Natur- und
Umweltkatastrophen
. JL.GEJ 04.
144,2-3 (Jesus:)
Alle Kalamitäten, Seuchen,
allerlei Krankheiten unter Menschen und Tieren, schlechte Witterung,
magere und unfruchtbare Jahre, verheerender Hagelschlag, große,
alles zerstörende Überschwemmungen, Orkane, große
Stürme, große Heuschreckenzüge und dergleichen mehr
sind lauter Folgen der unordentlichen Handlungsweise der Menschen!
Würden
die Menschen möglichst in der gegebenen Ordnung leben, so
hätten sie alles das nicht zu gewärtigen. Die Jahre
würden wie die Perlen auf einer Schnur verlaufen, eines so
gesegnet wie das andere. Es würde den bewohnbaren Teil der Erde
nie eine zu große Kälte oder eine zu große Hitze
plagen. Aber da die gescheiten und überaus klugen Menschen aus
sich allerlei bei weitem über ihren Bedarf hinaus unternehmen, wenn
sie auf der Erde zu große Bauten und zu übertriebene
Verbesserungen vornehmen, ganze Berge abgraben um Heerstraßen
anzulegen, wenn sie viele Hunderttausende von Morgen der schönsten
Waldungen zerstören, wenn sie des Goldes und des Silbers (Bodenschätze)
wegen zu tiefe Löcher in die Berge schlagen, wenn sie endlich
untereinander selbst im beständigen Zank und Hader leben,
während sie doch zu jeder Zeit von einer großen Menge der
intelligenten Naturgeister umgeben sind, von denen alle Witterung der
Erde herrührt, sowie die Reinheit und Gesundheit der Luft, des
Wassers und des Erdreiches, - ist es da denn hernach zu verwundern,
wenn diese Erde von einer Unzahl von Übeln aller Art und Gattung
stets mehr und mehr heimgesucht wird?!
Naturkatastrophen
Naturkatastrophen sind ganz normale und
immer wiederkehrende Geschehnisse in der Erdgeschichte. Jährlich
ereignen sich z.B. einige hundert schwache bis mittlere Erdbeben, die
vom Normalbürger gar nicht registriert werden. Erst bei einer Magnitude
von 4,0 auf der Richterskala werden auch Nichtseismologen darauf
aufmerksam. Da die Richterskala (nach dem amerikanischem Seismologen
Charles Francis Richter benannt) Erdbeben nach einem logarithmischen
Messverfahren einstuft, ist ein Beben der Stärke 8,6 nicht etwa doppelt
so stark wie ein Beben der Stärke 4,3 , sondern es ist 10.000mal
stärker. Daneben spielen auch Vulkanausbrüche immer wieder eine Rolle
im Naturhaushalt der Erde. Vulkane und ihre Ausbrüche sind
überlebenswichtig für das gesamte Leben auf unserem Planeten. Sie sind
so etwas wie Überdruckventile für das Erdinnere. Könnten wir alle
Vulkane zustopfen, wü rde uns irgendwann einmal die gesamte Erde um die
Ohren fliegen. Dass die Menschen nun meinen, unbedingt am Fuße eines
Vulkanes siedeln zu müssen oder hier gar ganze Städte bauen
in der Meinung, es wird schon gut gehen, gehört zu den irrationalen
Verhaltensweisen unserer Spezies.
Unser Planet hat in der Vergangenheit schon Naturkatastrophen
größten Ausmaßes erlebt, die, würden sie sich in
unseren Tagen ereignen, wohl die gesamte Zivilisation sehr in
Mitleidenschaft ziehen würden. So war z.B. der Ausbruch des
Vulkanes Krakatau auf der gleichnamigen indonesischen Insel solch eine
Megakatastrophe. Der Ausbruch des
Krakatau im Jahre 1883
(Aus: „Maranatha – das Gericht der Welt“)
Die unbewohnte Insel, mit einer Erstreckung von fünf mal neun
Kilometern, lag in der Sundastraße zwischen Java und Sumatra.
Gekennzeichnet wurde das Bild des Eilandes von drei Vulkankegeln.
Bereits im Jahre 1880 waren erste Erdstöße in der Region zu spüren.
Veränderungen in der unteren Bodenstruktur, durch erhebliche
Abschmelzungen des festen Erdmantels oder Erdbeben sind häufig
auslösende Momente für Vulkanausbrüche und dürften auch hier der
auslösende Faktor gewesen sein. Unmittelbar vor dem ersten Ausbruch am
20 Mai, registrierte man vom 9-10Mai einen Schwarm kleiner Erdbeben. „Eine gewaltige helle
Dampfsäule stieg in kurzer Zeit in eine Höhe von 11.000 Metern empor“, berichtete der Kapitän
des deutschen Kriegsschiffes „Elisabeth“, das sich gerade durch
die Sundastraße bewegte. Hier ist, durch die Erdbeben bedingt, wohl
eine größere Menge Meerwasser in die Magmakammer eingedrungen, wodurch
es zu dieser enormen Wasserdampfsäule kam. Am 26. August erfolgte dann
die Haupteruption mit einer gewaltigen Explosion, die eine Aschewolke
bis in die Höhe von 50 Kilometern empor schleuderte. An den umliegenden
Küstenbereichen gab es einen mit glühenden Steinen vermischten
Ascheregen. Schiffsbesatzungen kämpften mit der bis zu einem Meter pro
Stunde wachsenden Ascheschicht auf ihren Decks, durch welche ihre
Schiffe unter zugehen drohten. Die gigantische Explosion wurde noch in
4.500 Kilometer Entfernung gehört und wurde vielfach für Kanonendonner
gehalten. Am 27. August kam es dann zu einem noch stärkeren Ausbruch,
mit einer Reihe von schwersten Explosionen, die noch in
Zentralaustralien und Madagaskar gehört wurde. Bis zu 40 Metern hohe
Flutwellen (Tsunamis) überrannten die Küstenregionen und forderten auf
den benachbarten Inseln Java und Sumatra 36.500 Tote. Die Stadt
Pencimbang, 15 Kilometer im Landesinneren gelegen, wurde überflutet und
vollkommen zerstört. Ein Dampfschiff wurde 2,5 Kilometer ins
Landesinnere getragen. Das Hafenbecken der Insel Rodriguez vor der
afrikanischen Ostküste (4.500km entfernt), stieg am gleichen Tag
während der Ebbe um 2 Meter an, um sofort wieder zu fallen. Die
Flutwelle war noch im 7.000 Kilometer entfernten Aden zu erkennen. Eine
Luftdruckwelle breitete sich mit der Schallgeschwindigkeit von 1.200
km/h aus, und umrundete den Erdball sieben mal.
 Innerhalb von 23 Stunden
förderte der Vulkan 18 Kubikkilometer
Asche in eine Höhe von 50 Kilometern empor, wobei grobes Material
noch bis zu 20 Kilometer empor geschleudert wurde. Die Rauchfahne war
noch in einer Entfernung von 700 Kilometern mit bloßem Auge zu
sehen, das entspricht der Entfernung Hamburg-Alpen. Asche und Lava
lagen auf den umliegenden Inseln bis zu 100 Meter hoch. Ein Schiff
registrierte noch in 6.000 Kilometer Entfernung Ascheregen und nach 13
Tagen hatten die Aschewolken den Erdball umrundet. Die
Sonnenuntergänge waren in Folge noch für Monate ein
beeindruckendes Naturschauspiel mit einer Farbpalette von glutrot bis
bernsteinfarben. Für drei Jahre wurde, durch Eintrübung der
Atmosphäre, die globale Mitteltemperatur um 0,5 Grad abgesenkt.
Rund um Krakatau war der Meeresboden durch die ausgeflossene, erstarrte
Lava um 40 Meter angestiegen. Als alles vorüber war, hatte sich an
der Stelle der einstigen Insel unter dem Meeresspiegel ein 300 Meter
tiefer Riesenkrater (Caldera) mit einem Durchmesser von 7.000 Metern
gebildet. Die Insel war explodiert, eingeschmolzen oder in Asche
aufgelöst worden. Welche unvorstellbaren Energien wurden hier
freigesetzt! Man nennt solche ungewöhnlich, gewaltigen
Ausbrüche „Hyperparoxismus“ (Rieseneruptionen).
Katastrophen von diesen globalen Dimensionen sollten den fortschritt-
und technikgläubigen Menschen von Heute dazu anregen, sich wieder
in einer gesunden Relation zu den Schöpfungen Gottes einzuordnen
und das Leben mit mehr Achtung und Ehrfurcht zu betrachten. Wir
verblassen mit all unseren technischen Errungenschaften zu einem
schemenhaften Nichts, im Vergleich zu diesen entfesselten Gewalten.
Vermischt sich
das Magma im Erdinneren mit zufließendem Grundwasser/Meerwasser kommt
es zu Dampfexplosionen, wie bei der Explosion des Krakatau. Bei Landausbrüchen kommt
es hierbei oft zu einer Schlammflut, wie dies beim Ausbruch des
schneebedeckten Mount St. Hellen USA im Jahre 1980 zu beobachten war
(Bild). Hier war der schon lange erloschene Vulkankegel mit Schnee
angefüllt. Das in den wieder erwachten Vulkan eindringende
Schmelzwasser löste zu Wasserdampf kondensiert, in Verbindung mit dem
Schmelzwasser der Berghänge, beim Ausbruch des Vulkans eine gewaltige,
heiße Schlammflut aus. So auch 1985 beim Ausbruch des Nevado del Ruiz
in Kolumbien wo 25.000 Menschen in solch einer Schlammflut umkamen.
Naturkatastrophen mit solcher Gewalt und solchen Ausmaßen kommen zwar
seltener, aber immer wieder vor. Sie können das Leben und jegliche
kulturelle und technische Entwicklung, in einem Augenblick zu Nichte
machen. Eine Periode mit einer höchsten Vulkanaktivität liegt ca. 65
Millionen Jahre zurück. Sie fällt zusammen mit einem anderen, kosmisch
bedingten Ereignis. Viele Geo-Wissenschaftler gehen heute davon aus,
dass das Aussterben der Dinosaurier vor ca. 65 Millionen Jahren, mit
dem Einschlag eines Asteroiden im Bereich des Golfes von Mexiko
zusammenhängt. Inwieweit hier die eine Katastrophe (Asteroideinschlag),
die anderen Katastrophen (Vulkanausbrüche und sehr wahrscheinlich auch
Erdbeben) mit auslöste, kann nur spekulativ erörtert werden. Ein
Asteroid ist wohl die größte Gefahr für das Leben auf der Erde und
sogar für den gesamten Planeten.
Meteoriteneinschläge
(Aus: „Maranatha – das Gericht der Welt“) Die Erde hat im Verlaufe
ihrer Entwicklungsgeschichte schon eine Vielzahl von kosmischen
Katastrophen, in Form von Meteoriteneinschlägen erlebt. Wir alle kennen
Aufnahmen von der kraterüberzogenen Mondlandschaft unseres
Erdtrabanten. Der Mond zeigt uns ungeschminkt von jeglicher Flora, sein
kahles, von unzähligen Einschlägen geprägtes Gesicht. Selten sind wir
uns dabei bewusst, dass auch unsere Erde unter ihrem grünen Mantel
zahlreiche Narben solcher Einschläge verbirgt. Es sind derzeit etwa 130
Einschlagskrater auf der Erde bekannt. Davon haben aber nur 17 einem
Durchmesser der zwischen 1-200 Kilometer variiert.
Viele kleinere Krater, aber auch einige sehr alte, große
Krater,
dürften im Verlaufe der Erdgeschichte erfolgreich von der  Zeit
manikürt worden sein. Aber auch jene Meteoriten, welche in die
Ozeane einschlugen und verheerenden Tsunamis (im Küstenbereich bis
zu 100 Meter hohe Flutwellen) auslösten, haben für uns keine
sichtbaren Spuren hinterlassen. Der Anteil der in den Ozeanen
eingeschlagenen Meteoriten dürfte entsprechend der Fläche
sogar größer sein, als derjenigen, die auf den Kontinenten
einschlugen. Rechts ist der Arizona-Krater zu sehen, der mit einem
Durchmesser von ca. 1 Kilometer zu den kleineren gehört. Doch
schon dieser Einschlag dürfte das Leben im Umkreis von mehreren
hundert Kilometern ausgelöscht haben.
Die
größten Einschlagskrater auf der Erde
| Lage
| Durchmesser
| Alter
(Million. Jahre) |
Sudbury (Kanada)
Aeamann (Australien)
Vredefort (Südafrika)
Manicouagan (Kanada)
Popigai (Rußland)
Nördlinger Ries (Deutschland) | 200 km
160 km
140 km
100 km
100 km
20 km |
1850
570
1970
210
35
15 |
Man geht davon aus, dass es sich bei den
größten Kratern um stark eisenhaltige Asteroiden, in der Größenordnung
von bis zu 20 Kilometern Durchmessern gehandelt hat. Meteoriten in
dieser Größenordnung verursachten eine unbeschreibliche Katastrophe auf
unserem Planeten und hatten verheerende Auswirkungen auf die Pflanzen-
und Tierwelt. Die Auslöschung vieler prähistorisch er Tier- und
Pflanzenarten dürfte die Folge solcher Katastrophen gewesen sein.
Umweltkatastrophen
Das 20. Jahrhundert war das Jahrhundert der industriellen Entwicklung
und der Technisierung der Umwelt. Dies alles hatte nachhaltige
Folgeerscheinungen für unsere Umwelt und den „Organismus Erde“ als
Ganzes. Durch das Einwirken des Menschen des modernen
Industriezeitalters in den komplexen und höchst komplizierten Haushalt
der Natur, kam es mit der Industrialisierung zu einer neuen Kategorie
von Katastrophen, den „Umweltkatastrophen“.  Diese
Umweltkatastrophen werden durch Menschenhand verursacht und sind somit
„hausgemachte“ Unglücke. Durch Verunreinigung der Umwelt (Erde, Wasser,
Atmosphäre) erleben wir heute den sogenannten Klimawandel oder
Treibhauseffekt. Dies hat enorm weitreichende Auswirkungen auf das
Zusammenwirken der einzelnen Wetterkomponenten. So haben sich neben der
Erwärmung der Weltmeere (bringt der mittel- und südamerikanischen Küste
den El Ninio und lässt die Korallen absterben), auch die Passatwinde
verändert. Auf diese Windströmungen haben sich die Seefahrer
Jahrhunderte lang verlassen können. Das Eis in den Polargebieten zieht
sich genauso zurück wie die Gletscher in den alpinen Regionen.
Gleichzeitig haben wir in Mitteleuropa zunehmend Hochwasserkatastrophen
und Stürme zu verzeichnen, die es in dieser Häufigkeit und Stärke nie
bei uns gegeben hat. Zur gleichen Zeit brennen seit der
Jahrtausendwende fast jährlich riesige Waldgebiete in Amerika und
Australien aufgrund von Trockenheit ab, eine Trockenheit, die auch den
Süden Europas vermehrt heimsucht. Die Wüsten dehnen sich in einem
beängstigenden Tempo erdweit aus. In der Karibik kommt es in kurzen
Abständen zu einer Vielzahl von Hurrikans, die in dieser
Heftigkeit bisher nicht aufgetreten sind. Das Wetter
kollabiert! Im Jahre 2004 und 2005 zeigten sich die ersten Tornados in
Deutschland; zwar noch kurzlebig, aber schon mit der Kraft 150 Jahre
alte Bäume zu entwurzeln, Baukräne um zustürzen und 20 Tonnen schwere
Fahrzeuge von der Fahrbahn zu heben. Hier kann man nicht mehr von
Windrosen sprechen, das sind die ersten Vorboten einer Tornadogefahr
auch für Europa. Durch die Erwärmung des Meerwassers (eine weitere
Folge des Treibhauseffektes) haben die Hurrikans in der Karibik in den
letzten Jahren an Häufigkeit, Heftigkeit und Zerstörungskraft
zugenommen. Im Jahre 2004 hatten wir 10 Hurrikans in der Karibik,
bereits im Jahre 2005 waren es 25. Hierunter 3 mit
Windgeschwindigkeiten, die über 300 km/h lagen, noch vor 10 Jahren hat
man über solche Prognosen gelacht. Problem und Hauptursache für dieses
Geschehen ist vor allem der zügellose Verbrauch von fossilen
Brennstoffen wie Öl, Kohle und Gas.
Energiebedarf
In den letzten hundert Jahren, haben 16% der Erdbevölkerung 80%
der gewonnenen Rohstoffe verbraucht. Rohstoffe die allesamt in den
näch  sten 25 Jahren zu Ende gehen werden. Diese 16% der
Weltbevölkerung sind die wohlhabenden Industrieländer des
Westens (Amerika und Europa) und daneben noch Japan. Die genannten
Länder sind über ihre Industrie die Hauptverschmutzer unserer
Lebensräume. Bisher hat die Förderung der Rohstoffe den
Hunger der Industrieländer einigermaßen stillen können.
Doch wir stehen heute vor einer grundlegenden Veränderung der
globalen Industrielandschaft. Während die Völker Asiens
– und vor allem China und Indien – bisher industrielle
Diaspora waren,
sind diese beiden Länder gerade dabei einen ungeheuren Sprung in
das
moderne Industriezeitalter zu tun. Stellen sie sich einmal den gerade
sprunghaft ansteigenden Energiebedarf Chinas vor Augen. Ein 1,3
Milliarden Volk, das sich bisher vorwiegend auf Fahrrädern durch
die Landschaft bewegt hat (Europa hat ca. 500 Millionen Einwohner).
Alleine der Umstieg von nur 30% dieser Chinesen auf das Auto,
würde schon die Möglichkeiten der Ölversorgung
(Kraftstoffgrundlage) sprengen. Wenn China in seinem jetzigen
industriellen Entwicklungstempo weiterfahren würde, dann
hätten wir in 25 Jahren dreimal so viele Autos auf der Erde als
heute! In China werden heute - 2006 - schon mehr
Personenwagen
verkauft als in Deutschland. 60 Hersteller produzieren 190
verschiedene Modelle. Im Jahr 2006 werden 6,0 Millionen Wagen
produziert (Deutsche Hersteller produzierten 5,4 Millionen Autos). Die
Prognosen über das Wirtschaftswachstum sagen über
Jahre zweistellige Zahlen voraus. China ist heute schon der
drittgrößte A  utoproduzent und will im nächsten Jahr
Japan von Platz zwei verdrängen. Nach 27% Wachstum im Vorjahr
stieg der Absatz von Personenwagen in der ersten Jahreshälfte um
46 Prozent!!!! Ein weiteres, bisher noch garnicht richtig registriertes
Problem, wird sich aus der Tatsacher ergeben, dass das
chinesische Volk sich aus dem Schattendasein eines genügsamen
Selbstversorgervolkes, zu einer gewalltigen Masse von Konsumenten
entwickeln wird, welche mehr und mehr den westlichen Lebensstil und
-standart für sich in Anspruch nehmen werden. Wo das Geld zu fließen
beginnt, öffnen sich neue Absatzmärkte für Lebensmittel und
Konsumgüter. Die Lebensmittelpreise werden genauso steigen wie die
Rohstoffpreise, da sich das 1 Milliardenvolk der Chinesen
vermehrt Lebensmitteln und Konsumgütern auf dem globalen
Weltmarkt kaufen wird. 
Der weltweite Energiebedarf wird sich nach Aussage des IEA (=Internationale Energieagentur
die im Jahr 1973 aufgrund der
ersten Ölkrise von 16 Staaten gegründet wurde, um solche Krisen
in Zukunft zu vermeiden) in
den nächsten 20 Jahren um ca. 50%
erhöhen. Der Anstieg gehe vor allem auf die Länder
China und Indien zurück. Wenn alleine China seinen Stromverbrauch
pro Kopf auf das europäische Niveau anheben würde, läge
der Bedarf an Kraftwerken (a 500 Megawatt) bei über 2000
Stück. Würde der Bedarf ohne Kernenergie, mit dem heute
bestverfügbaren Mix aus regenerativer und fossiler
Energie und Technik bewältigt werden, dann würde
das bedeuten: 3.500 Millionen Tonnen CO 2
zusätzliche
Umweltbelastung! Das ist die siebenfache Menge, die heute von der
deutschen Industrie und Energiewirtschaft freigesetzt wird.
Und
dann wäre da noch Indien und Indonesien als Anwärter auf
einen Platz unter den Industrienationen.
Die weltweite Nachfrage nach Öl wird nach
den Prognosen des IEA bis 2030 auf 116 Millionen Barrel PRO TAG
!!! steigen. Zur Zeit - 2006 - verbrauchen wir pro Tag ca.
85
Millionen Barrel (1Barrel= 159 Liter Öl). Das sind ungeheure
 Mengen an Öl, die durch die Verbrennung ungeheure Mengen an
Kohlendioxid freisetzen würden. Der
Kohlendioxid- ausstoß würde sich um 55% auf 40 Gigatonnen im
Jahr erhöhen. Die Belastung für die Umwelt ist
nicht auszumalen, zumal China in erster Linie auf  Kohlekraftwerke
setzt. China ist das kohlereichste Land der Erde. (Doch auch
Deutschland
setzt weiterhin auf Kohlekraftwerke um sich eine
gewisse Energiesicherheit zu schaffen. Schon heute werden 50% des
deutschen
Energiebedarfs aus Kohlekraftwerken gedeckt (regenerative Energie nur
10%).
Für die nächsten Jahren hat man 26!!!
neue Kohlekraftwerke geplant, die trotz modernster
Technologie und Filteranlagen, zusätzliche 60 Millionen!!!
Tonnen CO²
ausstoßen werden.) Moderne Filteranlagen und
Umweltschutz sind in China bis heute noch Fremdwörter,
genauso wie in vielen anderen asiatischen Staaten. Zweidrittel aller
Flüsse in China sind Kloaken und von industriellen Abwassern
verseucht. China ist bereits heute einer der größten
industriellen
Umweltverschmutzer. Es wird die USA spätestens in 5 Jahren auch
vom ersten Platz als größter Produzent von
klimaschädigenden Emissionen verdrängen.
China selbst hat sich das Ziel gestellt, bis zum Jahre 2008 die
zweitgrößte Wirtschaftshandelsmacht hinter den USA zu
werden. Was wird also mit unserer Atmosphäre geschehen, wenn
in erhöhtem Maße weiterhin durch die Verbrennung fossiler
Brennstoffe ÖL, GAS und
KOHLE, gigantische Mengen an Kohlendioxid freigesetzt werden? 80% aller
Emissionen entstehen aus der Verbrennung fossiler Brennstoffe. Wer
einmal
hinter die Kulissen der glänzenden Fassade
des boomenden Wirtschaftswachstums in China schauen
möchte,
sollte sich einmal die Webseite "China intern" anschauen. www.china-intern.de
Die OPEG (die ölfördernden Staaten) belieferte im Jahre 1973
die westlichen Länder
nicht mehr mit ausreichendem Rohöl, die Folge war ein
Wirtschaftseinbruch in den Industrieländern, gefolgt von der
ersten
großen Arbeitslosenwelle 1974/1975. Dies demonstrierte nicht nur
die Abhängigkeit der westlichen
Industrieländer von den ölfördernden
Staaten, sondern auch die Anfälligkeit der westlichen
Industrienationen in Bezug auf ihr Lebenselixier, das ÖL. Vor
diesem Hintergrund ist auch der 
Irakkrieg zu verstehen.
Amerika ist wie kein anderes Land vom Öl abhängig. Hier
vertritt man im nahen Osten die sogenannten „Nationalen
Interessen“ und verteidigt den Wohlstand Amerikas im Ausland.
Dies wird nicht die letzte Auseinandersetzung um die Rohstoffe unseres
Planeten bleiben. Durch den ungeheuren Energiebedarf der
Industrieländer sind weitere Konflikte vorprogrammiert. Wir haben
bereits jetzt schon einen unterschwelligen Weltkrieg der
Industrienationen um die letzten Rohstoffe, doch der
wird (noch) mit anderen Waffen hinter den Kulissen des
Weltgeschehens, auf der Ebene der Energiebörsen,
Großkonzerne
und der Banken ausgetragen.

Erderwärmung – Treibhauseffekt
Die Erdatmosphäre lässt die direkte, kurzwellige Sonnenstrahlung
größten Teils ungehindert zur Erde passieren, was dem Leben auf unserem
Planeten eine angenehme Entwicklungsgrundlage verschafft. Die von der
Erdoberfläche gebrochene und zurückgeworfene, längerwellige Strahlung
(Infrarotstrahlung), wird aber nun widerum von unser Atmosphäre
reflektiert, wodurch es zu einer natürlichen Aufwärmung kommt. Für
diesen Prozess sind bestimmte, in der Atmosphäre enthaltene Gase
verantwortlich, darunter Wasserdampf, Kohlendioxid und Methan. Diese
Gase können ähnlich wie das Glas eines Treibhauses die Wärme speichern.
Sie werden deshalb auch als Treibhausgase bezeichnet. Das gesamte Leben
auf der Erde hängt von diesem natürlichen Treibhauseffekt ab. Ohne ihn
wäre der Planet etwa 33 °C kälter. Durch die gegenwärtig
zunehmende Konzentration
der Treibhausgase in der Erdatmosphäre droht das Gleichgewicht jedoch
in Richtung einer kontinuierlichen Erwärmung zu kippen. Das heißt, es
kommt zu einer immer schneller voranschreitenden Erderwärmung mit allen
Folgeerscheinungen für unser Leben. An den Polen
unserer Erde können
wir die derzeitige Klimaveränderung am besten erkennen. Sie
sind der
Indikator für die rasant fortschreitenden Veränderungen in
unseren
Ökosystemen, denn über der Arktis erwärmt sich die Atmosphäre vier
mal schneller als über den anderen Land- und Wassermassen. Seit 10
Jahren erleben wir in Grönland einen
massiven
Rückzug und eine Abschmelzung
der
arktischen Eisdecke.
Bilder: Arktische Eisdecke 1979 und 2005
Anfang Oktober 2004 entdeckte man durch
Satelittenaufnahmen, dass es zu bestimmten Jahreszeiten bereits möglich
ist zum Nordpol zu segeln. Der Permafrostboden weicht in den
Sommermonaten so weit auf, dass die auf ihm gebauten Häuser in
Schieflage geraten. Die alten Ekimos sagen, dass sie so
etwas noch
nie erlebt haben und auch die Väter solches nie berichteten.
Die
Abschmelzungsprozesse auf Grönland sind so umfangreich, dass der
Meeresspiegel deutlich höher steigen wird, als noch vor 5 Jahren
prognostiziert (sämtliche Prognosen der letzten 5-10 Jahre wurden
bisher deutlich nach oben korrigiert) . Man ging von
einem Anstieg des
Meeresspiegels bis zu 90 cm aus. Seit 1920, ist mit dem
Beginn des
modernen Industriezeitalters, der Mittelwert der Temperaturen
in
Grönland um ca. 3,5 Grad gestiegen. Von April 2004 - April
2006 ist
mehr als doppelt so viel Eis geschmolzen wie im
Vergleichszeitraum von
2002 - 2004. Aber auch die alpinen Gletscher zeigen uns durch ein
massives Abschmelzen, dass gravierende Veränderungen in der
Natur vor
sich gehen. Doch die wenigsten Menschen schauen über den
Tellerrand
ihrer Alltagssorgen und Alltagsfreuden hinaus. Politiker und
Wissenschaftler halten
sich über das ganze Ausmaß des zu erwartenden Kollaps bedeckt, weil sie
keine Panik verbreiten wollen. Umweltschützer und bewusst lebende
Menschen mahnen jedoch zur Eile.
Zwischen 1991 und 2005 wurden erdweit die 10 heißesten Jahre seit
Beginn der Wetteraufzeichnung notiert!!!! Und auch die darauffolgenden
Jahre bis heute sind von ständig neuen Wetter-Rekorden gekennzeichnet
(siehe Katastrophenstatistik). Der Durchschnittsbürger reagiert noch
sehr verhalten oder garnicht auf die sich schon jetzt abzeichnenden
Veränderungen des heimischen Klimas und Wettergeschehens. Solange
Mann/Frau nicht bin der bisherigen Lebensführung beeinträchtigt
oder gestört wird, läßt sich mit allen Nachrichten gut
leben. Darum werden die Geshenisse, die an einem ganz bestimmten
Punkt der UN-HEIL-SÄTTIGUNG über einen Großteil der Menschen
hereinbrechen wird, wie ein Dieb in der Nacht kommen und die Schläfer
unsanft wecken. |
Kyoto-Protokoll:
Das
Kyoto-Protokoll wurde 1997 aufgrund der dramatischen Klimaveränderung
verabschiedet. Es ist ein Zusatzvertrag zur
Klimakonvention von 1992 und sollte die Notwendigkeit eines aktiven
Klimaschutzes - vor allem der Industrieländer verdeutlichen.
Der Vertrag, der 2012 schon wieder ausläuft, trat wegen
endloser Debatten und Verzögerungen erst 2005 in Kraft. Er
schreibt den Industriestaaten vor, ihren Ausstoß von Klimagasen,
vor allem Kohlendioxid, bis 2012 um durchschnittlich 5,2% (bezogen auf
1990) zu senken.
Tatsächlich sind die Emissionen laut UNO bis 2006 aber bereits um 27%
gestiegen. Die
USA und Australien, als die Mithauptverursacher des Klimawandels
haben das Kyoto-Protokoll bis heute nicht ratifiziert - ihm also nicht
zugestimmt. Außenministerin Condoleezza Rice (USA) betonte, Kyoto sei
nicht im Interesse der USA. Es sei schädlich für die Wirtschaft und
"kein Teil unserer Zukunft". Hier ist die starke Industrielobby der
eigentliche
Verhinderer. Man fürchtet um den Einbruch der Gewinne.
Die
Geister scheiden sich an der Frage, welchen Beitrag Kyoto
leisten kann im Kampf gegen den Treibhauseffekt. Befürworter
argumentieren, dass es sich beim Kyotoprotokoll immerhin um
einen
ersten Schritt zur Lösung des Problems handele. Kritiker halten
dagegen:
Abkommen wie das von Kyoto seien nutzlos, so lange sich die EU allein
zur CO2-Enthaltsamkeit verpflichte. Ein Einwand, der nicht von der Hand
zu weisen ist: Die Deutschen pusten zwar vergleichsweise viel
Kohlendioxid in die Atmosphäre - zehn Tonnen pro Kopf -, insgesamt
steuert
Deutschland jedoch lediglich vier Prozent zur globalen Emission bei.
Selbst, wenn die Deutschen ihren Ausstoß fast vollständig einstellen
würden - wäre dies global betrachtet wohl kaum mehr als ein
Tropfen auf
den heißen Stein. Im Nov. 2006
fand eine neue Klimakonferenz in Nairobi statt, mit über 1000
Wissenschaftlern und Politikern. Hier soll vor allem
auch das Problem der Industrie-Schwellenländer China und Indien
diskutiert
werden. China ist nach den USA bereits der zweitgrößte
Produzent von Kohlendioxid. Das Fazit des Treffens war, dass die
Schwellenländer nicht bereit sind ihre Industrialisierung zu
drosseln, oder erheblichen Aufwand zum Schutz der Umwelt zu betreiben.
Die reichen Industrieländer - als die Verursacher der Umweltmisere
- sollen nun schauen, wie sie ihren Dreck wieder beseitigen
können, aber nicht auf Kosten der boomenden asiatischen Wirtschaft. Und
auch auf dem G8-Treffen, der führenden Industrienationen in
Heiligendamm (Juni 2007), verschob man das, was Gestern hätte getan
werden müssen, weiterhin auf Morgen. Genau gesagt hat man sich
geeinigt, bis zum Jahre 2050!!! die Treibhausemissionen um 50% zu
senken. Damit kann auch die amerikanische Wirtschaft gut leben, da man
nicht gezwungen ist sofort zu handeln. Von Kyoto über Bali nach ???? mehr >>>>>

|
Veränderung der globalen
Mitteltemperatur seit Beginn der Wetteraufzeichnungen.
Die Darstellung unten zeigt, dass die globalen
Durchschnittstemperaturen seit Beginn instrumenteller Messungen nie so
hoch waren wie gegen Ende der neunziger Jahre des
20. Jahrhunderts. Man erkennt seit dem Jahre 1970 einen
kontinuierlichen Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur.

Durch menschliche Aktivitäten steigt die Kohlendioxidemission
wesentlich schneller als der Abbau dieses Gases durch natürliche
Prozesse möglich ist. Mitte des 18. Jahrhunderts enthielt die Luft etwa
280 Moleküle Kohlendioxid je eine Million Luftmoleküle (angegeben in
Partikel pro Million bzw. ppm). Heute liegt die
Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre bei 368 ppm, was einer
Steigerung von 31 Prozent entspricht.
Die Methanglocken über
der Erde
Methan ist hinsichtlich
seiner isolierenden Eigenschaften in der Erdatmosphäre ein noch
effektiveres Gas. Es absorbiert 20-mal mehr Wärme als die gleiche Menge
Kohlendioxid. Methan wird bei der Produktion und dem Transport von
Kohle, Erdgas und Öl freigesetzt, entsteht beim Fäulnisprozess
organischer Abfälle in Deponien und wird von bestimmten Tieren,
besonders Kühen, als Nebenprodukt der Verdauung ausgeschieden. Seit
Beginn der industriellen Revolution Mitte des 18. Jahrhunderts hat sich
der Methangehalt der Atmosphäre mehr als verdoppelt.
Sollte die durchschnittliche Temperatur weiter steigen (bis +5°C), so
hätte das drastische Auswirkungen auf die gespeicherten Methanvorräte
unter Wasser. Sie würden wahrscheinlich eine doppelt so starke
Temperaturerhöhung hervorrufen (10 Grad über der Norm). Was dann mit
dem Leben auf der Erde geschieht, liegt nur in hypothetischen Modellen
vor. Distickstoffoxid (siehe
Stickoxide) ist ebenfalls ein Gas mit extrem hoher Isolationswirkung;
es wird hauptsächlich bei der Verbrennung fossiler Energieträger und
beim Pflügen von Ackerböden freigesetzt. Distickstoffoxid absorbiert
etwa 300-mal mehr Wärme als dieselbe Menge Kohlendioxid. Im Vergleich
zur vorindustriellen Periode ist die Stickstoffoxidkonzentration in der
Erdatmosphäre um 17 Prozent gestiegen.

Sauerstoffmangel
Die wenigsten Menschen sind sich darüber im Klaren, dass durch das
Verbrennen von fossilen Brennstoffen Sauerstoff vernichtet wird.
Alleine Europa verbraucht jährlich die ungeheure Summe von 760
Milliarden Tonnen fossiler Brennstoffe (Stand 2005). Beim Verbrennen
von nur einem Liter Benzin werden 15 m³ Sauerstoff
mitverbrannt/vernichtet. Uns ist beim Autofahren selten bewusst, dass
das heilige Blech nicht alleine mit Benzin, Diesel oder einem anderen
Kraftstoff fährt, sondern über ein Luftansaugfilter ständig Sauerstoff
für die Verbrennung ansaugt; ohne Sauerstoff brennt kein Feuer. 
Daneben werden mehr und mehr Urwaldflächen gerodet. Der Urwald und ein
jeder Baum und Strauch, ein jedes Blattgrün bindet aber das
Kohlendioxid und wandelt es durch die Fotosynthese in Sauerstoff um.
Durch das großflächige Abholzen der Urwälder (rund 2,5 Millionen Hektar
jährlich), wird also auf der einen Seite weniger
Kohlendioxid gebunden und auf der anderen Seite weniger Sauerstoff
produziert. Nach Angaben der Vereinten Nationen geht die Fläche des
tropischen Regenwaldes weltweit derzeit jährlich um ca. 1,0 Prozent
zurück. Alleine im Amazonas-Regenwald wurden 1998 ca. 30.000
Quadratkilometer Urwald von Menschenhand abgeholzt. Heute - im Jahr
2008 - wird im Amazonasbecken jede Minute ein Waldgebiet in der
Größe von 9 Fussbalfeldern gerodet! Der größte
Produzent von Sauerstoff ist mit 70% das Plankton der Ozeane. Doch
dieses Plankton ist gerade dabei abzusterben. Warum fragen Sie, weil
wir die Ozeane unseres Planeten schon dermaßen mit Öl, Chemikalien und
anderen belastenden Stoffen verdreckt haben, dass der
Selbstreinigungseffekt der Meere langsam zusammenbricht. Wenn das
geschieht, werden wir alle noch schwere Atemprobleme bekommen. Ein
weiteres Problem aus der „ungefilterten Umweltverschmutzung“ ist der
grauer Rußfilm in den Schneeregionen und auf den Gletschern unserer
Erde. Hierdurch wird zusätzliche Wärme gespeichert, welche den
Schmelzprozess des Eises vorantreibt. Wir haben in den letzten 50
Jahren einen drastischen Rückgang der Gletscher zu verzeichnen. Die
Gletschermasse ist in der Höhe um bis zu acht Metern abgesunken, bei
gleichzeitigem Schrumpfen der Ausdehnung – sprich Länge. Aus der
folgenden Katastrophenstatistik kann man die Zunahme der
Umweltkatastrophen in den letzten hundert Jahren gut ablesen. Es sind
letztlich die Indikatoren für Reaktionen und Veränderungen im Haushalt
unseres Planeten.
Vergangene zehn Jahre so warm wie
nie
Die
Jahre von 1998 bis 2007 waren das heißeste Jahrzehnt seit dem Beginn der
Temperaturaufzeichnungen, so eine Studie der Weltorganisation für Meteorologie
(WMO), die bei der UN-Klimakonferenz auf Bali vorgelegt wurde. Demnach waren
allein die vergangenen zwölf Monate im Schnitt um 0,41 Grad Celsius wärmer als
der Jahresschnitt der Zeit von 1961 bis 1990. Seit
Beginn des 20. Jahrhunderts beobachten die UN-Meteorologen Temperaturanstiege.
Doch sei in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts der Anstieg praktisch doppelt
so schnell geworden als zu Beginn, so die Experten. "Wir sehen, dass sich
der Trend zur Erwärmung der Erde bestätigt", sagte WMO-Chef Michel Jarraud
bei der Vorstellung der Studie am Rande des UN-Klimagipfels. (Der
WMO gehören 188 Länder an, die am Aufbau eines Frühwarnsystems für
Wetterextreme arbeiten. Die Organisation beobachtet auch die Auswirkungen des
Klimawandels auf arme Länder, die die Hauptlast des Triebhauseffekts tragen
dürften.) In
der UN-Studie stellen die Meteorologen für 2007 zudem eine Reihe von extremen
Wetterereignissen fest. Bei einem Zyklon starben in Bangladesch 3000 Menschen,
in Australien herrschte Dürre und Bolivien kämpfte mit heftigen
Überschwemmungen. Auch schmolzen die Gletscher im arktischen Meer während des
Sommers auf der Nordhalbkugel auf die kleinste Fläche, seit in den 70er Jahren
die ersten Satellitenbilder geschossen wurden. England erlebte gleichzeitig den
regnerischsten Sommer seit Beginn der dortigen Aufzeichnungen vor etwa 240
Jahren. Und: Die Oberfläche der Arktis war so klein wie nie zuvor.
Klimawandel
ist nicht zu stoppen Erstmals in der Erdgeschichte nimmt der Mensch
selbst Einfluss
auf das Klima. Die Konsequenzen seien bereits sichtbar, meinen viele
Wissenschaftler:
Dürre, Hochwasser, schmelzende Gletscher und verheerende Stürme.
"Fünf
Grad mehr erzeugen eine andere Welt"
Rechts:
Satellitenbild vom Nordatlantik, auf dem ein dicker Streifen
Industrieabgase zu
sehen ist.
"Erde seit 400 Jahren nicht so heiß" und
"2005
das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen" - so oder
ähnlich
lauteten in der jüngsten Zeit die Schreckensmeldungen über den
Klimawandel.
Pikant an beiden Studien war vor allem, dass US-Behörden sie finanziert
hatten.
Hat doch die Regierung Bush sich bislang allem nationalen und
internationalen
Druck widersetzt, etwas zur Reduzierung der Treibhausgase zu tun und
somit
gegen den Klimawandel zu kämpfen. Erst in Heiligendamm hat sich auch
Amerika unter dem internationalen Druck bereit erklärt, sich im
halbherzigen Bemühen um den Abbau der globalen Emmissionswerte
einzureihen. Eine
Untersuchung des Nationalen Forschungsrats der USA
(National Research Council/NRC) zeigt auf der Grundlage von
Temperaturaufzeichnungen und indirekten Hinweisen wie den Jahresringen
der
Bäume und der Bewegung der Gletscher: "So warm wie jetzt, war es seit
mindestens
400 Jahren auf der Erde nicht mehr." Und diese Entwicklung scheint sich
noch zu
beschleunigen. So hat die Nasa herausgefunden, dass die 5 wärmsten
Jahre
seit 1890 in den Jahren von 1995-2005 waren. Und auch die Jahre 2006 und 2007 reihen sich als in dieses Bild ein. Im 20. Jahrhundert ist es auf der Erde 0,8 Grad
Celsius wärmer
geworden. Dass es sich dabei um einen natürlichen Prozess
handelt,
glaubt fast niemand mehr. Der Mensch hat erstmals selbst an den
globalen
Thermostaten gedreht und sich damit in Bedrängnis gebracht. tagesschau.de
stellt in einer Artikelreihe den Klimawandel und seine Folgen dar. Die Ursache für diesen Trend liegt in einem
Anstieg der
Treibhausgase in der Atmosphäre und dies ist vorrangig menschlichen
Aktivitäten, wie dem Verfeuern fossiler Brennstoffe geschuldet. "Zu
keiner
Zeit hat sich die Zusammensetzung der Erdatmosphäre so rasant geändert
wie
jetzt", sagt Marotzke. "Wir erwarten eine Verdopplung des
Kohlendioxidgehalts der Atmosphäre über einen Zeitraum von 200 Jahren."
Zu stoppen ist der Prozess nicht mehr. "Einem Teil des
Klimawandels können wir nicht mehr entgegenwirken, ein Teil kommt auch
dann,
wenn wir die Treibhausgaskonzentration auf dem heutigen Stand
festhalten
könnten", sagt Marotzke. So geht es nur noch um eine
Begrenzung.
Nur zwei Grad mehr als Ziel Ein
Wissenschaftler im
Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung erläutert ein Computermodell
zur
Erderwärmung.
"Wir
müssten versuchen, den Klimawandel zu begrenzen auf maximal zwei
Grad. Das wäre ein vernünftiges politisches Ziel", meint Schellnhuber.
Um
das zu erreichen, müssten die Treibhausgasemissionen weltweit drastisch
- und
zwar um mindestens die Hälfte - reduziert werden. Fossile Brennstoffe
dürften
bei der Energiegewinnung nicht mehr die größte Rolle spielen,
erneuerbare
Energien müssten stärker genutzt werden und allgemein müsste der
Energieverbrauch
zurückgefahren werden - nicht nur in den Industrieländern, sondern auch
in den
sich stark entwickelnden Gesellschaften wie China und Indien.
Schellnhuber
weiß, was er damit verlangt: "Das würde bedeuten, dass sich die moderne
Industriegesellschaft in diesem Jahrhundert neu erfinden muss."
Weltmeere in höchster
Gefahr
CO2-Ausstoß
in Deutschland bleibt hoch. Wissenschaftler
schlagen Alarm: Durch den vom Menschen verantworteten Klimawandel
sind einem Gutachten zufolge nicht nur die Küsten, sondern
auch die Meere in höchster
Gefahr. Der ungebremste Ausstoß von Kohlendioxid führe zu
einer Versauerung und
bedrohe das Ökosystem der Meere. Gefahr droht außerdem den
Küstenbewohnern: Die
Wahrscheinlichkeit von Sturmfluten und Wirbelstürmen werde in den
kommenden
Jahrzehnten drastisch steigen, so die Wissenschaftler. Das Gutachten
war im
Auftrag der Regierung vom Wissenschaftlichen Beirats der
Bundesregierung
Globale Umweltveränderungen (WBGU) erstellt worden.
Klimaveränderung
"ohne Beispiel"
Die Menschheit sei dabei,
Veränderungsprozesse im Meer
anzustoßen, die in den vergangenen Jahrmillionen ohne Beispiel seien.
Durch die
Versauerung seien etwa kalkbildende Meeresorganismen wie Korallen
bedroht,
stellten die Wissenschaftler fest. Diese hätten jedoch eine wichtige
Funktion
für die Nahrungsnetze im Meer und die globalen Stoffkreisläufe.
Aus der daraus resultierenden Bedrohung der Fischbestände
ergeben sich nach Einschätzung der Forscher unkalkulierbare Risiken für
die
Ernährung der Menschheit - schließlich stammten etwa 15 Prozent des
global
konsumierten tierischen Eiweißes vom Fisch. Daher müsse der Fischfang
international reguliert werden. Außerdem werde der arktische Ozean Ende
des 21.
Jahrhunderts praktisch eisfrei sein - mit dramatischen Folgen für das
globale
Klima. Wie schnell auch diese Einschätzung revediert werden wird, zeigt
folgender Bericht vom 16. Sept. 2007 aus der Webseite von
tagesschau.de
ARD Nachrichten 16.Sept. 2007 Rekord-Eisschmelze in der Arktis
Nordwestpassage durchgehend schiffbar
Die arktische Nordwestpassage vom Atlantik zum Pazifik ist nach Angaben
der Europäischen Raumfahrtagentur Esa nach einer Rekordschmelze völlig eisfrei
und somit für Schiffe befahrbar. Die Route durch die kanadische Arktis ist
gewöhnlich wegen des Eises auch im Sommer für Schiffe weitgehend unpassierbar.
In diesem Jahr sei die Eisfläche in der Nordpolregion aber auf ihre geringste
Ausdehnung seit Beginn der Satellitenbeobachtung vor 30 Jahren geschrumpft,
teilte die Esa jetzt mit. Aktuelle Aufnahmen zeigten, dass die gesamte Route
gegenwärtig schiffbar sei.  Leif Toudal Pedersen vom dänischen Raumfahrtzentrum bezeichnete
den Rückgang des Eises als extrem. Die Eisfläche im Nordpolargebiet sei bis auf
drei Millionen Quadratkilometer geschrumpft. Das seien eine Million
Quadratkilometer weniger als die bislang geringsten Ausdehnungen in den Jahren
2005 und 2006, und auch damals war der Seeweg nicht vollkommen frei. Die
weiteste Ausdehnung wird jeweils im März und die geringste im September
registriert. Im Jahr 2040 könnte die Arktis eisfrei sein Die Arktis reagiert offenkundig sehr stark auf den Klimawandel.
Einige Wissenschaftler haben vorhergesagt, dass der Nordpol bereits 2040
eisfrei sein könnte. Die Arktis-Anrainer sehen im Abschmelzen des Eises aber
durchaus Vorteile. Neben der Nordwestpassage wird der Zugang zu Erdöl- und
Gasreserven in dem Gebiet frei. Dies hat bereits zu neuen Rangeleien um die
Souveränitätsrechte in der Arktis geführt (der Kampf um die Rohstoffe wird immer unverhüllter. Kommentar vom Seitengestalter). So stellten russische Forscher
kürzlich demonstrativ die Nationalflagge in 4000 Meter Tiefe auf dem
Meeresboden unter dem Nordpol auf, um den Anspruch des Landes auf das Gebiet zu
unterstreichen. 
| Grundsätzliches
Umdenken nötig
Um die Szenarien abzuwenden, fordern
die Forscher ein
grundsätzliches Umdenken: Nötig sei, dass der Ausstoß von Kohlendioxid
(CO2)
weltweit drastisch gesenkt werde. Außerdem müsse die
Widerstandsfähigkeit von
Meeresökosystemen gegenüber höheren Wassertemperaturen und Übersäuerung
gestärkt werden. Nach Vorstellung des WBGU sollten mindestens 20 bis 30
Prozent
der globalen Meeresfläche als Schutzgebiet ausgewiesen und die
Überfischung
gestoppt werden. Schließlich müssten Regelungen für Flüchtlinge aus
gefährdeten
Küstengebieten beschlossen werden.
Klimaerwärmung
wohl stärker als bisher gedacht Treibhauseffekt
unterschätzt. Der Treibhauseffekt wird die Erde
nach jüngsten Erkenntnissen
von Klimaforschern noch stärker erwärmen als bisher angenommen. Neuen
Analysen
von Eisproben aus der Antarktis zufolge dürfte die Temperatur auf der
Erde bis
zum Ende dieses Jahrhunderts um 6 Grad Celsius, schlimmstenfalls sogar
bis um
7,7 Grad ansteigen. Das
Schrumpfen der Gletscher
weltweit gilt als eines der Alarmzeichen, wenn es um Klimawandel geht. Das
schreiben zwei Forscherteams, denen auch Victor Brovkin vom
Potsdam-Institut für Klimaforschung angehört, in dem US-Fachblatt
"Geophysical Research Letters". Demnach wird die künftige Erwärmung
um 15 bis 78 Prozent stärker als bislang angenommen. Die frühere
Erwartung -
4,8 Grad Erwärmung - basierte allein auf der menschenbedingten
Steigerung der
Treibhausgase in der Atmosphäre.
Neue Studien mit Bohrproben aus der Vostok-Eisplatte
in der Antarktis machten die Forscher jedoch auf einen weiteren Effekt
aufmerksam. Danach wird die Abgabe von Treibhausgasen wie Kohlendioxid
(CO2)
und Methan durch die 
Erwärmung der Erde noch zusätzlich erhöht.
[Bild: Im
Sommer soll eine Folie den Zugspitzgletscher vorm Abtauen schützen.] Obwohl
das Antarktis-Eis nicht verrät, woher diese zusätzlichen
Treibhausgase von der Erde kommen, liegt der Schluss nach Meinung der
Experten
auf der Hand. Sie gehen davon aus, dass sowohl der Erdboden wie auch
die
Weltmeere durch die Erwärmung mehr CO2 und Methan in die Atmosphäre
abgeben.
Auf diesen Kreislauf stießen die Forscher in den neuen
Eisproben, die ihnen einen Rückblick in knapp 420.000 Jahre
Klimageschichte
erlaubten. In diesem Zeitraum machte die Erde vier einschneidende
Klimaeinbrüche und einige weniger bedeutende Temperaturveränderungen
durch. (Wozu
dies alles führen kann und nach den Worten der Propheten Gottes
auch führen wird, soll zum Abschluss eine unter Verschluss
gehaltene Akte der amerikanischen Regierung zeigen. Auch dieser Artikel
erschien am 11.10.06 auf besagter Webseite der ARD.)
Kriege durch Klimawandel? Eine
geheime Studie des US-Verteidigungsministerium kommt einem
Pressebericht zufolge zu dem Schluss, dass Klimaveränderungen weitaus
größere Gefahren bergen als der internationale Terrorismus. "Rasche
Klimaveränderungen"
könnten die Welt an den Rand der Anarchie bringen,
weil betroffene Staaten ihre schwindenden Nahrungs-, Wasser- und
Energiereserven möglicherweise mit nuklearer Aufrüstung zu verteidigen
versuchten, zitierte die britische Zeitung "The Observer" aus der
Studie. Klimaveränderungen müssten "umgehend" zu einem
herausragenden Thema
für Politik und Militär werden, weil "Spaltungen und Konflikte" sonst
erneut zu den beherrschenden Problemfeldern der Menschheit zu werden
drohten. So sei es "wahrscheinlich", dass es beispielsweise in
Großbritannien in absehbarer Zeit
Winter wie in Sibirien geben werde,
da die Durchschnittstemperaturen in Europa bis 2020 "radikal" absinken
würden. (Diese
Theorie beruht auf der Annahme, dass durch das Einschlafen des
Golfstromes (aufgrund der Polareisabschmelzung), Europa nicht mehr in
den Genuß dieser warmen Meeresströmung kommt und somit
vorübergehend wesentlich kältere Klimabedingungen zu erwarten hätte.
Inwieweit hier aber die sich ständig erwärmende, globale
Temperatur dagegen lenkt, ist nicht abzusehen. Diese Annahme wird von
einigen Wissenschaftlern vertreten, die mit einer anderen Entwicklung
ihr Klimamodell erarbeiten. Letztlich zeigt es, dass sich solch ein
komplexes Geschehen wie die derzeitige Klimaveränderung nur sehr
schwer in genau umrahmte Zukunftsprognosen und deren Abläufe
einschränken
lässt. Beobachtet man die Wetterentwicklung in Mitteleuropa, so ist
hier keinerlei Stabilität mehr in den verschiedenen Jahreszeiten zu
erkennen. Ein ständiger Wechsel zwischen "zu warm" und "zu kalt" sowohl
im Winter, wie auch im Sommer, lassen zur Zeit nur schwer ganz sichere
Prognosen zu ) Zudem würden "gewaltige Stürme" die
Niederlande von 2007 an "in
großen Teilen unbewohnbar" machen und in Kalifornien zur Zerstörung der
Wasserversorgung führen, heißt es laut "Observer" in der Studie weiter.
Weiterhin könnten Europa und die USA zu "regelrechten Festungen"
werden, um Millionen von Migranten abzuhalten, die aus ihren umweltzerstörten
Heimatregionen herbeiströmten. (Wir
werden es durch Umweltflüchtlinge mit
einer zweiten Völkerwanderung zu tun bekommen) Der
"katastrophale" Energie- und Wassermangel werde die Welt etwa um
2020 in weit verbreitete Kriege stürzen. Mit der Studie vertraute
Experten sagten der Zeitung, die Gefahren des Klimawandels für die
weltweite Stabilität überträfen "bei
weitem die des Terrorismus". Dem
Blatt zufolge wurde der seit vier Monaten fertige Bericht bislang
geheim gehalten, ehe er der Zeitung zugespielt wurde. Die Untersuchung
wurde den Angaben nach von einem Berater des US-Geheimdienstes CIA und
einem Unternehmensberater verfasst. (Soweit der
kleine Einblick in die
Webseite des ARD, von dem wohl niemand behaupten wird es
sei ein
Sender der Fantasten und Endzeitfanatiker.) Links:
Anarchie der Kinder und oben Foto Panzer, wurden vom Webseitengestalter
nachträglich eingefügt.
Größere
Versicherungskonzerne führen in der Regel geographisch organisierte
Risikostatistiken, die ihnen als Berechnungsgrundlage für
Versicherungsprämien dienen. Die EM-DAT OFDA/CRED International
Desasters Database der WHO dokumentiert seit 1888 die weltweiten
Katastrophen. Demnach ereigneten sich zwischen 1900 und 2003 insgesamt
9195 größere Katastrophen mit jeweils mindestens 10 Toten. Davon hatten
Wetterkatastrophen mit 57 % den höchsten
Anteil, keine 20 % waren geologischen Ursprungs (Vulkanausbrüche,
Erdbeben), wie auch die in die geologische Kategorie gezählten
Tsunamis; der Rest waren biologische Katastrophen (Seuchen und Plagen).
Die zunehmenden Wetter- oder Klimakatastrophen sind aber im Grunde
schon Umweltkatastrophen, welche
sich durch den Eingriff des Menschen in den Naturhaushalt ergeben. Es ist anhand der
Statistik zu erkennen, dass mit dem Jahr 1997 ein neues Katastrophenzeitalter
begann. Von da an häuften sich vor allem die Umweltkatastrophen in
einem nie gekannten Ausmaß. Die Hitzewelle 2003 hat nicht nur
alle möglichen Höchsttemperaturrekorde seit 100 oder mehr
Jahren in Europa gebrochen, er dauerte auch länger als die
gewöhnlichen Sommer. Die Temperaturen lagen 2-3 Grad über den
höchsten bisher gemessenen Temperaturen. Dieses Ereignis ist in
statistischen Modellen höchst unwahrscheinlich. Die
Temperaturverläufe in der Antarktis waren in den letzten 400.000
Jahren nie so hochgeschnellt wie im Jahre 2003. Am Nordpol hat sich
die
Grenze des Permafrostbodens um bis zu 300 Kilometer
zurückgezogen. Ein anderer Rekord war 2002 die Jahrhundertflut
entlang der
Elbe, Oder und Donau, der allerdings im Frühjahr des
Jahre 2006 schon wieder – was die Elbe betrifft –
überboten wurde. Das Jahr 2005 war das erste Jahr in der
Menschheitsgeschichte, in der das Alphabet nicht mehr ausreichte, um
die tropischen Wirbelstürme und Hurrikans einer Saison mit Namen
zu kategorisieren. Das alles sind
Indizien für eine
Klimaveränderung durch bedenkenloses, menschliches Fehlverhalten . Es
ist abzusehen, dass wir auf einen Kulminationspunkt von Ereignissen
zusteuern, welche das Leben auf der Erde grundlegend verändern werden.
Wir stehen erst am Anfang einer alles verändernden, globalen
Großkatastrophe. Die Natur deutet auf die große Not und Gefahr hin, in
der sich unser Planet und die Menschheit befindet. Aber eins ist
sicher: Das Leben überlebt und geht weiter, mit oder ohne uns.
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