“ sorgte in der Region mit Windgeschwindigkeiten von rund 110 Kilometer pro Stunde für umgestürzte Bäume, überflutete Häuser und Straßen sowie zerfetzte Stromleitungen. Bisherigen Berichten zufolge gab es aber weder Tote noch Verletzte zu beklagen.

21. Februar 2011
Philippinen: Auf der philippinischen Insel Luzon ist der 1.565 Meter hohe Vulkan Bulusan nach nur wenigen Monaten Pause erneut ausgebrochen. Der Feuerberg schleuderte bei der gewaltigen Eruption riesige Aschewolken mehrere Kilometer hoch in die Atmosphäre. In der Folge regneten große Mengen an Asche auf Orte im Umkreis um den Vulkan herab. Berichte über mögliche Opfer oder größere Schäden lagen zunächst aber nicht vor.

21. Februar 2011
Russlands: An der Ostküste Russlands hat es vor der Halbinsel Kamtschatka ein schweres Erdbeben gegeben. Der Erdstoß ereignete sich um 09:43 Uhr Ortszeit und hatte eine Stärke von 5,9 auf der Momenten-Magnituden-Skala. Das Zentrum des Naturereignisses lag 255 Kilometer nordwestlich der Stadt Nikol'skoye in einer Tiefe von knapp zehn Kilometern unter dem Meeresboden. Bisherigen Berichten zufolge gab es in der dünn besiedelten Region weder Opfer noch größere Sachschäden.

22. Februar 2011
Neuseeland: Gut drei Tage nach dem verheerenden Erdbeben mit einer Stärke von 6,3 auf der Momenten-Magnituden-Skala in Neuseeland wird allmählich das ganze Ausmaß der Katastrophe deutlich. Das Zentrum des Bebens lag nur wenige Kilometer südlich von Christchurch.  In der am schlimmsten betroffenen Stadt Christchurch starben nach Behördenangaben mindestens 113 Menschen, über 200 weitere gelten aber weiterhin als vermisst. Es gibt so gut wie keine Hoffnung mehr, sie noch lebend zu finden. Insgesamt konnten in den letzten Tagen 70 Verschüttete geborgen werden. Der Gesamtschäden liegt über fünf Milliarden Euro.

28. Februar 2011
Bolivien: Lang anhaltende schwere Niederschläge haben in der bolivianischen Metropole La Paz einen gewaltigen Erdrutsch ausgelöst. Bei dem Naturereignis wurden ersten Berichten zufolge hunderte Gebäude, aber auch Straßen und Autos zerstört oder von den Schlamm- und Geröllmassen verschüttet. Verletzte oder Tote gab es erstaunlicherweise nicht, die Menschen in dem Elendsviertel konnten sich gerade noch rechtzeitig in Sicherheit bringen. Tausende Bewohner von La Paz wurden jedoch obdachlos.

4. März 2011
Bolivien: Bolivien kommt was Naturkatastrophen betrifft zurzeit einfach nicht zur Ruhe. Am letzten Wochenende hatte ein gewaltiger Erdrutsch Häuser, Autos und Straßen in einem Armenviertel der Hauptstadt La Paz unter sich begraben, tausende Menschen wurden obdachlos. Jetzt sorgten die schon wochenlang andauernden Unwetter mit heftigen Niederschlägen auch in anderen Teilen des südamerikanischen Landes für Schlamm- und Gerölllawinen sowie gefährliches Hochwasser. Bisherigen Berichten zufolge starben bereits 55 Bewohner der betroffenen Regionen bei den Naturereignissen, zehntausende Bolivianer kämpfen zurzeit mit den Folgen der widrigen Wetterbedingungen.

6. März 2011
Chile: Im Norden Chiles hat sich ein schweres Erdbeben ereignet. Der Erdstoß besaß eine Stärke von 6,2 auf der Momenten-Magnituden-Skala. Das Zentrum des Naturereignisses lag knapp 110 Kilometer nordöstlich der Stadt Arica. Es war aber noch bis weit ins Nachbarland Peru hinein deutlich zu spüren. Opfer gab es ersten Berichten zufolge nicht zu beklagen.

8. März 2011
Griechenland: Große Teile Griechenlands sind von einem heftigen Sturm mit ergiebigen Schneefällen heimgesucht worden. In der Ägäis, aber auch anderswo erreichte der Wind eine Stärke von 10 oder 11 auf der Beaufort-Skala. Sämtliche Fährverbindungen zu den griechischen Inseln mussten deshalb aus Sicherheitsgründen bis auf Weiteres eingestellt werden. Der Schnee sorgte vor allem im Norden und in der Mitte des Landes für Chaos im Straßenverkehr.

9. März 2011
Japan: Der Nordosten Japans ist von einem sehr schweren Erdbeben erschüttert worden. Ersten Berichten zufolge gab es jedoch bei der Naturkatastrophe weder Opfer noch größere Sachschäden zu beklagen. Der Erdstoß besaß eine Stärke von 7,2 auf der Momenten-Magnituden-Skala. Das Zentrum lokalisierten die Wissenschaftler knapp 170 Kilometer östlich der Stadt Sendai auf der Insel Honshu in einer Tiefe von 14,1 Kilometern unter dem Meeresboden. Noch in der mehr als 400 Kilometer entfernt gelegenen japanischen Hauptstadt Tokio war das Beben deutlich zu spüren. Dort gerieten zahlreiche Gebäude ins Schwanken.

11. März 2011
Japan: Ein schweres Seebeben im Nordosten mit einer Stärke von 9,0 hat einen gewaltigen Tsunami ausgelöst. Dies war das schwerste bisher in Japan gemessene Beben. Die bis zu zehn Meter hohen Wellen sorgten an der Ostküste des Landes für Sachschäden in Milliardenhöhe. Man rechnet mit über 1000 Opfern als Folge des Bebens. Das Zentrum lag knapp 130 Kilometer östlich von Sendai auf der Insel Honshu und 373 Kilometer nordöstlich von Tokio. Von dem Tsunami besonders betroffen war die japanische Hafenstadt Sendai, aber auch viele andere Küstenorte wurden von den Wassermassen überspült. Die Wellen zerstörten unzählige Gebäude, schleuderten Schiffe an Land und rissen unzählige Autos mit sich.
Das aktuelle Beben gehört zu den weltweit zehn heftigsten Erdstößen, die jemals gemessen wurden. Es war etwa 300-mal stärker als das Beben vor zwei Tagen in der selben Region. Die Japanischen Inseln liegen auf dem so genannten "Ring of Fire", der seismisch aktivsten Zone der Erde, die den Pazifischen Ozean umgibt und aus seismisch aktiven Plattengrenzen besteht. Das aktuelle Epizentrum des Bebens liegt in einer Subduktionszone, in der sich die Pazifische Platte unter die Ochotskische Platte schiebt. Innerhalb der letzten Jahrzehnte haben sich in dieser Region mehrfach stärkere Erdbeben ereignet.

15. März 2011
Japan: In Folge des Bebens kam es in den vier Blöcken des Atomkraftwerkes Fukushima zu schweren Störungen. Die Situation im Atomkraftwerk  ist in ihrer Gefährlichkeit auf die zweithöchste Stufe - Stufe 6 - eingeordnet worden. Mit Stufe 6 von sieben möglichen liegt Fukushima damit nur noch eine Stufe unter dem Reaktorunglück von Tschernobyl vor 25 Jahren. Die japanische Nachrichtenagentur Kyodo berichtet, dass die Radioaktivität im Kontrollraum des Reaktorblocks vier so hoch sei, dass dort nicht mehr normal gearbeitet werden könne. Bereits zuvor hatte der Kraftswerksbetreiber bis auf 50 für die Kühlung verantwortliche Mitarbeiter alle Arbeiter aus dem Werk abgezogen. Die Außenwand des Reaktors vier ist nach einem Brand und einer Explosion stark geschädigt. Inzwischen hat der Betreiber Tepco eingeräumt, dass in den Reaktorblöcken 1 bis 3 von einer zumindest teilweisen Kernschmelze auszugehen sei. Die nach der Evakuierung noch verbliebene Bevölkerung im Umkreis von 30 Kilometern wird davor gewarnt, die Häuser zu verlassen.
Erneut hat es dort heute eine Explosion, die dritte insgesamt, gegeben. Dieses Mal war der Reaktorblock 2 betroffen. Dabei wurde offenbar auch die innere Schutzhülle um den Reaktor beschädigt und größere Mengen an radioaktivem Material gelangten in die Umwelt.  Auch im Großraum Tokio wurden zwischenzeitlich erhöhte Werte gemessen. Doch damit nicht genug. Denn in Reaktorblock 4 von Fukushima 1, wo verbrauchte Brennelemente aufbewahrt werden, brach ein Feuer aus. Dieses konnte aber mittlerweile gelöscht werden.  Weitere Infos > tagesschau.de

20. März 2011
Japan: Die Zahl der Todesopfer in Japan nach dem sehr schweren Erdbeben vom 11. März mit einer Magnitude von 9,0 und dem Tsunami steigt immer weiter. Mittlerweile sind offiziell fast 8.200 Opfer bestätigt, über 12.000 Menschen werden zurzeit noch vermisst. Man geht mittlerweile von 20.000 Toten aus. In den betroffenen Regionen gibt es zudem viele tausend Verletzte zu beklagen. Vor allem im Nordosten des Landes wird allmählich das ganze Ausmaß des verheerenden Naturereignisses deutlich. Der Tsunami hat über 500 Kilometer entlang der Küste für Schneisen der Verwüstung gesorgt, die sich vielerorts bis zu 10 Kilometer ins Landesinnere hinein erstrecken. Ganze Orte wurden hier von den Flutwellen von der Landkarte radiert, andere sind menschenleer und ähneln Geisterstädten. Die Kosten für den Wiederaufbau werden mit ca. 200 Milliarden Euro beziffert.

25. März 2011
Myanmar: Gestern hat sich in Myanmar (Birma) nahe der Grenze zu Thailand ein Erdbeben mit der Magnitude 6,8 ereignet. Das Zentrum lag nach Angaben der Geowissenschaftler nur 89 Kilometer nördlich der thailändischen Stadt Chiang Rai. Ersten Berichten zufolge starben bei der Naturkatastrophe mindestens 80 Menschen, Dutzende weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Darüberhinaus entstanden vor allem in den am schlimmsten betroffenen Regionen Myanmars erhebliche Sachschäden. Das Beben war aber auch in Laos, Vietnam und China deutlich zu spüren. Noch im rund 800 Kilometer südlich gelegenen Bangkok gerieten Gebäude ins Schwanken.

31. März 2011
Tonga: In der Region des Tonga-Archipels im Südpazifik hat sich heute um 12:11 Uhr Ortszeit ein schweres Erdbeben ereignet.  Der Erdstoß hatte eine Stärke von 6,4. Das Zentrum lag knapp 440 Kilometer nordwestlich der Stadt Neiafu auf der Insel Vavaʻu. Informationen über mögliche Opfer oder größere Sachschäden lagen zunächst nicht vor.

1. April 2011
Griechenland: In der südlichen Ägäis hat sich ein heftiges Seebeben ereignet. Nach Angaben des U.S. Geological Survey (USGS) besaß der Erdstoß eine Stärke von 5,9 auf der Magnituden-Skala. Das Zentrum des Naturereignisses lag127 Kilometer nordöstlich der Stadt Iraklion auf der griechischen Insel Kreta und knapp 350 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Athen. Berichte über mögliche Opfer oder größere Sachschäden lagen zunächst nicht vor.




Hitzesommer 2010 brach alle Rekorde

Sommertemperaturen höher als jemals in den letzten 500 Jahren





Die Hitzewelle im Sommer 2010 über Osteuropa und Russland war in jeder Hinsicht beispiellos: Noch nie in den letzten 500 Jahren wichen die Sommertemperaturen in Europa so stark von der Norm ab. Das zeigt jetzt eine Studie in „Science“, in der ein internationales Forschungsteam erstmals detailliert die Hitzesommer von 2003 und 2010 miteinander und mit historischen Temperaturdaten verglichen hat. Für die Zukunft zeigen Simulationen, dass die Hitzeperioden in Zukunft häufiger, intensiver und anhaltender werden.

Der Sommer 2010 war extrem. Vor allem die Menschen in Russland litten unter der außergewöhnlichen Hitze. In Moskau wurden Tagestemperaturen von 38,2°C gemessen und in der Nacht kühlte es nur wenig ab. Verheerende Brände aufgrund der Trockenheit vernichteten eine Fläche von einer Million Hektar, es kam zu Ernteausfällen von rund 25 Prozent, der geschätzte Schaden beläuft sich auf 15 Milliarden US-Dollar. Zwar kollabierten im Extremsommer 2010 auch in Deutschland Reisende in Zügen, in denen die Klimaanlagen wegen der enormen Hitze versagten, trotzdem ist im kollektiven Bewusstsein immer noch der Hitzesommer von 2003 als „der extremste Sommer" verankert – zumindest bei den Westeuropäern.

Hitzewelle 2010 bricht Rekord von 2003
Eine internationale Forschergruppe hat nun die beiden Hitzewellen vergleichend untersucht. Das Ergebnis: Die Hitzewelle von 2010 brach alle Rekorde sowohl in Bezug auf die Temperaturabweichung vom Mittel als auch auf die räumliche Ausdehnung. Die gemessenen Temperaturen – je nachdem über welchen Zeitraum man sich die Messwerte ansieht – lagen von 6,7°C bis 13,3°C über dem Mittel. Die Hitzewelle erstreckte sich über rund zwei Millionen Quadratkilometer – das entspricht rund 50 Mal der Fläche der Schweiz. Der Sommer 2010 war im Mittel in Gesamteuropa 0,2°C wärmer als jener von 2003.

http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-13156-2011-03-21.html


 





7. April 2011

Japan: Ein erneutes, schweres Erdbeben der Stärke 7,1 hat den Norden Japans erschüttert. Das Zentrum lag knapp 70 Kilometer östlich der Stadt Sendai auf der Insel Honshu, die bereits beim Beben mit der Magnitude 9,0 und dem nachfolgenden Tsunami am 11. März stark verwüstet worden war. Noch in der 330 Kilometer entfernt gelegenen Hauptstadt Tokio gerieten die Hochhäuser ins Schwanken. Bisherigen Berichten zufolge starben bei der neuerlichen Naturkatastrophe mindestens vier Menschen, 140 weitere wurden zum Teil schwer verletzt.

17. April 2011
Afghanistan: Im Osten Afghanistans hat zweimal innerhalb weniger Stunden die Erde gebebt. Die Erdstöße besaßen eine Stärke von 5,5 und 5,1 auf der Momentmagnitude. Das Zentrum der Beben lag 45 Kilometer südwestlich der Stadt Jalalabad und 90 Kilometer südöstlich von Kabul. Die Naturkatastrophen zerstörten oder beschädigten dutzende von Gebäuden, mindestens 22 Menschen starben nach Behördenangaben in den Trümmern. Weitere Bewohner werden in der am schlimmsten betroffenen Provinz Nangarhar zurzeit noch vermisst.

18. April 2011
USA: In den USA hat es in den letzten Tagen eine verheerende Tornadoserie gegeben. Betroffen von den insgesamt über 240 Wirbelstürmen waren die US-Bundestaaten North Carolina, Virginia, Alabama, Arkansas, Oklahoma und Mississippi. Nach Behördenangaben kamen bei den Naturkatastrophen mindestens 350 Menschen ums Leben, Dutzende weitere mussten mit zum Teil schweren Verletzungen in Krankenhäusern behandelt werden. Die Tornados beschädigten oder zerstörten aber auch hunderte Gebäude, knickten unzählige Bäume um und wirbelten Autos und andere Gegenstände durch die Luft. Retter und Helfer vor Ort suchen zurzeit unter den Trümmern noch immer nach Vermissten. Ein Sturmsystem dieses Ausmaßes habe es über den kurzen Zeitraum von drei Tagen seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in den USA noch nie gegeben, sagte der Meteorologe Henry Margusity vom Vorhersager AccuWeather.com

18. April 2011
China: Im Süden Chinas hat sich ein schweres Unwetter mit Sturm und heftigen Niederschlägen ereignet. Bisherigen Berichten zufolge kamen bei der Naturkatastrophe in der Provinz Guangdong mindestens 17 Menschen ums Leben. Darüberhinaus gab es über 150 Verletzte und große Sachschäden zu verzeichnen. Insgesamt waren mehr als 20 Millionen Chinesen von den extremen Wetterbedingungen betroffen.

9. Mai 2011
USA: Lang anhaltende heftige Niederschläge und die Schneeschmelze haben am Mississippi für steigende Pegelstände und vielerorts bereits für großflächige Überschwemmungen gesorgt. Die Rekordwasserstände aus den 1920er und 1930er Jahren wurden in manchen Gegenden erreicht oder übertroffen. Kritisch ist die Lage zurzeit unter anderem in Tennessee, wo sich tausende Menschen vor den Wassermassen in Sicherheit bringen mussten. Experten zufolge droht vor allem in den Bundesstaaten Mississippi und Louisiana eine Jahrhundertflut.

13. Mai 2011
Spanien: Große Teile Spaniens sind vom folgenschwersten Erdbeben seit 55 Jahren erschüttert worden. Bisherigen Berichten zufolge kamen bei den beiden Erdstößen der Stärke 5,1 und 5,4 neun Menschen ums Leben, 130 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Helfer halten es aber für möglich, dass noch Verschüttete unter den Trümmern liegen. Das Zentrum des Bebens lag rund 50 Kilometer südwestlich der Stadt Murcia in einer Tiefe von nicht einmal einem Kilometer unter der Erdoberfläche. Das Beben war aber auch in Alicante und in der spanischen Hauptstadt Madrid noch deutlich zu spüren. Am schlimmsten betroffen von der Naturkatastrophe ist jedoch die knapp 100.000 Einwohner zählende Stadt Lorca. Dort wurden rund 80 Prozent der Gebäude zerstört oder beschädigt.

13. Mai 2011
Papua-Neuguinea: Teile Papua-Neuguineas sind von einem schweren Erdbeben der Stärke von 6,5 erschüttert worden. Das Zentrum des Naturereignisses identifizierten die Geowissenschaftler gut 120 Kilometer westlich der Stadt Arawa in der autonomen Provinz Bougainville. Informationen über mögliche Opfer oder größere Sachschäden liegen nicht vor.

19. Mai 2011
USA: Zuvor stand der Bundesstaat Tennesse unter Wasser. In der Stadt Memphis war der Mississippifluss sechs Mal so breit wie normalerweise. Dennoch richtete das prognostizierte Jahrhunderthochwasser weniger Schaden an als erwartet. In Louisiana dagegen ist die Flut noch nicht vorbei. Tausende Menschen wurden aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Zu dem sind auch Ölraffinerien, Chemiewerke und Hunderte Gas- und Ölquellen von den Wassermassen bedroht.  Zur Verhinderung einer größeren Katastrophe sind weitere Schleusen eines Entlastungskanals geöffnet worden, sodass das Wasser aus dem übergetretenen Fluss ablaufen kann. Der Gouverneur von Louisiana Bobby Jindal befürchtet eine Überschwemmung von insgesamt etwa 1,2 Millionen Hektar Land.  Die Bauern haben bereits ihren Mais und die Baumwolle verloren und die Hoffnung auf eine neue Ernte in diesem Jahr schwindet. Nach Erreichen des Scheitelpunktes wird das Wasser mindestens fünf bis sechs Wochen brauchen, bis es vollständig zurückgegangen ist. Allein in Louisiana sind 25.000 Menschen von dem Hochwasser betroffen.

19. Mai 2011
Nicaragua: Heftiger Vulkanausbruch in Nicaragua. Nach rund drei Jahren Pause ist der 1.061 Meter hohe Vulkan Telica im Nordwesten Nicaraguas in den letzten Tagen zu neuem Leben erwacht. Der Feuerberg schleuderte gewaltige Aschewolken über 1.000 Meter hoch in die Atmosphäre. Auch zahlreiche Explosionen wurden gemeldet.

20. Mai 2011
Türkei:  Der Westen der Türkei ist von einem heftigen Erdbeben der Stärke 5,8 erschüttert worden. Das Zentrum lag circa 80 Kilometer südwestlich der Stadt Kutahya und rund 330 Kilometer südwestlich der türkischen Hauptstadt Ankara. Ersten Berichten zufolge starben mindestens drei Menschen bei der Naturkatastrophe, mehrere Dutzend weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Besonders betroffen von dem Erdbeben ist der Ort Simav, von wo auch erhebliche Sachschäden gemeldet wurde.

23. Mai 2011
USA: Ein verheerender Tornado hat im US-Bundesstaat Missouri für zahlreiche Opfer und riesige Sachschäden gesorgt. Der Wirbelsturm wütete vor allem in der knapp 50.000 Einwohner zählenden Stadt Joplin im Jasper County. Bisherigen Informationen zufolge starben bei dem Tornado mindestens 116 Menschen, über 1.100 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Das ganze Ausmaß der Katastrophe ist nach Angaben von Helfern und Behörden aber immer noch unklar.Der Wirbelsturm zerstörte Dreiviertel des Stadtgebiets von Joplin und wirbelte sogar Trucks durch die Luft.

23. Mai 2011
Russland: Knapp ein Jahr nach den verheerenden Waldbränden brennt es in Russland erneut großflächig. Betroffen ist dieses Mal  vor allem Sibirien und speziell die Region Chanty-Mansijsk, die Republik Jakutien und Teile des Ural. Von dort werden zurzeit insgesamt über 100 Feuer auf mehr als 100.000 Hektar Fläche gemeldet. Ursache für die Brände ist die enorme Trockenheit.

6. Juni 2011
Chile: Im Süden Chiles speit ein Anden-Vulkan seit dem Wochenende Asche und Geröll kilometerhoch in die Atmosphäre. Mittlerweile mussten über 3.500 Menschen aus der Region um den 2.236 Meter hohen Vulkankomplex Puyehue-Cordón Caulle in Sicherheit gebracht werden. Die Eruptionen wurden begleitet von unzähligen Erdstößen - bis zu 240 Erschütterungen pro Stunde. Wie lange der Vulkanausbruch noch andauern wird, ist zurzeit unklar.

8. Juni 2011
Haiti: Langanhaltende Unwetter mit zum Teil sintflutartigen Regenfällen haben in mehreren Karibik-Staaten zu folgenschweren Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. Aktuellen Berichten zufolge starben allein in Haiti bei den Naturkatastrophen bisher bereits 23 Menschen, zahlreiche weitere wurden verletzt. Betroffen von dem Hochwasser ist auch die Hauptstadt Port-au-Prince, wo verschiedene Stadtviertel überflutet sind. Eine Entspannung der Lage ist zunächst nicht in Sicht, denn Meteorologen kündigten für die nächsten Tage weitere heftige Regenfälle an.

10. Juni 2011
China: In China leiden entlang des Jangtse Flusses zahlreiche Gebiete unter der schlimmsten Dürre seit rund 50 Jahren. Seit März blieben in vielen Regionen die Regenfälle aus. Illegale und ineffiziente Wassernutzung und der Mangel an Abstimmung in Bezug auf die am Jangtse etablierte Wasserinfrastruktur verstärken die Auswirkungen der Wasserknappheit, so der WWF. Mittlerweile nimmt aber dank starker Regenfälle die Trockenheit in einigen Regionen ab. Jedoch kam es unter anderem in den Provinzen Guizhou, Jiangxi und Hunan stattdessen zu Hochwasser – 34 Menschen starben, zahlreiche weitere werden zurzeit noch vermisst. Darüberhinaus mussten sich 60.000 Bewohner der Provinz Hubei vor den Wassermassen in Sicherheit bringen. „Diese Dürre ist selbst für die Trockenheit gewohnten Provinzen Chinas dramatisch“; „35 Millionen Menschen am Mittel- und Unterlauf des Jangtse sind betroffen. Akuter Trinkwassermangel bedroht auch nach den starken Regenfällen noch über zwei Millionen Menschen.“

13. Juni 2011
Eritrea: Aus dem Grenzgebiet zwischen Äthiopien und Eritrea wird ein heftiger Vulkanausbruch, mit einer bis zu 15 Kilometer hohen Aschewolke gemeldet. Laut dem französischen Vulkanbeobachtungszentrum VAAC handelt es sich um eine Eruption des 2.218 Meter hohen Nabro. Informationen über Opfer oder größere Sachschäden durch den Vulkanausbruch in der dünn besiedelten Region lagen zunächst nicht vor. Die Aschewolke sorgte aber für Behinderungen im Flugverkehr.

14. Juni 2011
Neuseeland: Die Region um die neuseeländische Stadt Christchurch ist gestern erneut von einer Serie heftiger Erdbeben erschüttert worden. Die Erdstöße hatten eine Stärke von 6,0, 5,2 und 4,6. Die Zentren lagen jeweils nur rund zehn Kilometer östlich von Christchurch. Bisherigen Berichten zufolge kam bei den Naturkatastrophen ein Mensch ums Leben, über 40 weitere wurden  verletzt. Es gab aber auch wieder erhebliche Schäden an Gebäuden zu beklagen. Eine Entspannung der Lage ist nicht in Sicht, denn Experten rechnen in den nächsten Stunden bzw. Tagen mit weiteren Nachbeben in dem Gebiet.

17. Juni 2011
China: Mindestens 170 Tote, zahlreiche Vermisste, tausende zerstörte oder beschädigte Häuser: Dies ist die bisherige Bilanz der verheerendsten Hochwasser-Katastrophe seit 50 Jahren, die seit Tagen vor allem den Süden und das Zentrum Chinas heimsucht. Die lang anhaltenden, schweren Niederschläge sorgten zudem für zahlreiche Erdrutsche und Schlammlawinen in den insgesamt sieben betroffenen Provinzen. Nach Medienberichten mussten bereits über 1 Millionen Menschen aufgrund der Naturereignisse ihre Heimat verlassen und in sicheren Regionen Schutz suchen. Meteorologen gehen davon aus, das die Überschwemmungen noch einige Zeit andauern werden, den es drohen weitere ergiebige Regenfälle.

17. Juni 2011
Argentinien: Die Asche des seit rund 14 Tagen tätigen Vulkankomplexes Puyehue-Cordón Caulle im Süden Chiles hat im benachbarten Argentinien nicht nur zu erheblichen Behinderungen im Flugverkehr geführt, in einigen Regionen ging auch ein heftiger Partikelregen nieder. Besonders betroffen ist Patagonien und dort speziell das Grenzgebiet zu Chile, wo in Orten wie Villa La Angostura sogar der Notstand ausgerufen werden musste. Stellenweise ist die Ascheschicht dort bis zu 40 Zentimeter dick und bedeckt Weiden, Wälder, Berge und Häuser. Nach amtlichen Zahlen gibt es zwei Millionen Schafe in Patagonien, die Hälfte davon nun ohne Weideland in dem von der Asche betroffenen Gebiet. Tausende Menschen befinden sich auf der Flucht vor dem Ascheregen. Die Auswirkungen sind bis nach Australien zu spüren.

20. Juni 2011
USA: Starkregen und Schmelzwässer haben am amerikanischen Fluss Missouri zu steigenden Pegelständen und großflächigen Überschwemmungen geführt. Betroffen sind aktuell insbesondere die Bundesstaaten Iowa, Missouri und Nebraska. In Nebraska ist  das fast 40 Jahre alte Kernkraftwerk Fort Calhoun vollständig von den Fluten umschlossen. Mitarbeiter der Betreiberfirma Omaha Public Power District und andere Helfer versuchen nun mit Sandsäcken und Pumpen ein Eindringen der Wassermassen in den Reaktor zu verhindern. Sonst könnte es möglicherweise zu einem Ausfall des Kühlsystems und im Extremfall zu einer Kernschmelze wie im havarierten KKW Fukushima in Japan kommen.

1. Juli 2011
USA: Verheerende Busch- und Waldbrände, die bereits seit rund einer Woche im US-Bundesstaat New Mexico wüten, sorgen für Angst und Schrecken unter den Bewohnern der betroffenen Region. Schon jetzt sind in und um die Stadt Los Alamos über 12.000 Menschen auf der Flucht vor den Flammen, 200 Quadratkilometer Fläche wurden bereits verwüstet. Das Feuer hat sich bis auf drei Kilometer dem Atom-Forschungszentrum Los Alamos genähert, wo 30.000 Fässer mit radioaktivem Müll lagern. Die Anlage wurde mittlerweile stillgelegt, hunderte Feuerwehrleute versuchen ein Übergreifen der Flammen auf das Laboratorium zu verhindern. Die Löscharbeiten werden durch  Wind und die enorme Trockenheit erschwert, die dafür sorgen, dass die Feuer immer wieder angefacht werden.

9. Juli 2011
Somalia: Eine schwere Dürre am Horn von Afrika trifft mehrere ostafrikanische Staaten, doch besonders kritisch ist die Lage im kriegszerstörten und instabilen Somalia. In Somalia sind mehrere Regenzeiten ausgefallen. Insgesamt leiden 10 Millionen Menschen in Somalia, Kenia, Äthiopien, Dschibuti und Uganda unter der Dürre. Die Vereinten Nationen sprechen inzwischen von der schwersten Dürre seit 60 Jahren. Das UN-Flüchtlingshilfswerk schätzt, dass jedes zweite Kind auf der Flucht nach Kenia und Äthiopien stirbt.  Etwa 400.000 Flüchtlinge leben derzeit in und um Dadaab (Kenia), nahe der Grenze zu Somalia.  Dadaab ist das größte Flüchtlingslager der Welt. Viele Somalier stranden hier vollkommen entkräftet nach wochenlangen Fußmärschen aus der Hölle Somalias. Täglich schleppten sich rund 3000 unterernährte, durstende und total erschöpfte Somalier nach Äthiopien und Kenia. Die Hungerkrise im Nordosten Afrikas ist laut Südhoff (Leiter des Berliner UN- Welternährungsprogramm-Büros) „die mit Abstand schlimmste Katastrophe weltweit“.

28. Juli 2011
Philippinen: Auf den Philippinen kamen durch den Tropensturm «Nock-ten» nach neuen Angaben mindestens 35 Menschen ums Leben. Weitere 25 Menschen würden vermisst, seit der Sturm am Dienstag die philippinische Hauptinsel Luzon erreicht habe. Fast 650.000 Menschen waren am Donnerstag weiterhin in Notunterkünften untergebracht, weil ihre Häuser unter Wasser standen.

29. Juli 2011
Korea: Durch Überschwemmungen, Erdrutsche und Schlammlawinen infolge von verheerenden Regenfällen, wurden in den vergangenen Tagen mindestens 59 Menschen in Südkorea getötet. Es waren die heftigsten Regenfälle seit einem Jahrhundert, die der Zehn-Millionen-Einwohner-Metropole Seoul Rekordniederschläge brachten. Alleine am Mittwoch waren es mit 301,5 Millimetern, der höchste je gemessene Niederschlag seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.  Auch in Nordkorea kam es nach Angaben von Staatsmedien zu Zerstörungen durch schwere Regenfälle. Tausende Häuser und hunderte Industriebetriebe, Schulen und öffentliche Gebäude seien zerstört worden, berichtete die amtliche Nachrichtenagentur KCNA am Donnerstag.

30. Juli 2011
Japan: Hochwasser in Japan. Durch das schwere Unwetter und dadurch ausgelöste Überschwemmungen ist mindestens ein Mensch ums Leben gekommen, fünf weitere werden noch vermisst. Rund 300.000 Japaner wurden in den Präfekturen Niigata und Fukushima aufgefordert, zur Sicherheit ihre Häuser zu verlassen. Nach Angaben japanischer Medien gab es vielerorts Überschwemmungen und Erdrutsche. In Niigata brachen Dämme, eine Eisenbahnbrücke wurde weggeschwemmt, Straßen mussten gesperrt werden. Die Städte Aga und Kamo wurde überflutet, Bäume und Telefonmasten knickten um. Die schweren Regenfälle in Japan dauern bereits seit Mittwoch an. Die nationale Wetterbehörde rief zu erhöhter Wachsamkeit auf und warnte vor Schlammlawinen.





UNHCR-Chef fordert neue Maßnahmen für klimabedingte Vertreibungen





 

"Die Welt muss sich dringend neue Strategien für den Umgang mit Naturkatastrophen und naturbedingten Vertreibungen einfallen lassen", sagte UN-Flüchtlingshochkommissar António Guterres.

Guterres machte diesen Aufruf im Rahmen der Nansen Konferenz über Klimawandel und Vertreibung im 21. Jahrhundert in Oslo, wo er das Thema zu "der entscheidenden Herausforderung unserer Zeit" erklärte. Auch wies er darauf hin, dass der internationalen Gemeinschaft bis jetzt der Wille gefehlt habe, politische Maßnahmen zu setzen, um die Auswirkungen des Klimawandels zu reduzieren.

Dieses zweitätige Treffen Anfang Juni ist das erste globale Event, das namhafte Experten zusammenführt, um über die Auswirkungen des Klimawandels auf den Lebensraum von Menschen zu diskutieren. Auf die Katastrophen in Japan, auf den Philippinen und in Pakistan verweisend, wies der Hochkommissar darauf hin, dass es genügend Beweise dafür gäbe, dass Naturkatastrophen sowohl im Hinblick auf ihre Zahl als auch Intensität zunehmen.

"Gleichzeitig wird klar, dass Naturkatastrophen und der Klimawandel nicht getrennt von anderen globalen Megatrends gesehen werden können, die die Zukunft dieses Planeten und seiner Bewohner bestimmen", führte Guterres weiter aus.

Diese Trends - Bevölkerungswachstum, Urbanisierung sowie eine wachsende Unsicherheit bei der Versorgung mit Wasser, Nahrung und Energie - werden zunehmend interagieren und so Konflikte über diese raren Ressourcen schüren. "Ein Ergebnis dieses Trends", so Guterres, "ist eine steigende Anzahl von Menschen, die von ihrer Gemeinschaft, ihrem Land oder gar Kontinent vertrieben werden". Darüber hinaus warnte der Hochkommissar vor schleichenden Desastern wie Dürren oder Desertifizierung, die darin gipfeln können, dass Menschen ihr Überleben nicht mehr gesichert sehen und so ihre Heimat verlassen müssen.



Diese Naturkatastrophen könnten zu Massenbewegungen führen, die Flüchtlingsströmen gleichen.


Stuttgart (ddp-bwb). Die Diakonie Katastrophenhilfe warnt vor einer drastischen Verschärfung des Flüchtlingsproblems durch den Klimawandel. Bis 2050 sei mit mehr als 200 Millionen Klimaflüchtlingen zu rechnen, sagte der Klimaexperte des Hilfswerks, Peter Rottach, bei der Bilanzpressekonferenz am Freitag in Stuttgart. Diese Menschen würden abhängig von der Solidarität anderer Menschen und der internationalen Nothilfe.

Die Direktorin der Diakonie Katastrophenhilfe, Cornelia Füllkrug-Weitzel, rief dazu auf, den "ungezügelten Verbrauch natürlicher Ressourcen zu stoppen". Sie beklagte zudem, dass bei gewaltsamen internen Konflikten die Bevölkerung immer weniger verschont und «immer öfter sogar bewusst als Geißel missbraucht« werde. Sie kritisierte, dass das Flüchtlingselend in Ländern wie Kolumbien, Pakistan oder dem Kongo schnell vergessen werde. Nach UN-Angaben waren 2008 insgesamt 42 Millionen Menschen auf der Flucht. Täglich kämen neue hinzu.








9. August 2011
China / Korea: Ein Tropensturm hat Chinas Ostküste und Südkorea überquert und dort Schäden in Höhe von umgerechnet mindestens 480 Millionen US-Dollar hinterlassen. 1,35 Millionen Menschen waren von den Behörden vorsorglich evakuiert worden.  Am Montag erreichte der Sturm "Muifa" Nordkorea. Nach Angaben von Behörden soll er dort mindesten 24.000 Hektar Ackerland zerstört haben. Zehn Menschen starben. Nach Schätzungen der UN waren bereits im Juli durch Überschwemungen 60.000 Hektar Land in Mitleidenschaft gezogen, sechs Millionen Menschen haben seither zu wenig zu essen

19. August 2011
Japan: Erneut ereignete sich in der Region um das havarierte Atomkraftwerk Fukushima  ein starkes Erdbeben. Nach dem Beben der Stärke 6,8 gaben die japanischen Behörden zunächst eine Tsunamiwarnung für die Präfekturen Fukushima und Miyagi aus. Bereits eine Stunde später wurde diese Warnung jedoch zurückgezogen. Nach Angaben der Behörden soll das Atomkraftwerk durch das Beben nicht stärker beschädigt worden sein

21. August 2011
Südpazifik: Die Region um den Inselstaat Vanuatu im Südpazifik ist in den letzten 24 Stunden von einer Serie schwerer Erdbeben erschüttert worden. Die beiden heftigsten Erdstöße hatten eine Magnitude von 7,1 und 7,0. Das Zentrum dieser beiden Seebeben lag jeweils gut 60 Kilometer südwestlich der 34.000 Einwohner zählenden Hauptstadt Port Vila auf der Insel Éfaté. Bisherigen Berichten zufolge gab es aber keine Opfer und nur geringe Sachschäden zu beklagen.

22. August 2011
Kanada: Aus der kanadischen Provinz Ontario wird ein heftiger Tornado gemeldet. Bisherigen Berichten zufolge starb bei dem Wirbelsturm in der rund 8.000 Einwohner zählenden Stadt Goderich mindestens ein Mensch, einige weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Der Tornado richtete in der Region aber auch erheblichen Sachschaden an. Das Auftreten von Tornados so weit im Norden ist sehr ungewöhnlich.

22. August 2011
Indien: Lang anhaltende, heftige Monsunniederschläge haben im indischen Bundesstaat Westbengalen für Hochwasser an verschiedenen Flüssen und zum Teil großflächige Überschwemmungen gesorgt. Bisherigen Berichten zufolge starben mindestens elf Bewohner der Region im Osten des Landes bei den Naturkatastrophen, einige weitere gelten zurzeit noch als vermisst. Fast 70.000 Inder verloren zudem ihr Zuhause und mussten in sicheren Regionen Schutz suchen.

23. August 2011
Karibik: In der Karibik wütet seit dem Wochenende der Hurrikan „Irene“. Der tropische Wirbelsturm der Kategorie 5 ist zunächst über Puerto Rico hinweggefegt und hat dort eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Neben abgeknickten Bäumen, überfluteten Straßen und zerstörten Telefonleitungen waren vielerorts auch gravierende Stromausfälle zu beklagen. Zeitweilig mussten bis zu eine Million Menschen ohne reguläre Energieversorgung auskommen. Opfer gab es nach bisherigen Berichten allerdings nicht zu beklagen.

23. August 2011
USA: Die Ostküste der USA ist von einem für die Region ungewöhnlich heftigen Erdbeben erschüttert worden. Wie das US Geological Survey (USGS) in Denver mitteilte, besaß der Erdstoß eine Magnitude von 5,8. Das Zentrum des Naturereignisses lag nur 135 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Washington. Der Erdstoß war auch in New York noch deutlich zu spüren. Viele Menschen liefen dort und in anderen Städten in Panik auf die Straßen. Bisherigen Berichten zufolge gab es bei dem Beben einige Verletzte und erhebliche Sachschäden zu beklagen. So wurden zahlreiche Gebäude in Mitleidenschaft gezogen, darunter auch das Washington Monument.

28. August 2011
USA: Der Hurrikan "Irene"  war am Samstag in Cape Lookout in North Carolina erstmals auf Festland getroffen und mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 140 Stundenkilometern weiter in nördlicher Richtung vor der US-Ostküste entlanggezogen. Am frühen Sonntagmorgen traf "Irene" mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern in Atlantic City im Bundesstaat New Jersey ein zweites Mal auf Land, wie das US-Hurrikanzentrum mitteilte. Der Sturm, der einen Durchmesser von rund 840 Kilometern hat, brachte Wellen von zwei Metern Höhe an die Küsten; in Philadelphia wurde erstmals seit 1986 der Notstand ausgerufen. Weit mehr als eine Millionen Menschen hatten in den betrohhenen Regionen Haus und Wohnungen verlassen müssen.  Am Sonntagmorgen um 7:30 ist "Irene" dann über New York hereingebrochen. Die befürchtete Katastrophe blieb jedoch offenbar aus. An der Westseite kam das Wasser bis ins West Village und überschwemmte die Zehnte Avenue. Ganz im Süden wurde der bei Touristen beliebte Battery Park überschwemmt. Die im Fernsehen gezeigten Bilder der Überschwemmungen wirkten dramatisch, größere Schäden wurden in New York aber nicht gemeldet. Der Sturm forderte  40 Menschenleben und verursachte einen Schaden von über 7 Milliarden Dollar.

2. September 2011
Argentinien: Aus Nordargentinien wird ein starkes Erdbeben der Stärke 6,7 gemeldet. Das Zentrum des Bebens lag 130 Kilometer südöstlich der rund 230.000 Einwohner zählenden Stadt Santiago del Estero. Berichte über Tote, Verletzte oder größere Schäden lagen zunächst nicht vor. Wie die argentinischen Medien berichteten, war das Beben aber auch in der über 800 Kilometer entfernt gelegenen Hauptstadt Buenos Aires noch deutlich zu spüren. Dort flüchteten zahlreiche Bewohner aus ihren Häusern, um sich in Sicherheit zu bringen

2. September 2011
USA: Teile des US Bundesstaats Alaska sind von einem heftigen Erdbeben erschüttert worden. Wie das US Geological Survey (USGS) auf seiner Website meldete, besaß der Erdstoß eine Magnitude von 6,8. Das Zentrum lag in einer Tiefe von mehr als 30 Kilometern unter dem Meeresboden und ereignete sich 45 beziehungsweise 85 Kilometer südwestlich von Amukta Island und Yunaska Island - beide gehören zur Inselgruppe der Aleuten -

5. September 2011
Japan: Der Taifun "Talas" ist mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 180 Kilometer pro Stunde über größere Teile Japans hinweggezogen und hat dabei eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Bisherigen Berichten zufolge starben mindestens 34 Menschen bei dem tropischen Wirbelsturm, rund 50 weitere gelten zurzeit noch als vermisst. Zahlreiche Brücken, Häuser und Autos wurden zerstört. Heftige Niederschläge führten zu Erdrutschen, Flusshochwasser und großflächigen Überschwemmungen. Zehntausende Bewohner in der Krisenregion mussten sich vor den Wassermassen in Sicherheit bringen.

12. September 2011
Deutschland: Heftige Unwetter sind am Sonntag über größere Teile Deutschlands hinweggezogen und haben dabei für zahlreiche Opfer und große Sachschäden gesorgt. Von den Gewittern mit Sturmböen und ergiebigen Niederschlägen - unter anderem in Form von faustgroßen Hagelkörnern - waren vor allem die Bundesländer Bayern, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Thüringen betroffen. Nahe Bernburg in der Magdeburger Börde ereignete sich darüberhinaus ein Tornado, der in Orten wie Peißen oder Preußlitz zahlreiche Dächer abdeckte und Bäume abknickte. Bis zu 80 Prozent der Dächer wurden nach Behördenangaben abgedeckt.

15. September 2011
Pakistan: Rund ein Jahr nach der verheerenden Hochwasserkatastrophe in Pakistan, werden aus dem südasiatischen Land jetzt erneut großflächige Überschwemmungen gemeldet. Ungewöhnlich heftige Monsunniederschläge haben vor allem in der Provinz Sindh im Südosten Pakistans verschiedene Flüsse über die Ufer treten lassen. Tausende Dörfer und riesige Ackerflächen stehen unter Wasser. Nach Angaben der Katastrophenschutzbehörden NDMA wurden knapp 1,2 Millionen Häuser beschädigt oder zerstört. Mehr als 5,7 Millionen Menschen sind betroffen, mindestens 300 Tote sind nach Behördenangaben zu beklagen, zahlreiche weitere werden zurzeit noch vermisst. Insgesamt sind nach Behördenangaben über fünf Millionen Menschen von der Naturkatastrophe betroffen. Ein Entspannung der Lage ist nicht in Sicht. Meteorologen haben für die nächsten Tagen weitere heftige Regenfälle angekündigt

16. September 2011
Fidschi-Inseln: Die Fidschi-Inseln im Pazifik sind von einem schweren Seebeben erschüttert worden. Nach Angaben des US Geological Survey (USGS) in Denver besaß der Erdstoß eine Magnitude von 7,3. Das Zentrum des Naturereignisses lag den Geowissenschaftlern zufolge 120 Kilometer südwestlich von Ndoi Island. Informationen über Tote oder Verletzte bzw. größere Sachschäden gab es zunächst nicht.

18. September 2011
Indien: Aus der Himalaya-Region wird ein schweres Erdbeben gemeldet. Der Erdstoß hatte eine Stärke von 6,9. Das Zentrum des Bebens lag nur knapp 70 Kilometer nordwestlich der Stadt Gangtok im indischen Bundesstaat Sikkim. Bisherigen Berichten zufolge gab es bei dem Beben über 100 Todesopfer zu beklagen, dutzende Menschen in der indischen Krisenregion, aber auch in Nepal und Tibet wurden zum Teil schwer verletzt. Selbst in der 800 km entfernten Hauptstadt Neu Delhi war das Beben noch zu spüren. Der Erdstoß sorgte darüberhinaus für große Sachschäden und zerstörte zahlreiche Gebäude.Viele Ortschaften sind zurzeit von der Außenwelt abgeschnitten. Wie groß die Folgen der Naturkatastrophe tatsächlich sind, ist zurzeit  noch unklar.

22. September 2011
Japan: Der Taifun "Roke" ist mit Windgeschwindigkeiten von mehr als 200 Kilometer pro Stunde über große Teile Japans hinweggezogen. Hunderttausende Menschen hatten sich bereits vor dem Eintreffen des tropischen Wirbelsturms aus der Gefahrenzone in Sicherheit gebracht. Bisherigen Berichten zufolge starben trotzdem mindestens sieben Menschen in Zusammenhang mit Roke, Dutzende weitere wurden verletzt oder gelten als vermisst. Über 250.000 Bewohner in den am schlimmsten betroffenen Gebieten mussten zeitweilig ohne Strom auskommen. Der Taifun brachte vielen Regionen Japans – darunter auch die Hauptstadt Tokio - neben heftigem Wind auch schwere Niederschläge, Erdrutsche und Überschwemmungen waren die Folge. In Städten wie Nagoya standen ganze Stadtviertel unter Wasser. Roke sorgte darüberhinaus für Chaos im Bahn-, Straßen- und Flugverkehr.

26. September 2011
Indien: Flusshochwasser und großflächige Überschwemmungen werden zurzeit aus dem Norden Indiens gemeldet. Auslöser für die Naturkatastrophe, bei der bisher mindestens 31 Menschen ums Leben kamen, sind schwere Monsunniederschläge. Am schlimmsten betroffen ist zurzeit der indische Bundesstaat Uttar Pradesh, wo Dutzende von Städten und Dörfern unter Wasser stehen. Helfer versuchen zurzeit die Bewohner der Krisenregion mit dem Nötigsten zu versorgen.

27. September 2011
Philippinen: Taifun "Nesat" hatte sich am Montag mit heftigen Regenfällen angekündigt. Die Behörden ordneten die Evakuierung von mehr als 100.000 Menschen an. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 Kilometer pro Stunde fegte der Tropensturm am Dienstag über die Nordostküste der philippinischen Hauptinsel Luzon mit ihren 48 Millionen Einwohnern. In Manila und im Nordosten des Landes sind mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen, zehntausende Menschen sind auf der Flucht. Das gewaltige Tiefdruckgebiet hatte einen Durchmesser von rund 600 Kilometern. Obwohl das Auge des Sturms rund 240 Kilometer weiter nordöstlich lag, fegten Taifunausläufer über die Hauptstadt. Zahlreiche Bäume sind entwurzelt, Strommasten umgerissen und zahllose Dächer abgedeckt. Wellen so hoch wie Palmen peitschten über Uferdämme. 

1. Oktober 2011
Philippinen: Erneut ist ein Taifun über die Philippinen hinweggefegt: "Nalgae" traf am Samstag mit Windgeschwindigkeiten von 160 Kilometern pro Stunde südlich der Palanan-Bucht auf Land. "Nalgae" nimmt einen ähnlichen Weg über die Insel Luzon wie der Taifun "Nesat", der im Großraum Manila schwere Überschwemmungen auslöste. Fast 400.000 Menschen suchten am Samstag in Evakuierungszentren oder bei Verwandten und Freunden Zuflucht. Heftiger Regen mit bis zu 25 Millimeter Niederschlag pro Stunde ließ die Flüsse anschwellen und sorgte  für weitere Überschwemmungen. "Der Boden ist noch immer total durchnässt und kann kein weiteres Wasser aufnehmen", sagte der Leiter des philippinischen Wetterdienstes.

10. Oktober 2011
Thailand: 2,4 Milliarden Euro Sachschäden, unzählige überflutete Häuser, Straßen und Ackerflächen. Seit Wochen haben ungewöhnlich starke Monsunniederschläge in Thailand Flusshochwasser und großflächige Überschwemmungen ausgelöst. Bisherigen Berichten zufolge starben in den letzten zehn Wochen über 260 Menschen in den Fluten, zahlreiche weitere gelten zurzeit noch immer als vermisst. Nach Behördenangaben haben mehrere Millionen Einwohner des Landes direkt oder indirekt unter der Naturkatastrophe zu leiden. Zurzeit steht weiterhin ein Drittel aller Provinzen Thailands zum Teil unter Wasser. Von den Überschwemungen bedroht ist mittlerweile auch die Hauptstadt Bangkok. In Ayutthaya achtzig Kilometer nördlich Bangkoks sind etwa 60.000 Menschen arbeitslos geworden, weil die Fabriken, in denen sie bisher beschäftigt waren, überschwemmt sind.

17. Oktober 2011
Mittel- und Südamerika: Unwetter mit lange andauernden heftigen Niederschlägen haben in verschiedenen Regionen Mittel- und Südamerikas für folgenschwere Erdrutsche und Überschwemmungen gesorgt. Bisherigen Berichten zufolge starben mindestens 84 Menschen bei den Naturkatastrophen, zahlreiche weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Betroffen von den verheerenden Wetterbedingungen waren unter anderem die Länder El Salvador, Guatemala, Honduras, Nicaragua und Kolumbien. Eine Besserung der Lage ist vorerst nicht in Sicht. Denn Meteorologen haben für die nächsten Tage bereits weitere Niederschläge angekündigt.

23. Oktober 2011
Thailand: Die schlimmsten Überschwemmungen seit einem halben Jahrhundert bringen Thailand an die Grenzen seiner Kräfte - und vielerorts steht das Schlimmste noch bevor. Thailand erlebt seit mehr als zwei Monaten die heftigsten Regenfälle seit 52 Jahren. Die Fluten haben bisher 28 Provinzen erreicht, 2,6 Millionen Menschen sind nach Regierungsangaben betroffen. 1/3 des Landes stehen unter Wasser. In Thanins Ban-Tak-Bezirk können 42 Dörfer nur noch per Boot erreicht werden.182 Straßen im Katastrophengebiet sind unpassierbar, darunter auch der Asian-Highway, die wichtige Verbindungsstraße von Bankok Richtung Norden. Züge aus der Hauptstadt nach Chiang Mai fahren seit Tagen nicht mehr. Mehr als 350 Menschen kamen ums Leben, Millionen Menschen im Norden und im Zentrum des Landes verloren ihre Häuser. Ursprünglich hatte die Regierung die Zwölf-Millionen-Metropole Bankog unbedingt vor den Fluten schützen wollen. Wegen des zunehmenden Drucks der Wassermassen aus dem Norden des Landes auf die  Dämme und Schutzmauern der Hauptstadt, hatte Yingluck am Donnerstag aber angeordnet, alle 200 Schleusentore zu öffnen. Dadurch soll das Hochwasser schneller in Richtung Meer abfließen. Insgesamt 50.000 Soldaten und 30.000 Polizisten sollen für Ordnung sorgen.

24. Oktober 2011
Türkei: Im Osten der Türkei hat sich am am Sonntag, 23. Oktober um 13:41 Ortszeit ein Erdbeben der Stärke 7,2 ereignet. Der Bebenherd lag nur rund 16 Kilometer von der Stadt Van entfernt. Nach Meldungen der Behörden seien ca. 500 Menschen durch einstürzende Gebäude und Trümmer getötet worden. Die Zahl der Toten steigt von Stunde zu Stunde. 1300 Menschen wurden durch das Beben verletzt.  In der 70.00 Einwohner-Stadt Ercis am Van-See sollen mehr als 50 Häuser zusammengebrochen sein.

7. November 2011
Mittelmeerraum: Mindestens 16 Tote, zerstörte Autos, schlammige Straßen. Katastrophale Unwetter haben vor allem in Norditalien viel Schaden angerichtet. Nun haben die Gewitterstürme auch Spanien und Südfrankreich erreicht und ein Ende des Regens ist nicht vor Ende der Woche zu erwarten. In der Nacht zum Sonntag zog eine Gewitterfront von den Balearen über Korsika und Sardinien bis ins südliche Italien. 20 bis 30 Liter Regen pro Quadratmeter (l/qm) wurden dabei auf den Balearen gemessen. Heftig ging es auch im Norden Sardiniens und auf Korsika zu. Hier fielen innerhalb von 24 Stunden verbreitet Regenmengen zwischen 50 l/qm und nahe 70 l/qm.

7. November 2011
Kolumbien: Aus dem Westen Kolumbiens werden gleich mehrere folgenschwere Erdrutsche und Schlammlawinen nach heftigen Regenfällen gemeldet. Bisherigen Berichten zufolge kamen mindestens 37 Menschen bei den Naturkatastrophen ums Leben, zahlreiche weitere gelten zurzeit noch als vermisst. Die Erd- und Geröllmassen verschütteten in den Städten Manizales und Calarca unter anderem verschiedene größere Gebäude. Die Rettungs- und Bergungsarbeiten sind noch in vollem Gange.Bei Erdrutschen oder Fluten sterben während der Regenzeit in Kolumbien immer wieder Menschen. Mindestens 81 Menschen sind nach offiziellen Schätzungen in der zweiten Regenzeit in diesem Jahr bislang ums Leben gekommen. Rund 300'000 Menschen haben ihr Zuhause verloren.

11. November 2011
Türkei: Nicht einmal drei Wochen nach dem Erdstoß mit einer Magnitude von 7,2 bei dem rund 600 Menschen starben, hat am 9. November im Osten der Türkei erneut die Erde gebebt. Nach Angaben des US Geological Survey (USGS) in Denver besaß der Erdstoß dieses Mal eine Stärke von 5,6. Das Zentrum des Bebens lag 16 Kilometer südlich der Stadt Van. Bisherigen Berichten zufolge forderte das Naturereignis mindestens zwölf Todesopfer, rund 30 Verschüttete sind von Helfern geborgen und in Sicherheit gebracht worden. Zahlreiche Bewohner der betroffenen Region werden zurzeit jedoch noch vermisst. Die Naturkatastrophe richtete zudem erneut erhebliche Sachschäden an.

22. November 2011
Italien: Nach den sintflutartigen Überschwemmungen, die in Genua am Freitag sechs Menschenleben gefordert haben, steht Norditalien weiterhin im Bann der Unwetter. Während in Deutschland die Flüsse aufgrund des trockenen Herbstes an Wassermangel leiden, haben sich nach tagelangen Regenfällen die Straßen und Gassen der Lagunenstadt in reißende Bäche verwandelt. Der Fluss Bisagno trat über die Ufer und überschwemmte mehrere Stadtteile. Riesige Wasser-und Schlammmassenrissen dutzende von Autos mit sich und erdrückten vier Frauen und zwei Kinder. Heftige Überschwemmungen wurden  auch in der süditalienischen Region Kampanien gemeldet. Wegen der heftigen Niederschläge kam es zu erheblichen Problemen mit dem Bahn- und Flugverkehr. Die Straßen der Vesuvstadt Neapel waren überschwemmt.  Ähnliche Meldungen werden auch aus Sizilien verzeichnet.





Ungewöhlich warmer November in Europa




Für den UN-Klimagipfel in Kopenhagen war der November ein guter Auftakt. Der Monat war, nicht nur in Deutschland, ungewöhnlich warm. Das werden viele als Zeichen für die Triftigkeit der Klimaerwärmung auslegen, während ein Klimagipfel in klirrender Kälte den Klimaskeptikern entgegengekommen wäre.

Bekanntlich aber widersprechen auch ungewöhnliche kalte Tage keineswegs der Klimaerwärmung, wie auch ungewöhnliche warme Tage keine Bestätigung dafür sind. Allerdings war der November, wie der Deutsche Wetterdienst berichtet, "deutlich zu warm".

Die Abweichung zur November-Norm ist bisher vor allem bei höheren, alpinen Wetterstationen beachtlich. So ist es beispielsweise auf dem Säntis mit durchschnittlich 2.7°C rund 7 Grad wärmer als "normal". Sehr ähnliche Abweichungen haben z.B. auch der Pilatus oder das Hörnli. Ein milder/warmer Novemberstart ist eigentlich nichts aussergewöhnliches. Eine Abweichung von 7 Grad ist aber schon sehr beachtlich.

In Moskau wurde gestern mit 14,4°C die höchste Novembertemperatur seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen. Der alte Rekord von 1927 (12,6) wurde damit gleich um 1,8°C übertroffen!

Der November startet auch in Norwegen vielerorts mit Rekordtemperaturen. So wurden in Trondheim an zwei aufeinander folgenden Tagen über 14 Grad gemessen. Normal wären 0 bis 5 Grad.

Letztlich werden es die kommenden Jahre allen Skeptikern zeigen, dass wir es mit einer globalen Veränderung des Klimas zu tun haben. Eines aber kann kein Wissenschaftler und kein Supercomputer entwerfen: "Ein Bild oder eine Prognose, welche Veränderungen wir in welche Richtung nehmen werden." Denn das Ganze läuft nicht in einer linearen Entwicklung ab, sondern in Zickzackkurven und Klimasprüngen, welche kurzfristig nicht vorhersehbar sind.


Dort, wo sonst der Rhein fließt, kann man zurzeit in Köln spazierengehen. Der November in Deutschland könnte sich sogar als regenärmster Monat überhaupt entpuppen. Selbst der bisherige Tiefstwert aus dem April 1893 dürfte unterboten werden, teilte der Deutsche Wetterdienst Ende November in Offenbach mit.  (Foto: dpa)






11. Dezember 2011
Mexiko: Große Teile Mexikos sind gestern von einem heftigen Erdbeben mit der Magnitude 6,5 erschüttert worden. Bisherigen Berichten zufolge gab es bei der Naturkatastrophe mindestens drei Todesopfer zu beklagen und es entstand erheblicher Sachschaden. So wurden unter anderem zahlreiche Gebäude zerstört oder beschädigt. Nach Angaben des US Geological Survey (USGS) in Denver lag das Zentrum des Erdstoßes nur 42 Kilometer südwestlich der Stadt Iguala im Bundesstaat Guerrero und 166 Kilometer südwestlich der Hauptstadt Mexiko-City, wo das Beben noch deutlich zu spüren war.  

16. Dezember 2011
Philippinen:  "Washi" ist bereits der 19. Tropensturm, der die Philippinen in diesem Jahr erreichte. In mehreren Flüssen schwoll das Wasser in kürzester Zeit an, trat über die Ufer und rauschte in einigen Gemeinden wie eine zehn Meter hohe Wasserwand durch die Straßen. Die Wassermassen rissen viele der oft leicht gebauten Häuser mit. Manche Einwohner konnten sich in letzter Minute auf ihre Dächer retten.Bisherigen Berichten zufolge starben über 650 Menschen in den Fluten, etwa 900 Bewohner des Krisengebietes werden zurzeit noch vermisst. Viele von ihnen wurden von der Naturkatastrophe im Schlaf überrascht. Das ganze Ausmaß der Schäden ist weiterhin unklar, denn Retter sind noch nicht in alle betroffenen Regionen vorgedrungen, da wichtige Straßen verschüttet sind. Hunderte Filipinos werden noch vermisst, mindestens 20.000 sind obdachlos.








 

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