Katastrophenstatistik
1900 -1999

2000 -2007

2008

2009

2010

2011








 



Natur- und Umweltkatastrophen


.

JL.GEJ 04. 144,2-3

(Jesus:) Alle Kalamitäten, Seuchen, allerlei Krankheiten unter Menschen und Tieren, schlechte Witterung, magere und unfruchtbare Jahre, verheerender Hagelschlag, große, alles zerstörende Überschwemmungen, Orkane, große Stürme, große Heuschreckenzüge und dergleichen mehr sind lauter Folgen der unordentlichen Handlungsweise der Menschen! Würden die Menschen möglichst in der gegebenen Ordnung leben, so hätten sie alles das nicht zu gewärtigen. Die Jahre würden wie die Perlen auf einer Schnur verlaufen, eines so gesegnet wie das andere. Es würde den bewohnbaren Teil der Erde nie eine zu große Kälte oder eine zu große Hitze plagen. Aber da die gescheiten und überaus klugen Menschen aus sich allerlei bei weitem über ihren Bedarf hinaus unternehmen, wenn sie auf der Erde zu große Bauten und zu übertriebene Verbesserungen vornehmen, ganze Berge abgraben um Heerstraßen anzulegen, wenn sie viele Hunderttausende von Morgen der schönsten Waldungen zerstören, wenn sie des Goldes und des Silbers (Bodenschätze) wegen zu tiefe Löcher in die Berge schlagen, wenn sie endlich untereinander selbst im beständigen Zank und Hader leben, während sie doch zu jeder Zeit von einer großen Menge der intelligenten Naturgeister umgeben sind, von denen alle Witterung der Erde herrührt, sowie die Reinheit und Gesundheit der Luft, des Wassers und des Erdreiches, - ist es da denn hernach zu verwundern, wenn diese Erde von einer Unzahl von Übeln aller Art und Gattung stets mehr und mehr heimgesucht wird?!


Naturkatastrophen

Naturkatastrophen sind ganz normale und immer wiederkehrende Geschehnisse in der Erdgeschichte. Jährlich ereignen sich z.B. einige hundert schwache bis mittlere Erdbeben, die vom Normalbürger gar nicht registriert werden. Erst bei einer Magnitude von 4,0 auf der Richterskala werden auch Nichtseismologen darauf aufmerksam. Da die Richterskala (nach dem amerikanischem Seismologen Charles Francis Richter benannt) Erdbeben nach einem logarithmischen Messverfahren einstuft, ist ein Beben der Stärke 8,6 nicht etwa doppelt so stark wie ein Beben der Stärke 4,3 , sondern es ist 10.000mal stärker. Daneben spielen auch Vulkanausbrüche immer wieder eine Rolle im Naturhaushalt der Erde. Vulkane und ihre Ausbrüche sind überlebenswichtig für das gesamte Leben auf unserem Planeten. Sie sind so etwas wie Überdruckventile für das Erdinnere. Könnten wir alle Vulkane zustopfen, würde uns irgendwann einmal die gesamte Erde um die Ohren fliegen. Dass die Menschen nun meinen, unbedingt am Fuße eines Vulkanes  siedeln zu müssen oder hier gar ganze Städte bauen in der Meinung, es wird schon gut gehen, gehört zu den irrationalen Verhaltensweisen unserer Spezies.
Unser Planet hat in der Vergangenheit schon Naturkatastrophen größten Ausmaßes erlebt, die, würden sie sich in unseren Tagen ereignen, wohl die gesamte Zivilisation sehr in Mitleidenschaft ziehen würden. So war z.B. der Ausbruch des Vulkanes Krakatau auf der gleichnamigen indonesischen Insel solch eine Megakatastrophe.

Der Ausbruch des Krakatau im Jahre 1883 
(Aus: „Maranatha – das Gericht der Welt“)

Die unbewohnte Insel, mit einer Erstreckung von fünf mal neun Kilometern, lag in der Sundastraße zwischen Java und Sumatra. Gekennzeichnet wurde das Bild des Eilandes von drei Vulkankegeln. Bereits im Jahre 1880 waren erste Erdstöße in der Region zu spüren. Veränderungen in der unteren Bodenstruktur, durch erhebliche Abschmelzungen des festen Erdmantels oder Erdbeben sind häufig auslösende Momente für Vulkanausbrüche und dürften auch hier der auslösende Faktor gewesen sein. Unmittelbar vor dem ersten Ausbruch am 20 Mai, registrierte man vom 9-10Mai einen Schwarm kleiner Erdbeben.
„Eine gewaltige helle Dampfsäule stieg in kurzer Zeit in eine Höhe von 11.000 Metern empor“, berichtete der Kapitän des deutschen Kriegsschiffes „Elisabeth“, das sich gerade durch die Sundastraße bewegte. Hier ist, durch die Erdbeben bedingt, wohl eine größere Menge Meerwasser in die Magmakammer eingedrungen, wodurch es zu dieser enormen Wasserdampfsäule kam. Am 26. August erfolgte dann die Haupteruption mit einer gewaltigen Explosion, die eine Aschewolke bis in die Höhe von 50 Kilometern empor schleuderte. An den umliegenden Küstenbereichen gab es einen mit glühenden Steinen vermischten Ascheregen. Schiffsbesatzungen kämpften mit der bis zu einem Meter pro Stunde wachsenden Ascheschicht auf ihren Decks, durch welche ihre Schiffe unter zugehen drohten. Die gigantische Explosion wurde noch in 4.500 Kilometer Entfernung gehört und wurde vielfach für Kanonendonner gehalten. Am 27. August kam es dann zu einem noch stärkeren Ausbruch, mit einer Reihe von schwersten Explosionen, die noch in Zentralaustralien und Madagaskar gehört wurde. Bis zu 40 Metern hohe Flutwellen (Tsunamis) überrannten die Küstenregionen und forderten auf den benachbarten Inseln Java und Sumatra 36.500 Tote. Die Stadt Pencimbang, 15 Kilometer im Landesinneren gelegen, wurde überflutet und vollkommen zerstört. Ein Dampfschiff wurde 2,5 Kilometer ins Landesinnere getragen. Das Hafenbecken der Insel Rodriguez vor der afrikanischen Ostküste (4.500km entfernt), stieg am gleichen Tag während der Ebbe um 2 Meter an, um sofort wieder zu fallen. Die Flutwelle war noch im 7.000 Kilometer entfernten Aden zu erkennen. Eine Luftdruckwelle breitete sich mit der Schallgeschwindigkeit von 1.200 km/h aus, und umrundete den Erdball sieben mal. 

Innerhalb von 23 Stunden förderte der Vulkan 18 Kubikkilometer Asche in eine Höhe von 50 Kilometern empor, wobei grobes Material noch bis zu 20 Kilometer empor geschleudert wurde. Die Rauchfahne war noch in einer Entfernung von 700 Kilometern mit bloßem Auge zu sehen, das entspricht der Entfernung Hamburg-Alpen. Asche und Lava lagen auf den umliegenden Inseln bis zu 100 Meter hoch. Ein Schiff registrierte noch in 6.000 Kilometer Entfernung Ascheregen und nach 13 Tagen hatten die Aschewolken den Erdball umrundet. Die Sonnenuntergänge waren in Folge noch für Monate ein beeindruckendes Naturschauspiel mit einer Farbpalette von glutrot bis bernsteinfarben. Für drei Jahre wurde, durch Eintrübung der Atmosphäre, die globale Mitteltemperatur um 0,5 Grad abgesenkt. Rund um Krakatau war der Meeresboden durch die ausgeflossene, erstarrte Lava um 40 Meter angestiegen. Als alles vorüber war, hatte sich an der Stelle der einstigen Insel unter dem Meeresspiegel ein 300 Meter tiefer Riesenkrater (Caldera) mit einem Durchmesser von 7.000 Metern gebildet. Die Insel war explodiert, eingeschmolzen oder in Asche aufgelöst worden. Welche unvorstellbaren Energien wurden hier freigesetzt! Man nennt solche ungewöhnlich, gewaltigen Ausbrüche „Hyperparoxismus“ (Rieseneruptionen). Katastrophen von diesen globalen Dimensionen sollten den fortschritt- und technikgläubigen Menschen von Heute dazu anregen, sich wieder in einer gesunden Relation zu den Schöpfungen Gottes einzuordnen und das Leben mit mehr Achtung und Ehrfurcht zu betrachten. Wir verblassen mit all unseren technischen Errungenschaften zu einem schemenhaften Nichts, im Vergleich zu diesen entfesselten Gewalten.

Vermischt sich das Magma im Erdinneren mit zufließendem Grundwasser/Meerwasser kommt es zu Dampfexplosionen, wie bei der Explosion des Krakatau. Bei Landausbrüchen kommt es hierbei oft zu einer Schlammflut, wie dies beim Ausbruch des schneebedeckten Mount St. Hellen USA im Jahre 1980 zu beobachten war (Bild). Hier war der schon lange erloschene Vulkankegel mit Schnee angefüllt. Das in den wieder erwachten Vulkan eindringende Schmelzwasser löste zu Wasserdampf kondensiert, in Verbindung mit dem Schmelzwasser der Berghänge, beim Ausbruch des Vulkans eine gewaltige, heiße Schlammflut aus. So auch 1985 beim Ausbruch des Nevado del Ruiz in Kolumbien wo 25.000 Menschen in solch einer Schlammflut umkamen.
Naturkatastrophen mit solcher Gewalt und solchen Ausmaßen kommen zwar seltener, aber immer wieder vor. Sie können das Leben und jegliche kulturelle und technische Entwicklung, in einem Augenblick zu Nichte machen. Eine Periode mit einer höchsten Vulkanaktivität liegt ca. 65 Millionen Jahre zurück. Sie fällt zusammen mit einem anderen, kosmisch bedingten Ereignis. Viele Geo-Wissenschaftler gehen heute davon aus, dass das Aussterben der Dinosaurier vor ca. 65 Millionen Jahren, mit dem Einschlag eines Asteroiden im Bereich des Golfes von Mexiko zusammenhängt. Inwieweit hier die eine Katastrophe (Asteroideinschlag), die anderen Katastrophen (Vulkanausbrüche und sehr wahrscheinlich auch Erdbeben) mit auslöste, kann nur spekulativ erörtert werden. Ein Asteroid ist wohl die größte Gefahr für das Leben auf der Erde und sogar für den gesamten Planeten.

Meteoriteneinschläge (Aus: „Maranatha – das Gericht der Welt“)
Die Erde hat im Verlaufe ihrer Entwicklungsgeschichte schon eine Vielzahl von kosmischen Katastrophen, in Form von Meteoriteneinschlägen erlebt. Wir alle kennen Aufnahmen von der kraterüberzogenen Mondlandschaft unseres Erdtrabanten. Der Mond zeigt uns ungeschminkt von jeglicher Flora, sein kahles, von unzähligen Einschlägen geprägtes Gesicht. Selten sind wir uns dabei bewusst, dass auch unsere Erde unter ihrem grünen Mantel zahlreiche Narben solcher Einschläge verbirgt. Es sind derzeit etwa 130 Einschlagskrater auf der Erde bekannt. Davon haben aber nur 17 einem Durchmesser der zwischen 1-200 Kilometer variiert.

 Viele kleinere Krater, aber auch einige sehr alte, große Krater, dürften im Verlaufe der Erdgeschichte erfolgreich von der Zeit manikürt worden sein. Aber auch jene Meteoriten, welche in die Ozeane einschlugen und verheerenden Tsunamis (im Küstenbereich bis zu 100 Meter hohe Flutwellen) auslösten, haben für uns keine sichtbaren Spuren hinterlassen. Der Anteil der in den Ozeanen eingeschlagenen Meteoriten dürfte entsprechend der Fläche sogar größer sein, als derjenigen, die auf den Kontinenten einschlugen. Rechts ist der Arizona-Krater zu sehen, der mit einem Durchmesser von ca. 1 Kilometer zu den kleineren gehört. Doch schon dieser Einschlag dürfte das Leben im Umkreis von mehreren hundert Kilometern ausgelöscht haben.




Die größten Einschlagskrater auf der Erde

  Lage  
  Durchmesser
  Alter (Million. Jahre)
  Sudbury (Kanada)
  Aeamann (Australien)
  Vredefort (Südafrika)
  Manicouagan (Kanada) 
  Popigai (Rußland)
  Nördlinger Ries (Deutschland)
  200 km
  160 km
  140 km
  100 km
  100 km 
    20 km

  1850                          
    570
  1970
    210
      35
      15

Man geht davon aus, dass es sich bei den größten Kratern um stark eisenhaltige Asteroiden, in der Größenordnung von bis zu 20 Kilometern Durchmessern gehandelt hat. Meteoriten in dieser Größenordnung verursachten eine unbeschreibliche Katastrophe auf unserem Planeten und hatten verheerende Auswirkungen auf die Pflanzen- und Tierwelt. Die Auslöschung vieler prähistorischer Tier- und Pflanzenarten dürfte die Folge solcher Katastrophen gewesen sein.




Umweltkatastrophen

Das 20. Jahrhundert war das Jahrhundert der industriellen Entwicklung und der Technisierung der Umwelt. Dies alles hatte nachhaltige Folgeerscheinungen für unsere Umwelt und den „Organismus Erde“ als Ganzes. Durch das Einwirken des Menschen des modernen Industriezeitalters in den komplexen und höchst komplizierten Haushalt der Natur, kam es mit der Industrialisierung zu einer neuen Kategorie von Katastrophen, den „Umweltkatastrophen“.
Diese Umweltkatastrophen werden durch Menschenhand verursacht und sind somit „hausgemachte“ Unglücke. Durch Verunreinigung der Umwelt (Erde, Wasser, Atmosphäre) erleben wir heute den sogenannten Klimawandel oder Treibhauseffekt. Dies hat enorm weitreichende Auswirkungen auf das Zusammenwirken der einzelnen Wetterkomponenten. So haben sich neben der Erwärmung der Weltmeere (bringt der mittel- und südamerikanischen Küste den El Ninio und lässt die Korallen absterben), auch die Passatwinde verändert. Auf diese Windströmungen haben sich die Seefahrer Jahrhunderte lang verlassen können. Das Eis in den Polargebieten zieht sich genauso zurück wie die Gletscher in den alpinen Regionen. Gleichzeitig haben wir in Mitteleuropa zunehmend Hochwasserkatastrophen und Stürme zu verzeichnen, die es in dieser Häufigkeit und Stärke nie bei uns gegeben hat. Zur gleichen Zeit brennen seit der Jahrtausendwende fast jährlich riesige Waldgebiete in Amerika und Australien aufgrund von Trockenheit ab, eine Trockenheit, die auch den Süden Europas vermehrt heimsucht. Die Wüsten dehnen sich in einem beängstigenden Tempo erdweit aus. In der Karibik kommt es in kurzen Abständen zu einer Vielzahl von Hurrikans, die  in dieser Heftigkeit bisher nicht aufgetreten sind.
Das Wetter kollabiert! Im Jahre 2004 und 2005 zeigten sich die ersten Tornados in Deutschland; zwar noch kurzlebig, aber schon mit der Kraft 150 Jahre alte Bäume zu entwurzeln, Baukräne um zustürzen und 20 Tonnen schwere Fahrzeuge von der Fahrbahn zu heben. Hier kann man nicht mehr von Windrosen sprechen, das sind die ersten Vorboten einer Tornadogefahr auch für Europa. Durch die Erwärmung des Meerwassers (eine weitere Folge des Treibhauseffektes) haben die Hurrikans in der Karibik in den letzten Jahren an Häufigkeit, Heftigkeit und Zerstörungskraft zugenommen. Im Jahre 2004 hatten wir 10 Hurrikans in der Karibik, bereits im Jahre 2005 waren es 25. Hierunter 3 mit Windgeschwindigkeiten, die über 300 km/h lagen, noch vor 10 Jahren hat man über solche Prognosen gelacht. Problem und Hauptursache für dieses Geschehen ist vor allem der zügellose Verbrauch von fossilen Brennstoffen wie Öl, Kohle und Gas.


Energiebedarf

In den letzten hundert Jahren, haben 16% der Erdbevölkerung 80% der gewonnenen Rohstoffe verbraucht. Rohstoffe die allesamt in den nächsten 25 Jahren zu Ende gehen werden. Diese 16% der Weltbevölkerung sind die wohlhabenden Industrieländer des Westens (Amerika und Europa) und daneben noch Japan. Die genannten Länder sind über ihre Industrie die Hauptverschmutzer unserer Lebensräume. Bisher hat die Förderung der Rohstoffe den Hunger der Industrieländer einigermaßen stillen können. Doch wir stehen heute vor einer grundlegenden Veränderung der globalen Industrielandschaft. Während die Völker Asiens – und vor allem China und Indien – bisher industrielle Diaspora waren, sind diese beiden Länder gerade dabei einen ungeheuren Sprung in das moderne Industriezeitalter zu tun. Stellen sie sich einmal den gerade sprunghaft ansteigenden Energiebedarf Chinas vor Augen. Ein 1,3 Milliarden Volk, das sich bisher vorwiegend auf Fahrrädern durch die Landschaft bewegt hat (Europa hat ca. 500 Millionen Einwohner). Alleine der Umstieg von nur 30% dieser Chinesen auf das Auto, würde schon die Möglichkeiten der Ölversorgung (Kraftstoffgrundlage) sprengen. Wenn China in seinem jetzigen industriellen Entwicklungstempo weiterfahren würde, dann hätten wir in 25 Jahren dreimal so viele Autos auf der Erde als heute! In China  werden heute - 2006 - schon mehr Personenwagen  verkauft als in Deutschland. 60 Hersteller produzieren 190 verschiedene Modelle. Im Jahr 2006 werden 6,0 Millionen Wagen produziert (Deutsche Hersteller produzierten 5,4 Millionen Autos). Die Prognosen über das Wirtschaftswachstum  sagen  über Jahre zweistellige Zahlen voraus. China ist heute schon der drittgrößte Autoproduzent und will im nächsten Jahr Japan von Platz zwei verdrängen. Nach 27% Wachstum im Vorjahr stieg der Absatz von Personenwagen in der ersten Jahreshälfte um 46 Prozent!!!! Ein weiteres, bisher noch garnicht richtig registriertes Problem, wird sich  aus der Tatsacher ergeben, dass das chinesische Volk  sich aus dem Schattendasein eines genügsamen Selbstversorgervolkes, zu einer gewalltigen Masse von Konsumenten entwickeln wird, welche mehr und mehr den westlichen Lebensstil und -standart für sich in Anspruch nehmen werden. Wo das Geld zu fließen beginnt, öffnen sich neue Absatzmärkte für Lebensmittel und Konsumgüter. Die Lebensmittelpreise werden genauso steigen wie die Rohstoffpreise, da sich  das 1 Milliardenvolk der Chinesen vermehrt Lebensmitteln und Konsumgütern auf dem globalen Weltmarkt kaufen wird. 

Der weltweite Energiebedarf  wird sich nach Aussage des IEA (=Internationale Energieagentur die im Jahr 1973 aufgrund der ersten Ölkrise von 16 Staaten gegründet wurde, um solche Krisen in Zukunft zu vermeiden) in den nächsten 20 Jahren um ca. 50% erhöhen. Der Anstieg gehe vor allem auf  die Länder China und Indien zurück. Wenn alleine China seinen Stromverbrauch pro Kopf auf das europäische Niveau anheben würde, läge der Bedarf an Kraftwerken (a 500 Megawatt) bei über 2000 Stück. Würde der Bedarf ohne Kernenergie, mit dem heute bestverfügbaren Mix aus  regenerativer und fossiler Energie und Technik  bewältigt werden,  dann würde das bedeuten: 3.500 Millionen Tonnen CO2  zusätzliche Umweltbelastung! Das ist die siebenfache Menge, die heute von der deutschen Industrie  und Energiewirtschaft freigesetzt wird. Und dann wäre da noch Indien und Indonesien als Anwärter auf einen Platz unter den Industrienationen.  
Die weltweite Nachfrage nach Öl wird nach den Prognosen des IEA bis 2030 auf 116 Millionen Barrel PRO TAG !!! steigen. Zur Zeit  - 2006 - verbrauchen wir pro Tag ca. 85 Millionen Barrel (1Barrel= 159 Liter Öl). Das sind ungeheure Mengen an Öl,  die durch die Verbrennung ungeheure Mengen an Kohlendioxid freisetzen würden. Der Kohlendioxid- ausstoß würde sich um 55% auf 40 Gigatonnen im Jahr erhöhen.  Die Belastung für die Umwelt ist nicht auszumalen, zumal China in erster Linie auf Kohlekraftwerke setzt. China ist das kohlereichste Land der Erde. (Doch auch Deutschland setzt weiterhin auf Kohlekraftwerke um sich eine gewisse Energiesicherheit zu schaffen. Schon heute werden 50% des deutschen Energiebedarfs aus Kohlekraftwerken gedeckt (regenerative Energie nur 10%). Für die nächsten Jahren hat man 26!!! neue Kohlekraftwerke geplant, die trotz modernster Technologie und Filteranlagen, zusätzliche 60 Millionen!!! Tonnen CO² ausstoßen werden.) Moderne Filteranlagen und Umweltschutz sind  in China bis heute noch Fremdwörter, genauso wie in vielen anderen asiatischen Staaten. Zweidrittel aller Flüsse in China sind Kloaken und von industriellen Abwassern verseucht. China ist bereits heute einer der größten industriellen Umweltverschmutzer. Es wird die USA spätestens in 5 Jahren auch vom ersten Platz als größter Produzent von klimaschädigenden Emissionen verdrängen.  China selbst hat sich das Ziel gestellt, bis zum Jahre 2008 die zweitgrößte Wirtschaftshandelsmacht hinter den USA zu werden. Was wird also mit unserer Atmosphäre geschehen, wenn in erhöhtem Maße weiterhin durch die Verbrennung fossiler Brennstoffe ÖL, GAS und KOHLE, gigantische Mengen an Kohlendioxid freigesetzt werden? 80% aller Emissionen entstehen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe.
Wer einmal hinter die Kulissen der glänzenden Fassade des boomenden Wirtschaftswachstums in China schauen möchte, sollte sich einmal die Webseite "China intern" anschauen. www.china-intern.de

Die OPEG (die ölfördernden Staaten) belieferte im Jahre 1973 die westlichen Länder nicht mehr mit ausreichendem Rohöl, die Folge war ein Wirtschaftseinbruch in den Industrieländern, gefolgt von der ersten großen Arbeitslosenwelle 1974/1975. Dies demonstrierte nicht nur die Abhängigkeit der westlichen Industrieländer von den ölfördernden Staaten, sondern auch die Anfälligkeit der westlichen Industrienationen in Bezug auf ihr Lebenselixier, das ÖL. Vor diesem Hintergrund ist auch der Irakkrieg zu verstehen. Amerika ist wie kein anderes Land vom Öl abhängig. Hier vertritt man im nahen Osten die sogenannten „Nationalen Interessen“ und verteidigt den Wohlstand Amerikas im Ausland. Dies wird nicht die letzte Auseinandersetzung um die Rohstoffe unseres Planeten bleiben. Durch den ungeheuren Energiebedarf der Industrieländer sind weitere Konflikte vorprogrammiert. Wir haben bereits jetzt schon einen unterschwelligen Weltkrieg der Industrienationen um die letzten Rohstoffe, doch der wird (noch) mit anderen Waffen  hinter den Kulissen des Weltgeschehens, auf der Ebene der Energiebörsen, Großkonzerne und der Banken ausgetragen.




Erderwärmung – Treibhauseffekt

Die Erdatmosphäre lässt die direkte, kurzwellige Sonnenstrahlung größten Teils ungehindert zur Erde passieren, was dem Leben auf unserem Planeten eine angenehme Entwicklungsgrundlage verschafft. Die von der Erdoberfläche gebrochene und zurückgeworfene, längerwellige Strahlung (Infrarotstrahlung), wird aber nun widerum von unser Atmosphäre reflektiert, wodurch es zu einer natürlichen Aufwärmung kommt. Für diesen Prozess sind bestimmte, in der Atmosphäre enthaltene Gase verantwortlich, darunter Wasserdampf, Kohlendioxid und Methan. Diese Gase können ähnlich wie das Glas eines Treibhauses die Wärme speichern. Sie werden deshalb auch als Treibhausgase bezeichnet. Das gesamte Leben auf der Erde hängt von diesem natürlichen Treibhauseffekt ab. Ohne ihn wäre der Planet etwa 33 °C kälter. Durch die gegenwärtig zunehmende Konzentration der Treibhausgase in der Erdatmosphäre droht das Gleichgewicht jedoch in Richtung einer kontinuierlichen Erwärmung zu kippen. Das heißt, es kommt zu einer immer schneller voranschreitenden Erderwärmung mit allen Folgeerscheinungen für unser Leben.  An den Polen unserer Erde können wir die derzeitige Klimaveränderung am besten erkennen.  Sie sind der Indikator für die rasant  fortschreitenden Veränderungen in unseren Ökosystemen, denn über der Arktis erwärmt sich die Atmosphäre vier mal schneller als über den anderen Land- und Wassermassen. Seit 10 Jahren  erleben wir  in Grönland  einen massiven Rückzug und eine
Abschmelzung der  arktischen Eisdecke.

Bilder: Arktische Eisdecke 1979 und 2005

Anfang Oktober 2004 entdeckte man durch Satelittenaufnahmen, dass es zu bestimmten Jahreszeiten bereits möglich ist zum Nordpol zu segeln. Der Permafrostboden weicht in den Sommermonaten so weit auf, dass die auf ihm gebauten Häuser in Schieflage geraten. Die alten  Ekimos sagen, dass sie so etwas  noch nie erlebt haben und auch die Väter  solches nie berichteten. Die Abschmelzungsprozesse auf Grönland sind so umfangreich, dass der Meeresspiegel deutlich höher steigen wird, als noch vor 5 Jahren prognostiziert (sämtliche Prognosen der letzten 5-10 Jahre wurden bisher deutlich nach oben korrigiert) .  Man ging von einem Anstieg des Meeresspiegels bis zu 90 cm aus.  Seit 1920, ist mit dem Beginn des modernen Industriezeitalters, der Mittelwert der Temperaturen  in Grönland um ca. 3,5  Grad gestiegen. Von April 2004 - April 2006 ist mehr als doppelt so viel  Eis geschmolzen wie im Vergleichszeitraum von 2002 - 2004. Aber auch die alpinen Gletscher zeigen uns durch ein massives Abschmelzen, dass  gravierende Veränderungen in der Natur vor sich gehen. Doch die wenigsten Menschen schauen  über den Tellerrand ihrer Alltagssorgen und Alltagsfreuden hinaus. Politiker und Wissenschaftler halten sich über das ganze Ausmaß des zu erwartenden Kollaps bedeckt, weil sie keine Panik verbreiten wollen. Umweltschützer und bewusst lebende Menschen mahnen jedoch zur Eile.
Zwischen 1991 und 2005 wurden erdweit die 10 heißesten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnung notiert!!!! Und auch die darauffolgenden Jahre bis heute sind von ständig neuen Wetter-Rekorden gekennzeichnet (siehe Katastrophenstatistik). Der Durchschnittsbürger reagiert noch sehr verhalten oder garnicht auf die sich schon jetzt abzeichnenden Veränderungen des heimischen Klimas und Wettergeschehens. Solange Mann/Frau nicht bin der bisherigen Lebensführung beeinträchtigt oder  gestört wird,  läßt sich mit allen Nachrichten gut leben. Darum werden die Geshenisse, die  an einem ganz bestimmten Punkt der UN-HEIL-SÄTTIGUNG über einen Großteil der Menschen hereinbrechen wird, wie ein Dieb in der Nacht kommen und die Schläfer unsanft wecken.  

Kyoto-Protokoll:

Das Kyoto-Protokoll wurde 1997 aufgrund der dramatischen Klimaveränderung verabschiedet. Es ist ein Zusatzvertrag zur Klimakonvention von 1992 und sollte die Notwendigkeit eines aktiven Klimaschutzes - vor allem der Industrieländer verdeutlichen. Der Vertrag, der 2012 schon wieder ausläuft, trat wegen endloser Debatten und Verzögerungen erst 2005 in Kraft.  Er schreibt den Industriestaaten vor, ihren Ausstoß von Klimagasen, vor allem Kohlendioxid, bis 2012 um durchschnittlich 5,2% (bezogen auf 1990) zu senken. 
Tatsächlich sind die Emissionen laut UNO bis 2006 aber bereits um 27% gestiegen. 

Die USA und Australien, als die Mithauptverursacher des Klimawandels haben das Kyoto-Protokoll bis heute nicht ratifiziert - ihm also nicht zugestimmt. Außenministerin Condoleezza Rice (USA) betonte, Kyoto sei nicht im Interesse der USA. Es sei schädlich für die Wirtschaft und "kein Teil unserer Zukunft". Hier ist die starke Industrielobby der eigentliche Verhinderer. Man fürchtet um den Einbruch der Gewinne. 

Die Geister scheiden sich an der Frage, welchen Beitrag Kyoto leisten kann im Kampf gegen den Treibhauseffekt. Befürworter argumentieren, dass es sich beim Kyotoprotokoll immerhin um einen ersten Schritt zur Lösung des Problems handele. Kritiker halten dagegen: Abkommen wie das von Kyoto seien nutzlos, so lange sich die EU allein zur CO2-Enthaltsamkeit verpflichte. Ein Einwand, der nicht von der Hand zu weisen ist: Die Deutschen pusten  zwar vergleichsweise viel Kohlendioxid in die Atmosphäre - zehn Tonnen pro Kopf -, insgesamt steuert Deutschland jedoch lediglich vier Prozent zur globalen Emission bei. Selbst, wenn die Deutschen ihren Ausstoß fast vollständig einstellen würden - wäre dies global betrachtet  wohl kaum mehr als ein Tropfen auf den heißen Stein. 

Im Nov. 2006 fand eine neue Klimakonferenz in Nairobi statt, mit über 1000 Wissenschaftlern und Politikern. Hier soll vor allem auch das Problem der Industrie-Schwellenländer China und Indien diskutiert werden. China ist nach den USA  bereits der zweitgrößte Produzent von Kohlendioxid. Das Fazit des Treffens war, dass die Schwellenländer nicht bereit sind  ihre Industrialisierung zu drosseln, oder erheblichen Aufwand zum Schutz der Umwelt zu betreiben. Die reichen Industrieländer - als die Verursacher der Umweltmisere - sollen nun schauen, wie sie ihren Dreck wieder beseitigen können, aber nicht auf Kosten der boomenden asiatischen Wirtschaft.

Und auch auf dem G8-Treffen, der führenden Industrienationen in Heiligendamm (Juni 2007), verschob man das, was Gestern hätte getan werden müssen, weiterhin auf Morgen. Genau gesagt hat man sich geeinigt, bis zum Jahre 2050!!! die Treibhausemissionen um 50% zu senken. Damit kann auch die amerikanische Wirtschaft gut leben, da man nicht gezwungen ist sofort zu handeln.

Von Kyoto über Bali nach ???? mehr >>>>> 




Veränderung der globalen Mitteltemperatur seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.

Die Darstellung unten zeigt, dass die globalen Durchschnittstemperaturen seit Beginn instrumenteller Messungen nie so hoch waren wie gegen Ende der neunziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Man erkennt seit dem Jahre 1970 einen kontinuierlichen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur.

Durch menschliche Aktivitäten steigt die Kohlendioxidemission wesentlich schneller als der Abbau dieses Gases durch natürliche Prozesse möglich ist. Mitte des 18. Jahrhunderts enthielt die Luft etwa 280 Moleküle Kohlendioxid je eine Million Luftmoleküle (angegeben in Partikel pro Million bzw. ppm). Heute liegt die Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre bei 368 ppm, was einer Steigerung von 31 Prozent entspricht.

Die Methanglocken über
der Erde

Methan ist hinsichtlich seiner isolierenden Eigenschaften in der Erdatmosphäre ein noch effektiveres Gas. Es absorbiert 20-mal mehr Wärme als die gleiche Menge Kohlendioxid. Methan wird bei der Produktion und dem Transport von Kohle, Erdgas und Öl freigesetzt, entsteht beim Fäulnisprozess organischer Abfälle in Deponien und wird von bestimmten Tieren, besonders Kühen, als Nebenprodukt der Verdauung ausgeschieden. Seit Beginn der industriellen Revolution Mitte des 18. Jahrhunderts hat sich der Methangehalt der Atmosphäre mehr als verdoppelt. Sollte die durchschnittliche Temperatur weiter steigen (bis +5°C), so hätte das drastische Auswirkungen auf die gespeicherten Methanvorräte unter Wasser. Sie würden wahrscheinlich eine doppelt so starke Temperaturerhöhung hervorrufen (10 Grad über der Norm). Was dann mit dem Leben auf der Erde geschieht, liegt nur in hypothetischen Modellen vor.
Distickstoffoxid (siehe Stickoxide) ist ebenfalls ein Gas mit extrem hoher Isolationswirkung; es wird hauptsächlich bei der Verbrennung fossiler Energieträger und beim Pflügen von Ackerböden freigesetzt. Distickstoffoxid absorbiert etwa 300-mal mehr Wärme als dieselbe Menge Kohlendioxid. Im Vergleich zur vorindustriellen Periode ist die Stickstoffoxidkonzentration in der Erdatmosphäre um 17 Prozent gestiegen.



Sauerstoffmangel
Die wenigsten Menschen sind sich darüber im Klaren, dass durch das Verbrennen von fossilen Brennstoffen Sauerstoff vernichtet wird. Alleine Europa verbraucht jährlich die ungeheure Summe von 760 Milliarden Tonnen fossiler Brennstoffe (Stand 2005). Beim Verbrennen von nur einem Liter Benzin werden 15 m³ Sauerstoff mitverbrannt/vernichtet. Uns ist beim Autofahren selten bewusst, dass das heilige Blech nicht alleine mit Benzin, Diesel oder einem anderen Kraftstoff fährt, sondern über ein Luftansaugfilter ständig Sauerstoff für die Verbrennung ansaugt; ohne Sauerstoff brennt kein Feuer.
Daneben werden mehr und mehr Urwaldflächen gerodet. Der Urwald und ein jeder Baum und Strauch, ein jedes Blattgrün bindet aber das Kohlendioxid und wandelt es durch die Fotosynthese in Sauerstoff um. Durch das großflächige Abholzen der Urwälder (rund 2,5 Millionen Hektar jährlich), wird also auf der einen Seite weniger Kohlendioxid gebunden und auf der anderen Seite weniger Sauerstoff produziert. Nach Angaben der Vereinten Nationen geht die Fläche des tropischen Regenwaldes weltweit derzeit jährlich um ca. 1,0 Prozent zurück. Alleine im Amazonas-Regenwald wurden 1998 ca. 30.000 Quadratkilometer Urwald von Menschenhand abgeholzt. Heute - im Jahr 2008 - wird im Amazonasbecken jede Minute ein Waldgebiet in der Größe von 9 Fussbalfeldern gerodet!
Der größte Produzent von Sauerstoff ist mit 70% das Plankton der Ozeane. Doch dieses Plankton ist gerade dabei abzusterben. Warum fragen Sie, weil wir die Ozeane unseres Planeten schon dermaßen mit Öl, Chemikalien und anderen belastenden Stoffen verdreckt haben, dass der Selbstreinigungseffekt der Meere langsam zusammenbricht. Wenn das geschieht, werden wir alle noch schwere Atemprobleme bekommen. Ein weiteres Problem aus der „ungefilterten Umweltverschmutzung“ ist der grauer Rußfilm in den Schneeregionen und auf den Gletschern unserer Erde. Hierdurch wird zusätzliche Wärme gespeichert, welche den Schmelzprozess des Eises vorantreibt. Wir haben in den letzten 50 Jahren einen drastischen Rückgang der Gletscher zu verzeichnen. Die Gletschermasse ist in der Höhe um bis zu acht Metern abgesunken, bei gleichzeitigem Schrumpfen der Ausdehnung – sprich Länge. Aus der folgenden Katastrophenstatistik kann man die Zunahme der Umweltkatastrophen in den letzten hundert Jahren gut ablesen. Es sind letztlich die Indikatoren für Reaktionen und Veränderungen im Haushalt unseres Planeten.

Vergangene zehn Jahre so warm wie nie

Die Jahre von 1998 bis 2007 waren das heißeste Jahrzehnt seit dem Beginn der Temperaturaufzeichnungen, so eine Studie der Weltorganisation für Meteorologie (WMO), die bei der UN-Klimakonferenz auf Bali vorgelegt wurde. Demnach waren allein die vergangenen zwölf Monate im Schnitt um 0,41 Grad Celsius wärmer als der Jahresschnitt der Zeit von 1961 bis 1990.
Seit Beginn des 20. Jahrhunderts beobachten die UN-Meteorologen Temperaturanstiege. Doch sei in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts der Anstieg praktisch doppelt so schnell geworden als zu Beginn, so die Experten. "Wir sehen, dass sich der Trend zur Erwärmung der Erde bestätigt", sagte WMO-Chef Michel Jarraud bei der Vorstellung der Studie am Rande des UN-Klimagipfels. 
(Der WMO gehören 188 Länder an, die am Aufbau eines Frühwarnsystems für Wetterextreme arbeiten. Die Organisation beobachtet auch die Auswirkungen des Klimawandels auf arme Länder, die die Hauptlast des Triebhauseffekts tragen dürften.)
In der UN-Studie stellen die Meteorologen für 2007 zudem eine Reihe von extremen Wetterereignissen fest. Bei einem Zyklon starben in Bangladesch 3000 Menschen, in Australien herrschte Dürre und Bolivien kämpfte mit heftigen Überschwemmungen. Auch schmolzen die Gletscher im arktischen Meer während des Sommers auf der Nordhalbkugel auf die kleinste Fläche, seit in den 70er Jahren die ersten Satellitenbilder geschossen wurden. England erlebte gleichzeitig den regnerischsten Sommer seit Beginn der dortigen Aufzeichnungen vor etwa 240 Jahren. Und: Die Oberfläche der Arktis war so klein wie nie zuvor.

Klimawandel ist nicht zu stoppen

Erstmals in der Erdgeschichte nimmt der Mensch selbst Einfluss auf das Klima. Die Konsequenzen seien bereits sichtbar, meinen viele Wissenschaftler: Dürre, Hochwasser, schmelzende Gletscher und verheerende Stürme.


"Fünf Grad mehr erzeugen eine andere Welt"

Rechts: Satellitenbild vom Nordatlantik, auf dem ein dicker Streifen Industrieabgase zu sehen ist.

"Erde seit 400 Jahren nicht so heiß" und "2005 das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen" - so oder ähnlich lauteten in der jüngsten Zeit die Schreckensmeldungen über den Klimawandel. Pikant an beiden Studien war vor allem, dass US-Behörden sie finanziert hatten. Hat doch die Regierung Bush sich bislang allem nationalen und internationalen Druck widersetzt, etwas zur Reduzierung der Treibhausgase zu tun und somit gegen den Klimawandel zu kämpfen. Erst in Heiligendamm hat sich auch Amerika unter dem internationalen Druck bereit erklärt, sich im halbherzigen Bemühen um den Abbau der globalen Emmissionswerte einzureihen.

Eine Untersuchung des Nationalen Forschungsrats der USA (National Research Council/NRC) zeigt auf der Grundlage von Temperaturaufzeichnungen und indirekten Hinweisen wie den Jahresringen der Bäume und der Bewegung der Gletscher: "So warm wie jetzt, war es seit mindestens 400 Jahren auf der Erde nicht mehr." Und diese Entwicklung scheint sich noch zu beschleunigen. So hat die Nasa herausgefunden, dass die 5 wärmsten Jahre seit 1890 in den  Jahren von 1995-2005 waren.  Und auch die Jahre 2006 und 2007 reihen sich als in dieses Bild ein.

Im 20. Jahrhundert ist es auf der Erde 0,8 Grad Celsius wärmer geworden. Dass es sich dabei um einen natürlichen Prozess handelt, glaubt fast niemand mehr. Der Mensch hat erstmals selbst an den globalen Thermostaten gedreht und sich damit in Bedrängnis gebracht. tagesschau.de stellt in einer Artikelreihe den Klimawandel und seine Folgen dar.

Die Ursache für diesen Trend liegt in einem Anstieg der Treibhausgase in der Atmosphäre und dies ist vorrangig menschlichen Aktivitäten, wie dem Verfeuern fossiler Brennstoffe geschuldet. "Zu keiner Zeit hat sich die Zusammensetzung der Erdatmosphäre so rasant geändert wie jetzt", sagt Marotzke. "Wir erwarten eine Verdopplung des Kohlendioxidgehalts der Atmosphäre über einen Zeitraum von 200 Jahren."
Zu stoppen ist der Prozess nicht mehr. "Einem Teil des Klimawandels können wir nicht mehr entgegenwirken, ein Teil kommt auch dann, wenn wir die Treibhausgaskonzentration auf dem heutigen Stand festhalten könnten", sagt Marotzke. So geht es nur noch um eine Begrenzung. 



Nur zwei Grad mehr als Ziel

Ein Wissenschaftler im Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung erläutert ein Computermodell zur Erderwärmung.

"Wir müssten versuchen, den Klimawandel zu begrenzen auf maximal zwei Grad. Das wäre ein vernünftiges politisches Ziel", meint Schellnhuber. Um das zu erreichen, müssten die Treibhausgasemissionen weltweit drastisch - und zwar um mindestens die Hälfte - reduziert werden. Fossile Brennstoffe dürften bei der Energiegewinnung nicht mehr die größte Rolle spielen, erneuerbare Energien müssten stärker genutzt werden und allgemein müsste der Energieverbrauch zurückgefahren werden - nicht nur in den Industrieländern, sondern auch in den sich stark entwickelnden Gesellschaften wie China und Indien. Schellnhuber weiß, was er damit verlangt: "Das würde bedeuten, dass sich die moderne Industriegesellschaft in diesem Jahrhundert neu erfinden muss."



Weltmeere in höchster Gefahr

CO2-Ausstoß in Deutschland bleibt hoch. Wissenschaftler schlagen Alarm: Durch den vom Menschen verantworteten Klimawandel sind einem Gutachten zufolge nicht nur die Küsten, sondern auch die Meere in höchster Gefahr. Der ungebremste Ausstoß von Kohlendioxid führe zu einer Versauerung und bedrohe das Ökosystem der Meere. Gefahr droht außerdem den Küstenbewohnern: Die Wahrscheinlichkeit von Sturmfluten und Wirbelstürmen werde in den kommenden Jahrzehnten drastisch steigen, so die Wissenschaftler. Das Gutachten war im Auftrag der Regierung vom Wissenschaftlichen Beirats der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen (WBGU) erstellt worden.


 

Klimaveränderung "ohne Beispiel"

Die Menschheit sei dabei, Veränderungsprozesse im Meer anzustoßen, die in den vergangenen Jahrmillionen ohne Beispiel seien. Durch die Versauerung seien etwa kalkbildende Meeresorganismen wie Korallen bedroht, stellten die Wissenschaftler fest. Diese hätten jedoch eine wichtige Funktion für die Nahrungsnetze im Meer und die globalen Stoffkreisläufe.
Aus der daraus resultierenden Bedrohung der Fischbestände ergeben sich nach Einschätzung der Forscher unkalkulierbare Risiken für die Ernährung der Menschheit - schließlich stammten etwa 15 Prozent des global konsumierten tierischen Eiweißes vom Fisch. Daher müsse der Fischfang international reguliert werden. Außerdem werde der arktische Ozean Ende des 21. Jahrhunderts praktisch eisfrei sein - mit dramatischen Folgen für das globale Klima. Wie schnell auch diese Einschätzung revediert werden wird, zeigt folgender Bericht vom 16. Sept. 2007 aus der Webseite von tagesschau.de 

ARD Nachrichten 16.Sept. 2007

Rekord-Eisschmelze in der Arktis

Nordwestpassage durchgehend schiffbar

Die arktische Nordwestpassage vom Atlantik zum Pazifik ist nach Angaben der Europäischen Raumfahrtagentur Esa nach einer Rekordschmelze völlig eisfrei und somit für Schiffe befahrbar. Die Route durch die kanadische Arktis ist gewöhnlich wegen des Eises auch im Sommer für Schiffe weitgehend unpassierbar. In diesem Jahr sei die Eisfläche in der Nordpolregion aber auf ihre geringste Ausdehnung seit Beginn der Satellitenbeobachtung vor 30 Jahren geschrumpft, teilte die Esa jetzt mit. Aktuelle Aufnahmen zeigten, dass die gesamte Route gegenwärtig schiffbar sei.

 

Leif Toudal Pedersen vom dänischen Raumfahrtzentrum bezeichnete den Rückgang des Eises als extrem. Die Eisfläche im Nordpolargebiet sei bis auf drei Millionen Quadratkilometer geschrumpft. Das seien eine Million Quadratkilometer weniger als die bislang geringsten Ausdehnungen in den Jahren 2005 und 2006, und auch damals war der Seeweg nicht vollkommen frei. Die weiteste Ausdehnung wird jeweils im März und die geringste im September registriert.

Im Jahr 2040 könnte die Arktis eisfrei sein

Die Arktis reagiert offenkundig sehr stark auf den Klimawandel. Einige Wissenschaftler haben vorhergesagt, dass der Nordpol bereits 2040 eisfrei sein könnte. Die Arktis-Anrainer sehen im Abschmelzen des Eises aber durchaus Vorteile. Neben der Nordwestpassage wird der Zugang zu Erdöl- und Gasreserven in dem Gebiet frei. Dies hat bereits zu neuen Rangeleien um die Souveränitätsrechte in der Arktis geführt (der Kampf um die Rohstoffe wird immer unverhüllter. Kommentar vom Seitengestalter). So stellten russische Forscher kürzlich demonstrativ die Nationalflagge in 4000 Meter Tiefe auf dem Meeresboden unter dem Nordpol auf, um den Anspruch des Landes auf das Gebiet zu unterstreichen.


Grundsätzliches Umdenken nötig

Um die Szenarien abzuwenden, fordern die Forscher ein grundsätzliches Umdenken: Nötig sei, dass der Ausstoß von Kohlendioxid (CO2) weltweit drastisch gesenkt werde. Außerdem müsse die Widerstandsfähigkeit von Meeresökosystemen gegenüber höheren Wassertemperaturen und Übersäuerung gestärkt werden. Nach Vorstellung des WBGU sollten mindestens 20 bis 30 Prozent der globalen Meeresfläche als Schutzgebiet ausgewiesen und die Überfischung gestoppt werden. Schließlich müssten Regelungen für Flüchtlinge aus gefährdeten Küstengebieten beschlossen werden.


 

Klimaerwärmung wohl stärker als bisher gedacht

Treibhauseffekt unterschätzt. Der Treibhauseffekt wird die Erde nach jüngsten Erkenntnissen von Klimaforschern noch stärker erwärmen als bisher angenommen. Neuen Analysen von Eisproben aus der Antarktis zufolge dürfte die Temperatur auf der Erde bis zum Ende dieses Jahrhunderts um 6 Grad Celsius, schlimmstenfalls sogar bis um 7,7 Grad ansteigen. Das Schrumpfen der Gletscher weltweit gilt als eines der Alarmzeichen, wenn es um Klimawandel geht. Das schreiben zwei Forscherteams, denen auch Victor Brovkin vom Potsdam-Institut für Klimaforschung angehört, in dem US-Fachblatt "Geophysical Research Letters". Demnach wird die künftige Erwärmung um 15 bis 78 Prozent stärker als bislang angenommen. Die frühere Erwartung - 4,8 Grad Erwärmung - basierte allein auf der menschenbedingten Steigerung der Treibhausgase in der Atmosphäre.

Neue Studien mit Bohrproben aus der Vostok-Eisplatte in der Antarktis machten die Forscher jedoch auf einen weiteren Effekt aufmerksam. Danach wird die Abgabe von Treibhausgasen wie Kohlendioxid (CO2) und Methan durch die Erwärmung der Erde noch zusätzlich erhöht.  [Bild: Im Sommer soll eine Folie den Zugspitzgletscher vorm Abtauen schützen.] Obwohl das Antarktis-Eis nicht verrät, woher diese zusätzlichen Treibhausgase von der Erde kommen, liegt der Schluss nach Meinung der Experten auf der Hand. Sie gehen davon aus, dass sowohl der Erdboden wie auch die Weltmeere durch die Erwärmung mehr CO2 und Methan in die Atmosphäre abgeben. 
Auf diesen Kreislauf stießen die Forscher in den neuen Eisproben, die ihnen einen Rückblick in knapp 420.000 Jahre Klimageschichte erlaubten. In diesem Zeitraum machte die Erde vier einschneidende Klimaeinbrüche und einige weniger bedeutende Temperaturveränderungen durch.

(Wozu dies alles führen kann und nach den Worten der Propheten Gottes auch führen wird, soll zum Abschluss eine unter Verschluss gehaltene Akte der amerikanischen Regierung zeigen. Auch dieser Artikel erschien am 11.10.06 auf besagter Webseite der ARD.)

Kriege durch Klimawandel?

Eine geheime Studie des US-Verteidigungsministerium kommt einem Pressebericht zufolge zu dem Schluss, dass Klimaveränderungen weitaus größere Gefahren bergen als der internationale Terrorismus. "Rasche Klimaveränderungen" könnten die Welt an den Rand der Anarchie bringen, weil betroffene Staaten ihre schwindenden Nahrungs-, Wasser- und Energiereserven möglicherweise mit nuklearer Aufrüstung zu verteidigen versuchten, zitierte die britische Zeitung "The Observer" aus der Studie.

Klimaveränderungen müssten "umgehend" zu einem herausragenden Thema für Politik und Militär werden, weil "Spaltungen und Konflikte" sonst erneut zu den beherrschenden Problemfeldern der Menschheit zu werden drohten. So sei es "wahrscheinlich", dass es beispielsweise in Großbritannien in absehbarer Zeit  
Winter wie in Sibirien geben werde, da die Durchschnittstemperaturen in Europa bis 2020 "radikal" absinken würden. (Diese Theorie beruht auf der Annahme, dass durch das Einschlafen des Golfstromes (aufgrund der Polareisabschmelzung), Europa nicht mehr in den Genuß dieser warmen Meeresströmung kommt und somit vorübergehend wesentlich kältere Klimabedingungen zu erwarten hätte. Inwieweit hier aber die sich ständig erwärmende, globale Temperatur dagegen lenkt, ist nicht abzusehen. Diese Annahme wird von einigen Wissenschaftlern vertreten, die mit einer anderen Entwicklung ihr Klimamodell erarbeiten. Letztlich zeigt es, dass sich solch ein komplexes Geschehen wie die derzeitige Klimaveränderung nur sehr schwer in genau umrahmte Zukunftsprognosen und deren Abläufe einschränken lässt. Beobachtet man die Wetterentwicklung in Mitteleuropa, so ist hier keinerlei Stabilität mehr in den verschiedenen Jahreszeiten zu erkennen. Ein ständiger Wechsel zwischen "zu warm" und "zu kalt" sowohl im Winter, wie auch im Sommer, lassen zur Zeit nur schwer ganz sichere Prognosen zu )

Zudem würden "gewaltige Stürme" die Niederlande von 2007 an "in großen Teilen unbewohnbar" machen und in Kalifornien zur Zerstörung der Wasserversorgung führen, heißt es laut "Observer" in der Studie weiter. Weiterhin könnten Europa und die USA zu "regelrechten Festungen" werden, um Millionen von Migranten abzuhalten, die aus ihren umweltzerstörten Heimatregionen herbeiströmten. (Wir werden es durch Umweltflüchtlinge mit einer zweiten Völkerwanderung zu tun bekommen)

Der "katastrophale" Energie- und Wassermangel werde die Welt etwa um 2020 in weit verbreitete Kriege stürzen. Mit der Studie vertraute Experten sagten der Zeitung, die Gefahren des Klimawandels für die weltweite Stabilität überträfen "bei weitem die des Terrorismus". Dem Blatt zufolge wurde der seit vier Monaten fertige Bericht bislang geheim gehalten, ehe er der Zeitung zugespielt wurde. Die Untersuchung wurde den Angaben nach von einem Berater des US-Geheimdienstes CIA und einem Unternehmensberater verfasst.

(Soweit der kleine Einblick in die Webseite des ARD, von dem wohl niemand behaupten wird es sei ein Sender der Fantasten und Endzeitfanatiker.)

Links: Anarchie der Kinder und oben Foto Panzer, wurden vom Webseitengestalter nachträglich eingefügt.

Größere Versicherungskonzerne führen in der Regel geographisch organisierte Risikostatistiken, die ihnen als Berechnungsgrundlage für Versicherungsprämien dienen. Die EM-DAT OFDA/CRED International Desasters Database der WHO dokumentiert seit 1888 die weltweiten Katastrophen. Demnach ereigneten sich zwischen 1900 und 2003 insgesamt 9195 größere Katastrophen mit jeweils mindestens 10 Toten. Davon hatten Wetterkatastrophen mit 57 % den höchsten Anteil, keine 20 % waren geologischen Ursprungs (Vulkanausbrüche, Erdbeben), wie auch die in die geologische Kategorie gezählten Tsunamis; der Rest waren biologische Katastrophen (Seuchen und Plagen). Die zunehmenden Wetter- oder Klimakatastrophen sind aber im Grunde schon Umweltkatastrophen, welche sich durch den Eingriff des Menschen in den Naturhaushalt ergeben. Es ist anhand der Statistik zu erkennen, dass mit dem Jahr 1997 ein neues Katastrophenzeitalter begann. Von da an häuften sich vor allem die Umweltkatastrophen in einem nie gekannten Ausmaß. Die Hitzewelle 2003 hat nicht nur alle möglichen Höchsttemperaturrekorde seit 100 oder mehr Jahren in Europa gebrochen, er dauerte auch länger als die gewöhnlichen Sommer. Die Temperaturen lagen 2-3 Grad über den höchsten bisher gemessenen Temperaturen. Dieses Ereignis ist in statistischen Modellen höchst unwahrscheinlich. Die Temperaturverläufe in der Antarktis waren in den letzten 400.000 Jahren nie so hochgeschnellt wie im Jahre 2003. Am Nordpol hat sich die Grenze des Permafrostbodens  um bis zu 300 Kilometer zurückgezogen. Ein anderer Rekord war 2002 die Jahrhundertflut entlang der Elbe, Oder und Donau, der allerdings im Frühjahr des Jahre 2006 schon wieder – was die Elbe betrifft – überboten wurde. Das Jahr 2005 war das erste Jahr in der Menschheitsgeschichte, in der das Alphabet nicht mehr ausreichte, um die tropischen Wirbelstürme und Hurrikans einer Saison mit Namen zu kategorisieren. Das alles sind Indizien für eine Klimaveränderung durch bedenkenloses, menschliches Fehlverhalten .

Es ist abzusehen, dass wir auf einen Kulminationspunkt von Ereignissen zusteuern, welche das Leben auf der Erde grundlegend verändern werden. Wir stehen erst am Anfang einer alles verändernden, globalen Großkatastrophe. Die Natur deutet auf die große Not und Gefahr hin, in der sich unser Planet und die Menschheit befindet. Aber eins ist sicher: Das Leben überlebt und geht weiter, mit oder ohne uns.









weiter
.