Einführung
Ganz zu Anfang
möchte ich die wichtigste
Regel bei der Betrachtung von Prophezeiungen voranstellen. Diese lautet:
Genaue
Jahreszahlen die in Prophezeiungen in Bezug auf ganz bestimmte Ereignisse gegeben werden - egal wie "scheinbar
sicher und überzeugend" sie dargestellt werden oder wie sehr man
sich bei ihrer Glaubwürdigkeit auf "höhere Quellen" beruft -,müssen immer
mit höchster Vorsicht, ja sogar Zweifel betrachtet werden. Die Menschen aller
Zeiten zeigten
sich bei markanten Zeitübergängen (z.B. Jahrtausendwechsel)
oder besonderen Sternkonstellationen immer
besonders anfällig
für spektakuläre Weissagungen. In den Vorwehen des
letzten Jahrtausendwechsel, schwemmte dann auch zur Freude der
Buchverlage wieder eine wahre Flut an Endzeitprophetie und
Weltuntergangspublikationen auf den Markt. In ihnen
wurden
dann in scheinbar sicherer Erwartung die
verschiedensten Szenarien für die unmittelbare Zukunft
entworfen.
Und alle, die sich auf
die Nennung von konkreten Jahreszahlen einließen, sind allesamt
wieder einmal um eine Erfahrung reicher geworden, auch wenn sie ihre
Position/Misere stets zu ihren Gunsten zu interpretieren wussten. Das
neue Jahrtausend
brach an, ohne dass sich auch nur ansatzweise eines der groß
angekündigten Geschehnisse ereignet hätte. Noch im Herbst des
Jahres 1999 bekam ich per Telefon ganz heisse Tipps für den Ablauf der
nun eintreffenden Umwälzungen. Ich sollte mir dringend Vorräte anlegen
und mich im Bunker verkriechen (falls vorhanden). Meine Versuche, die
Gemüter der Anrufer
mit dem Hinweis zu beruhigen, dass erst ganz bestimmte Ereignisse vor
dem Endgericht oder der Neugestaltung der Erde und ihrer Verhältnisse
eintreffen müssen - die sich aber noch nicht gezeigt haben - wurden im
Sturm der inneren Erregtheit nicht gehört oder akzeptiert. Mein letzter
Rat war dann immer, mich doch bitte im Frühjahr des Jahres 2000
anzurufen, wenn sich das erwartete "Ende der Welt" NICHT ereignet
hätte. Es kamen jedoch keine Anrufe, nachdem sich das Ganze als erneute
Endzeitente offenbart hatte.
Nun ist also wieder einmal so weit. Das neue Datum heisst 2012
und wiederum gibt es eine Flut an Literatur, die das Ganze
"scheinbar klar oder mit mystischem Nimbus versehen" durch
eine Fülle an Fakten und entschlüsselten Mysterien zu beweisen
versucht. Und erneut werden die Gefühle und Erwartungen der Menschen
durch die "Wissenden" bis ans Limit emotionaler Erwartungen gepuscht.
Von den
üblichen apokalyptischen Erwartungen über die Evakuierung durch UFO´s,
bis zum Quantensprung des menschlichen Bewusstsein in eine höhere
Dimension des Daseins, ist alles vertreten. Und ich kann
jetzt schon prophezeien: "ALLE DIESE ERWARTUNGEN WERDEN ERNEUT SO NICHT
ERFÜLLT
WERDEN"! Warum nicht fragen Sie hier vielleicht. Weil, wie schon
gesagt,
erst ganz bestimmte Ereignisse die Weltgeschichte zur Reife bringen
müssen. Wir werden auf keinen Fall mit einem kosmischen Zauberstab aus
den selbstverschuldeten Verhältnissen in eine höhere Dimension
hinaufgebiemt und dem kosmischen Lebensgesetz von Ursache und Wirkung
entrissen. Im Gegenteil, wir werden durch eine Zeit der Not und globalen
Katastrophen gehen müssen, um eine Art seelischer Reinigung zu
erfahren; erst danach sind wir für eine neues Leben auf einer neuen
Erde reif und fähig.
Jesus Selbst gab uns den Rat, dass
wir auf ganz bestimmte Zeichen in der Zeit achten sollen, an welchen
wir Seine Wiederkunft erkennen könnten. Bei Erfüllung aller der von Ihm genannten
Zeichen, in
einem ganz bestimmten Zeitraum, könnten wir von Seiner
baldigen Wiederkunft ausgehen. Diese einfachste Regel haben die
wenigsten bei all ihren Modellen beachtet, weil sie die von Gott
ausgehenden Wortoffenbarungen nicht ernst genug nehmen. Und auch die
heutigen,
nicht müde zu kriegenden Jünger der Geheimtipps in Sachen "Es geht bald
los", scheinen hier weiterhin blind zu sein. Schauen wir uns einmal die
groben Ereignisse an, die sich erfüllen müssen, bevor wir in den
letzten konzentrischen
Kreis der Endzeitgeschehnisse eintreten. Diese Ereignisse sind im
Wesentlichen:
1. Naturkatastrophen in nie gekannter Größenordnung leiten parallel mit dem Zusammenbruch der Börse und
der Finanzmärkte - den Kollaps des Weltwirtschaftssystems - ein.
2. Daraufhin folgende globalen Unruhen, Bürgerkriege, Anarchie.
3. Ausbruch eines sehr kurzen 3. Weltkrieges der östlichen
Kulturen gegen die westliche Kultur. Dieser Krieg
wird noch in den
Anfängen durch eine kosmische Katastrophe abruppt beendet wird.
4. Auftreten des Antichristen und Aufrichtung einer neuen Weltregierung
(-diktatur) und Weltreligion zum
"allgemeinen Wohl der gesamten Menschheit". Die Weichen für diese globale Diktatur zum Wohl der
Menschen, werden jetzt schon gestellt.
5. Verfolgung und Ausgrenzung der Menschen, welche sich dieser "Zwangsbeglückung"
nicht unterwerfen
wollen und noch an alten, religiösen Werten
festhalten. Diese werden als religiöse Fanatiker Repressalien
und Ausgrenzung efahren. Besondere Verfolgung der auf eine
kleine
Herde zusammengeschrumpften
Endzeit-Christen.
Wer einen detailierten Ablauf der Geschehnisse in der Hand haben
möchte, sollte das Buch "MARANATHA" studieren (Buchvorstellungen). Man
tut den eigentlichen Aussagen
der
echten Prophetie keinen Gefallen in der Öffentlichkeit, wenn sich
groß
angekündigte Ereignisse dann nicht erfüllen. Auch hiervon
weiß die
Geschichte einige komische bis traurige Anekdoten zu erzählen. Ich
erinnere an die religiösen Geschehnisse Ende des 19.
Jahrhunderts in Nordamerika, als sich tausende von Christen aufgrund
von spekulativen Zeitberechnungen einiger "Schriftgelehrter und
Propheten", in froher Heilserwartung der Wiederkunft Christi auf
Hügel
und Berge begaben, um von hier aus entrückt zu werden. Man hatte
schon
seit Tagen alle Arbeiten auf dem Felde und in den Werkstätten
liegen
gelassen, in der festen Überzeugung, die Sorge um das Zeitliche
würde jetzt keinen Sinn mehr machen. Als der Zeitpunkt
verstrich
und die ersten Gläubigen langsam eher zu Zweiflern und
Ungläubigen
wurden, konnte man die Miesere noch einige Tage verlängern, indem
man
sich auf eine Bibelstelle berief in der es heißt: " Der
Bräutigam verzieht und lässt auf sich warten." Aber
irgendwann hat alles warten einmal ein Ende. So auch hier, als die
ersten Gläubigen (oder inzwischen Ungläubigen) mit
gesenktem Haupt (und vielleicht auch gebrochenem Herzen) von ihrem
Hügel der falschen Hoffnung hinab stiegen, um sich wieder an
die liegen gebliebene Arbeit zu machen. Was uns das lehren
kann
liegt auf der Hand. Jeglicher Form einer Endzeithysterie
aus Panik oder Vorfreude sollte nicht zuviel Raum
im Alltag
gegeben werden, sonst neigen wir schnell zu unüberlegten und
manchmal auch sehr befremdlichen Verhaltensweisen. Die Welt
ist
nur zu gerne bereit sich mit solchen Enttäuschungen der
Gläubigen zu schmücken und um so mehr den gerechten Glauben
als religiösen Fanatismus zu branntmarken. Zu viel
Endzeitgerede kann auch einen inflationären Charakter bekommen. Man
nimmt es dann irgendwann nicht mehr ernst und ist auch taub
für eindeutige Zeichen und Aussagen.
Wenn
es also auch heißt, keiner weiß Tag noch Stunde (d.h. den eng
eingegrenzten
Zeitraum), so ist die Sicht für einen weiteren
Zeitraum
hierdurch nicht verwehrt,
zumal Jesus noch sagte: "Zeit und Stunde weiß niemand als nur der
Vater
und
der, dem Er es offenbaren will." Natürlich wird sich
gerade
vor einem umfassenden Gericht die Stimme der berufenen Propheten wieder
erheben, das war immer, so wie wir im Alten Testament lesen
können. So auch in unserer Zeit. Wir erleben nun seit gut 150
Jahren einen ständigen Anstieg an ernst zu nehmenden Warnungen und Offenbarungen
über ein kommendes Weltgericht. In diesen Botschaften werden uns
auch zeitgemäße und eindeutige Hinweise über
Geschehnisse und Zeichen gegeben, welche diesem Gericht vorausgehen.
Dadurch können wir durchaus einen ungefähren Zeitpunkt
festmachen, bis wann sich die Dinge vollendet haben. Jesus
selbst gibt uns durch J.Lorber wohl den eindeutigsten Hinweis indem Er
Seinen damaligen Jüngern sagte, dass das 1000jährige
Friedensreich nahe an
2000 Jahre
(gesagt mit 30-33Jahren), auf der "Neuen Erde" Einzug halten werde.
Nahe an 2000 Jahre ist kein genauer aber ein ungefährer
Zeitraum, besonders für uns heutige Menschen, die wir eben nahe,
sehr nahe vor diesem Zeitpunkt stehen.
In dem noch vor uns liegenden Zeitfenster von 10-15 Jahren werden sich
also die Prophezeiungen erfüllen und die Dinge werden sich ab dem
Kipp-Punkt beschleunigen und zuletzt überschlagen. Rein theoretisch
können sich die oben dargestellten ersten beiden Punkte bis zum Jahr
2012 noch ereignen, besonders was den Zusammenbruch der Finanzmärkte
anbelangt. Sollten sich die für 2012-2013 angekündigten Sonnenstürme
wirklich so dramatisch auf unsere Energieversorgung auswirken, könnten
auch hierdurch umfassende Störungen der bisherigen Funtionalität des
Lebensalltags eingeläutet werden. Es ist jedoch müßig seine Zeit mit
solchen Spekulationen zu verbringen, da alle spekulativen Resultate
letztlich nur eines hervorbringen "Warten wir es ab"! Viel wichtiger
ist es sein Leben im Hier und Jetzt auf die göttliche Schöpfungsordnung
auszurichten und nach den Lebensgeboten/Lebensträgern auszurichten,
welche Jesus uns vor allem in der Bergpredigt offenbart hat. Der
Einklang oder die Harmonie mit diesen Lebensträgern wird entscheiden,
wo die Zukunft des Einzelnen stattfinden wird und wie diese beschaffen
sein wird. Das alleinige Wissen über das "Wann und Wie" nutz
keinem von uns wirklich.
Eins
sollte jedem klar sein, der
sich mit Weissagungen und Prophezeiungen auseinandersetzt: Man
erschafft sich
nicht zuletzt aufgrund seiner eigenen Seelenstruktur und seinen
Neigungen, aus
den zahlreichen Kundgaben ein Bild, welches ganz natürlich zuerst
einmal das
eigene Naturell mit all seinen Ängsten, Schwächen und Sehnsüchten
wiederspiegelt. Hier spielt auch die Weltgebundenheit, also das noch
anhaften
am Weltlichen oder die offenbare Liebe zur Welt, eine starke Rolle.
Wenn ein
Mensch zum Beispiel eher ängstlicher Natur ist oder leidensscheu, so
wird sein
Unterbewusstsein alle Stellen welche von einem großen Leid, von Not,
Drangsalen
und Verfolgung künden, nicht unbedingt favorisieren, sondern sie eher
zu
verdrängen suchen. Er wird aber daneben solche Kundgaben für richtig
und echt
halten oder seine Aufmerksamkeit auf solche lenken, welche von einer
geistvollen Entwicklung oder Zukunft handeln, in welcher die Menschen
in
Frieden und Harmonie miteinander leben. Ein anderer Mensch wieder, der
sich auf
Erden häuslich eingerichtet hat, als gälte es die nächsten 1000 Jahre
hier zu
leben, hat aufgrund seiner Gebundenheit an seinen Besitz große Probleme
mit der
Vorstellung, all sein Besitz und Vermögen könnte in Kürze vernichtet
oder
wertlos werden. Jede Weltgebundenheit sucht sich hier den Weg
durch all die Prophezeiungen und Weissagungen, welche ihrer Liebe
entspricht. Nur
der absolute Wille zur Wahrheit
und die Bereitschaft, liebgewordene Standpunkte und Begründungen
aufzugeben,
können hier die Tore für ein umfassenderes Verständnis öffnen.
All zu oft
verhindert auch ein einseitiges Gottesbild die objektive
Auseinandersetzung mit
dem Endzeitthema. Wenn man in Gott nichts anderes sieht, als nur eine
alles
verzeihende und vergebene Liebe, welche keinerlei
Bedingungen oder Forderungen an eine
mögliche Vergebung knüpft, wird man enorme Probleme mit dem Aspekt
der Ordnung und des Ernstes in Gott haben und alles was damit
zusammenhängt
ausblenden. Aber auch Kenner des Lorberwerkes, die sich sonst in vielen
Glaubensfragen auf dieses Werk stützen, kommen mit den klaren Aussagen
eines
globalen, allerschärfsten Gerichtes nicht klar, da sie hier eine zu
große Diskrepanz
zwischen ihrem favorisierten Gott der Liebe und den ernsten Aussagen
über das
Weltgericht empfinden. Ich selbst
habe mich seinerzeit (vor ca. 25 Jahren) auch an eine gängige, in
Lorber- und
Swedenborgkreisen vorherrschende Sicht des Endzeitgeschehens angehängt,
weil
sie mit dem Gott der Liebe – so wie ich Ihn noch eingrenzte – kompatibel
war und meinem Naturell entsprach.
Doch habe ich mir niemals die Mühe
gemacht,
objektiv alle Endzeitoffenbarungen ohne Raster und Vorbehalte zu lesen
und zu prüfen, auch in Verbindung mit den Endzeitprophezeiungen der
Bibel. Erst als ich mein Mentalbewusstsein beiseite ließ und mich
vorbehaltlos allen Offenbarungstexten öffnete, erkannte ich die
Zusammenhänge und die ungeheure Dimension der vor uns liegenden
Ereignisse.
