Katastrophenstatistik 2000 - 2007



Katastrophenstatistik

In der folgenden Statistik werden in erster Linie solche Katastrophen aufgenommen, die über "das normale Maß" hinausgehen, oder auch solche Wetterphänomene, welche in ihrem Ausmaß zwar keine übermäßigen Naturkatastrophen darstellen - so zum Beispiel die sich ab dem Jahr 2005 häufenden Tornados  in Europa - die aber in dieser Statistik  trotzdem erwähnenswert sind, da es sie bisher in Europa nicht gegeben hat. Sie sind in ihrer Kraft und Auswirkung zwar nicht mit  ihren großen Brüdern im Süden der USA  zu vergleichen - hier gehören sie zum normalen Jahresablauf -, aber sie sind  deutliche Indikatoren für eine Klimaveränderung in Europa.

Ein weiteres deutliches Indiz für die Klimaveränderung sind vor allem die seit einigen Jahren fast  regelmäßig wiederkehrenden Hochwasserkatastrophen in Mitteleuropa, die es in diesem Ausmaß bisher nicht gegeben hat. Zu beobachten ist inzwischen auch, dass die Sommermonate in Mitteleuropa vermehrt unter Wolken und einem erhöhten Niederschlag statt finden, während Südeuropa unter extremer Hitze und Trockenheit zu leiden hat. Es scheint so, dass durch die Klimaveränderung (Anstieg der Temperatur im globalen Mittel) die Wasserverdunstung zunimmt und so auch ein erhöhter Niederschlag in bestimmten Ländern und Gebieten zu verzeichnen ist. Diese Niederschläge fallen dann jedoch durch ihren extremen Karakter auf und führen oft zu Hochwasser und Überflutungen.

Überschwemmungen gehören zu den häufigsten und teuersten Naturkatastrophen auf der Erde. Mehr als die Hälfte aller Toten bei Extremereignissen gehen auf das Konto von nicht zu kontrollierende Wassermassen. Auch wenn Sturmfluten in diesen Statistiken mit eingerechnet sind,  sind es häufig gerade die Flusshochwasser, die viele Menschenleben fordern und gewaltige Schäden verursachen.

In China  ertranken 1887 in den Fluten des Huang Ho 900.000 Menschen, als seine Dämme brachen. Bei einer ähnlich dramatischen Hochwasserkatastrophe im Jahr 1998 war sogar ein Fünftel aller Chinesen - 240 Millionen Menschen - betroffen. Weit mehr als 3000 Tote wurden gemeldet, 21,2 Millionen Hektar Ackerland verschwanden unter den Wassermassen. Allein die direkten Schäden beliefen sich auf circa 50 Milliarden Mark.

Aber nicht nur China ist anfällig für Hochwasserereignisse, auch der Mississippi verbreitet in Nordamerika noch immer Angst und Schrecken. Das topfdeckelflache Bangladesch wird im Durchschnitt beinahe einmal pro Jahr von einer Überschwemmungskatastrophe heimgesucht. Aber Hochwasser gibt es auch in Mitteleuropa immer häufiger. Bei den Flutkatastrophen ab dem Jahre 1997 in Ostdeutschland, entlang der Donau und in der Schweiz, sowie des Po in Italien und der Flüsse in Spanien bekamen viele Menschen die Macht der Flüsse zu spüren. Hitze auf der einen Seite und Hochwasser auf der anderen, werden in den kommenden Jahren  mehr und mehr auch in das Wetter Europas eingreifen und jedem Menschen klarmachen, dass hier etwas nicht mehr stimmt. Der Mensch muss es erst am eigenen Leib erfahren, bevor er reagiert und ans Denken kommt.


  

5. Juni 2000
Indonesien: Erdbeben mit der Stärke 7,9 auf der indonesischen Insel Sumatra. 117 Tote und 1.000 Verletzte.

13. Juli 2000
Durch anhaltenden Regen entsteht eine Schlammlawine in der chinesischen Provinz Shaanxi. Es gibt 120 Todesopfer

13. Juli 2000
Indien: Ein durch anhaltende Regenfälle verursachter Erdrutsch, fordert in Bombay 250 Menschenleben

7. August 2000
Deutschland: Das bis jetzt in Deutschland seltene Phänomen einer Windhose (Tornado) verursacht in Osnabrück Millionenschäden

15. Oktober 2000
Schweiz/Italien: Tagelange heftige Regenfälle auf der Alpensüdseite lösten Mitte Oktober in der Schweiz und in Italien verheerende Flutkatastrophen aus.

13. Januar 2001
El Salvador: Bei zwei Erdbeben der Stärke 7,6 und 6,6 sterben ca. 1150 Menschen, etwa 4.400 wurden verletzt.

26. Januar 2001
Indien: Erdbeben der Stärke 7,9 in Gujarat- Indien. Offiziell 17.110 Tote, nach inoffiziellen Schätzungen mehr als 50.000.

13. Februar 2001
El Salvador: Erdbeben in El Salvador, Stärke 6,6. nach inoffiziellen Angaben kamen 274 Menschen ums Leben, mehr als 2.400 wurden verletzt.

28. Februar 2001:
USA: Erdbeben an der Nordwestküste der USA, 60 km südwestlich von Seattle. Stärke von 6,8. Es wurden nur 250 Menschen, in dem dünn besiedelten Gebiet verletzt.

Juni 2001
USA: Hurrikan Allison verwüstet die Küstenregionen der US-Bundesstaaten Texas und Louisiana. Über 20 Tote und rund 20.000 zerstörte Häuser. Sachschaden mehr als 1. Milliarde US-Dollar.

23. Juni 2001
Peru: In Peru ereignete sich eines der schwersten Erdbeben, die Südamerika in den vergangenen Jahren erlebte; das Epizentrum lag etwa 900 Kilometer südlich der Landeshauptstadt Lima. 169 Menschen kamen ums Leben, über 1.400 wurden verletzt.

24. Juni 2001
Philippinen: Mit gewaltigen Eruptionen brach der auf der philippinischen Insel Luzon gelegene Vulkan Mayon aus, eine weitere Erruption erfolgte am 26. Juli.

24. Juni 2001
China: Taifun Chebi hinterließ im südöstlichen China Spuren der Verwüstung. 150 Menschen kamen ums Leben.

25. Juni 2001
China: In der Provinz  Fujian wütet ein Taifun und fordert 100 Menschenleben

30. Juli 2001
Indien/Pakistan: Eine Überschwemmungskatastrophe infolge des heftigsten Monsunregens seit über 100 Jahren, forderten Ende Juli in den südasiatischen Staaten Indien und Pakistan mehr als 130 Menschenleben. Einige Tage anhaltende Starkniederschläge bewirkten die Überflutung von mehreren tausend Dörfern, an vielen Stellen brachen die Deiche. Mehrere hunderttausend Menschen wurden obdachlos.

31. Juli 2001
Polen: Hochwasserkatastrophe im Südosten und Osten Polens. Die nach Starkniederschlägen extrem hohe Wasserführung der Weichsel bewirkte, dass der Fluss weiträumig über die Ufer trat und verheerende Überschwemmungen auslöste. Mehrere Menschen starben. Hoher Sachschaden.

12. August 2001
Iran: Im Nordosten des Iran, die schwersten Überschwemmungen seit mehr als 200 Jahren. Nach offiziellen Angaben starben bei der Hochwasserkatastrophe mehr als 300 Menschen.

15 Oktober 2001
Nordkorea: Überschwemmungen in Nordkorea, mehrere Hundert Menschen kamen ums Leben. Die Katastrophe wurde durch andauernde Starkniederschläge ausgelöst.

November 2001
Karibik: Hurrikan Michelle richtet vor allem in Kuba schwere Schäden an. 

3. Februar 2002
Türkei: Ein Erdbeben der Stärke 6,0  fordert in Afyon, Bolvadin 45 Tote .

3. März 2002
Afghanistan: Ein Erdbeben der Stärke 7,4 in der Region Hindukusch fordert 166 Menschenleben .

5. März 2002
Philippinen: Ein Erdbeben der Stärke 7,5 auf Mindanao fordert 15 Menschenleben.

26. März 2002
Afghanistan: Ein erneutes Erdbeben der Stärke 6,1 in der Region Hindukusch fordert diesmal 1.000 Menschenleben.
 
12. April 2002
Afghanistan: Die Region kommt nicht zur Ruhe. Wieder ein Erdbeben - Stärke 5,9 - in der Region Hindukusch mit 50 Toten .

22. Juni 2002
Iran: Ein Erdbeben der Stärke 6,5 fordert 261 Menschenleben. 

August 2002
Deutschland: Jahrhunderthochwasser in Ostdeutschland, Tschechien und Österreich. Der Pegel der Elbe steigt auf 7,51 Meter. Insgesamt kamen 40 Menschen ums Leben, Hunderttausende mussten evakuiert werden. Der Schaden wird  insgesamt auf  über 10 Milliarden Euro geschätzt.

31. Oktober 2002
Italien: Ein Erdbeben der Stärke 5,9 im Süden Italiens fordert 29 Menschenleben

26. November 2002
Der Orkan Jeanett richtet in Teilen Deutschlands großen Schaden an. Es kommen 11 Menschen ums Leben

21. Januar 2003
Erdbeben im Westen Mexikos, 29 Tote .

22. Februar 2003
Deutschland: Erdbeben der Stärke 5,5 entlang des Rheins zwischen Basel und Freiburg im Breisgau mit Epizentrum bei Straßburg, geringe Schäden im Elsaß

1. Mai 2003
Türkei: Erdbeben der Stärke 6,4 in Bingöl, Anatolien mit 167 Toten.

8 .Mai 2003
HochwasserAfrika: Land unter in Ostafrika. Bei schweren Regenfällen in Ostafrika sind mindestens 70 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 120.000 Einwohner wurden obdachlos.
Äthiopien: Rund 100.000 ohne Wohnung. Im Osten Äthiopiens, wo das Hochwasser eine monatelange Dürre beendete, ertranken nach Angaben der Behörden mindestens 40 Menschen. "Ganze Dörfer wurden zerstört und die Menschen flüchteten in die Berge.
In Kenia ist besonders der Westen des Landes betroffen. Rund 35 Menschen ertranken. Über 20.000 Menschen im Grenzbezirk zu Uganda wurden obdachlos. Nach einem Dammbruch nahe der Hauptstadt Nairobi sind dort seit Montag eine Million Menschen von der regulären Wasserversorgung abgeschnitten.

21. Mai 2003

Algier: Schwerstes Beben seit 1980. 
Zwei Erdstöße der Stärke 6,7 auf der Richterskala hatten am Mittwoch die Region um die Hauptstadt Algier und den östlich davon gelegene Verwaltungsbezirk Boumerdes erschüttert. Semmouri wurde  fast völlig zerstört . Mehr als 2278 Menschen wurden in der Region  tot geborgen. 11.450 wurden verletzt und 250.000 haben ihr Obdach verloren.  Rund 200 Nachbeben folgten. Das Epizentrum des Bebens lag etwa 70 Kilometer östlich von Algier nahe der Stadt Thénia. Die Erdstöße waren bis nach Spanien zu spüren, auf Mallorca erreichten sie noch die Stärke 4,0.

27. Mai 2003
Algerien: Erneutes Erdbeben der Stärke 5,8 in Algerien mit 9 Toten.

28. Mai 2003 
Algerien: Ein neues Erdbeben hat den Nordosten Algeriens erschüttert. Die Erdstöße erreichten nach Angaben algerischer Medien eine Stärke von etwa 5,5 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag nahe der Stadt Semmouri im Verwaltungsbezirk Boumerdès rund 50 Kilometer östlich der Hauptstadt Algier.

21. Juli 2003
China: Erdbeben der Stärke 6,0 in der Provinz Yunnan mit 16 Toten.

Juli/August 2003
Europa: Hitzewelle in Europa mit Bränden in den Südeuropäischen Ländern. Nicht nur alle Höchsttemperaturrekorde sind gebrochen, auch hatte der Sommer eine ungewöhnliche Länge. Die Temperaturen lagen 2-3° über den bisher gemessenen Werten. Durch die hohe Kreislaufbelastung kamen besonders viele alte Menschen zu Tode. Man nimmt an, dass ca. 10.000 Menschen in Folge der Hitze in Europa ums Leben  kamen. Die Temperaturverläufe in der Antarktis waren in den letzten 400.000 Jahren nie so hoch geschnellt, wie in diesem Jahr.

26. September,2003
Japan: Seebeben der Stärke 8,0 vor Hokkaidō, Japan .

26. Dezember 2003
Iran: Ein Erdbeben der Stärke 6,6 in Bam, Südiran, fordert etwa 40.000 Tote .

22. Februar 2004
Marokko: Bei einem Erdbeben mit der Stärke 6,3 kommen insgesamt 571 Menschen ums Leben, mehr als 400 werden verletzt. Mit einer Stärke von 6,3 war es das stärkste Beben in Marokko seit mehr als 40 Jahren.

29. Juli 2007
Bangladesch/Indien: Starke Überschwemmungen haben mehr als 20 Millionen Menschen in Bangladesch obdachlos gemacht.  Über 400 Menschen ertranken in den Fluten, in Ostindien kamen 730 Menschen ums Leben.

4. August 2004
Griechenland: Ein Erdbeben der Stärke 5,7 hat am Morgen die Ostägäis erschüttert. Um fünf Uhr morgens wurden die Einwohner und Urlauber an der türkischen Küste und auf den griechischen Inseln Rhodos und Kos von den Stößen aus dem Schlaf gerissen. In Panik sprangen viele Menschen aus Fenstern und von Balkonen, dabei gab es 14 Verletzte.

23. Oktober 2004
Japan: Ein Erdbeben der Stärke 6,8 bei Niigata mit 31 Toten und mind. 3.000 Verletzte.

20. November 2004
Costa Rica: Ein Erdbeben der Stärke 6,2 fordert in Costa Rica mindestens 7 Menschenleben.

28. November 2004 
Japan: Ein Seebeben der Stärke 7,1 vor der Insel Hokkaidōfordert  mind. 10 Verletzte.

2. Dezember 2004
Die Philippinen werden von einem Taifun heimgesucht, es kommen 1.000 Menschen ums Leben.

24. Dezember 2004
Antarktis: Erdbeben der Stärke 7,8 bis 8,2 in der Antarktis. Das Epizentrum lag in der Region der zu Australien gehörenden Macquarie-Inseln .

26. Dezember 2004
Indonesien: Ein Seebeben der Stärke 9,3 und Nachbeben bis zu 7,5 vor Sumatra, Indonesien löste einen Tsunami aus, der in Indonesien, Indien, Malaysia, Malediven, Thailand, Sri Lanka, Somalia, Kenia und Tansania zahlreiche Opfer forderte. Etwa 280.000 Tote und 800.000 Obdachlose. Am 14. Februar 2005 hat die amerikanische NOAA das Erdbeben auf 9.3 aufgestuft und somit ist es das zweitgrößte Erdbeben der Menschheitsgeschichte.

24. Januar 2005
Ein Erdbeben auf den Nikobaren-Inseln der Stärke von 6,3.

24. Januar 2005
Griechenland/türkei: Es ereignet sich ein Seebeben der Stärke 5,5 im Mittelmeer, etwa 49 Kilometer südlich der griechischen Insel Kastellorizo und nahe der türkischen Touristenstadt Kas .

25. Januar 2005
Türkei: Sieben Erdstößen der Stärke 5,5 erschüttern innerhalb von drei Stunden den Südosten der Türkei.

22. Februar 2005
Iran: In Sarant bebt die Erde mit einer Stärke von 6,4. Es sterben über 400 Menschen.

22. Februar 2005
Durch extremen Schneefall  kommt es in Indien, Pakistan und Afghanistan zu großen Lawinenabgängen. Es sterben über 1.000 Menschen.

14. März 2005
Indonesien: Ein Erdbeben der Stärke 5,7 erschüttert Aceh in der Tsunamiregion vom 26 Dezember 2004.

20. März 2005
Japan: Ein Erdbeben der Stärke 7,0 erschüttert Kyushu auf Japan. 1 Toter und ca. 500 Verletzte.

30. Mai 2005
Mexiko: Heftiger Ausbruch des "Colima"-Vulkans in Mexiko
Der aktivste Vulkan Mexikos, der Colima, hat bei einem gewaltigen Ausbruch Lava und Gestein bis in eine Höhe von 5.000 Metern in die Atmosphäre geschleudert. Nach Behördenangaben handelt es sich um die heftigste Eruption seit 15 Jahren. Menschen kamen dabei nach ersten Berichten nicht zu Schaden. 

22.- 23. August 2005
Deutschland: Flutartige Regenfälle im gesamten Alpenraum und in Südbayern. Die Niederschlagsmenge lag vielerorts über 200 Liter/m² binnen 2 Tagen. Beträchtige Zerstörung von Brücken und Verkehrswegen durch Schlamm- und Gerölllawinen.  Die Deutsche-Bahn meldete Schäden in zweistelliger Millionenhöhe.

28. August 2005
Karibik: Hurrikan Katrina, mit Windgeschwindigkeiten über 300km/h, tobt in den Küstenregionen des Golfes von Mexiko. Circa 80 % der Stadt New Orleans werden überflutet. Schätzungsweise über 1.000 Tote.

8. Oktober 2005
Erdbeben in Indien und Pakistan. über 80.000 Tote und 2 Millionen Obdachlose.

18. Oktober 2005
Vom 18. zum 19. Oktober 2005 wurde "Wilma" zu einem gefährlichen und extrem starken Hurrikan der Kategorie 5. Zeitweise reichten die Windgeschwindigkeiten bis knapp 300 km/h im Mittel mit geschätzten Spitzenböen bis etwa 350 km/h.  "Wilma" ist damit der stärkste bisher beobachtete Hurrikan aller Zeiten.

21. Oktober 2005
Mexiko: Die Halbinsel Yucatan wird von Hurrikan Wilma verwüstet.  Über dem Atlantik brauen sich einer US-Studie zufolge mehr als doppelt so häufig schwere Stürme und Hurrikans zusammen wie noch vor 100 Jahren. Während es zwischen 1900 und 1930 im Durchschnitt jährlich  6 heftige  Stürme und Hurrikans gegeben hat, waren es im Zeitraum von 1995 bis 2005 im Durchschnitt 15.

8. Januar 2006
Griechenland: Erdbeben zwischen der Insel Kreta und dem griechischen Festland. Stärke 6,9. Das Beben war tief im Erdinneren und verursachte trotz der Stärke nur geringen Sachschaden. Die eurasische Platte verschob sich um 6 Meter auf die afrikanische Platte zu. Diese Verspannung wird irgendwann durch ein erneutes Beben wieder abgebaut.

17. Februar 2006
Philippinen: Ein großer Erdrutsch auf den Philippinen hat vermutlich mehr als 200 Menschen das Leben gekostet. Nach Angaben der örtlichen Rettungskräfte gelten derzeit noch 1.500 Personen als vermisst. Das Unglück ereignete sich auf der zentralen Insel Leyte, wo die Erdmassen ein ganzes Dorf unter sich begruben.

21. Februar 2006
Namibia: Erdbeben der Stärke 7,5 in Namibia. Keine Angaben über Opfer oder Zerstörungen. Dieses Erdbeben wurde ohne nähere Angaben nur kurz in den Nachrichten erwähnt, aus welchen Gründen auch immer.

27. März 2006
Deutschland: Mehrere Tornados in Norddeutschland. Am Montag, den 27. März 2006 entstanden im Rahmen von kräftigen Gewittern in Norddeutschland einige Tornados. Schlimme Folgen hatte ein Tornado, der gegen 19 Uhr im Süden Hamburgs tobte. Dort stürzten Baukräne um, zwei Menschen kamen dabei ums Leben. Es kam zu Stromausfällen, Fahrzeuge wurden umgestoßen, viele Dächer abgedeckt. Der Sachschaden liegt in zweistelliger Millionenhöhe.

31. März 2006
Iran: Erdbeben im Iran der Stärke 6,6. Es wurden 300 Dörfer zerstört.

28. März-21 April 2006
Deutschland Tschechien: Hochwasser in Bayern, Tschechien (8 Tote) und Ostdeutschland entlang der Elbe. Am 7 April wird die Rekordmarke von 2002 in Hitzacker erreicht. Am 9 April übersteigt das Hochwasser die Rekordmarke um 12 cm auf 7,63 Meter. Im Osten Österreichs an der Grenze zur Slowakei brachen mehrere Dämme. In Budapest (Ungarn) erreichte die Donau die Rekordmarke von 8,58 Metern. Auch in Tschechien war die Lage kritisch. Das Elbe-Einzugsgebiet nördlich der Hauptstadt Prag bis zur deutschen Grenze wurde zum Notstandsgebiet erklärt.Auch in Serbien-Montenegro wurde der Ausnahmezustand wegen Überschwemmungsgefahr verhängt. Der Fluss Tisa hat mit 8,02 Metern seinen höchsten Wasserstand seit hundert Jahren erreicht.

4. April 2006:
USA: Tornado-Rekord-Serie in den USA :  "Jeder, der das überlebt hat, hat Glück gehabt" , sagte ein Betroffener. 63 Tornados in zwei Tagen. Die Stürme waren entstanden, als am Sonntag eine Kaltfront vom Westen auf feuchtwarme Luft im Süden traf. Allein 23 Menschen straben dabei nach Angaben des US-Nachrichtensenders CNN im besonders hart getroffenen Nordwesten des Bundesstaates Tennessee. Die Behörden im Berzirk Dyer erklärten, der Tornado habe Häuser bis auf die Fundamente zerstört. Bilder aus Dyersburg zeigten ein weites Gebiet mit Schutt- und Trümerhaufen sowie geknickten Bäumen. Allein 23 Menschen straben dabei nach Angaben des US-Nachrichtensenders CNN im besonders hart getroffenen Nordwesten des Bundesstaates Tennessee. Die Behörden im Berzirk Dyer erklärten, der Tornado habe Häuser bis auf die Fundamente zerstört. Bilder aus Dyersburg zeigten ein weites Gebiet mit Schutt- und Trümerhaufen sowie geknickten Bäumen.

27. Mai 2006
Indonesien: Erdbeben vor der Küste der indonesischen Insel Java. 6000 Tote, 20.000 Verletzte und 100.000 Obdachlose. Das sind mehr Obdachlose, als nach dem Tsunami am 26 Dezember 2004 vor Sumatra. Hunderte von Dörfern wurden vollkommen zerstört.

7. Juni 2006
Indonesien: Vulkan Merapi durchbricht Bergrücken mit Lavaströmen. Die Aktivitäten des Vulkan Merapi auf der indonesischen Insel Java haben einen neuen Höhepunkt erreicht. Nach Angaben der Behörden hat sich ein Bergrücken aufgelöst, der bislang als Barriere größere Mengen an Lava zurückgehalten hatte. Diese ergießen sich nun an der West- und Südflanke des 2.968 Meter hohen Stratovulkans talwärts. Tausende Menschen ergriffen daraufhin die Flucht und suchten Schutz in Auffanglagern am Fuß des Hochrisikovulkans.

17. Juli 2006
Indonesien: Erneutes Erdbeben vor der Küste der indonesischen Insel Java. Eine mehrere Meter hohe Tsunami zerstört die Küstenregion um den Touristenort Pangandaran auf einer Länge von 160 Kilometer und fordert ca. 800 Tote und 50.000 Obdachlose.

18. Juli 2006
Ostasien:Unwetter in Ostasien. Hunderte Todesopfer in China, Korea und Japan.
Die Zahl der Toten nach dem Taifun "Biblis", mit Windgeschwindigkeiten von 170 Stundenkilometern, ist in China auf mehr als 600 gestiegen, etwa 200 Menschen werden noch vermisst. Betroffen waren sechs Provinzen in der Mitte und im Süden des Landes. Auch in Japan rissen Überschwemmungen und Schlammlawinen mindestens 24 Menschen in den Tod Mehr als drei Millionen Einwohner wurden wegen des Sturms in Sicherheit gebracht.
Taifune sind in Asien ein alljährliches Ereignis. Doch nehmen sie in letzter Zeit an Intensität deutlich zu.

18. Juli 2006
Nordkorea: In Folge des Taifunes Biblis kam es auch in Nordkorea zu Überschwemmungen mit ca. 3000 Toten. Etwa 60.000 Menschen wurden nach Schätzungen des Welternährungsprogramms (WFP) aus ihren Häusern vertrieben oder ganz obdachlos. Rund 30.000 Hektar Ackerland seien überflutet oder weggespült worden. Das entspricht einem Verlust von 100.000 Tonnen Nahrungsmitteln, in diesem von Lebensmittelknappheit geplagten Land.

19. Juli 2006
Europa: Nach 2003, erneuter Jahrhundertsommer in Europa. Ganz Mittel- und Westeuropa stöhnt unter der seit Wochen anhaltenden Hitzewelle. Erste Hitzetote in Frankreich, wo man mit über 40 Grad die höchste Julitemperatur seit 1840 misst. Autowaschen und Rasen bewässern sind unter Strafe verboten, da der Grundwasserspiegel besorgniserregend abgesunken ist. Auch England verzeichnet den wärmsten Tag seit Aufzeichnung der Lufttemperatur. Höchste Alarmstufe für Waldbranntgefahr in ganz West- und Mitteleuropa bis hinauf nach Schweden..

26. Juli 2006
USA: Ungewöhnliche Hitze in den USA und in Europa. Nicht nur weite Teile Mittel- und Südeuropas werden in diesem Juli von einer lang andauernden Hitzewelle heimgesucht sondern auch Nordamerika. In den südwestlichen Landesteilen der USA entlang des Flusses "Colorado" südwestlich vom "Grand Canyon" wurde am Montag eine Höchsttemperatur von 48 Grad gemessen. Dort liegen die Höchstwerte der Temperatur schon seit 14 Tagen auf ähnlich hohem Niveau, im Juli 2006 wurde an der Station "Needles Airport" noch kein Tag mit einem Maximum von unter 40 Grad registriert. Eine Temperatur von 40 Grad in Europa und knapp 50 Grad im Westen der USA ist als ein extremes Witterungsereignis anzusehen. Viele leiden an Hitzestress, Sommersmog liegt in der Luft und immense Ernteausfälle sind jetzt schon sicher. In Ostdeutschland rechnet man mit einem Ernteverlust von mind. 50%.

27. Juli 2006
China: Erneuter Taifun über China. Der tropische Wirbelsturm "Kaemi" traf die Küste der Provinz Fujian Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern. Während der Nordwesten Chinas unter der Dürre ächzt, kämpft der Süden mit verheerenden Sommerstürmen und Überschwemmungen: Mehr als 600.000 Menschen mussten ihre Häuser, Felder und Fischerboote verlassen, um sich vor der Gewalt des Taifuns "Kaemi" in Sicherheit zu bringen. Rund 44.000 Fischerboote wurden in den letzten Tagen angewiesen, Schutzhäfen anzulaufen. Noch immer werden mehr als 200 Chinesen vermisst, mehr als drei Millionen Anwohner wurden evakuiert.
Auch Nordkorea wurde wieder betroffen. Ca.150 Menschen seien ums Leben gekommen, noch einmal so viele würden vermisst. 17.000 Familien seien obdachlos geworden. (Da Nordkorea ein sehr abgeschottetes Land ist, liegen hier keine genaueren Zahlen vor).

3. August 2006
China: Der Tropensturm "Prapiron" tobt mit Windstärke 12 in China. Er fordert über 1000 Tote in China und zerstört 46.000 Häuser. Der Sachschaden beläuft sich auf ca. 250 Millionen Euro.

8.  August 2006
Nord-Korea: Zehntausende heimatlos nach Hochwasser.
In Folge des Tropensturms "Prapiron" forderte extremes Hochwasser  in Nord-Korea ca. 100 Tote. Über 10.000 Familien wurden heimatlos gemacht. Die Wassermassen lösten Erdrutsche aus und zerstörten etwa 12.000 Häuser, rissen Brücken und Straßen weg.

8. August 2006
Ecuador: Der Vulkan Tungurahua in Ecuadors ist ausgebrochen und hat mindestens fünf Menschen in den Tod gerissen. Drei kleinere Dörfer am Fuß des Berges wurden nach Behördenangaben vollständig zerstört und rund 14.000 Bewohner der nahe gelegenen Stadt Baños befinden sich auf der Flucht. Mehrere Provinzen sind vom Ausbruch und dem herabfließendem Lava betroffen und wurden vom Präsidenten zum Katastrophengebiet erklärt. Eine bis zu zwanzig Zentimeter hohe Ascheschicht bedeckt das Umfeld des mehr als 5.000 Meter hohen Stratovulkans.

11. August 2006
China: Der Supertaifun „Samoai“ trifft auf die chinesische Küste. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 215 km/h und sintflutartigen Regenfällen bringt er erneut Chaos über das Land und ist der schwerste Taifun seit 50 Jahren. Er erreichte die Stärke des Hurrikans "Katrina", der 2005 die US-Golfküste verwüstet hatte. Dies war bereits der 8 Taifun in diesem Jahr, der über China tobte. Über 300 Tote und tausende von zerstörten Häusern. Rund 210.000 Menschen litten unter Trinkwassermangel. Etwa 50.000 Menschen seien durch Überschwemmungen oder Erdrutsche von der Außenwelt abgeschnitten. Die Behörden hatten vorsorglich mehr als 1,3 Millionen Menschen aus der Region in Sicherheit gebracht.

16. August 2006
Äthiopien: Hunderte Tote bei Überschwemmungen.
Im Süden Äthiopiens sind bei schweren Überschwemmungen mehr als 800 Menschen ums Lebens gekommen. Viele Gebiete sind nur schwer zugänglich sind. Daher befürchten Entwicklungshelfer und Behörden, dass die Zahl der Toten weiter steigen könnte. Rund 30.000 Menschen sollen obdachlos geworden sein. Hilfstrupps retteten rund 6.000 Menschen aus den Fluten. Mit Hubschraubern und und Schnellbooten bemühten sich Helfer weiter, auch in entlegene Regionen zu gelangen. Dort sind nach Angaben der Armee noch tausende Viehhirten durch das Hochwasser von der Außenwelt abgeschnitten.

17. August 2006
Nordkorea:  Bei den schweren Unwettern und Überschwemmungen in Nordkorea im vergangenen Monat hat es nach Angaben einer Hilfsorganisation fast 55.000 Tote und Vermisste gegeben. Rund 2,5 Millionen Menschen seien Obdachlos geworden. 231 Brücken und große Gebiete Agrarland seien von den Fluten fortgespült worden.

17. August 2006
Equador: Der 5.000 Meter hohe Vulkanberg Tungurahua in Ecuador ist ausgebrochen. Glühend heiße Felsbrocken, Asche und Lava zerstörten laut Salaza 20.000 Hektar Nutzflächen. Etwa 3.200 Bewohner aus den Dörfen am Fuße des Vulkans wurden in Sicherheit gebracht. Drei kleine Dörfer seien zerstört und die Stadt Baños mit ihren 14.000 Bewohnern evakuiert worden.

22. August 2006
Europa: Während Mitteleuropa nach der Rekordhitze im Juli, ab Anfang August einen Temperatursturz von bis zu 25 Grad erlebte und es insgesamt zu kalt und zu naß war (durchschnittliche Tagestemperaturen 17 ° Celsius, Nachttemperaturen 5-8° C), leidet Südeuropa weiter unter einer Rekordhitze mit bis zu 44 Grad Celsius. In Nordspanien, auf Sizilien und in Griechenland kommt es zu verheerenden Waldbränden. Es werden über 30.000 Hektar Wald und Ackerfläche vernichtet. Tausende von Nutztieren kommen in den Flammen um.

23. August 2006
Türkei: Heftige Waldbrände an der türkischen Küste. Besonders betroffen ist das Hinterland des Urlaubsortes Bodrum. Nach offiziellen Angaben haben die Flammen  hier bereits 700 Hektar Wald zerstört.

30.August 2006
Niger: 10.000 obdachlos nach Überschwemmungen in der Wüste. Mitten in der Sahara hatte es im Niger in den vergangenen Wochen so viel geregnet, wie insgesamt in den vergangenen zehn Jahren. Im letzten Jahr litten die Menschen wegen enormer Trockenheit noch an einer landesweiten Hungersnot.

17. September 2006
USA: Im Norden des US-Bundesstaats Minnesota brennen die Wälder. Etwa ein Drittel des Bundesstaates steht unter hoher bis extremer Waldbrandgefahr. Auch in Kalifornien gibt es neue Wäldbrände. Dort wurde bislang ein Haus von Feuer zerstört, weitere sind bedroht.

25. September 2006
USA: Im US-Bundesstaat Kalifornien kämpft die Feuerwehr seit Tagen gegen einen Großbrand im Los Padres Nationalpark nördlich von Los Angeles. Der kalifornische Gouverneur  hat für den Landkreis den Notstand ausgerufen. In dem bergigen Terrain des Los Padres Nationalparks sind bisher mehr als 50.000 Hektar Wald vernichtet. Noch nicht einmal die Hälfte der Brände sind unter Kontrolle. 

27. September 2006
USA: Weiterhin heftige Waldbrände in den USA. Betroffen sind vor allem Nationalparks in den westlichen Bundesstaaten. Im San-Bernardino-Nationalpark in Kalifornien brach erneut ein Feuer aus. Im Gallatin-Nationalpark in Montana vernichteten die Flammen bereits mehr als 400 Quadratkilometer Wald. Weitere Brände wurden aus Wyoming, Idaho, Washington und Oregon gemeldet. Dieser Sommer ist die schlimmste Waldbrandsaison in den USA seit sechs Jahren.

30. September 2006
Vietnam:  bereitet sich erneut auf einen Wirbelsturm vor. Durch den Taifun mit dem Namen "Xangsane"  starben auf den Philippinen schon 90 Menschen. Aus den Küstenregionen Vietnams werden 180.000 Anwohner ins Landesinnere evakuiert.

23. September 2006
Bangladesch/Indien: Bei schweren Unwettern mit Stürmen und Überschwemmungen sind in Ost-Indien und Bangladesch mindestens 170 Menschen ums Leben gekommen. Die meisten davon waren Fischer, die sich nicht mehr rechtzeitig in Sicherheit bringen konnten. Zurzeit werden noch rund 1.800 Fischer im Golf von Bengalen vermisst. Bei ihnen besteht nach Angaben von Behördensprechern keine große Hoffnung mehr auf Rettung. Rund 375.000 Menschen in der Region wurden durch die extremen Wetterbedingungen zudem obdachlos. 

2. Oktober 2006
Deutschland: Ein Tornado hat in der Nacht zum Montag schwere Zerstörungen in der thüringischen Ortschaft Quirla angerichtet. Nach Angaben der Polizei wurden drei Menschen verletzt, zwei von ihnen schwer. 88 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Sie wurden in Notunterkünften versorgt. Der Tornado deckte Dächer ab, drückte Dachstühle ein, brachte Giebelwände zum Einsturz und demolierte mehrere Autos. Strom- und Fernmeldeleitungen knickten um. Die Schäden gehen in die Millionen.

2. Oktober 2006
Philippinen/Vietnam: Mindestens 16 Menschen sind in Vietnam durch den Taifun „Xangese“ ums Leben gekommen, nachdem der Wirbelsturm zuvor bereits auf der philippinischen Hauptinsel Luzon mindestens 76 Menschen in den Tod gerissen hatte. In Vietnam waren vorsorglich 300.000 Menschen evakuiert worden. Die Windgeschwindigkeiten des Taifuns erreichten fast 150 Stundenkilometer und sorgten zusammen mit den ergiebigen Niederschlägen vor allem in der Stadt Danang im Osten des Landes für erhebliche Probleme. 

9. Oktober 2006
Griechenland: Rekordniederschläge führen in Griechenland zu Überschwemmungen. Besonders schwer betroffen ist Saloniki, wo innerhalb zweier Tage so viel Regen wie sonst im gesamten Oktober fiel. Aufgrund des Hochwassers haben die Behörden den Notstand ausgerufen und mehrere gefährdete Dörfer evakuieren lassen. Die Wassermassen zerstörten hunderte Häuser, überfluteten Straßen und lösten Erdrutsche aus. Ersten Schätzungen zufolge entstanden Schäden in Millionenhöhe.

10. Oktober 2006
China:  Im Nordwesten Chinas sind bei einem Erdrutsch vermutlich zwölf Menschen ums Leben gekommen. Nach tagelangen Regenfällen hatten sich 50.000 Kubikmeter Geröll und Schlamm gelöst und fast 100 Häuser bei dem Dorf Gaolou im Landkreis Huaxian in der Provinz Shaanxi unter sich begraben. 

16. Oktober 2006
Hawaii: Zwei schwere Erdbeben (Stärke 6,6+5,8) haben innerhalb von nur sieben Minuten die Inselgruppe Hawaii erschüttert.  Das Epizentrum lag nur 19 Kilometer vor der Vulkaninsel Big Island . Es wurde Katastrophenalarm ausgelöst.  

12. Oktober 2006
USA:  Im US-Bundesstaat Texas haben Rekordniederschläge  zu einem katastrophalen Hochwasser geführt. Besonders schwer betroffen ist der Großraum Houston, wo innerhalb kürzester Zeit bis zu 300 Millimeter Regen pro Quadratmeter fielen. Mindestens drei Menschen kamen ums Leben, als sie von den Wassermassen in ihren Autos eingesperrt wurden. Östlich der Großstadt sorgte zudem ein Tornado für zahlreiche Schäden an Gebäuden.

22. Oktober 2006
Spaniens: Ergiebige Niederschläge haben im Westen Spaniens zu schweren Überschwemmungen geführt. Besonders betroffen ist die Region Galicien, in der ganze Straßenzüge teilweise bis zu zwei Meter unter Wasser standen. Die Fluten schwemmten Autos weg, unterspülten Straßen und richteten in Wohnhäusern und Geschäften schwere Schäden an.

30. Oktober 2006
Philippinen: Ein erneuter schwerer Taifun "Cimaron" ist in der Nacht über den Norden der Philippinen gefegt. Dabei sollen mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen sein. Der Sturm erreichte Windgeschwindigkeiten von bis zu 210 Kilometern in der Stunde. Die Stromversorgung in der Region brach zusammen. Straßen waren durch Schlammlawinen unpassierbar und weite Landstriche standen unter Wasser.

November 2006
Australien: Jahrtausenddürre in Australien. Die Flüsse und Gewässer führen  nur noch 50% der sonst üblichen Wassermenge im Vergleichsmonat.


Spiegel TV

Forscher prophezeien Australien verheerende Hitze

Hitzewellen, extreme Dürren, Ernteausfälle: Der Klimawandel wird Australien einer neuen Studie zufolge schwer treffen.
Als trockenster von Menschen bewohnter Kontinent ist Australien einiges gewöhnt. Doch seit 2002 stöhnt das Land unter einer Dürre, die als schlimmste seiner Geschichte gilt. Doch sollten Forscher in Diensten der australischen Regierung Recht behalten, wird es noch viel schlimmer kommen. Dürren werden das Land demnach doppelt so oft wie bisher heimsuchen, und auch die betroffene Fläche wird auf das Zweifache des bisherigen Werts anwachsen.

"Außergewöhnlich heiße" Jahre kamen bisher etwa alle 20 bis 25 Jahre vor, heißt es in dem Bericht des Commonwealth Scientific and Industrial Research Organisation ( CSIRO), Australiens oberster Forschungsbehörde. Künftig aber würden solche Temperaturen wahrscheinlich jedes oder jedes zweite Jahr auftreten. Und: Dieses Szenario könnte schon im Jahr 2010 einsetzen. Die Gebiete, die von extremer Hitze betroffen sind, könnten von 5 auf 95 Prozent der Fläche Australiens wachsen.

"Manche dieser Vorhersagen lesen sich eher wie ein Katastrophenroman als wie ein wissenschaftlicher Bericht", sagte Australiens Landwirtschaftsminister Tony Burke. "Klar ist, dass der Trockenheitszyklus regelmäßiger und heftiger kommen wird." Premierminister Kevin Rudd bezeichnete den Bericht als "äußerst verstörend". "Die Analyse zeigt, dass Ausmaß und Frequenz von außergewöhnlich heißen Jahren in den vergangenen Jahren rapide angestiegen sind und der Trend sich fortsetzen wird."

Die Folgen bekommen unter anderem die Landwirte zu spüren. Früher galt Australien als zweitgrößter Weizenexporteur der Welt. Doch im vergangenen Jahr führte das Land lediglich 13 Millionen Tonnen aus. Die Forscher fordern in dem Bericht, größere Gebiete als hilfsbedürftig auszuweisen, um die Folgen der Trockenheit dort zu lindern.






2. November 2006 
Türkei: Überschwemmungen in der Türkei. Bei neuen Überschwemmungen im Südosten der Türkei sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Hunderte von Haustieren verendeten. Die sintflutartigen Regenfälle in der Südosttürkei haben damit innerhalb von zwei Tagen mindestens 32 Menschen das Leben gekostet. Acht Menschen würden noch vermisst. Der türkische Agrarminister Mehdi Eker sprach bei einem Besuch der Region von den schwersten Überschwemmungen der vergangenen 50 Jahre. Unwetter auch in Istanbul, Izmir und anderen Landesteilen.  

8. November 2006
Spanien: Heftige Unwetter  im Süden Spaniens und Portugals haben heftige Regenfälle, Unwetter und Überschwemmungen ausgelöst und Flüsse in reißende Gewässer verwandelt. Nach Angaben der Behörden fielen mancherorts über 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter. Menschen mussten aus ihren Autos gerettet werden, welche von den Fluten mitgerissen wurden.

9. November 2006
China: Eine Dürre bedroht über zwei Millionen Menschen in China. Eine lang andauernde Trockenheit hat im Süden Chinas zu einem schweren Trinkwassermangel für fast 2,5 Millionen Menschen geführt. In der Provinz Guangxi fiel im Vergleich zum Vorjahr weniger als die Hälfte der Niederschläge, in einigen Regionen gab es sogar überhaupt keinen Regen. Als Folge sind inzwischen wie in der Provinzhauptstadt Nanning zahlreiche Wasserspeicher ausgetrocknet, was den Engpass in der Trinkwasserversorgung ausgelöst hat.

20. November 2006
Afghanistan: Schwere Überschwemmungen haben in den letzten Tagen in der Provinz Badghis im Westen Afghanistans mindestens 80 Todesopfer gefordert. Knapp 100 Bewohner der Region werden zurzeit noch vermisst. Heftige Regenfälle hatten Sturzfluten ausgelöst, die zahlreiche Straßen unpassierbar machten und Menschen mit in den Tod rissen.

22. November 2006
Mogadischu:  Wochenlange sintflutartige Regengüsse haben weite Landstriche Ostafrikas überschwemmt. In Somalia, Äthiopien und Kenia kamen nach Angaben der Vereinten Nationen mehr als hundert Menschen ums Leben. Hunderttausende seien in höher gelegene Gebiete geflohen. Zahllose Menschen warten in den ostafrikanischen Flutgebieten auf ihre Rettung und müssen sich nicht nur gegen die Wassermassen sondern auch Krokodile wehren.
Nach Einschätzung der Vereinten Nationen und der Hilfsorganisationen sind bereits mehr als eine Million Menschen von der Katastrophe betroffen. Der Ausbruch von Seuchen wird befürchtet. Noch bis vor wenigen Wochen hatten Teile der nun überfluteten Regionen mit einer der schlimmsten Dürren seit zehn Jahren zu kämpfen.

27. November 2006
Indonesien: Der seit Monaten brodelnde
Schlammvulkan auf der indonesischen Insel Java ist weiterhin aktiv und hat inzwischen mehr als 12.000 Menschen in die Flucht getrieben. Ganze Dörfer und zahlreiche Industrieanlagen sind von den übel riechenden aber nicht gesundheitsgefährlichen Schlammfluten bedeckt. Täglich quellen mehr als 130.000 m³ Schlamm aus dem Erdinneren und haben bereits mehrere Sperranlagen und Auffangbecken überflutet. Über einen Kanal werden nun große Mengen der Schlammmassen in den nahe gelegenen Fluss Porong geleitet. Noch scheiterten alle Bemühungen, den Ausfluss zu stoppen. Auslöser der dauerhaften Schlammeruption war eine Probebohrung auf der Suche nach Erdgas im Mai 2006, bei der das unterirdische Schlammreservoir in 3.000 Metern Tiefe getroffen worden war.

30. November 2006
Philippinen: Der Taifun "Durian", bricht  mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 225 Kilometer in der Stunde  über die Philippinen herein und löst im Bereich des Vulkans Mayon  durch schwere Regenfälle, gewaltige Schlammlawinen aus. Es kommen über 1000 Menschen ums Leben. Zwei  Dörfer wurden vollkommen von den Schlammlawinen überflutet und zerstört. "Durian" ist bereits der vierte Taifun, der die Philippinen innerhalb der letzten drei Monate heimgesucht hat.

30. November 2006
Deutschland: Der vergangene Herbst von September bis November war der wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen, wie die folgende Grafik zeigt. Ein weiteres Indiz für die schnell voranschreitende Klimaveränderung.

 



7. Dezember 2006
England: In nur 30 Sekunden ist ein Mini-Tornado am Donnerstagmittag durch den Londoner Stadtteil Kendal Rise gerast. Sechs Menschen wurden dabei verletzt und bis zu 100 Häuser beschädigt. Es war wie ein Zyklon", sagte ein Bewohner von Kensal Rise. Trümmerteile seien durch die Luft geflogen, Fensterscheiben zerborsten und Bäume umgeknickt.

9. Dezember 2006
Australien: Verheerende Waldbrände in Australien. Im Südosten Australiens verbanden sich zwei Brände zu einer 250 Kilometer langen Flammenwand. Die bei einem Blitzeinschlag entstandenen Brände zerstörten über 280.000 Hektar Buschland. Dies entspricht etwa der Größe des Saarlandes. Zudem seien weitere 4.000 Quadratkilometer Land von den Flammen bedroht.
Im Bundesstaat New South Wales wurde ein historischer geschützter Wald zerstört. Berichten zufolge brach auch in Western Australia westlich der Stadt Perth ein Buschfeuer aus.
Die Lage auf der waldreichen Insel Tasmanien ist besonders kritischtion, wo bereits mehr als 11.000 Hektar Land zerstört wurden.

14. Dezember 2006
Indonesien: Ein verheerender Erdrutsch hat auf der indonesischen Insel Sumatra mindestens 17 Menschen in den Tod gerissen. Die Zahl der Opfer in der betroffenen Ortschaft Air Dingin, rund 900 Kilometer nordwestlich von Jakarta, könnte sich noch weiter erhöhen, da dutzende Personen als vermisst gelten. Lang anhaltende Regenfälle hatten die aufgeweichten Erdmassen ins Rutschen gebracht, die mehrere Häuser und eine Moschee unter sich begruben. Rettungskräfte suchen fieberhaft nach weiteren Überlebenden unter den Tonnen von Schlamm und Geröll.

18. Dezember 2006
Indonesien: Zwei starke Erdbeben erschütterten die indonesische Insel Sumatra. Die Beben erreichten eine Stärke von 5,8 und 5,5 auf der Momentmagnitude. Die Epizentren lagen rund 75 Kilometer südwestlich von Banda Aceh und 150 Kilometer südöstlich von Sibolga.

21. Dezember 2006
Island: Ein Wärmeeinbruch mit Temperaturen über dem Gefrierpunkt und ergiebigen Niederschlägen hat auf Island zu schweren Überschwemmungen geführt. Die Wassermassen können in den gefrorenen Böden kaum versickern, so dass vor allem im Süden des Landes zahlreiche Bäche und Flüsse über die Ufer traten. Mehrere Brücken und Straßen wurden zerstört und einige Ortschaften sind derzeit von der Außenwelt abgeschnitten.


Einschub

ARD-Webnachrichten vom 29.12.2006
 
Gletscherschmelze in der Arktis

Im Norden Kanadas hat sich eine Eisscholle von der Größe Manhattans gelöst. Der riesige Eisbrocken brach bereits im Sommer letzten Jahres vom Schelfeis ab, doch dies wurde erst jetzt auf Satellitenfotos entdeckt. Forscher befürchten, dass er auf Schiffsrouten und Ölförderanlagen zutreibt.
 Ellesmere Island: Das Eis schmilzt
Wenn es ums ewige Eis geht, sind 16 Monate alte Ereignisse Neuigkeiten - zumal sie in der grenzenlosen Einsamkeit niemand bemerkt. Erst Satellitenfotos und die Auswertung seismischer Daten machten kanadische Wissenschaftler auf die dramatischen Veränderungen 800 Kilometer südlich des Nordpols aufmerksam: "Ein Kollegin der kanadischen Eiswache, hat routinemäßig Satelliten- und Radaraufnahmen Nordkanadas analysiert und sah die Änderungen", sagt Eisforscher Derek Mueller.
Bis dahin hatten Ausschläge auf der Richterskala nicht zugeordnet werden können. Dann aber machten sie den Zeitpunkt des Abbrechens des 66 Quadratkilometer großen Eisschelfs von der Küste am 13. August 2005 klar. Die Erschütterung glich  noch 250 Kilometer entfernt einem Erdbeben. "Es ist 30 bis 40 Meter dick, das ist zehnmal so dick wie das dickste Seeeis, und es ist rund 15 Kilometer lang, also ein riesiges Stück Eis", so der Wissenschaftler.

Die Riesenscholle bewegt sich

Derzeit ist es 50 Kilometer westlich im Packeis wieder festgefroren. Die teils 3000 Jahre alte Eismenge wird aber - so die Experten - über kurz oder lang von starken Winden nach Süden getrieben und damit in Richtung von internationalen Schiffahrtsrouten - und Ölförderanlagen. Nur fünf Schelfeisplatten sind mit dem kanadischen Festland verbunden. Insgesamt sind sie 90 Prozent kleiner als vor 100 Jahren.
Ein Grund auch für das alamierende Loslösen der 66 Quadratkilometer. "Es gab ziemlich hohe Temperaturen im Sommer 2005 und es gab weniger Packeis in den Jahren, das dazu noch durch starke Winde vom Eisschelf weggetrieben wurde. So hatte es den Freiraum, sich in den Ozean zu bewegen", sagt Mueller.
Der Grund: Vermutlich die Klimaerwärmung

Es ist nicht der erste Zwischenfall dieser Art, den der Eisforscher beobachtet hat. Im Jahr 2003 brach auf Ellesmere Island in Kanada die Ward-Hunt-Eisplatte nach 3000 Jahren plötzlich in zwei Teile. Das Bersten dieser Eisplatte von etwa 3200 Quadratkilometern Größe führen Wissenschaftler ebenfalls auf Klimaveränderungen zurück. Noch vor zehn Jahren hatten die Experten damit gerechnet, dass das Eis langsam abschmelzen würde. Doch die neue Dynamik des ewiges Eises hat selbst die Forscher überrascht.






22. Dezember 2006
Malaysia: Im Süden Malaysias haben ergiebige Niederschläge in der Provinz Johor zu großflächigen Überschwemmungen geführt. Schätzungsweise 26.000 Menschen befinden sich auf der Flucht vor den Wassermassen oder haben Schutz in Notunterkünften gesucht. In einigen Dörfern ständen die Häuser bis zum ersten Stock im Wasser. Zahlreiche Schienen- und Straßenverbindungen sind durch die Wassermassen oder Erdrutsche unterbrochen. Der Premierminister Malaysias nannte dies die schwersten Überschwemmungen seit über 100 Jahren.

25. Dezember 2006
Mittelamerika: Lang andauernde und äußerst ergiebige Regenfälle haben in Honduras, Nicaragua und Panama mehreren Menschen das Leben gekostet. Flüsse traten über die Ufer und mindestens 40 Ortschaften sind derzeit auf sich allein gestellt, da Straßen- und Bahnverbindungen überflutet sind. Allein in Panama sind Medienberichten zufolge acht Menschen in den Fluten ertrunken.

4. Januar 2007
Philippinen: Äußerst ergiebige Niederschläge haben auf den philippinischen Inseln Samar und Leyte zu schweren Überschwemmungen geführt und Erdrutsche ausgelöst. Mindestens neun Menschen kamen durch die Unwetter ums Leben. Es wurden 50.000 Menschen von den Behörden evakuiert.  

7. Januar 2007
Brasilien: Im Südosten Brasiliens haben tagelange Unwetter mit Überschwemmungen und Erdrutschen mindestens 31 Menschen das Leben gekostet. Besonders schwer betroffen ist der Bundesstaat Rio de Janeiro, in dem Medienberichten zufolge rund 15.000 Menschen ihre Häuser und Wohnungen verlassen mussten. Ein Ende der Regenfälle ist nicht in Sicht.

17. Januar 2007
Australien: Im australischen Bundesstaat Victoria haben verheerende Waldbrände bereits eine Fläche von 27.000 Hektar verwüstet. Die Waldbrände verwüsteten in Australien seit Beginn des Sommers bereits schätzungsweise 10.000 Quadratkilometer Land.

18. Januar 2007
Europa: Der Orkan „Kyrill“ tobte über Mitteleuropa und forderte mehrere Todesopfer
Mit Orkanstärke und Spitzenwindgeschwindigkeiten von bis zu 200 Stundenkilometern fegte Kyrill über Europa hinweg und
forderte mehr als 40 Tote  Der Orkan hat bis zu sieben Milliarden Euro Schaden durch verursacht. Am schlimmsten betroffen waren  Deutschland, Großbritannien und die Niederlande.

20. Januar 2007
Zentralafrika: Nach tagelangen Regenfällen und großflächigen Überschwemmungen sind in Burundi  schätzungsweise 23.000 Menschen obdachlos. Nach Einschätzung des Welternährungsprogramms der Vereinten Nationen (WFP) drohe zudem eine Hungersnot für rund 800.000 Menschen, da die Ernte gebietsweise bis zu 80 Prozent vernichtet sei. Die Regierung erklärte sieben der siebzehn Provinzen Burundis zum Katastrophengebiet.

24. Januar 2007
Südwestafrika: In den afrikanischen Staaten Angola, Sambia und Mosambik haben schwere Überschwemmungen mindestens 55 Menschen das Leben gekostet. Durch die Wassermassen seien allein in der Region rund um die angolanische Hauptstadt Luanda die Häuser von mehr als 1.200 Familien zerstört. In Samiba hingegen sind schätzungsweise 20.000 Menschen von der Außenwelt abgeschnitten und müssen aus der Luft versorgt werden.

3. Februar 2007
USA: Im US-Bundesstaat Florida haben drei Tornados mindestens 20 Menschen in den Tod gerissen und über 2.000 Häuser zerstört. Die Wirbelstürme haben eine rund 65 Kilometer lange Schneise der Verwüstungen hinterlassen. Allein in Volusia, einem der vier betroffenen Notstandsbezirke, entstand nach ersten Schätzungen zufolge über 80 Millionen Dollar Sachschaden.

4. Februar 2007
Indonesien: Schwere Überschwemmungen in Jakarta
Das Hochwasser war am vergangenen Donnerstag durch sintflutartige Monsunregenfälle verursacht worden. Von dem Hochwasser sind rund 70 Prozent der Metropole Jakarta und ihrer Umgebung betroffen; insgesamt leben in dem Gebiet rund 18 Millionen Menschen. Das Wasser stand in einigen Bezirken bis zu vier Meter hoch in den Straßen. Die Strom- und Wasserversorgung sind vielerorts zusammengebrochen. Mehr als 340.000 Menschen im Großraum Jakarta mussten ihre Häuser bereits verlassen. Die Zahl der Obdachlosen steigt weiter. Ebenso die Zahl der Toten; die Angaben schwanken zwischen 29 und 36 Opfern seit dem vergangenen Donnerstag.

7. Februar 2007
Angola/Afrika: Mindestens 114 Menschen sind in Angola in den vergangenen Wochen durch Unwetter ums Leben gekommen. Schätzungsweise 10.000 Häuser sind zerstört und 28.000 Menschen obdachlos. Die Hauptstadt Luanda steht gebietsweise unter Wasser, zahlreiche Straßen und Brücken wurden weggespült. Medienberichten zufolge sind zwei Drittel aller Provinzen des südafrikanischen Landes betroffen.
(Tödliche Cholera-Epidemie im Süden Afrikas breitet sich aus.  
In den südlichen Ländern Afrikas stecken sich immer mehr Menschen mit den gefährlichen Erregern der Cholera an. Allein in Angola wurden über 4.000 Erkrankungen gemeldet, die Zahl der Todesopfer ist jedoch unbekannt. Allerdings starben in Sambia bereits 143 von 414 Cholera-Patienten. Verantwortlich für die rasche Ausbreitung der gefährlichen bakteriellen Infektion sind vermutlich die sintflutartigen Regenfälle der letzten Wochen sowie der Mangel an sauberem Trinkwasser.)

9. Februar 2007
Türkei: Ein Erdbeben im Südosten der Türkei hat in der Nacht zum Freitag viele Menschen im Schlaf überrascht und mindestens 35 Verletzte gefordert. Das Beben erreichte eine Stärke von 5,1. Das Epizentrum lag rund 35 Kilometer südwestlich von Elazig und 560 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Ankara.

12. Februar 2007
Portugal:  Ein starkes Seebeben vor der Küste Süd-Portugals hat für Schrecken und Aufregung geführt. Die Erschütterungen erreichten eine Stärke von 6,0. Die Stöße waren bis in die hunderte Kilometer entfernten Großstädte Lissabon und Madrid zu spüren. Das Epizentrum des Bebens lag rund 250 Kilometer südwestlich von Faro im Atlantik in zehn Kilometern Tiefe.

12. Februar 2007
Frankreich: Ein Tornado hat in den französischen Vogesen nahe der Stadt Epinal eine Spur der Verwüstung hinterlassen. In zwei Dörfern wurden hunderte Häuser durch den Wirbelsturm zerstört, mindestens acht Personen erlitten zum Teil schwere Verletzungen. Tausende Haushalte seien zeitweise von der Stromversorgung abgeschnitten gewesen, wie die zuständigen Behörden berichten. Zahlreiche Rettungskräfte waren im Einsatz, um nach weiteren Verletzten in den Trümmern zu suchen und abgedeckte Dächer mit Planen provisorisch abzudichten.

25. Februar 2007
Mosambik: Stürme, Hochwasser und Dürre. Mosambik erleidet derzeit die unterschiedlichsten Naturkatastrophen. Der Zyklon "Flavio" hat das Urlaubsparadies Vilankulo verwüstet mehr als 100.000 Menschen wurden obdachlos. Im Norden des Landes ist das Sambesital überflutet, und im Süden herrscht schlimme Dürre. 
 Zehn Menschen starben offenbar durch den Zyklon, das Gefängnis gibt es nicht mehr, alle Gefangenen sind geflohen, das Krankenhaus hat kein Dach mehr. Ein Distriktarzt ist für 300.000 Einwohner zuständig und total überfordert und erschöpft.
Dürre im Süden des Landes
Mit der Lebensmittelversorgung ist es in Mosambik aber ohnehin zur Zeit schwer, da im Süden des Landes Dürre herrscht und rund eine Million Menschen von Lebensmittelhilfe abhängig sind. Parallel dazu benötigen über 120.000 Menschen weiter im Norden des Landes im überfluteten Sambesital Hilfe. Die Summe aus Zyklon, Hochwasser, heftigen Regenfällen, weiteren angekündigten Zyklonen und Dürre im Süden verschärfen die Lage in Mosambik zusehends.



US-Behörde stellt Messungen vor

Weltweit wärmster Winter aller Zeiten

Der vergangene Winter war US-Messungen zufolge der weltweit wärmste aller Zeiten. Noch nie seit Beginn der Wetteraufzeichnung vor mehr als 125 Jahren waren zwischen Dezember und Februar die Temperaturen auf den verschiedenen Erd- und Wasseroberflächen rund um den Globus so hoch. Dies geht aus einem Bericht der US-Wetterbehörde NOAA hervor.

Vor allem der ungewöhnlich warme Januar in vielen Weltregionen habe dazu geführt, dass die gemessene Temperatur etwa 0,7 Grad Celsius über dem Durchschnitt des vergangenen Jahrhunderts lag. Die Wissenschaftler machen zum Teil das El-Nino-Wetterphänomen, das die Meeresoberfläche im östlichen Pazifik aufgewärmt habe, für den ungewöhnlich milden Winter verantwortlich.

Wärmerekorde mehrfach gebrochen

Nach Angaben der Behörde wurde der zweitwärmste Winter der Welt vor drei Jahren registriert, die zehn wärmsten Winter lagen alle in den vergangenen zwölf Jahren. "Wir sagen zwar nicht, dass dies ein eindeutiger Beweis für den Einfluss von Treibhausgasen ist", sagte NOAA-Meteorologe Jay Lawrimore der Nachrichtenagentur Reuters. Wie aber erst jüngst in der UN-Klimastudie festgestellt worden sei, trage der Mensch mit dem Ausstoß von Treibhausgasen höchst wahrscheinlich eine Mitschuld an der Erderwärmung. Den NOAA-Angaben zufolge stieg seit 1906 die weltweite Temperatur im Durchschnitt pro Jahrzehnt um 0,06 Grad an.




1. März 2007
Bolivien: Schwere Regenfälle haben in verschiedenen Teilen Boliviens in den letzten Tagen und Wochen zu schweren Überschwemmungen geführt. Insgesamt kamen seit Anfang 2007 mindestens 35 Menschen in den Fluten ums Leben, 350.000 Menschen wurden obdachlos. Allmählich werden Lebensmittel und Medikamente knapp und es drohen nach Angaben von Hilfsorganisationen Seuchen.
   
1. März 2007
USA: Eine verheerende Tornado-Serie hat in den US-Bundesstaaten Alabama, Missouri und Kansas eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Mindestens 19 Menschen starben, 50 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Der Gouverneur von Alabama hat den Notstand ausgerufen.
 
7. März 2007
Iran: Ein Erdbeben der Stärke 4,8 hat im Südwesten des Iran mindestens 35 Menschen verletzt und zahlreiche Gebäude zerstört. Das Zentrum der Erschütterungen lag 380 Kilometer südwestlich von Teheran nahe der Stadt Dorud . Es liegen keine Meldungen über Tote oder Verletzte vor. Viele Einwohner liefen in Panik auf die Straßen und übernachteten aus Angst vor weiteren Beben im Freien.

10. März 2007
Australien: Der Zyklon „George“ hat im Nordwesten Australiens mindestens zwei Menschen in den Tod gerissen, Dutzende Personen wurden verletzt. Besonders betroffen  war Wodgina rund 100 Kilometer südlich von Port Hedland. Der Zyklon fegte mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 275 Stundenkilometern über das Land, deckte Häuser ab und zerstörte die Stromleitungen. 

20. März 2007
Pakistan: Im pakistanischen Teil Kaschmirs haben mehrere Erdrutsche am  mindestens 31 Menschenleben gefordert. Ausgelöst wurden die Abgänge durch lang anhaltende, ungewöhnlich starke Regenfälle.

25.  März 2007
Ein schweres Beben der Stärke 6,7 hat am Sonntag Zentraljapan erschüttert und mehr als 170 Verletzte gefordert. Das Beben war bis ins 300 Kilometer entfernte Tokio zu spüren.  Behördenberichten zufolge stürzten 50 Häuser ein und weitere 200 wurden zum Teil schwer beschädigt. Das Epizentrum lag etwa 80 Kilometer nördlich der Stadt Kanazawa. Der ersten Erschütterung folgten mehr als 50  Nachbeben.

1. April 2007
Afghanistan und Pakistan: Am Wochenende sind bei schweren Überschwemmungen in Afghanistan und Pakistan mindestens 70 Menschen ums Leben gekommen. Heftige Regenfälle hatten Lawinen und Erdrutsche ausgelöst und zu der Katastrophe geführt. Mehrere hundert Häuser wurden durch die Wassermassen zum Einsturz gebracht. Zahlreiche Brücken und wichtige Straßen wurden zerstört.

2.  April 2007
Argentinien: Schwere Unwetter im Norden Argentiniens haben in den vergangen Tagen mindestens zwölf Menschenleben gefordert. Das seit einer Woche vorherrschende Sturmtief führte in über 60 Orten zu starken Überschwemmungen. Hunderte Häuser wurden zerstört und mehr als 16.000 Menschen mussten evakuiert werden. Es kam regional zu Rekordniederschlägen von bis zu 600 Millimetern Regen pro Quadratzentimeter.

2. April 2007 
Südpazifik: Zwei schwere Erdbeben der Stärke 8,1 und 6,7 lösten eine 10 Meter hohe Tsunamiwelle auf den Salomonen-Inseln aus. Das Epizentrum lag 350 Kilometer nordwestlich der Hauptinsel. Mindestens 20 Menschen sind ums Leben gekommen. Zahlreiche Menschen werden noch vermisst. Ganze Dörfer wurden von der Welle weggespült und tausende von Menschen sind obdachlos. Mehrere Inseln wurden ganz überflutet.

13. April 2007
Mexiko: Ein schweres Erdbeben hat am Freitagmorgen kurz vor 01.00 Uhr Ortszeit die Millionenmetropole Mexiko City erschüttert. Ersten Medienberichten zufolge kamen dabei keine Menschen zu Schaden. Das Beben erreichte eine Stärke von 6,0. Das Epizentrum lag ungefähr 245 Kilometer südsüdwestlich von Mexiko City

14/15. April 2007
China: Unwetter haben im Südwesten Chinas schwere Schäden angerichtet. Heftige Sturmböen und münzgroße Hagelkörner haben in 27 Bezirken der Provinz Sichuan zu schweren Zerstörungen und Massenevakuierungen, von über 120.000 Menschen geführt.

15. April 2007
USA: Frühlingsstürme mit Rekordniederschlägen und starken Windböen bis 140 km/h haben die Nordostküste der USA heimgesucht. In New York fielen 189 Liter Regen pro Quadratmeter, der höchst gemessene wert seit 1882. Der Verkehr kam streckenweise zum Erliegen und über 400 Flüge mussten gestrichen werden.

15. April 2007
Spanien: Unwetter auf Mallorca fordern ein Todesopfer. Am Wochenende haben Unwetter auf der Baleareninsel Mallorca für heftige Regenfälle gesorgt, bei denen am Sonntag ein Mensch ums Leben kam. Der 22 jährige Spanier befand sich Medienberichten zufolge auf einer Wanderung in einer Schlucht bei Valdemossa, als er von den anschwellenden Wassermassen mitgerissen wurde. Laut Behördenangaben traten in weiten Teilen der Insel Flüsse über ihre Ufer und mehrere Straßen wurden überflutet.

16. April 2007
Kolumbien: Am Dienstagmorgen ist der Vulkan „Nevado del Huila“ (5.780 Meter) im Südwesten Kolumbiens ausgebrochen. Es wurden 4.000 Bewohner aus den umliegenden Bezirken Huila, Tolima, Valle und Cauca evakuiert. Durch den Vulkanausbruch wurden stärkere Erdrutsche ausgelöst, die vier Brücken und einen Großteil der angrenzenden landwirtschaftlichen Fläche zerstörten.
 
20. April 2007
Japan: Ein Erdbeben hat am Freitagmorgen in der südjapanischen Inselprovinz Okinawa einen Tsunami-Alarm ausgelöst. Die befürchtete Flutwelle blieb aus. Das Beben erreichte eine Stärke von 6,1 auf der Richterskala. Das Epizentrum lag rund 165 Kilometer nordöstlich der Insel Ishigaki-jima.
 
21. April 2007
Chile: Am Samstag hat ein schweres Erdbeben im Süden Chiles mindestens drei Menschenleben gefordert. Ersten Medienberichten zufolge werden sieben weitere Menschen vermisst. Das Beben ereignete sich rund 1.320 Kilometer südlich von Santiago de Chile und erreichte eine Stärke von 6,2.
 
25. April 2007
Italien: Im Norden Italiens haben ausbleibender Regen und hohe Temperaturen eine schwere Dürre ausgelöst. Der Pegel des Pos war in der vergangenen Woche in einigen Gebieten auf sechs Meter unter seinen Normalwert gesunken. Auch bei vielen norditalienischen Seen wurden kritische Wasserstände erreicht. Auch Deutschland leidet derzeit unter dem ungewöhnlich trockenen April, so dass auch hierzulande Bauern mit Ernteeinbußen rechnen müssen. 

April 2007 wohl wärmster Monat seit 1800

Mitteltemperatur bei knapp zwölf Grad

Im zu Ende gehenden April war es so warm wie seit 207 Jahren nicht mehr. Zuletzt habe es im April des Jahres 1800 wahrscheinlich höhere Durchschnittstemperaturen gegeben als in diesem Jahr, sagte Meteorologe Michael Beisenherz vom Wetterdienst Meteomedia. Die Werte von damals seien allerdings nur vereinzelt überliefert und nicht so genau wie heute. Indes steht fest, dass der April 2007 gleich mehrere Rekorde seit Beginn regelmäßiger Wetteraufzeichnungen im Jahr 1901 bricht: So trocken, so warm und so sonnig war es in diesem Zeitraum noch nie.
"Die Mitteltemperatur für ganz Deutschland wird wahrscheinlich bei knapp zwölf Grad liegen", sagte Beisenherz. Im Nordosten Deutschlands lagen die Temperaturen etwa 4 Grad über dem langjährigen Mittelwert der Jahre 1961 bis 1990, im Südenwesten waren es sogar fünf Grad. "Bemerkenswert sind vor allem die hohen Durchschnittswerte und nicht die absoluten Höchststände", sagte Beisenherz. Einen Rekord stellt die Trockenheit dar, die an manchen Orten extreme Ausmaße annimmt: In Karlsruhe gab es im gesamten April keinen Regen. Dafür schien die Sonne mit etwa 350 Stunden gleich doppelt so lange wie im Schnitt.

"Hitzetage" meist erst gegen Ende April

Hochsommerliche Temperaturen mit mehr als 30 Grad im April gibt es in Deutschland nach Angaben des DWD etwa alle zehn Jahre. Der bisher höchste Wert wurde am 22. April 1968 nördlich von Berlin mit 32,1 Grad gemessen. Meist wird es allerdings erst Ende des Monats so heiß, dass die Meteorologen von "Hitzetagen" über 30 Grad sprechen. 


 
28. April 2007
England: Am Sonntagmorgen hat ein Erdbeben hunderte Menschen im Süden Englands in Angst und Schrecken versetzt. Die Stromversorgung kam zeitweise zum Erliegen und zahlreiche Telefonverbindungen wurden unterbrochen. Das Beben erreichte eine Stärke von 4,7 auf der Moment-Magnitude. Das Epizentrum wurde rund 100 Kilometer südöstlich von London in der Grafschaft Kent lokalisiert. Menschen wurden verletzt und es entstand Sachschaden  

28. April 2007
Kolumbien: Mehrere Schlamm- und Gerölllawinen haben am Samstag in der kolumbianischen Stadt Ibague mindestens acht Todesopfer gefordert und mehr als 30 weitere Menschen wurden verletzt. Häuser von rund 2.000 Einwohnern wurden zum Teil völlig zerstört oder schwer beschädigt. Starke Regenfälle hatten insgesamt 15 Erdrutsche ausgelöst.

30. April 2007
Frankreich: Heftige Gewitter haben weite Teile Frankreichs heimgesucht und zu Überschwemmungen geführt. Südwestlich von Paris, mussten 300 Menschen  evakuiert werden, da ihre Häuser überflutet wurden. Das Wasser stand bis zu einem Meter hoch auf der Straße, so dass abgestellte Autos bis unter das Dach voll liefen. Die Regenfälle wirkten sich besonders dramatisch aus, da die vorhergehende „Dürre“ die Böden ausgetrocknet hatte.

 1. Mai 2007
USA: Nach wochenlanger Trockenheit wüten mehrere große Waldbrände im US-Bundesstaates Georgia. Die Flammen haben trotz Bemühungen der Einsatzkräfte bereits über 260 Quadratkilometer Wald- und Sumpflandschaft zerstört. Die örtlichen Medien sprechen vom „größten Waldbrand in der Geschichte des Staates“.
 
1. Mai 2007
Neuseeland: Heftige Regenfälle haben auf der Nordinsel Neuseelands mehrere Menschenleben gefordert. In der Nacht zum ersten Mai und am darauf folgenden Morgen fiel innerhalb weniger Stunden die Regenmenge, die ansonsten um diese Jahreszeit in einem halben Monat fällt.
 
2. Mai 2007
Indien: Eine Hitzewelle im Norden und zentralen Indien hat in den vergangenen Tagen mindestens drei Todesopfer gefordert. Die Temperaturen stiegen in Zentralindien über 50° C. Im nördlicher gelegenen Delhi lag die niedrigste Temperatur am Wochenende bei 28,9 ° C und damit um sechs Grad höher als der Normalwert für diese Jahreszeit.
  
4. Mai 2007 
USA: Am Samstag hat ein gewaltiger Tornado im US-Bundesstaat Kansas die Kleinstadt Greensburg (1.600 Einwohner) nahezu vollständig zerstört und mindestens neun Menschenleben gefordert. Der Tornado war 1,6 Kilometer breit und hatte eine Windgeschwindigkeit von bis zu 266 Kilometern pro Stunde. 95 Prozent der Stadt seien verwüstet. "Der Schutt ist einfach unglaublich."

5. Mai 2007
Am Samstag wurden acht weitere Windhosen bestätigt. Nach Angaben des nationalen Wetterdienstes wurde aus sechs Bezirken im Südwesten von Kansas sogar eine zweistellige Zahl von Tornados gemeldet, weitere Meldungen kamen aus South Dakota und Oklahoma. Das ist nicht mehr im Rahmen der Normalität.

7. Mai 2007
Sri Lanka: Heftige Überschwemmungen haben in den vergangenen Tagen in Sri Lanka mindestens 16 Todesopfer gefordert und zehntausende Menschen obdachlos gemacht. Mehr als 1.000 Gebäude rund um die Hauptstadt Colombo wurden vollständig zerstört. 125.000 Menschen flüchteten aus Angst vor den Wassermassen aus ihren Häusern.

7. Mai 2007
Kanada: In Westkanada hat eine Borkenkäferepidemie rund 14 Millionen Hektar Kiefernbestände befallen, das ist mehr als das Eineinhalbfache der Fläche Österreichs. Die Regierung der kanadischen Provinz Alberta erklärte bereits den Notstand für ihre Wälder. Die Anzahl der absterbenden Bäume wird auf rund drei Millionen geschätzt wird. Forstexperten sehen die Ursache der Plage im milden Winter.

23. Mai 2007
Bulgarien: Mehrere Tornados haben am Dienstag im Süden und Westen Bulgariens zahlreiche Häuser zerstört und mindestens zwei Menschen verletzt. Im Süden hat ein Wirbelsturm rund 80 Häuser beschädigte. Ein weiterer Tornado deckte 30 Kilometer nördlich von Sofia Dächer ab und entwurzelte dutzende Bäume. Begleitet wurden die Stürme von heftigen Unwettern mit hohem Niederschlag.

28. Mai 2007
China: in Zentral- und Südwest China sind am vergangenen Wochenende mindestens 50 Menschen bei Unwettern ums Leben gekommen. Mehr als 350 Personen wurden verletzt. Heftige Regenfälle hatten in der zentralchinesischen Region Sichuan mehrere Erdrutsche ausgelöst, die Menschen und Häuser unter sich begruben. Medienberichten zufolge zerstörten die Schlammlawinen mehr als 3.000 Gebäude und rund 1.300 Hektar Farmland. 112.000 Bewohner mussten vorsorglich aus der Region evakuiert werden.

28. Mai 2007
Türkei: Schwere Unwetter im Osten der Türkei haben am Pfingstwochenende mindestens zehn Menschenleben gefordert und mehrere Häuser stark beschädigt. Zahlreiche Flüsse traten infolge heftiger Regenfälle über ihre Ufer.

 3. Juni 2007
China: Bei einem starken Erdbeben der Stärke von 6,2 sind in der südwestchinesischen Provinz Yunnan am Sonntag mindestens drei Menschen ums Leben gekommen und über 300 wurden verletzt. 180.000 Bewohner mussten aus der betroffenen Region evakuiert werden. Der Erdstoß brachte tausende Häuser zum Einsturz, unterbrach Strom- und Wasserleitungen und zerstörte große Teile des Straßennetzes. Der Schaden wird auf mindestens 243 Millionen Euro geschätzt.

6. Juni 2007
Oman: Der schwere Zyklon „Gonu“ hat das Sultanat Oman am persischen Golf erreicht. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 Kilometern pro Stunde, handelt es sich um den stärksten Sturm in dieser Region seit 60 Jahren. 28 Menschen kamen ums Leben, 26 werden noch vermisst. Tausende von Menschen mussten von der Küste aus in höher gelegene Gebiete fliehen, da der Sturm bis zu zwölf Meter hohe Wellen gegen die Küste trieb.

10. Juni 2007
Australien: An der australischen Ostküste haben tagelang andauernde, regenreiche Stürme zu dramatisch steigendem Hochwasser geführt. Neun Menschen kamen ums Leben und ca. 5.000 Menschen mussten vor den Wassermassen fliehen. 100.000 Häuser waren von der Stromversorgung abgeschnitten. Für den Hunter River wird ein Wasserspiegel von mehr als elf Metern über dem Normalstand erwartet wird.

10. Juni 2007
China: Neun Millionen Einwohner in sechs chinesische Provinzen sind von den anhaltenden Regenfällen, Schlammlawinen und Überschwemmungen betroffen. Mindestens 66 Menschen kamen ums Leben. Knapp 50.000 Häuser wurden zerstört und rund 500.000 Bewohner der Region befinden sich auf der Flucht.

11. Juni 2007
Bangladesh: Die stärksten Regenfälle seit Jahrzehnten haben in Bangladesh Überschwemmungen und Erdrutsche ausgelöst und dabei mindestens 91 Menschenleben gefordert. Nach heftigen Monsunregenfällen rutschten Teile eines Hügels als Schlammmasse auf ein Dorf und begruben Dutzende von Bambus- und Strohhütten  unter. Alleine hier starben 31 Menschen.

11. Juni 2007
Indien: Bei einer Hitzewelle im Norden Indiens sind am vergangenen Wochenende mindestens 37 Menschen gestorben. Ersten Medienberichten zufolge war die Region Uttar Pradesh am stärksten betroffen. Die Temperaturen stiegen in der Provinz Rajasthan auf über 49° C und in der Hauptstadt Neu Delhi auf 44,9° C, die höchsten Werte seit Beginn des Jahres.

13. Juni 2007
Mittelamerika: Ein schweres Erdbeben hat die mittelamerikanischen Länder Guatemala und El Salvador erschüttert und Panik in der Bevölkerung ausgelöst. Die örtlichen Behörden meldeten aber bislang keine Opfer oder größere Schäden. Da Beben erreichte eine Stärke von 6,8 auf der Moment-Magnitude. Das Epizentrum lag im küstennahen Bereich des Pazifiks, rund 115 Kilometer südwestlich von Guatemala City.

25. Juni 2007
England: Schwere Regenfälle haben in weiten Teilen des Landes Chaos ausgelöst .Drei Menschen ertranken in den Fluten. Am schlimmsten getroffen hatte es die Stadt Sheffield in Yorkshire. Dort fiel in mehreren Bezirken die Stromversorgung aus und Menschen mussten mit Hilfe der Luftwaffe aus überfluteten Stadtteilen evakuiert werden.

 26. Juni 2007
Pakistan: Der Zyklon „Yemyin“ hat am Dienstag die pakistanische Küste getroffen und mindestens 13 Menschenleben gefordert. Es werden nach dem Unwetter noch über 200 Fischer vermisst. Am schwersten betroffen war die im Westen des Landes gelegene Provinz Belutschistan. Dort starben bei heftigen Regenfällen zehn Menschen. Rund 10.000 Bewohner dieser Region mussten von der Küste aus in höher gelegene Gebiete flüchten.

26. Juni 2007
Rumänien: Einer seit mehreren Tagen andauernden Hitzewelle sind in Rumänien bereits 29 Menschen zum Opfer gefallen. Die Temperaturen stiegen im Süden des Landes auf über 40 Grad Celsius. Eine Abkühlung ist nach Angaben der rumänischen Meteorologen vorerst nicht in Sicht. Der Wasserstand der Flüsse sinkt und zahlreiche Brunnen sind bereits ausgetrocknet.

 27. Juni 2007
Russland: Die südwestrussische Region um die Stadt Wolgograd leidet zurzeit unter eine extremen Dürre. Seit knapp einem Monat steigen die Temperaturen tagsüber auf über 30 Grad Celsius und es fallen keine nennenswerten Niederschläge. Laut Behördenangaben zerstörte die Trockenheit bereits 700.000 Hektar landwirtschaftliche Fläche, auf der hauptsächlich Sommergetreide wuchs. Der verursachte Schaden wird auf rund 51,8 Millionen Euro geschätzt.
 
27. Juni 2007
Griechenland: Eine Hitzewelle hat in Griechenland mindestens acht Todesopfer gefordert und mehrere schwere Waldbrände ausgelöst. Es werden seit Tagen Temperaturen von bis zu 46 Grad Celsius gemessen. Mittlerweile zerstören mehr als 100 Feuer die Landschaft. Die griechische Regierung hat bei ihren Nachbarstaaten um Hilfe bei der Bekämpfung der Flammen gebeten, da die eigenen Löschkapazitäten in dieser Ausnahmesituation nicht ausreichen.
 


Wetterextreme in Europa

Hitze im Süden, Orkan und Regen im Norden

Die Hitzewelle in Südeuropa dauert weiter an. Allein in Griechenland starben in Folge der extremen Temperaturen in den vergangenen fünf Tagen mindestens elf Menschen. Bereits am frühen Vormittag liegen die Temperaturen in vielen Orten über 35 Grad. In der Athener Vorstadt Nea Philadelfeia wurde gestern mit 47 Grad Celsius ein neuer Juni-Hitzerekord gemessen. In Folge der extremen Trockenheit gab es zahlreiche Waldbrände.

In der Nacht war im Norden Athens der größte Waldbrand seit 25 Jahren außer Kontrolle geraten. Bis in die Mittagsstunden hinein hingen über der griechischen Hauptstadt dicke Rauchwolken, aus denen auf zahlreiche Stadtteile Asche niederrieselte. Nach einer bisherigen Bilanz haben die Flammen mehr als 1000 Hektar Pinien- und Tannenwald zerstört. Zu dem verendeten unzählige Tiere. Der Berg Parnitha, auf dem es weiterhin brennt, wird in Griechenland "die Lunge Athens" genannt, weil er die größte grüne Fläche der Vier-Millionen-Metropole ist. Ausgebrochen waren die Brände nach einer sechstägigen Hitzewelle mit Temperaturen um die 45 Grad. Dies waren die höchsten Juni-Temperaturen die bislang im Ägäisraum gemessen wurden. 

Auch in anderen südeuropäischen Ländern - von Italien bis in die Türkei - ist die Lage ähnlich. Die Zahl der Todesopfer in allen betroffenen Ländern zusammen stieg inzwischen auf mehr als 50. In Frankreich gab es den ersten großen Waldbrand des Jahres. 40 Kilometer südwestlich von Cannes mussten mehrere Campingplätze evakuiert werden.

Völlig anders ist die Situation in Nordeuropa
. In Schweden und in Norddeutschland wurden mehrere Fähr- und Bahnverbindungen durch Orkan und Regen lahm gelegt.In England kam es zu Überflutungen ganzer Stadtgebiete, aufgrund des hohen Niederschlages. Etwa 440 Helgoland-Touristen saßen auf Deutschlands einziger Hochseeinsel fest. Vielerorts wurden Bäume entwurzelt, Dutzende Keller liefen voll Wasser.

Die Regenfälle in Indien und England gäben ebenso wie die Hitzewellen in Südosteuropa Hinweise darauf, was wegen des Treibhauseffektes künftig „Häufiger und in schlimmeren Ausmaß“ zu erwarten sei,sagte Salvano Briceno vom Uno-Programm „Internationale Strategie zur Verringerung von Katastrophen“ (ISDR) in Genf. 

Nach einer neuen Studie des Potsdam-Institut für Klimaforschung (PIK) war es in Deutschland über einen Zeitraum von 12 Monaten noch nie so warm, wie zwischen Juni 2006 und Mai 2007. Die mittlere Temperatur lag bei 11 Grad Celsius und damit um 3 Grad über dem bisherigen langjährigen Mittel. Die Wissenschaftler zeigen sich vor allem über die Größe des neuen Rekords überrascht.


Nachdem der April in Mitteleuropa, mit seinen hochsommerlichen Temperaturen  alle Frühjahrs-Hitzerekorde  gebrochen hat, war es ab Mitte Juni bis Mitte Juli wieder zu kalt und zu nass. Wir können nicht davon ausgehen, dass wir in den nächsten Jahren eine geordnete Verlaufskurve der Klimaerwärmung zeichnen können, es wird vielmehr so aussehen, dass wir durch eine sehr instabile Phase der  Klimaveränderung gehen werden, die uns innerhalb von nur wenigen Wochen alles vorführen wird, was es an Wetterextremen zu bieten gibt. Gerade in Mitteleuropa werden uns Hitze, Regen und kühle Tage ein ständiges Wechselspiel bieten. Instabilität ist das zentrale Thema auf allen Gebieten der menschlichen Existenz, die alle kurzfristigen Zukunftsprognosen  Lügen strafen werden. 




4. Juli 2007
Australien: Der Südosten Australiens erlebt zurzeit die schlimmsten Überschwemmungen der letzten 17 Jahre. Mehr als 230 Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Starke Regenfälle ließe die Seen Lake Wellington und Lake Victoria und ihre Abflüsse über die Ufer treten.

 4. Juli 2007
USA: Durch die anhaltende Hitze in Mittelamerika sind mehr als 12.000 Hektar Land im Osten des Bundesstaats Utah Waldbränden zum Opfer gefallen. Die Brände waren am Freitag 160 Kilometer östlich von Salt Lake City ausgebrochen und hatten sich schnell ausgebreitet. Drei Menschen starben in den Flammen, hunderte mussten evakuiert werden.

10. Juli 2007
Indien: Schwere Monsununwetter haben in Indien schon über 350 Menschenleben gekostet. Millionen Menschen in mehreren Bundesstaaten wurden durch die Unwetter obdachlos. Es ist keine Beruhigung der Lage in Aussicht.

11. Juli 2007
Argentinien:  Hohe Minustemperaturen im Süden Südamerikas. In Buenos Aires  hat es seit 89 Jahren zum ersten Mal wieder geschneit. Über 40 Menschen starben bereits wegen der ungewohnten Kälte von über minus 20 Grad.

12. Juli 2007
China: Zentral- und Südchina wird seit 2 Wochen von heftigsten Stürmen und Regenfällen heimgesucht. Es starben bisher
ca. 130 Menschen und viele werden noch vermisst. Eine Millionen Chinesen sind auf der Flucht und vier Millionen Hektar Ackerland sind zerstört. Der Wasserpegel des Flusses Huai stieg an einem Tag um einen Meter. In der zentralchinesischen Provinz Anhui werden die schlimmsten Überschwemmungen seit einem halben Jahrhundert befürchtet. Zwei Milliarden Ratten und Mäuse haben ihren Lebensraum verloren. In der Provinz Hunan fraßen Ratten rund 1,6 Millionen Hektar Ackerfläche kahl, nachdem ihre Höhlen überflutet worden waren.  Hochwasser und Unwetter zerstörten in China bislang 100.000 Häuser, weitere 400.000 wurden beschädigt. Die wirtschaftlichen Schäden werden auf  990 Millionen Euro geschätzt.
Mehr als 200 Millionen Menschen sind in den letzten Wochen in Asien von schweren Überschwemmungen betroffen. Mehr als 500 Menschen kamen in den Fluten ums Leben.

16 Juli 2007
Japan: Ein Erdbeben der Stärke 6,8 vor Japans Westküste hat auf der Hauptinsel Honshu 7 Todesopfer gefordert, über 700 Menschen wurden verletzt. Über 500 vorwiegend traditionell gebaute Häuser wurden zerstört. Durch das Beben wurde im Atomkraftwerk Kashiwazaki-Kariwa ein Brand ausgelöst, es trat radioaktiv belastetes Wasser aus. In der 250 Kilometer entfernten Hauptstadt Tokio gerieten Wolkenkratzer ins Wanken.

22. Juli 2007
Deutschland: In der Nacht zum 22 Juli haben in Süddeutschland heftige Unwetter mit Hagelschlag gewütet. Bis zu 80 Liter Regen pro Quadratmeter gingen in einer Stunde nieder. Zahlreiche Straßen und hunderte Keller wurden überflutet. Eine 82-jährige Frau ertrank in ihrem Keller. Mindestens 20 Menschen wurden verletzt. In Teilen von Oberbayern und Baden-Württemberg lagen die Hagelkörner zeitweise so hoch, das auf den Strassen kein Durchkommen mehr war. In der Gegend von Starnberg beschädigte der Hagel neben vielen Fahrzeugen eine Gärtnerei. Mehrere Tausend Quadratmeter Glasfläche wurden zertrümmert.

23. Juli 2007
England: Jahrhunderthochwasser in Mittel- und Südwestengland. Die schwersten Überschwemmungen seit 60 Jahren verwandelten weite Teile Mittelenglands in eine Seenlandschaft. 350.000 Menschen sind derzeit ohne Trinkwasser. Der Schaden wird auf 3 Milliarden Euro geschätzt. Premierminister Gordon Brown macht den Klimawandel verantwortlich: „Wie andere Industrienationen müssen auch wir uns mit den Konsequenzen des Klimawandels auseinandersetzen.“ Laut Wetter-Statistik hat Großbritannien von Mai bis Juli die nassesten Monate seit Beginn der Aufzeichnungen vor 240 Jahren erlebt. Mancherorts viel in einer Stunde so viel Regen, wie sonst im ganzen Monat.

23. Juli 2007
Indonesien: Heftige Unwetter mit langanhaltenden sintflutartigen Regenfällen haben auf der indonesischen Insel Sulawesi zu zahlreichen Überschwemmungen und Erdrutschen geführt. Dabei starben mindestens 32 Menschen, mehrere tausend wurden obdachlos.

26. Juli 2007
Süd- und Südosteuropa. Die seit Tagen anhaltende Hitzewelle, mit Temperaturen von 46 Grad, die schon am Morgen über 40 Grad lagen, fordert immer mehr Opfer in der Natur und unter den Menschen.

Italien: Apulische Adriaküste Die schlimmste Situation seit Menschengedenken. Fast wäre in dem süditalienischenFerienparadies Peschici gestern eine Katastrophe passiert. Waldbrände fraßen sich blitzschnell durch die trockene Vegetation. Das Feuer zerstörte Campingplätze mit sämtlichen Wohnwagen und Autos (Foto) und einen Friedhof, Gasleitungen explodierten. Zwei Menschen verbrannten in ihrem Auto. Hundert Menschen waren plötzlich von Feuer umzingelt. Ihnen blieb nur die Flucht ins Meer. 

In den süditalienischen Regionen Apulien und Kalabrien kämpfen Dutzende Löschflugzeuge gegen Hunderte Brandherde. Mehr als 300 Menschen mussten sich wegen Rauchvergiftungen behandeln lassen. Auch in Mittelitalien tobten Feuer.

Griechenland: Volle Krankenhäuser in Griechenland. Bei Temperaturen um die 46 Grad im Süden und um Athen starben mindestens zwei Menschen. In einigen Regionen fiel der Strom aus, die Bevölkerung wurde aufgerufen, Klimaanlagen nicht durchgehend laufen zu lassen und das Haus nur wenn absolut nötig zu verlassen. Die Feuerwehr kämpfte auf dem Festland und auf Inseln mit Flugzeugen und Hubschraubern gegen Waldbrände. 

In Mazedonien erstickte ein Mann nahe der Stadt Bitola bei dem Versuch, sein Haus vor einem Großbrand zu retten, der bereits seit dem Wochenende in der Region tobt. Das Flächenfeuer bedroht nach Angaben mazedonischer Medien bereits die Vororte der drittgrößten Stadt des Landes mit rund 100000 Einwohnern. Die andauernd hohen Temperaturen von deutlich über 40 Grad haben in Mazedonien zahlreiche Busch- und Waldbrände begünstigt.

Ungarn: Auch Ungarn erlebt eine nie gekannte Hitzeperiode mit täglichen 45 Grad. Besonders viele alte Menschen sind hier betroffen, bei denen der Kreislauf einfach zusammenbricht. Die Zahl der Toten ist noch nicht genau bekannt. Nach Berechnungen der Gesundheitsbehörden sind binnen einer Woche 500 Menschen wegen der Hitzewelle gestorben.

Rumänien: In Rumänien starben gestern mindestens drei weitere Menschen bei Rekord-Temperaturen von 44 Grad. Am selben Tag fielen landesweit mehr als 1000 Menschen ohnmächtig auf der Straße um. Innerhalb einer Woche starben in der Hitze mehr als 30 Menschen. 

Frankreich: An der französischen Mittelmeerküste rückten die Feuerwehren aus, um aufflammende Brände zu bekämpfen. Auf einem Militärgelände in Canjuers (Département Var) zerstörten Feuer ein Waldgebiet von rund 400 Hektar. Die Feuerwehr setzte Löschflugzeuge ein.

4. August 2007
Südasien-Indien: Weite Regionen Südasiens sind von ungewöhnlich heftigen Monsunregen überflutet worden. In Teilen Indiens, Bangladesch und Nepal sind über 20 Millionen Menschen obdachlos geworden und die Ernte wurde vielerorts vernichtet. Rund 5 Millionen Hektar Ackerland sind vom Hochwasser zerstört worden. 

Betroffen sind vor allem der Norden Indiens sowie die angrenzenden Staaten Bangladesch und Nepal. Nach wochenlangen heftigen Regenfällen sind Dutzende Flüsse über die Ufer getreten und haben weite Teile der Region überflutet. Allein in den indischen Bundesstaaten Bihar, Uttar Pradesh und Assam sind bislang mehr als 120 Menschen ums Leben gekommen. Aus Bangladesch wurden 64 Tote gemeldet. Damit sind seit Beginn des diesjährigen Monsuns (Juni) in Südasien über 1400 Menschen infolge der Flut gestorben.  Die Verbreitung von Seuchen aufgrund des verschmutzten Trinkwassers wird befürchtet. Nach Angaben des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen sind allein im Norden Indiens eine Million Kinder gefährdet.

2. August 2007
Sudan: Starke Niederschläge haben im Rahmen der Regenzeit  den Norden Sudans in eine Seenlandschaft verwandelt. Mehr als 60 Menschen, viele tausend Stück Vieh und über 20.000 Lehmhäuser wurden bislang Opfer der Fluten. Nach Angaben der Behörden bedrohen jetzt  Seuchen wie Malaria die Region.

5. August 2007
Vietnam: Ein heftiger Sturm begleitet von sintflutartigen Regenfällen hat in vielen Teilen Vietnams für Überschwemmungen gesorgt. Dabei kamen mindestens neun Menschen ums Leben, 14 weitere werden noch vermisst. Mehrere tausend Bewohner der betroffenen Regionen sind obdachlos geworden.

10. August 2007
Schweiz/Deutschland: Tagelange Extremniederschläge haben zu Hochwasser in der Zentralschweiz und am Rhein geführt. In mehreren Kantonen wurde Hochwasseralarm ausgelöst. Betroffen sind vor allem Bern und die Zentralschweiz, aber auch Basel, Aargau und St. Gallen. In den Bezirken Delsberg und Pruntrut im Kanton Jura wurden etliche Dörfer überschwemmt und Straßen zerstört worden. In Zürich wurde mit 141 Liter pro Quadratmeter die größten Regenmengen innerhalb von 24 Stunden seit rund 100 Jahren gemessen. In der Region Bern fielen 120 Liter. Besonders kritisch war die Lage in Olten im Kanton Solothurn, wo die Aare über die Ufer trat. Teile der Stadt waren überflutet, ein Gebäude stürzte ein. 
Die heftigen Regenfälle in den letzten Tagen haben vor allem auch im Süden Deutschlands viele Flüsse anschwellen oder sogar über die Ufer treten lassen. Auch der Oberlauf des Rheins ist mittlerweile von einer Hochwasserwelle betroffen, die sich langsam nach Norden verlagert. So wird in Karlsruhe vermutlich heute ein Pegelstand von 8,35 Meter erreicht, rund ein halber Meter weniger als im Rekordjahr 1999.

13. August 2007
Nordkorea: Nach tagelangen schweren Regenfällen und Überflutungen seit dem 7. August sind in Nordkorea hunderte Menschen ums Leben gekommen oder werden vermisst. Die Behörden sprechen von mehr als 30.000 zerstörten oder schwer beschädigten Häusern. Über 60.000 Familien seien obdachlos geworden. Zehntausende Hektar Ackerland wurden überflutet und wichtige Eisenbahnstrecken, Straßen und Brücken  zerstört. Die Stromversorgung und die Telefonleitungen in weiten Teilen des Landes sind unterbrochen.

16. August 2007 
Peru: Ein Erdbeben der Stärke 8,0 erschütterte Peru in der Nacht in zwei kurz aufeinanderfolgenden Wellen. Es war das stärkste Beben in Peru seit 36 Jahren. Das Epizentrum lag rund 150 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Lima in einer Tiefe von etwa 30 Kilometern. Am schlimmsten von der Naturkatastrophe betroffen sind die Städte Ica, Pisco, Chincha und Cañete an der Pazifikküste. Allein in der Region um Ica wurden 80.000 Menschen durch das Beben obdachlos. In der Kleinstadt Pisco, wo etwa 130.000 Menschen leben wurden 85 Prozent aller Häuser zerstört. Bisher wurden mehr als 500 Leichen geborgen. Mindestens 1.500 Menschen wurden verletzt.

18. August 2007
Karibik: Der Hurrikan "Dean" ist der erste Wirbelsturm der diesjährigen Hurrikan-Saison. Er wurde der Kategorie 4 zugeordnet und ist mit einer Geschwindigkeit von 215km/h über die Kleine-Antillen-Inseln St. Lucia und Martinique hinweggefegt. Dabei deckte er Dächer ab und zerstörte Bananen- und Zuckerrohr-Plantagen. Auf Martinique starb ein Mann während des Sturms, sechs Menschen wurden verletzt. Zudem seien alle Bananen-Plantagen zerstört und 70 Prozent der Zuckerrohr-Farmen verwüstet. "Dean" bewegt sich auf die Virgin-Inseln der USA zu, am Sonntag wird der Hurrikan auf Jamaika und vor der mexikanischen Halbinsel Yucatan erwartet.


Die fünf Hurrikan-Kategorien

Ein Hurrikan ist ein tropischer Sturm mit einer Windgeschwindigkeit von mindestens 119 Kilometern in der Stunde. Maßgeblich ist dabei der Durchschnitt der Messwerte in zehn Metern Höhe in einem Zeitraum von einer Minute. Nach der Windgeschwindigkeit werden fünf Hurrikan-Kategorien unterschieden:

Kategorie 1: 119 - 153 Kilometer pro Stunde
Kategorie 2: 154 - 177 Kilometer pro Stunde
Kategorie 3: 178 - 209 Kilometer pro Stunde
Kategorie 4: 210 - 249 Kilometer pro Stunde
Kategorie 5: über  250 Kilometer pro Stunde

21. August 2007
Karibik: Dean  erreichte die höchste Stufe (5) der Gefahrenscala und hat bislang mindestens 12 Todesopfer gefordert und auf seinem etwa 3000 Kilometer langen Weg durch die Karibik erhebliche Verwüstungen angerichtet. Betroffen waren die Kleinen Antillen, die Dominikanische Republik, Haiti und Jamaika. Dort haben bereits die Aufräumarbeiten begonnen. Das Sturmzentrum hat bei dem Fischerort Majahual mit bis zu 300 Kilometern pro Stunde an der Grenze zu Belize das mexikanische Festland erreicht und schwächte sich hier ab. 

21. August 2007
China: Mindestens 30 Tote haben der Taifun „Sepat“ und ein ihn begleitender Tornado in China gefordert, weitere 60 Menschen mussten mit zum Teil schweren Verletzungen in Krankenhäusern behandelt werden. Mehrere zehntausend Haushalte waren zudem in den betroffenen Regionen ohne Strom. In den chinesischen Provinzen Zhejiang, Fujian und Guandong mussten insgesamt knapp eine Million Menschen vor dem Wirbelsturm in Sicherheit gebracht werden. Zuvor hatte Sepat bereits auf Taiwan gewütet und auch dort schwere Schäden verursacht.

22. August 2007
Polen: Ein Sturm mit Orkanböen von 130 Kilometern in der Stunde und mehr hat im Nordosten Polens mindestens sechs Menschen das Leben gekostet, 14 Menschen, die auf der Mausurischen Seenplatte segelten werden noch vermisst.

23. August 2007
USA: Schwere Unwetter mit ergiebigen Niederschlägen haben in mehreren Staaten im Mittleren Westen der USA für schwere Überschwemmungen gesorgt. 22 Menschen ertranken bisher in den Fluten. Besonders stark betroffen sind Iowa, Wisconsin, Minnesota und Oklahoma. In Ohio wurden die schlimmsten Überschwemmungen seit 100 Jahren gemeldet.

26. August 2007
Italien: In Rom wurden gestern 41 Grad gemessen - die bisher höchste Temperatur des Sommers. Die Hitze treibt die Feuer in Kalabrien, Kampanien und auf Sizilien weiter an. Alleine auf Sizilien kämpft die Feuerwehr gegen insgesamt 264 Waldbrände, welche ganze Dörfer und Gemeinden akut bedrohen. Besonders heftig wüten die Feuer im Hinterland der Touristenstadt Messina. Dort starben drei Menschen, als ein Hotel ausbrannte. Auch Urlauber sind weiter von den Bränden betroffen. Südlich von Salerno in Aquafredda musste ein komplettes Feriendorf evakuiert werden, das von den Flammen bedroht wurde.  Augenzeugen sprechen von einem beispiellosen Notstand. Wegen der extremen Hitze brechen inzwischen auch weiter im Norden weitere Feuer aus - unter anderem in Lazium. 

Griechenland: In Griechenland wird die Lage immer dramatischer. Die Waldbrände wüten nun bereits den dritten Tag in Binnen 24 Stunden seien 89 neue Brände ausgebrochen, von denen 28 als besonders gefährlich einzustufen seien. Auch am Rand der Hauptstadt Athen brach ein neues Feuer aus.  Die verheerenden Waldbrände haben inzwischen auch die ersten Häuser im antiken Olympia auf der Halbinsel Peloponnes erreicht. Von den Bränden ist fast das halbe Land betroffen. Am schlimmsten wüten die Feuer im Westen der Halbinsel Peloponnes, auf der Insel Euböa und in der Region um Korinth. Auch in Mittelgriechenland flammten am Sonntag immer wieder Feuer auf.  Inzwischen konzentriert sich die Feuerwehr auf den Schutz von Siedlungen und historischen Stätten. Für viele Menschen kam allerdings jede Hilfe zu spät. Nach offiziellen Angaben starben bislang mehr als 60 Menschen in den bis zu 20 Metern hohen Flammen. Die Regierung rief im ganzen Land den Notstand aus. In Griehenland, wie auch in Italien wurden mehrere Männer wegen des Verdachtes der Branntstiftung festgenommen. Ministerpräsident Kostas Karamanlis sprach von einer "nationalen Tragödie". Bisher sind durch durch die Waldbrände insgesamt über 280.000 Hektar Wald in Griechenland vernichtet worden.                                                                                              

6.-10. September 2007
Nicaragua: Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 300 Kilometern pro Stunde (höchste Kategorie)ist Hurrikan „Felix“ über große Teile Nicaraguas hinweg gezogen und hat dabei eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Mindestens 100 Menschen starben bei der Naturkatastrophe, zahlreiche weitere werden noch vermisst. Mehr als 50.000 Menschen wurden obdachlos oder mussten aus besonders gefährdeten Regionen evakuiert werden. 

7. September 2007
Taipeh: Ein 30 Sekunden dauernder schwerer Erdstoß hat in der taiwanesischen Hauptstadt Taipeh und anderen Teilen des Landes für Angst und Schrecken gesorgt. Das Beben hatte eine Stärke von 6,5 . Das Zentrum lag 115 Kilometer südöstlich von Taipeh in einer Tiefe von 62,9 Kilometern unter dem Meer. Über mögliche Todesopfer und Schäden liegen keine Informationen vor. 

7. September 2007
Österreich und Rumänien: Schwere Unwetter mit heftigen Niederschlägen haben in Österreich und Rumänien zu Überschwemmungen und Schlammlawinen geführt. Es fielen bis zu 150 Liter Regen pro Quadratmeter innerhalb eines Tages. In Rumänien sind dabei mindestens fünf Menschen ertrunken oder durch Blitze getötet worden. Weitere Menschen werden noch vermisst. Die Stadt Tecuci ist durch die Fluten von der Außenwelt abgeschnitten.

12. September 2007
Indien/Bangladesch: Der Nordosten Indiens und große Teile Bangladeschs werden durch die schon seit Wochen andauernde Monsunniederschläge noch immer von den schwersten Überschwemmungen seit Jahren heimgesucht. Bis zu 3.000 Menschen starben in den Fluten. Mehr als 2.000 Dörfer und Städte sowie Hunderttausende Hektar Acker- und Weideland wurden in beiden Ländern seit Anfang Juli unter Wasser gesetzt. Fast 13,5 Millionen Menschen ohne Dach über dem Kopf. 10.000 bis 20.000 Dörfer überflutet. Meteorologen kündigten für die nächsten Tage neue Regenfälle an. 

14. September 2007
Sumatra: Serie von schweren Erdbeben in Indonesien. Innerhalb von zwei Tagen haben jetzt sieben Erdstöße mit einer Stärke von 6 oder mehr die indonesische Insel Sumatra erschüttert. Zwischen dem 12. und 14. September erreichten die Beben eine Stärke von 8,4, 7,9 und 7,0. Es kamen mindestens 23 Menschen ums Leben, 90 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Nach Augenzeugenberichten erreichten Wellen von bis zu drei Meter Höhe die Küsten Sumatras. In der Stadt Padang stürzten wie in Bengkulu zahlreiche Gebäude ein. Die Auswirkungen der Erdstöße waren zum Teil noch in Singapur und Malaysia zu spüren, wo Hochhäuser schwankten und teilweise evakuiert wurden.


ARD Nachrichten 16.Sept. 2007

Rekord-Eisschmelze in der Arktis

Nordwestpassage durchgehend schiffbar

Die arktische Nordwestpassage vom Atlantik zum Pazifik ist nach Angaben der Europäischen Raumfahrtagentur Esa nach einer Rekordschmelze völlig eisfrei und somit für Schiffe befahrbar. Die Route durch die kanadische Arktis ist gewöhnlich wegen des Eises auch im Sommer für Schiffe weitgehend unpassierbar. In diesem Jahr sei die Eisfläche in der Nordpolregion aber auf ihre geringste Ausdehnung seit Beginn der Satellitenbeobachtung vor 30 Jahren geschrumpft, teilte die Esa jetzt mit. Aktuelle Aufnahmen zeigten, dass die gesamte Route gegenwärtig schiffbar sei.

 

Leif Toudal Pedersen vom dänischen Raumfahrtzentrum bezeichnete den Rückgang des Eises als extrem. Die Eisfläche im Nordpolargebiet sei bis auf drei Millionen Quadratkilometer geschrumpft. Das seien eine Million Quadratkilometer weniger als die bislang geringsten Ausdehnungen in den Jahren 2005 und 2006, und auch damals war der Seeweg nicht vollkommen frei. Die weiteste Ausdehnung wird jeweils im März und die geringste im September registriert.

Im Jahr 2040 könnte die Arktis eisfrei sein

Die Arktis reagiert offenkundig sehr stark auf den Klimawandel. Einige Wissenschaftler haben vorhergesagt, dass der Nordpol bereits 2040 eisfrei sein könnte. Die Arktis-Anrainer sehen im Abschmelzen des Eises aber durchaus Vorteile. Neben der Nordwestpassage wird der Zugang zu Erdöl- und Gasreserven in dem Gebiet frei. Dies hat bereits zu neuen Rangeleien um die Souveränitätsrechte in der Arktis geführt (der Kampf um die Rohstoffe wird immer unverhüllter. Kommentar vom Seitengestalter). So stellten russische Forscher kürzlich demonstrativ die Nationalflagge in 4000 Meter Tiefe auf dem Meeresboden unter dem Nordpol auf, um den Anspruch des Landes auf das Gebiet zu unterstreichen.





17. September 2007

Afrika: Jahrhundertflut im Dürregürtel Afrikas. Ungewöhnlich lang andauernde, schwere Regenfälle haben in 20 Staaten Afrikas zu Überflutungen geführt. Über 1,5 Millionen Menschen sind vor dem Wasser auf der Flucht. Die Medien sprechen von über 300 Todesopfer. Von Senegal im Osten bis Kenia im Westen sind Tausende Quadratkilometer überflutet. Ganze Städte stehen unter Wasser und eine Versorgung über den Landweg ist oft nicht mehr möglich, da hunderte von Brücken weggeschwemmt wurden und die Fahrpisten – wo noch vorhanden - vollkommen verschlammt sind.  In weiten Landstrichen ist die Ernte zerstört, wodurch eine nachfolgende Hungersnot vorprogrammiert ist.
Im Sudan ist es die schlimmste Überschwemmung seit Menschengedenken. Hier starben 50 Menschen an der Cholera und die Vereinten Nationen befürchten das großflächige Ausbrechen von Seuchen und Malaria.

23. September 2007
Bengalen: Ein schwerer Sturm und daraus resultierende hohe Wellen haben im Golf von Bengalen mindestens 100 Fischer das Leben gekostet. Zahlreiche Boote sind während des Unwetters gesunken. Zunächst ging man von 1.200 Todesopfern aus, doch die meisten Vermissten konnten sich doch noch retten und in Sicherheit bringen. 

24. September 2007
England: Mehr als zehn kleinere Tornados haben vor allem in Süd- und Mittelengland eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Die Wirbelstürme stürzten Bäume um, deckten zahlreiche Dächer ab und wehten Autos von den Straßen. Verletzte sind nach einer ersten Bilanz nicht zu beklagen.

 4. Oktober 2007
Vietnam: Nach dem Taifun "Lekima" ist in Vietnam die Zahl der Todesopfer auf mindestens 64 gestiegen. Weitere 15 Menschen werden noch vermisst. Es war das schlimmste Hochwasser seit 20 Jahren in Vietnam. Nach 5 Tagen starken Dauerregens standen viele Dörfer meterhoch unter Wasser.  Der Wirbelsturm war am Mittwoch mit Windgeschwindigkeiten bis zu 130 Kilometern pro Stunde über Teile Vietnams hinweg gezogen und hatte 77.000 Wohnhäuser zerstört.

 4. Oktober 2007
Taiwan: Mit bis zu 184 Kilometern pro Stunde war der Taifun "Krosa" über Taiwan gezogen und hat schwere Verwüstungen hinterlassen. Dabei kamen mindestens 7 Menschen ums Leben, mindestens 40 weitere wurden verletzt. Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 198 Kilometern in der Stunde hatte der Sturm Bäume umgeknickt und Häuser zerstört. Schwere Regenfälle lösten Erdrutsche und Überschwemmungen aus. Bis zu 2,2 Millionen Haushalte waren ohne Strom.

9. Oktober 2007
China: Der Taifun "Krosa", verursachte an der Ostchinesischen Küste massive Überschwemmungen. 1,4 Millionen Menschen wurden evakuiert.

14.Oktober 2007
Haiti: Tagelang anhaltende Niederschläge haben in Haiti für verheerende Überschwemmungen gesorgt. Es sind mindestens 26 Menschen ums Leben gekommen. 18.000 Menschen mussten vor den Fluten in Sicherheit gebracht werden.
 
15.Oktober 2007
Tunesien: Heftige Unwetter mit sintflutartigen Regenfällen haben in Tunesiens für großflächige Überschwemmungen gesorgt. Bisher starben 13 Menschen bei der Naturkatastrophe, vier weitere werden zurzeit noch vermisst.

18.Oktober 2007
Vietnam: Heftige Regenfälle haben in Vietnam zum wiederholten Mal in diesem Jahr für schwere Überschwemmungen gesorgt. Es starben mindestens acht Menschen in den Fluten. Tausende Häuser und viele Reisfelder standen unter Wasser. Es wurden 20.000 Bewohner in der Hochwasserregion evakuiert.

21.Oktober 2007
Kolumbien: Schwere, lang anhaltende Niederschläge haben vor allem im Norden Kolumbiens für großflächige Überschwemmungen gesorgt. Der Regen ließ mehrere Flüsse anschwellen und über die Ufer treten. Dabei kamen mindestens drei Menschen ums Leben. Esd waren insgesamt 70.000 Einwohner betroffenen.

24. Oktober 2007
USA: Die seit Tagen anhaltenden Brände in Kalifornien haben bisher 170.000 ha Wald zerstört. Insgesamt wurden 1.500 Häuser ein Raub der Flammen. Bisher mussten 1 Millionen Menschen evakuiert werden.

5. November 2007
Karibik: Mindestens 142 Todesopfer, zahlreiche Verletzte und Sachschäden in Milliardenhöhe verzeichnet die Bilanz, nach dem verheerenden Hurrikan „Noël“ in der  Karibik. Besonders schwer getroffen hat der am Freitag zum Hurrikan hochgestuft Wirbelsturm, die Dominikanische Republik und Haiti, wo allein 82 beziehungsweise 48 Todesopfer zu beklagen waren. Aber auch auf den Bahamas, auf Kuba und Jamaika kamen mehrere Menschen ums Leben. Die meisten Opfer waren nicht auf den mit Spitzengeschwindigkeiten von bis zu 180 Kilometer pro Stunde wütenden Sturm zurückzuführen, sondern auf die durch heftigen Regenfall verursachten reißenden Ströme, Überschwemmungen und Erdrutsche.

5. November 2007
Mexiko: Tagelang anhaltende Niederschläge haben in den mexikanischen Bundesstaaten Tabasco und Chiapas zu den schwersten Überschwemmungen seit Jahrzehnten geführt. Die Wassermassen überfluteten mehr als Zweidrittel der Fläche von Tabasco. Es kamen bislang zwölf Menschen ums Leben, rund 900.000 Menschen wurden obdachlos. Zehntausende sind komplett von der Außenwelt abgeschnitten. Die Strom- und Wasserversorgung ist in vielen Bereichen Tabascos komplett zusammengebrochen. Nach Angaben der zuständigen Behörden vom 16.11.07, waren insgesamt 1,2 Millionen Menschen von der Flut betroffen. 200.000 Häuser, 7.000 Kilometer Straßen sowie zahlreiche Brücken wurden beschädigt oder zerstört. Insgesamt 800 Städte, Siedlungen und Dörfer meldeten zum Teil Land unter. Nach Schätzungen von Experten wird es noch Monate dauern, bis alle Schäden beseitigt sind. 

7. November 2007
Vietnam: Bei der dritten Hochwasserkatastrophe innerhalb weniger Wochen sind in Vietnam mindestens 33 Menschen ums Leben gekommen. Grund für die Überschwemmungen in den zentralen Küstenregionen des Landes waren erneut heftige Niederschläge.
 
14. November 2007
Chile: Der Norden Chiles ist von einem starken Erdbeben erschüttert worden, das mindestens zwei Todesopfer gefordert hat. Über 150 weitere Menschen in der Region wurden verletzt. Der Erdstoß zerstörte  4.000 Häuser und machte 15.000 Bewohner obdachlos. Der Erdstoß hatte eine Stärke von 7,7 auf der Momentmagnitude. Das Zentrum des Bebens lag rund 170 Kilometer nordöstlich der Stadt Antofagasta in einer Tiefe von 60 Kilometern. Mittlerweile hat es mehrere Nachbeben gegeben, die eine Stärke von bis zu 6,8 erreichten.
 
16. November 2007 zyklon sidr
Bangladesch: Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometer pro Stunde ist der tropische Wirbelsturm "Sidr" über den Südwesten Bangladeschs hinweggefegt. Die Zahl der Toten wir inzwischen (21.11.07) mit  3.400 an gegeben. Hilfsorganisationen befürchten allerdings, dass sich die Zahl in den nächsten Tagen noch erhöhen wird, da noch Tausende vermisst werden. Hunderttausende Bewohner waren von den Behörden schon vor dem Durchzug des verheerenden Zyklons evakuiert worden. Viele Dörfer sind noch immer von der Außenwelt abgeschnitten, hunderte Fischer werden nach wie vor vermisst. Mehr als 5.000 Menschen wurden verletzt. Der Sturm sorgte auch für brachiale Wellen an den Küsten, wo drei Küstenorte verwüsteten. Schwere Regenfälle ließen die Flusspegel um bis zu fünf Meter ansteigen wodurch  weite Landstriche überflutet wurden. Die Sachschäden sind gewaltig; es wurden bis zu 95 Prozent der Ernten durch Sidr vernichtet und ganze Ortschaften vollständig zerstört.  Insgesamt sind 1,5 Millionen Menschen ohne Obdach. .            
 
16. November 2007
Vietnam: Schwere Regenfälle haben erneut in Vietnam mehrere Flüsse über die Ufer treten lassen. Bei den großflächigen Überschwemmungen kamen in den letzten Tagen mindestens 48 Menschen ums Leben, zahlreiche weitere werden noch vermisst. Die Wassermassen haben mehr als 160.000 Häuser überflutet. Einige Bahnstrecken des Landes sind durch Erdrutsche und Schlammlawinen unpassierbar geworden.

25. November 2007
USA: Fünf Wochen nach den verheerenden Waldbänden im Oktober wüten erneute Waldbrände in Kalifornien. In der Prominentensiedlung Malibu wurden bisher 53 Häuser zerstört. Mehr als 10.000 Menschen befinden sich auf der Flucht vor den Flammen. Mittlerweile haben die mehr als 1.700 Helfer die Brände weitgehend unter Kontrolle gebracht.

 25. November 2007
Indonesien: Im Osten Indonesiens ereigneten sich erneut zwei schwere Erdbeben der Stärke 6,4 und 6,3. Das Zentrum lag beide Mal knapp 50 Kilometern nordwestlich der Stadt Raba auf der Insel Sumbawa. Bei den Beben kamen mindestens drei Menschen ums Leben, 45 weitere wurden zum Teil schwer verletzt. Dutzende von Häusern in der Region stürzten ein. Weitere Informationen über Verletzte oder Sachschäden liegen noch nicht vor.

26. November 2007
Philippinen: Der Taifun „Mitag“ ist mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 175 Kilometer pro Stunde über Teile der Philippinen hinweggezogen und hat dabei mindestens sieben Menschenleben gefordert. In einigen Regionen kam es zu Überschwemmungen, Erdrutschen und Stromausfällen. Hunderttausende von Menschen hatten sich bereits beim Annahen des Wirbelsturms in Sicherheit gebracht.

30. November 2007
Algerien: Unwetter mit lang anhaltenden Regenfällen haben in den letzten Tagen in Algerien zu schweren Überschwemmungen geführt. Bisher sind 12 Tote registriert, daneben wurden zahlreiche Menschen zum Teil schwer verletzt. Auch zahlreiche Gebäude und Brücken wurden beschädigt oder zerstört. In der Hauptstadt Algier stürzten mehr als 30 Häuser ein. Bei der Naturkatastrophe kamen mindestens elf Menschen ums Leben, zahlreiche weitere wurden zum Teil schwer verletzt. 

4. Dezember 2007
USA: Mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 Kilometern pro Stunde fegte ein Sturm über den Nordwesten der USA hinweg. Es kamen mindestens vier Menschen ums Leben und weitere wurden verletzt. Der Sturm mit der Stärke eines Hurrikans entwurzelte zahlreiche Bäume. In einigen Regionen kam es auch zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Besonders schlimm betroffen waren die US-Bundesstaaten Washington und Oregon, wo der Notstand ausgerufen wurde.

7.Dezember 2007
Malaysia: Verheerende Monsunstürme mit schweren Niederschlägen haben zu heftigen Überschwemmungen in großen Teilen Malaysias geführt. Mindestens 21 Menschen starben in den Fluten, mehrere zehntausend Bewohner der betroffenen Regionen sind zurzeit auf der Flucht vor den Wassermassen.


13. Dezember 2007
Malaysia: Schwerste Monsunstürme mit heftigen Niederschlägen haben zu Überschwemmungen in großen Teilen Malaysias geführt. Mindestens fünfzehn Menschen starben in den Fluten, mehrere zehntausend Bewohner der betroffenen Regionen sind zurzeit auf der Flucht vor den Wassermassen.
 
14. Dezember 2007
Karibik: Der Tropensturm „Olga“ hat in den letzten Tagen in mehreren Karibik-Staaten für schwere Schäden gesorgt. Besonders betroffen waren Haiti und die Dominikanische Republik. Es kam zu heftigen Regenfällen, die in verschiedenen Regionen schwere Überschwemmungen und Erdrutsche auslösten. Dabei kamen mindestens 25 Menschen ums Leben. Zahlreiche Menschen gelten noch immer als vermisst. 

20.Dezember 2007
Neuseeland: Große Teile Neuseelands sind von einem schweren Erdbeben erschüttert worden. Der Erdstoß hatte eine Stärke von 6,6 auf der Momentmagnitude. Das Zentrum lag 20 Kilometer südwestlich der Stadt Gisborne in einer Tiefe von 35,6 Kilometern. Es gab eine Tote und mehr als 20 verletzte. Das Erdbeben ließ in Gisborne einige Häuser einstürzen und beschädigte mehrere Geschäftszeilen. Es war das schwerste Erdbeben seit 20 Jahren in. 

28. Dezember 2007
Indonesien: Tagelang anhaltende schwere Regenfälle haben auf der indonesischen Insel Java zu mehreren verheerenden Erdrutschen geführt. Die Schlammmassen begruben zum Teil ganze Dörfer unter sich. Hilfskräfte gehen von mindestens 130 Todesopfern aus und bemühen sich noch verschüttete Menschen zu bergen. Die Hoffnung Überlebende zu finden ist aber gering. Tausende von Menschen verloren bei den Naturkatastrophen ihre Häuser.




 

Wir wünsche allen Lesern unserer Katastrophenstatistik ein waches und vertrauensvolles

Jahr  2008

Alles wird gut!



Am Ende fällt die große Steppe in die kleinen Herzen der Vögel und der Samen des Lebens in den Schoß der Unfruchtbaren!

Am Ende spricht ihr schönstes Wort für all jene, die noch immer vor dem Dornbusch ihre Schuhe lösen, ihre Tränen verbergen und ihre bitte stammeln, 

DIE LIEBE